Schmierpumpe. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schmierpumpe mit mehr als vier Auslässen und einer Antriebsvorrichtung. Den verschie denen Verwendungsgebieten, wie z. B. der Schmierung von Schiffsmaschinen oder Lo komotiven oder Werkzeugmaschinen usw., muss die Bauform der Schmierpumpe grund legend angepasst sein. Es ergeben sich so ver schiedene Schmierpumpentypen. Jede Type wird aber innerhalb ihres Verwendungsge bietes mit den verschiedensten Kastengrössen und Auslasszahlen (Zahl der Auslässe) ge braucht.
Es ist nun für die Massenfertigung nicht vorteilhaft, bis zu der benötigten Höchstaus lasszahl alle möglichen Grössen dieser Type anzufertigen und für den Bedarfsfall auf La ger zu halten. Meist geht der Hersteller so vor, dass er nach der Erfahrung die am häu figsten verlangten Grössen mit bestimmten Auslasszahlen in der Herstellung bevorzugt, während er die selten verlangten Grössen erst auf Bestellung gesondert anfertigt. Eine restlose Massenfertigung ist ihm unmöglich.
Um wenigstens teilweise eine solche zu erzielen, hat man nach Auslasszahlen gestufte Pumpenkasten auf Lager gehalten und je nach Eingang von Bestellungen die entspre chenden Kasten mit den nötigen Innenteilen, das heisst mit der entsprechenden Anzahl von Pumpeinheiten und Antriebsgliedern ausgerüstet. Auch zu Sätzen zusammenge baute P'umpeinheiten, z. B. drei-, vier- oder fünffache Pumpeinheitssätze samt Antriebs gliedern, hält man häufig einbaufertig auf Lager, um sie im Bedarfsfalle in vorrätige gasten von gestuften Grössen einsetzen zu können.
Dies erfordert noch immer bezüglich Lagerhaltung und Fertigungsleitung einen die fliessende Massenfertigung behindernden, zusätzlich gelenkten Arbeitsaufwand, weil auch in diesem Falle erst nach Eingang der Bestellungen zielsicher in der Arbeitsplanung vorgegangen werden kann.
Angestrebt wird demgegenüber eine solche Lagerhaltung, dass möglichst jede nor malerweise benötigte Pumpe dem Fertiglager entnommen werden kann und nur noch eine ganz geringe Arbeit für den Versand zu lei sten ist.
Zur Erreichung dieses Ziels versuchte man, jede einzelne Pumpeinheit samt ihren Antriebsteilen in einem Ring anzuordnen und durch Aneinanderreihung der gerade ge wünschten Anzahl solcher Ringe die fertige Pumpe zusammenzufügen. Dies ist zwar für die Massenfertigung der Pumpeinheiten vor teilhaft, hat aber den Nachteil eines schwie rigen Zusammenbaues der gewünschten Schmierpumpengrössen, welche auch im Be trieb namentlich bei stärkerer Beanspruchung häufig zu Störungen Anlass geben, weil sie zu vielgliedrig sind und auch zu viele Dich tungsflächen aufweisen.
Die Erfindung geht von dieser Erkennt nis und davon aus, dass Schmierpumpen bis zu vier Auslässen einem besonderen Verwen dungsgebiet angehören und sich ihre Massen fertigung von selbst ergibt. Erst für Schmier pumpen mit über vier Auslässen treten für die Massenfertigung wegen der Nachfrage nach den verschiedensten Kastengrössen und Auslasszahlen bis zu einer gewissen Höchst auslasszahl die vorstehend dargelegten Schwie rigkeiten auf.
Die Erfindung ermöglicht die Lösung der umrissenen Aufgabe dadurch, dass die Schmierpumpe mit über vier Aus- lässen und einer Antriebsvorrichtung aus mehreren Einzelpumpenkasten zusammenge fügt ist, von welchen jeder einen oder meh rere Pumpeinheitssätze fasst und jeder Pump einheitssatz die gleiche, vorbestimmte Anzahl von Pumpeinheiten samt den ihnen zugehöri gen Antriebs- und Reguliergliedern aufweist.
