CH218800A - Luftschraubenverstellvorrichtung. - Google Patents

Luftschraubenverstellvorrichtung.

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CH218800A
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CH
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Messerschmitt A G
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Messerschmitt Ag
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C11/00Propellers, e.g. of ducted type; Features common to propellers and rotors for rotorcraft
    • B64C11/30Blade pitch-changing mechanisms
    • B64C11/32Blade pitch-changing mechanisms mechanical
    • B64C11/36Blade pitch-changing mechanisms mechanical non-automatic

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description


  Luftschraubenverstellvorrichtung.    Es sind bereits Vorrichtungen zum Ver  stellen von Luftschrauben im Betrieb vor  geschlagen worden, bei denen die Blatt  verstellung mittels einer gegenüber der Luft  sehraubenwelle achsial verschiebbaren Muffe  erfolgt. Die Verschiebung dieser Muffe ge  schieht nach diesen bekannten Vorschlägen  mittels eines die Muffe     umgreifenden    Stell  hebels, der einerseits an einem flugzeug  festen Punkt schwenkbar gelagert, ist und an  welchem anderseits ein zum Führersitz  führendes Verstellgestänge mittels eines ein  fachen Gelenkes angreift. Die Verschiebe  muffe überträgt die ihr erteilte Verschiebe  bewegung mittels angelenkter Hebel auf die  Füsse der drehbar gelagerten Luftschrauben  blätter.

   Diese bekannten Vorrichtungen be  sitzen zwar gegenüber andern Verstell  vorrichtungen den Vorzug grosser Einfach  heit, doch haben sie sich in der Praxis als  nicht brauchbar erwiesen. Es hat sich näm  lich herausgestellt, dass die nur um eine ein  zige Achse bezw. um zwei parallele Achsen    beweglichen Anlenkungen des die Verschiebe  muffe umgreifenden Stellhebels schon nach  wenigen Flugstunden merkliche Beschädi  gungen, insbesondere der Verschiebemuffe,  zur Folge haben. Dies dürfte zu einem  wesentlichen Teil darauf zurückzuführen  sein, dass die gegenseitige Lage der Luft  schraubenwelle und der Schwenkachse für       ,den    Stellhebel unmerklich von der recht  winkligen Stellung abweicht bezw. dass eine  solche Abweichung durch die im Fluge wir  kenden Kräfte zustandekommt.

   Dies führt  zu einer Art     Taumelbewegung    des Stell  hebels     bezw.    der verschiebbaren Muffe und  damit zu einer Kantenpressung, die auf eine  Zerstörung der verschiebbaren Muffe hin  wirkt.  



  Beim     Erfindungsgegenstand    sollen diese  Nachteile dadurch vermieden sein, dass ein  zelne Teile der     Vorrichtung    in bezug auf  einander allseitig gelenkig beweglich sind.  



  Zweckmässig ist noch die Muffe an der  Gleitfläche aus einem     Kunststoff    wie Kunst-           harz    hergestellt. Es kann auch innerhalb der  Muffe eine Gleitbüchse aus einem Kunst  stoff vorgesehen sein.  



  Die     Einstellung    der Luftschraube muss  5 ganz verschieden sein, je nachdem, ob das  Flugzeug in normalem Fluge fliegt, ob es in  Segelflug übergeht oder ob eine Sturzflug  bremsung mit Gegengas vorgenommen wird.  In vorteilhafter Weise ist die     Luftschrauben-          verstellvorrichtung    den verschiedenen Be  dingungen dadurch angepasst, dass zwei ge  trennt     wirkende    Antriebsmittel für den Stell  hebel vorgesehen sind, von denen das eine  für den normalen Flug geeignet ist und für  das Zusammenwirken mit:

   einem selbst  tätigen Drehzahlregler zwecks Feineinstel  lung eine verhältnismässig geringe Verstell  geschwindigkeit ergibt, während das andere  für die vom normalen Flug abweichenden  Verhältnisse in Frage kommt und zwecks  Grobeinstellung eine mehrfach grössere Ver  stellgeschwindigkeit als das ersterwähnte  Antriebsmittel erzeugt, wobei es von Hand  aus gesteuert wird.  



