CH243953A - Eisenbahnsicherungsanlage mit Einrichtung zur Ausschliessung der Beeinflussung der Steuerrelais durch Fremdströme. - Google Patents

Eisenbahnsicherungsanlage mit Einrichtung zur Ausschliessung der Beeinflussung der Steuerrelais durch Fremdströme.

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CH243953A
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CH
Switzerland
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relays
control
drive current
harmonic
railway
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English (en)
Inventor
Vereinigte Eisenbahn-S Haftung
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Ver Eisenbahn Signalwerke Gmbh
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H47/00Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current
    • H01H47/02Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current for modifying the operation of the relay
    • H01H47/20Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current for modifying the operation of the relay for producing frequency-selective operation of the relay

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  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description


      Eisenbahnsicherungsanlage    mit Einrichtung zur Ausschliessung der     Beeinflussung     der Steuerrelais durch Fremdströme.    Es ist bekannt, im     Eisenbahnsicherungs-          wesen,    z. B. beim Betrieb von Einrichtungen  mit Gleisstromkreisen, die     Beeinflussung    von  Signal-     bezw.    Blockrelais durch Fremdströme,  z.

   B. den Triebstrom, dadurch zu verhindern,  dass man- durch entsprechende Wahl der  Signalstrom-     bezw.        Blockstromfrequenz    einen  Abstand dieser Frequenz von der Frequenz  der Oberwellen des Triebstromes erzielt, der  sicherstellt, dass durch die Oberwellen des  Triebstromes eine Beeinflussung der Signal  relais nicht erfolgen kann.     Hierbei    ist es je  doch schwierig, auch etwaigen     Frequenz-          schwankungen    des Triebstromes oder des  Signalstromes zu begegnen, weil in diesem  Falle, wenn z.

   B. die     Triebstromfrequenz     schwankt, die Signalfrequenz dagegen kon  stant bleibt, eine Annäherung der Oberwel  len des Triebstromes derart erfolgen kann,  dass die Signaleinrichtung beeinflusst     wird.       Die Erfindung bezweckt, auch diesem Fall  gerecht zu werden, und erreicht dies dadurch,  dass in der     Eisenbahnsicherungsanlage    min  destens zwei Steuerrelais pro Empfangsein  richtung und Steuerstromkreis angeordnet       sind    und     für    die Speisung dieser Steuerrelais  Ströme vorgesehen sind, deren Frequenzen  ungleich sind, wobei die Frequenzen so liegen,

    dass bei einer     Frequenzschwankung    im Trieb  strom nach abwärts oder aufwärts     immer     höchstens bei einem der Steuerrelais eine  Oberwelle des Triebstromes in dessen An  sprechbereich eintreten kann.  



  Im folgenden werden     Ausführungsbei-          spiele    der Sicherungseinrichtung erläutert,  und zwar     Einrichtungen    mit einem Gleis  stromkreis bei einer mit Wechselstrom be  triebenen Bahn.  



  Bei den erläuterten Beispielen     wird    die  Bahn mit einem Triebwechselstrom von der      Frequenz T = 16,66 Hz betrieben; die Ober  wellen dieses Triebstromes haben folgende  Frequenzen:  2. Oberwelle 02 = 33,33 Hz,  3. Oberwelle     0s    = 50,- Hz,  4. Oberwelle 04 = 66,66 Hz,  5. Oberwelle     0a    = 83,33 Hz,  6. Oberwelle<B>06</B> = 100,- Hz,  7. Oberwelle 07 = 116,66 Hz  <B>USW.</B>  



  Wählt man nun zum Betrieb des die bei  den Gleisrelais     Bi    und R2 als Steuerrelais  sowie den Gleisstromkreis enthaltenden Ein  richtungsteils die Frequenzen 55 und 61, und  berücksichtigt hierbei     Frequenzschwankungen     des Triebstromes z. B. bis zu          10 "/o, so  kommt die 3. Oberwelle des Triebstromes bei  einer     Frequenzschwankung    um     +    10 0; o in  den     Ansprech-Frequenzbereich    des Relais     Ri,     so dass dieses Relais     Pti    durch die 3. Ober  welle des Triebstromes beeinflusst werden  könnte. Das Relais R2 liegt jedoch weder im  Einflussbereich der 3. noch der 4. Oberwelle.

