CH218497A - Ferngesteuerte Schmelzsicherung. - Google Patents
Ferngesteuerte Schmelzsicherung.Info
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Description
Ferngesteuerte Schmelzsicherung. Es sind Schmelzsicherungen bekannt, die mit einer Heizvorrichtung versehen sind, welche von Hand oder in Abhängigkeit von einer Betriebsgrösse in. Tätigkeit gesetzt wer den kann, so dass die Schmelzsicherungen durch zusätzliche Beheizung zum Durch schmelzen kommen.
Beispielsweise hat man als Heizvorrichtung eine offene oder druck fest abgeschlossene Zündkapsel angewendet, die das Öffnen einer durch ein Lotmetall mit den Leiterenden verbundenen Strom brücke bewirkt.
Es sind weiter Schmelzsicherungen ohne Fernsteuerungseinrichtung bekannt, die mit mehreren, bei verschiedenen Temperaturen ansprechenden Lötstellen zusammenarbeiten. Hierbei sind die Lötstellen parallel zu Schmelzleitern geschaltet, derart, dass die Sehmelzleiter durchschmelzen, sobald die Lötstelle öffnet.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schmelzsicherung mit Fernsteuerung und gibt eine Ausführung an, die gegenüber den bekannten Schmelzsicherungen dieser Art be sondere Vorteile hinsichtlich Einfachheit ihres Aufbaues und Zuverlässigkeit ihrer Arbeitsweise, besitzt.
Erfindungsgemäss ist in Reihe mit einer kurzschlussfesten Schmelzsicherung ein unter Federwirkung stehender Schalthebel ange ordnet, der von einem thermischen Glied ge sperrt wird, das einerseits unter dem Einfluss der Betriebsstromwärme und anderseits unter dem Einfluss einer ferngesteuerten Heizvor- richtung steht.
Der Schalthebel schaltet nach Freigabe seiner Sperrung im Verlaufe seiner Bewegung wenigstens vorübergehend eine gegenüber der Schmelzsicherung schwächer bemessene, geschlossene Zusatzschmelzsiche- rung ein, die dann bei genügend hoher Be lastungsstromstärke Gelegenheit hat, die Un terbrechung des Stromkreises zu bewirken.
Die Sperrvorrichtung kann aus einem Halterädchen bestehen, dessen Achse in Lot befestigt und von einer Heizwicklung um geben ist. Der Übergang des Schalthebels von dem Arbeitskontakt des normalen Be triebszustandes auf den Kontakt für die Zu- satzschmelzsicherung erfolgt vorteilhafter- weise durch Überbrückung der beiden Kon takte durch den Hebel während des Um schaltens funkenlos. Weiter empfiehlt es sieh, die Geschwindigkeit, mit der sich der Schalthebel im Falle des Vorhandenseins eines dritten,
als Leerkontakt ausgebildeten Kontaktes zu diesem hin bewegt, so zu be messen, das heisst zu vermindern. < lass im Falle genügend hoher Belastungsstromstärke ein Ansprechen der Zusatzschmelzsicherung während deren Einschaltdauer sicher ge währleistet ist, so dass eine offene Unter brechung des Stromkreises durch den Schalt hebel tatsächlich nur dann erfolgt, wenn die Belastungsstromstärke unterhalb der An sprechstromstärke der Zusatzschmelzsiche- rung liegt.
Es ist zweckmässig, zwischen dem unter Federwirkung stehenden Schalthebel und dessen thermischer Sperrvorrichtung zur Verringerung der erforderlichen Haltekraft an der Sperrvorrichtung eine Kraftüberset zung einzuschalten.
In der Zeichnung ist die Erfindung in den Fig. 1 bis 5 beispielsw eise dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 2. Fig. 2 ist eine Draufsicht. Fig. 3 zeigt die Sperrvorrichtung mit der Heizvorrichtung allein im Selinitt. Fig. 4 ist. ein Schnitt nach Linie C-D der Fig. 2. Fig. 5 zeigt eine etwas geänderte Ausfüh rungsform.
