Selbsttätige Schuhseitenzwickmaschine. Die Erfindung bezieht sich auf eine selbsttätige Schuhseitenzwickmaschine.
Selbsttätige Seitenzwickmaschinen sind bereits bekannt. Sie haben eine Hauptwelle, von der aus die Zwickvorrichtungen betätigt werden, und einen Satz von Kurvenscheiben oder Hubscheiben, die während des Zwick vorganges die Lage und den Betrieb der Zwickwerkzeuge steuern und die ebenfalls den Schuhträger einstellen und ihm eine Vor schubbewegung enteilen, so dass der von ihm getragene Schuh an den Zwickwerkzeugen vorbeibewegt wird. Die Zwickvorrichtungen sind so angeordnet, dass beide Seiten des Schuhschaftes gleichzeitig aufgezwickt wer den. Während des Zwickvorganges werden natürlich die Hubscheiben im Gleichtakt mit der Hauptwelle der Maschine angetrieben. Nach Vollendung des Zwickvorganges müs sen jedoch noch verschiedene zusätzliche Ar beiten ausgeführt werden, z.
B. muss der Schuhträger abwärts geschoben, zurückbewegt und auswärts geschwungen werden; der Schuh, der in dem Schuhträger eingeklemmt wird, muss ausgelöst werden, und die Klemm vorrichtung muss zum Empfang des nächsten Schuhes wieder eingestellt werden;
die Zwickvorrichtungen müssen aufeinander zu bewegt werden und die Vorrichtung zum Einstellen der Zwickvorrichtungen bei 'Be ginn des nächsten Arbeitsvorganges muss ein geschaltet werden. In den bekannten Maschi nen ist es zum Ausführen dieser verschie denen Arbeitsvorgänge, die von den bereits erwähnten Hubscheiben gesteuert werden, nötig, die Hauptwelle von ihrem Antrieb zu entkuppeln, während die Drehbewegung ' der Hubscheiben zu Ende geführt wird.
Damit weiterhin diese verschiedenen Arbeiten aus geführt werden, ehe die Maschine zum Still stand kommt, ist in den bekannten Maschinen noch ein besonderer Hilfsantrieb erforderlich samt einer Schaltvorrichtung, der beim Aus schalten der Hauptwelle eingeschaltet wird.
Die Erfindung ermöglicht es, eine Ma schine dieser Art zu bauen, die wesentlich einfacher ist und bei der insbesondere die obenerwähnten zusätzlichen Arbeiten ohne die Verwendung eines Hilfsgetriebes und ohne das bisher nötige Ausschalten der Haupt welle ausgeführt werden können.
Auf den Zeichnungen ist ein Ausfüh rungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt: Fig. 1 ist eine Vorderansicht einer Sei tenzwickmaschine.
Fig. 2 ist eine rechte Seitenansicht dieser Maschine.
Fig. 3 ist eine linke Seitenansicht der Maschine.
Fig. 4 ist eine Vorderansicht des obern Teils der Maschine, wobei der Schuhträger weggelassen ist und die Maschine teilweise aufgebrochen ist.
Fig. 5 ist eine Schnittansicht nach der Linie 5-5 der Fig. 4.
Fig. 6 ist eine Einzelansicht eines Teils des Schuhträgers und seiner Steuerung. Fig. 7 ist eine Ansicht des Getriebes zum schrittweisen Fortschalten der zum Steuern verschiedener Maschinenteile dienenden Hub scheiben.
Fig. 8 ist eine Teilansicht des in Fig. 7 dargestellten Getriebes.
Fig. 9 ist eine Schnittansicht nach der Linie 9-9 der Fig. 1.
Fig. 10 ist eine Schnittansicht nach der Linie 10-10 der Fig. 9.
Fig. 11 ist eine Schnittansicht nach der Linie 1I-11 der Fig. 10.
Fig. 12 ist eine schematische Darstellung des Schuhträgers und seines Antriebes, wo bei der Unterteil des Schuhträgers abgebro chen und um 90 verschwenkt ist.
Fig. 13 ist eine Teilansicht des in Fig. 7 dargestellten Getriebes.
Fig. 14 ist eine Ansicht des Getriebes zum Steuern der senkrechten Bewegungen des Schuhträgers.
Fig. 15 ist eine Ansicht des Antriebes der Zwickzangen.
Fig. 16 ist eine Teilansicht des Zangen antriebes. Fig. 17 ist eine Vorderansicht des in Fig. 16 dargestellten Antriebsteils.
Fig. 18 ist eine Seitenansicht des in Fig. 16 dargestellten Antriebsteils.
Fig. 19 bis 24 sind Ansichten des Haupt getriebes, insbesondere der Kupplung der Maschine, wobei Fig. 19 eine Schnittansicht nach Linie 19-19 der Fig. 20 ist.
Fig. 25 ist eine Schnittansicht durch einen Teil des die Vorschubbewegung des Werkstückträgers steuernden Getriebes.
Fig. 26 ist eine Teilansicht des in Fig. 25 dargestellten Getriebes.
Fig. 27 und 28 sind Ansichten des Schuh trägers mit der Schuhklemme in Arbeitslage bezw. in ausgelöster Lage.
Fig. 29 ist eine Schnittansicht nach Li nie 29-29 der Fig. 28.
Fig. 30 (Blatt 1) ist ein Grundriss eines Teils des Getriebes zum Schwingen der Zwickvorrichtungen.
Fig. 31 ist eine Teilansicht des Antrie bes der Zwickzangen.
Fig. 32 ist eine Schnittansicht nach de@ Linie 32-32 der Fig. 31.
Fig. 33 ist eine der Fig. 31 ähnliche An sicht bei einer andern Einstellung der Ma schinenteile.
Fig. 34 ist eine Schnittansicht nach der Linie 34-34 der Fig. 33, und Fiel. 35 (Blatt 7) ist eine der Fig. 31 und 33 ähnliche Ansicht bei einer weiteren Ver stellung der Maschinenteile.
Die dargestellte Maschine ist eine selbst tätig arbeitende Schuhseiten-Zwickmaschinn und hat zwei Sätze von Zwickvorrichtungen, die in dem Maschinenkopf gelagert sind und gleichzeitig beide Seiten des Schuhschaftes aufzwicken. Die Maschine hat weiterhin einen Schuhträger, der während des Zwick vorganges schrittweise vorbewegt wird und somit den Schuh schrittweise an den Zwick- vorrichtungen vorbeibewegt. Weiterhin hat die Maschine eine Hauptwelle zum Betätigen der Zwickwerkzeuge und eine Anzahl von auf andern Wellen sitzenden Kurven- oder Hubscheiben,
die die Vorschubbewegungen des Schuhträgers und die Lagen der Zwick- vorrichtungen in bezug auf den Schuh beire längs den Schuhseiten fortschreitenden, Zwickvorgang steuern. Diese Hubscheiben werden durch ein besonderes Getriebe von der Hauptwelle aus betätigt.
Die sich bei der Betätigung der Ma schine im einzelnen abspielenden Vorgänge sind, kurz erwähnt, folgende: In der Ruhe luge der Maschine ist der Schuhträger nach vorn ausgeschwungen und seine Schuh' klemmvorrichtung ist offen. Der zu zwik- kende Schuh wird in den Schuhträger ein gesetzt und nach unten gedrückt, wobei die Klemmvorrichtung selbsttätig ausgelöst wird und den Schuh auf dem Schuhträger fest klemmt. Durch die darauffolgende Einwärts schwingung des Schuhträgers in seine Arbeits lage wird seine Vorschubvorrichtung in An passung an die Grösse des eingesetzten Schu hes selbsttätig eingestellt, und ebenfalls wer den die Zwickvorrichtungen entsprechend in der Querrichtung des Schuhes eingestellt.
Schliesslich wird eine Feder ausgelöst, die den Schuhträger nach oben gegen die Drük- kerfüsse der Zwickvorrichtungen drückt.
Durch das Herabdrücken des Trethebels zum Anlassen der Maschine wird die Ein stellung der Vorschublänge durch ein Ge- sperre festgehalten, die Zwickvorrichtungeu werden ausgelöst und bewegen sich ausein ander, wobei sich die Drückerfüsse gegen die Lippen auf beiden Seiten der Brandsohle ans legen, und die Kupplung der Maschine wird eingerückt.
