CH218277A - Verfahren zur Herstellung von höchstmolekularem Polychloropren. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von höchstmolekularem Polychloropren.

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CH218277A
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Wacker Gesellschaft Alexander
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Wacker Chemie Gmbh
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Description


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 Verfahren zur Herstellung von höchstmolekularem Polychloropren. Im    Hauptpatent   ist ein Verfahren zur Herstellung von höchst molekularem    Poly-      vinylchlorid   beschrieben, gemäss welchem man das zu polymerisierende Vinylchlorid vor der Polymerisation weitgehend von den in ihm als Verunreinigungen enthaltenden organischen    Halogenverbindungen   anderer Art befreit, was durch eine ausreichende Vorbehandlung mit Alkali zu erreichen ist. 



  Es wurde nun gefunden, dass man in analoger Weise zu höchstmolekularem    Poly-      chloropren   gelangt. 



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist daher ein Verfahren zur Herstellung von höchstmolekularem Polyehloropren, dadurch gekennzeichnet, dass man das monomere Chlorohren zunächst einer für eine weitgehende Entfernung von verunreinigenden, organischen Halogenverbindungen anderer Art ausreichenden Alkalibehandlung unterwirft und dann die Polymerisation, bevor sich neue Verunreinigungen gebildet haben, bei mässiger Temperatur durchführt und so rechtzeitig abbricht, dass praktisch keine Polymerisationsanteile niedrigen Molekulargewichte entstehen. 



  Man kann z. B. wie folgt verfahren: Zweckmässig verwendet man zur Reinigung des monomeren Chloroprens wässrige Natron- oder Kalilauge höherer Konzentration. Brauchbar sind 25 bis 60%ige Laugen, insbesondere 40 bis 50%ige. Die reinigende    Wirkung   kann durch    Anwendung   erhöhter Temperaturen befördert werden. 



  Nachdem das    bZonomere   mittels solcher Lauge gereinigt ist, ist es vor dem Entstehen neuer    Verunreinigungen   zu bewahren. Es ist deshalb vorteilhaft, es bald nach .der    Reini-      gung   zu polymerisieren. Je nach den gegebenen Bedingungen soll die Lagerzeit nur wenige Stunden oder etwa einen Tag betragen. 



  Das auf diese Weise zur    Polymerisation   gelangende    Chloropren   zeigt seine besondere    Polymerisationsfreudigkei.t   schon darin, dass 

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 es in Behältern aus den verschiedensten nichtrostenden Materialien, wie beispielsweise V4 A, Aluminium, Blei, Nickel und dergl. glatt polymerisiert werden kann. Diese Polymerisationsfreudigkeit befähigt es auch, schon bei mässigen Temperaturen in    einem   Zuge in höchstmolekulares Polymerisat überzugehen, so dass man nur die Poly merisation rechtzeitig abzubrechen braucht, um das höchstmolekulare Produkt ohne Beimengung von Molekülen mit kleinerer Kette zu erhalten.

   Zweckmässig führt man die Polymerisation bei Temperaturen unterhalb 40 , vorzugsweise bei 30 bis 35  durch und bricht sie ab. wenn noch etwa 40 bis 60% des Monomeren unverändert, vorhanden sind. Vorteilhaft für die Einheitlichkeit des Produktes ist es, die einmal gewählte Temperatur der Polymerisation in engsten Grenzen während der ganzen Polymerisationsdauer einzuhalten. Bei der Polymerisation von bereinigten Chloropren treten im Gegensatz zu den bisher bekannten Verfahren niemals Versager oder Spontanreaktionen auf; die Polymerisation verläuft vielmehr mit einer erstaunlichen Regelmässigkeit, und es fällt in stets gleichbleibenden Zeiten ein Polymerisat gleicher Art und Menge an. 



  In besonders glatter Weise verläuft die erfindungsgemässe Polymerisation zu dem höchstmolekularen Produkt, wenn man dabei in Gegenwart von nicht. lösenden Verdünnungsmitteln. insbesondere in wässriger Emulsion arbeitet. Vorteilhaft verwendet man dabei    Emulgiermittel   ohne verseifende Wirkung, insbesondere die wasserlöslichen partiellen Ester, Acetale, Esteracetale und Äther des Polyvinylalkohols. 



  Beispiel: 400 Teile eines mit 50 % iger Lauge bereinigten und am Licht anpolymerisierten Chlor-2-butadiens-1,3 wurden nach Zusatz von 1 % N - Phenyl - Naphthylamin unter starkem Rühren in 400 Teilen einer 2 % igen wässrigen Lösung eines bis zur Verseifungszahl 80 bis 100 verseiften Polyvinylacetats durch langsames Zulaufen emulgiert. Die Polymerisation wurde unter fortwährendem Rühren, um die Emulsion aufrecht zu erhalten, durch 15stündiges Erhitzen auf 30' C durchgeführt. Nach Abdestillieren des unver- änderten Monomeren hinterbleibt das benzollösliche Polymere in Form einer Suspension. 



