CH217992A - Röhrenschaltung. - Google Patents
Röhrenschaltung.Info
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Description
Röhrenschaltung. Der Patentanspruch des Hauptpatentes kennzeichnet eine Röhrenschaltung, bei der die Verstärkung der elektrischen Schwingun gen durch Änderung der Steilheit wenigstens einer der Röhren regelbar ist und bei der eine negative Rückkopplung für die zu verstär kenden Schwingungen zur Wirkung gebracht wird. Zu diesem Zwecke wird der Rückkopp lungsstrom oder die Rückkopplungsspannung dem Kreis wenigstens einer stromführenden Elektrode der geregelten Röhre entnommen, deren Wechselstrom bei Verringerung der Verstärkung zunimmt oder doch konstant bleibt.
Bei den im Hauptpatent beschriebenen Ausführungsbeispielen erfolgt die Regelung des Verstärkungsgrades durch Änderung der Vorspannung eines zwischen der erwähnten stromführenden Elektrode und der Anode liegenden Regelgitters der Röhre.
Dieser Regelungsart haftet der Übelstand an, dass man nicht stets über eine Elektrode verfügt, deren, Wechselstrom bei Verringe- rung der Verstärkung zunimmt, so dass in vielen Fällen Röhren von besonderer Bauart. benötigt werden.
Die Erfindung bezweckt, die im Patent anspruch des Hauptpatentes gekennzeichnete Röhrenschaltung derart weiter auszubilden, dass ein mit abnehmender Verstärkung zu nehmender Rückkopplungsstrom oder eine solche Spannung auf einfache und zweck- dienliche Weise erhalten wird.
Gemäss der Erfindung erfolgt die Rege lung der Verstärkung mittels Ablenkung eines Elektronenbündels wobei die vom zu verstärkenden Signal herbeigeführten Inten- sitItsänderungen des abgelenkten Elektro- nenbündelteils dem Steuergitter der geregel- ten Röhre gegenphasig aufgedrückt werden.
Hierdurch erreicht man auf einfache Weise einen mit der Ablenkung (und somit mit der Signalintensität) wechselnden Grad der Gegenkopplung. Verstärkungsregelung mittels Bündelablenkung ist an sich bekannt. Fis. 1 der beiliegenden Zeichnung stellt eine bekannte Schaltung zu diesem Zweck dar, während in Fib. 2 ein Ausführungsbeispiel der Röb- rensehaltunb nach der Erfindung dargestellt ist.
In Fig. 1 ist eine Schirmgitterröhre 1 dargestellt, die eine Kathode 2, ein Steuer gitter 3, ein Schirmgitter 4, eine Hauptanode 5 und eine Hilfsanode 6 enthält. Seitlich vom Elektronenstrom befindet sich eine kleine Ablenkplatte 7, der die Regelspannungen zu geführt werden, die als von einer bekannten Vorrichtung zur selbsttätigen Intensitätsrege lung (A. V. C.) geliefert angenommen wer den. Das zu verstärkende Signal wird zwi schen Steuergitter und Kathode angelegt.
Die Hauptanode 5 ist über einen abgei- stimmten Kreis 8 und die Hilsanode un mittelbar leitend mit dem Plus-Pol einer Gleichstromquelle 12 verbunden.
In dem gemeinsamen Stromkreis der bei den Anodenkreise liegt schliesslich ein von einem Ausgleichkondensator 10 überbrückter Widerstand 9.
Die Vorrichtung wirkt wie folgt: Bei schwachen Signalen wird keine Span nung der Ablenkplatte 7 aufgedrückt und der Gesamtemissionsstrom verteilt. sich in be stimmter Weise auf die beiden Anoden 5 und 6.
Zweckmässig ist die Vorrichtung derart zu gestalten, dass so ziemlich das ganze Bün del dann auf der Hauptanode 5 endet. Zu diesem Zweck kann z. B. eine sogenannte Elektronenoptik benutzt werden.
Bei stärker werdendem Signal wird das Elektronenbündel jedoch allmählich immer mehr nach rechts abgelenkt, dadurch .dass die Platte 7 immer mehr negativ wird. Die stärkste Regelung ergibt sich naturgemäss, wenn schliesslich so ziemlich das ganze Bündel auf der Hilfsanode 6 endet. Dies kann auch von der erwähnten Optik unterstützt werden, wobei auch die Anbringung zweier oder meh rerer Ablenkplatten 7 anstatt einer einzigen in dieser Beziehung einen Zweck haben kann. Gleichstrom und verstärktes Signal begin nen somit bei Regelung immer mehr ihren Weg über die Hilfsanode 6 zu nehmen.
