Kraftangetriebene Rechenvorrichtung an Büromaschinen, insbesondere an Schreib- oder andern schreibenden Maschinen. Gegenstand der Erfindung ist eine kraft angetriebene Rechenvorrichtung an Büro maschinen, insbesondere an Schreib- oder andern sehreibenden Maschinen, mit minde stens einem ein- und ausschaltbaren, will kürlich auf "Addition" oder "Subtraktion" einstellbaren,
durch die Zifferntasten der Maschine gesteuerten Zählwerk. Die Erfin- dung besteht darin, dass diese Rechenvor richtung einen Impulsgeber mit neun durch je eine Zifferntaste der Maschine betätig baren, drehbaren Einzelgliedern zur Abgabe je eines Stromimpulses nach dem Verhältnis 1:2:3:4:5:6:'7:8:
9 während der vollstän digen Umdrehung aufweist, welcher Impuls geber mit einem vom Papierwagen der Ma schine gesteuerten, zur Durchgabe der Strom impulse dienenden Kolonnenschalter in. Ver bindung gebracht werden kann, und dass der Kolonnenschalter mit den einzelnen Dezimal stellen des Zählwerkes verbunden ist, das Ganze derart, dass der Kolonnenschalter die einzelnen Dezimalstellen des Zählwerkes der Reihe nach mit dem Impulsgeber zum Zwecke der Einbringung eines Zahlenwertes entspre chend der jeweils angeschlagenen Ziffern taste durchverbindet,
und dass die Ein- und Ausschaltung der Vorrichtung durch den Papierwagen der Maschine selbsttätig erfolgt.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungs gegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 eine schematische Darstelhuig der Rechenvorrichtung, Fig. 2 einen Teil des Impulsgebers, so weit dies zum Verständnis der Arbeitsweise desselben erforderlich ist, und Fig. 3 und 4 einen Teil eines Zählwerkes in einer Seiten- bezw. Draufsicht.
Fig. 5 bis 10 zeigen Einzelteile in ver schiedenen Ansichten.
Die Rechenvorrichtung weist neun Ar beitskontakte 1-9 auf, die in bekannter Weise mit den Zahlentasten "1" bis "9" der nicht gezeichneten Maschine mechanisch der art verbunden sind, dass beim Anschlagen einer der letzteren der ihr zugeordnete Arbeits- kontakt geschlossen wird. Die Arbeitskon takte 1-9 sind je über eine Leitung 1'-9' mit einer Elektromagnetspule 11-19 eines Impulsgebers J verbunden,
von welchem in Fig. 2 ein Teil schematisch dargestellt ist.
Der Impulsgeber J ist mit neun auf einer gemeinsamen Welle wi angeordneten und von dieser gleichzeitig und mit gleicher Drehzahl in Umdrehung versetzbaren Friktionsscheiben 21-29 versehen.
Jeder dieser Friktionsschei.- ben ist eine Nockenscheibe 21n, 22n, <B>...</B> 29n zugeteilt, welche je an einem schwenkbaren Hebel <B>2111,</B> 22h,<B>...</B> 29h drehbar gelagert ist. Jeder dieser Hebel steht unter der Wirkung einer Zugfeder 21f, 22f,<B>...</B> 29f und ist ausserdem mit einem Anker 11a, 12a, <B>...</B> 29a des zugehörigen Elektromagneten 11, 12,<B>...</B> 29 verbunden.
Die Nockenscheiben <I>21n, 22n,</I> ... 29n unterscheiden sich voneinander ledig lich durch die Grösse ihrer Nocken, deren Längen im Verhältnis 1:2:3:4:5:6:7:8:9 ausgebildet sind, wobei aber die Grösse dieser Nocken zweckmässig derart gewählt ist, dass sich derjenige der Scheibe 21n über 1/,o ihres Umfanges, derjenige der Scheibe 22n über 2/,o des Umfanges usw. erstreckt.
