DE843843C - Verfahren und Vorrichtung zum Chlorieren von Trichloraethylen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Chlorieren von Trichloraethylen

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DE843843C
DE843843C DEP17148D DEP0017148D DE843843C DE 843843 C DE843843 C DE 843843C DE P17148 D DEP17148 D DE P17148D DE P0017148 D DEP0017148 D DE P0017148D DE 843843 C DE843843 C DE 843843C
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DE
Germany
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trichlorethylene
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pentachloroethane
water
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Expired
Application number
DEP17148D
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English (en)
Inventor
Walter Dipl-Ing Fritz
Erich Schaeffer
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HELLMUTH HOLZ DR
Original Assignee
HELLMUTH HOLZ DR
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/013Preparation of halogenated hydrocarbons by addition of halogens
    • C07C17/04Preparation of halogenated hydrocarbons by addition of halogens to unsaturated halogenated hydrocarbons

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Chlorieren von Trichloräthylen 1?s ist bekannt, zur Herstellung von 1'entachloräthan in säurefeste, mit Trichloräthylen gefüllte Gefälic, die mit Kühleinrichtungen versehen sind. Chlor in Gegenwart von Eisenchlorid als Katalysator einzuleiten, bis dasTrichloräthylen möglichst vollständig in Pentachloräthan umgewandelt ist. 1)iex#s enthalt meist freies Chlor, welches bei weiteren Umwandlungen, z. 13. zu Tetrachloräthylen, ungünstig wirkt, oder noch Trichloräthylen, ferner auch Ilexachloräthan und sonstige \elwnprodukte. Nach diesem Verfahren kann nur einsatzweise gearbeitet werden, was umständlich ist und eine ungenügende Ausnutzung der Vorrichtungen zul:ißt. Außerdem müssen noch besondere Maßnahmen zur Gewinnung von reinem Pentachloräthan getroffen werden.
  • Diese Nachteile werden gemäß der Erfindung vermieden, und es wird in ununterbrochenem Arbeitsgang ein praktisch reines Pentachloräthan mit fast theoretischer Ausbeute erhalten. Es wird dabei so vorgegangen, daß bei erhöhter Temperatur in Gegenwart von chlorübertragenden Katalysatorett in eine Rektifikationskolonne Chlor und Trichloräthylen, dieses zweckmäßig darüber, eingeleitet werden. Das Chlor setzt sich in der Kolonne mit dem Trichloräthylen um, wobei erhebliche Wärmemengen frei werden. Die Abführung derselben erfolgt durch Verdampfen von Flüssigkeit in der Umsetzungszone. Der entstehende Dampf steigt ,in der Rektifikationskolonne nach oben, verläßt diese am Oberteil, wird niedergeschlagen, und die Flüssigkeit wird der Rektifikationskolonne wieder zugeleitet. Aus dem Unterteil der Kolonne wird (las entstandene Pentachloräthan abgezogen. Die Temperatur in der Umsetzungszone darf nicht un-, zulässig hoch steigert, da sonst die Bildung von Nebenprodukten gefördert wird. _ Im allgemeinen werden höhere Temperaturen als 140' vermieden. Die L'tnsetzungstemperatur ist abhängig von der Verdampfungstemperatur und damit von der Züsammensetzun.g der Flüssigkeit. Es kann in der L'tnsetzutlgszone, wenn 14o° nicht überschritten werden sollen, nicht das gesamte Trichloräthylen ztt 1'entachloräthan chloriert werden. Wenn Pentachloräthan, welches frei von Trichloräthylen ist, erhalten «erden soll, so muß im Unterteil der Kolonne unterhalb der Einleitungsstelle von Chlor (las noch vorhandene Trichloräthvlen abgetrieben werden, was teils durch freiwerdende Wärme der Nachreaktion, teils durch Beheizung der Blase der lZektifikationskolonne bewirkt wird. Es gelingt dann ohne weiteres, aus der Blase ein reines l'entachloräthan abzuziehen. das frei von Chlor und Trichloräthylen ist.
  • Durch das Abtreiben des im Pentachloräthan noch vorhandenen Trichloräthylens gelangt aus dem L'tlterteil der Rektifikationskolonne in die Umsetzungszone Trichloräthylendampf, der eine Verdünnung des Chlors und eine Erhöhung des aufsteigenden Dampfvolumens bewirkt. Dadurch wird die Leistung einer Einheit geringer als bei Verzicht auf das Abtreiben des noch enthaltenen Tric hloräthylens, also bei Entnahme von trichlor-:itllvletllialtigem Pentachloräthan, aus der Blase der ltektihkationskolotine.
  • LTni die höchstzulässige Umsetzungstemperatur tticllt zu überschreiten und doch eine vollkommene Chlörierun.g zu erreichen, ist es gemäß der Erfindung auch möglich, dieRektifikationskolonne unter vermindertem Druck zu betreiben. Auch bei dieser Arbeitsweise liegt die erreichbare Leistung infolge der größeren Gas- und Dampfvolumen niederer als beim Arbeiten unter Atmosphärendruck. Diese :Arbeitsweise ist vor allem wegen der geringeren Bildung von Nebenprodukten vorteilhaft.