Der Pumpeinheitssatz samt seinen An triebs- und Reguliergliedern sowie eine oder nur wenige Grössen von Einzelpumpenkasten können nun in restloser Massenfertigung her gestellt werden und aus ihnen können mit relativ geringem Arbeitsaufwand die gerade benötigten Pumpen zusammengefügt werden. Für ein bestimmtes Verwendungsgebiet legt man zunächst die Auslasszahl für den Pump einheitssatz, z. - B. mit 1, 2, $ oder 4 usw., fest.
Ferner wählt man einen oder eine mög- lichst geringe Zahl von Grössen der Einzel pumpenkasten nach der festliegenden Aus lasszahl des Pumpeinheitssatzes aus und stellt nun diese vollständigen Einzelpumpenkasten in restloser 'Massenfertigung her und legt sie auf Lager, von welchem im Bedarfsfalle durch Zusammenfügen von Einzelpumpen kasten die fertigen Pumpen gewonnen wer den können. Auch der Grossbenützer von Schmierpumpen kann fertige Einzelpumpen kasten vorrätig halten und sie je nach Bedarf zusammengefügt in Betrieb nehmen.
Hat man z. B. den Pumpeinheitssatz mit vier Auslässen festgelegt und sich zur Her stellung nur von Einzelpumpenka.sten mit vier Auslässen entschlossen, so kann man durch Aneinanderfügen solcher Einzelpum- penkasten 4-, 8-, 12-, 16 ...stellige Pumpen ge winnen. Liegt der Bedarf gerade zwischen diesen Auslasszahlen, so werden überzählige Auslässe vom Betrieb am besten für den Fall des Versagens von verwendeten Auslässen in Reserve gehalten. Wählt man für die Mas senfertigung zwei Einzelpumpenkastengrö- ssen, z.
B. einen für nur einen Pumpeinheits- satz mit vier Auslässen und einen für zwei solche Pumpeinheitssätze, so werden vier- und achtstellige, vollständige Einzelpumpen- hasten auf Lager gelegt und es braucht dann erst der Bedarf von einer Schmierpumpe mit über 16 Auslässen durch die Zusammen fügung von mehr als zwei Einzelpumpen- hasten gedeckt zu werden. Dadurch ist auch erreicht, dass die Pumpen z.
B. für das Ver- - vendungsgebiet mit der vorbestimmten Höchstauslasszahl 20 aus höchstens drei Ein- zclpumpenkasten zuammengefügt werden kann.
Ist die erfahrungsgemäss vorkommende Höchstauslasszahl in einem Verwendungs gebiet festgestellt, so lassen sich die Einzel pumpenkastengrössen sowie die Auslasszahl des Pumpeinheitssatzes so wählen, dass die Pumpe mit der Höchstauslasszahl aus nur drei Einzelpumpenkasten besteht und einer der selben eine geringere Anzahl von Pumpein-
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heitssätzen <SEP> fasst <SEP> wie <SEP> jeder <SEP> der <SEP> beiden <SEP> andern,
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B. für das Verwendungs gebiet mit der Höchstauslasszahl 20 nach Festlegung des Pumpeinheitssatzes mit vier Auslässen nur solche Einheitssätze sowie vier- und achtstellige Einzelpumpenkasten in restloser Massenfertigung auf Lager herge stellt zu, werden.
Eine zwölfstellige Pumpe kann in diesem Falle aus einem vier- und einem achtstelligen, eine sechzehnstellige aus zwei achtstelligen und die zwanzigstellige aus zwei acht- und einem vierstelligen Ein zelpumpenkasten zusammengefügt werden.
