CH237888A - Elektrische Fernmeldeamtsanlage mit mindestens einer Gruppe von elektrischen Verbindungseinrichtungen. - Google Patents

Elektrische Fernmeldeamtsanlage mit mindestens einer Gruppe von elektrischen Verbindungseinrichtungen.

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CH237888A
CH237888A CH237888DA CH237888A CH 237888 A CH237888 A CH 237888A CH 237888D A CH237888D A CH 237888DA CH 237888 A CH237888 A CH 237888A
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Description


  Elektrische     Fernmeldeamtsanlage    mit mindestens einer Gruppe von elektrischen       Verbindungseinrichtungen.       Die Erfindung betrifft eine elektrische       Fernmeldeamtsanlage    mit mindestens einer  Gruppe von elektrischen Verbindungseinrich  tungen und mit Mitteln, welch letztere jeder  Verbindungseinrichtung ein     Frei-oderBesetzt-          kennzeichen    erteilen. Diese Verbindungsein  richtungen können Leitungen, automatische       Schnurstromkreise,    Wählerverbindungsleitun  gen oder sonstige elektrische Einrichtungen  sein.  



  Die Erfindung ermöglicht die Geschwin  digkeit, mit welcher die Verbindungseinrich  tungen von solchen Gruppen auf Frei- oder       Besetztsein    geprüft werden können, zu er  höhen; ferner ermöglicht sie die Schaffung  von Mitteln, mittels denen die Prüfung wäh  rend eines verhältnismässig kurzen Zeit  abschnittes rasch wiederholt werden kann.  



  Die erfindungsgemässe Fernmeldeamts  anlage ist gekennzeichnet durch eine Anzahl  Entladungsvorrichtungen, von denen jede  einer Verbindungseinrichtung der Gruppe bei  geordnet werden kann und Mittel zum Er-    zeugen von     verschiedenphasigen    Impulsen,  sowie durch Mittel, um einer jeden von die  sen     Entladungsvorrichtungen    die aufeinander  folgenden Impulse einer der Phasen anzu  legen, und Mittel, die, wenn jeder Verbin  dungseinrichtung der Gruppe eine Ent  ladungsvorrichtung beigeordnet ist, durch  das Freikennzeichen der Verbindungseinrich  tungen gesteuert werden, wodurch das Flie  ssen eines Entladungsstromes in der einer der  Verbindungsrichtungen beigeordneten Ent  ladungsvorrichtung bewirkt wird, sobald die  ser letzteren ein Impuls zugeführt wird, so  wie durch weitere,

   beim Fliessen des Ent  ladungsstromes zur Wirkung kommende Mit  tel, um die übrigen Entladungsvorrichtungen  für die weiteren     Impulse    unempfindlich zu  machen, und Mittel zum Feststellen der durch  die Entladungsvorrichtung gewählten freien  Verbindungseinrichtung.  



  Die     Ferumeldeamtsanlage    kann dabei so  ausgebildet werden, dass die Steuerelemente  der aufeinanderfolgenden, vorzugsweise als           Raumentladungsröhren    ausgebildeten Ent  ladungsvorrichtungen je mit den Prüfleitern  der     beispielsweise    als Wählerverbindungslei  tungen ausgebildeten Verbindungseinrichtun  gen der zu prüfenden Gruppe verbunden und  die     Anreizentladungsstrecken    der Röhren der  Reihe nach in rascher Folge durch     verschie-          denphasige    Impulse vorübergehend ionisiert  werden, dass ferner die Ionisation der ersten  Röhre, deren Steuerelement anzeigt, dass die  zugeordnete Leitung frei ist,

   einen Strom  fluss in der     Hauptentladungsstrecke    dieser  Röhre bewirkt und dass schliesslich     der,Strom-          fluss    in der     Hauptentladungsstrecke    irgend  einer der Röhren die Ionisation irgendeiner  andern     Anreizentladungsstrecke    verhindert  und schliesslich die Betätigung einer Vorrich  tung bewirkt, um dadurch das Freisein der  zugeordneten Leitung anzuzeigen.  



  Weiter kann die erfindungsgemässe Fern  meldeamtsanlage so ausgebildet werden, dass  die Röhren der Röhrengruppe der Reihe nach  in rasch sich wiederholendem Turnus ionisiert  werden, wodurch jede Röhre wiederholt mit  der ihr eigenen Phase ionisiert wird, um die  zugeordnete Leitung wiederholt zu prüfen, so  lange, bis in einer der Röhren ein Entladungs  strom fliesst. Diese Anordnung ermöglicht es,  eine grosse Anzahl von getrennten Prüfungen  einer jeden Leitung innerhalb des zur     Prii-          fung    der Gruppe zur Verfügung stehenden  Zeitabschnittes vorzunehmen.  



