CH223755A - Verfahren zur Herstellung von Kunstfäden aus Polymerisationsprodukten ohne Verwendung eines Fällbades und nach dem Verfahren hergestellter Kunstfaden. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kunstfäden aus Polymerisationsprodukten ohne Verwendung eines Fällbades und nach dem Verfahren hergestellter Kunstfaden.Info
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Description
-Verfahren zur Herstellung von Dunstfäden aus Polymerisationsprodukten ohne YerNfendung eines Fällbades und nach dem -Verfahren hergestellter Dunstfaden.
Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren zur Herstellung von Kunstfäden aus Polymerisaten von die Gruppe
EMI0001.0007
aufweisenden Monomeren ohne Verwendung eines Fällbades, da-;s dadurch gekennzeichnet ist, dass die Spinnbrause während des An spinnens und Spinnens mit einer Flüssigkeit benetzt wird, derart, dass eine Diffusion der Flüssigkeit in die Spinnmasse praktisch nicht eintritt, und da-ss ein Zusammenfliessen der Fäden verhindert wird.
Aus.derdeutschenPatentschrift 700006129b ist es bekannt, Polymerisate von Homologen der Acrylsäure oder von funktionellen Deri vaten dieser Homologen oder Mischungen vorgenannter Polymerisate, also Polymeri- sate von die Gruppe
EMI0001.0021
aufweisen den Monomeren, mit oder ohne Zusätze orga nischer Stoffe zur Herstellung von Kunst fäden zu benutzen.
Dies kann unter anderem dadurch geschehen, <B>Jag</B> man. die Lösungen. oder Schmelzen dieser Stoffe durch enge Üff- nungen auspresst und die Fäden durch Ver dunsten des Lösungsmittels zum Erstarren bringt.
Bei Vornahme grösserer Spinnversuche dieser Art stiess man immer wieder auf Schwierigkeiten, die sich darin äusserten, dass beim Anspinnen die durch die Brausenöff- nungen gepresste Lösung meistens nicht in Fadenform zu bringen war, sondern an der Brause zusammenfloss. Trat dieser Fall ein, so blieb nichts anderes übrig, als einen Brau senwechsel vorzunehmen.
Benetzt man nun erfindungsgemäss: die Brause während des Anspinnens mit Wasser oder andern Flüssigkeiten, wie z. B. wässri- gem Glycerin, Glykol usw., .z. B. dadurch, da.ss man sie kurz in Wasser-eintaucht, so kommt ein Zusammenfliessen der Spinn- lösung nicht vor.
Selbst dann, wenn ohne Befeuchtung der Brause ein Zusammenflie ssen bereit? stattgefunden, hat, kann man ein einwandfreies Anspinnen der Fäden cladurcii erzwingen, dass man die Brausenbenetzung nachträglich vornimmt.
Versuche haben ergeben, dass dieses Ver fahren vorteilhaft in der Weise abgeändert werden kann, dass man nicht von oben nach unten, sondern umgekehrt von unten nach oben spinnt. Hierdurch ist man in der Lage, dass man erfindungsgemäss die als günstig festgestellte Brausenbenetzung zu einer Dauereinrichtung umgestalten kann.
Dies geschieht so, dass man die Brausenober- fläche dauernd mit einer so dünnen Schicht überdeckt, dass eine Diffusion des Lösungs- mittels in die Spinnflüssigkeit liraktisch nicht in Erscheinung tritt, sondern die Fadenhärtung durch Verdunsten des Lö sungsmittels, wie oben angegeben, in Luft oder Gas stattfindet.
Versuche ergaben weiter, dass Fäden aus obigen Stoffen von besonders wertvollen Eigenschaften dadurch erzielt werden, dass man sie einer mehr oder weniger grossen Nach=treckung unterzieht. Diese bewirkt, wie experimentell festgestellt wurde, eine bis über das 20fache hinausgehende Bruchfestig- keitssteigerung bei gleichzeitiger Erhöhung der Dehnung und überdies überraschender weise eine erhebliche Abnahme der Wärme dehnbarkeit.
So erleiden unverstreckte Fäden bei einer 5 Minuten dauernden Be lastung, wie z. B. 2 g bei 100 , eine pla stische Verformung in Gestalt einer Verlän gerung um<B>128%,</B> solche Fäden dagehen. die eine Streckung von 350 % erfuhren, nur eine Dehnung von 25%.
Die Verstreckungsvorriehtung besteht, wie üblich, entweder aus im Zickzack ange ordneten, unbeweglichen Fadenführern oder aus zwei hezw. mehreren Rollen,
die mit verschiedener Geschwindigkeit laufen und um die das Faserbündel herumgeführt wird. Mit gleich fiter Wirkung kalin man auch zweckmässig@angeordnete konische Rollen be nutzen.
