CH215980A - Verfahren zur Wärmemengenzählung. - Google Patents

Verfahren zur Wärmemengenzählung.

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CH215980A CH215980DA CH215980A CH 215980 A CH215980 A CH 215980A CH 215980D A CH215980D A CH 215980DA CH 215980 A CH215980 A CH 215980A
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Description


  
 



  Verfahren zur Wärmemengenzählung.



   Das Patent Nr. 193668 betrifft ein Verfahren zur Wärmemengenzählung. Bei der Durchführung dieses Verfahrens wird unter anderem die verschiedene Löslichkeit von Gasen oder Flüssigkeiten bei verschiedenen Temperaturen in einer Flüssigkeit dem sogenannten Sperrmittel, und die Diffusion dieser Gase oder Flüssigkeit durch dieses Sperrmittel verwendet. Es lassen sich auf diese Weise Zählgeschwindigkeiten erreichen, die unabhängig von der   röhre    der Temperatur proportional der Temperaturdifferenz an den beiden Schenkeln des Zählrohres sind. Damit werden die ganz   wesenü    lichen Fehler von bekannten Wärmezählern vermieden, die auf der mit der Temperatur exponentiell ansteigenden Verdampfungsgeschwindigkeit einer Flüssigkeit beruhen.

   Es hat sich jedoch gezeigt,   Jass    infolge der star  alten,    weitgehend unbekannten Abhängigkeit der Diffusionskonstanten von der Temperatur bei der Verwendung von gewissen Stoffen die Messung mit Fehlern behaftet ist.



  Es ergibt sich gewöhnlich bei der Benutzung einer einheitlichen Flüssigkeit als Sperrmittel, das heisst als Diffusionswiderstand, eine gewisse Temperaturabhängigkeit, und es wird die Auswahl der fehlerfreien Stoffpaare ausserordentlich schwer bezw. die Anzahl derselben sehr eingeschränkt.



   Dadurch, dass man erfindungsgemäss als flüssiges Sperrmittel eine Lösung verwendet, durch die der Stoff   hin, durchdiffun, diert,    kann der angeführte Fehler vermieden werden. Hierbei kann die Lösung einer Flüssigkeit in einer andern, das heisst einer Mischung zweier Flüssigkeiten oder aus der Lösung eines oder mehrerer fester Stoffe in einer Flüssigkeit bestehen. Dabei hat man es in der Hand,   Idurch    die Art und die Menge des in der Lösung gelösten Stoffes die Temperaturabhängigkeit des Zählvorganges völlig zum Verschwinden zu bringen. Als diffundierender Stoff kann zum Beispiel Äthan  verwendet werden. Das Gasvolumen ist dabei mindestens halb so gross wie das Flüssigkeits volumen.



   Als besonders geeignet haben sieh als Zählmittel Gase ergeben, die durch Flüssigkeiten hindurchdiffundieren. Verwendet man aber als diffundierenden Stoff Äthan und als Sperrflüssigkeit reines Wasser, so zeigt es sieh, dass die Zählgeschwindigkeit mit steigen der Temperatur zunimmt.



   Es lässt sich nun durch einen geringen Zusatz von Äthylalkohol zum Wasser diese Zunahme dämpfen und durch einen grösseren Zusatz in das Gegenteil umkehren. Bei richtigem Mischungsverhältnis von Wasser und Äthylalkohol ist demnach die Diffusionsgeschwindigkeit unabhängig von der Temperatur. Die gleiche Wirkung lässt sich durch die Lösung von Raliumhalogeniden, insbesondere durch   Kaliumjodid,    in Wasser erzielen.



   Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist eine solche Zusammensetzung der als Sperrmittel dienenden Lösung vorgesehen, dass der Dampfdruck in der Grössenordnung des Dampfdruckes von Wasser liegt, wobei ein Gas als diffundierender Stoff verwendet wird. Zweckmässig ist dabei die Hauptmenge des Gases innerhalb eines gut   wärmeleiten-    den Hohlkörpers so angeordnet, dass in ihm praktisch keine Temperaturdifferenz auftritt.