Durch richtige Bemessung lässt sich erzielen, dass sich die Signalstärke über den Kreis 8 nur wenig mit der Intensität des eintreffenden Signals verändert. Auch bleibt im gemein samen Teil der beiden Anodenkreise, d. h. im Widersta.nde 9, der Gesamtgleichstrom kon stant. Der in diesem Widerstand auftretende Spannungsabfall, welcher der Steuergitter vorspannung entspricht, verändert sich somit ebenso wenig. Bei Regelung dreht sich somit nur die Röhrenkennlinie um den Schnitt punkt mit der Abszissenachse, aber der Ar beitspunkt, bleibt unverändert.
Dem Vorteil dieser gleichbleibenden (nega tiven) Vorspannung steht jedoch ein Nach teil entgegen, der in gewissen Fällen hinder lich werden kann, da diese Vorspannung nunmehr so gross gewählt -erden muss, dass sie auch noch für das stärkste Signal aus reicht, das man auf dem Steuergitter erwar ten kann. Ist die Regelröhre nun z. B. an den Anodenkreis angeschlossen und ist die Signal stärke in der Antenne schon von der Grössen ordnung von 1 Volt effektiv, so kann man auf .dem Steuergitter der Regelröhre schon Signale mit einer Spitzenspannung von an nähernd 10 Volt erwarten und man muss die Vorspannung somit wenigstens auf - 10 Volt einstellen, was schwierig ist.
Durch Anwendung der Erfindung kann u. a. auch diese Schwierigkeit behoben wer den.
Die Schaltung nach Fig. 2 ist von der bekannten Schaltung nach Fig. 1 insofern verschieden, als der Kondensator 10 nun schlechterdings nur noch im Kreise der Hauptanode 5 liegt, und dass ein Widerstand 1l, der gross gegenüber 9 ist, zwischen dem "toten" Ende des Kreises 8 und der Strom quelle 12 eingeschaltet ist. Auf den Gesamt gleichstrom übt dies naturgemäss keinen Ein fluss aus. Der Wechselstrom des Haupt anodenkreises fliesst nun jedoch in der grossen Hauptsache durch den Kondensator 10 und derjenige der Hilfsanode in der Hauptsache durch den Widerstand 9 nach der Kathode.
Letzteres hat eine Gegenkopplung zur Folge, dadurch dass sich über den Widerstand 9, der jetzt nicht länger vom Kondensator 10 über brückt wird, eine Wechselspannung in Gegen phase zu dem Signal bildet.
Diese Gegenkopplung hat den Vorteil, dass man die negative Gitterverspannung und den Regelungsfaktor nunmehr kleiner wählen kann. Nimmt man z. B. an, dass das Signal maximal fünfmal von der Gegenkopplung geschwächt wird, so. wird- eine Verspannung von - 2 Volt unterhalb der Gitterspannung, bei der sich noch gerade kein Gitterstrom einstellt, unter den oben angedeuteten Be dingungen genügen und man kann mit einem fünfmal kleineren Regelfaktor, d. h. mit fünfmal kleineren Spannungsänderungen auf der Ablenkplatte 7, auskommen.
Es ist nicht erwünscht, den mittels des Widerstandes 9 regelbaren Gegenkopplungs- grad bedeutend höher zu treiben, da die Gegenkopplung von dem abgelenkten, nicht als nützliches Signal verwendeten Teil des Elektronenbündels bewirkt wird, so dass das "Rauschen" mit der Gegenkopplung zuneh men wird.
Dem steht jedoch entgegen, dass die Gegenkopplung mit der Stärke .des abgelenk ten Signals und somit auch mit der Inten sität des eintreffenden Signals wechselt, was naturgemäss wünschenswert ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Röhrenschaltung nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelung .der Verstärkung mittels Ablenkung eines Elektronenbündels erfolgt, wobei die von .dem zu verstärkenden Signal herbeigeführten Intensitätsänderungen dein ab gelenkten Elektronenbündelteils dem Steuer gitter der geregelten Röhrei gegenphasig auf gedrückt werden, das Ganze derart, dass mit zunehmender Ablenkung und daher mit ab nehmender Verstärkung ein zunehmender Grad der Gegenkopplung erreicht wird.
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