Vorrichtung zum Spannen und Festhalten von Leintüchern auf den Liegeflächen von Betten und anderen Schlafstätten. Beim Herrichten von Betten wird gkewöhn- lich das Leintuch über die Matratze ausge breitet und dann an allen vier Seiten unter die Matratze gestopft, wobei es auf der Liege fläche von Falten geglättet und möglichst straff gezogen wird. Es zeigt sich aber, dass selbst bei sehr ruhig schlafenden Personen das Leintuch schon nach kurzer Zeit Falten bildet, welche vom Ruhenden mehr oder weniger unangenehm empfunden werden.
Sehr unangenehm und schädlich wirken solche Falten jedoch bei Kranken, namentlich bei solchen, die mit hohem Fieber lange Zeit bettlägerig sind. Die durch das Fieber her vorgerufene Unruhe des Kranken verschiebt das Leintuch, es bildet Falten, welche be- sonders empfindliche Stellen des Körpers drücken und das sogenannte "Aufliegen". d. h. Wundwerden der Haut verursachen.
Zum Glätten und Nachspannen des Leintuches muss das Pflegepersonal den Kranken umbet ten, was, wenn es sich um eine schwerkranke, hilflose Person handelt, eine schwierige Ar beit für das Pflegepersonal und nachteilig für den ruhebedürftigen und erschöpften Kranken ist. Ist das Spannen des Leintuches über ein leeres Bett, wenn man sich über die ganze Breite desselben neigen muss und mei stens von neben dem Bett stehenden Einrich tungsgegenständen behindert wird, schon nicht leicht und einfach, so ist es um vieles schwieriger, wenn sich darin ein. Schwer kranker befindet.
Es ist bekannt, gegen das Verschieben des Leintuches von der Kopfseite gegen das Fussende hin, das: kopfseitige Ende des Lein tuches durch eine unter .dem Kopfteil der Matratze anzubringende Leiste mittels eines die ganze Leiste samt .dem darübergelegten Leintuch übergreifenden federnden Bleches festzuhalten. Es ist auch bekannt, das Lein tuch durch Einschieben von elastischen Klemmstücken zwischen Matratze und Bett wandungen gegen die letzteren zu drücken und dadurch ein Verschieben des Leintuches zu verhindern. Es ist auch bekannt, gegen das Hinaufziehen von Leintüchern und Decke vom Fussende des Bettes gegen das Kopfende.
die fussseitigen Enden von Leintüchern und Decke zwischen zwei gegeneinander einklapp bare, mit Scharnieren und Vorreibern ver bundene Leisten zu klemmen und diese Lei sten am Fussende mit den vorstehenden Schrauben und Scharnierteilen, von der Ma tratze abgekehrt unter .diese zu lagern. Durch diese Vorrichtungen können die einleitend angeführten Schwierigkeiten nicht behoben werden. Dieselben lassen sich jedoch durch die erfindungsgemässe Vorrichtung beseitigen.
In Fig. 1 bis 4 sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Vorrichtung besitzt zwei Stangen von viereckigem Quer schnitt, aus Holz oder einem andern geeig neten Werkstoff, von welchen die Stange 1 (Fig. 1) der Länge nach eine erhabene Leiste 2 aufweist, welche in eine Nut ä der Stange 4 lose eingreift. Die Stangen können auch ein anderes Querprofil und statt Leiste und Nut ineinandergreifende Zähne oder Riefen haben.
Das Leintuch 5 wird mit einem Rand saum der Breitseite zwischen die Stangen 1 und 4 gelegt und, indem man beide Stangen mit der Hand gegeneinanderdrückt und so das: Leintuch zwischen den Stauben festhält, wird es, ein- oder zweimal um das Stangen paar gewickelt, worauf die elastischen Klam mern 6 darüber gescli.oben -erden, -wie in F'ig. 1 veranschaulicht ist. Diese klemmen das Stangenpaar 1 und 4 und das Leintuch 5 un verrückbar zusammen.
Der andere gegenüberliegende Randsaum der Breitseite des Leintuches 5 wird in glei cher Weise zwischen zwei Stangen la und 4a (Fig. 2) geklemmt und auf diesen seiner gan zen Länge nach aufgewickelt. Hierauf wird das Leintuch mit den beiden .eingeklemmten Stangenpaaren quer auf die Matratze 7 ge legt und die Enden mit den Stangen 1 und 1 unter daes. Kopfende der Matratze auf die unter ihr befindliche Unterlage 8 gelegt.
Die Kopfwand 9 des Bettes sichert so gegen das Herausrutschen. Der Deutlichkeit wegen ist das Leintuch 5 in Fin. ? durch eine strich- lierte Linie dargestellt.
Nun wird das auf den Stangen 1a. und 4a aufbewickelte Lein tuch durch Rollen in. der Richtung des Pfeils A über die ganze Länge der Matratze 7 abgerollt und das Ende mit den Stangen la und 4a in gleicher Weise am Fussende unter die Matratze gelegt., nachdem es vor her straff bezogen und durch ein- oder zwei maliges Aufwickeln zur Erreichung der ge wünschten Spannung verkiirzt worden ist.
