CH235576A - Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Kondensationsproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Kondensationsproduktes.

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CH235576A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/18Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof
    • C14C3/20Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof sulfonated

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Description


  Verfahren zur     Herstellung    eines     wasserlösliehen        Kondensationsproduktes.       Es     wurde    gefunden, dass wasserlösliche       Kondensationsprodukte    dadurch erhältlich  sind, dass aromatische     Dioxyverbindungen,     bei denen die     phenolischen        Hydroxylgruppen     in     o-Stellung    zueinander stehen, mit aromati  schen,     Sulfogruppen    enthaltenden Verbindun  gen und Aldehyden kondensiert werden.

   Eine  derartige     Mischkondensation    setzt     eine    ganz  bestimmte Reaktionsfähigkeit der zu ver  knüpfenden Komponenten voraus, und es war  nicht vorauszusehen, dass diese gerade bei       Benzolderivaten,    die zwei     phenolische        Hydro-          xylgruppen    in     o-Stellung    zueinander besit  zen, gegeben ist.  



  Nach dem neuen Verfahren lassen sieb.  Umsetzungsprodukte erhalten, die in der       Gerbwirkung    sehr grosse Ähnlichkeit mit der  der pflanzlichen     Gerbstoffe    aufweisen. Die  hohe Anteilzahl solcher Gerbstoffe weist  darauf hin, dass die Umsetzung sehr weit  gehend einheitlich, d. h. unter Beteiligung    beider aromatischer Reaktionskomponenten  verläuft.    Als     Sulfosäuren    der genannten Art kom  men z.

   B. in Betracht:     Naphtlhalinsulfosäure,          ,f-Naphtholsulfosäure,        Kresol-,        Xylol-,        An-          thracensulfösäure,        Methylnaphthalin-co-sulfo-          säure    und dergleichen.  



  Als aromatische     Dioxyverbindungen,    de  ren     Hydroxyle    in     o-Stellung    zueinander ste  hen, seien beispielsweise genannt:     Brenzcate-          chin,    homologe     Brenzcatechine,        Protocatechu-          säure    und dergleichen.

      Besondere     Bedeutung    gewinnt das Ver  fahren dadurch, dass es mit seiner Hilfe mög  lich ist, wasserlösliche Umsetzungsprodukte  aus schwer trennbaren technischen Gemischen       phenolartiger    Stoffe zu erhalten, wie sie bei  der Extraktion von     Schwelwässern        gewonnen     werden und die - neben wenig einwertigen       Phenolen    und     Resorcinen    -     Brenzcatechin     und seine Homologe enthalten.

   Hierher gehö-           ren    z.     B..    die     in    den folgenden Beispielen  näher     bestimmten    und als     ".ftohbrenzcate-          chin",        "Brenzcatechin-Pressgut"    und     "Dioxy-          benzole    B"     bezeichneten    technischen     Gre-          mische.    Aus den meisten derartigen Gemi  schen     können    durch einfache Verknüpfung  mit Aldehyden     im    Gegensatz zu reinem       Brenzcatechin    keine Stoffe mit z.

   B. für       Gerbzwecke    genügender Wasserlöslichkeit  gewonnen werden. Das neue Verfahren ge  stattet demgegenüber ihre Verwertung bei  der     Geuu4nnung    sehr hochwertiger, gut was  serlöslicher Gerbstoffe. Die neuen Gerbstoffe  können für sich allein oder in jeder zweck  mässigen Mischung mit pflanzlichen, synthe  tischen oder mit mineralischen     Gerbmitteln     gleichzeitig oder nacheinander verwandt wer  den.     Kombinationen    mit andern synthetischen  Gerbstoffen können auch schon während der  Synthese erzeugt werden.  



