CH232603A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Pentachloräthan durch Chlorieren von Trichloräthylen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Pentachloräthan durch Chlorieren von Trichloräthylen.

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CH232603A
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Alexander Wacker Gesellsc Gmbh
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Wacker Chemie Gmbh
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    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/013Preparation of halogenated hydrocarbons by addition of halogens
    • C07C17/04Preparation of halogenated hydrocarbons by addition of halogens to unsaturated halogenated hydrocarbons

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 Verfahren und Torrichtung zur Herstellung von    Pentaehloräthan   durch Chlorieren von    Triehloräthylen.   Es ist bekannt, zur Herstellung von    Pentachloräthan   in säurefeste, mit    Trichlor-      äthylen   gefüllte Gefässe, die mit Kühleinrichtungen versehen sind, Chlor in Gegenwart von Eisenchlorid als Katalysator einzuleiten, bis das    Trichloräthylen   möglichst vollständig in    Pentachloräthan   umgewandelt ist. Dieses enthält meist Chlor, welches bei weiteren Umwandlungen, z.

   B. zu    Tetra-      ehloräthylen,   ungünstig wirkt oder noch    Trichloräthylen,   ferner auch    Hexachlor-      äthan   und sonstige Nebenprodukte. Nach diesem Verfahren kann nur einsatzweise gearbeitet werden, was umständlich ist und eine ungenügende Ausnutzung der Vorrichtungen zulässt. Ausserdem müssen noch besondere Massnahmen zur Gewinnung von reinem    Pentachloräthan   getroffen werden. 



  Diese Nachteile können gemäss der Erfindung vermieden und in    ununterbrochenem   Arbeitsgang ein praktisch reines    Pentachlor-      äthan   mit fast theoretischer Ausbeute erhalten werden. Gemäss der    Erfindung   wird da- bei so vorgegangen, dass bei erhöhter Temperatur in Gegenwart von chlorübertragenden Katalysatoren in eine    Rektifikations-      kolonne   Chlor und    Trichloräthylen,   letzteres zweckmässig oberhalb des Chlors, eingeleitet werden. Das Chlor setzt sich in der Kolonne mit dem    Trichloräthylen   um, wobei erhebliehe Wärmemengen frei werden. Die Abführung derselben erfolgt zweckmässig durch Verdampfen von Flüssigkeit in der Umsetzungszone.

   Der entstehende Dampf steigt dann in der    Rektifikationskolonne   nach oben, verlässt diese am Oberteil und kann dann niedergeschlagen und die Flüssigkeit der    Rektifikationskolonne   wieder    zugeleitet   werden. Aus dem Unterteil der Kolonne kann das entstandene    Pentachloräthan   abgezogen werden. Die Temperatur in der Umsetzungszone darf nicht unzulässig hoch steigen, da sonst die Bildung von Nebenprodukten gefördert wird. Im allgemeinen werden höhere Temperaturen als l40  C vermieden. Die Umsetzungstemperatur ist abhängig von der 

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    Verdampfungstemperatur   und damit von der Zusammensetzung der Flüssigkeit.

   Es kann in der    Umsetzungszone,   wenn    140"   C nicht überschritten werden sollen, nicht das gesamte    Trichloräthylen      zii      Pentachloräthan   chloriert werden. Nenn    Pentachloräthan.   welches frei von    Trichloräthylen   ist, erhalten werden soll, so wird zweckmässig im Unterteil der Kolonne unterhalb der    Einleitung   von Chlor das noch vorhandene unveränderte    Trichloräthvlen   abgetrieben, was teils durch freiwerdende Wärme der Nachreaktion, teils durch    Beheizung   der Blase der    Rektifilza-      tionskolonne      bewirkt      -,werden   kann.

   Es gelingt dann ohne weiteres, aus der Blase ein reines    Pentachloräthan      abzuziehen,   das frei von Chlor und    Trichloräthylen   ist. 