Während des Zwickvorgauges werden beide Schuhseiten gleichzeitig fortschreitend aufgezwickt, wobei der Aufwärtsdruck des Schuhträgers während jeder Vorschubbewe gung aufgehoben wird. Nach dem Einschla gen des letzten Befestigungsmittels (Klam mer) und während der letzten Halbumdre hung der Hauptwelle wird die Umdrehung der Hubscheiben beendet, wobei diese den Aufwärtsdruck des Schuhträgers aufheben, diesen etwas senken und zurückbewegen und schliesslich in seine Ruhelage (Schuhemp fangslage) ausschwingen.
Ebenfalls wird die Vorrichtung, die leim, Schwinger des Schuh- trägers in seine Arbeitslage die Zwickvor richtungen quer zum Schuh einstellt, einge schaltet, die selbsttätige Schuhklemmvorrich tung wird ausgelöst und für den Empfang und das Festklemmen des nächsten Schuhes wieder eingestellt, das Gesperre zum Fest legen der Vorschublänge wird ausgelöst, die Kupplung ausgeschaltet und die Bremse an gelegt.
Die Zwickvorrichtungen 2 (Fug. 3 und 5) haben die bekannten Drückerfüsse 4, die Klammertreibvorrichtungen 6 und die Zan gen B. Die Zwickwerkzeuge und Klammer treibvorrichtungen werden von der Haupt welle 10 (Fug. 2, 3 und 5) aus angetrieben.
Die bereits erwähnten Hubscheiben sind in dem Unterteil der Maschine angebracht, und zwar sitzen die verschiedenen Hubschei ben verteilt auf zwei waagrechten Wellen 12 und 14 (Fug. 1, 2 und 3), die in einem rech ten Winkel zueinander stehen. Die Wellen 12 und 14 stehen durch Kegelräder 16 in Treibeingriff miteinander und drehen sicl@ gemeinsam mit gleicher Geschwindigkeit.
Das linke Ende der Welle 12, von vorn in der Maschine gesehen, ragt über das Wellen lager hinaus, und auf diesem Wellenstumpf sind zwei auswechselbare Hubscheiben 18 und 20 (Fug. 1) aufgesteckt: In ähnlicher Weise ragt das Vorderende der Welle 14 über das Wellenlager hinaus, und auf diesem Wellenstumpf sind zwei auswechselbare Hub? scheiben 22 und 24 (Fug. 2 und 3) aufge-1 steckt. Somit kann die Maschine durch das Aufstecken von entsprechend geformten Hub scheiben -zum selbsttätigen Bearbeiten von Schuhen aller Grössen, Breiten und Formen eingestellt werden.
Die Wellen 12 und 14 beschreiben je eine Umdrehung während des gesamten Zwickvorganges und werden von der-Haupt- welle 10 aus angetrieben,' die sieh jedoch be deutend schneller als die Wellen 12' und 14 dreht. Um die nach Beendigung des Zwick- vorganges noch nötigen Arbeiten auszufüh ren, z. B. das Bewegen des Schuhträgers irr seine Ausgangslage, wird die' Drehung der Wellen 12 und 14 fortgesetzt, nachdem der Zwickvorgang selbst bereits beendigt ist.
Bei dem Weiterdrehen der Wellen 12 und 14 und somit der von diesen getragenen Hub scheiben, wird jedoch die Treibverbindung zwischen der Hauptwelle 10 und den Wel len 12 und 14 nicht unterbrochen. Die Wel len 12 und 14 werden schrittweise von der WUelle 10 aus gedreht. Eine Schaltbewegung der Wellen 12 und 14 entspricht einer voll kommenen Umdrehung der Hauptwelle 10. Das die Hauptwelle 10 mit den Wellen 12 und 14 verbindende Getriebe hat eine Pleuel stange 26 (Fig. 7, 8 und 13), die in ihrer Mitte mit einem an dem Maschinengestell drehbar befestigten Lenker 28 verzapft ist. Die Pleuelstange 26 wird von einem Exzen ter 30 auf der Hauptwelle 10 betätigt.
Das Unterende der Pleuelstange 26 trägt einen Bolzen 32, der bei jeder Umdrehung der Hauptwelle 10 sich in der in Fig. 8 durch die strichpunktierte Linie 34 dargestellten, geschlossenen Bahn bewegt und dabei schritt weise ein Schaltrad 36 dreht, das auf der Welle 12 sitzt und in dessen Zahnlücken 38 der Bolzen 32 eingreift. Eine auf einem Arm 42 sitzende Rolle 40 (Fig. 13) greift in eine Zahnlücke 38 ein, sobald der Bolzen 32 sich aus einer andern Zahnlücke 38 herausbewegt, und sperrt somit das Sehaltrad 36 nach jeder Schaltbewegung. Der Arm 42 sitzt auf einer Welle 44, die durch einen Arm 46 hin und her gedreht wird. Der Arm 46 hat einen Kurvenschlitz 48, durch den der Bolzen 32 gesteckt ist.
Das Maschinengetriebe hat im Gegensatz zu bereits bekannten Maschinen dieser Art nur eine Kupplung. Ein Zahnkranz 50 (Fig. 2, 4, 19, 20, 22) ist an einer Scheibe 52 befestigt, die frei drehbar auf der Haupt welle 10 sitzt. Der Zahnkranz 50 wird von einem Motor 54 (Fig. 2) aus dauernd ge dreht. Der Motor sitzt auf einer Konsole 56 und steht über Riemen 58, Riemenscheiben 60, 62, Zahnräder 64, 66 in Eingriff mit dem Zahnkranz 50. Der den einen Kupplungsteil einer Reibungskupplung bildende Zahnkranz 50 ist mit einer konischen Fläche 68 ver sehen, die im gekuppelten Zustand an den entsprechend ausgebildeten Fläche 70 des an dern Kupplungsteils 72 anliegt. Der Kupp lungsteil 7 2 ist auf der Nabe der Scheibe 52 drehbar.
Auf der von der Scheibe 52 ent fernten Seite ragt die muffenartige Nabe des Kupplungsteils 72 über die Nabe der Scheibe 52 hinaus und ist mit der Hauptwelle 10 so verkeilt (Füg. 21), dass der Kupplungsteil 7 2 sieh mit der Welle 10 dreht, jedoch auf die ser längs verschoben werden kann, um die Kupplung einzuschalten oder auszuschalten. Zum Einschalten der Kupplung dient eine Feder 74, die in dem hohlen Ende der Welle 10 sitzt, und zwar zwischen einem Schrau benstöpsel 76 und einem Querbolzen 78 in der Nabe des Kupplungsteils 72, der durch Schlitze 80 der Welle 10 gesteckt ist. Zum Ausschalten der Kupplung und gleichzeiti gen Anlegen der Bremse dienen ein selbst tätig gesteuerter Schaltteil 82 und eine Scheibe 84.
Die Scheibe 84 sitzt zwischen der Nabe und dem Aussenflansch des Kupp lungsteils 12., ist frei längs der Drehachse des Kupplungsteils 72 verschiebbar und wird durch feststehende Bolzen 86 an einer Dre hung mit dem Kupplungstei1.72 verhindert. Bei ihrer Verschiebung nach rechts der Fig. 20 bewegt die Scheibe 84 den Kupp lungsteil 72 gegen den Druck der Feder 74 nach rechts, wobei die Kupplung ausgeschal tet wird.
Die Reibung zwischen der Scheibe 84 und dem Kupplungsteil 72 hat eine Bremswirkung auf den Kupplungsteil 72 zur Folge, die durch die Vorspannung der Feder 74 bestimmt ist, so dass die Scheibe 84 auch als Bremse für die Welle 10 wirkt, sobald die Kupplung 50, 72 ausgeschaltet ist. Die Scheibe 84 wird zum Ausschalten der Kupp lung und Einschalten der Bremse durch den scheibenförmigen Schaltteil 82 betätigt, der auf der Nabe des Kupplungsteils 72 frei drehbar ist. Der Schaltteil 82 trägt Rollen 88, die bei seiner Drehung an entsprechen den Rollen 90 der Scheibe 84 angreifen.