  • Eine Temperaturerniedrigung in der Umsetzungszone ist auch möglich durch Zusatz von Flüssigkeiten in die Rektifikationskolonne, die sich an der Umsetzung nicht beteiligen, z. B. Tetrachlorkohlenstoff.
  • Die größte Leistung einer Chlorierungseinheit zur Gewinnung von reinem Pentachloräthan kann gemäß der Erfindung erzielt werden, wenn die Blase der Rektifikationskolonne mit einer Trennsäule verbunden ist. Auf das Abtreiben des im l?merteil der Rektifikationskolonne noch vorhandenen Trichloräthylens wird verzichtet, und das Gemisch von Pentachloräthan und Trichloräthylen wird aus der Blase der Rektifikationskolonne in eine Trennsäule geleitet. In dieser findet eine Trennung des Gemisches statt, wobei am Kopf der Trennsäule Trichloräthylen abdestilliert, das in einem Kühler kondensiert und dann der Rektifikationskolonne wieder zugeführt wird, während unten aus. der Trennsäule reines Pentachloräthan abgezogen wird. Es ist zweckmäßig, die mit der Rektifikationskolonne verbundene Trennsäule unter vermindertem Druck zu betreiben, um den Wärmeinhalt des eingeleiteten Flüssigkeitsgemisches zur Verdampfung des Trichloräthvlens auszunutzen.
  • Es ist auch möglich, wasserhaltiges Trichlorätihylen zur Umsetzung gemäß der Erfindung zu verwenden. EA findet dann im Oberteil der Rektifikationskolonne die Entwässerung es Trichloräthylens statt, indem durch entsprechende Dephlegmierung aus der Kolonne oben ein azeotropes Dampfgemisch von Wasser und T richloräthylen austritt. Dieses Dampfgemisch wird niedergeschagen und in einem Abscheider das Wasser voni Trichloräthylen getrennt. Letzteres wird der L''msetzungskolonne wieder zugeführt.
  • Als Katalysatoren kann man die üblichen Chlorüberträger anwenden, z. B. Eisenchlorid, die man der Umsetzungsflüssigkeit in feinverteiltem Zustande beimischt, oder man verwendet sie in stückiger Form und läßt die Umsetzungsflüssigkeit darüberrieseln. Man kann z. B. in diesem Falle einen Teil der Rektifikationskolonne tnit stückigem Katalysator füllen. Auch Antimonpentachlorid kann angewendet werden, welches zwar flüchtig ist, jedoch bei den herrschenden Verhältnissen in der Rektifikationskolonne zurückgehalten wird.
  • Eine Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens gemäß der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt. Es ist i eine Rektifikationskolonne mit den Zuführungsleitungen 2, 3, 4 für Trichloräthylen. Die Kolonne i ist oben verbunden mit einem Kühler 5, dessen Kondensat in ,den Wasserabscheider 6 läuft. Die Rückführung von Trichloräthylen in die Rektifikationskolonne i kann durch die Leitung 4 erfolgen. Durch das Rohr 7 wird Chlor in die Kolonne i eingeführt. Vom Boden der Blase 8 führt eine Verbindungsleitung 9 zur Trennsäule io, an ,der unten ein baronietri-sches Fallrohr i i für das Pentachloräthan und oben eine Ableitung 12 für die Trichloräthylendämpfe angeschlossen ist, welche im Kühler 13 niedergeschlagen werden. Das flüssige Trichloräthylen kann der Rektifikatiönskolonne i durch das Rohr 2 wieder zugeführt werden. Wenn das Verfahren ohne nachgeschaltete Trennsäule ausgeführt werden soll, wird das Pentachloräthan aus der Blase 8 über Leitung 9 und i i unmittelbar abgeführt.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Trichloräthylen, gegebenenfalls wasserhaltiges, gelangt durch die Leitung 3 in den Oberteil der Rektifikationskolonne i. Chlor wird durch die Leitung 7 eingeleitet. Die Hauptumsetzung geht in der Nähe der Chloreinleitung unter erheblicher Wärmeentwicklung vor sich. Durch den entstehenden Dampf, der nach oben steigt, kann das Trichloräthylen erforderlichenfalls wasserfrei .gemacht werden. Die das Wasser enthaltenden Dämpfe gelangen in den Kühler 5 und werden dort niedergeschlagen. Nach .