  Durch das Abtreiben des im    Pentachlor-      äthan   noch vorhandenen    Trichloräthylens   gei langt aus dem Unterteil der    Relctifikations-      kolonne   in die    Umsetzungszone      Tridampf,   der eine Verdünnung des Chlors und eine    Erhöhuub   des aufsteigenden Dampfvolumens    bewirkt.   Dadurch wird die Leistung    einer   Einheit geringer als bei Verzicht auf das Abtreiben des    Trichloräthvlens,   also bei Entnahme von    Pentachloräthan,   welches    Tri-      chloräth      -#-len   enthält, aus der Blase der    Rek-      tifiliationskolonne.   



     r   U m die zulässige höchste    Umsetzungs-      temperatur   nicht zu überschreiten und doch eine    vollkommene      Chlorierung   zu erreichen. ist es auch möglich, die    Rektifikations-      kolonne   unter vermindertem    Druck,      zii      betrei-      gen.   Auch bei dieser Arbeitsweise liegt die erreichbare Leistung infolge der grösseren Gas- und Dampfvolumen niederer als beim Arbeiten unter    Atniosphärendrualz.   Diese Arbeitsweise ist vor allem    wegen   der    gerin-      gereu   Bildung von Nebenprodukten vorteilhaft. 



  Eine Temperaturerniedrigung in der Umsetzungszone ist auch möglich durch Zusatz von    zweckmässig   niedrig siedenden Flüssigkeiten in die    Rehtifikationskolonne,   die sich an der Umsetzung nicht beteiligen, z. B.    Tetrachlorkohlenstoff.   



  Die grösste Leistung einer Chlorierungs-    einheit   bei Gewinnung von reinem    Penta-      chloräthan   kann erzielt werden, wenn die Blase der    Rektifikationskolonne   mit. einer Trennsäule verbunden ist. Auf das Abtreiben des im Unterteil der    Rektifikations-      kolonne   noch vorhandenen    Trichloräthylens   kann dann    verzichtet   und das Gemisch von    Pentachloräthan   und    Trichloräthylen   aus der Blase der    Rektifikationskolonne   in die Trennsäule geleitet werden.

   In dieser findet eine Trennung des Gemisches statt, wobei am Kopf der Trennsäule    Trichloräthylen   abdestilliert, das in einem Kühler kondensiert    und   dann der    Rektifikationskolonne   wieder zugeführt werden kann, während unten aus der Trennsäule reines    Pentachloräthan   abgezogen wird. Es ist zweckmässig, die mit der    Rektifikationskolonne   verbundene Trennsäule unter    vermindertem   Druck zu betreiben,    inn   den Wärmeinhalt des eingeleiteten Flüssigkeitsgemisches zur Verdampfung des    Trichloräthy      lens   auszunützen. 



  Es ist auch möglich, wasserhaltiges    Tri-      cliloräthy      len   zur Umsetzung gemäss der Erfindung zu verwenden. Es findet dann im Oberteil der    Rektifikationskolonne   die Entwässerung des    Trichloräthylens   statt, indem durch entsprechende    Dephlegmierung   aus der Kolonne oben ein    azeotropes   Dampfgemisch von Wasser und    Trichloräthylen   austritt. Dieses Dampfgemisch kann dann niedergeschlagen und in einem    Abscheider   das Wasser vom    Trichloräthylen   getrennt werden. Letzteres kann der Umsetzungskolonne    wieder   zugeführt werden. 



  Als    Katalysatoren   kann man die üblichen chlorübertragenden anwenden, z. B. Eisenchlorid, die man der Umsetzungsflüssigkeit in fein verteiltem Zustande beimischen kann. Man kann sie aber auch in    stückiger   Form verwenden und die Umsetzungsflüssigkeit    darüberrieseln   lassen. In letzterem Falle füllt man zum Beispiel einen Teil der    Rektifi-      kationskolonne   mit    stückigem   Katalysator.

   Auch    Antimonpentachlorid   kann angewendet  -erden, welches zwar flüchtig ist, jedoch bei den herrschenden Verhältnissen in der    Rektifikationskolonne   zurückgehalten wird. 

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 Ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens gemäss der Erfindung ist in-der Zeichnung schematisch dargestellt. Es ist 1 eine    Rektifika-      tionskolonne   mit den Zuführungsleitungen 2, 3, 4 für    Trichloräthylen.   Die    Kolonne   1 ist oben durch eine Leitung 15 mit einem Kühler 5 verbunden, dessen Kondensat in den    Wasserabscheider   6 läuft.