   Man kann als diffundierenden Stoff ein Gemisch entweder zweier Flüssigkeiten oder zweier Gase verwenden. Man muss in diesem Falle nur beachten, dass eine Entmisehung dieses Gemisches infolge der verschiedenen Löslichkeiten in dem Sperrmittel eintritt, wodurch sich auch die Skalencharakteristik entsprechend ändert.



   Die Benutzung von Alkohol-Wassergemischen als Sperrflüssigkeit bringt noch einen weiteren Vorteil mit sich. Die Gase haben im allgemeinen bei höheren Temperaturen eine wesentlich geringere Löslichkeit als bei tiefen, so dass man gewöhnlich eine Zählerempfindlichkeit erhält, die mit steigender Temperatur abnimmt. Verwendet man nun Flüssigkeiten, die einen merklichen Dampfdruck aufweisen, so bewirkt dieser. wenn ein Messgefäss mit zwei Schenkeln verwendet wird, in dem Schenkel niedriger Temperatur eine   Kompression    des zur Diffusion dienenden Gases gegenüber dem andern Schenkel, denn der Gesamtdruek in beiden Schenkeln ist bis auf den Unterschied der Flüssigkeitssäulen gleich, der Dampfdruck der Lösung jedoch bei verschiedener Temperatur verschieden.

   Aus diesem Grunde müssen sich auch die Partialdrücke des Gases in beiden Schenkeln   unterscheiden.    Dadurch wird eine zusätzliche Diffusion bewirkt, die entsprechend der Dampfdruckkurve des Lösungsmittels mit steigender Temperatur ansteigt. Die Summe der beiden einzelnen, für die Zählgeschwindigkeit massgebenden Faktoren kann auf diese Weise weit unabhängiger von der Temperatur eine konstante Zählempfindlichkeit ergeben als bei Benutzung einer Flüssigkeit ohne Dampfdruck.



  Insbesondere ergibt sich so für das System Athan in Wasser mit Beimischungen von Äthylalkohol eine völlige Unabhängigkeit der   Zählgeschwindigkeit von    der Temperatur.



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des den Gegenstand der Erfindung bildenden Zählers dargestellt. Das U-förmig ausgebildete, geschlossene   Messgefäss,    Fig. 1 und 2, hat einen Schenkel 1, das sogenannte Messrohr, von geringem Querschnitt, der auf niedriger Temperatur gehalten wird und dessen   Meniskusstellung    2 die verbrauchte Wärmemenge anzeigt. Das Messrohr enthält über der Sperrflüssigkeit zur Aufnahme des zu transportierenden Stoffes den Raumteil 3, der hier mit Äthan gefüllt ist, das sich entsprechend seinem Partialdruck in der Sperrflüssigkeit, die zum Beispiel ein Äthyl  alkohol-Wassergemisch    (Lösung) ist, löst und in den andern Schenkel hineindiffundiert, sobald eine Temperaturdifferenz besteht.

   In dem Ausscheidungsgefäss 4, das durch den unmittelbar am Heizkörper befestigten Teil 5 des Gehäuses auf höherer Temperatur gehalten wird, scheidet sich das Gas wieder aus und gelangt in das Ausgleichs  gefäss 6, das also den Raumteil zur Auf  nahme    des transportierten Stoffes darstellt.



  Der Querschnitt von 6 ist grösser als der von 1. Um auf jeden Fall eine Ausscheidung   des    Gases   i.n    dem Raum 4 herbeizuführen und jede Übersättigung zu vermeiden, ist im obern Teil dieses Raumes eine kleine Gaskammer 7 vorgesehen, die derart gebildet ist, dass das Verbindungsrohr 8 zum Ausgleichsgefäss 6 etwas in den Raum 4 hineinragt. Dadurch entsteht eine Art Überlauf, der zusammen mit dem an sich kleinen Volumen der Gaskammer 7, das weniger als etwa   t/lo    des Gesamtvolumens betragen soll, dafür sorgt, dass die durch   die Flüssigkeitsdampfspannung    bei Temperaturänderung auftretende Volumenänderung möglichst gering bleibt.