  Ferner kann die erfindungsgemässe Fern  meldeamtsanlage so ausgebildet werden, dass  der     Stromfluss    im     Hauptentladungsstromkreis     einer jeden Prüfröhre die     Spannungsdifferenz     zwischen den Klemmen der     Anreizentladungs-          strecken    aller andern Röhren derart ändert,  dass diese letzteren Entladungsstrecken hier  auf auf die wiederholt angelegten Impulse  nicht ansprechen.  



  Die Erfindung ist nachstehend an Hand  von zwei in der beiliegenden Zeichnung sche  matisch dargestellten Ausführungsbeispielen  näher beschrieben.  



  In der Zeichnung zeigt  die     Fig.    1 zwei Leitungsgruppen einer       Fernmeldeamtsanlage,    deren Leitungen Wäh-         lerverbindungsleitungen    zur Weiterleitung  von Verbindungen in einer     Telephonanlage     sein können,  die     Fig.    2 eine Prüf-     undWähleinrichtung     zum Prüfen der Leitungen der in der     Fig.    1  gezeigten     Leitungsgruppen    sowie eine An  schalteinrichtung, mittels welcher diese Ein  richtung mit der     gewünschtenLeitungsgruppe     verbunden werden kann, und  die     Fig.3    eine Variante der Prüf- und  Wähleinrichtung.  



  Die Erfindung ist allgemein anwendbar,  doch eignet sie sich besonders zur Prüfung  von Leitungen, Wählerverbindungsleitungen  und andern elektrischen Einrichtungen von  Wählstufen von automatischen Telephon  anlagen und insbesondere zur Anwendung in  Anlagen, in denen die Wahl von     Verbindungs-          leitungsgruppen    unter der Steuerung durch  eine gemeinsame     Steuereinrichtung,    beispiels  weise eine     Markiereinrichtung,    erfolgt,

   welch  letztere Einrichtung zum Prüfen der ge  wünschten     Verbindungsleitungsgruppe    sowie  zur Steuerung der Tätigkeit     derWahlschalter     bei der Weiterführung von Verbindungen  nach den gewählten     Verbindungsleitungen    in  diesen     Gruppen    dient.  



  Die nachstehende Beschreibung und die  Zeichnung zeigen die Anwendung der Erfin  dung auf eine Wählstufe einer automatischen       Telephonanlage,    in     iveleher    eine gemeinsame       Markiereinrichtung    die Wahlschalter steuert  und die erforderlichen Prüfungen der Grup  pen von abgehenden Verbindungsleitungen  vornimmt. In der Zeichnung sind lediglich  zwei     Verbindungsleitungsgruppen    100 und  101 dargestellt, obgleich natürlich weitere  solche Gruppen, die zu prüfen sind, vorgese  hen sein können. Wie die Zeichnung ferner  zeigt, sind die Verbindungsleitungen dieser       Gruppen    abgehende Leitungen der Wahlschal  ter 102 und 103.

   Letztere können Wähler  irgendwelcher Art sein, obgleich das Ausfüh  rungsbeispiel     Koordinatenwähler    zeigt. Diese  Wähler dienen zur Verbindung von ankom  menden     Leitungen,    zum Beispiel 104 und  105, mit den     Verbindungsleitungsgruppen         100 und 101. Derartige     goordinatenwähler     und Anlagen, in denen sie zur Anwen  dung kommen, sind beispielsweise in den  amerikanischen Patenten     Nr.2021329    und  2093117 näher beschrieben.  



  Bei der vorliegenden Anordnung werden  die Leitungen der Gruppen 100 und 101 und  von weiteren nicht gezeigten Gruppen durch  die gemeinsame Prüf- und Steuereinrichtung  200 geprüft und gewählt, welch letztere eine       Entladungsröhrengruppe    280 aufweist. Die  Röhren dieser Gruppe können den Leitungen  der zu prüfenden Gruppe beigeordnet wer  den, wobei jede Röhre zur Prüfung einer der  Leitungen der Gruppe dient. Die Zahl der  Röhren der Gruppe kann beliebig gewählt  werden, doch soll im vorliegenden Fall an  genommen werden, dass zehn solche Röhren,  nämlich die Röhren 201 bis 210, vorhanden  seien.

