CH227334A - Vorrichtung zum Bilden von Kanten an Webstühlen. - Google Patents
Vorrichtung zum Bilden von Kanten an Webstühlen.Info
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Description
Torrichtung zum Bilden von Kanten an Webstühlen. Es sind Webstühle bekannt geworden, bei welchen die zwei letzten Kantenkettfäden durch eine kontinuierlich drehende Vorrich tung besonders gesteuert sind. Diese Kett- fäden werden von zwei in einen drehenden Spulenträger eingebauten Spulen abgewickelt.
Diese Vorrichtung hat beim Anlaufen des Stuhls sehr schöne Kanten gegeben, welche aber nach und nach schlechter geworden sind, bis zuletzt die Kantenbindfäden abgerissen sind. Der Fehler einer solchen Vorrichtung liegt darin, dass die aus dem drehenden Spu- lenträger .abgewickelten Bindfäden für jeden zweiten Schuss eine Drehung mehr oder weni ger bekommen haben. Auf dem relativ klei nen Vorschub des Bindfadens ergibt dies einen sehr grossen Drehungsunterschied, wodurch der Faden bald ganz aufgemacht oder .so stark gedreht wurde, da.ss er brach.
Vorliegende Erfindung beseitigt diesen Nach teil, indem mindestens einer von zwei als Bindfaden arbeitenden 'Kantenkettfaden von einer in einen kontinuierlich drehenden Spu- lenträger eingebauten Spule abgewickelt wird, wobei die Spule gegenüber dem Spulen träger noch eine die Drehung des Bindfadens beeinflussende Bewegung ausführt.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs-. gegenstandes mit Detailvarianten ist auf der Zeichnung ,schematisch dargestellt.
Fig. 1 und 2 zeigen einen Seitenriss und einen Grundriss der Vorrichtung. Fig. 3 ist ein Schnitt .durch den Spulenträger, wobei der Antrieb für die zusätzliche Bewegung der Spule sichtbar ist. In Via-. 4 und 5 ist eine Variante zur Lagerung der Drehscheibe im Schnitt und Seitenansicht und in Fig. 6 und 7 ein .Schnitt und eine Seitenansicht des An triebes der Drehscheibe mittelst eines Malte serkreuzes dargestellt. In Fig. 8 ist eine Va riante des Spulenträgers gezeigt.
Gemäss Fig. 1 laufen die Kettfäden 1 vom Kettbaum 2 über den Streichbaum 3 durch die Kettfadenwäcliter 4, die Schäfte 5, das Riet 6 bis zum Gewebe 7, welches auf den Warenbaum 8 aufgewickelt wird. Die Bind fäden 9 und 10 laufen von,den Spulen 11 und 12 durch die unmittelbar nach diesen auf dem Spulenträger 23 befestigten Fadenbremsen 13 und 14 und durch die Ösen 15 und 16 ge trennt ab.
Von hier an laufen die beiden Bind fäden 9 und 10 gemeinsam durch eine ver tikale schlitzförmige Öffnung 17, durch eine Lamelle 18 des Wächters 4 und durch die Öse 19. Von hier aus laufen die beiden Bind fäden 9 und 10 wieder getrennt in die zwei Führungsösen 20 und 21 der Drehscheibe 22 und dann wieder gemeinsam durch das Riet 6 bis zum Gewebe 7. Die zwei Spulen 11 und 12 sind im gemeinsamen Spulenträger 23 ein gebaut, welcher durch die Schraubenräder 24 und 25 einer kontinuierlichen Drehung unter worfen ist.
Beim Abziehen der Bindfäden 9 und 10 drehen sich die Spulen 11 und 12 auf ihren; Axen 26 und 2 7 und ,-erden dabei durch die Federn 3(1 leicht gebremst. Die Axen 26 und 2'7 sind an den Bügeln 28, 29 be festigt, welche um die senkrecht zu den Axen 26. 27 gelegenen Axen 31 und 32 im Spulen träger 23 drehbar gelagert sind. Der Spulen träger 23 ist auf einem mit dem Support 34 fest verbundenen Zapfen 33 drehbar gelagert. Auf diesem Zapfen 33 sitzt ein Zahnrad 35 (Fig. 1 und 3).
