CH215946A - Verfahren zur Herstellung eines Beizenfarbstoffes der Dioxazinreihe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Beizenfarbstoffes der Dioxazinreihe.

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CH215946A
CH215946A CH215946DA CH215946A CH 215946 A CH215946 A CH 215946A CH 215946D A CH215946D A CH 215946DA CH 215946 A CH215946 A CH 215946A
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dioxazine
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B19/00Oxazine dyes
    • C09B19/02Bisoxazines prepared from aminoquinones

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Beizenfarbstoffes    der     Diozazinreihe.       Es wurde gefunden, dass wertvolle Beizen  farbstoffe der     Dioxazinreihe    erhalten werden,  wenn man     Diarylamino-1.4-benzochinon-          derivate    der allgemeinen Formel:

    
EMI0001.0006     
    worin X und     X,,    Wasserstoff,     Alkyl,        Aryl     oder Halogen, und R und     R,    Reste der     Carb-          a.zol-    und     Diarylaminreihe,    die eine     Komplex-          salz-bildende    Gruppe tragen, bedeuten, und  worin diese Gruppe und die am     Chinonkern     gebundene     NI-Gruppe    in verschiedenen     Ben-          zolkernen    stehen, nach an sich bekannten  Verfahren in die Farbstoffe überführt.  



  Die gemäss der vorliegenden     Erfindung.     erhältlichen Farbstoffe sind neu. Es können    zum Beispiel Farbstoffe der folgenden all  gemeinen Formel erhalten werden:  
EMI0001.0021     
    worin X für Wasserstoff, Halogen oder     Me-          thyl,    Y für Wasserstoff oder Halogen stehen,  R den Rest einer     Carbazol-    oder     Diarylamin-          verbindung    bedeutet, die eine     Komplegsajlz-          bildende    Gruppe in dem nicht mit dem     Oga-          zinkern        verbundenen        Benzolkern    enthält,

   und  worin Z Wasserstoff oder eine     Sulfonsäure-          gruppe    bedeutet.  



  Die Überführung der     Benzochinonderivate     in die Farbstoffe     kann    sowohl durch Behan  deln mit starker Schwefelsäure,     Oleum    oder       Chlorsulfonsäure    in An- und Abwesenheit      von organischen oder anorganischen Oxy  dationsmitteln, als auch durch Erhitzen der       Benzochinonderivate    in einem hochsiedenden  organischen Lösungsmittel in Gegenwart oder  Abwesenheit von organischen oder anorgani  schen Oxydationsmitteln, von Metallchloriden  oder     acylierenden    Mitteln, bewirkt werden.

    Nach dem ersten Verfahren erhält man je  nach den Reaktionsbedingungen und der  Konstitution der Ausgangsstoffe sowohl       sulfonruppenfreie,    wie auch     sulfogruppen-          haltige    Farbstoffe. Nach dem zweiten  Verfahren erhält man     sulfogruppenfreie     Farbstoffe. Die Farbstoffe können     nachträg-          ]ich        sulfiert    werden.

   Als     Kompleysalz-bil-          dende    Gruppen kommen zum Beispiel die       ortho    -     Oxycarbonsäure-,        ortho    -     Oxycarbon-          säureester-,        ortho-Oxycarbonsäurearylid-    oder       ortho-Dioxygruppe    in Frage. Falls während  der     Ringschlussoperation    keine     Verseifung    der  Ester- oder     Arylidgruppe    eingetreten ist,  kann die     Verseifung    nachträglich durch Er  hitzen mit Säuren bewirkt werden.  



  In manchen Fällen ist es zweckmässig,  in den durch Behandlung der     Benzochinon-          derivate    mit Schwefelsäure,     Oleum    oder       Chlorsulfosäure    erhaltenen     Dioxazinfarbstof-          fen    die in zu grosser Zahl eingetretenen     Sulfo-          gruppen    durch Erhitzen in mässig verdünnter  Schwefelsäure wieder abzuspalten.