\lltreiintulg des Wassers vom Trichloräthylen im >cheider 6 läuft diese: durch Leitung 4 in die Rektifikationskolonne i zurück. Unterhalb der Chloreinleitt11igsstelle 7 findet noch eine Nachreaktion \-o11 Chlor und Trichloräthylen statt. Soll Pentachloräthan direkt au: der Blase abgezogen werden, so wird clie#se so beheizt, daß das Trichloräthylen im holotinenunterteil abgetrieben wird. Bei N'erwc@clnng der angeschlossenen Trennsäule kann die llcizun@; der Blase der Rektifikationskolonne unterbleibeii, so claß sich ein Gemisch von Pentachloräthan und Trichloräthylen in der Blase 8 befindet. Dieses Gemisch wird durch die Leituflgg fortlaufend in die zweckmäßigerweise unter Vakuum stehende Trennsäule io geführt, in welcher es in seine Bestandteile zerlegt wird. Durch das Rohr i i kann fortlaufend reine; Pentachloräthan aus dem unteren Teil der Tre:insäule 1o abgezogen' werden. Der Oben aus der Trennsäule io durch das Rohr 12 entweichende Trichloräthylendampf wird im Kühler 13 niedergeschlagen und dann flüssig durch die Leitring 2 in die Rektifikationskolonne i wieder zuriickgf#fiilirt. \X'enn die Umsetzung 1>e1 vermindertem Druck vorgenommen werden soll, saugt man zweckm:g hinter dem Kühler 5, z. B. durch das ko,hr 14, all. Beispiel 1
    11) eilie 3111 hohe. mit Raschigringen gefüllte
    Kektitikationskolonne mit einem Durchmesser von
    4c111 werden im oberen Kolonnenteil stündlich
    =5o g Trichloräthylen und annähernd in der Mitte
    der li@@l@mne eile entsprechende, etwa molare@lenge
    Chlorgas eingeleitet. _\1s Katalysator wird in der
    Stillide bis zu log Eisenchlorid zugesetzt. Der
    Illaseninhalt wird in scliw-achem Sieden gehalten;
    in der Rektifikationskolonne herrscht annähernd
    cilie Temperatur von 135'. In f% Stunden werden
    über 2100 g Pentachloräthan erhalten, welches
    praktisch frei von Chlor und Trichloräthylen ist.
    1)e-t- I If#x:tclll()rätliangelialt 1>ew#egt sich unter i %.
    lieispie12
    hi die gleiche Vorrichtung gemäß Beispiel i werden in der Stunde looog Trichloräthylen und eine der Peutachloräthanbildung entsprechende, etwa in<ilare 11eiige Chlorgas eingeleitet. Bei dieser gegelüiberHeispiel i erlidlitenBelastung kann ausder blase clcr hcktifik;itionskolonne laufend Pentachlor-:itli;iit :tligeuigen werden, welches etwa 30% Triclilor:itliN@len enthält. Die Temperatur in der Umsetztillgszoiie liegt niederer wie in Beispiel i, und es eutsteheii Iraktisch keine Nebenprodukte. Der Allauf atts der blase wird in einer angeschlossenen Trennsäule unter Atmosphärendruck oder hei Unterdruck in seine Bestandteile zerlegt. Es werden in der Stunde bis zu iooo g Pentachloräthan erhalten.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Chlorieren von Trichloräthvlen zu Pentachloräthan bei erhöhter Temperatur in Gegenwart von chlorübertragenden Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, daß in eine kektifikationskolonne Chlor und Trichlorätliylen, dieses zweckmäßig darüber, eingeleitet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Rektifikationskolonne unter vermindertem Druck steht.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die Rektifikationskolonne zweckmäßig niedrig siedende Verbindungen eingeleitet werden, welche sich an der Umsetzung nicht beteiligen.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man wasserhaltiges Trichloräthvlen in den oberen Teil einer Rektifikationskolonne einführt und ein Dampfgemisch von Nasser und Trichloräthylen aus dem Kopf der Kolonne abdestillieren läßt, worauf nach Abscheidung des Wassers das Trichloräthylen in die Rektifikationskolonne zurückgeleitet wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet. daß die Blase der Rektifikationskolonne mit einer Trennsäule, die zweckmäßig bei Unterdruck arbeitet, in Verbindung steht, aus der das Trichloräthylen in die Rektifikationskolonne zurückgeführt und unten fortlaufend reines Pentachloräthan abgezogen wird.
  6. 6. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rektifikationskolonne (i) oben einen 7-ulauf für wasserhaltiges Trichloräthylen (3) und eine Ableitung (15) für das Dampfgemisch aus Trichloräthylen und Wasser .besitzt, welche mit einem Kühler (5) und nachfolgend mit einem Wasserabscheider (6) verbunden ist, der eine Leitung (4) für das Trichloräthylen in die Umsetzungskolonne (i) besitzt. j. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach .Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Blase (8) einer Rektifikationskolonne (i) mit einer Trennsäule (io) in Verbindung steht, welche oben eine Leitung (12) zum Kühler (13) und eine Rückführung (2) für Trichlor-'ithylen in die Rektifikationskolonne (i) sowie unten ein barometrisches Fallrohr (ii) zum .Ableiten von reinem Pentachloräthan besitzt.
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