Die Axen 31 und 32 sind ebenfalls mit Zahnrädern 36. 3 7 versehen, welche mittelst Zahnrädern 38. 39 mit dem Zahnrad 35 in Eingriff stehen. Wenn der Spulenträger 23 angetrieben wird, drehen sich durch Eingriff der Zahnräder 36 und 37 mittels der Ritzel 38 und 39 mit dein fest stehenden (nicht drehenden) Zahnrad 35 auch die Axen 31 und 32, welche Bewegung die Drehung der Bindfaden beeinflusst.
Sind die Zahnräder 36 und 37 gleich gross wie das feststehende Zahnrad 35, so drehen sieh die Spulen 11, 12 um die Axe 31 bezw. 32 mit der gleichen Winkelgeschwindigkeit wie der Spulenträger 23 um seinen Zapfen 33, und wenn noch die Axen 31, 32 parallel zur Dreh achse 33 des Spulenträgers 23 gelegen sind, führen die Axen 26, 27 Spulen 11, 12 eine translatorische Bewegung aus.
Dadurch wird erreicht, dass die Bindfäden 9 und 10 ihre Drehung während des Laufes der Maschine bar nicht verändern. Der Support 34 wird durch ein mit der Maschine fest verbundenes Rohr 40 festgehalten. Auf diesem Support 34 wird> die Antriebswelle 41 des Schrauben rades 25 gelagert.
In Fig. 1 wird die Drehscheibe 22 durch zwei durch die Wellen 43 und 44 angetriebene Zahnräder 42 mitgenommen und ebenfalls seitlich geführt. Diese Wellen 43 und 44 sind ;.in einem mit der Maschine fest verbundenen Rahmen 45 gelagert. Die Zahnräder 42 sind noch mit Scheiben 46 versehen, welche die seitliche Führung der Drehscheibe 22 ermög lichen.
Die zwischen dem drehenden Spulenträ- ger 23 und dem Gewebe 7 gelegene Dreh- scheibe.32 ist mit zwei Ösen 20, 21 versehen, durch "@elche die Bindfäden 9, 10 hindurch geführt sind. Die Drehscheibe 22 dreht sich immer in der gleichen Richtung, so dass eine kontinuierliche Dreherbindung erzeugt wird. Damit die Drehscheibe 22 wenig Platz zwi schen den Kettfäden beansprucht, ist ihre Drehaxe mindestens annähernd senkrecht. zu den Kettfäden in der Kettenebene gelegen.
Die zwei Bindfäden 9 und 10 sind in die gleiche Wächterlamelle 18 eingezogen. Damit jeder Faden getrennt überwacht wird, werden beide Fäden abwechslungsweise durch die Bewegung des Spulenträgers 23 hoch und tief aekrra.cht. In der Stellung nach Fig. 1 hebt der nach oben gebrachte Faden 9 die Lamelle I S hoch. Dagegen ist der untere Bindfaden 10 so tief gelegen, dass, wenn der obere Faden 9 bricht, die Lamelle 18 nicht mehr gehoben wird und der elektrische Kontakt zwischen den Schienen 70 und 71, welcher den Web stuhl abstellt, geschlossen wird.
Die Drehscheibe 22 und der Spulenträger 23 sind in Fig. 1 und 2 klarheitshalber in einer solchen Lage gezeichnet, dass der Lauf der beiden Bindfäden auf ihrer ganzen Strecke sichtbar wird.
Vorteilhafterweise sind aber die durch die zwei Bindfäden ge bildeten Ebenen zwischen Spulenträger und Kettfadenwächter 4 und zwischen Keitfaden- wächter 4 und Gewebe um 90 verdreht gegen einander, so dass ein Ausgleich der Spannung der Bindfäden beim Öffnen und Schliessen des Faches erfolgt. In Fig. 4 und 5 ist eine Variante zur La gerung der Drehscheibe 22 angegeben.