  Beide Antriebe können     elektromotorische     sein, wobei der eine von ihnen mit einem Un  tersetzungsgetriebe ausgestattet ist. Es kann  auch als langsam wirkender Antrieb     ein     hydraulischer und als     schnellwirkender    ein  elektromotrischer vorgesehen sein.  



  Bei der Anordnung des doppelten An  triebes, insbesondere des schnell wirkenden  Antriebes, sind an sich starke Beanspruchun  gen in den einzelnen Teilen der Verstellvor  richtung zu erwarten. Infolge der allseitig  gelenkigen Verbindung ;sollen sie jedoch in  erträglichen Grenzen gehalten und ein vor  zeitiger Verschleiss verhindert werden.  



  In der Zeichnung sind einige     beispiels-          weise    Ausführungsformen des Erfindungs  gegenstandes dargestellt, und zwar zeigt:  Fig. 1 schematisch eine perspektivische  Ansicht der wesentlichen Teile der Verstell  vorrichtung nach der einen Ausführungs  form,  Fig. 2 die gleiche Verstellvorrichtung im  Aufriss, teils geschnitten, teils in Ansicht,    Fig. 3 die gleiche Verstellvorrichtung im  Grundriss, teils in Ansicht,     teils    im Schnitt  nach der Linie A-B in der Fig. 2,  Fig. 4 einen Schnitt durch die Verstell  vorrichtung nach der Linie C-D in der  Fig. 2,  Fig. 5 schematisch eine Verstellvorrich  tung mit zwei verschiedenartigen Antrieben  im Aufriss,  Fig. 6 eine andere Verstellvorrichtung  mit zwei verschiedenen Antrieben für den  Muffenstellhebel im Grundriss,  Fig.

   7 schematisch eine Gesamtanordnung  mit Wählschaltern und  Fig. 8 eine Ausführungsform mit kar  danischer Aufhängung der Verstellmuffe im  Schnitt entsprechend der Fig. 4.  



  Wie aus den Fig. 1 bis 4 hervorgeht,  sind die Luftschraubenblätter 1 und 2 der  zweiflügeligen Luftschraube in der Luft  schraubennabe 3 drehbar gelagert. Die Nabe  3 ist mit dem Nabenhals 4 durch eine Stirn  verzahnung 5 gekuppelt. Beide Teile werden  durch die innere Gewindemuffe 6 mit gegen  läufigen     Gewinden    zusammengehalten. An  seinem äussern Ende ist der Nabenhals 4  durch Schrauben 7 mit der Motorwelle ver  bunden.

   Auf dem Nabenhals 4 ist die aus  Kunststoff, insbesondere aus einem mit       Textileinlage        versehenen    Kunstharz auf  der Phenol-Aldehyd-Basis bestehende Gleit  büchse 8 mittels Schrauben 9     befestigt.    Auf  der Gleitbüchse 8 ist die Verstellmuffe 10       verschiebbar,    an deren Augen 11     Lenker    12  angelenkt sind, welche an den     Verstell-          muttern    13 gelenkig angreifen.

   Die     Muttern     13 sind mittels ihres den jeweiligen Blattfuss       umfassenden    Gewindes mit, den Schrauben  blättern fest verschraubt, so dass jede Schwen  kung der     Muttern    13 eine Verdrehung der  Schraubenblätter 1     bezw.    2 hervorbringt.     Um     die     Verstellmuffe    10 herum greift der den       Stellhebel    bildende     Traversenring    14, der an  zwei sich gegenüberliegenden Stellen I und       II    an Verbindungsglieder allseitig beweglich       angelenkt    ist, welche ihrerseits an flugzeug  festen     Punkten    befestigt sind.

