CH233177A - Verfahren zur Darstellung von p-Amino-benzolsulfonylmethylurethan. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von p-Amino-benzolsulfonylmethylurethan.

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CH233177A
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urethane
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benzenesulfonylmethyl
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acid
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Aktiengesellschaft Chem Heyden
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Heyden Chem Fab
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/30Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/45Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups at least one of the singly-bound nitrogen atoms being part of any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom, e.g. N-acylaminosulfonamides

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Description


  Verfahren zur Darstellung von     p-Amino-benzolsulfonylmethylurethan.       Es ist bekannt, dass gewissen aroma  tischen,     aminosubstituierten        Sulfonsäure-          amiden    eine besondere Bedeutung bei der Be  kämpfung von bakteriellen Infektionen zu  kommt. Es wurde nun gefunden, dass man zu  Stoffen von besonders günstigen Eigenschaf  ten kommt, wenn man ,statt der     Sulfonsäure-          amide    die     Sulfonsäureurethane    darstellt. Die  fraglichen Stoffe haben die folgende Formel:       X-Aryl-)so,-NH-C00-R.     



       Aryl    bedeutet einen nur noch mit Wasser  istoffatomen besetzten Benzol- oder     Naphtalin-          kern,        X,die    Gruppen     -NHZ    und     NHR,        Oowie     ausserdem Y, wobei Y die Gruppen -N02,       NHAcyl,        -NR1Acyl    und     -NR1R2        umfasst.    R       bedeutet    einen     aliphatischen    oder aroma  tischen     Kohlenwasserstoff-Rest,        R,

      und     RZ          Alkyl-        bezw.        Aralkylreste.     



  In besonders günstiger Weise kann man  die     Sulfonylurethane    darstellen, indem man    auf     substituierte        Sulfonylamide    der Formel       Y-Aryl"S02-NHZ          Chlorkohlensäureester    der     Formel     Cl'     COO-R     bei Anwesenheit von säurebindenden Mitteln  einwirken lässt. Unter Austritt von Chlor  wasserstoff     tritt    die Bildung von     Sulfonyl-          urethanen,    meist in fast quantitativer Aus  beute, ein. Diese Reaktion kann entweder  ohne Verdünnung oder in geeigneten Lö  sungsmitteln ausgeführt werden., wie in Was  ser oder in organischen Flüssigkeiten.

   Beson  ders geeignet sind     aliphatische        Ketone,     wie z. B.     Aceton,    bei Anwesenheit von     Al-          kalicarbonaten.    als säurebindende Stoffe.  



  Die Gruppe X, die eine primäre oder  sekundäre     Aminogruppe    darstellt, sowie  ausserdem die unter der Bezeichnung Y zu  sammengefassten Gruppen:     Nitro-,        Acyl-          amino-    und tertiäre     Aminogruppe,    kann in      ihrer Funktion als primäre und sekundäre       Aminogruppe    wegen der Umsetzungsfähig  keit mit     Chlorkohlensäureester    nicht direkt  eingeführt werden, sondern muss z.

   B. aus der       Nitrogruppe    durch Reduktion oder aus der       Acylaminogruppe    durch     Verseifung        gewon.          nen    werden. Die     Verseifung    gelingt z. B. gut,  wenn man in     wä.ssriger    oder alkoholischer  Natron- oder Kalilauge auf mässige Tempe  raturen, z. B.50", erhitzt. Es ist überraschend,       dass    dabei nicht die     Carbonsäureesterbindung          mitverseift    wird.

   Die     Verseifung    der     Acyl-          aminogruppe        bezw.    die Reduktion der Nitro  gruppe ist jedoch nicht in. allen Fällen not  wendig. Es kann auch zweckmässig sein, Ver  bindungen mit einer     Nitro-        bezw.        Acylamino-          gruppe    zu verwenden.  



  Die     gebildeten        Sulfonylurethane    sind  farblose, meist feste Stoffe, die sich wenig  in Wasser, aber leicht in     Alkalicarbonat-          lösungen    und in verdünnten Alkalien lösen.  Die dabei gebildeten     Alkalisalze    reagieren  neutral. Mit Säuren werden die freien Ure  thane ausgeschieden. Mineralsäuren im Über  schuss läsen die ausgefällten Verbindungen  wieder, soweit diese eine freie     Aminogruppe     enthalten.  



  Einer der Vorteile der neuen Stoffe vor       andern    bekannten Verbindungen liegt in der  ausgezeichneten Löslichkeit, welche die Ver  bindungen als Salze haben und in der neutra  len Reaktion dieser Salze. Damit. ist eine     gute     Resorption und     Ausscheidbarkeit    gewähr  leistet, sowie die Anwendung als Injektions  lösung. Durch Variation des Restes R können  die Eigenschaften, wie z. B. Wasserlöslich  keit,     Ausscheidbarkeit,        L@ipoidlöslichkeit,    in  sehr weiten Grenzen auf technisch     leicht    zu  gängliche Weise abgeändert werden,     @so.    dass  für die verschiedensten. Anwendungen Stoffe  zur Verfügung stehen.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Darstellung von p-     Amino-          benzolsulfonylmethylurethan,        welches    da  durch gekennzeichnet ist, dass man     Chlor-          kohlensäuremethylester    auf ein     acyliertes          Sulfanilamid,    z. B. auf     Acetylsulfanilamid,          Propionylsulfanilamid,    Carbäthoxysulfanil-         amid,    bei Anwesenheit von säurebindenden  Stoffen einwirken lässt und das gebildete       Aeidylbenzolsulfonylmethy        lurethan    verseift.  