Die Rollen 88 stützen sich an einer an dem llla- sehineugestell befestigten Platte 92 (Fig. 20) ab. so dass bei einer Drehung des Schaltteils 82 im Uhrzeigersinn, das heisst aus der in Fig. 24 dargestellten in die in Fig. 19 dar gestellte Lage, die Scheibe 84 nach rechts der Fig. 20 bewegt wird, wobei die Brems fläche der Scheibe 84 gegen den Kupplungs teil 72 angelegt wird. Gleichzeitig wird der Kupplungsteil 72 nach rechts der Fig. 20 zum Ausschalten der Kupplung bewegt.
Bei der Drehung des Schaltteils 82 im Gegen uhrzeigersinn aus der in Fig. 19 dargestell ten Lage werden die Rollen 88 von den Rol len 90 hinwegbewegt, wobei der Bremsdruck aufgehoben wird und die Feder 74 den Kupplungsteil 72 nunmehr nach links der Fig. 20 zum Einschalten der Kupplung be- vegt (Fig. 22).
Um erforderlichenfalls die Kupplung ausschalten zu können, ohne dabei gleich zeitig die Bremse anlegen zu müssen, liegt eine Stange 94 in der Bohrung der Welle 10 und ist durch die Feder 74 und den Stöpsel 76 gesteckt. Das Innenende der Stange 94 trägt einen Kopf, durch den der Bolzen 78 gesteckt ist. Das Aussenende der Stange 94 trägt Muttern 96, gegen die das Unterende eines Bolzens 98 anschlägt. Das Unterende des Bolzens 98 ist auf einer Seite ausge schnitten, so dass es in seiner Normallage (Fig. 20, 22) die Bewegung der Stange 94 beim Einschalten oder Ausschalten der Kupplung nicht verhindert.
Durch eine Ver drehung wird der Bolzen 98 jedoch in Ein griff mit den Muttern 96 bewegt und bewegt dabei die Stange 94 und den Kupplungsteil 72 so weit nach rechts, dass der Bremsdruck nicht wirksam wird, jedoch die Kupplung 50, 72 ausgeschaltet wird. Auf dem Oberende des Bolzens 98 ist ein Handhebel 100 be festigt, der einen federbelasteten Sperrbol zen 102 (Fig. 19, 22) trägt. Der Sperrbolzen kann in zwei Löcher 104 (Fig. 19) in dem Stöpsel 76 eingreifen und bestimmt dadurch die beiden Lagen des Anschlagbolzens 98.
Beim Anlassen der Maschine wird der Schaltteil 82 unmittelbar durch Betätigung des Trethebels der Maschine im Sinne des Einschaltens der Kupplung gesteuert. Das Ausschalten der Kupplung ünd Abbremsen der Maschine jedoch wird selbsttätig von einer Hubscheibe auf der Hubscheibenwelle 12 aus gesteuert, damit das Ausschalten der Kupplung genau an dem gewünschten Zeit punkt stattfindet.
Zum Drehen des Schaltteils 82 im Gegen zeigersinn (Fig. 19), wodurch die Kupplung eingeschaltet wird, dient eine Stange 106, die den waagrechten Arm des Schaltteils 82 mit einem zweiarmigen Hebel 108 (Fig. 7) verbindet. Der Hebel 108 ist durch eine Stange 110 mit einem Lenker 112 verbunden, dessen Hinterende von einem an dem Maschi nengestell drehbaren Lenker 114 getragen wird.
Das Vorderende des Lenkers 112 liegt über dem Hinterende eines zweiarmigen Trethebels 116, so dass beim Herabdrücken des Vorderendes des Trethebels die Stange 110 hochgeschoben wird und über den Hebel 108 die Stange 106 herabschiebt und somit den Schaltteil 82 im Gegenzeigersinn zum- Einschalten der Kupplung bewegt. Die Kupplung wird durch eine Klinke 118 ein geschaltet gehalten, die in einen Ansatz 120 des Lenkers 112 eingreift und die Stange 110 in ihrer Hochlage hält.
Die Vorrichtung zum selbsttätigen Aus schalten der Kupplung wird von der Hub scheibenwelle 12 aus- in Arbeitslage bewegt und von der Hauptwelle 10 aus betätigt, wo bei der Absatz 120 ausser Eingriff mit der = Klinke 118 bewegt wird (Fig. 7, 8 und 10). Die- Vorrichtung hat einen Arm 122, der auf der Welle 12 befestigt ist und auf seinem Aussenende einen Winkelhebel 124 trägt. Während des grössten Teils der Umdrehung der Welle 12 wird der Winkelhebel 124 von einer Feder 126 in der in Fig. 7 dargestell ten Lage gegen einen Anschlagbolzen 128 gehalten.
Wenn die Welle 12 ihre letzte Schaltbewegung ausführt, schlägt ein Arm des Winkelhebels 124 gegen einen Ansatz 130 des Lenkers 112, wobei der Winkelhebel in bezug auf den Arm 122 in die in Fig. 8 dargestellte Lage gedreht wird. In dieser Lage kann nun die Welle 10 die Kupp- lungsschaltvorrichtung betätigen. Zu diesem Zwecke ist ein Arm 132 auf der Welle 44 befestigt- und trägt auf seinem Aussenende eine Rolle 134.
Die Welle 44 wird, wie be reits beschrieben, von der Welle 10 aus hin und her gedreht, und bei dieser Schwing bewegung der Welle 44 greift die Rolle 134 an dem Ansatz 136 des sich in der in Fig. 8 dargestellten Lage befindenden Winkelhebels 124 an und schwingt den Winkelhebel so, dass der Lenker 112 in seiner Längsrichtung nach links der Fig. 8 bewegt wird und dabei den Ansatz 120 von der Klinke 118 hinweg bewegt. Dadurch kann nun der Schaltteil 82 im Gegenzeigersinn (Fig. 7) (oder Zeigersinn in Fig. 24) zum Ausschalten der Kupplung bewegt werden; diese Bewegung wird durch eine Feder 138 (Fig. 7) veranlasst, die mit der Stange 106 verbunden ist und diese hoch zieht. Die Bewegung des Schaltteils 82 durch die Feder 138 ist durch einen abgefederten Anschlag 140 begrenzt.
Zum Ausschalten der Maschine nach Be lieben des Arbeiters zu jeder Zeit dient ein Handhebel 142 (Fig. 2), der an dem Maschi nengestell drehbar befestigt ist und durch eine Stange 144 mit einem waagrechten Arm 146 verbunden ist. Der Arm 146 ist auf dem Drehbolzen des Lenkers 114 befestigt. Der Arm 146 und der Lenker 114 bilden einen Winkelhebel, durch den der Lenker 112 zum Auslösen der Klinke 118 vorbewegt wird. Eine an dem Arm 146 angreifende Feder 148 ist bestrebt, den Arm abwärts zu bewegen. Eine Leerlaufverbindung zwischen dem Arm 146 und der Stange 144 ermöglicht eine Hochbewegung des Armes, wenn die Ma schine durch die bereits beschriebene, selbst tätig wirkende Vorrichtung ausgeschaltet wird.
Damit in gewissen Fällen die Welle 10 gedreht werden kann, ohne dabei die Hub scheiben auf den Wellen 12, 14 zu verdre hen, ist das Schaltrad 36 (Fig. 7 und 8) auf der Welle 12 drehbar gelagert und ist mit dieser durch eine Bolzenkupplung verbunden. Die Kupplung besteht aus einer Muffe 150 (Fig. 11), die sich mit der Welle 12 dreht und längs dieser verschiebbar ist. Die Muffe 150 trägt Bolzen 152, die in Löcher des Schaltrades 36 eingreifen. In dem Umfang der Muffe 150 ist eine Nut eingeschnitten, in der eine von einem Arm 154 getragene Rolle läuft. Der Arm 154 ist auf einer Welle 156 befestigt, auf der ebenfalls ein Trethebel 158 befestigt ist. Beim Herabdrücken des Trethebels 158 wird somit das Schaltrad 36 von der Welle 12 entkuppelt.
Die Muffe 150 wird in ausgeschalteter Lage durch eine Klinke 160 gesperrt, die von einer Feder 162 in Sperrlage gehalten wird. Die Feder 162, , hält, da sie auch bestrebt ist, den Trethebel 158 aufwärts zu ziehen, die Muffe 150 eben falls in eingeschalteter Lage. Die Klinke 160 hat einen Trethebelansatz, durch den sie zum Entsperren des Trethebels 158 ausgelöst wird.