   Die Verbin  dung bei     II    ist     verstellbar    ausgebildet, und ,      zwar in der Weise, dass der Traversenring       bei    dieser Verstellung um die Stelle I ge  schwenkt werden kann. Die zwar beweg  liche, aber nicht verstellbare Anlenkung des  Traversenringes 14 bei I geschieht durch  einen Lenker 15, der     einerseits    an den flug  zeugfesten Punkt 16 (Fig. 3) angelenkt ist  und     anderseits    mit seinem gabelförmigen  Ende 17     mittels    eines Bolzens 18 in einem  Pendelkugellager 19 (Fig.

   4) gelagert ist,  das in dem Auge 20 des Traversenringes 14  sitzt, so, dass der Traversenring gegenüber  dem     Lenker    15 um zwei zueinander senk  rechte Achsen schwenkbar ist. Statt dessen  könnte auch ein Kardangelenk vorgesehen  sein. Mittels der bei II angeschlossenen Ver  stellspindel 21 kann der Traversenring 14  um die Stelle I geschwenkt und damit die  Verstellbewegung erzeugt werden. Die Spin  del 21 ist an ihrem flugzeugfesten Ende  drehbar und bis zu einem gewissen Grade  schwenkbar, jedoch nicht achsial     vers.chieb-          bar    mittels des Pendelkugellagers 22 ge  lagert. Sie trägt eine Mutter 23, die bei II  indem Traversenring 14 mittels des Pendel  kugellagers 24 allseitig schwenkbar gelagert  ist.

   Die Mutter 23 ist durch einen Arm 25  und einen Bolzen 26 gegen Verdrehen ge  sichert. Mittels der Gewinderinge 27 und 28,  von denen -der erste mit dem Traversenring  1.4 verschraubt und zur Einspannung des  Pendelkugellagers 24 verwendet ist, während  der zweite auf der andern Seite des Pendel  kugellagers 24 angeordnet und mit der  Mutter 23 verschraubt ist, wird die Mutter  23 gegen Verschieben in bezug auf den Tra  versenring 14 gesichert. Das freie Ende der  Spindel 21 ist mit einem Sicherungs- und  Anschlagring 29 versehen.

   Um 90  versetzt  zu den Anlenkstellen I und II trägt der Tra  versenring 14 Zapfen 30 und 31 (Fig. 4),  auf denen der innerhalb des, Traversenringes  liegende Fassungsring 32 für das Kugel  lager 33 angeordnet ist, dessen Innenring 34  auf der Verschiebemuffe 10 aufsitzt und auf  dieser mittels des Gewinderinges 35 gegen  den Anschlag 36 der Muffe 10 gepresst wird.  Mittels eines weiteren Gewinderinges 37, der    in den     Fassungsring    32 eingeschraubt ist,  wird der Aussenring des Kugellagers im  Fassungsring festgehalten. Zur Sicherung  gegen eine Verdrehung der Verschiebemuffe  10 gegenüber der Gleitbüchse 8 dient ein  Keil 38, der in einen die     Verschiebebewegung          bestimmenden    Schlitz 39 der     Gleitbüchse    8  eingreift.  



  Statt     mittels    der Pendelkugellager den  Traversenring 14 mit dem Lenker 15 sowie  der     Spindel    21 zu verbinden, kann auch der  Traversenring mit der Verschiebemuffe  bezw. mit dem Fassungsring 32 des. Kugel  lagers 33 auf der Verschiebemuffe über einen  weiteren Ring 32' kardangelenkig verbunden  werden (Fig. 8). Der Ring 32' ist um die  Zapfen 30 und. 31 schwenkbar, während der  Fassungsring 32 um die Zapfen 30' und 31'  des Ringes 32' senkrecht hierzu schwenk  bar ist.  