   Aus dem gleichen Grunde, nämlich um den Flüssigkeitsstand im Messrohr 1 weitgehend unabhängig von der jeweils herrschenden Temperatur zu machen, ist das   Glnesamtflüssig-      keitsvolumen    möglichst klein gehalten, ebenso auch das Volumen des Messrohres 1, dessen Meniskusstellung als Zähleranzeige dient. Umgekehrt ist dafür das Volumen des   Ausgleichsgefässes    6 im Verhältnis dazu gross ausgebildet, beispielsweise etwas grösser als das Volumen der vorhandenen Flüssigkeit, damit diese bei Ausdehnung im wesentlichen in den Raum 6 eintritt und das Volumen im Messrohr 1 möglichst wenig beeinflusst. Aus demselben Grunde wird das Gasvolumen zweckmässig grösser, mindestens jedoch halb so gross wie das Flüssigkeitsvolumen gemacht.

   Das   Ausgleichsgefäss    und das Messrohr 1 sind in einer gemeinsamen Metallhülle 9 untergebracht, damit beide sich mög  lichst    genau auf gleicher Temperatur befinden. Eine Rückdiffusion des in 6 vorhandenen Gases wird jedoch dadurch vermieden, dass das Verbindungsrohr 8 nach dem heisseren Teil einen so geringen Querschnitt aufweist, dass es einen vergleichsweise grossen Diffusionswiderstand bietet.



   Der feststehende Teil 10 des Gehäuses 5, 9, 10 trägt um die Achse 11 drehbar den   vorder    Teil 9, der, wie erwähnt, als gemeinsame Hülle für das Messrohr 1 und das Ausgleichsgefäss 6   ausgebi1det    ist. Das Gehäuse ist mit dem Heizkörper durch den Teil 5 ver   bundien, der unmittelbar an dem je Heizkörper    anliegt, wobei die Teile 9 und 10 zusammen den einen Hauptteil und der Teil 5 den an   dern je Hauptteil des gemeinsamen, tdas Mess-    gefäss umgebenden, wärmeleitenden Gehäuses darstellen.

   Zwischen den Teilen 5 und 10 des Gehäuses sind Wärmeisolatoren 12 vorgese   hen, die beiden je Hauptteile sind also über eine    Wärmeisolierung miteinander verbunden, wo'durch der Wärmekontakt, der zwischen diesen beiden Teilen durch als Wärmeleit Organe dienende Schrauben 13 hergestellt wird, mittels deren Einschraubtiefe   verän-    derbar ist. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass der Zähler genau auf die   Empfindlich-    keit des Messrohres einstellbar ist, welche Einstellung von Fall zu Fall vorgenommen werden muss, wenn die   Messgefässe    bei der Herstellung in ihrer Zählempfindlichkeit nicht   ganz    gleichmässig anfallen.



   Durch   diese    beschriebene Anordnung des Gehäuses 5, 9, 10 wird, im Gegensatz zu bisherigen Zählern, eine Wärmedurchflussmessung und damit die Anzeige des tatsächlichen Verbrauches erreicht, da der Gehäuseteil 9, 10 mit dem kälteren Teil 1 des   Mess-      gefäss es    eine nur wenig tiefere Temperatur   hat als die iE Heizkörperoberfläche, während    der gut wärmeleitende Teil 5, der das Aus  scheidungsgefäss    4 mantelförmig umschliesst, mit letzterem die Temperatur des Heizkörpers erreicht.