Die Schmelzsicherung besteht aus dem Patronenkörper a mit der kurzschlussfesten Schmelzsicherung b, deren Schmelzleiter mit den beiden Stirnkontakten c und d in Ver bindung stehen. An dem Stirnkontakt c ist die Kontaktfahne e angeschlossen. Auf dem Stirnkontakt d ist eine thermiselie Sperr vorrichtung für den Schalthebel f angeord net, die aus dem Halterädchen g, der in der Lotmasse lt sitzenden Achse i und der Heiz- spule k besteht. Der unter der Wirkung der Feder<I>m</I> stehende Schalthebel<I>f</I> wird an der Nase n von dem Halterädchen g festgehalten.
In dem Patronenkörper sind ferner der Ver bindungsbolzen o und die geschlossene Zu satzschmelzsicherung p angeordnet, welche die Verbindung zwischen dem Schalthebel f und dem Stirnkontakt q mit der Kontakt fahne r herstellen. An der Seite, wo der Schalthebel f angeordnet ist, sind die Kon takte des Verbindungsbolzens o und der Zu- satzschmelzsicherung p durch das Isolier- stück s voneinander getrennt.
Die Wirkungsweise der dargestellten Schmelzsicherung ist folgende: Im Betriebszustand ist der Stromkreis über die Kontaktfahne e, den Schmelzeinsatz <I>b,</I> den Kontakt<I>d,</I> den Schalthebel f, den Verbindungsbolzen o, den Kontakt q und die Kontaktfahne r geschlossen. Bei kurzschluss- artigen Überlastungen unterbrechen die licht bogensicher eingebauten Schmelzleiter der Schmelzsicherung b den Stromkreis. Bei klei neren Überlastungen erwärmt sich das Lot h in der Sperrvorrichtung für den Schalt hebel f, so dass das Halterädchen g den Schalthebel f freigibt.
Dieser springt unter dem Einfluss der Druck- und Schleuderfeder m auf den Nachbarkontakt der Schmelz,siehe- rung p. Bei dieser Bewegung überbrückt der Schalthebel f zunächst den Verbindungs- bolzen o und die Sicherung p, so dass die Sicherung p und der Verbindungsbolzen o vorübergehend parallelgeschaltet sind. Bei der Weiterbewegung gleitet der Schalthebel f von dem Arbeitskontakt, das heisst von dem Bolzen o ab. Dieses geschieht vollkommen lichtbogenfrei, da zu diesem Zeitpunkt der Stromkreis über die Sicherung p geschlossen ist.
Die endgültige Unterbrechung des Strom kreises erfolgt in der Sicherung p, also im lichtbogenlöschenden Material.
Die Sperrvorrichtung für den Schalthebel f kann auch dazu verwendet werden, um eine willkürliche, ferngesteuerte Unterbre chung des Stromkreises herbeizuführen. Zu diesem Zwecke ist die Lotmasse lt mit einer Heizwicklung k umgeben, die über die Lei- tungen t an eine fremde Stromquelle ange schlossen ist. Der Schaltvorgang vollzieht sich in derselben Weise wie bei kleineren, längeren Überlastungen.
Damit die Schmelzsicherung bei Fern steuerung auch dann den Stromkreis unter brechen kann, wenn die zum Durchschmelzen der Zusatzschmelzsicherung p benötigte Stromstärke nicht fliesst, ist die in Fig. 5 dargestellte Ausführungsform vorgesehen. Sie unterscheidet sich von der zuerst be schriebenen dadurch, dass noch ein dritter Kontakt, ein Leerkontakt u, für den Auslöse- hebel <I>f</I> vorhanden ist.
Der Schalthebel<I>f</I> gleitet also beim Ansprechen der Sicherung bei kleineren, längere Zeit anhaltenden Über- trömen bezw. bei Fernsteuerung zunächst von dem Arbeitskontakt, also von dem Verbin dungsbolzen a ab und schaltet die Zusatz sicherung p parallel. Schliesslich bleibt der Schalthebel<I>f</I> auf dem Leerkontakt u stehen.