In der Be wegungsbahn jedes Nockens der Nocken scheiben 21n-29n ist ein Arbeitskontakt 31-39 vorgesehen, welche Arbeitskontakte einerseits über eine Leitung 65 an die Kon taktschiene S3 eines Kolonnenschalters und anderseits über einen Ruhekontakt 40 und eine Leitung 62 an die Kontaktschiene SZ desselben Kolonnenschalters angeschlossen sind, zum Zwecke,
die Verbindung zwischen diesen beiden Kontaktschienen zeitweilig her zustellen. Diese Verbindung ist indessen beim Öffnen des Ruhekontaktes 40 unmöglich ge macht, was dann zutrifft, wenn eines der beiden nachstehend genannten Zählwerke oder beide von "Addition" auf "Subtraktion" oder umgekehrt umgeschaltet werden.
Vorgesehen ist ferner ein Kolonnenschal ter, bestehend aus zwei Gruppen von je vier Kontaktschienen S',, S2, S3, S4 und H,, H2, H3, <I>H4,</I> wobei die Kontaktschienen S, und H,,<B>8,</B> und HZ, S3 und H, sowie<B>8,
</B> und H4 je elektrisch leitend miteinander verbunden sind. Ein Gleitkontakt g,, der vom Papierwagen der Maschine mittelbar oder unmittelbar von links nach rechts bewegt wird, stellt die Ver- bindung zwischen den beiden Kontaktschie nen S, und S2 und damit zwischen H, und HZ her.
Ein weiterer Gleitkontakt KZ verbindet gleichzeitig die Kontaktschiene S3 bei jedem Schritt des Wagens der Reihe nach mit neun Kontakten 41-49 einer Kontaktbank des Kolonnenschalters und anschliessend bei der Bewegung weiter nach rechts die Kontakt schiene H3 der der Reihe nach mit neun Kontakten 51-59 einer zweiten Kontakt bank.
Eine analoge Aufgabe übernimmt ein Gleitkontakt g3, der der Reihe nach neun Kontakte 41'-49' -einer weiteren Kontakt bank an die Kontaktschiene S,, und dann neun Kontakte 5l'-59' an die Kontaktschiene H4 anlegt.
Die Kontaktschienen <B>8</B>, und H, sind über eine Leitung 60 und einen Ausschalter 61 an das Netz angeschlossen. Die Kontaktschienen SZ und HZ sind mittels einer Leitung 62 mit dem bereits genannten Ruhekontakt 40 des Impulsgebers J,
mittels einer Leitung 63 mit der Primärwicklung -eines Transformators T und mittels einer Leitung 64 mit den neun Arbeitskontakten 1-9 verbunden. Während die Kontaktschienen S3 und H3 über eine Lei- tung 65 an die Arbeitskontakte 3l-39 des Impulsgebers J, wie bereits erwähnt, ange schlossen sind,
sind die Kontaktschienen S4 und H4 über eine Leitung 66 mit der Sekun därwicklung des Transformators T ver bunden.
Die Recheneinrichtung weist zwei im Aufbau gleiche neunstellige Zählwerke Z, und ZZ auf. Das Zählwerk Z, hat neun Elek tromagnete 71-79, die mit den Elektroma gneten 101-109 des Zählwerkes Z2 parallel geschaltet und' über die Leitungen 4l"-49" an die beiden ebenfalls parallel geschalteten Kontaktbänke mit den Kontakten 41-49 und 51-59 angeschlossen sind.
Auf einer beiden Zählwerken gemeinsamen Antriebs- welle w, sind je neun Friktionsscheiben 81 bis 89 bezw. 111-119 aufgesetzt.
Jeder Friktionsscheibe ist eine-Ziffernrolle 81,--89z bezw. 111,--119z mit -den Ziffern 1-0 -zu geordnet, welche je an einem schwenkbar ge lagerten, unter dem Einflusse einer Zugfeder stehenden Hebel drehbar gelagert sind.