   Die Rückführung von    Trichloräthylen   in .die    Rektifika:      tionskolonne   1 kann durch die Leitung 4 erfolgen. Durch das Rohr 7 wird Chlor unterhalb der Zuführungsleitungen 2, 3, 4 für das    Trichloräthylen   in die Kolonne 1 eingeführt. Vom Boden der beheizbaren Blase 8 führt eine Verbindungsleitung 9 zur Trennsäule 10, an der unten ein barometrisches. Fallrohr 11 für das    Pentachloräthan   und oben eine Ableitung 12 für die    Trichloräthylendämpfe   angeschlossen ist, welche im    Kühler   13 niedergeschlagen werden. Das flüssige    Tri-      chloräthylen   kann der    Rektifikationskolonne   1 durch das Rohr 2 wieder zugeführt werden.

   Wenn das Verfahren ohne nachgeschaltete Trennsäule ausgeführt werden soll, wird das    Pentachloräthan   aus der Blase 8 über Leitungen 9 und 11 unmittelbar abgeführt. 



  Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:    Trichloräthylen,   gegebenenfalls wasserhaltiges, gelangt durch die Leitung 3 in den Oberteil der    Rektifikationskolonne   1. Chlor wird durch die Leitung 7 eingeleitet. Die Hauptumsetzung geht in der Nähe der Chloreinleitung unter erheblicher Wärmeentwicklung vor sich. Durch den entstehenden Dampf, der nach oben steigt, kann das    Trichloräthylen   erforderlichenfalls wasserfrei gemacht werden. Die das Wasser enthaltenden Dämpfe gelangen in den Kühler 5 und werden dort niedergeschlagen, Nach Abtrennung des Wassers vom    Trichloräthylen   im    Scheider   6 läuft dieses durch Leitung 4 in die    Rektifikationskolonne   1 zurück.

   Unterhalb der    Chloreinleitungsstelle   7 findet noch eine Nachreaktion von Chlor und    Trichloräthylen   statt. Soll    Pentachloräthan   aus der Blase abgezogen werden, so wird in dieser so geheizt,    däss   das    Trichlo.räthylen   im Kolonnenunterteil abgetrieben wird. Bei der Verwendung der angeschlossenen Trennsäule kann die Heizung der Blase der    Rekti-      fikationskolonne   unterbleiben, so dass sich ein Gemisch von    Pentachlo.räthan   und    Tri-      chloräthylen   in der Blase 8 befindet.

   Dieses Gemisch wird durch die Leitung 9    fo.rtlau-      fend   in die    zweckmässigerweise   unter Vakuum stehende Trennsäule 10 geführt, in welcher es in seine Bestandteile zerlegt wird. Durch das Rohr 11 kann fortlaufend reines    Pentachloräthan   aus dem untern Teil der Trennsäule 10 abgezogen werden. Das oben aus der Trennsäule 10    durch   das Rohr 12 in Dampfform entweichende    Trichloräthylen   wird im Kühler 13 niedergeschlagen und dann flüssig durch die    Leitung   2 in die    Rek-      tifikationskolonne   1 wieder zurückgeführt. Wenn die Umsetzung bei vermindertem Druck vorgenommen werden soll, saugt man hinter dem Kühler 5 durch das Rohr 14 ab. Beispiele: 1.

   In eine 3 m hohe, mit    Raschigringen   gefüllte    Rektifikationskolonne   mit einem Durchmesser von 4 cm werden im obern Kolonnenteil stündlich 250 g    Trichloräthylen   und annähernd in der Mitte der Kolonne eine entsprechende, etwa    molare   Menge Chlorgas eingeleitet. Als Katalysator wird in der    Stunde   bis zu 10 g Eisenchlorid zugesetzt. Der Blaseninhalt wird in schwachem Sieden gehalten; in der    Rektifikationskolonne   herrscht annähernd    eineTemperatur   von 135 C. In 6 Stunden werden über 2100 g    Pentachlor-      äthan   erhalten, welches praktisch frei von Chlor und    Trichloräthylen   ist.

