CH226327A - Einrichtung zum Erdschlussschutz eines von in Reihe geschalteten steuerbaren Entladungszellen gespeisten Gleichstromnetzes. - Google Patents
Einrichtung zum Erdschlussschutz eines von in Reihe geschalteten steuerbaren Entladungszellen gespeisten Gleichstromnetzes.Info
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
- H02H7/10—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers
- H02H7/12—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers for static converters or rectifiers
- H02H7/125—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers for static converters or rectifiers for rectifiers
- H02H7/127—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers for static converters or rectifiers for rectifiers having auxiliary control electrode to which blocking control voltages or currents are applied in case of emergency
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Description
Einrichtung zum Erdschlussschutz eines von in Reihe geschalteten steuerbaren Entladungszellen gespeisten Gleichstromnetzes. Für den Erdschlussschutz von Gleich stromnetzen, insbesondere Hochspannungs netzen, z. B.. nach Patent Nr. 190519, welche von in Reihe geschalteten, steuerbaren Ent ladungszellen mit Lichtbogenentladung in normaler Gleichrichter- oder in Gleich- und Wechselrichter-Achterschaltung gespeist wer den, hat man vorgeschlagen, einen innern Spannungspunkt der Reihe oder Reihen über ein Schutzrelais mit Erde zu verbinden.
Das Schutzrelais spricht dabei auf den die Erd- leitung durchfliessenden Erdschlussstrom an und legt die Gitter aller Entladungszellen oder mindestens eines Teils derselben an ein den Stromweg sperrendes negatives Po tential.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, diesen Erdschlussschutz so auszubilden, dass im Erdschlussfall nur die Entladungs zellen ausser Betrieb gesetzt werden, die zwi schen dem mit Erdschluss behafteten Netz leiter und der Erdleitung liegen, während die zwischen der Erdleitung und dem gesunden Netzleiter liegenden Entladungszellen in Be trieb gehalten werden.
Dies wird erfindungs gemäss dadurch erreicht, dass als Schutzrelais ein selektiv wirkendes Relais verwendet wird, welches im Erdschlussfalle eines Netzleiters je nach der Richtung des Erdschlussstromes in der Erdleitung nur denjenigen Teil der Reihe der Entladungszellen stromlos macht, der zwischen der Erdleitung und dem mit Erdschluss behafteten Netzleiter liegt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel der Erfindung schematisch darge stellt.
Mit a ist das Gleichstromhochspannungs- netz mit den Leitern bi, b@ bezeichnet, das aus dem Dreiphasennetz c über die Gleich richter d, bis d, gespeist wird. Die Speise transformatoren der Gleichrichter sind mit e,, e2 bezeichnet. Die Gleichrichter dl bis da sind in Reihe geschaltet, der Mittelpunkt der Reihe ist über den Mittelleiter f des Gleich stromnetzes an Erde gelegt.
Mit hl bis h, sind Gittersteuerrelais bezeichnet, welche an die den Anoden der CTleiehriehl;er vorbelaber- ten Gitter ein negatives Sperrpotential aus den Spannungsquellen i, bis i,; anlegen.
In dem geerdeten Mittelleiter /' liegt das selek tiv wirkende Schutzrelais g mit dein polari sierten Anker g,. l,; ist eine Hilfsstromquelle beliebiger Art. für die Errebunb der Gitter steuerrelais, welche auch aus dem Gleich stromnetz bespeist werden können.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Hat beispielsweise der (-i--) Netzleiter b, Erdschluss, so fliesst der Erdschlussstrom über die Fehlerstelle und Erde dem geerdeten Mit telleiter f zu und erregt das Selektivrelais g in dem Sinne, dass sein Anker g, nach rechts al)gezoo-en wird.
Es fliesst nun ein Strom von der Hilfsquelle 7e über die rechtsliebenden Kontakte des Selektivrelais g durch die Er regerspulen der Gittersteuerrelais h.." h," k;, deren Anker die Steuerbitter der Anoden der Gleichrichter<I>d,, d;,</I> d,; finit dem negativen Pol der Gittersteuerquellen i" -i;, ;.E verbin den.