Für ein Verwendungsgebiet mit der Höchstauslasszahl 25 würde zweckmässig der Pumpeinheitssatz fünf Auslässe umfassen und es würden zweckmässig fünf- und zehn- stellige Einzelpumpenkasten auf Lager ge fertigt werden usw.
Für das Verwendungsgebiet mit der Höchstauslasszahl 28 z. B. kann man mit Vor teil vier- und zwölfstellige Einzelpumpen kasten anfertigen, wobei ebenfalls jeder Be darf durch Zusammenfügen von höchstens drei Einzelpumpenkasten gedeckt werden kann.
Das Zusammenfügen der Einzelpumpen kasten kann in beliebiger Art bewerkstelligt sein. Sie können nebeneinander auf einer ge meinsamen Grundplatte befestigt sein, wobei sich z. B. die an den einzelnen gasten vorge sehenen freien Antriebswellenenden zwischen den einander zugekehrten Kastenseiten kup peln. Auf eines der freien Wellenenden kann ein Schaltwerk oder ein Antriebsrad aufge setzt sein.
Die Kasten können aber auch miteinander durch Schrauben oder andere Verbindungs stücke verbunden sein. Sehr einfach ist es, die Einzelpumpenkasten mittels Spann schrauben zusammenzuhalten, die durch alle zu einer Schmierpumpe zusammengefügten gasten hindurchgeführt sind. In diesem Falle können die Spannschrauben auch gleich zeitig als Befestigungsschrauben z.
B. für das Lager eines auf ein freies Antriebs wellenende aufgesteckten Schaltwerkes und etwa auch für eine Ölstandsvorrichtung die nen, welche zweckmässig neben einem oder zwischen zwei Einzelpumpenkasten angeord net liegt.
In der beigeordneten Zeichnung sind schaubildlich in den Fig. 1 und 2 erfindungs gemässe Schmierpumpen für das Verwen dungsgebiet mit der Höchstauslasszahl 20 beispielsweise dargestellt. In der Fig. 3 ist eine nur aus zwei Einzelpumpenkasten zu sammengefügte, zu einem Verwendungsgebiet mit der Höchstauslasszahl 28 gehörige Schmierpumpe mit 16 Auslässen gezeichnet. Die F'ig. 4 zeigt eine andere Art der Anein- anderfügung von Einzelpumpenkasten.
Die Schmierpumpe nach Fig. 1 weist die Höchstauslasszahl 20 für ein bestimmtes Ver wendungsgebiet auf. Der Pumpeinheitssatz ist mit zwei Auslässen gewählt, welche mit der Ordnungsziffer 2 bezeichnet sind. Als Einzelpumpenkasten ist ein vierstelliger ge wählt, der also zwei P'umpeinheitssätze fasst.
Die Pumpeinheitssätze weisen alle die gleiche Zahl (zwei) Pumpeinheiten auf und sind hin sichtlich ihrer Antriebs- und Regulierglieder genau gleich ausgebildet. Für die Massenfer tigung und Lagerhaltung ist also nur dieser Typ eines vierstelligen Einzelpumpenkastens vorzusehen.
Die in Fig. 1 gezeichnete zwan zigstellige Schmierpumpe ist aus fünf sol chen Einzelpumpenkasten 1 zusammengefügt, die nebeneinander auf einer Grundplatte 3 so befestigt sind, dass die Wellenenden, welche die einander zugewendeten Seitenwände der Pumpenkasten dichtend durchstossen, sich miteinander, vorzüglich klauenartig kuppeln. An das rechte freie Wellenende ist der ge meinsame Schaltwerksantrieb 4 gekuppelt.
Der linke Einzelpumpenkasten 1 trägt links den Blindflansch 5, der mit dem Schaltwerk 4 vertauscht werden kann, wenn das Schalt werk 4 auf der linken Seite gebraucht wer den sollte.