   Die Anreizelektroden 211 bis 220 die  ser zehn     Röhren    sind mit je einem der zehn  Ausgänge 221 bis 230 eines     Impulsgene-          rators    281 verbunden. Letzterer wird durch  eine     Wechselstromquelle    282 von irgend  einer zweckmässigen     Frequenz    gespeist und  dient dazu, während jeder Periode der     Wech-          selstromquelle    282 eine Reihe von zehn     ver-          schiedenphasigen    Impulsen zu erzeugen.

    Diese Impulse besitzen eine positive Polarität  und werden, wie erwähnt, über die entspre  chenden Ausgänge 221 bis 230 den Anreiz  elektroden 211 bis 220 der Röhren der  Gruppe 280 zugeführt.  



  Die Kathoden 231 bis 240 sind mit dem  gemeinsamen Leiter 283 verbunden, der  seinerseits über einen Kontakt des Relais  284, den gemeinsamen Widerstand 285 mit  dem negativen Pol der Batterie 286 verbun  den werden kann. Die Anoden 241 bis 250  der zehn Röhren sind je über die Wicklung  eines der Relais 251 bis 260 mit dem posi  tiven Pol der Batterie 287 verbunden.  



  Zum Anschalten der gemeinsamen     Prüf-          und    Steuereinrichtung 200 an die gewünschte       Verbindungsleitungsgruppe    dient die An  schalteinrichtung 288, die im gewünschten  Zeitpunkt auf irgendeine an sich bekannte  Weise betätigt werden kann, um beispiels-    weise die Prüf- und     Steuereinric$tung    200  mit der Gruppe 100 zu verbinden. Nach der       AuSChaltung    sind die Steuerelektroden 261  bis 270 der zehn Röhren über die Leiter 289  und 290 mit den Prüfleitern der entsprechen  den     Leitungen    der Gruppe 100     verbunden.     



  Nach der Betätigung der Schalteinrich  tung 288 oder zu irgendeiner passenden Zeit  vorher wird das Relais 284 erregt, welches  den negativen Pol der Batterie 286 über den  gemeinsamen Widerstand 285 mit den Ka  thoden der Röhren der Gruppe 280 verbindet,  denen die Spannung dieser Batterie angelegt  wird. Ferner     wird    ein Impuls von positiver  Polarität der Steuerelektrode einer jeden der  zehn Röhren der Gruppe 280 angelegt,     und     zwar während jeder Periode der Wechsel  stromquelle 282 einmal, wobei diese Impulse  entsprechend den zehn Phasen des Generators  281 der Reihe nach abgegeben werden. Durch  diese Impulse werden den     Anreizentladungs-          strecken    der Röhren in rascher Folge Arbeits  spannungen angelegt.

   Zum Beispiel wird  jedesmal, wenn     ein    positiver Impuls der An  reizelektrode 211 der Röhre 201 angelegt  wird, die Spannungsdifferenz zwischen den  Klemmen der     Entladungsstrecke        211-23f,     die durch diesen Impuls und die Batterie 286  bewirkt wird, genügend gross, um die Ioni  sation dieser Strecke zu bewirken. In gleicher  Weise wird die     Anreizentladungsstrecke     einer jeden nachfolgenden Röhre jedesmal  dann ionisiert, wenn der die entsprechende  Phase führende Impuls der Anreizelektrode  angelegt wird.  



  Obgleich die     Anreizentladungsstrecken     der Röhren beim     Eintreffen    der Phasen  impulse ionisiert werden, so wird die Ioni  sation doch nicht auf die Anode ausgedehnt,  es sei denn, dass die Verbindungsleitung,  welcher die Röhre beigeordnet ist, frei ist.  Alle besetzten     Verbindungsleitungen    zeich  nen sich dadurch aus,     dass;    wie dies üblich  ist, ihre Prüfleiter an Erde liegen.

   Falls bei  spielsweise die     Leitung    106 besetzt ist, dann  ist der folgende Stromkreis geschlossen:  Erde,     Arbeitskontakt    des     Relais   <B>107,</B> Kon  takte des Wählers 102, Prüfleiter 108 der      besetzten Verbindungsleitung 106. Über den  Leiter 109, Schalteinrichtung 288, Leiter  291 ist somit auch die Steuerelektrode 261  der Röhre 201 geerdet. Dadurch wird die  Entladung der Röhre 201 als Folge einer  Ionisation der Anreizteile 211-231 verhin  dert. In gleicher Weise ist, falls die nächste  Verbindungsleitung der Gruppe (in diesem  Fall die     Leitung   <B>110)</B> besetzt ist, die Steuer  elektrode 262 der Röhre 202 geerdet und es er  folgt bei der Ionisation der Anreizstrecke  keine Entladung in der Hauptstrecke der  Röhre.