    Umgekehrt ist es bei einer     Frequenzschwan-          kung    des Triebstromes um - 10     0/\o.    Dann  hat zwar die 4. Oberwelle etwa 60 bis 61 Hz  und das Relais R2 ist durch diese Oberwelle  gefährdet; dafür liegt aber nun das Relais     Ri     weder im Einflussbereich der 3. noch dein der  4. Oberwelle und wird also durch den Trieb  strom nicht beeinflusst.  



  Ähnlich liegen die Verhältnisse, wenn der  Blockstrom in seiner Frequenz schwankt, oder  wenn sowohl Triebstrom wie Blockstrom  gleichzeitig     Frequenzschwankungen    haben.  



  Es ist nun hierbei nicht erforderlich, dass  die beiden Blockfrequenzen zwischen zwei  Oberwellen liegen, z. B. wie beim voran  gehend erwähnten Beispiel zwischen der 3.  und 4.     Oberwelle    des Triebstromes, sondern  sie können auch, was unter Umständen mit  Rücksicht auf etwa erforderliche     Abstimm-          glieder    zweckmässig ist, weiter entfernt von  einander liegen. So könnte man z. B. Steuer  ströme mit den Frequenzen 55     bezw.    95 zum       Betrieb    der beiden Relais     Pii    und R2 wählen.  



  Es ist möglich und zweckmässig, bei Ein  richtungen mit zwei Gleisrelais     R,    und     R=       pro Empfangseinrichtung und Gleisstromkreis  die Relais so zu wählen und auszubilden,  dass ihr     Ansprechbereich    zwar den zu er  wartenden     Frequenzschwankungen    des Block  stromes entspricht, dass er aber anderseits so  klein ist, dass auch bei grossen Frequenz  schwankungen des Triebstromes immer wenig  stens eines der beiden Relais unbeeinflusst  bleibt. Werden also z.

   B. zum Betrieb der  beiden Relais R, und     R2    die Frequenzen 95       bezw.    105 verwendet, und rechnet man mit  einer Schwankung der     Triebstromfrequenz     von     +        5'/o,    das heisst also mit einem Ab  sinken der 7. Oberwelle auf etwa 110 Hz,  so muss die obere     Ansprechgrenze    des Re  lais     R-    bei etwa 109 Hz, seine untere bei  etwa 101 Hz liegen. Da die 5. Oberwelle  hierbei auf etwa 87,5 Hz steigt, muss die  untere     Ansprechgrenze    des Relais     Ri    bei  etwa 88 Hz, die obere etwa bei 99 Hz liegen.

    Würde man mit grösseren     Triebstromfrequenz-          schwankungen    rechnen, z. B. mit 7,5     0,!o,    dann  würde bei einem Absinken der Triebstrom  frequenz um 7,5 0 \o die 6. Oberwelle des Trieb  stromes etwa 92,5 Hz haben, während die  7. Oberwelle etwa 107,5     H.z    hat. Dann müssten  die Relais so ausgebildet sein, dass sie auf  die     betreffenden    Oberwellen der Triebstrom  frequenz auch dann noch nicht ansprechen.

    Bei geeigneter Ausbildung der bekannten       Zweiphasenmotorrelais    ist dies praktisch ohne  Schwierigkeit möglich, wenn man dafür sorgt,  dass jeder     Eilfswicklung    der beiden Relais  nur die Blockfrequenz zugeführt wird, auf  die es ansprechen soll, also z. B. der einen  Wicklung eine Blockfrequenz von 105 Hz,  der andern eine solche von 95 Hz.  