   Um Wärmeverluste des Teils 5 zu vermeiden, wird   Ider    von dem feststehenden, etwas kälteren Teil 10 des Gehäuses mög  licht    vollständig überlappt, und zwar durch eine   Isolations- oder    Luftschicht 12 von ihm getrennt. Der vordere kippbare Teil 9 ist so ausgebildet, dass er mit möglichst grossen, von Metall gebildeten Flächen 17 (Fig. 2) an dem festen Teil 10 anliegt. Um zwischen diesen Flächen einen guten Wärmekontakt herzustellen, ist Ider kippbare Teil 9 keilförmig und aus gut wärmeLeitendem Metall ausgebildet und wird beim Schliessen des Zählers fest an den ebenfalls aus gut wärmeleitendem Metall bestehenden Gehäuseteil 10 ange  presst.

   Die im vordern Teil des Zählers befindliche Glasscheibe 14 würde, da sie sieb in unmittelbarer Nähe des   Messrohres    1   be-    findet. als schlechter Wärmeleiter zu Fehl  messnnben      Aiilass    geben. Aus diesem Grunde ist das Messrohr 1 von einer geschlitzten   AIe-      tallhtilse    15 derart umgeben, dass vorn nur der kleine Sehlitz zur Erkennung des Meniskus offen bleibt. Die Metallhülse kann zweckmässig als Träger für die Skala dienen.



  Sie wird mit dem   kippbaren    Teil 9 an ihrem obern Ende durch Verschrauben oder Einpressen   in    guten   Wärmekontakt    gebracht.



   Im einzelnen ist die Aufgabe der vorher beschriebenen Konstruktionsteile, dafür zu sorgen, dass innerhalb des die Wärme nach aussen abgebenden Gehäuses 5, 9, 10 das   Messgefäss    überall die gleiche Temperatur aufweist, mit Ausnahme der vor Wärmeabgabe weitgehend geschützten Flüssigkeitsoberfläche an der dem Heizkörper zugekehrten   tberlaufstelle      (Ausscheidungsgefäss    4).



   Durch all diese Massnahmen wird erreicht. dass das   Messgefäss    einem Temperaturunterschied ausgesetzt ist, der demjenigen gleich ist, der innerhalb der wärmeleitenden Verbindung der beiden, verschiedene Temperat-uren aufweisenden Hauptteile 5 und 9, 10 des Gehäuses   herrsebi.    Die zwischen den beiden   Gebäusehauptteilen    auftretende Tempe  mturdifferenz    gibt, multipliziert mit einer Dimensionskonstante und der Leitfähigkeit des   Schraubenmaterials,    den Wärmefluss durch den Zähler an. Er ist naturgemäss gleich der von dem Gehäuse nach aussen abgegebenen Wärmemenge unabhängig von dem an dem Heizkörper herrsehenden Wärmeübergang und daher ein Mass für den Wärmeübergang.



  Die Wiedereinstellung des Nullpunktes nach erfolgter Zählung wird durch Ankippen des vordern Gehäuseteils 9 um die Achse 11 in die Waagrechte erreicht, wobei die Sperrflüssigkeit aus dem Messrohr 1 in das Aus  gleichsgefäss    6, der Schwere folgend, fliesst.



     Vm    die Neufüllung des Messrohres mit Gas zu erleichtern, sind die beiden Schenkel des Gefässes nicht völlig parallel angeordnet, sondern es schneiden sich ihre Achsen   hunter    einem sehr spitzen Winkel unterhalb   des    Zählers. Das Messrohr hat demnach im gekippten Zustand noch eine Neigung zum Verbindungsrohr, wenn der andere Schenkel 4,   8.   



  6 waagrecht liegt, wodurch das Abfliessen der Flüssigkeit besser gelingt. Da das Verbindungsrohr 8 zwischen 4 und 6 nur einen geringen Querschnitt aufweist, würde diese   tSberführung    infolge der Oberflächenspannung Schwierigkeiten machen, und es ist daher ein Glas fade 16 in diesem Verbindungsrohr vorgesehen, der in bekannter Weise einen ungleichförmigen, das heisst von der Kreisform abweichenden Querschnitt des Rohres herstellt. Ferner ist der Verbindungsteil 20 der beiden Schenkel des   Messgefässes    winklig zu der Richtung der Schenkel angeordnet, und zwar derart, dass er mit dem Messrohr einen spitzen Winkel bildet.