Für dasselbe Verwendungsgebiet können auch Pumpeinheitssätze mit vier Auslässen und zwei Einzelpumpenkasten verschiedener Grösse gemäss Fig. 2 vorgesehen werden, wobei der eine, 6, nur einen Pumpeinheits- satz mit vier Auslässen fasst, während der andere, 7, zwei Pumpeinheitssätze, also ins- gesamt acht Auslässe enthält.
Die zwanzig stellige Pumpe ist dann nur aus drei Einzel pumpenkasten, und zwar aus einem vierstel ligen, der die Ordnungsziffer 6 trägt, und aus zwei achtstelligen, die die Ordnungs ziffern 7 tragen, zusammengefügt. Man er hält hier nur zwei Dichtungsebenen A, A und B, B zwischen drei Einzelpumpenkasten. Die Zusammenfügung der drei Pumpen kasten ist mittels Spannschrauben 8 bewirkt, die durch die drei Pumpenkasten hindurch gesteckt sind. Am linken Ende des Einzel pumpenkastens 6 ist ein Öls.tandzeiger 9 an gebracht, den ebenfalls die Spannschrauben 8 halten.
Er besteht aus einem Plexiglaszylin- der, den der Blindflansch 5 durch die Kraft der Spannschrauben 8 gegen die Wand des Einzelpumpenkastens@ 6 dichtend drückt. Ein ebensolcher Olstandzeiger 9 ist auf der rech ten Seite der Schmierpumpe vorgesehen. Ihn drückt der Flansch 10 eines Lagers für die die Antriebsriemenscheibe 11 tragende Welle durch die Kraft der Spannschrauben 8 dich tend gegen die rechte Wand des benachbarten Einzelpumpenkastens 7.
Es können hier z. B. die linken beiden Einzelpumpenkasten 6 und 7 mit einer andern Ölsorte gefüllt sein wie der rechte Einzelpumpenkasten 7, so dass die beiden Ölstandzeiger 9 diese Füllungen an zeigen. In der Ebene B, B liegt dann eine Dichtung.
Wie man sieht, sind hier ausser den vierstelligen Pumpeinheitssätzen ein vierstel liger Einzelpumpenkasten 6 und ein acht- stelliger Einzelpumpenkasten 7 in Massen fertigung herzustellen und jeder Bedarf an Schmierpumpen für dieses Verwendungsge biet mit der Höchstauslasszahl 20 kann vom Lager gedeckt werden. In der Fig. 3 ist eine Schmierpumpe mit sechzehn Auslässen gezeichnet.
Es sind hier für ein Verwendungsgebiet mit der Höchst auslasszahl 28 ein Pumpeinheitssatz mit vier Auslässen angenommen und zwei Einzelpum- penkasten vorgesehen, von welchen der eine, 12, nur einen Pumpeinheitssatz mit vier Aus- lässen fasst, während der andere, 13, drei Pumpeinheitssätze mit zusammen zwölf Aus- lässen enthält.
Der aus einem Plexiglasring bestehende Ölstandzeiger 9 liegt zwischen den zwei Pumpenkasten 12 und 13 und wird durch die Spannschrauben 8 zwischen den beiden Kasten dichtgeklemmt. Die Spann schrauben 8 sind auch die Befestigungs schrauben für das Lager des Schaltwerkes. 4.
Diese Pumpe soll z. B. zur Deckung des Bedarfes einer vierzehnstelligen Pumpe im Verwendungsgebiet mit der Höchstauslass- zahl 28 dienen, wobei die vierzehn mit a be zeichneten Auslässe in Betrieb genommen werden, während die beiden restlichen mit b bezeichneten Auslässe zur Reserve für den Fall dienen, da.ss von den verwendeten Aus- lässen der eine oder andere versagen sollte.
Die Zusammenfügung der Einzelpumpen- ka.sten könnte auch, ivie dies die Fig. 4 zeigt, mittels eines Zwischenstückes 14 geschehen, in welchem ein Kuppelstück die zusammen stossenden Antriebswellenenden von zwei Einzelpumpenkasten 15 und 16 kuppelt.