Die stets in gleicher Richtung drehende Dreh scheibe 22 ist durch ,ein durch- die Welle 43 angetriebenes Zahnrad 42 mitgenommen und kämmt ausserdem mit%en im ortsfesten Rah men 48 freilaufend gelagerten Zahnrädern 47. Die seitliche Führung der Drehscheibe 22 ist einerseits durch die mit dem Zahnrad 42 verbundenen seitlichen Scheiben 46, ander seits durch die mit dem Rahmen 48 verbun denen Platten 49 gesichert.
In Fig. 6 und 7 ist -der Antrieb der Dreh scheibe mittelst eines Maltesergetriebes ange geben. Das vom Webstuhl aus angetriebene Kettenrad 50 ist auf der Mitnehmernabe 51 befestigt, welche. auf der am Support 52 be festigten Age 53 drehbar gelagert ist. Der Support 52 ist mit ,der Maschine fest verbun den. Die Nabe 51 'besitzt eine Scheibe 51', auf welcher die Antriebszapfen 54 befestigt sind.
Auf dieser Scheibe 51' ist noch ein Siche rungsglied 55 vorgesehen, welches jeweils in den zylindrischen äussern Teil des Malteser- kreuzes 56 eingreift und,das Malteserkreuz in seiner Lage sichert. Das Malteserkreuz 56 ist auf der Welle 57, welche auf dem Support 52 drehbar gelagert ist, festgekeilt. Diese Welle 57 treibt noch ein Zahnrad 58, welches mittels den Zahnrädern 59 die Antriebswel len 43 und 44 der Drehscheibe 22 mitnimmt.
Das Kettenrad 50 treibt durch eine Kette 60 ebenfalls die Welle 41, welche die drehende Bewegung auf den Spulenträger überträgt.
Das Übersetzungsverhältnis der gemein samen Antriebe des Spulenträgers 23 und der Drehscheibe 22 wird so gewählt, -dass die mittlere Winkelgeschwindigkeit der ungleich förmig rotierenden Drehscheibe 22 mit der Winkelgeschwindigkeit des kontinuierlich und gleichförmig drehenden Spulenträgers 23 übereinstimmt.
Gemäss Fig. 7 sind drei Antriebszapfen 54 vorgesehen. Durch diese Wahl wird eine Bindung erzeuq-t, bei der die Bindfäden 9, 10 dreimal nacheinander lim einzelne Schuss- fäden gebunden werden und einmal um zwei Schussfäden. Die Zapfen 54 sind leicht aus- wechselbar, #o @dass die Bindung der Bind fäden leicht abgeändert werden kann.
In Fig. 8 liegt der Unterschied gegenüber Fig. 1 darin, dass nur eine Spule im Spulen trägereingebaut ist, wobei die Drehachse 72 (31 in Fig. 1), um welche die Spule 73 (11 in Fig. 1) dreht, um die Drehung des Bind fadens 9 zu beeinflussen, senkrecht zu der Drehachse 74 des Spulenträgers 75 (23 in Fig. 1) liegt.
Der zweite Bindfaden 10 wird nur durch eine Öse 76, welche mit dem Spu- lenträger 75 sich bewegt, geführt. Dieser Fa den 10 wird ferner durch die Bohrung 77 der Drehwelle des Spulenträgers 75 geführt und kommt entweder von einer Spule,
welche auf einem mit der Maschine fest verbundenen Zapfen drehbar gelagert ist oder direkt vom Kettbaum. Die die Drehung des Fadens be einflussende Bewegung der Spule 73 gegen über dem Spulenträger 75 wird durch das mit,
dem festen Teil 78 starr verbundene Ke gelrad 79 mittels dem Planetenkegelrad 80 auf das mit dem Bügel 81 verbundene Kegel rad 82 übertragen. Der Antrieb des Spulen trägers 75 geschieht mittels der Zahnräder 83 und 84 durch die Antriebswelle 85.