   Der    Hega-      chloräthangehalt      bewegt      sich   unter    1%.   



  2. In die gleiche Vorrichtung gemäss Beispiel 1 werden in der    Stunde      1000g      Tri-      chloräthan   und eine der    Pentachloräthanbil-      dung   entsprechende,    etwa;      molare   Menge Chlorgas eingeleitet. Bei dieser gegenüber Beispiel 1 erhöhten Belastung kann aus der Blase der    Rektifikationskolonne   laufend    Pentachlorätha-n   abgezogen werden, welches etwa 30%    Trichloräthylen   enthält.

   Die Tem- 

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    peratur   in der Umsetzungszone liegt niederer wie in Beispiel 1, und es entstehen praktisch    keine      Nebenprodukte.   Der Ablauf aus der Blase wird in einer angeschlossenen Trennsäule unter Atmosphärendruck oder bei    Unterdruck   in seine Bestandteile zerlegt. Es werden in der    Stunde   bis zu 1000 g    Penta-      chloräthan   erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Penta- chloräthan durch Chlorieren von Trichlor- äthylen bei erhöhter Temperatur in Gegenwart von chlorübertragenden Katalysatoren. dadurch gekennzeichnet, dass in eine mit heizbarer Blase versehene Rektifikations- kolonne Chlor und Trichloräthy len eingeleitet werden. UN TERAN SPRtrCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Trichlor- äthylen oberhalb der Eintrittsstelle für das Chlor in die Rekt.ifikationskolonne eingeleitet wird. \?. Verfahren nach Patentansprueh I und Unteranspruch I, dadurch gekennzeichnet. dass die Rektifikationskolonne unter vermindertem Druck gehalten wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch l und den U nteranspriichen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass in die Rektifikations- kolonne Verbindungen eingeleitet werden, welche sich an der Umsetzung nicht beteiligen. 4.
    Verfahren nach Patentansprueh I und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man als Verbindungen, die sich an der Umsetzung nicht beteiligen, niedrig siedende Verbindungen verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch 1 und 3 den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man wasserhaltiges Trichlor- äthylen in den obern Teil der Rektifikations- kolonne einführt und ein Dampfgemisch von Wasser und unverändert gebliebenem Tri- ; Chloräthylen aus dem Kopf der Kolonne abdestillieren lässt und dass man hierauf das Wasser abscheidet und das Trichloräthylen in die Rektifikationskolonne zurückleitet. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 bis 3 und 5, dadurch gekennzeichnet. dass aus der Blase der Rek- tifikationskolonne Pentachloräthan und unverändert gebliebenes Trichloräthylen in eine mit der Blase in Verbindung stehende Trennsäule geleitet und aus dieser das Trichlor- äthylen in die Rektifikationskolonne zurückgeführt wird, während aus dem untern Teil der Blase fortlaufend reines Pentachloräthan abgezogen wird.
    i. Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteranspriichen 1 bis 3, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennsäule unter Unterdruck gehalten wird. PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rektifikationskolonne (1) oben einen Zulauf für wasserhaltiges Triehloräthy len (3) und eine Ableitung (15) für ein in der Kolonne entstehendes Dampfgemisch aus Trichloräthy len und Wasser besitzt, welche mit einem Kühler (5) und nachfolgend mit.
    einem 'V#7asserabscheider (6) verbunden ist, von dem eine Leitung (4) das vom Wasser getrennte Trichloräthylen in die Rektifikationskolonne (1) zurückführt. UNTERANSPRUCH: B. Vorrichtung nach Patentanspruch Il. dadurch gekennzeichnet, dass die Blase (8) der Rektifikationskolonne (1) mit einer Trennsäule (10) in Verbindung steht, -elche in ihrem obern Teil eine zu einem Kühler (13) führende Leitung (12) und eine Rückführung (\?) für Trichloräthylen in die Rek- tifikationskolonne (1) sowie in ihrem untern Teil ein barometrisches Fallrohr (11) zum Ableiten von reinem Pentachloräthan besitzt.
CH232603D 1942-04-13 1943-03-01 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Pentachloräthan durch Chlorieren von Trichloräthylen. CH232603A (de)

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