    
EMI0002.0031     
    <I>Beispiel:</I>  10 Gewichtsteile des Kondensationspro  duktes aus     Chloranil    und 6-Amino-2-oxy-  
EMI0002.0033     
    Die so erhältlichen neuen     Farbstoffe     eignen sich für das Färben von mit Metall  salzen vorgebeizter, pflanzlicher, künstlicher  und tierischer Faser und von vorgebeizten  Mischgeweben; anderseits können sie aber  auch direkt auf die pflanzliche, künstliche  und tierische Faser gefärbt und mit Metall  beizen nachbehandelt werden, wodurch in  vielen Fällen Färbungen von ausgezeichneten       Nassechtheiten    erzielt werden.  



  Gegenüber den nach dem deutschen Pa  tent Nr. 402643 erhältlichen Farbstoffen be  sitzen die nach vorliegendem Verfahren her  gestellten Farbstoffe     grössere        Verwandtschaft     zur Faser und geben kräftigere     und    wert  vollere Färbungen mit besseren Echtheits  eigenschaften.  



  Gegenstand dieses Patentes ist ein Ver  fahren zur Herstellung eines     Beizenfarbstof-          fes    der     Dioxazinreihe,    welches darin besteht,  dass man das Kondensationsprodukt aus       Chloranil    und     6-Amino-2-ogy-carbazol-3-car-          bonsäuremethylester    durch Erhitzen in einem  hochsiedenden organischen Lösungsmittel,  z.

   B in Nitrobenzol, in die     Dioxazinverbin-          Jung    überführt und den so erhaltenen     Diog-          azindicarbonsäureester    mit verseifenden Mit- '       teln,    zum Beispiel mit starker Schwefelsäure,  behandelt.  



  Der Farbstoff hat die folgende Formel:         carbazol-3-carbonsäuremethylester    der folgen  den Konstitution      werden in 180 Gewichtsteilen     Nitrobenzol    ge  löst     und    9 Gewichtsteile wasserfreies Chlor  zink eingetragen. Man erhitzt zwei Stunden  zum Sieden und destilliert dabei     etwa    40 Ge  s     wichtsteile    Nitrobenzol ab. Nach dem Er  kalten wird abgesaugt,     mit    Nitrobenzol, Al  kohol und Wasser gewaschen und getrocknet.  



  10     Gewichtsteile    des erhaltenen     Farbstoff-          dicarbonsäureesters    werden in 270 Gewichts  io teilen 90 %     iger    Schwefelsäure 3 Stunden auf  95 bis 100   C erhitzt. Hierbei tritt     Ver-          seifung    ohne     Sulfierung    ein. Man gibt auf  Eis, filtriert und wäscht mit Wasser neutral.    Der so erhaltene neue     sodalösliche    Farb  stoff stellt ein graublaues Pulver dar, das  sich in Wasser mit blauer Farbe löst. Er  färbt Baumwolle und Viskose kräftig marine  blau.

   Durch Nachbehandeln mit Chrom  salzen erhält man     etwas        grünstichigere    Fär  bungen von ausgezeichneten Echtheitseigen  schaften.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Beizen farbstoffes der Dioxazinreihe, dadurch ge kennzeichnet, dass man das Kondensations produkt aus Chloranil und 6-Amino-2-oxy- carbazol-3-carbonsäuremethylester der Formel EMI0003.0020 durch Erhitzen in einem hochsiedenden orga nischen Lösungsmittel in die Dioxazinver- bindung überführt und den so erhaltenen Di- oxazindicarbonsäureester mit verseifenden Mitteln behandelt.
    Der so erhaltene neue sodalösliche Farb stoff stellt ein graublaues Pulver dar, das sich in Wasser mit blauer Farbe löst. Er färbt Baumwolle und Viskose kräftig marineblau. Durch Nachbehandeln mit Chromsalzen er hält man etwas grünstichigere Färbungen von ausgezeichneten Echtheitseigenschaften. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das Erhitzen in Nitrobenzol vornimmt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man beim Erhit zen in Nitrobenzol noch wasserfreies Chlor zink zusetzt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Versei fung des Dioxazinearbonsäureesters durch Erhitzen in 90%iger Schwefelsäure auf 95 bis<B>100'</B> C vornimmt.
CH215946D 1938-09-02 1939-08-22 Verfahren zur Herstellung eines Beizenfarbstoffes der Dioxazinreihe. CH215946A (de)

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