Die Zwickvorrichtungen werden um un gefähr senkrecht auf der Schuhsohle stehende Achsen durch von den zwei Hubscheiben 18, 20 gesteuerte Vorrichtungen gedreht, und diese Vorrichtungen betätigen je unter Gleichschaltung oder Kreuzschaltung die eine oder andere Zwickvorrichtung, so dass auf der Maschine linke oder rechte Schuhe ge zwickt werden können. Somit wird die eine Zwickvorrichtung während des Zwickens eines rechten Schuhes von der Hubscheibe 18 aus und während des Zwickens eines linken Schuhes von der Hubscheibe 20 aus gesteuert, während bei der andern Zwickvorrichtung der Fall gerade umgekehrt liegt.
Die Ver bindungsteile zwischen den Hubscheiben 18 bezw. 20 und den Zwickvorrichtungen sind einander gleich. Sie haben je einen Hebel 164 (Fig. 1, 3 und 11), der auf einer Welle 166 drehbar ist und von einer Feder 168 gegen die entsprechende Hubscheibe 18 bezw. 20 gehalten wird. Der Hebel 164 ist durch eine Stange 170 mit einem Lenker 172 verbun den, dessen anderes Ende mit einem Stell hebel 174 (Fig. 3) verzapft ist. Über der Stange 170 ist eine senkrechte Stange 176 angeordnet, deren Unterende mit. einem Len ker 178, und deren Oberende mit einem waag rechten Arm eines Winkelhebels 180 ver zapft ist.
Eine Stange<B>182</B> verbindet den senkrechten Arm des Winkelhebels 180 mit einem Winkelhebel 184 (Fig. 30). Eine Stange 186 verbindet den Winkelhebel 184 mit der einen Zwickvorrichtung 2. Zur Par allelschaltung oder Kreuzschaltung der Ver bindungen zwischen den Hubscheiben 18 bezw. 20 einerseits und den Zwickvorrichtungen an derseits tragen die Unterenden der beiden Stangen 176 (Fig. 17 und 18) Köpfe, die hintereinanderliegen und auf den beiden Aussenseiten je in einer Flucht liegende Nu ten 188 haben. In diesen Nuten sitzt auf jeder Seite je eine Rolle 190, die auf dem die entsprechende Stange 170 mit dem Len ker 172 verbindenden Drehbolzen sitzt.
Jede Rolle 190 kann von der einen Nut 188 in einer Stange 176 in die auf der gleichen Seite und mit ihr in einer Flucht liegende Nut 188 in der andern Stange 176 umgeschaltet wer den, und bei dieser Umschaltung werden so mit auch die Getriebe der beiden Zwickvor richtungen entsprechend umgeschaltet. Zum Schalten der beiden Rollen 190, wobei diese sich gleichzeitig in entgegengesetzter Rich tung bewegen, haben die Stellhebel 174 an ihren Unterenden schräggestellte Schlitze 192 (Fig. 18), in die ein Bolzen 194 auf einem Handhebel 196 eingreift. Beim Schalten des Handhebels schwingen die Hebel 174 gleich zeitig in entgegengesetzter Richtung, und zwar auf Grund der sich kreuzenden Schlitze 192, wobei jede Rolle 190 von der einen Stange 176 nach der andern Stange 176 um geschaltet wird.
Der Handhebel 196 wird in jeder Endlage durch einen Bolzen 198 ge sperrt, der zu diesem Zwecke in eine Stell platte 200 eingreift. An dem Bolzen 198 greift ein federbelasteter Hebel 202 an, der an dem Handhebel 196 drehbar befestigt ist, und durch den der Sperrbolzen 198 entspre chend betätigt werden kann.
Der Druck nach aussen, das heisst gegen die Brandsohlenlippen, der durch die gleich zeitig als Führungen wirkenden Drücker füsse 4 der beiden Zwickvorrichtungen aus geübt wird, ist einstellbar. Die Zwickvor richtungen sind durch Lenker 204 (Fig. 5) mit den beiden Enden eines zweiarmigen Hebels 206 verbünden, der auf einer in dem Maschinengestell gelagerten Welle 208 (Fig. 4 und 5) befestigt ist. Auf der Welle 208 ist ebenfalls ein Arm 210 befestigt, der durch eine Stange 212 mit einem auf einer Welle 216 befestigten Arm 214 verbunden ist. Auf der Welle 216 ist auch ein Arm 218 befestigt, der durch eine senkrechte Stange 220 mit einem Lenker 222 (Fig. 3) verbun den ist.
An dem Lenker greift eine Feder 224 an, die bestrebt ist, die Stange 220 ab wärts zu ziehen und somit die Zwickvorrich tungen auseinanderzuschwingen, wobei dio Drückerfüsse 4 nachgiebig gegen die Brand sohlenlippen angehalten werden. Zum Ver stellen des Druckes der Füsse 4 gegen die Brandsohlenlippen ist das Unterende der Fe der 224 mit einem Hebel 226 (Fig. 3 und 10) verbunden, der von einer Hubscheibe 288 auf der Welle 12 gesteuert wird.
Zum Steuern der Zwickzangen hat die Maschine einen Hebel 230, der in seiner. Mitte auf dem Vorderende eines Hebels 232. (Fig. 15) drehbar ist und mit den Zangen über einen Kreuzkopf 234, die Lenker 236, Schlitten 237 und die Zangenbacken betäti- genden Lenker 238 verbunden ist. Das Hin terende des Hebels 230 ist bei 240 mit einer Stange 242 verzapft, und während der Schwingung des kurvengesteuerten Hebels 232 schwingt der Hebel 230 um den Dreh bolzen 240.
Damit die Zangen den Schuh schaft nachgiebig anziehen, ist der Drehbol zen 240 nachgiebig gelagert, und zwar wird während der Aufwärtsbewegung der Zangen) seiner Aufwärtsbewegung nachgiebig Wider stand geleistet. Zum genauen Begrenzen der Abwärtsbewegung der Zangen wird jedoch der Drehbolzen 240 während der Abwärts bewegung der Zangen an einer Abwärts bewegung zwangsläufig verhindert. Die Stange 242 ist mit einem zweiarmigen Hebel 244 verbunden, dessen Hinterende durch eine Feder 246 hochgehalten wird.
Die Aufwärts bewegung des Hinterendes des Hebels 244 und folglich die Abwärtsbewegung des Dreh bolzens 240 wird zwangsläufig durch Mut-. tern 248 auf dem Oberende einer Stange 250 verhindert, die durch einen auf dem Hebel 244 drehbar befestigten Block gesteckt ist, und deren Unterende mit einem Winkelhebel 252 verzapft ist, der von einer Hubseheibe 254 auf der Welle 12 betätigt wird. Die Hubscheibe 254 bestimmt somit die Grösse der Abwärtsbewegung des Drehbolzens 240 und folglich diejenige der Zangen.
Bei Ver wendung einer entsprechend geformten Hub- Seheibe 254 kann somit die Grösse der Ab wärtsbewegung der Zangen nach Wunsch eingestellt werden. Beispielsweise kann auch die Tätigkeit der Zangen während einer be stimmten Periode in der Tätigkeit der Ma schine vollkommen ausgeschaltet werden.
Während jeder Aufwärtsbewegung der Zangen wird der Schuhschaft durch die Fe der 246 angespannt. An gewissen Teilen des Schuhes wird diese Spannung durch eine zweite Feder 256 (Fig. 15) verstärkt, und dieser verstärkte Schaftanzug ist ebenfalls einstellbar. Die Feder 256 greift an einem Arm 958 an, der auf der Welle 166 gelagert ist und durch eine Stange 262 mit einem an dem Maschinengestell drehbaren Arm 264 verbunden ist. Der Arm 264 trägt an seinem freien Ende einen Drehblock 266, durch dem eine senkrechte Stange 268 gesteckt ist. Das Oberende der Stange 268 ist mit dem Hebel 244 verzapft, und das Unterende dieser Stange trägt Anschlagmuttern 270. Die Fe der 256 wird durch eine Hubscheibe 272 auf der Welle 12 gesteuert.