   Dadurch wird im angekippten Zustand eine Art   ttberlauf    für das Gas erzielt, und es stellt sich immer der gleiche Nullpunkt, das heisst Anfangspunkt der   Messskala    im   Knick    des Rohres ein. Durch die dargestellte Ausbildung kann sich beim Kippen im Verbindungsteil 20 kein   Luftpolster    bilden. Der im andern Schenkel nach oben steigende Gas überschuss fängt sich in dem Überlauf 7, diesen füllend, und steigt in das Ausgleichsgefäss 6, womit der Zähler wieder betriebsfähig wird. Wie ersichtlich, umgreift der kältere Teil 9, 10 des Gehäuses den wärmeren Teil   5    desselben.



   Der Rohrteil, der das Abscheidungsgefäss 4 mit dem Gasrohr 1 verbindet, verläuft vom Abscheidungsgefäss 4 an abwärts geneigt. derart, dass ein   Konvexionsaustauseh    der Wärme zwischen der im Gefäss   4'oefindli-    eben Flüssigkeit und der gegenüber derselhen kälteren Flüssigkeit im Gasrohr vermieden ist. Der Teil 5 umgibt das Gefäss 4 teilweise.  



      PATENTANSFRCCHE;   
I. Verfahren zur   Wärmemengenzählung.    bei dem unter Ausnutzung eines Temperaturgefälles ein Stofftransport innerhalb eines geschlossenen Gefässes stattfindet, und dem Stofftransport ein derart temperaturabhän 