  Die Wirkungsweise der     Vorrichtung    ist  im wesentlichen folgende: Während des. Be  triebes dreht sich die Luftschraube samt  ihrem Nabenhals, der auf ihr befestigten  Gleitbüchse 8, der Verstellmuffe 10 und dem  Innenring 34 des Kugellagers 33     gegenüber     dem Kugellageraussenring und dem Traver  senring um die Luftschrauben- bezw. Motor  achse A-B. Hierbei ist die Stellung der  Schraubenblätter von der Stellung der Ver  schiebemuffe 10 und damit von d er Stellung  der Mutter 23 auf der Spindel 21 abhängig,  die mittels eines gestrichelt angedeuteten Ge  lenkwellenantriebes 40 (Fig. 3) in dem Pen  delkugellager 22 gedreht werden kann.

   Die  Drehung der Spindel 21 bewirkt eine Ver  schiebung der Mutter 23, die, da sie in dem  Traversenring 14 unverschiebbar gelagert ist,  den     Traversenring    mitnimmt und um den  Bolzen 18 an der     Anlenkstelle    I schwenkt.  Durch diese Schwenkbewegung wird über das       achsial    belastbare Kugellager 33 die Ver  schiebemuffe 10 auf der     Gleitbuchse    8 ver  schoben und überträgt ihre Verschiebe  bewegung über die Lenker 12 auf die     Ver-          stellmuttern    13, die ihrerseits die Luft  schraubenblätter mitnehmen, das heisst in  den Lagern verdrehen.

        Infolge der allseitig gelenkigen Verbin  dung des Traversenringes mit dem Lenker  15 sowie der Spindel 21 können alle diese  Teile der Verstellvorrichtung etwaigen     Ver-          kantungen,    die sieh aus den im Fluge wirken  den Kräften ergeben können, nachgeben, so  dass ein vorzeitiger Verschleiss der Ver  schiebemuffe 1.0 bezw. der Gleitbüchse 8  z.     B.    durch Korrosion     weitgehend    vermieden  wird. Durch die Verwendung einer     Gleit-          büchse    8 aus Kunststoff wie Hartgewebe  gelingt darüber hinaus eine     restlose    Beseiti  gung aller Korrosionserscheinungen auch im  Dauerbetriebe.

   Sowohl die Gleitbüchse 8 als  auch die Verschiebemuffe 10 können aus  Hartgewebe oder dergl. hergestellt. sein.  Auch eine Verwendung einer     Verschiebe-          inuffe    oder einer Gleitbüchse allein aus Hart  gewebe oder dergl. ist mit Erfolg möglich.  



  Die Verstellung der Luftschraubenblätter  erfolgt durch Drehung der     Gewindespindel     21 mittels des angedeuteten Gelenkwellen  antriebes 40 von Hand, mechanisch oder  elektrisch. An Stelle eines elektrischen An  triebes mit sieh     drehender        Schraubenspindel     kann auch in an sieh bekannter Weise ein  hydraulischer Antrieb des Traversenringes  benutzt sein.  



  Bei den Ausführungsformen nach den  Fig. 5 und 6 sind zwei verschiedene Antriebe  vorgesehen, nämlich ein langsam arbeitender  und ein schnell arbeitender Antrieb. Der  langsam arbeitende Antrieb ist zum Zusam  menwirken. mit einem Regler, z. B. einem  Fliehkraftregler, zwecks Feineinstellung der  Luftschraubenblätter bei normalem Flug be  stimmt, während der von Hand zu steuernde,  schnell arbeitende Antrieb für die Grob  verstellung der Luftschraubenblätter auf  Segelstellung oder für Sturzflugbremsung bei  Gegengasbetrieb in Frage kommt.  