Je mehr,oder je weniger man das Leintuch, wie der aufwickelt, bevor man das Stangenpaar la und 4a unter :die Matratze legt, desto grö sser oder kleiner wird die Spannung des Lein tuches. In dieser Weise lässt sich die Span nung des Leintuelies nach Belieben regulieren.
Die "seitlich über die Matratze herunter reichenden Längsseiten des Leintuches Brau- ehen nicht mehr unter die Matratze gestopft, sondern können herunterhängend belassen werden, so dass das L ntenstopfen, ebenfalls eine zeitraubende Arbeit, entfällt.
Ein mit der oben hescbriebenen Vorrich tung auf die Schlafstätte gespanntes Lein tuch verschiebt sieh selbst bei sehr unruhig Schlafenden nicht, weil die unter den Ma tratzenfestliegenden Stangen durch das Ge wicht der -Tatratze und zum Teil auch durch das Gewicht des darauf ruhenden Körpers festgehalten werden und weil sie über die #@a.aze Breite des Bettes reichen und einem Verschieben der Stangen einen zu grossen Widerstand entgegensetzen. Die beschriebene Vorrichtung lässt keine Faltenbildung des <RTI
ID="0002.0065"> L:eintuehes zu, es bleibt immer gespannt, da her entfällt das Glätten und Nachspannen dea Lein.tuclie:s, was narnentlieh in Spitälern dem Pflegepersonal Arbeit und Zeit erspart. Auch kann Stoff in der Breite des Leintuches gespart werden, weil es nicht mehr nötig ist, das Leintuch seitlich unter die -latratze zu stopfen;
es braucht nur @so breit zu sein, dass e.s .die Matratze ,seitlich hinreichend bedeckt.
Einen besonderen Vorteil bietet die Vor richtung bei Matralzen von Kranken, welche durch das lange Liegen im Krankenbett "auf- @,,elegen" sind. offene Wunden mit Absonde- rungen haben"decubitus, an Bettnässen leiden und bei welchen es nicht verhindert werden kann, dass! das Leintuch beschmutzt wird.
Bisher wurde in solchen Fällen ein zusam mengefaltetes Leintuch über einer wasser- dichten Unterlage unter den Körper des Iranken gelegt und, wenn es beschmutzt war, neu gefaltet oder gewechselt, so dass der Kranke mit der absondernden Stelle auf einen reinen Teil des Leintuches zu liegen kam. Dies ist bei Schwerkranken eine beson- ders schwierige Arbeit für das Pflegepersonal und erschöpft den Kranken in ganz ausser gewöhnlichem Masse.
Auch in einem solchen Fall kann die Vorrichtung vorteilhaft ange wendet werden; ein Leinwandstreifen ledig lich von der erforderlichen Breite wird an beiden Enden mit den oben beschriebenen Stangenpaaren und Klammern versehen quer über das Bett gezogen und die Stangenpaare auf beiden Seiten unter,die Matratze gelegt, wobei vorher ein genügender Teil des Lein wandstreifens auf einem der Stangenpaare aufgewickelt wurde.
Ist nun das Leintuch auf der Liegestelle durch den Kranken be schmutzt worden, so wickelt man die erfor derliche Länge von dem. aufgewickelten Teil ab und auf dem andern Stangenpaar auf und zieht es um dieses Stück unter dem Kranken durch, .der nun wieder auf einem reinen Teil Leintuch liegt.
Auch das Wechseln geschieht in einfachster Weise, sobald die ganze Länge des Leinwandstreifens schmutzig geworden ist, weil man den beschmutzten Streifen leicht unter dem Kranken wegziehen und einen neuen Streifen unter dem Körper des Kranken durchrollen kann.
Die Erfindung ist nicht nur für Betten in Spitälern und Anstalten gedacht, wo viele Betten täglich hergerichtet werden müssen, sondern für alle Arten von Schlafstätten, bei welchen Leintücher über eine Unterlage ge spannt werden. Auch muss erwähnt werden, dass frische Leintücher gleich nach dem Bü geln auf,die beschriebenen Stangen aufgerollt im Wäechekasten bereitgehalten werden kön nen, und .es ist nicht mehr notwendig, sie zu sammenzulegen und für das Herrichten der Betten wieder aufzufalten.
Bei Betten, bei welchen zwischen dem Ende,der Matratze 7 und der Bettwand 9 ein Zwischenraum B vorbanden ist (Fig. 3) ist beispielsweise ein zylindrischer Riegel 10 vorgesehen, der gerade so hoch über der Un terlage 8 angebracht ist, dass das Stangen paar 1 und 4 zwischen dem Riegel<B>10'</B> und,der Unterlage 8 festgehalten wird.
In Fig. 4 ist noch eine andere Ausfüh rung .dargestellt, wobei ein eisernes Bettge stell angenommen ist; das Stangenpaar 1 und 4 wind hier zweckmässigerweise durch eine Gabel 12, welche mit Hilfe des Bolzens 13 und des Auges 14 ein- und ausgeschwenkt werden kann, festgehalten.
Bei Hängematten werden die Stangen paare an den Stirnflächen ihrer Enden mit gerben versehen und mit diesen zwischen die äussersten Aufhängeschnüre gespreizt, so dass, das Leintuch sich nicht abrollen kann und seine vorbestimmte Spannung beibehält.