   Es sei jedoch angenommen,     da.ss    die  nächste Verbindungsleitung 111 frei sei. In  diesem Fall ist der folgende Stromkreis ge  schlossen: positiver Pol der Batterie, Wich  lung des Magneten 112, Prüfleiter 113 der  Leitung 111. Dadurch wird die positive  Spannung, die am Leiter 113 vorhanden ist,  über den Leiter 114, die Schalteinrichtung  288 und den Leiter 292 nach der Steuer  elektrode 263 der dieser Leitung beigeord  neten Röhre 203 durchgeschaltet.

   Wenn nun  ein Impuls mit der der Röhre 203 entspre  chenden Phase zur     Ionisation    der Anreiz  strecke 213-233 der Elektrode 213 angelegt  wird, dann bewirkt die den freien Zustand  der Leitung anzeigende positive Spannung  an der Steuerelektrode 263 das Fliessen eines  Entladungsstromes in der Hauptstrecke die  ser Röhre, wobei der Entladungsstromkreis  wie folgt verläuft: positiver Pol der Batterie  287, Wicklung des Relais 253, Anode 243,  Kathode 233, Leiter 283, Kontakt des Re  lais 284, gemeinsamer Widerstand 285, ne  gativer Pol der Batterie 286. Der in diesem  Stromkreis fliessende Strom erregt das Re  lais 253, welches dadurch den freien Zustand  dieser Leitung 111 vermerkt.

   Der im ge  meinsamen Widerstand 285 fliessende Strom  bewirkt in. diesem einen Spannungsabfall,  welcher die negative Spannung an den       Kathoden    231, 232 und 234 bis 240 der  übrigen Röhren der Gruppe herabsetzt.  Wenn daher hierauf positive Impulse aus  dem Generator 281 den Anreizelektroden  dieser Röhren angelegt werden, dann sind  die sich daraus ergebenden Spannungen an    den Anreizstrecken der Röhren nicht ge  nügend gross, uni die Ionisation herbeizufüh  ren. Somit sind alle     übrigen    Röhren unwirk  sam gemacht und es kann, selbst dann, wenn  die zugehörige Leitung der Gruppe 100 frei  ist, keine Entladung in     irgendeiner    Röhre  stattfinden.

   Das Relais 253 kann in an sich       bekannter        Weise    das Arbeiten des Wählers  <B>102</B> bewirken, um die     Verbindung    über  die freie Verbindungsleitung 111 weiterzu  führen.    Nach der     Belegung    der Verbindungs  leitung und dem Arbeiten des Wählers wird  die Schalteinrichtung 288     freigegeben,    wo  durch auch die gemeinsame Einrichtung 200  freigegeben wird und in Verbindung     finit     andern     Verbindungsleitungsgruppen    verwen  det werden kann.  



  Es ist ersichtlich, dass die Ionisation der  Anreizstrecke der     aufeinanderfolgenden        R.öli-          ren    der Röhrengruppe 280 in rascher Folge  stattfindet, und zwar einmal je Periode der       -\Vechselstromquelle    282. Falls zu Beginn der  Prüfung alle Leitungen der Gruppe besetzt  sind, wird die Ionisation der Röhren in rascher  Folge     wiederholt,    bis eine Leitung frei wird,  oder bis die zur Prüfung zur     Verfügung     stehende Zeit abgelaufen ist.

   Die     Geschwin-          diglz.eit    dieses     Prüfzvklus    ermöglicht die  Vornahme einer grossen     Anzahl    von Prüfun  gen in     Cler    Gruppe     während    der für die  Prüfung verfügbaren Zeit.  



  Falls dies     gewünscht    wird, können die  Impulsleiter     2?1    bis 230 über     Schaltkontakte     geleitet und die Impulse den Röhren durch  Betätigung dieser Kontakte angelegt werden.  



  Die     Fig.    3     zeigt    eine Variante der Prüf  und     Steuereinrichtung,    in welcher eine Röh  rengruppe 300 und     eine    zweite     Röhrengruppe     301 vorhanden sind. Die Röhren der Gruppe  300 sind gleicher Art wie die Röhren der  Gruppe 280 der     Fig.    2,     ausgenommen    darin,  dass jede Röhre eine     Sammelelektrode    auf  weist.

