CH224206A - Verfahren zur Gewinnung von hochwertigen Cymol. - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von hochwertigen Cymol.Info
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Description
Verfahren zur Gewinnung von hochwertigem Cymol. Das nach den bekannten Verfahren bei der Holzzells:tof f herstellung gewonnene Cymol wird als ein stark saures, unangenehm rie chendes<B>01</B> .erhalten, das noch erhebliche Ver unreinigungen und allerlei zufällige Beimen gungen enthält. Um das Cymol zu reinigen, ist man schon auf die verschiedenste Weise vorgegangen. Beispielsweise hat man das Cymol zunächst mit Alkali oder Erdalkali behandelt und sodann einer Wasserdampf- destillation unterworfen. Hierdurch gelingt es zwar, ein für die Anforderungen der Praxis genügend reines Cymol zu erhalten; aber das Verfahren ist teuer und ein solches Cymol kann mit den gebräuchlichen Lö sungsmitteln im Preis nicht konkurrenzieren. Versuche haben nun ergeben, dass man auf einfache und wirtschaftlich tragbare Weise .ein genügend hochwertiges Cymo:l aus den Übertreibgasen der Sulfitzellstoffherstellung gewinnen kann, wenn man das Kondensat der Übertreibgase auf Temperaturen abkühlt, die nicht unter<B>30'</B> C liegen, und ständig bei einer zwischen 30 und 60 C liegenden Temperatur hält, sodann das hierbei abge schiedene Cymol m einen andern Behälter überführt und dort unter guter Durch mischung mit einer wässerigen Flüssigkeit, z. B. durch Einleiten eines Luftstromes, mit Wasser wäscht, wonach die aus Cymol be stehende Oberschicht, nachdem sie sich von der darunter befindlichen wässerigen Schicht gut abgetrennt hat, abzieht. Bei dem Waschen kann unter Umständen auch eine Behandlung mit einem alkalischen Mittel, z. B. Natron lauge, vorteilhaft sein, woran sich zweck mässig eine Neutralisation mit Säure, z. B. Salzsäure, anschliesst. Auf diese Weise gelingt es, ein vollkom men neutrales und schön goldfarbig aus sehendes, absolut klares Cymol zu erhalten. Beispielsweise verfährt man zur Durch führung des neuen Verfahrens derart, da2 man die aus dem Kocher kommenden AbgasE unter entsprechender Kühlung einem Sam. melbehälter mit Turmlauge zuführt, in wel- chem sich die Abgase in der Turmlauge lösen und das spezifisch leichtere Cymol sich als ölige Schicht an der Oberfläche ansam melt. Die Kühlung wird so geregelt, dass die Temperatur der Flüssigkeit in dem Sammel behälter nie unter 30 C heruntergeht. Daher wird z. B. im Winter die vorgelegte Turm lauge gegebenenfalls durch entsprechend heisse Übertreibgase auf über 30' C ange wärmt. Als besonders vorteilhaft empfiehlt es sich, eine Temperatur von nahezu 30 C zu wählen, da bei höherer Temperatur die Löslichkeit der schwefligen Säure abnimmt, bei tieferer Temperatur aber das Cymol sich nicht als ölige Schicht abscheidet. Hält man die angegebenen Temperaturverhältnisse ein, so wird ein hartnäckiges Emulgieren des Cymols, wie es bei Temperaturen unterhalb 30 C eintritt und das eine Abtrennung des Cymols praktisch unmöglich macht, vermie den. Hat sich eine genügend hohe Schicht von Cymol in dem Sammelbehälter gebildet, so führt man dieses in einen andern Behälter von zweckmässig schlanker Gestalt über, in dem man z. B. frische Turmlauge mit mög lichst geringem Gehalt an freier schwefliger Säure von unten in den Sammelbehälter drückt. Von dem in den zweiten Behälter übergeführten Cymol wird zunächst die etwa mitgerissene Säure am Boden abgelassen und sodann das Cymol mit Wasser bei guter Be lüftung wiederholt (etwa 3-4mal) gründ lich gewaschen. Auf diese Weise gelingt es, die im Cymol gelöste schweflige Säure voll ständig zu entfernen und ersteres als gold gelbe, vollkommen klare und neutrale Flüssig keit zu erhalten. Arbeitet man in der vorstehend angege benen Weise, lediglich mit dem Unterschied, dass das in dem zweiten Behälter zwecks Be lüftung übergeführte Cymol mit Wasser ge waschen wird, dem etwas Natronlauge zuge fügt wurde, worauf sich dann eine Neutrali sation mit Salzsäure anschliesst, so erhält man beispielsweise aus 10 m3 Rohcymol 8,6 mg (= 7400 kg) Reincymol. Die Ausbeute be trägt somit 86 %. An Chemikalien werden für 100 kg Reincymol nur 0,05 kg Natron lauge und 0,14 kg Salzsäure benötigt. Zu bemerken ist noch, dass die Fachleute der Zellstoffherstellung unter "Turmlauge" eine Calciumbisulfitlösung verstehen, die, in der Regel nach Erhöhung' des SO2-Gehaltes mit Hilfe von Abgasen vorhergehender Ko- chungen, zum Aufschliessen des Holzes in den Kochern benötigt wird und in den "Sulfit- laugentürmen" aus Kalkstein, . schwefliger Säure und Wasser hergestellt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von hochwer tigem Cymol aus den Übertreibgasen der Sulfitzellstoffherstellung, dadurch gekenn zeichnet, dass man das Kondensat der Über treibgase auf eine 30 C nicht unterschrei tende Temperatur abkühlt und ständig bei einer zwischen 30 und<B>60'</B> C liegenden Tem peratur hält;sodann das hierbei abgeschie dene Cymol in einen andern Behälter über führt und dort unter guter Durchmischung mit einer wässerigen Flüssigkeit ;gründlich wäscht und schliesslich die aus Cymol be stehende obere Schicht, nachdem sie sich von der darunter befindlichen wässerigen Schicht gut abgetrennt hat, abzieht. UNTERANSPRüCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass nach mehrmaligem Auswaschen mit Wasser eine Behandlung mit einem alkalischen Medium erfolgt; an welche sich Neutralwaschen, Trennen in zwei Schichten und Abziehen des Cymols an schliesst. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die aus dem Kocher kommenden cymolhaltigen Abgase einem mit Turmlauge beschickten Sammel- behälter zugeführt werden; in welchen stän dig eine zwischen 30 und 60 C liegende Temperatur aufrechterhalten wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE224206X | 1940-02-17 |
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| CH224206D CH224206A (de) | 1940-02-17 | 1941-01-29 | Verfahren zur Gewinnung von hochwertigen Cymol. |
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1941
- 1941-01-29 CH CH224206D patent/CH224206A/de unknown
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