Mit dieser Hub scheibe steht ein Arm eines Winkelhebels 274 in Eingriff, der auf der Welle 166 gelagert ist und dessen anderer Arm mit einer Stange 276 verzapft ist, die durch ein Auge 278 des Armes 258 gesteckt ist. Auf die Stange 276 ist die Feder 256 aufgeschoben, die zwischen dem Auge 278 und einer Flügelmutter auf dem Oberende der Stange sitzt. Wird der Winkelhebel 274 durch die Hubscheibe 272 im Gegenzeigersinn (Fig. 15) geschwungen, so drückt die Feder 256 den Arm 258 nach unten, wobei über Stange 262, Arm 264 und Stange 268 die Wirkung der Feder 246 durch die Feder 256 verstärkt wird. Der je eine Zange steuernde Lenker 238 (Fig. 31, 32, 33 und 35) trägt einen Bolzen 280, der in zuein ander sehräg gestellte Schlitze in den Zan- genbacken 282, 284 eingreift.
Während der normalen Maschinentätigkeit bewegt sich der Bolzen 280 bei der Auf- und Abbewegung des Lenkers 238 so in bezug auf die Backen, dass zunächst die Backen geschlossen bezw. geöffnet werden, und dann diese entweder von dem Schuh hineg bezw. nach diesem hin bewegt werden. Eine Bewegung der Bak- ken als Ganzes in einer Richtung, während sie geschlossen oder geöffnet werden, wird durch Reibungseingriff eines federbelasteten Bolzens 286 (Fig. 31, 32) mit einem der Backe 282 verhindert.
Damit beim Ausschalten der Zangen während der Ma schinentätigkeit ein Ineingrifftreten der Zan gen mit dem Schuhschaft auf alle Fälle ver mieden wird, werden die Backen 282, 284 durch eine Klinke 288 mit dem Lenker 238 gekuppelt, so dass keine Bewegung des Len kers 238 in bezug auf die Backen möglich ist und die Backen somit bei der Auf- und Abschwingung des Lenkers 238 offenbleiben.
Die Klinke 288 ist auf dem die Zangen backen miteinander verbindenden Drehbolzen drehbar und kann an einem Absatz 290 des Lenkers 238 einhenken. Die Klinke wird von einer Feder \292 (Fig. 33 und 34) in Sperr lage bewegt, die an einem drehbar gelager ten, durch eine Stange 296 mit der Klinke 288 verbundenen Arm 294 angreift. Wenn der Lenker 238 bei der normalen Tätigkeit der Maschine sein oberes Hubende erreicht (Fig. 33), liegt die Klinke 288 unterhalb des Absatzes 290 gegen den Lenker 238.
Bei der Abwärtsbewegung des Lenkers 238 zum Off nen der Zange wird der Absatz 290 an dem Hakenende der Klinke 238 vorbeibewegt, wo bei die Klinke dann am Absatz 290 einhenkt und somit Zangenbacken und Lenker 238 kuppelt. Zum Ausheben der Klinke 288 dient ein Bolzen 298, der an dem waagreehten Arm der Klinke angreift, wenn die Zange ihre Tieflage erreicht (Fig. 31). Die Klinke bleibt während der Aufwärtsbewegung des Lenkers <B>238</B> zum Schliessen der Zangen ausgehoben, bis der Absatz 290 über das Hakenende der Klinke 288 hinausbewegt ist.
Wenn die Ab wärtsbewegung des Lenkers 238 verkleinert wird, schlägt der waagrechte Arm der Klinke 288 nicht gegen den Bolzen 298, so dass beim nächsten Aufwärtshub des Lenkers 238 die Zangenbacken offen bleiben und in eine höhere Lage bewegt werden. Die Zangen werden auf diese Weise ausgeschaltet, wäh- send die beiden letzten Klammerpaare in die Brandsohlenlippe eingeschlagen werden, und zu diesem Zwecke hat die Hubscheibe 254 (Fig. 15) einen tiefen Teil 300, der unter der Rolle des Hebels 252 hindurchläuft, wenn die Hubscheibenwelle 12 ihre vorletzte Schalt bewegung ausführt.
Die Hubscheibe 254 hat weiterhin einen noch tieferen Teil 302, der unter der Rolle des Hebels 252 hindurch läuft, wenn die Welle 12 ihre letzte Schalt bewegung ausführt. Die Verstellung des Drehbolzens 240 des Hebels 230 durch den tiefen Teil 300 der Hubscheibe 254 verkürzt den Abwärtshub der Zangen, so dass die Klinke 288 nicht ausgelöst wird.
Der federbelastete Bolzen 286, der an dem Schwanzstück der Zangenbacke 282 angreift; sitzt in einem drehbar gelagerten Gehäuse 301 (Fig. 32), durch das dieses Schwanz stück gesteckt ist. Die Zangenbacken können somit quer zu dem Schuh schwingen. Zum Steuern oder Führen der Zangenbacken bei ihrer Aufwärtsbewegung von dem Schuh hinweg, bezw. bei ihrer Abwärtsbewegung zum Erfassen des Schuhschaftes, dient ein Ezenterbolzen 303, der gegen eine Seite der Zangenbacke 282 liegt. Die Zangenbacke 282 wird durch die Feder 292 über Arm 294 und Stange 296 gegen den Exzenterbolzen 303 angehalten.
Die Klammerform- und -treibvorrichtun- gen 6 der Maschine haben einen Überschie ber, der den angezogenen Schaftrandteil ein wärts über die Brandsohle und gegen die Brandsohlenlippe schiebt. Während der Über schiebtätigkeit schwingen die Zangenbacken ebenfalls etwas einwärts. Zu diesem Zwecke ist eine Platte 305 (Fig. 31, 33) an dem Überschieberträger befestigt und stösst wäh rend der Überschiebertätigkeit gegen die Zange und schwingt diese einwärts über die Brandsohle. Der Schuhträger der Maschine hat einen Rahmen 304 (Fig. 12, 27 und 28), der von einem Gestellteil 306 getragen wird. Der Ge stellteil 306 hat einen nach oben zeigenden Arm 308, der durch einen waagrechten Len ker 310 mit dem Rahmen 304 verbunden ist.
Der Gestellteil 306 ist in dem Maschinen gestell drehbar befestigt und schwingt um die quer zu der Vorschubrichtung liegende Achse einer Hohlwelle 307 (Fig. 12), die ungefähr parallel zu dem Boden des in dem Schuhträger eingespannten Schuhes liegt. Damit während des Zwickvorganges der Rahmen 304 eine Seitenbewegung ausführen kann und ebenfalls der Schuhträger in und aus seiner Arbeitslage bewegt werden kann, ist der Arm 308 an dem Gestellteil 306 um einen in der Längsrichtung des Schuhes und rechtwinklig zur Drehachse des Gestellteils. 306 liegenden, waagrechten Bolzen drehbar.
Die Vorschubbewegung des Rahmens 304 wird von der Hubscheibe 24 gesteuert. Diesa ist mit dem Rahmen 304 über einen Winkel hebel 312 (Fig. 1, 2, 3, 6, 9 und 10), Lenker 320, 314, einen Winkelhebel 316 und eine Stange 318 verbunden.
Zum-Verstellen der Länge der Vorschub bewegung wird der Abstand zwischen dem Drehpunkt des Winkelhebels 312 und dem Unterende des Lenkers 314 durch eine Stange 322 (Fig. 1) verstellt, -die -mit dem Unter ende des Lenkers 320 verzapft ist und dia metral durch -das geflanschte Ende einer Muffe 324 (Fig. 25 und 26) gesteckt ist, die in der Nabe des Hebels 312 drehbar ist. In eingestellter Lage kann die Stange- arretiert werden, indem auf die Stange 322 ein Block 326 einwirken kann, der auf dem Ende eines in der Muffe 324 längsverschiebbaren, hohlen Kolbens 328 nachgiebig gelagert ist.
Der Block 326 hat eine Verzahnung, die in eine Verzahnung der Stange 322 eingreift und somit die Stange sperrt.
Wie bei bereits bekannten Maschinen die ser Art wird durch die Bewegung des Schuh trägers in Arbeitslage die Vorschublänge des Schuhträgers in. Anpassung an die Grösse des jeweiligen Schuhes eingestellt. Dabei wird der Bloch 326 ausser Eingriff mit der Stange 322 gehalten, während der Schuhträger in seine Arbeitslage bewegt wird; darnach wirkt der Block 326 auf die Stange 322 und sperrt diese, so dass die jeweilige Einstellung aufrechterhalten bleibt. Der Block 326 wird von einer Feder 330 aus seiner Sperrlage her ausgezogen. Die Feder 330 sitzt in dem Hohlkolben 328 zwischen einem Stöpsel 332 und einem Bolzen 334.
