Fassung für Teile eines Röhrengerätes, die gleichzeitig eine Entladungsröhre und dieser zugeordnete Schaltungsteile trägt. Die Erfindung bezieht sich auf eine Fas sung für Teile eines Röhrengerätes, z. B. eines Radiosende- oder Empfangsgerätes, eines Verstärkers, eines Messapparates usw., die gleichzeitig eine Entladungsröhre und dieser zugeordnete Schaltungsteile trägt.
Es war bereits bekannt, ,die z. B. in einer Radioschaltung einer bestimmten Ent ladungsröhre zugeordneten Schaltungsteile, das heisst Widerstände, Kondensatoren oder dergleichen, an der Röhrenfassung zu mon tieren, zum Zwecke auf diese Weise ein ge drängtes Ganzes mit kurzen Verbindungen zu erhalten. Ein Beispiel davon bildet eine bekannte Bauanordnung, bei der die betref fenden Teile, nämlich die Kondensatoren und Widerstände einer Verstärkerstufe, zwischen den Kontakthülsen der Röhrenfassung ange ordnet sind, wobei das Ganze durch einen Schirm mit Zwischenwänden abgedeckt ist.
Diese Bauart hat den Nachteil, dass nur sehr wenig Raum verfügbar ist, so dass die betref- fenden Teile schwer zugänglich sind, und ausserdem die Abgabe der in den Teilen er zeugten Wärme sogar ohne Schirmkappe auf unerwünschte Weise verhindert wird. Die Montage der Schaltungsteile an Ort und Stelle ist schwierig und ihre Anordnung ist unübersichtlich.
Bei verwandten Bauarten ist auf den ge drängten Aufbau verzichtet worden, und es befinden sich die vorerwähnten Schaltungs teile ausserhalb der Umgrenzung der Röhren fassung. Nachteile dieser Bauart bestehen darin, dass :das Gebilde zuviel Raum be ansprucht und die Verbindungen eine un nötig grosse Länge haben.
Die Erfindung bezweckt eine sehr ein fache und gedrängte Fassung für eine Röhre und ihr zugeordnete Schaltungsteile zu schaffen, ohne dass hierbei die vorgenannten Nachteile auftreten.
Zu diesem Zweck bildet erfindungsgemäss ein Träger, der gleichachsig in bezug auf die Röhre angeordnet und baulich mit. der Röli- renfassung vereinigt ist, ein die Röhre um fassendes Gestell, das mit über den Umfant; verteilten metallenen Kontaktstücken ausge stattet ist, an denen die der Röhre zugeord rieten Schaltungsteile montiert sind.
Die am Träger montierten Schaltungs teile können in einer zy lindrisehen Aufstel lung um denselben gruppiert sein, so dass nur äusserst kurze Verbindungen, manchmal bloss mit einer Länge von einigen Milli metern, zwischen den Selialtungsteilen und den Kontakten der Röhrenfassung ange bracht zu werden brauchen.
Das Ganze kann dabei derart an die Form der Röhrenfassung angepasst sein, dass es möglich ist, die Schal tungsteile auf den Kontaktstücken zu mon tieren und darauf den mit den Schaltungs teilen versehenen Träger zusammen mit der Röhrenfassung als eine Einbaueinheit im Chassis anzuordnen. deren grösster Durch messer nicht grösser als .der Durchmesser des Loches zu sein braucht, das man doch bereits für die Durchführung der Röhrenfassung ini Chassis vorzusehen pflegt.
Nach einer bevorzugten Ausführungs form der Erfindung können die Röhrenfas sung und der Träger aus einem aus Isolier stoff gepressten Stück von zylindrischer Ge stalt bestehen, so dass man einen einfachen lind festen Bauteil erhält, dessen Herstel lungskosten besonders niedrig sind.
Die metallenen Kontaktstücke zuni Anbrin gen der Schaltungsteile können hierbei vor teilhaft im Träger miteingepresst sein.
Es empfiehlt sich ebenfalls, insbesondere bei den neuzeitlichen Empfangsröhren mit kleinem Durchmesser, die hohlzy lindriselie Fassung an der Innenseite mit Kontakten für die Röhre. zu versehen und sie derart zu bemessen, dass sie die Röhre praktisch ganz enthalten kann. Der Rauire, in dem die Röhre mit den ihr zugeordneten Schaltungsteilen untergebracht ist, wird dann bis auf das Ge- ringstmass herabgesetzt, ohne dass hierdurch die Übersichtlichkeit oder die geringe Länge der Verbindunben verloren gehen.