   Die Anoden der Röhren 302, 303, 304  der     Gruppe        30'0    sind über einen gemeinsamen  Leiter 305 mit dem positiven Pol der Batterie  306     verbunden.    Die Kathoden 307, 308     usw.         sind wie in der Anordnung nach     F'ig.    2 über  einen gemeinsamen Leiter und     einen    gemein  samen Widerstand 309 mit dem negativen  Pol der Batterie 310 verbunden.

   Die Anreiz  elektroden 3,11, 312, usw. sind mit den Im  pulsleitern des Phasengenerators 281     (Fig.2)     verbunden, während die Steuergitter 313,  314 usw. über die     Schalteinrichtung    288       (Fig.2)    mit den Prüfleitern der Verbindungs  leitungen verbunden sind.  



  Die Sammelelektroden der zehn Röhren  der Gruppe 300> sind mit den Anreizelektro  den der entsprechenden Röhren der Gruppe  301 verbunden.     Beispielsweise    ist die     Sam-          melelektrode    315 über den Widerstand 316  mit der Anreizelektrode 317 der Röhre 318  verbunden. In gleicher Weise sind die     Sam-          melelektroden    319, 32,0 mit den Anreizelek  troden der entsprechenden Röhren 321, 322  verbunden. Die Kathoden der Röhren 318,  321 und 32,2 sind über einen gemeinsamen  Leiter mit dem negativen Pol der Batterie  323 verbunden, während die Anoden 324,  325 und 326 je über die Wicklung der Relais  327, 328,     329    mit dem positiven Pol der  Batterie verbunden sind.  



  Bei der Prüfung werden     verschiedenpha-          sige    Impulse in der oben     beschriebenen     Weise nach den Anreizelektroden der Röhren  der Röhrengruppe 300 geleitet. Sobald die  Ionisation der Anreizstrecke einer Röhre er  folgt, deren Steuergitter mit einer freien  Verbindungsleitung verbunden ist, wird die  Anode der Röhre in den     Ionisationsbereich     einbezogen. Wenn beispielsweise das Steuer  gitter 314 mit der ersten freien Verbindungs  leitung der Gruppe verbunden ist, dann fin  det die Entladung in der Hauptstrecke der  Röhre statt sobald die Anreizstrecke infolge  des Impulses an die Anreizelektrode 312 ioni  siert wird.

   Der Entladungsstrom verläuft da  bei im folgenden Stromkreis: positiver Pol  der Batterie 306, Leiter 305, Anode 303,  Kathode 308, Kontakt des erregten Relais  330" Widerstand 309, negativer Pol der Bat  terie 310. Der Spannungsabfall im Wider  stand 309 verhindert die Ionisation der An  reizstrecke in irgendeiner andern Röhre der    Gruppe 300.

   Der in der Hauptstrecke der  Röhre 333     fliessendeEntladungsstrom    bewirkt  eine positive Spannung an der     Sammelelek-          trode    319, wodurch die Spannung zwischen  den     Eelektroden    332 und 331 auf den     Ioni-          sationspunkt    erhöht     wird.    Die Anreizstrecke  der Röhre<B>321</B> wird hierauf ionisiert und die  Anode in den     Ionisationsbereich    einbezogen.  Es fliesst nun ein Strom vom positiven Pol  der Batterie über die Wicklung des Relais       328-,    Anode 325, Kathode 331 nach dem nega  tiven Pol der Batterie 323.