  Die erhaltene. bisher unbekannte Ver  bindung soll als     Heilmittel    und als Zwischen  produkt für die Herstellung von Heilmitteln       Verwendung    finden.         Beispiel   <I>1:</I>  100 g     Acetyl@sulfanilsäureamid     180g trockenes     Kaliumcarbonat     600     ein'    Aceton   erden bei Zimmertemperatur verrührt. Die  anfangs dünnflüssige Masse wird nach eini  ger Zeit ziemlich dick. Unter stetigem Rüh  ren werden  50g     Chlorkohlensäuremethylester     langsam eingetragen. Die Masse erwärmt sich  ziemlich stark und kann etwas gekühlt wer  den. Sie wird im Laufe der Reaktion wieder  ziemlich dünnflüssig.

   Es wird noch eine  Stunde nachgerührt, abgekühlt und abge  <B>saugt;</B> zirka 350 g weisses Pulver. das noch  zum Teil aus     Kaliumcarbonat    besteht. Zur  Reinigung wird in 1000     ein'    Wasser aufge  löst, von wenig Unlöslichem     abfiltriert    und  mit     Salzsäure    bis zur kongosauren     Reaktion     angesäuert. Dabei entsteht ein Niederschlag,  der trocken 122 g wiegt     und    im wesentlichen  aus     Acetylsulfanilylmethylurethan        besteht.     Ausbeute an     Rollprodukt    =     969'o    der Theo  rie.

   Nach zweimaliger Kristallisation aus  65 ö     igem    Alkohol liegt der Schmelzpunkt bei  l85-190". Die     Substanz    bildet farblose Kri  stalle, die sich in Wasser wenig, leicht da  gegen in verdünnter     Sodalösung        auflösen.     



  Durch 20stündige     Verseifung    bei 50" in  einer Auflösung von 3     Mol    Natronlauge und  1     Mol    Kalilauge in 4     Gewichtsteilen    Alko  hol und 1     Gewichtsteil    Wasser, Neutralisa  tion mit Salzsäure bis zum     PH    = 7, Abdamp  fen     des    Alkohols,     kristallisiert    das Kalium  salz des p-     Amino-benzolsulfonylmethy        lure-          thans    aus,     das    in Wasser ziemlich leicht,

    schwerer in verdünnter     Kaliumcarbonat-          lösung    löslich ist und aus wenig Wasser oder  aus Wasser     +        Kaliumcarbonat    oder aus ver  dünntem Alkohol kristallisiert werden kann.      Es bildet farblose     Kristalle,    die sich mit neu  traler Reaktion in Wasser     lösen.     



  Die gleiche Verbindung erhält man,     wenn     man an Stelle des     Acetylsulfanilamids    ein  anderes     acyliertes        Sulfanilamid,    z.     B.        Pro-          pionylsulfanilamid    oder     Carbäthogysulfanil-          amid,    verwendet. Durch die     Verseifung    ent  steht in jedem Fall das     p-Aminobenzolsul-          fonylmethylurethan.     



  Das freie     p-Aminobenzolsulfonylurethan     erhält man, indem man die     wässrige    Lösung  des     galiumsalzes    mit Salzsäure bis zur  schwach kongosauren Reaktion ansäuert,  wobei das     Urethan    langsam     auskristallisiert.     Farblose Kristalle vom     F.143.-146 .    Man  kann die freie Verbindung auch erhalten,  wenn man das nach obiger Vorschrift dar  gestellte rohe     Acetylsulfonylmethylurethan,     ohne es     umzukristallisieren,    mit 4     Mol        NaOH     bei 50  in einem Gemisch von 4 Teilen Alko  hol und 1 Teil Wasser verseift, den Alkohol    im Vakuum abtreibt,

   den Rückstand in Was  ser löst, mit     HCl    schwach kongosauer macht,  absaugt, durch Verrühren in     Natriumbicarbo-          nat    löst, vom Unlöslichen absaugt und erneut  mit     HCl    ausfällt. Nach     Kristallisation    aus  Alkohol hat die     Verbindung    den F. 143 bis  146 .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von p-Amino- benzolsulfonylmethylurethan, dadurch ge kennzeichnet, dass man Chlorkohlensäure methylester auf ein acyliertes ,Sulfanilamid bei Anwesenheit von säurebindenden Stoffen einwirken lässt und das gebildete Aci-dyl- aminobenzolsulfonylmethylurethan verseift. Die neue Verbindung bildet farblose Kristalle vom h\. 143-146 .
CH233177D 1941-07-12 1942-06-18 Verfahren zur Darstellung von p-Amino-benzolsulfonylmethylurethan. CH233177A (de)

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