Damit der Schalthebel f über eine aus reichende Zeit Kontakt mit der Zusatzsiche rung herstellt, ist eine Feder v angeordnet, welche die Schaltgeschwindigkeit des Schalt hebels f so abbremst, dass die Zusatzschmelz sicherung p durchschmelzen kann, bevor der Schalthebel f ihren Kontakt verlässt. Ist in dieser Zeit das Durchschmelzen der Siche rung p noch nicht erfolgt, so muss der Strom kreis zwischen dem Kontakt der Sicherung p und dem Schalthebel f offen unterbrochen werden, was zufolge der kleinen Stromstärke gefahrlos ist. Die Zusatzsicherung ist so an geordnet, dass sie leicht ausgewechselt werden kann.
Die zwischen dem zweiarmigen, unter Wirkung der Feder m stehenden Schalthebel <I>f</I> und dem Halterädchen g der thermischen Sperrvorrichtung eingeschaltete Kraftüber setzung durch Anwendung eines geeigneten Verhältnisses der wirksamen Hebellängen ermöglicht die Verwendung einer Sperrvor richtung mit geringer Haltekraft und kleiner Wärmekapazität. Das Auflöten der Sperr vorrichtung erfolgt daher in sehr kurzer Zeit bei nur geringem Energieverbrauch.
Infolge der einfachen Bauweise kann die Schmelzsicherung nach erfolgtem Anspre- chen bei kleineren Überströmen oder bei Fernsteuerung ohne besondere Schwierig keiten durch Rückstellung des Schalthebels und Rücklötung der Sperrvorrichtung und erforderlichenfalls durch Auswechselung der abgeschmolzenen Zusatzschmelzsicherung an Ort und Stelle wieder in Betrieb genommen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Ferngesteuerte Schmelzsicherung, da durch gekennzeichnet, dass in Reihe mit einer kurzschlussfesten Schmelzsicherung (b) ein unter Federwirkung (m) stehender Schalt hebel (f) angeordnet ist, der von einem ther mischen Glied (h) gesperrt wird, das einer seits unter dem Einfluss der Betriebsstrom wärme und anderseits unter dem Einfluss einer ferngesteuerten Heizvorrichtung (k) steht, und dass der Schalthebel (f) nach Frei gabe seiner Sperrung im Verlauf seiner Be wegung wenigstens vorübergehend eine ge genüber der Schmelzsicherung (b) schwächer bemessene,geschlossene Zusatzschmelzsiche- rung (p) einschaltet, die dann bei genügend hoher Belastungsstromstärke Gelegenheit hat, die Unterbrechung des Stromkreises zu be wirken. UNTERANSPRÜCHE: 1. Ferngesteuerte Schmelzsicherung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrvorrichtung für den unter Feder wirkung stehenden Schalthebel (f) aus einem Halterädchen (g) besteht, dessen Achse (2) in Lot (h) befestigt und von einer Heizwick- lung (k) umgeben ist. 2.Ferngesteuerte Schmelzsicherung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der Übergang des Schalthebels (f) von dem Arbeitskontakt (o) auf den Kontakt für die Zusatzschmelzsiche- rung (p) durch Üborbrückung der beiden Kontakte (o, p) durch den Hebel während des Umschaltens funkenlos erfolgt.ä. Ferngesteuerte Schmelzsicherung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalt hebel (f) über den Kontakt der Zusatzsiche rung<I>(p)</I> hinweg zu einem Leerkontakt<I>(n)</I> gleitet, und zwar mit verminderter Ge schwindigkeit, damit im Falle genügend ho her Belastungsstromstärke ein Ansprechen der Zusatzschmelzsicherung während deren Einschaltdauer sicher gewährleistet ist, bei ungenügendem Strom die Unterbrechung aber durch den Übergang auf den Leerkon takt erfolgt.4. Ferngesteuerte Schmelzsicherung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daB zwischen dem unter Federwirkung stehenden Schalt hebel und dessen thermischer Sperrvorrich tung zur Verringerung der erforderlichen Haltekraft an der Sperrvorrichtung eine Kraftübersetzung eingeschaltet ist.
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Also Published As
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