Der Bolzen 334 ver hindert ebenfalls eine relative Verdrehung des Kolbens 328 und der Muffe 32t. Der Block 326 ist mit dem Kolben 328 durch einen Querbolzen 336 verbunden, und der Querbolzen stützt eine Feder 338 ab, die ein Federn des Blockes 326 in bezug auf den Kolben 328 ermöglicht, wenn der Block in Sperreingriff bewegt wird. Während der Be wegung des Schuhträgers in Arbeitslage glei tet die Stange 322 frei durch das geflanschte Ende der Muffe 324. Zum Sperren der Vor schubeinstellung werden der Kolben 328 und somit der Sperrblock 326 gegen den Druck der Feder 330 durch Verbindungsteile mit dem die Maschine anlassenden Trethebel be wegt.
Diese Teile bestehen aus einem Arm 340 (Feg. 7 und 10), der gegen eine Stell schraube 342 anliegt. Die Stellschraube 342 sitzt in dem Stöpsel 332 des Hohlkolbens 328. Weiterhin trägt der eine Arm eines Winkelhebels 344 eine Rolle 346, die an dem Arm 340 angreift. Durch Niederdrücken des Trethebels 116 wird durch einen Bolzen 348 auf einer Stange 350 der Winkelhebel 344 betätigt, wobei der Winkelhebel 344 in die in Fig. 7 dargestellte Lage bewegt wird. In dieser Lage, in der die Verstellstange ge sperrt ist, verbleibt der Winkelhebel 344, selbst nachdem der Trethebel wieder frei gegeben und in seine Ausgangslage zurück gekehrt ist.
Zum Auslösen dieser Sperrlage, insbesondere vor der nächsten Bewegung des Schuhträgers in Arbeitslage, dient eine be sondere Vorrichtung, die von einer Hub scheibe auf der einen Hubscheibenwelle be tätigt wird, und zwar, wenn die Hubschei- benwelle im Begriff ist, ihre Drehbewegung zu beendigen und die Maschine angehalten wird. Diese Vorrichtung hat einen Lenker 352, der mit einem von der betreffenden Hubscheibe gesteuerten Hebel 354 verbunden ist, wobei dieser Hebel ebenfalls den senk rechten Druck des Schuhträgers auslöst und den Schubträger auswärts schwingt.
Der Lenker 3i2 sitzt auf einer Rolle 356 auf, die von dem andern Arm des Winkelhebels 344 getragen wird; er hat ferner einen Absatz, der den Winkelhebel so zurückschwingt, dass der Arm 340 freigegeben wird, wenn der He bel 354 von seiner Hubscheibe betätigt wird. Beien Anlassen der Maschine wird der Len ker 352 hochbewvegt, wobei sein Absatz über die Rolle 356 bewegt wird; diese Bewegung des Lenkers 352 wird von einem Bolzen 358 der Trethebelstange 350 gesteuert, der unter dem Vorderende des Lenkers 352 angreift.
Der die Vorschubbewegung des Schuh trägers steuernde Winkelhebel 312 wird gegen die Hubscheibe 24 von einer Feder 359 (Feg. 2, 10 und 25) gehalten. die um das Lager des Winlelhebels gewickelt und mit einem Ende gegen einen Anguss 361 des Ma schinengestelles und mit dem andern Ende gegen einen Bolzen 363 liegt, der von einem auf der Nabe des Winkelhebels 312 aufge klemmten Kragen 365 getragen wird.
Die Hubscheibe 24 ist so geformt, dass wäh rend ihrer Schaltbewegung der Schuhträger, schrittweise vorgeschoben wird, wobei der Schuh schrittweise an den beiden Arbeits stellen v orbeibewegt -wird. Nach Beendigung des Zwiekvorganges wird dann der Schuh träger ohne Unterbrechung in seine Aus gangslage zuriiekbewegt.
Bei der Vorschubbewegung des Schuh trägers wird er gleichzeitig in der Längs richtung des Schuhes gekippt, und zwar um eine Querachse, die durch die Angriffs punkte der Drückerfüsse 4 der Zwiekvorrich- tungen an der Brandsohle des Schuhes geht. Diese Kippbewegungen des Schuhträgers --erden von der Hubscheibe 22 gesteuert, die an einem an dem Gestellteil 306 des Schuh trägers befestigten Arm angreift. Dieser Arm wird durch eine Feder 367 gegen die Hubscheibe 22 gehalten.
Die Feder ist zwi schen dem Maschinengestell und einem Arm 369 ausgespannt, der an dem Gestellteil 306 befestigt ist (Fig. 2, 6, 9 und 10).
Bei der Bewegung des Schuhträgers in seine Arbeitslage werden ebenfalls die Zwick vorrichtungen in der Seitenrichtung des Schu hes eingestellt (Fig. 4, 5 und 6). Zu diesem Zwecke ist auf dem Winkelhebel 316 des Vorschubgetriebes eine Platte 360 befestigt. Die Platte 360 steuert einen Hebel 362, der unter eine Rolle 364 auf dem Vorderende eines waagrechten Lenkers 366 greift. Der Lenker 366 ist an seinem Hinterende mit dem senkrech ten Arm eines Winkelhebels 368 verzapft.
Wenn der Schuhträger in seine Arbeitslage bewegt wird, ist die Rolle 364 über dem Hebel 362 eingestellt (Fig. 5), und somit wird der Lenker 366 infolge der Schwingung des Hebels 362 durch die Platte 360 hochgeschoben, wo bei die Länge dieser Aufwärtsbewegung des Lenkers 366 von der Lage der Platte 360 bei Beginn dieser Tätigkeit abhängt. Die Lage der Platte richtet sich jeweils nach der Grösse des zu bearbeitenden Schuhes. Der Lenker 366 liegt unter einem auf der senkrechten Stange 220 befestigten Bolzen 370. Die Stange 220 verbindet, wie bereits beschrie ben, die Zwickvorrichtungen, und wenn so mit der Lenker 366 hochgeschoben wird, wird die Stange 220 hochgeschoben und be wegt somit die beiden Zwickvorrichtungen aufeinander zu.
Zum Verstellen der Lagen der Zwickvorrichtungen ist die Rolle 364 auf dem Lenker 366 senkrecht verstellbar, da sie in einem auf dem Lenker verstellbaren Block 372 gelagert ist, dessen senkrechter Arm eine gegen einen Ansatz 376 des Lenkers sto ssende Stellschraube 374 trägt. Während der Maschinentätigkeit ist die Vorrichtung zum seitlichen Verstellen der Zwickvorrichtungen ausgeschaltet. Die Maschinenteile werden in der in Fig. 6 dargestellten Lage durch eine an dem Winkelhebel 368 angreifende Feder 378 gehalten, in welcher Lage die Rolle 364 ausserhalb der Bewegungsbahn des Hebels 362 eingestellt ist, und folglich können die Zwickvorriehtungen, gesteuert durch die Fe- der 224, sich frei bewegen.
Die Vorrichtung zum Einstellen der Zwickvorrichtungen wird durch Verbindungsteile mit dem die Ma schine anlassenden Trethebel gesteuert, und zu diesem Zwecke ist mit der Trethebelstange 350 (Fig. 6) der eine Arm eines Winkel hebels 380 verzapft, dessen anderer Arm eine Kurvenfläche hat, die eine von dem waag rechten Arm des Winkelhebels 368 getragene Rolle 382 steuert.
Beim Herabziehen des Trethebels, nachdem der Schuhträger in seine Arbeitslage geschwungen worden ist, wird die Maschine eingeschaltet, wobei der Win kelhebel 380 geschwungen wird und dabei den Winkelhebel 368 aus der in Fig. 5 dar gestellten Lage in die in Fig. 6 dargestellte Lage schwingt.
Beim Abbremsen der Maschine wird der Winkelhebel 368 von dem Kurvengetriebe der Maschine aus selbsttätig so geschwungen, dass die Vorrichtung zum Einstellen der Zwickvorrichtungen wieder eingeschaltet wird. Zu diesem Zwecke ist auf dem waag rechten Arm des Winkelhebels 368 ein Ha kenarm 384 drehbar gelagert.