   Das Relais 328  spricht an und zeigt dadurch an, dass die ent  sprechende Verbindungsleitung frei ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: ElektriseheFernmeldeamtsanlage mit min destens einer Gruppe von elektrischen Verbin dungseinrichtungen und weiter mit Mitteln, welch letztere jeder Verbindungseinrichtung ein Frei- oder Besetztkennzeichen erteilen, ge kennzeichnet durch eine Anzahl Entladungs vorrichtungen, von denen jede einer Verbin dungseinrichtung der Gruppe beigeordnet werden kann und Mittel zum Erzeugen von verschiedenphasigen Impulsen, sowie durch Mittel,
    um einer jeden von diesen Entladungs- vorrichtungen die aufeianderfolgenden Im pulse einer der Phasen anzulegen, und Mittel, die, wenn jeder Verbindungseinrichtung der Gruppe eine Entladungsvorrichtung beigeord net ist, durch das Freikennzeichen der Ver- bindungseinrichtung gesteuert werden, wo durch das Fliessen eines Entladungsstromes in der einer der Verbindungseinrichtungen bei geordneten Entladungsvorrichtung bewirkt wird, sobald dieser letzteren ein Impuls zu geführt wird, sowie durch weitere,
    beim Flie ssen des Entladungsstromes zur Wirkung kommende Mittel, um die übrigen Entladungs vorrichtungen für die weiteren Impulse un empfindlich zu machen, und Mittel zum Fest stellen der durch die Entladungsvorrichtung gewählten freien Verbindungsrichtung. UNTERANSPRüCHE 1. Elektrische F'ernmeldeamtsanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die beim Fliessen eines Entladungsstromes wirksamen Mittel die übrigen Entladungsvor richtungen ungeachtet des Freizustandes der beigeordneten Verbindungseinrichtungen un wirksam machen. 2.
    Elektrische Fernmeldeamtsanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Entladungs vorrichtungen Röhren sind, die eine Anreiz strecke und eine Hauptentladungsstrecke auf weisen, und dass Mittel vorhanden sind, durch die die verschiedenphasigen Impulse den An reizstrecken angelegt werden, wodurch die Anreizstrecke der Röhren so lange wiederholt vorübergehend durch die aufeinanderfolgen den Impulse der entsprechenden Phase ioni siert werden, bis in einer Röhre ein Ent ladungsstrom fliesst und ein auf diesen Ent ladungsstrom ansprechendes Mittel die An reizstrecken der Röhren unempfindlich macht. 3.
    Elektrische Fernmeldeamtsanlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Röh ren mit einer Steuerelektrode versehen sind, dass Mittel für die Verbindung der Röhren mit den Verbindungseinrichtungen der Gruppe sowie weitere Mittel vorhanden sind, um den Steuerelektroden der Röhren einen elektri schen Zustand zu erteilen, der den Zustand der beigeordneten Leitung kennzeichnet, und da.ss bei einem bestimmten Zustand der Steuerelektrode die Ionisation der Steuer strecke das Fliessen eines Entladungsstromes in der Hauptsteuerstrecke bewirkt. 4.
    Elektrische Fernmeldeamtsanlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Span nungsquelle und ein Widerstand gemeinsam mit der Anreizstrecke und der Hauptent- ladungsstrecke der Röhren verbunden sind, und die Anreizstrecke jeder Röhre durch die zusammenwirkenden Spannungen der Span nungsquelle und der Impulse der entsprechen den Phase vorübergehend ionisiert wird, wo bei beim Freisein der der Röhre zugeord neten Verbindungseinrichtung das Fliessen eines Entladungsstromes über den gemein samen Widerstand und die Hauptentladungs- strecke dieser Röhre bewirkt wird,
    und dass der durch diesen Strom im Widerstand er zeugte Spannungsabfall die Spannung an allen Anreizstrecken herabsetzt, um deren Ionisation beim Anlegen weiterer Impulse zu verhindern. 5. Elektrische Fernmeldeamtsanlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Erzeugen der Impulse durch eine Weeh- selstromquelle gespeist werden und während jeder Periode des Wechselstromes eine Reihe von verschiedenphasigen Impulsen erzeugen. 6.
    Elektrische Fernmeldeamtsanlage nach Patentansprueli und den Unteransprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine Mehrzahl von Leitungsgruppen, denen eine Vorrichtung gemeinsam zugeordnet ist, die eine Anzahl Entladungsröhren und Mittel besitzt, welche bestimmt sind, diese Röhren mit entsprechen den Leitungen irgendeiner der Gruppen zu verbinden, ferner durch Mittel zum Erzeugen von v erschiedenphasigen Impulsen und Mit tel, durch welche den Röhren je die Impulse einer bestimmten Phase angelegt werden, sowie durch Mittel, die, wenn die Röhren mit entsprechenden Leitungen einer Gruppe verbunden sind,
    entsprechend dem Zustand der Leitungen gesteuert werden, um in der zugeordneten Röhre das Fliessen eines Ent- la.dungsstromes zu be%Ä-irlzen, sobald dieser Röhre ein Impuls von der betreffenden Phase angelegt wird, und Mittel, die auf die sen Strom ansprechen, um alle andern Ent ladungsröhren für später angelegte Impulse unwirksam zu machen. 7.
    Elektrische Fernmeldeamtsanlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet., dass die durch den Zustand der Leitungen gesteuerten Mittel bei freier Leitung wirksam werden, sobald der der betreffenden Leitung beigeordneten Röhre ein Impuls von der betreffenden Phase i antn -elegt wird.
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