  Müssen nun bei den erwähnten Einrich  tungen mit zwei Gleisrelais für die Erzeu  gung ein und desselben Signalbegriffes beide  Relais ansprechen, so wird sichergestellt, dass,  wenn nur ein Relais anspricht, z. B. als Folge  einer     Triebstrombeeinflussung,    dieser Signal  begriff nicht hervorgerufen wird. Ist der Signal  begriff z. B. der     Fahrtsignalbegriff,    so heisst  das bei den bekannten Gleisstromkreisen, dass  ein     Fahrtsignalbegriff    nur entstehen kann,  wenn beide Gleisrelais     PLi    und R2 gleichzeitig      angezogen sind.     Umgekehrt    kann die Ein  richtung so     getroffen    sein, dass der Halt  signalbegriff bereits erzeugt wird, wenn nur  ein Relaisanker abgefallen ist.

   Da nun durch  den Triebstrom im ungünstigsten Falle nur  ein einziges Relais zum Anzug gebracht wer  den kann, so kann der Triebstrom keinesfalls  das Erscheinen eines falschen Frei- oder       Fahrtsignalbegriffes    hervorrufen. Man kann  jedoch auch die beiden Relais für die Steue  rung mehrerer Begriffe     verwenden,    was zur  Folge hat, dass durch jedes Relais für sich  ein     Begriff    gesteuert werden muss. Hierbei  muss aber die Zuordnung der     Begriffe    zu den  Relais so erfolgen, dass im Störungsfall, also  bei Ansprechen (Abfallen oder Anziehen)  eines Relais infolge des     Ansprechens    auf eine       Triebstromoberwelle,    ein die Sicherheit er  höhender Signalbegriff erzeugt wird.

    



  Man kann hierbei die Anordnung auch so  treffen, dass die Anker beider Relais auf einen  gemeinsamen Kontaktsteg einwirken und auf  diese Weise die Signale steuern. Man kann  die beiden Relais auch benutzen, um eine  gegenseitige Abfallüberwachung herbeizu  führen.  



  Die Anwendung der Erfindung ist nicht  auf     Eisenbahnsicherungsanlagen    mit     Gleis-          stromkreisen    beschränkt, sondern sie kann  sinngemäss auch auf alle andern Einrichtun  gen des     Eisenbahnsicherungswesens,    bei denen  Schutz gegen Fremdstrom erforderlich ist,  angewendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Eisenbahnsicherungsanlage mit Einrich tung zur Ausschliessung der Beeinflussung der Steuerrelais durch Fremdströme, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Steuer relais pro Empfangseinrichtung und Steuer stromkreis angeordnet sind, und dass für die Speisung dieser Steuerrelais Ströme vorge sehen sind, deren Frequenzen ungleich sind, wobei die Frequenzen so liegen, dass bei einer Frequenzschwankung im Triebstrom nach ab wärts oder aufwärts immer höchstens bei einem der beiden Steuerrelais eine Oberwelle des Triebstromes in dessen Ansprechbereich eintreten kann.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Eisenbahnsicherungsanlage nach Patent anspruch mit zwei Steuerrelais pro Empfangs einrichtung und Steuerstromkreis, dadurch gekennzeichnet, dass den beiden Relais meh rere Signalbegriffe zugeordnet sind, wobei die Anordnung so getroffen ist, dass bei Be einflussung eines Relais durch die Oberwelle des Fremdstromes ein die Sicherheit erhöhen der Signalbegriff erzeugt wird. 2. Eisenbahnsicherungsanlage nach Patent anspruch mit zwei Steuerrelais pro Empfangs einrichtung und Steuerstromkreis, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kontaktanker beider Relais auf einen gemeinsamen Kontaktsteg einwirken.
    3. EisenbahnsicherungsanlagenachPatent- anspruch mit zwei Steuerrelais pro Empfangs einrichtung und Steuerstromkreis, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Relais sich gegenseitig auf Abfall überwachen. Vereinigte Eisenbahn-Signalwerke Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Vertreter: Edmond Lauber, dipl.Ing., Genf.
CH243953D 1942-08-17 1943-07-06 Eisenbahnsicherungsanlage mit Einrichtung zur Ausschliessung der Beeinflussung der Steuerrelais durch Fremdströme. CH243953A (de)

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