In Fig. 3 ist die achte Dezimalstelle des Zähl werkes Z,, bestehend aus der Friktionsscheibe 82, der am Hebel 82h drehbar angeordneten Ziffernrolle <B>82,</B> dargestellt, wobei ersichtlich ist, dass der Hebel 82h ausserdem noch mit dem Anker 72a des Elektromagneten. 72 ver- bunden ist,
der zur Herstellung einer Rei bungsverbindung zwischen der Scheibe 82 und der- Ziffernrolle $2,- dient. Jede Ziffern rolle trägt an einer Seite ein Zahnrad 80 mit zehn Zähnen zum Zwecke der Feststellung der Ziffernrolle nach der Ausführung jeder Drehbewegung durch einen am Gehäuse an geordneten Anschlag 80a.
Jede Ziffernrolle ist an der einen Seite mit einem über '11o des Umfanges sich er streckenden Nocken versehen, von welchen derjenige der Ziffernrolle 82z mit 82n be zeichnet ist usw. In der Bewegungsbahn jedes Nockens liegt ein Arbeitskontakt 70, der an den Elektromagneten der jeweils vorangehen den Dezimalstelle angeschlossen ist und die sen beim Schliessen des Kontaktes 70 durch den Nocken der Ziffernrolle einschaltet, da mit dieser Elektromagnet.
die ihmzugeordnete Ziffernrolle zur Drehung um eine Wert einheit veranlasst (Zehnerübertragung). Die Nocken sind an den Ziffernrollen derart an geordnet, dass sie erst dann wirksam sind, nachdem die Ziffernrolle aus der Nullstellung heraus um neun Werteinheiten gedreht wor den ist.
Jeder Dezimalstelle der beiden Zählwerke Z, und ZZ ist -eine Kontrollampe 91-99 bezw. 121-129 zugeteilt. Die beiden Kontroll- la.mpengruppen zu je neun Kontrollampen sind unter sich parallel geschaltet und mit tels der Leitungen 91'-99' an die gleichfalls parallel geschalteten Kontakte 41'-49' und 51'-59' der beiden Kontaktbänke ange schlossen.
Die Kontrollampen dienen als De zimalstellenanzeiger und erleichtern das Ein stellen des Wagens zum Zwecke der Ein bringung eines Wertes in eines der beiden Zählwerke oder in beide, da ja nicht alle einzubringenden Werte gleichviel Dezimal stellen aufweisen und deren Dezimalstellen in den weitaus meisten Fällen von den Dezimal stellen der Zählwerke abweichen.
Als Antriebsaggregat ist ein Elektro motor M vorgesehen, der über eine Leitung 67 mit dem -einen Netzpol und mittels zweier Leitungen 68 und 69 mit einem Umschalter U verbunden ist, damit die Drehrichtung seines Läufers nach Bedarf geändert werden kann.
In der gezeichneten Schalterstellung ist die Leitung 68 über eine Leitung 131 und die Leitung 63 nach der Kontaktschiene S, durchverbunden, so dass die Antriebswelle w. in einer bestimmten Richttmg gedreht wird, sobald der Gleitkontakt g, die Verbindung mit der Kontaktschiene S,
anlässlich der Be wegung des Papierwagens der Maschine nach rechts hergestellt hat und der Schalter 61 in der Stromschliessstellung steht. Es sei ange nommen, dass in dieser Stellung des -Umschal- ters die Zählwerke auf "Addition" eingestellt sind.
Wird der Umschalter U in die zweite Schaltstellung umgelegt, dann wird an Stelle der Leitung 68 die Leitung 69 nach der Kon taktschiene S,. durchgeschaltet und der Motor ändert seine Drehrichtung und damit die jenige seiner Antriebswelle w.,
so dass die Zählwerke auf "Subtraktion" geschaltet sind. Die Drehbewegungen der Antriebswelle wm werden über eine Zwischenwelle w auf die Zählwerkswelle w. und gleichzeitig auf die Impulsgeberwelle wi übertragen, welche beide dieselbe Drehzahl aufweisen.