  Die Umschaltung kann durch einen       Wählhebel    erfolgen, der über mehrere Stel  lungen verfügt, nämlich für Automatik, Se  gelflug und Sturzflugbremsung. In der erst  genannten Stellung ist -der     durch    Fliehkraft  regler gesteuerte, langsam wirkende Antrieb  und in den andern beiden Stellungen der    schnell wirkende Antrieb eingeschaltet.       Letzterer    kann durch einen Anschlag oder  dergl. nach Erreichen der jeweils gewünsch  ten Stellung     selbsttätig        ausgeschaltet    werden.

    Die in der erstgenannten Stellung selbst  tätig     aufrechterhaltene    Regeldrehzahl kann,  wie bekannt, durch Änderung der Feder  vorspannung am Fliehkraftregler vom Pilo  ten in weiten Grenzen eingestellt werden.  Diese     Einstellung    kann auch durch Kupp  lung des Reglers mit dem Gashebel erfolgen.  



  In Fig. 5 ist eine Verstellvorrichtung mit  doppeltem Antrieb schematisch dargestellt.  n der Schraubennabe 3 sind die Luftschrau  benblätter 1 und 2 mittels Kugellager in der       vorbeschriebenen    Weise drehbar gelagert. An  die auf die Blattfüsse geschraubten     Verstell-          muttern    41 sind die Lenker 42 angeschlossen,  die     ihrerseits    mit der Muffe 43 verbunden  sind.     Diese    Muffe 43 ist der bewegliche  Innenring eines Pendelkugellagers, an dessen  äusserem feststehenden Ring 44 zwei Zapfen  45 sitzen. Auf diesen Zapfen ist der     doppel-          armige,    die Muffe ebenfalls umgreifende       Stellhebeil    46 gelagert.

   An seinem einen Arm  greift die Kolbenstange 47 des     Drucköl-          zylinders    48 an, der am     Motor-    oder Getriebe  gehäuse gelagert ist. An diesem Gehäuse ist.       ebenfalls    ein Elektromotor 50 gelagert, der  mit dem andern Arm des Hebels 46 unter       Zwischenschaltung    eines beliebigen Getriebes  verbunden ist. In der     Fig.    5 ist die Motor  wolle 51 selbst als Schraubenspindel aus  gebildet und die auf ihr bewegliche Mutter  52 mit dem Hebel 46 verbunden, um die  Kraftübertragung auf möglichst einfache  Art zu bewerkstelligen.  



       Bei    ausgeschaltetem Drehzahlregler ist  die Kolbenstange 47 festgehalten und der  Hebel 46 schwenkt um das Gelenk, das seine  Verbindung mit dieser Stange herstellt, so  bald der Motor 50 eingeschaltet ist. Umge  kehrt wirkt das der Verbindung der     Mutter     52 mit dem Hebel 46 dienende Gelenk wegen  der     Selbsthemmung    zwischen der Mutter und  der Spindel 51 als fester Drehpunkt, wenn  der Regler den Kolben im     Druckölzylinder         48 verstellt. Der Elektromotor 50 wird da  durch in der jeweils gewünschten Stellung  der Schraubenblätter ausgeschaltet, dass z. B.

    durch Berührung der Spindelmutter 52 mit  einem der     Kontakte    53 ein Stromkreis ge  schlossen oder geöffnet wird; welcher der       Kontakte    53 wirksam wird, ist durch die  Wählhebelstellung bestimmt. An Stelle der  einzelnen festen Kontakte 53 kann auch ein  einziger durch den Wählhebel längs der  Spindel 51 verstellbarer Kontakt oder     End-          schalter    verwendet sein. Mit dem hydrauli  schen Antrieb ist der     Wählhebel    durch me  chanische oder elektrische Übertragungs  mittel verbunden.  



  Bei der Ausführungsform nach Fig. 6  sind der vorbeschriebene elektrische und  hydraulische     Antrieb    zur Luftschrauben  verstellung in Anwendung auf die in Fig. 1  bis. 4 dargestellte Verstellvorrichtung gezeigt,  wobei also,der Traversenring 14 bei I und II  mittels verschiedener Antriebsmittel     ver-          schwenbar    ist, und zwar dient auf der einen  Seite zur Verstellung des Traversenringes ein  hydraulischer Antrieb, der relativ langsam  arbeitet, während auf der andern Seite ein  elektrischer Antrieb vorgesehen ist, der um  ein Mehrfaches schneller arbeitet als der  hydraulische Antrieb.