  Nach dem neuen Verfahren erhält man ein Erzeugnis von überraschend verbesserten mechanischen Eigenschaften, insbesondere einer ganz ausserordentlichen Nervigkeit und Elastizität. sowie besonderer Wärme- und Kältebeständigkeit. Beispielsweise zeigt sich die erhöhte Wärmefestigkeit im Verhalten des Produktes beim Pressen oder auf der Heisswalze; es erfordert bei gleichem Mischungsverhältnis mit Weichmachern und Füllstoffen bedeutend höhere    Plastifizierungs-      temperaturen   als Produkte, die nach den bisher bekannten Verfahren hergestellt werden. Es ist frei von dem Nachteil der bisherigen Produkte dieser Art, beim Lagern,    insbesondere   unter einer gewissen Belastung und bei höheren Temperaturen sich zu deformieren und zu fliessen.

   Deshalb bedarf es keines grossen Gehaltes an Füllstoffen, der bisher zur Behebung dieser störenden Eigenschaft erforderlich war. Es zeichnet sich ferner durch eine weit überlegene Stabilität ans und erfordert deshalb keinen Zusatz von Stabilisatoren, die die elektrischen Eigenschaften    beeinträchtigen.   Durch die hervorragende Stabilität des neuen Produktes wird die auch sonst. bei    Polycliloropren   gegebene Nichtbrennbarkeit erst voll zur Geltung gebracht. Die Verarbeitung nach den beschriebenen Verfahren wirkt auch dein Entstehen lästiger    Geruchsstoffe   entgegen.

   Die    0l-,   Brennstoff- und    Ozonfestig@7eit   ist infolge des höchstmolekularen    Zu;4andes   gleichfalls    noch      gesteigert.   Die Beständigkeit gegen konzentrierte Salpetersäure, 50 %    ige      Schwefelsäure,   sogar oberhalb 100", konzentriertes Alkali.    @Vasserstoffsuperoxvcl,   Halogen und andere stark angreifende Stoffe lässt nichts mehr zu wünschen übrig. 



  Das neue    Herstellungsverfahren   eröffnet die    3iöglichkeit,   geformte Kunststoffe verschiedenster Art mit den auf der höchst- 

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 molekularen Struktur des neuen Polymerisates beruhenden überragenden Eigenschaften herzustellen. 



  Das neue Polymerisat lässt sich nämlich unter zweckentsprechender Beimischung von Weichmachern und gegebenenfalls auch von Füllstoffen, beispielsweise auf Treibriemen, Transportbändern, Förderseile, Überzüge, Imprägnierungsmittel, Bodenbeläge, Auskleidungen von Behältern, Zeltbahnen, Schutzkleidung, Pressartikel verarbeiten, die sich durch überragende Nervigkeit und Elastizität, Wärme- und Kältebeständigkeit, Fehlen der Neigung zum Fliessen unter Belastung, Festigkeit gegen Öle und flüssige Brennstoffe, Ozon, Wasserstoffsuperoxyd, Alkalien, Säuren, Halogene und andere, stark angreifende Agentien sowie ihre hervorragenden elektrischen Eigenschaften auszeichnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von höchstmolekularem Polychloropren, dadurch gekennzeichnet, dass man Chloropren zunächst einer für eine weitgehende Entfernung von verunreinigenden, organischen Halogenverbindungen anderer Art ausreichenden Alkalibehandlung unterwirft und dann die Polymerisation, bevor sich neue Verunreinigungen gebildet haben, bei mässigen Temperaturen durchführt und so rechtzeitig abbricht, dass praktisch keine Polymerisatanteile niedrigen Molekulargewichtes entstehen. Das Endprodukt ist ein zähes, fast geruchloses Polymerisat, dessen Benzollöslichkeit durch Zusatz von 10 bis 30% Tricresyl- phosphat dauernd erhalten bleibt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man für diel Alkalibehandlung 25 bis 60%ige Alkalilauge verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Alkalibehandlung bei erhöhter Temperatur erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch Ausführung der Polymerisation bei Temperaturen unterhalb 40'. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerisation bei 30 bis 35' durchgeführt wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerisationstempe- ratur innerhalb möglichst enger Grenzen während der ganzen Polymerisationsdauer eingehalten wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 3, gekennzeichnet durch die Ausführung der Polymerisa- tion in wässriger Emulsion. 7. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 3 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass Emulgierungsmittel ohne verseifende Wirkung verwendet werden. B.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 3, 6 und 7, dadurch ge.li:ennzeichnet, dass als Emulgierungsmittel wasserlösliche, partielle Derivate des Poly- vinylalkohols verwendet werden.
CH218277D 1937-04-28 1938-04-27 Verfahren zur Herstellung von höchstmolekularem Polychloropren. CH218277A (de)

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