Die Verstreckun; selbst erfolgt entweder in Luft. da die Fäden unmittelbar nach ihrer Koagulation noch über eine geniigende Pla- stizität verfügen, oder in gegebenenfalls er wärmten Bädern. Letztere Art der Ver- streckung ist leichter becinflussbar, da man durch die Wahl der Temperatur die ge- wünschte Plastizität und damit auch die Ver- streckungsfäliigkeit von vornherein fest legen kann.
<I>A</I> zcsf Hiringsbeisgriele: 1. Eine<B>30</B> % ig < # Aeetonlösung einer Mischung aus 95 Teilen Methylmethacrylat und 5 Teilen Phthalsäiii@edibutylester als Weichmacher wird mit Hilfe einer Spinn pumpe durch eine vorher finit Wasser ge netzte Spinnbrause, die 20 LÜuher von 0.1 mm Durchmesser enthält, in einen von strömender Luft erfülfen Spinnschacht ge drückt und von hier, zwecks Verstreckung,
mit Hilfe von Fadenführern (Röllchen) um zwei mit verschiedener Geschwindigkeit lau fende Rollen (Galetten), die sich in einem auf 70 erwärmten 'asserbad befinden, ge führt. Die derart verstreckten Fäden gelan gen anschliessend auf die Aufwicklungsvor- richtung.
Die Fördergeschwindigkeit bei einem Versuch betrug 1,75g LösungfMin., die Ge- schwindigkeit der ersten Rolle 7 mCMin., die jenige der zweiten, 28 mIliin. Die auf diese Weise auf 400% verstreckten Fäden zeich neten sich durch eine hervorragende Festig keit aus. Sie betrug, an Einzelfasern genies sen, 400 -#I O0 den. und darüber.
Die Festig keit der ungestreckten Fasern schwankte da gegen zwischen 30-50 g1100 den. Die Deh nung .stieg durch die Verstreekung von 2,3 auf 11 % .
2. Eine 25%ige Acetonilösung eines Mischpolymerisates aus 65 Teilen Methyl- inethacrylat und 35 Teilen Methylacrylat oder Vinylac.etat wird bei Anwendung einer auf rochtstehenden, mit Wasser von 5 mm Schichtdicke überdeckten Brause mit.
20 Löchern vom Durchmesser 0.2 mm in Luft von 35 versponnen und anschliessend, wie in Beispiel 1 angegeben, mit Hilfe von Faden führern zur Galetten-Streckapparatur ge führt, wo sie in 70<B>0</B> warmem Wasser einer Nachstreckung von 400% unterworfen wer den. Auch auf diese Weise erhält man Fasern, deren Reissfestigkeit mehrere hun dert Gramm pro<B>100</B> den. beträgt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Kunst fäden aus Polymerisaten von die Gruppe EMI0003.0005 aufweisenden Monomeren ohne Verwendung eines Fällba.des, dadurch ge kennzeichnet, dass die Spinnbrause während des Anspinnens und Spinnens mit einer Flüssigkeit benetzt wird, derart, dass eine Diffusion der Flüssigkeit in die Spinnmasse praktisch nicht eintritt, und da.ss ein Zusam menfliessen der Fäden verhindert wird. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Polymerisate ver- vs endet werden, die durch gemeinsame Poly- merisation von untereinander verschiedenen Monomeren hergestellt wurden. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Polymethacryl- säuremethylester verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Mischungen von Polymerisaten mit Zusatzstoffen verwendet werden. 4.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, da.ss Mischungen von Polymerisaten mit Weichmachern verwendet werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man mit aufrecht stehender Brause, d. h. von unten nach oben, spinnt und die Brause mit Flüssigkeit von solcher Schichtdicke überdeckt, dass ein Lö-sungsmittelentzug aus, dem gesponnenen Faden vorwiegend nur durch Verdunsten in Luft erfolgt. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die Fäden in plastischem Zustande einer Nachstreckung unterzieht. 7.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man den plasti schen Zustand der Fäden durch Wärmewir kung herbeiführt. PATENTANSPRUCH II: gunstfaden, hergestellt nach dem Ver fahren des Patentanspruches I.
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| CH223755D CH223755A (de) | 1940-11-04 | 1941-09-25 | Verfahren zur Herstellung von Kunstfäden aus Polymerisationsprodukten ohne Verwendung eines Fällbades und nach dem Verfahren hergestellter Kunstfaden. |
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