  Vorliegendes Patent betrifft ein Verfah  ren zur Herstellung eines wasserlöslichen ger  bend wirkenden Kondensationsproduktes. Das       Verfahren    ist dadurch gekennzeichnet, dass  man bei der Extraktion von     Schwelwässern     anfallendes     Rohbrenzcateehin    und ein Kon  densationsprodukt aus einer technischen       Naphthalinsulfosäure,    hergestellt durch     Sul-          fonieren    von Naphthalin mit der gleichen Ge  wichtsmenge 98%iger Schwefelsäure, wäh  rend 5 Stunden bei 160-165 , und Formal  dehyd mit Formaldehyd kondensiert.  



  Das Kondensationsprodukt stellt einen  vorzüglichen Gerbstoff dar, der die tierische  Haut in ein sehr volles mildes Leder von rot  brauner     Farbe    verwandelt.         Beispiel:       256 Teile Naphthalin werden mit 256 Tei  len Schwefelsäure, 98%ig, 5 Stunden bei 160  bis     165     unter Rühren sulfoniert. Nach dein  Abkühlen auf     100     verdünnt man die  Schmelze mit 1'15 Teilen kaltem Wasser und  lässt bei 80-85  1.86 Teile Formaldehyd tech  nisch     30%ig    langsam zufliessen. Dann wird  auf 100  aufgeheizt und etwa 15 Stunden bis  zum Verschwinden des Formaldehyds bei die-    sei Temperatur kondensiert.

   Das Kondensa  tionsprodukt verdünnt man mit 580 Teilen  Wasser und fügt 480 Teile     Rohbrenzcatechin     zu. Unter Rühren lässt man alsdann bei einer  Temperatur von 25  227 Teile Formaldehyd  technisch     30%ig    langsam     zutropfen,    wobei  die Temperatur nicht über     50     steigen soll.  Anschliessend wird     @',    Stunden bei     50-55      kondensiert. Nach dem Abkühlen stumpft  man mit 220 Teilen Ammoniak technisch  25%ig ab und stellt mit     Essigsäure    auf eine  Säurezahl 100, bezogen auf     Trockensubstanz,     ein.

   Nach der     Filtermethode    werden folgende  Analysendaten erhalten:  
EMI0002.0040     
  
    Konzentration <SEP> 41,5
<tb>  Gerbstoffe <SEP> 38,9
<tb>  Nichtgerbstoffe <SEP> 2,6
<tb>  Anteilzahl <SEP> 94
<tb>  Einwage <SEP> 10 <SEP> g/Liter       Das Kondensationsprodukt stellt einen  vorzüglichen Gerbstoff dar, der die tierische  Baut in ein sehr volles mildes Leder von rot  brauner Farbe verwandelt. Die Affinität zur  tierischen Haut ist so gross, dass die     gewicht;-          gebenden    Eigenschaften hoch und denen gut       gewichtgebender    pflanzlicher Gerbstoffe  gleichzustellen sind.  



  Das angewandte     Rohbrenzcatechin    stellt  eine durch Destillation aus     Phenolölen    ge  wonnene Fraktion dar; sie besitzt einen     Er-          starrungspunkt    von 48,7' und siedet     zwischen     1.15 und 145  bei 10 mm Quecksilberdruck.  Die Fraktion besteht aus     et-,va    30-35       Brenmatechin,-einem    hohen Anteil an homo  logen     BrenzcatPChinen    und wenig     Resorcin     neben sehr geringen Mengen einwertiger     Phe-          nole.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines wasser löslichen gerbend wirkenden Kondensations produktes, dadurch gekennzeichnet, dass man bei der Extraktion von Schwelwässern anfal lendes Rohbrenzcatechin und ein Kondensa tionsprodukt aus einer technischen Naphtha- linsulfosäure, hergestellt durch Sulfonieren von Naphthalin mit der gleichen Gewichts- menge 98 %iger Schwefelsäure während fünf Stunden bei 160-165 , und Formaldehyd mit Formaldehyd kondensiert.
    Das Kondensationsprodukt stellt einen vorzüglichen Gerbstoff dar, der die tierische Haut in ein sehr volles mildes Leder von rot brauner Farbe verwandelt.
CH235576D 1942-03-23 1943-02-25 Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Kondensationsproduktes. CH235576A (de)

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