CH233586A - Verfahren zur Erzeugung eines für die Kunstfaserherstellung geeigneten Zellstoffes aus Kiefernholz. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung eines für die Kunstfaserherstellung geeigneten Zellstoffes aus Kiefernholz.

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CH233586A
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C1/00Pretreatment of the finely-divided materials before digesting
    • D21C1/04Pretreatment of the finely-divided materials before digesting with acid reacting compounds

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  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description


  Verfahren zur Erzeugung eines für die     Iiunstfaserher        stellung    geeigneten Zellstoffes  aus     Klefernholz.       Es ist bekannt, welche hohen Anforderun  gen in     bezog    auf     Reinheit    und     Alphacellulose-          gehalt    an     einen        Kunstfaserzellstoff    gestellt  werden müssen.

   Hat man in     -den:    Anfängen der       Kunstfaserindustrie    hauptsächlich     Baumwoll-          inters    und     Fichtenholz        verarbeitet,    so ist man  in     späterer        Zeit        @dagu    übergegangen, auch  andere Hölzer, wie Buchenholz oder Kiefern  holz, zu verarbeiten.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft     ein     Verfahren, bei dem zwecks     Herstellung    eines  geeigneten     Kunstfaserzellstoffes    von hohem       Alphacellulosegehalt        das    Kiefernholz einer       Vorbehandlung    mit     verdünnter    Schwefel  säure unterworfen und anschliessend nach  einem alkalischen     Aufschlussverfahren    auf  geschlossen wird.  



  Es ist ein Verfahren bekannt zur Her  stellung eines Kraftzellstoffes, der auch für  die Verarbeitung zu     Cellulosederivaten        gut     geeignet sein soll, Holzschnitzel nach einer         Vorbehandlung    mit     Schwefelsäure    von     etwa     1 bis     35%    dem     Sulfataufschluss    zu unter  werfen.

   Bei Anwendung dieses     bekannten     Verfahrens auf harzreiches Holz,     wie    Kiefern  holz, wurde nun die     überraschende        Feststel-          lung    gemacht,     @dass    beim Arbeiten in diesem       Säureintervall    kein für die     Kunstfasererzeu.-          gung    brauchbarer     Zellstoff    erhalten werden  kann.

       Es    wurde festgestellt, dass hierzu     ganz          bestimmte    Bedingungen bei der     Säurevor-          behandlung    der     Kiefernholzschnitzel    einge  halten werden müssen.  



  Für die Herstellung eines     Kunstfaserzell-          stoffes    aus Kiefernholz ist es     notwendig,    die       Vorhydrolyse    mit     einer    0,2 bis 0,6 %     igen     Schwefelsäure bei Temperaturen über 100   vorzunehmen.

   Erhöht man die Säurekonzen  tration nur wenig,     beispielsweise    auf 1 %, so  erhält man schlechtere     Ausbeuten    an Zell  stoff; ausserdem ist .der so     erhaltene    Zellstoff  für die     Herstellung    von     Kunstfasern    weniger  geeignet.     Beispielsweise    sind die aus einem      solchen Stoff in üblicher Weise hergestellten       Viskosespinnlösungen    wesentlich schlechter       filtrierbar    als die     aus    bei einer     Vorhydrolyse     mit etwa 0,20 bis     0,50%i,-en    Schwefelsäure  erhaltenen Zellstoffe.

       Sinkt    die Säurekon  zentration unter 0,2 %, so     -werden    zwar     Zell-          stoffe    in     guter        Ausbeute    erhalten, jedoch die       Pentosane    nicht herausgelöst. Die erhaltenen       pentosanrreicheren        Zellstoffe    ergeben dann  schlechter     filtrierbare        Viskoselösungen.     



       Azusf        ührunysbeispiel:          Kiefernholzhackspäne    in einer Menge von  340 - kg,     bezogen    auf     atro    Holz, werden  mit 0,25     %iger    Schwefelsäure im Flottenver  hältnis von 1 : 5,0 eine Stunde bei     125         vor-          hydrolysiert.     



  Man erhält, auf     atro    Holz berechnet,  <B>2</B>     90        kg        eines        schwach        gefärbten        Holzpro-          duktes.    Dies entspricht. einer Ausbeute von  85 %.