Claims (1)
- PATENTA?NSPRTJCH: Vorrichtung zum Bilden von Kanten an Webstühlen, bei welchen mindestens einer von zwei als Bindfaden arbeitenden Kanten- kettfäden von einer in einen kontinuierlich drehenden Spulenträger eingebauten Spule abgewickelt wird, dadurch gekennzeichnet,dass die Spule gegenüber dem Spulenträger noch eine die Drehung des Bindfadens be einflussende Bewegung ausführt. UNTERANSPRr?CHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, @da- durch gekennzeichnet, dass -die beiden als Bindfäden arbeitenden Kantenkettfäden von zwei getrennten in den kontinuierlich drehen den Spulenträger eingebauten Spulen abge wickelt werden, wobei die beiden Spulen gegenüber dem Spulenträger noch eine die Drehung des Bindfadens beeinflussende Be wegung ausführen. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die die Drehung des Bindfadens beeinflussende Bewegung der Spule gegenüber dem Spulenträger eine Rota tionsbewegung ist, deren Winkelgeschwindig- keit bleich gross ist wie die Winkelgeschwin digkeit des Spulenträbers. 3.Vorrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Drehachse (31, <B>32)</B> der die Drehung des Bindfadens beein- flus.senden Bewegung der Spule (11, 12) gegenüber dem Spulenträger parallel zu der Drehachse (33) des Spulenträgers (23) ist, so dass die AYe (26, 27) der Spule (1.l, 1.2) eine translatorische Bewegung ausführt. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass einer der beiden Bindfäden durch die Hohlwelle des Spulen- tt.äg,ers von einer um eine feste Achse drehen den Spule abgezogen wird. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwischen dem drehenden Spulenträber und dein Gewebe eine immer in der gleichen Richtung drehende Drehscheibe. welche die Bindung der Bind fäden mit den Sehussfäden erzeugt, eingebaut ist.6. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass die Drehachse der Drehscheibe in der Kettenebene mindestens annähernd senkrecht zu den Keafäden liebt, so dass die Drehscheibe möglichst wenig Platz zwischen den Kettfäden beansprucht. 7. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass die Drehscheibe eine Aussenverzahnung aufweist, und dass sie mit zwei zwangsläufig angetriebenen Zahn- rädern kämmt und von diesen seitlich geführt ist. B.Vorrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass die Drehscheibe eine Aussenverzahnung aufweist und dass sie mit einem zwangsläufig angetriebenen und zwei freilaufenden Zahnrädern kämmt und seitlich geführt ist. 9.Vorrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet. dass die Drehscheibe durch ein Maltesergetriebe ungleichförmig angetrieben wird und dass ihre mittlere Win- kelgeschwindigkeit mit der Winkehbeschwin- digkeit des sieh kontinuierlich und gleichför mig drehenden Spulenträgers übereinstimmt. 11.). Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass am Treiber des Maltesergetriebes versetzbare Antriebszapfen vorgesehen sind,zwecks Veränderung der Bindung der Bindfäden. 11. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Spulenträger und der Drehscheibe ein Kett- faden -ächter eingebaut ist, bei welchem die beiden Bindfäden in der bleichen @Täehter- lamelle eingefädelt sind und bei welchem jeder Bindfaden durch das Drehen des Spu- lenträgers abwechslungsweise in eine solche Lage gebracht wird, dass er die Wächter lamelle hochhebt, während der andere Bind faden die Wächterlamelle unbeeinflusst lässt.12. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Spannung der Bindfäden durch eine auf dem drehenden Spulenträger eingebaute Fadenbremse beein flusst ist.
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH227334D CH227334A (de) | 1941-09-19 | 1941-09-19 | Vorrichtung zum Bilden von Kanten an Webstühlen. |
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| Country | Link |
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| CH (1) | CH227334A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0020796A1 (de) * | 1979-06-11 | 1981-01-07 | GebràDer Sulzer Aktiengesellschaft | Dreherfaden-Liefereinrichtung für eine Webmaschine |
-
1941
- 1941-09-19 CH CH227334D patent/CH227334A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0020796A1 (de) * | 1979-06-11 | 1981-01-07 | GebràDer Sulzer Aktiengesellschaft | Dreherfaden-Liefereinrichtung für eine Webmaschine |
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