   Wie die Zeichnung er  kennen lässt, greift der Lenker 15, der auf  der einen Seite des Traversenringes mit  diesem verbunden ist, mit seinem motor  seitigen Ende gelenkig an der Kolbenstange  eines hydraulischen Arbeitszylinders 54 an.  dessen Arbeitskolben durch Zuführung bezw.  Abführung von Drucköl durch die Leitun  gen 55 hindurch bewegt wird, wobei die  Steuerung dieser Bewegung in an sich be  kannter Weise vom Drehzahlregler aus er  folgt. Auf der gegenüberliegenden Seite des  Traversenringes wird die Spindel 21 über ein  Vorgelege 56 von einem Elektromotor 5 7  angetrieben, der vom Führersitz aus ge  steuert wird.

   Bei Betätigung der Verstell  vorrichtung durch den hydraulischen Antrieb  schwenkt der Traversenring um die in dem  Pendelkugellager 24 gelagerte Spindelmutter  23, die durch Selbsthemmung auf der Spin-    del des zu diesem Zeitpunkt nicht betätigten  elektrischen Antriebes festgehalten wird. Im  Falle des elektrischen Antriebes schwenkt  der Traversenring um den im Pendelkugel  lager 19 gelagerten Bolzen 18 des durch die  Flüssigkeit im Arbeitszylinder 54 fest  gehaltenen Lenkers 15. Die Auswirkungen  dieser Schwenkbewegung sind die gleichen  wie diejenigen der vorbeschriebenen Schwenk  bewegung, mit dem Unterschied, dass bei elek  trischer Betätigung die Verstellbewegung  um ein Vielfaches schneller erfolgt als bei  hydraulischer     Betätigung.     



  Die Fig. 7 zeigt eine schematische Ge  samtanordnung der zum Betrieb des Ver  stellpropellers erforderlichen Schalter. In  diesem Falle ist sowohl als schnellwirkender,  von Hand gesteuerter Antrieb wie auch als  langsam wirkender, automatisch gesteuerter  Antrieb ein Elektromotor vorgesehen. Die  Blätter 1 und 2 der Verstellschraube werden  wie nach Fig. 5 durch Verschwenkung des  Hebels 46 verstellt. Auf das in -der Zeich  nung obere Ende dieses -Hebels wirkt als  langsam verstellender Antrieb der Elektro  motor 60 mit dem Untersetzungsgetriebe 61.  Für die automatische Steuerung dieses An  triebes ist der Fliehkräftregler 58 vorgesehen,  der über das Relais 59 :den Motor 60 be  einflusst.

   Der Fliehkraftregler 58 ist auf eine  bestimmte Luftschraubendrehzahl (zweck  mässig in Abhängigkeit von der Gashebel  stellung) eingestellt und bewirkt bei jeder  Über- oder Unterschreitung dieser Drehzahl  eine entsprechende Blattverstellung der Luft  schraube. Sinkt     beispielsweise    die Dreh  zahl unter die eingestellte Drehzahl, so setzt  der Regler 58 über das Relais 59 den Elek  tromotor 60 in     einem    solchen Sinne in Be  trieb,     @dass    eine Verringerung des Aasstell  winkels der     Luftschraubenblätter    erreicht  wird, womit das Triebwerk entlastet wird,  so     dass:

      die Drehzahl wieder steigt. Übersteigt  die Schraubendrehzahl die eingestellte Dreh  zahl, so bewirkt der Regler eine umgekehrt       gerichtete        Blattverstellung,    das heiss also  eine     Vergrösserung,des    Aasstellwinkels     bezw.     der Schraubensteigung und damit eine stär-      kere Belastung des Triebwerkes, was zum  Sinken der Drehzahl führt.  



