CH237790A - Verfahren zur Herstellung von Zellstoffen von hohem Alpha- und niedrigen Pentosangehalt. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zellstoffen von hohem Alpha- und niedrigen Pentosangehalt.

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CH237790A
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Phrix Arbeitsgemeinschaft
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    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C1/00Pretreatment of the finely-divided materials before digesting
    • D21C1/04Pretreatment of the finely-divided materials before digesting with acid reacting compounds

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Zellstoffen    von hohem     Alpha-          und    niedrigem     Pentosangehalt.            Es    ist bekannt, zur Herstellung von für  die     chemische    Weiterverarbeitung, insbeson  dere für die     Herstellung    von     Viskosespinn-          lös.ungen,    geeignetem Zellstoff     .cellulosehal-          ti,

  b    Rohstoffe mit Säuren     vorzubehandeln          und    anschliessend einem     üblichen        Zellstoff-          aufschlussverfahren    zu unterwerfen.

   Diese be  kannten     Hydrolysierverfahren    gestattet es, aus  den     verschiedensten        cellulosehaltigen    Roh  stoffen Zellstoffe von     hohem        Alphagehalt    zu       erzielen.    Dies wird dadurch ermöglicht,     d:ass     durch die     Säurevorbehandlung    die     Pentosane     fast vollständig herausgelöst werden können.  



  Bei der     Herstellung    von Zellstoffen wird  nun so vorgegangen, dass die     Aufschlussflüs-          sigkeit    nach     Aufstärken    und     Eindampfendes;          überschüssigenWass        ers        zurückgeführt    und zu  weiteren neuen Aufschlüssen verwendet wird.

    Will man nun das bekannte     Hydrolysierver-          fahren        in    einer     Zelstoffabrik    anwenden, so  kommt man dadurch in     Schwierigkeiten,    dass  der     vorhydrolysierte,    stark     wass        ;erhaltige          Celluloserohstoff    die     Aufschlussflüssigkeiten       stark verdünnt,     :so    dass     man    mit der Anzahl       .der    vorhandenen Verdampfer nicht aus  kommt.

   Es, ist daher     notwendig,    durch Auf  stellen zusätzlicher Verdampfer eine     weitere          Einengung    :der     Aufschlussflüssigkeit    vor  zunehmen..  



  Es     wurde    nun     überraschenderweise    ge  funden, dass sich     eine    weitere Einengung ver  meiden und die     Entwässerung    des     vorl-iyclro-          lysierten    Rohstoffes in     vorteilhafter    Weise  vornehmen lässt, wenn man     die    überschüssige       Hydrolysierflüssigkeit    durch     Abpressen    ent  fernt.

   Durch diese     Arbeitsweise    gedingt es  erst, das     Vorhydrolysierverfahren    wirtschaft  lich. zu gestalten und den     Laugehaus.halt        ins          CTlei.chgewicht    zu     bringen.    Für das.     Abpressen     können die verschiedensten     Arten    von     Ab-          pressvorrichtunb    n benutzt werden. Beispiels  weise sind Walzenpressen gut geeignet, um  die überschüssige Flüssigkeit zu     entferenen.     



  Die. Arbeitsweise     nach,der    Erfindung lässt  sich für die verschiedensten     cellulosehadtigen     Rohstoffe,     sowohl    für     vorhydrolysierte    Holz-      schnitzet, z. B. Kiefern- und     Buchenholzhack-          schnitzel,    als auch     vorhydrolysiertes    Stroh,  Kartoffelkraut oder Schilf oder andere Ein  jahrespflanzen     anwenden.    Nach     Ablassen    der       Vorhydrolysiersäure    wird bei anschliessendem       alkalischem    Aufschluss die Säure durch Aus  waschen entfernt.

   Bei Vornahme eines sauren  Aufschlusses ist     ein        Auswaschen    der     Ilydro-          lysiersäure    nicht in jedem Falle erforderlich.  



  Die     Vorhydrolyse    kann unter den be  kannten üblichen Bedingungen durchgeführt  werden. Es werden dabei in der     Regel    an  organische     Säuren,    wie Salzsäure, Schwefel  säure oder Phosphorsäure, verschiedener Kon  zentration benutzt. Auch     organische    Säuren,  wie Ameisensäure oder     Essigsäure,        sind    an  wendbar. Der Aufschluss des mit Säure vor  behandelten,     cellulosehaltigen    Rohstoffes kann  dann nach irgendeinem beliebigen Aufschluss  verfahren erfolgen.

