CH224218A - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Phenolen und niedermolekularen Aldehyden. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Phenolen und niedermolekularen Aldehyden.

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CH224218A
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G8/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only
    • C08G8/28Chemically modified polycondensates

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Kondensationsprodukten    aus     Phenolen    und  niedermolekularen Aldehyden.    Die     vorliegende    Erfindung     betrifft    ein       Verfahren    zur     Herstellung    von     Kondensa-          tionspro.dukten    aus     pllenolischenStoffen     und     niedermolekularen        Aldehyden,        insbeson-          dere    Formaldehyd.

   An     Stelle    der freien Al  dehyde     können    auch deren     Polymerieations-          produkte,    z.     B.        Paaraldehyd.,    oder solche  Stoffe, welche im Laufe     der        Reaktion        Form-          aldehyd        abspalten,    z. B.     Hegamethylen-          tetramin,    verwendet werden. Man erhält     so,          Massen,    welche als     Phenoplaste        bezeichnet     werden.

    



       Unter    den     phenolisehen;        Ausgangsstoffen          hart        bisher    das     m-Kresol        besondere        Bedeu-          tung    erlangt, da es     hawzarti:

  ge    Kondensations  produkte     liefert,    welche durch     weitere    Er  hitzung auf     hwtimmte        Temperaturen        sich     zu einem     unlöslichen        und        unschmelzbaren          Produkt    umwandeln, das vielfältiger     tech-          nis:cher    Anwendung fähig ist.  



  Für     die    Herstellung     geformter        Gebilde     aus     diesen        harzartigen        Massen    hat sich aller  dings deren     !Sprödigkeit    als     nachteilig        er-          wiesen.        Zur        Verbesserung        Ader        mechanischen            Eigenschaften,        insbesondere    der     Bieg-    und  Schlagfestigkeit,

   hat man in die     P'henoplast-          masoen        Füllstoffe,        insbesondere        Faserstoffe     oder Holzmehl,     einverleibt,    welche jedoch die       Massen        undurchsichtig    und     missfarbig        maeh-en.     Auch .hat man zu     diesem    Zweck     bereits    vor  geschlagen,     .das    bei der     Holzverzuckerung     als     Rückstand        verbleibende,

          gewöhnlich        als          "Liggnin"        bezeichnete    Produkt zu     verwenden.          Zwar    werden dadurch die     mechanischen          Eigenschaften        verbessert,        ,doch        müssen,    andere       Naohteile    dabei in Kauf     genommen    werden.

    Auch werden die     Massen        dadurch        unrlurch-          sielitig        und        missfarbig.     



  Das erfindungsgemässe     Verfahren        bildet     eine weitere     Ausbsl        Jung        des        letztgenanntem          Verfahrens,

      bei     welchem    an     Stehle    des bei  der     Holzverzuckerung        verbleibendem    Rück  standes     eine        alkalische        Lösung        @desselben    bei  der Kondensation     phenolischer    Stoffe mit       niedermolekularen        Aldehyden        mutverwendet          wird.     



       Die        alkalische    Lösung     des        Holzverzucke-          ruugsrückstandes,    der     in    folgendem kurz           "Lignän"        .genannt        ist,        wird        durch        Aufkochen     des     Lignins    in     alkalisch        reagierenden        Lösun-          gen,        insbesondere    in     Alkalilaugen,    erhalten.

         Es    wird so lange     gekocht,    bis das     Lignin    im       wesentlichen    in     Lösung        gegangen    ist; dann  werden die     ungelösten        Anteile        abfiltriert        und     das     Filtrat        eingedampft,    das dann für die       Verwendung        bereit        ist.     



       Grundsätzlich        treten        bei        einer        Konden-          sation        phenolischer    Stoffe mit niedermoleku  laren Aldehyden in Gegenwart     der    vor  stehend     beschriebenen        alkalischen        Lignin-          lösung        dieselben        Umsetzungen    ein     wie    bei  dem     bekannten        Verfahren,

      bei     dem        Lignnn     als solches verwendet     wird.        Die        erhaltenen          Produkte        zeichnen        sich    durch     ausgezeichnete          mechani & che        Eigenschaften    und vor allem  durch     hervorragende        Schlagfestigkeit        (Un-          empfindlichkeit    gegen     Schlag)    aus,

   sind je  doch durchscheinend     und    im     allgemeinen     heller.  