Die Gleichrichter d" cl:. <I>d,;</I> sind nunmehr gesperrt, während die CTleichrichter <B><I>d,</I></B><I> d.,, d::</I> weiter arbeiten. Bei einem Erdschluss des (-) Netzleiters b, bewegt sieh in entspre ehender Weise der Anker des Relais g nach links, und es werden mit Hilfe der Relais 1e., bis h.; die Gleichrichter d, bis d.., gesperrt, während d, bis d,; weiterarbeiten. .
Als Schutzrelais wird vorteilhaft ein schnellschaltendes Relais verwendet. Dabei kann das Schutzrcla.is g so ausgebildet sein, dass es im Erdschlussfalle die Steuereinrich tungen der jeweils auf der Fehlerseite liegen den Entladungszellen (Gleichrichter) derart betätigt, dass in ihnen der Liehtbogenweg mindestens kurzzeitig gesperrt ist.
Anstatt rlie Entla-dungswe-e der Gleichrichter zu sperren, kilnnen die Steuereinrichtungen der jeweils auf der Fehlerseite liegenden Gleich richter so betätigt werden, dass letztere vor übergehend als -U''echselrichter arbeiten. Ist der Fehler versehw unden, dann lässt das Relais g seinen Anker los,
die Erregerspulen vier (xif.terieuerrel < @is werden stromlos, und die Sperrung bezw. llinschaltung der ,jeweils auf der Fehlerseite liebenden Gleichrichter ist aufgehoben.
Tritt während der Zeit, o zufolge eines Fehlers auf dein einen Netzleiter die zwi schen ihm und dein geerdeten Mittelleiter liegenden Gleichrichter gesperrt oder als Wechselrichter umgcstPUert sind, auf der Seite des erdsehlussfreien Netzleiters ein (\berstrom auf, dann spricht das dieser Netz sei<B>l</B> c# ziibehiirigc Überstromrelais )n,
1)ezw. )ir, an. Diese 'Vberstronirelais sind so ausgebil- (let, dass sie gegenüber dem Erdschluss-Schutz- relais mit solcher Zeitverzögerung arbeiten, ilass sie im Falle eines einpoligen Erdschlus- ses erst riaeli beendeter Funktion des Erd- schlussrelais ansprechen,
wenn der Strom der noch rrdschlnsslrc@ien Seite des Gleich- sIroinnetzes einen bestimmten Höchstwert überscbreitet. Die .lnker der Überstrom relais )ia" steuern Kontakte in dem die Iiilfsquelle le enthaltenden Erregerkreis der Giitersteuerrelais h, bis he, welche an die Anodengil:
ter der Gleichrichter das Sperr- potential aus den Gitterspannungsquellen i, bis i,; anlegen.
Ist nach dem Ansprechen des schnellschal tenden. selektiven Scliiitzre;lais g der Erd- schluss des betreffenden Netzleiters ver schwunden, so wird die Relaisspule strom los.
L m zii verhüten, dass nach dem Anspre- chen des Relais g zufolge eines Erdschlusses des einen Netzleiters der aus seiner Ruhe- stellung- lierausbevegte Anker g, durch den die Relaisspiih# in unigekehrter Richtung durchfliessenden Strom von.
der nicht gestör ten Netzseite her in die der erstmaligen An- zugi < ige entgegengesetzte Lage gebracht wird, was eine Sperreiig der Gleichrichter auf der Seite des nicht gestörten Netzleiters herbei- fÜhren würde, inuss glas Schutzrelais eine Dämpfuni;
erbalten. so dass die Anzugsbewe- 1illlg schneller ist aas die Riiclifiihrungs- hewegung. Das Schutzrelais wird zweck- mässig so ausgebildet, dass es mehrmals nach Art der bei Netzschutzsehaltern bekannten Fehlerfortschaltung arbeitet.