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **. presst. Die im vordern Teil des Zählers befindliche Glasscheibe 14 würde, da sie sieb in unmittelbarer Nähe des Messrohres 1 be- findet. als schlechter Wärmeleiter zu Fehl messnnben Aiilass geben. Aus diesem Grunde ist das Messrohr 1 von einer geschlitzten AIe- tallhtilse 15 derart umgeben, dass vorn nur der kleine Sehlitz zur Erkennung des Meniskus offen bleibt. Die Metallhülse kann zweckmässig als Träger für die Skala dienen.
    Sie wird mit dem kippbaren Teil 9 an ihrem obern Ende durch Verschrauben oder Einpressen in guten Wärmekontakt gebracht.
    Im einzelnen ist die Aufgabe der vorher beschriebenen Konstruktionsteile, dafür zu sorgen, dass innerhalb des die Wärme nach aussen abgebenden Gehäuses 5, 9, 10 das Messgefäss überall die gleiche Temperatur aufweist, mit Ausnahme der vor Wärmeabgabe weitgehend geschützten Flüssigkeitsoberfläche an der dem Heizkörper zugekehrten tberlaufstelle (Ausscheidungsgefäss 4).
    Durch all diese Massnahmen wird erreicht. dass das Messgefäss einem Temperaturunterschied ausgesetzt ist, der demjenigen gleich ist, der innerhalb der wärmeleitenden Verbindung der beiden, verschiedene Temperat-uren aufweisenden Hauptteile 5 und 9, 10 des Gehäuses herrsebi. Die zwischen den beiden Gebäusehauptteilen auftretende Tempe mturdifferenz gibt, multipliziert mit einer Dimensionskonstante und der Leitfähigkeit des Schraubenmaterials, den Wärmefluss durch den Zähler an. Er ist naturgemäss gleich der von dem Gehäuse nach aussen abgegebenen Wärmemenge unabhängig von dem an dem Heizkörper herrsehenden Wärmeübergang und daher ein Mass für den Wärmeübergang.
    Die Wiedereinstellung des Nullpunktes nach erfolgter Zählung wird durch Ankippen des vordern Gehäuseteils 9 um die Achse 11 in die Waagrechte erreicht, wobei die Sperrflüssigkeit aus dem Messrohr 1 in das Aus gleichsgefäss 6, der Schwere folgend, fliesst.
    Vm die Neufüllung des Messrohres mit Gas zu erleichtern, sind die beiden Schenkel des Gefässes nicht völlig parallel angeordnet, sondern es schneiden sich ihre Achsen hunter einem sehr spitzen Winkel unterhalb des Zählers. Das Messrohr hat demnach im gekippten Zustand noch eine Neigung zum Verbindungsrohr, wenn der andere Schenkel 4, 8.
    6 waagrecht liegt, wodurch das Abfliessen der Flüssigkeit besser gelingt. Da das Verbindungsrohr 8 zwischen 4 und 6 nur einen geringen Querschnitt aufweist, würde diese tSberführung infolge der Oberflächenspannung Schwierigkeiten machen, und es ist daher ein Glas fade 16 in diesem Verbindungsrohr vorgesehen, der in bekannter Weise einen ungleichförmigen, das heisst von der Kreisform abweichenden Querschnitt des Rohres herstellt. Ferner ist der Verbindungsteil 20 der beiden Schenkel des Messgefässes winklig zu der Richtung der Schenkel angeordnet, und zwar derart, dass er mit dem Messrohr einen spitzen Winkel bildet.
    Dadurch wird im angekippten Zustand eine Art ttberlauf für das Gas erzielt, und es stellt sich immer der gleiche Nullpunkt, das heisst Anfangspunkt der Messskala im Knick des Rohres ein. Durch die dargestellte Ausbildung kann sich beim Kippen im Verbindungsteil 20 kein Luftpolster bilden. Der im andern Schenkel nach oben steigende Gas überschuss fängt sich in dem Überlauf 7, diesen füllend, und steigt in das Ausgleichsgefäss 6, womit der Zähler wieder betriebsfähig wird. Wie ersichtlich, umgreift der kältere Teil 9, 10 des Gehäuses den wärmeren Teil 5 desselben.
    Der Rohrteil, der das Abscheidungsgefäss 4 mit dem Gasrohr 1 verbindet, verläuft vom Abscheidungsgefäss 4 an abwärts geneigt. derart, dass ein Konvexionsaustauseh der Wärme zwischen der im Gefäss 4'oefindli- eben Flüssigkeit und der gegenüber derselhen kälteren Flüssigkeit im Gasrohr vermieden ist. Der Teil 5 umgibt das Gefäss 4 teilweise.
    PATENTANSFRCCHE; I. Verfahren zur Wärmemengenzählung. bei dem unter Ausnutzung eines Temperaturgefälles ein Stofftransport innerhalb eines geschlossenen Gefässes stattfindet, und dem Stofftransport ein derart temperaturabhän giges Sperrmittel entgegengestellt wird, dass die transportierte Stoffmenge proportional der vom : Heiz- bezw. Kühlkörper an den Raum abgegebenen bezw. aus dem Raum aufgenommenen Wärmemenge ist, dadurch gekennzeichnet, dass als Sperrmittel eine Lösung verwendet wird, durch die der Stoff diffundiert.
    II. Zähler zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, bei dem mit dem Heiz bezw. : Kühlkörper ein geschlossenes Messgefäss in wärmeleitender Verbindung steht, Idas ein Messrohr zur Aufnahme des zu transportierenden Stoffes und ein Aus gleichsgefäss zur Aufnahme des transportierten Stoffes besitzt, wobei der Querschnitt des Ausgleichsgefässes grösser als der des Messrohres ist, gekennzeichnet durch ein Ab scheidungsgefäss, in dem sich der aus dem Messrohr entweichende Stoff ausscheidet und dann in dem Ausgleichsgefäss ansammelt und durch ein das Messgefäss umgebendes, wärmcleitendes Gehäuse aus zwei Hauptteilen,