Von der Lei tung 131 ist eine Leitung 132 abgezweigt, welche die Kontakte 70 der Zehnerübertra- gungseinrichtung der -beiden Zählwerke mil der Kontaktschiene 82 verbindet.
Zur Ein- und Ausschaltung des Zähl werkes Z1 dient ein Schalter E, der zwischen die Netzleitung 67 und die den Elektro magneten 71-79 gemeinsame Leitung ge schaltet ist. Auch das Zählwerk Z2 lässt sich mittels eines an die gemeinsame Leitung der Elektromagnete 101-109 und an die Netz leitung 67 angeschlossenen Schalters E2 nach Bedarf ein- und ausschalten.
Die beschriebene Rechenvorrichtung kann in eine Schreibmaschine eingebaut oder als Zusatzgerät zu einer Schreibmaschine oder einer andern schreibenden Büromaschine be- kannter Bauart ausgebildet sein bezw. mit einer solchen in Verbindung gebracht werden.
Es ergibt sich in jedem genannten Falle eine Büromaschine. mit welcher jede Schreib arbeit erledigt werden kann und die sich zu sätzlich für die Durchführung von Rechen operationen (Additionen und Subtraktionen) eignet und sich beispielsweise für Buchhal tungszwecke gebrauchen lässt.
Es ist die An ordnung getroffen, dass die beiden Kontakt- schienengruppen S und H, je bestehend aus den vier Kontaktschienen 81-S4 bezw. H,-H4, an denjenigen Stellen liegen, dass die Rechenvorrichtung durch die Kontaktgruppe K eingeschaltet wird, wenn in .der Maschine Formulare mit Spalten zur Aufnahme von Beträgen eingespannt werden.
Da zwei Zähl werke vorhanden sind, können beispielsweise in eine erste Spalte des Formulares Gut habenbeträge, in die zweite Spalte Schuld beträge eingetragen werden, die je für sich zusammengezählt werden können.
Die Beträge werden, mit dem höchsten Stellenwert beginnend, in die Zählwerke ein- geführt. Dies geschieht durch das Anschlagen derjenigen Taste, welche dem Zahlenwerte des fraglichen Stellenwertes entspricht. doll beispielsweise der Betrag von 2456 in das Zählwerk Z, eingebracht werden, so wird der Wagen der Maschine von links nach .rechts so weit bewegt,
bis die vierte Dezimalstelle er reicht ist und die Zifferntaste "2" der Ma schinentastatur angeschlagen werden kann. Bei diesem Einstellen des Wagens treten die Gleitkontakte Kin Berührung mit den Kon taktschienen 8 und das Aufleuchten der Kon trollampe 91 zeigt an, dass Rechenvorrichtung aufnahmebereit ist, wobei vorausgesetzt -wird, dass der Schalter E,
in die Stromschliessstel- lung gebracht wurde. Durch die Einschale tung \der Rechenvorrichtung wird- der An triebsmotor M in Gang gesetzt, der die Wel len wi und w" des Impaalsgebers <I>J</I> bezw. der Zählwerke dreht, indem folgender Stromkreis geschlossen wird:
Netz, Schalter 61, Leitung 60, Schiene 8,, Gleitkontakt K,, Schiene 8" Leitung 63, Leitung-131, Umschalter Ü, Lei tung 68, Motor D4, Leitung 67, Netz. Der Kontakt K3 schaltet beim schrittweisen Weiterwandern des Maschinenwagens nach einander die Stromkreise über die Kontroll lampen 91, -92, 93, 94, 95 und die dazu par allel geschalteten Lampen 121, 122, 323, 124, 7.25 ein.