Dieser Arm wird von einem Bolzen 386 betätigt, der am obern Teil 388 eines Knickhebels befestigt ist. Dieser Knickhebel ist ein Teil des Ge triebes, durch das die Abwärtsbewegung des Schuhträgers in seine Ruhelage gesteuert wird. Durch eine Bewegung des Knickhebel teils 388 im Uhrzeigersinn (Fig. 6) wird so mit der Hakenarm 384 nach unten bewegt, wobei der Winkelhebel 368 entsprechend ge dreht wird.
Durch die Drehung des Winkel hebels 368 von der in Fig. 6 dargestellten in die in Fig. 5 dargestellte Lage wird die Fe der 378 über die Drehachse des Winkelhebels hinaus bewegt, so dass nunmehr die Feder 378 den Winkelhebel in seiner neuen Schalt lage hält. Das Unterende der Feder 378 ist mit einem Arm 390 verbunden, der mit sei nem freien Ende unter eine Rolle 392 an dem Knickhebelteil 388 greift.
Somit wird der Arm 390 abwärts geschwungen, wenn der Knickhebel in seine Strecklage bewegt wird, wobei die Feder 378 ausgezogen wird.
Durch die Drehung des Winkelhebels 368 im Gegenuhrzeigersinn wird die Rolle 364 über den Hebel 362 bewegt, der zu dieser Zeit durch die Platte 360 stillgehalten wird, wobei der Lenker 366 in Eingriff mit dem Bolzen 370 auf der Stange 220 hochgescho ben wird. Folglich wird nicht nur die Ein stellvorrichtung für die Zwickvorrichtungen eingeschaltet, sondern es werden auch die Zwickvorrichtungen aufeinander zu bewegt, so dass die Füsse 4 vor der Abwärts- und Aus wärtsbewegung des Schuhträgers ausser Ein griff mit den Brandsohlenlippen bewegt wer den.
Damit der Hakenarm 384 ausser Eingriff mit dem Bolzen 386 bewegt wird, wenn der Winkelhebel 368 von dem Trethebel über Stange 350 und Winkelhebel 380 gesteuert wird, ist die Rolle 382, an der der Winkel hebel 380 angreift, so auf dem Hakenarm 384 gelagert, dass der Arm sich um seine Drehverbindung mit dem Winkelhebel 368 dreht, ehe der Winkelhebel 368 selbst ge schwungen wird. Diese Drehbewegung des Armes 384 wird durch einen Bolzen 394 auf dem Knickhebelteil 388 begrenzt. Eine Fe der 396 auf dem Winkelhebel 368 ist be strebt, den Hakenarm 384 in Eingriff mit dem Bolzen 386 zu halten.
Beim Maschinenbetrieb wird der Schuh träger aufwärts geschoben, so dass der Schuh gegen die Füsse 4 der Zwickvorrichtungen angehalten wird. Das Aufwärtsschieben des Schuhträgers erfolgt durch eine Feder 398 (Fig. 14). Das Oberende dieser Feder ist an einem Arm 418 befestigt, und das Unterende der Feder ist an einem Arm 400 (Fig. 9 und 14) befestigt, wobei die Feder bestrebt ist, den Arm 400 nach oben zu ziehen. An dem freien Ende des Armes 400 ist ein Seil 402 befestigt, das um eine Leitrolle 404, dann waagrecht durch die Hohlwelle 307 und um von den Drehzapfen des Armes 308 getra gene Leitrollen 406 und 408 läuft und mit dem Unterende eines Lenkers 410 verbunden ist, dessen Oberende mit dem Rahmen 304 des Schuhträgers verzapft ist.
Das Unterende des Lenkers 410 ist durch einen Lenker 412, mit dem Arm 308 verbunden, so dass ein Zug an dem Seil 402 durch die Feder 398 den Lenker 410 und somit den Schuhträger hoch bewegt, wodurch der Schuh gegen die Füsse 4 der Zwickvorrichtungen angehalten wird. Zur Vornahme von Verstellungen ist das Seil 401 mit dem Lenker 410 durch einen Schrau benbolzen 414 und eine Flügelmutter 416 verbunden.
Der obenerwähnte Arm 418, an dem das Oberende der Feder 398 befestigt ist, ist auf einer Welle 420 drehbar. Während jedes Ar beitsganges der Zwick- und Klammervorrich tungen wird der Arm 418 so betätigt, dass die Spannung der Feder 398 entsprechend vergrössert oder verkleinert wird; und zwar wird die Spannung der Feder vergrössert während der Tätigkeit der Klammerwerk zeuge, und verkleinert, wenn der Schuh vor geschoben wird. Der Arm 418 wird von der Welle 10 aus über einen Lenker 422 ange trieben, der die Pleuelstange 26 mit einem auf der Welle 420 drehbaren Träger 424 ver bindet. Auf dem Träger 424 ist eine Klinke 426 drehbar, die durch eine Feder 428 gegen ein Schwanzstück des Armes 418 gehalten wird.
Während jeder Abwärtsbewegung der Pleuelstange 26 wird der Arm 418 so ge schwungen, dass die Vorspannung der Feder 398 vergrössert wird (Fig. 14). Zum Verrin gern der Spannung der Feder kurz vor Be ginn der Vorschubbewegung des Schuhes ist ein Klinkenausheber 430 vorgesehen, der an dem h1aschinengestell drehbar ist und die Klinke 426 aushebt, wenn die Pleuelstange 26 das Ende ihrer Abwärtsbewegung er reicht.
Das Abwärtsschieben des Schuhträgers, durch das der Schuh ausser Eingriff mit den, Werkzeugen vor dem Ausschwingen des Schuhträgers in seine Ruhelage bewegt wird, wird durch die Hubscheibe 432 (Fig. 14) ge steuert, durch die die Wirkung der Feder 398 aufgehoben wird. Die Hubscheibe 433 steuert, wie bereits beschrieben, den Hebel 354, der durch einen Lenker 434 mit einem an dem Maschinengestell drehbaren Arm 436 verbunden ist. Der Arm 436 trägt eine Schraube 438, die gegen einen Ansatz des Hebelarmes 400 anliegt. Während der nor malen Tätigkeit der Maschine wird der He bel 354 nicht durch die Hubscheibe 432 be tätigt und der Arm 400 kann durch die Fe der 398 bewegt werden.
Gegen Ende der Drehbewegung der Hubscheibe 432 wird je doch der Hebel 354 geschwungen und bewegt den Arm 436 abwärts, wobei der Arm 400 mitgenommen wird und womit das Seil 402 entspannt wird, so dass nun der Schuhträger abwärts bewegt werden kann.
Ebenfalls wird die Auswärtsbewegung des Schuhträgers nach Beendigung des Zwick vorganges von einer Hubscheibe auf der einen Hubscheibenwelle gesteuert, und zu diesem Zwecke wird vorzugsweise das zum Ausschalten des Aufwärtsdruckes des Schuh trägers dienende Getriebe verwendet. Wie bereits ausgeführt worden ist, hat dieses Ge triebe einen Knickhebel mit einem obern Teil 388. Der untere Knickhebelteil 440 ist mit dem Hebelarm 436 verzapft. Während der normalen Tätigkeit der Maschine ist der Knickhebel 388, 440 eingeknickt (Fig. 6 und 14). Wenn die Maschine abgebremst wird, wird der Knickhebel in seine Strecklage be wegt (Fig. 3 und 5), und zwar durch die Abwärtsbewegung des Armes 436, die von der Hubscheibe 432 hervorgerufen wird.
Ein waagrecht verschiebbarer Bolzen 442 (Fig.5), der in das Maschinengestell eingesetzt ist, ist durch einen Lenker 444 mit dem obern Knickhebelteil 388 verbunden, und wenn der Knickhebel in seine Strecklage bewegt wird, stösst dieser Bolzen 442 gegen eine Platte 446 (Fir. 3), die an dem Rahmen 304 des Schuh trägers befestigt ist. Dadurch wird die Aus wärtsschwingbewegung des Schuhträgers um die Drehverbindung des Armes 308 mit dem Gestellteil 306 eingeleitet, die dann durch die Schwerkraft des Schuhträgers fortgesetzt wird, bis die in Fig. 3 dargestellte Lage er reicht ist. Die Auswärtsschwingbewegung des Schuhträgers wird durch eine Feder 448 abgedämpft, die durch ein Seil 450 mit dem Arm 308 verbunden ist.