    die durch einstellbare Wärmeleitorgane miteinander verbunden sind, und von denen der eine Hauptteil mit dem Heiz- bezw. Kühlkörper in direktem Wärmekontakt steht.
    UNTERANSPRCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Flüssigkeitsgemisch als Sperrmitbel verwendet wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lösung eines festen Stoffes als Sperrmittel verwendet wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lösung mehrerer fester Stoffe als Sperrmittel verwendet wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als diffundierender Stoff ein Flüssigkeftsgemisch verwendet wird.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als diffundierender Stoff ein Gasgemisch verwendet wird.
    6. Verfahren nach Patentanspruch I, ge- kennzeichnet durch eine solche Zusammensetzung der als Sperrmittel dienenden Lösung, dass ihr Dampfdruck in der Grössenord- nung des Dampfdruckes von Wasser liegt und durch die Verwendung eines Gases als diffundierender Stoff.
    7. Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Sperrmittel ein Gemisch von Wasser mit Alkohol und als diffundierender Stoff ein gasförmiger Koh- lenwasserstoff verwendet wird.
    8. Verfahren nach Unteranspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass als jdiffundieren- der Stoff Äthan verwendet wird.
    9. Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gasvolumen mindestens halb so gross wie das Flüssigkeitsvolumen gewählt wird.
    10. Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptmenge des Gases eines gut wärmeleitenden Hohlkörpers so angeordnet ist, dass in ihr praktisch keine Temperaturdifferenz auftritt.
    11. Zähler nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das auf höhere Temperatur als der übrige Teil des Mess gefäBesl von dem mit dem Heizkörper in direktem Wärmekontakt befindlichen Hauptteil des Gehäuses teilweise umgeben ist.
    12. Zähler nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohrteil, der das Abscheidungsgefäss mit dem Messrohr verbindet, vom Abscheidungsgefäss aus' abwärts geneigt verläuft, derart, dass ein Kon- vexionsaustausch der Wärme zwischen der im Abscheidungsgefäss befindlichen Flüssigkeit und der, gegenüber derselben kälteren Flüssigkeit im Messrohr vermieden ist.
    13. Zähler nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Abscheidungsgefäss eine Gaskammer vorgesehen ist.
    14. Zähler nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Gaskammer ein Volumen aufweist, das durch die Anordnung eines. Überlaufes auf einen Höchstwert von weniger als etwa t/lo des gesamten Gasvolumens unabhängig vom Zählvorgang beschränkt bleibt.
    15. Zähler nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr, welches das Abscheidungsgefäss mit dem Ausgleichsgefäss verbindet. zur Erleichterung des Durehflusses der Sperrflüssigkeit einen von der Kreisform abweichender Querschnitt aufweist.
    16. Zähler nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden auf verschiedene Temperaturen gehaltenen Hauptteile des Gehäuses über eine Wärmeisolierung miteinander verbunden sind, und dass zur Verbindung der beiden Hauptteile lediglich die den zwischen diesen beiden Hauptteilen herrschenden Temperaturunterschied beeinflussenden Wärmdeitorgane vorgesehen sind.
    17. Zähler nach Unteransprudi 16, dadurch gekennzeichnet, dass der kältere Teil des Gehäuses teilweise den wärmeren Teil umgreift.
    18. Zähler nach Patentanspruch II mit kippbarem Messgefäss, dadurch gekennzeieh- net, dass ein Verbindungsteil der beiden Schenkel des Messgefässes vorgesehen ist, der einen kleineren als rechten Winkel mit dem das Messrohr bildenden Schenkel einschliesst. damit beim Kippen des Messgefässes jeweils die gleiche Einstellung des Nullpunktes gewährleistet ist.
    19. Zähler nach Unteranspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der kippbare Teil des Gehäuses mittels von Metall gebildeten Flächen mit dem feststehenden Gehäuseteil wärmeleitend verbunden ist, wobei die Fläehen aneinander anpressbar sind.
    20. Zähler nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das zur Anzeige dienende Messrohr zum Temperaturausgleich mit einer gesehlitzten Metallhülse umgeben ist, die als Träger für die Skala dient und gut wärmeleitend mit dem Gehäuse verbunden ist.
    21. Zähler nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumen des Ausgleichsgefässes grösser als das des Messrohres ist.
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