   Sowohl saure Aufschluss  verfahren, beispielsweise das     Sulfitverfahren,     oder alkalische     Aufschlussverfahren,    wie das  Natron- oder     Sulfatverfahren,    sind anwend  bar. Vorteilhaft wendet man ein     alkalisches          Aufs.chlussverfahren    an, da bei dieser Arbeits  weise Zellstoffe erhalten werden, die beson  ders gut für die Herstellung von Kunstfaser  zel,lstoffen geeignet sind.  



  Die für die     Vorhydrolyse    verwendete       Säurekonzentration    ist je nach den Arbeits  bedingungen     verschieden    zu wählen. Beim  Arbeiten unter     Atmosphärendruck    sind höhere  Säurekonzentrationen     erforderlich    als beim       Arbeiten        unter    erhöhtem Druck. Bei     Amven-          i        dung    von Schwefelsäure können zum Beispiel  Konzentrationen von etwa 1-35 % Schwefel  säure benutzt werden.

   Besonders     zweclzmässig@     ist es, untererhöhtem Druck zu     a.rheiten    und  verdünnte Schwefelsäure oder Salzsäure unter  1 % anzuwenden.  



       Ausf        ülarungsbeisp-iel:     850 kg lufttrockenes Stroh (entsprechend.  750 kg     atro)    werden mit einer     Mischung    aua  7000 Litern Wasser und 19,<B>2</B>5 Litern tech  nischer Schwefelsäure (D 1.84,     SchwefelsKure-          konzentration    0.48 Gewichtsprozent) in einem    säurefesten,     beschlossenen    Gefäss möglichst  rasch auf     130     erwärmt und 3     Stunden    bei  dieser Temperatur belassen.

   Nach     Ablassen     vom     Druck    wird das vorbehandelte Stroh von  der     Hy        drol@-siei:säure    abgetrennt, mit Wasser       ausgewaschen,    und auf etwa<B>60%</B>     Wasser-          behalt        abgepresst.    Das     abgepresste,    feuchte  Stroh wird einer     .Kochung    in einer Lauge  unterzogen, die     L)0%    wirksames Alkali (als       NaOH    berechnet) enthält,     bezogen    auf     atro          vorhydrolysiertes    Material.

   Die Kochlauge  enthält<B>80%</B> des wirksamen Alkalis als       Na0I1    und 20% als     Nass    neben 15       Na-CO.,    und     3-47o'        Na-,SO,.    Die     Kochung     wird mit einem     Laugenverhältnis    von 1 : 4.9  bei     160-165 Ilöchsttemperaturdurchgeführt.     



  Die Ausbeuten     befragen    bei der     Vorhydro-          ly    se 65 % und bei der alkalischen     Kochung          -1    :0     %.    so dass     sich    für fertig gebleichten Zell  stoff unter     Beriiellsic litibung    eines Bleich  verlustes von     '-)'ö    eine Ausbeute von 24% er  gibt, bezogen auf ursprünglich eingesetztes  Material.  



  Der erhaltene     Zellstoff    weist einen     Alpha-          webalt    von 94' und einen     Holz"-uuimigeha.lt     von     \?    .3 % auf. Der     Asehegehalt    beträgt       !t.19    ö und der     Polymerisationsgrad    ist 730.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Zellstoffen von hobein Alpha- und niedrigem Pentosan- gehalt aus cellulo_sehaltigen Rohstoffen durch I1ei;Ruslösen der Pent:
    osane mit verdünnten Säuren und ansclilie 13endeniZellstof faufschluss, dadiirelii behennzeicliriet,, dass der vorhydro- ly i.erte Rohstoff vor dem Zellstoffaufsehluss durch Abpressen von ülxrs < @hiissiger Flüssig keit befreit wird.
    1TXTERANSPRUCH: Verfahren. nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet. class ein alkalischer Aufschluss an gewendet wird und der mit Säure vor@e- handelte Rohstoff vor dem Abpressen durch Auswaschen mit Wasser von Säure befreit wird.
CH237790D 1943-02-27 1944-01-15 Verfahren zur Herstellung von Zellstoffen von hohem Alpha- und niedrigen Pentosangehalt. CH237790A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2518141A1 (fr) * 1981-12-10 1983-06-17 Battelle Memorial Institute Procede pour delignifier le bois et autres produits lignocellulosiques

Cited By (3)

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FR2518141A1 (fr) * 1981-12-10 1983-06-17 Battelle Memorial Institute Procede pour delignifier le bois et autres produits lignocellulosiques
EP0082116A1 (de) * 1981-12-10 1983-06-22 Battelle Memorial Institute Verfahren zur Delignifizierung von Holz und anderen Lignozelluloseprodukten
WO1983002125A1 (en) * 1981-12-10 1983-06-23 Memorial Institute Battelle A method for the delignification of wood and other ligno-cellulosic products

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