Diese Bauart ist besonders günstig bei der <B>Y</B> Verwendinig neuzeitlicher Empfangsröhren, deren Verluste sehr gering sind, so dass in folge der Anordnung der Röhre im Innern des Trägers keine unerwünschte Temperatur steigerung auftritt.
Falls eine bessere Wärmeabfuhr für die 1tölire erforderlich ist, kann der Träger in der Höhe der Röhre finit Offnungen versehen werden, wodureli die Röhre in unmittelbarer Berührung mit dem umgebenden Luftraum gebracht wird.
Die Erfindung wird nachstehend an Rand eines in der beiliegenden Zeielinung darge stellten .@usführlzngslicispiels näher erläu tert.
Die Fig. I und ? zeigen, in zwei Projek tionen, teilweise im Schnitt, eine, Montage einheit.
Die Fig. 3 und 4 zeigen schematisch, wie in diesem Falle die 'feile einer Verstärker stufe als selbständige Einheit montiert wer den können.
In. den Fig. 1 und ? ist finit 1 ein aus Isolierstoff gepresster Träger finit viereckiger Grundplatte ? bezeielinet, die auf der teil weise abgebildeten metallenen Chassisplatte 3 mittels Schraubenbolzen 4 befestigt ist, die glei-ehzeitig mittels der Klenimstüeke 5 den Rand einer hohlzylindrischen Röhrenfassung 6 festhalten.
Letztere ist an der Innenseite mit aclisialen Rillen versehen, in denen Kon taktfedern 7 mittels Hohlnieten 8 auf einem Metallstreifen 9 festgesetzt sind, der an den heilen Enden mit Zungen <B>10</B> versehen ist.
Die Röhre wird voll unten her in die Röh renfassung gesteckt, so dass die Seitenkon takte 1? finit den Kontaktfedern 7 in Berüh rung homnic@n, lind sie befind cl sich zu einem beträehtliehen Teil innerhalb des Trägers 1, der mit Wfmzligen 1'3 zur Förderung der Abkühlun- der Röhre versehen ist.
Fig. ?zeigt, wie die oberhalb und unter halb den Offnungen 13 liegenden ringförmi gen Teile di#s @l'iäg@ers 1 mit Rippen 14 mit zwischenliegenden flachen Teilen versehen sind; letztere dienen als Liegeplatz für die metallenen Kontaktstöcke 15, die mittels IIolilnieten <B>16</B> festgesetzt und als Träger für die verschiedenen elektrischen Teile 17 bis ?4 dienen, die an der Unterseite (Fig. 1) an entsprechenden Kontaktstücken des untern Ringes 2-5 befestigt sind.
Die Teile sind der art gruppiert, dass äusserst kurze Verbindun gen in Richtung der Zungen der Röhren fassung erzielt werden, was insbesondere bei kurzen Wellenlängen vorteilhaft ist. In der Chassisplatte 3 ist eine gestrichelt darge stellte Üffnung 26 vorgesehen, die erlaubt, das ganze fertigmontierte Gebilde in Rich tung des Röhrenfusses aus dem Chassis zu entfernen, so dass eine selbständige Ein heit erhalten wird, die gesondert fertigmon tiert und dann als ein Ganzes im Chassis an geordnet werden kann.
Fig. 3 ist ein Schaltbild einer Wider- standsverstärkerstufe, die nach Art der Fig. 1 und 2 zusammengestellt worden ist und in der die verschiedenen elektrischen Teile mit C bezw. B und Rangnummer be zeichnet sind, während die Buchstaben A bis D für die Anschlusspole des Ganzen verwen det werden; .diese führen nach aussen und müssen bei der Montage mit dem restlichen Teil der im Chassis untergebrachten Schal tung verbunden werden.
Fig. 4 ist ein Montageschaltbild der Schaltung nach Fig. 3, in dem für die Teile und Anschlüsse die gleichen Bezeichnungen verwendet werden. Es ist ersichtlich, dass die Verbindungen von fünf der sieben Pole der Röhre L, das heisst g1, g" g.;, k und ca inner halb der Montageeinheit bleiben, so dass nachher nur noch die Glühdrahtpole f ge sondert angeschlossen werden müssen. Das Abmontieren wird also sehr erleichtert,