Diese Fehler- fortschaltiulg wird in der Weise ausgeführt, dass kurz nach dem Ansprechen des Relais g durch selbsttätig wirkende Mittel der Hilfs stromkreis wieder unterbrochen wird. Besteht der Fehler dann noch, wird der Hilfsstrom kreis wieder selbsttätig geschlossen. Dieser Schaltvorgang wird einige Male wiederholt. Bei bleibendem Fehler bleibt schliesslich der Hilfsstromkreis geschlossen, im andern Falle bleibt er geöffnet, zumal in diesem Falle auch das Relais g wieder stromlos wird. Dabei kann das Relais g so ausgebildet sein, dass es nach einer bestimmten Ansprechzahl in seiner An zugslage arretiert wird.
Für den Fall eines gleichzeitigen Erdschlusses beider Leiter des Gleichstromnetzes, was einem Kurzschluss zwischen den Netzleitern entspricht, muss dafür gesorgt werden, dass die die schnelle Bewegung der Überstromrelais ml, m2 ver zögernde Einrichtung wirkungslos gemacht wird.
In diesem Falle sprechen dann die Überstromrelais unverzögert an, ihre Kon takte schliessen die Erregerkreise der Gitter- steuerrelais h, bis he, wodurch alle Gleich richter gesperrt werden, während das Schutz relais g nicht zum Ansprechen kommt.
Anstatt wie beim Ausführungsbeispiel den geerdeten Mittelleiter f des Gleichstrom netzes als Erdleiter zu benutzen, ist es ohne weiteres möglich, die Erdleitung vom Mittel leiter des Netzes abzuzweigen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Erdschlussschutz eines von in Reihe geschalteten steuerbaren Ent ladungszellen gespeisten Gleichstromnetzes, bei welcher ein innerer Spannungspunkt über ein Schutzrelais geerdet ist, welches auf den die Erdungsleitung durchfliessenden Erd- schlussstrom anspricht, dadurch gekennzeich net, dass als Schutzrelais ein selektiv wir kendes Relais verwendet wird, welches im Erdschlussfalle eines Netzleiters je nach der Richtung des Erdschlussstromes in der Erd- leitung nur denjenigen Teil der Reihe der Entladungszellen stromlos macht,der zwi schen der Erdleitung und dem mit Erdschluss behafteten Netzleiter liegt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Schutzrelais ein polarisiertes, schnellschaltendes Relais verwendet ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Schutzrelais im Erdschlussfalle die Steuereinrichtungen der jeweils auf der Fehlerseite liegenden. Entladungszellen derart betätigt, dass in ihnen der Lichtbogenweg mindestens kurz zeitig gesperrt ist. 3.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Schutzrelais im Erdschlussfaale die Steuereinriehtungen der jeweils auf der Fehlerseite liegenden Ent ladungszellen derart betätigt, dass diese Ent ladungszellen kurzzeitig als Wechselrichter arbeiten. 4. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Schutzrelais derart ausgebildet ist, dass die Ansprech- bewegung geschwinder ist als die Rückführ- bewegung. 5.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzrelais derart eingerichtet ist, dass es nach Art der "Fehlerfortschaltung" arbeitet. 6. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Erdleitung von einem Mittelleiter des Netzes abgezweigt ist. 7. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Erdleitung ein geerdeter Mittelleiter verwendet ist. B.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass auf jeder Seite des Abzweigpunktes für die Erdleitung in Reihe zum entsprechenden Netzleiter ein Über stromrelais vorgesehen ist, welches gegen über dem Erdscbluss-Schutzrelais mit solcher Zeitverzögerung arbeitet, dass es im Falle eines einpoligen Erdschlusses erst nach be endeter Funktion des Erdschlussrelais an spricht, wenn der Strom der noch erdschluss- freien Seite des Gleichstromnetzes einen be stimmten Höchstwert überschreitet.9. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass Vorrichtungen vorgesehen sind, die im Falle eines Kurzschlusses zwischen den Netz leitern die die schnelle Bewegung der Über- Stromrelais verzögernden Einrichtungen ausser Wirkung setzen.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH226327D CH226327A (de) | 1942-03-27 | 1942-03-27 | Einrichtung zum Erdschlussschutz eines von in Reihe geschalteten steuerbaren Entladungszellen gespeisten Gleichstromnetzes. |
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| CH (1) | CH226327A (de) |
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1942
- 1942-03-27 CH CH226327D patent/CH226327A/de unknown
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