Nach dem Aufleuchten der Kontroll- lampe 96 durch Schliessung des Stromkreises: Transformator T, Kontaktschiene 84, Gleit- kontakt K3, Kontakt 46', Leitung 96', Lam pen 96 und 126, Transformator T, wird die Zifferntaste "2" angeschlagen.
Durch diesen Anschlagerfolgt die Schliessung des Arbeits- kontaktes 2 und damit des Stromkreises Netz, Kontaktschiene 5,, - Gleitkontakt - K,, Kontaktschiene 82, Leitung 64; Kontakt 2, Leitung 2', Elektromagnet 12, Leitung 67, Netz.
Der Elektromagnet 12 schwenkt den Hebel 22h um seine Schwenkachse und legt die Nockenscheibe 22n an die sich drehende Friktionsscheibe 22 an, so dass der Nocken während der einmaligen vollständigen Um drehung den folgenden Stromkreis schliesst:
Netz, Kontaktschiene S,, Gleitkontakt K,, Kontaktschiene 8" Leitung 62, Ruhekontakt 40 des Impulsgebers J,- Arbeitskontakt 32, Leitung 65, Kontaktschiene 83, Gleitkontakt K2, Kontakt 46, Leitung 46'', Elektromagnet 76 des Zählwerkes Z,, Schalter E,, Leitung 67, Netz.
Der parallel geschaltete Elektro magnet 106 würde gleichzeitig ansprechen, wenn der Schalter EZ gleichfalls in die Stromschliessstellung umgelegt worden wäre. Dieser Elektromagnet würde aber allein erregt, wenn der Schalter EZ geschlossen, der Schalter E, hingegen offen wäre.
Der für die Dauer des Stromimpulses erregte Elektro magnet 76 veranlasst ein Verschwenken des mit seinem Anker 76,a verbundenen ' Hebels 86h und die Herstellung einer Reibungsver bindung der Ziffernrolle 86z, die nach dem Weiterschalten um zwei Werteinheiten wieder in ihre Ruhestellung zurückschwenkt.
Nach dem Anschlagen der Zifferntaste "2"- und der Erregung des Elektromagneten 76 ist der Maschinenwagen um einen weite ren Schritt nach rechts gerückt und hat die Kontrollampe 9'7 und die dazu parallel lie gende Kontrollampe 127 eingeschaltet, also die dritte Dezimalstelle der beiden Zählwerke zum Einbringen des Wertes ;
,4" des genann ten Betrages 2456 vorbereitet. -Durch Betäti gung der Zifferntaste "4" der Maschinen tastatur wird der Elektromagnet 14 des Impulsgebers J erregt, der seinerseits den Stromkreis über den Arbeitskontakt 34, den Kontakt 47 und den Elektromagneten 77 des Zählwerkes Z, für die Dauer von vier Wert einheiten schliesst und die Ziffernrolle 87 um vier Einheiten weiterdreht.
Analoge Vor gänge spielen sieh bei der darauffolgenden Betätigung der Zifferntasten "5" und "6" in der zweiten bezw. ersten Dezimalstelle des Zählwerkes ab.
Massgebend für das Ausmass der Winkel- verdrehung beim Vor- oder Rüekwärtsdrehen einer Ziffernrolle bei der Einbringung von positiven bezw. negativen Zahlengrössen ist somit allein die Dauer des jeweils getasteten Stromimpulses, der vom Impulsgeber aus über den Kolonnenschalter in das Zählwerk geschickt wird.
Dies wird dadurch ermöglicht, indem die Stromimpulse, die Friktionsschei- ben und die Ziffernrollen derart aufeinander abgestimmt sind, da-ss ein Stromimpuls von der Dauer einer Einheit an der Ziffernrolle eine Winkelverdrehung von 36 veranlasst.