  Mittels eines Umschalters 62 kann nach  Wahl die automatische oder die Hand  verstellung eingestellt werden, indem ein  Hebel. 63 entweder auf den Kontakt 64 oder  auf den Kontakt 65 gelegt wird. Die Um  legung auf den Kontakt 64 bewirkt die Ein  schaltung der Automatik und die Umlegung  auf den Kontakt 65 die Ausschaltung der  Automatik und die Einschaltung der Hand  verstellung.  



  Ist durch Umlegen des Hebels 63 auf den  Kontakt 65 die Handverstellung gewählt  worden, so wird diese Handverstellung durch  den Daumenschalter 66 in Tätigkeit gesetzt,  der meistens mit dem Gashebel vereinigt ist  bezw. auf diesem Gashebel sitzt. Durch Be  tätigen des Daumenschalters wird über das  Relais 67 der Schnellverstellmotor 68 in  Tätigkeit gesetzt. Die Versorgung des ge  samten Antriebes erfolgt aus der Sammler  batterie 69.     Mittels    des Daumenschalters 66  können die Luftschraubenblätter auf Segel  stellung gebracht werden.  



  Mit 70 ist der Gashebel bezeichnet. Dieser  kann verschiedene Stellungen einnehmen. T'  ist die Vollgasstellung für normalen Betrieb;  L ist die Leerlaufstellung. Wird er aus der  Vollgasstellung V kommend über die Leer  laufstellung L hinausgeschwenkt, so wird  über die mit ihm verbundene Schaltwalze 71  die Luftschraube automatisch auf Brems  stellung verstellt. Diese Einstellung geht un  abhängig von der Stellung des Hebels     63i    des  Umschalters 62 vor sich. Die Leerlaufstel  lung ist durch eine Schaltkulisse, eine  Bremse oder dergl. für den Piloten kenntlich  gemacht.  