   Das noch feuchte Holz wird durch Aus  waschen mit Wasser von anhaftender Säure  befreit und     anschliessend    in einer Lauge, die  20 % wirksames Alkali enthält (als     NaOH     berechnet, bezogen auf     atro        vorhydrolysiertes          Material),    durch Behandlung mit einer       Schwefelnatrium    enthaltenden Natronlauge  aufgeschlossen.

   Die     Kochlauae    enthält<B>80%</B>  des     wirksamen    Alkalis als     Na0H    und 20  als     Na2S.    Ausserdem enthält die Lauge 15       Na2C0,>    und 3 bis 4 %     NatSO,    vom Gesamt  anteil der anorganischen. Substanz. Die       Kocheng    wird mit einem     Laugenverhältnis     von 1 : 4,6 bei 160 bis 170      ,durchgeführt.     



  Das nach     beendeter    Kocheng durch  Waschen von .den Resten der Kochlauge be  freite     Material    wird     zweistufig    gebleicht. Die  Bleiche erfolgt teils im Turm und teils im  Holländer. Auf 100 kg Zellstoff     weiden    etwa  5,5 kg aktives Chlor verbraucht. Zwischen  beiden Bleichstufen findet eine schwach alka  lische     Zwischenbehandlung    statt. Nach gründ  licher Wäsche wird der Stoff auf einer Sieb  presse entwässert.  



  Der erhaltene Zellstoff besitzt einen Ge  halt an     Alphacellulose    von 94%,. der Holz  gummigehalt liegt bei 1,5 bis 2%. Die Zell-         stoffausbeute    beträgt 29 %, bezogen auf ein  gesetztes     atro    Holz.  



  Ein zum Vergleich unter den gleichen  alkalischen     Kochbedingungen    bezüglich Auf  schlusstemperatur und     Aufschlussmit    ohne       Vorbehand.lung    mit Säure erhaltener Zellstoff       -wies        demgegenübei.-    bei     einer        Ausbeute    von  <B>36%</B> nur einen     Alphagehalt    von<B>88%</B> bei  einem     Holzgummigehalt    von 6 % auf. Der       Alkaliverbrauch        beim        Aufsehluss    des nicht       vorhydrolysierten    Kiefernholzes ist grösser.

    Es ist erforderlich, mit einem     Alkaliverhält-          nis    von. 1 :0,23 auszuschliessen. Der Chlor  verbrauch beträgt 6,5 kg auf 100 kg Zell  stoff.  



  Der     ohne        Vorhydrolyse    erhaltene Zell  stoff ist weit weniger für die Herstellung von       Kunstfasern    geeignet als der     aus        vorhydro-          lysiertem    Kiefernholz. Eine aus unter Be  nutzung der     Vorhydrolyse    hergestelltem Zell  stoff erzeugte Viskose wies eine Filterleistung  von 300     1Jm'jh    Filterfläche auf gegenüber  einer Filterleistung von 155     ljm'/h    bei einer  Viskose aus nicht     vorhydrolysiertem    Kiefern  holz.  



  Die grössere Reinheit des Zellstoffes  drückte sich auch in den Faserwerten der aus  den erhaltenen Viskosen     ersponnenen        Zell-          wollen    aus. Die     Faserwerte    der Zellwolle  aus dem     vorhydrolysierten    Material     waren     25,0     Rkm    trocken und 14,0     Rkm    nass gegen  über 23,0     Rkin    trocken und 13,5     Rkm    nass  bei der Viskose aus nicht     vorhydrolysiertem     Zellstoff.  



  Statt der im     Ausführungsbeispiel    gewähl  ten Temperatur von 125  für die     Vorhydro-          lyse    kann vorteilhaft auch in einem Tempe  raturintervall von 115-130  gearbeitet wer  den.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erzeugung eines für die Kunstfaserherstellung geeigneten Zellstoffes aus Kiefernholz, dadurch gekennzeichnet, dass das Kiefernholz einer hydrolysierenden Vor- behandlung mit verdünnter Schwefelsäure von 0,2 bis 0,
    6 % bei Temperaturen über 100 unterworfen und in noch feuchtem Zustand nach einem alkalischen Aufschlussverfahren aufgeschlossen wird. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorbehandlung bei einer Temperatur von 115 bis l30 vorgenom men wird.
CH233586D 1942-01-09 1943-01-06 Verfahren zur Erzeugung eines für die Kunstfaserherstellung geeigneten Zellstoffes aus Kiefernholz. CH233586A (de)

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