Da die Dauer der Stromimpulse im Verhält nis von 1:2:3:... :9 gewählt sind, ergeben sich an den Ziffernrollen Winkelverschiebun gen im gleichen Verhältnis. Diese Vorgänge bei der Durchgabe eines Impulses aus dem Impulsgeber in das Zählwerk muss während einer vollen- Umdrehung der Impulsgeber- welle W; erfolgen, die wiederum während der Schliessungszeit der Arbeitskontakte 1-9 zur Ausführung kommen muss.
Dies setzt eine verhältnismässig hohe Drehzahl der Impuls- geberwelle wi wie auch der Zählwerkswelle w,. voraus, welche aber beim Umschalten von "Addition" auf "Subtraktion" oder umge kehrt nicht eingehalten werden kann, weil durch die Drehrichtungsänderung des Motors ein Absinken der Motordrehzahl auf Null und ein Wiederansteigen auf den erforderli chen Nennwert unvermeidlich ist.
Damit nun die Abgabe von Stromimpulsen bei kleineren Drehzahlen als der normalen Nenndrehzahl durch den Impulsgeber ausgeschlossen ist, weil dies zu falschen Rechnungsergebnissen führen müss-te, ist auf der Impulsgeberwelle wi ein Zentrifugalschalter 30 aufgesetzt, wel cher in bekannter Weise den Ruhekontakt 40 nur so lange geschlossen hält, als die Nenn drehzahl an der Welle aufrechterhalten wird,
welcher Zentrifugalschalter aber beim Ab sinken der Drehzahl anläss,lich der Umlegung des Umschalters U von der einen in die andere Stellung diesen Ruhekontakt zur Unterbre- chung des von ihm beherrschten Stromkreises nach dem KoIa-nnensohalter veranlasst.
Durch entsprechende Betätigung -der Schalter El und E2 sowie des Umschalters U lassen sich positive oder negative Beträge in das eine oder das andere der beiden Zähl werke oder aber in beide einbringen.
Um die Zählwerke nach Beendigung einer additiven oder subtraktiven Vereinigung von Aufgabengrössen gegebenenfalls wieder auf "Null" einstellen zu können, ist ein weiterer nicht gezeichneter Schalter vorgesehen, mit tels welchem sämtliche Elektromagnete der beiden Zählwerke gleichzeitig durch das An schalten an das Netz erregt werden können, wodurch sämtliche Ziffernrollen zur Aus führung einer- Drehbewegung veranlasst wer den.
Es sind ferner bekannte Mittel vorge sehen, welche beim Betätigen dieses Schalters die Ziffernrollen zum Anhalten bringen, wenn diese die Nullstellung erreicht haben.
Die Vorrichtung kann auch nur eine Gruppe von vier Kontaktschienen sowie ein Zählwerk aufweisen. Beim gezeichneten Aus führungsbeispiel ist jedes Zählwerk zur Auf nahme von Zahlengrössen bis zü neun De zimalstellen ausgebildet, während jede Kon taktbank dementsprechend Kontaktreihen mit neun Kontakten aufweist. Die Kapazität des oder der Zählwerke kann aber auch kleiner oder grösser sein. Die mit der Rechenvorrichtung verbun dene Maschine lässt sich, wenn es\ sich um eine bekannte Schreibmaschine handelt, als solche ohne weiteres verwenden, indem die Rechenvorrichtung nach Bedarf ein- und aus geschaltet werden kann.
Die Recheneinrich tung wird in eingeschaltetem Zustande auch nur<I>dort</I> durch die Zifferntasten der hIaschine betätigt, wo bei der Verwendung bestimmter Formulare nur Ziffern oder Zifferngruppen getippt werden. Ausserhalb des Wirkungs bereiches der Rechenvorrichtung können so mit die Zifferntasten ohne Beeinflussung der Zählwerke getastet werden.