Der Knickhebel bleibt in seiner Streck lage, bis der Schuhträger abermals einwärts bewegt wird, und in seiner Strecklage hält der Knickhebel die Arme 436 und 400 in ihren Tieflagen, so dass1 die Feder 398 un tätig ist und nicht den Schuhträger hoch schiebt. Eine Feder 452, die den Knickhebel-, teil 440 mit dem Arm 436 verbindet, ist be, strebt, den Knickhebel in seiner Strecklage zu halten. Der Knickhebel wird- durch - das An stossen des Bolzens 442 gegen die Platte 446 eingeknickt, wobei die Feder 398 den Knick hobel in seine normale eingeknickte Lage zurückbewegt.
Der Schuhträger hat Vorrichtungen (Fig. 27, 28 und 29), die den Schuh seitlich verstellen, die weiterhin den Schuh vor Be ginn des Zwickvorganges selbsttätig einklem men oder einspannen, und die schliesslich beim Abbremsen der Maschine den Schuh selbsttätig auslösen und die Einspannvorrich- tung zum Empfang des nächsten Schuhes einstellen.
Der Schuhträger hat eine Wiege 454, die in dem Rahmen 304 gelagert ist und um eine in der Längsrichtung des Schuhes und in dem Schuhboden liegende Achse schwingt. Ein zum Abstützen des Fersenteils des Werkstückes dienender Leistenzapfen 456 wird von einem Schlitten 458 getragen, der in der Wiege 454 angeordnet ist. Die Wiege trägt ebenfalls Schuhspitzenträger 460 und einen Spitzenanschlag 462.
Zum seitlichen Verstellen des Schuhes dient eine in dem Rahmen 304 gelagerte Welle 464 mit zwei nach oben zeigenden Armen 466, die durch Lenker 468 mit den beiden Enden der Wiege 454 verbunden sind. Ein auf der Welle 464 sitzender und nach unten zeigen der Arm 470 steht in Eingriff mit einer Nut einer Kurvenscheibe 472 auf einer Welle 474, die in dem Rahmen 304 gelagert ist und sich um eine der Drehachse des Rahmens parallele Achse dreht.
Zum Festklemmen des Schuhes in der Wiege 454 wird der unter Federspannung stehende Schlitten 458 ausgelöst, wenn ein Schuh auf den Schuhträger aufgesteckt wird, worauf der Schlitten mit dem Leistenzapfen 456 nach den Spitzenträgern 460 und dem Spitzenanschlag 462 hin bewegt wird. Diese Bewegung wird von einer Feder 476 ausge führt, die an dem Schlitten 458 angreift. Eine Klinke 478 greift an einem nach unten zeigenden Ansatz 480 des Schlittens an.
Ein federbelasteter Bolzen 482, der in dem Lei stenzapfen 456 sitzt, und ein L-förmiger He bel 484, der zwischen dem Bolzen 482 und der Klinke 478 eingreift, wenn die Maschi nenteile die in Fig. 28 dargestellte Lage ein nehmen, dienen zum Auslösen des Schlitten, und zwar wird der Bolzen 482 nach unten geschoben, wenn der Schuh auf den Schuh träger aufgesteckt wird, wobei die Klinke 478 ausgelöst wird und der Schlitten 458 freigegeben wird.
Der Hebel 484 steht unter der Wirkung einer Feder 486 und ist durch einen Lenker 488 mit einem Hebel 490 verbunden, durch den die Wiege 454 nach Beendigung des Zwickvorganges an einer Schwingbewegung verhindert wird, bis der nächste Schuh auf dem Träger aufgesteckt wird. In der in Fig. 28 dargestellten Lage der Maschinen teile werden die Hebel 484 und 490 durch die als Knickhebel wirkenden Hebel 484 und Lenker 488 in ihrer Lage gehalten. Durch das Herabschieben des federbelasteten Bol zens 482 wird der Hebel 484 im Zeigersinn bewegt, wobei der Knickhebel 484, 488 ein geknickt wird und eine Feder 492, die zwi schen einem drehbar gelagerten Arm 494 und der Drehverbindung zwischen Lenker 488 und Hebel 490 ausgespannt ist, schwingt den Sperrhebel 490 ausser Eingriff mit der Wiege.
Weiterhin greift an dem Arm 494 eine Feder 496 an, und mit dem Arm 494 ist ein Lenker 498 verbunden, durch den der Arm aus der in Fig. 27 dargestellten Lage in die in Fig. 28 dargestellte Lage geschwun gen wird. In der letzterwähnten Lage ist die Vorspannung der Feder 492 so, dass der Sperrhebel 490 von der 'Wiege hinweg geschwungen wird, wenn der Knickhebel 484, 488 durch das Herabdrücken des feder belasteten Bolzens 482 eingeknickt wird. Diese Vorrichtung ist bereits bekannt, mit der Ausnahme, dass der Lenker 498 und die Feder 496 unmittelbar an dem Arm 494 an greifen.
Die in dem Rahmen gelagerte Welle 474 und die von ihr gesteuerten Vorrichtungen werden von dem Kurvengetriebe (Wellen 13 bezw. 14) aus angetrieben. Auf der Welle 474 sitzt eine Seilscheibe 500 mit einem Kur belzapfen 502, der durch eine Pleuelstange 504 mit einem Hebel 506 verbunden ist Fig. 12). Der Hebel 506 wird von Lenkern 508, 510 getragen, und sein Oberende ist mit der Klinke 478 der Sehuhklemmvorrichtung verzapft. Das freie Ende der Klinke wird von einem federbelasteten Winkelhebel 512 getragen. Das Oberende des Hebels 506 ist ebenfalls in einen Schlitz in dem Lenker 498 eingesteckt.
Wibrend des Zwickvorganges wird die Seilscheibe 500 im Uhrzeigersinn (Fig. 27, 28) gedreht, so dass dabei die Klinke 478 nach rechts bewegt wird und diese ebenfalls abwärts bewegt wird, wenn ihr Ende unter dem Ansatz 480 des Schlittens 458 vorbeibe wegt wird, so dass die Maschinenteile schliess lieh die in Fig. 27 dargestellte Lage erreichen. Durch die Leerlaufverbindung zwischen He bel 506 und Lenker 498 wird der Arm 494 so geschwungen, dass die Feder 496 über den Drehpunkt des Armes 494 hinwegbewegt wird, so dass der Sperrhebel 490 in Einsriff mit der Wiege 454 steht.
Bei Beendigung des Zwiclzvorgaiiges wird die Seilscheibe 500 im C#e--enulirzeigcrsinn in die in Fig. 28 dar- gestellte Lage zurückgedreht, wobei der Schlitten 458 gegen den Zug der Feder 476 von dein Spitzenträger 460 hinwegbewegt wird. Dabei wird der Schuh ausgelöst und die Klemmvorrichtung zum Empfang des nächsten Schuhes eingestellt. Gleichzeitig wird die Feder 496 in die in Fig. 28 darge stellte Lage zurückbewegt.
Da die Seilscheibe 500 auf der Welle 474 befestigt ist, dreht sie somit die Hubscheibe 417?, durch die der Schuh seitlich verstellt wird. Die Welle. 474 führt nach beiden Rich tungen. hin keine vollkommene Umdrehung aus; damit. nun verschiedene Teile der Kur vennut für Schuhe verschiedener Grössen Verwendung finden, ist eine einstellbare Ver- bindung zwischen Seilscheibe 500 und Kur venscheibe 472 vorgesehen. Diese Verbindung besteht aus einem Arm 514, der auf der Welle 474 befestigt ist und einen feder belasteten Riegel 516 (Fig. 29) trägt, der in Löcher in einer auf der Nabe der Seilscheibe 500 befestigten Scheibe 518 eingesteckt wer den kann.
Die Seilscheibe 500 wird von einem Seil 520 (Fig. 12) gedreht, dessen beide Enden auf einer Trommel 522 befestigt sind. Das Seil läuft über eine Leitrolle 524 und dann durch die Hohlwelle 307 um Leitrollen 526, 528 und 530 und um die Seilscheibe 500 herum und dann wieder zurück nach der Trommel 522. Durch die Drehung der Trom mel nach der einen oder der andern Richtung hin wird somit die Riemenscheibe 500 ent sprechend gedreht. Die Trommel 522 wird nach einer Richtung hin durch eine Feder 532, und nach der andern Richtung durch einen Hebel 534 gedreht, der an einem auf der Trommel befestigten Bolzen 536 angreift und von einer Hubscheibe 538 auf der Welle 12 betätigt wird.