  Von     niedermolekularen        Aldehyden    kommt  für     das        Verfahren    in     erster        Linie    Formalde  hyd in Betracht oder     dessen    Polymere     oder     solche     Stoffe,    welche bei der     Reaktion    Form  aldehyd     abspalten.     



       Die        für        die        Kondensation        übliche    Zugabe  von     alkalischem        Katalysatoren        äst        in    An  betracht der     alkalischen        Reaktion    der     Lignin-          lösung    ganz oder     teilweise        entbehrlich.     



  Von     den        phenolischen        Stoffei        sind        nicht          allein        diejenigen        Phenole    als     Ausgangsstoffe     verwendbar,     welche        bisher        mit        Vorteil    ver  wendet wurden, wie z.

       B.    das     Metakresol     oder     dae        symmetrische        Xylenol,        sondern    auch       solche        Phenole,        welche    wenig oder     nicht    zur       Kunstharzbildung        geeignet        sind.     



  Die     Eigenschaftes    der mit     dem    erfin  dungsgemässen Verfahren erzielbaren Pro  dukte können durch Variation der Arbeits  bedingungen weitgehend variiert werden. Je  nach der Dauer der     Kondensation    und je  nach der Menge des     Lignins    lassen sich  zähflüssige, knetbare oder bei gewöhnlicher       Temperatur        feste        Produkte    erzielen, die ent  weder schmelzbar oder urschmelzbar sind.

           Die        Erf        indung        sei    an     Hand        einiger        Bei-          spiele        erläutert:

       1. 5     Gewichtsteile        wasserfreies        Lignin,          welches    bei     der        Holzverzwkernng        erhalten          ist,

          werden        mit    5     Gewichtsteilen        Kalium-          hydrozyd        und    50     Gewiehteteilen        Wasser    bis  zum     Aufschäumen        gekocht        .und        abfistriert,

            worauf        das        Filtrat    auf 20     Teile        eingedampft          wird.        Nach    dem Abkühlen     werden    10     Ge-          wichtsteile        o-Kmesol        und:    25     Gewichtsteile          Formaldehyd   <I>40</I>     3'o        ig    hinzugefügt.

   Das Ganze  wird gut durchgemischt und     langsam        er-          Fitzt,        bis        eine        Schichtentrennung        eintrifft        und     die     Harzschicht        einen        Zustand        erreicht    hat,  in dem es nicht mehr gelingt,

   eine Emulsion  in     kaltem        Wasser        herbeizuführen.    Man     trennt     dann die     wä$rige        Schicht    ab     und,        verarbeitet     das     erhaltene        Kondensationsprodukt        in    der       in    der     Kunstharzindustrie        üblichen        Weise.     



  2. 80 Gewichtsteile 2,4 -     Xylenol    und  <B>66</B>     Gewichtsbeile        Formaldehyd        40        %        1g        wer-          den    mit 14 Teilen des     gemäss        Beispiel    1     er-          haltenen        Lignin-Umwandlungeproduktes    ver  mischt und     langsam        erwärmt        bis        zur        Schich-          

  tentrennung        und        bis        das        Harz    ein     Stadium     erreicht hat, in dem     nieht    mehr gelingt,       eine        Emulsion        in        kaltem        Wasser        herbeizu-          führen.        Danach        Jässt        man        erkalten,

          giesst        dis     obere     wässrige        Schicht    ab     und    dampft     den          Rückstand        bis    zur     gewünschten        Konsiatenz     ein.     Die        Weiterverarbeitung        erfolgt    in der       üblichem        bekannten        Weise.     



  3. 60     Gewichtsteile    Phenol und 75     Ge-          wichtsteile        Formaldehyd        44        %        ig        wenden        mit     8     Teilen        der   RTI ID="0002.0258" WI="10" HE="4" LX="1400" LY="1681">  gemäss        Beispiel    1     erhaltenen          alkalischen        Ligainlösnng        vermischt        und    ge  mäss Beispielen 1 oder 2     

  weiterbehandelt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren ur Herstellung harzartiger Kondensationsprodukte aus phenolischen.Stof- fen, niedermolekularen Aldehyden und bei der Holzverzuckerung anfallendem, Lignin genanntem Rückstand, dadurch gekennzeich net, dass dieser Rückstand :
    in alkalischer 'T,ti- sung verwendet wird.
CH224218D 1939-09-27 1941-03-06 Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Phenolen und niedermolekularen Aldehyden. CH224218A (de)

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