Das Zählwerk kann auch einen Aufbau aufweisen, wie ein Einzelteil desselben in Fig. 5 in einer Vorderansicht und in Fig. 6 in einer Draufsicht dargestellt ist, während Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII in Fig. 6 und Fig. 8 einen Schnitt nach der Linie VM-VIII in Fig. 7 zeigt.
Gemäss dieser Ausführungsform sind auf die Zähl werkswelle- w, eine der Zahl der Dezimal stellen entsprechende Anzahl Ziffernrollen 141 aufgesetzt, welche einen Hohlraum zur Aufnahme einer aus elastischem Material, beispielsweise Gummi, bestehenden Scheibe 142 dient.
Diese Scheibe 142 sitzt auf einer zweiteiligen, auf die -Welle w" aufgesetzten Fiberhülse 148, derart, dass sie bestrebt ist, die - beiden Teile der letzterem an die Welle anzupressen und dadurch eine Reibungsver bindung zwischen der Ziffernrolle und der Zählwerkswelle herzustellen.
Die Scheibe 142 ist durch einen Zentrierdeckel 144 in Stellung gehalten; der ausserdem für einen völlig run den Lauf der Ziffernrolle sorgt. Die Ziffern rolle 141 ist einerends mit einem Flansch 145 versehen, dessen Rand einen sich über '/1o des Umfanges erstreckenden Einschnitt 146 auf weist.
Auf dem Rande des Ziffernrollenflan- sches liegt eine Kontaktfeder des Arbeits kontaktes 70 auf, die beim Einfallen ihres Führungsorganes in den Einschnitt mit dem Gegenkontakt zur Schliessung .des genannten Stromkreises über den Elektromagneten der nächst höheren Dezimalstelle in Berührung tritt.
An der Flanschseite der-Ziffernrolle 141 befindet sich ein Zahnrad 147 mit- zehn Zähnen, in das, wie in Fig. 5 und 6 gezeigt ist, eine Arretierstange 148 eingeschoben ist, die unter der Wirkung einer an einem orts festen Anschlag 149 und einer auf die Stange aufgesohobenen Scheibe 150 anliegenden Druckfeder 151 steht. Die Stange 148 sitzt an dem Anker 152 des Elektromagneten 72.
Wird der Elektromagnet 72 erregt, dann zieht er seinen Anker 152 an und die Stange 148 -gibt das Zahnrad 147 frei. Der jetzt wirksame Druck der elastischen Scheibe 142 auf die Hülse 143 genügt zur Erzeugung der Reibung zwischen der Hülse und der Zähl werkswelle,
damit die Ziffernrolle in Dre heng versetzt yvird. Nach der Unterbrechung des Stromkreises über den Elektromagneten gibt dieser seinen Anker 152 wieder frei und unter dem Drucke der Feder 151 rückt die Stange in die vor ihrem Ende befindliche Zahnlücke des Zahnrades 147 ein, so dass die Ziffernrolle zum Stillstand kommt.
Wie Fig: 9 in einer Vorderansicht zeigt, kann auch der Impulsgeber dieselbe Ausbil dung erhalten wie -die Ziffernrollen, wobei lediglich der Unterschied zwischen den be treffenden Organen darin besteht, dass das drehbare Glied 1411 des Impulsgebers einen Flansch 1451 mit einem Einschnitt 146i ver sehen ist, welcher von Organ zu Organ ver schieden isst und beim gezeichneten Ausfüh rungsbeispiel sich über 2/,
.o des Umfanges erstreckt und demnach der Nockenscheibe 22n nach Fig.A entspricht.
An Stelle der elastischen Scheibe 142 kann sowohl bei -den Ziffernrollen als auch bei den drehbaren Organen des Impulsgebers ein anderes auf die Hülse 143 wirkendes elastisches Organ verwendet werden, das, wie Fig. 10 in einem Schnitt zeigt, aus zwei Blattfederä 158 gebildet sein kann, die in den Körper 141 eingesetzt sind, welche aber auch durch Druckfedern ersetzt sein könnten.