  Anderseits kann die Einstellung der ge  wünschten im Bereich der willkürlichen Re  gelung liegenden Blattstellung auch in den  Umschalter 62 verlegt sein, der dann ausser  dem Kontakt 64 für     automatische    Verstel  lung mehrere Kontakte hat, von denen der  eine der     Segelstellung    und der andere der       Bremsstellung    der Luftschraube entspricht.  Die Schaltung ist dann so     ausgeführt,    dass    jedem dieser Kontakte am Umschalter 62 ein       Kontakt    53     zugeordnet    ist, der in der ent  sprechenden Stellung des Umschalters 62 in  den Stromkreis geschaltet wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Luftschraubenverstellvorrichtung mit ge genüber der Luftschraubenwelle achsial ver schiebbarer Muffe, die durch eine Verände rung der Schraubensteigung bewirkende Glieder mit den Schraubenblättern verbun den und mit einem die Muffe umgreifenden Stellhebel versehen ist, der nicht mit der Muffe rotiert und an welchem Glieder zur Betätigung des- Stellhebels vom Fahrzeug aus angreifen, dadurch gekennzeichnet, dass ein zelne dieser Teile der Vorrichtung in bezug aufeinander allseitig gelenkig beweglich sind. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Luftschraubenverstellvorrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass der Muffenstellhebel mit. den an seinen Enden angreifenden Gliedern durch eine allseitig gelenkige Bewegung ermög lichende Elemente verbunden ist. 2. Luftschraubenverstellvorrichtung nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Muffen stellhebel mit den an seinen Enden angreifen den Gliedern durch Pendellager verbunden ist. 3. Luftschraubenverstellvorrichtung nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Muffen stellhebel mit den an seinen Enden angrei fenden Gliedern durch Kardangelenke ver bunden ist. 4.
    Luftschraubenverstellvorrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass der Muffenstellhebel an die Muffe mittels solcher Elemente angreift, welche eine allseitig gelenkige Beweglichkeit zwi schen Muffe und Hebel zulassen. 5. Luftschraubenverstellvorrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass die Muffe ein die Luftschrauben- welle umfassendes Kugellager aufweist, dessen Aussenring in bezug auf den Muffen stellhebel gelenkig beweglich ist. 6. Luftschraubenverstellvorrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass die Muffe an der Gleitfläche aus einem nichtmetallischen Kunststoff besteht. 7.
    Luftschraubenverstellvorrichtung nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Muffe an der Gleitfläche aus einem auf der Phenol- Aldehyd-Grundlage aufgebauten Kunstharz besteht. 8. Luftschraubenverstellvorrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass innerhalb der Muffe eine Gleit büchse aus einem Kunststoff vorgesehen ist. 9. Luftschraubenverstellvorrichtung nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleit- büchse aus einem auf der Phenol-Aldehyd- Grundlage aufgebauten Kunstharz besteht. 10.
    Luftschraubenverstellvorrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass die Muffe an der Gleitfläche und eine innerhalb dieser angeordnete Gleit- büchse aus, Kunststoff bestehen. 11. Luftschraubenverstellvorrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass die Luftschraubennabe und ein die Muffe tragender Nabenhals ausserhalb des Bereiches der Muffenverschiebung durch eine Stirnverzahnung sowie eine im Nabeninnern untergebrachte Muffe mit gegenläufigen Ge winden zusammengehalten werden. 12.
    Luftschraubenverstellvorrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass der Muffenstellhebel an seinem einen Ende mit einem am Fahrzeug befestigten Lenker und an seinem andern Ende mit einem die Verstellbewegung bewirkenden Antrieb verbunden ist. 13. Luftschraubenverstellvorrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass der Muffenstellhebel an seinen beiden Enden mit getrennten, die Verstell bewegung bewirkenden Antrieben verbunden ist. 14. Luftschraubenverstellvorrichtung nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Ende des.
    Muffenstellhebels ein Antrieb zwecks Feineinstellung mit verhältnismässig geringer Verstellgeschwindigkeit angreift, der von einem selbsttätigen Regler gesteuert wird, während am andern Ende des Hebels ein zweiter Antrieb mit zwecks Grobeinstel lung gegenüber dem ersten. mehrfach grösserer Verstellgeschwindigkeit angreift, der von Hand aus gesteuert wird. 15. Luftschraubenverstellvorrichtung nach dem Patentanspruch und den Unteransprü chen 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass an dem einen Ende des Muffenstellhebels ein hydraulischer und an dem andern Ende ein elektrischer Antrieb angreift. 16.
    Luftschraubenverstellvorrichtung nach dem Patentanspruch und den Unteransprü chen 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein Wählschalter vorgesehen ist, der die bei den Antriebe wahlweise zur Wirkung bringt. 17. Luftschraubenverstellvorrichtung nach dem Patentanspruch und den Unteransprü chen 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass im Wege des die Schnellverstellung bewir kenden Antriebmittels Kontakte vorgesehen sind, deren Lage verschiedenen Blattstellun gen der Luftschraube entspricht und die nach Erreichen der gewünschten vorwählbaren Stellung das Antriebsmittel ausschalten. 18.
    Luftschraubenverstellvorrichtung nach dem Patentanspruch und den Unteransprü chen 13, 14, 16 und 17, dadurch gekennzeich net, dass der Wählschalter für die beiden An triebsmittel und die Vorwähleinrichtung für .die mit der Schnellverstellung einzustellende Blattverstellung vereinigt sind.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2455000A (en) * 1943-08-12 1948-11-30 Fairey Aviat Co Ltd Electrically operated pitch changing mechanism

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2455000A (en) * 1943-08-12 1948-11-30 Fairey Aviat Co Ltd Electrically operated pitch changing mechanism

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