CH252248A - Schaltung zur Umwandlung von Stromsprüngen in Spannungsstösse. - Google Patents
Schaltung zur Umwandlung von Stromsprüngen in Spannungsstösse.Info
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Description
Schaltung zur Umwandlung von Stromsprüngen in Spannungsstösse. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schaltung zur Umwandlung von Stromsprüngen in Spannungsstösse, besonders in Spannungsstösse kurzer Zeitdauer und hoher Scheitelspannung.
Bei einer bekannten Vorrichtung werden die von einer Elektronenröhre erzeugten Stromsprünge durch eine in die Anodenlei tung eingefügte Spule hindurchgeführt. Sie bildet mit den Bedrahtungs- und Röhren kapazitäten einen Kreis, der von den Strom sprüngen in Eigenschwingung versetzt wird. Zur Spule ist eine Diode derart parallel ge schaltet, dass die zweite Halbwelle der Eigen schwingung stark gedämpft wird. Dadurch soll bewirkt werden, dass die Eigenschwin gung nach der ersten Halbwelle ausstirbt. Für Spannungsstösse kurzer Dauer, also bei hoher Eigenfrequenz des Kreises, lässt sich diese Einrichtung jedoch nicht gut verwenden, da in diesem Fall der Widerstand der Diode zu gross ist.
Der Nachteil einer Parallelschaltung mehrerer Dioden ist der, dass die Kapazität zu hoch wird und infolgedessen die Eigenfre quenz zu niedrig.
Es ist auch bekannt, eine Spule in die Kathodenleitung der die Stromsprünge erzeu genden, elektrischen Entladungsröhre einzu fügen. Die durch die Gegenkopplung herbei geführte Dämpfung der Eigenschwingung des Kreises kann bei der Verwendung einer Pen- tode mit grosser Steilheit grösser als bei der Verwendung einer Diode sein, ist jedoch noch ungenügend zur Erzeugung von Spannungs stössen sehr kurzer Dauer.
Gemäss der Erfindung hat das durch die Stromsprünge in Eigenschwingung versetzte Netzwerk wenigstens zwei Eigenfrequenzen, wobei es für diese Eigenfrequenzen eine solche Dämpfung aufweist und beim An stossen die Eigenchwingungen in einer sol chen Phase entstehen, dass die von den Eigen schwingungen hervorgerufenen Spannungen einander in der ersten Halbwelle der Eigen schwingungen mit der höchsten Frequenz ver stärken, so dass die in dieser Halbwelle auf tretende Scheitelspannung erhöht wird, und einander in der dritten Halbwelle der Eigen schwingung mit der höchsten Frequenz ab schwächen, so dass die in dieser Halbwelle auftretende Scheitelspannung herabgesetzt wird.
Eine geeignete Dämpfung der Eigen frequenzen, eine geeignete Phase beim An stossen der Eigenschwingungen und ein ge eignetes Frequenzverhältnis zwischen diesen sind bei einem Netzwerk mit zwei Eigenfre quenzen vorhanden, wenn der erste positive Scheitel der Eigenschwingung mit der nied rigsten Frequenz sich ungefähr mit dem ersten positiven Scheitel der Eigenschwin gung mit der höchsten Frequenz deckt, wäh rend der erste negative Scheitel der Eigen schwingung mit der niedrigsten Frequenz sich ungefähr mit dem zweiten positiven Scheitel der Eigenschwingung mit der höchsten Fre quenz deckt.
Die zur Erfüllung dieser Bedin- gungen erforderliche Bemessung des Netz werkes kann aus der Theorie über passive, lineare Netzwerke abgeleitet werden.
Vorzugsweise besteht das Netzwerk aus zwei kapazitiv gekoppelten Kreisen geringer Kreisgüte, deren Eigenfrequenzen gleich oder nahezu gleich sind. Unterschiede bis zu 10 zwischen den Eigenfrequenzen sind in diesem Fall noch durchaus zulässig.
Bei dem zuletzt genannten Netzwerk be steht der induktive Teil eines jeden gekop pelten Kreises in seiner einfachsten Form aus einer Spule mit hohem Ohm'schen Wider stand, während der kapazitive Teil von der Ausgangs- bezw. Eingangskapazität der Ent ladungsröhre gebildet wird, welche die Strom sprünge erzeugt bezw. der die Spannungs stösse aufgedrückt werden.
Vorzugsweise verhalten sich die Impedan zen der gekoppelten Kreise wie die umgekehr ten Werte der Kapazitäten eines jeden dieser Kreise. Um Spannungsstösse sehr kurzer Zeit dauer und hohen Scheitelwertes erzeugen zu können, ist es empfehlenswert, diese Kapa zitäten möglichst klein zu halten.
Der Koppelkondensator zwischen den Kreisen hat vorzugsweise einen Wert, der das Zwei- bis Dreifache der mittleren Kapazität der Kreise ist.
Die Kreisgüte wird vorzugsweise kleiner als 3, vorzugsweise 1,5 bis 2, gewählt.
Die Erfindung wird an Hand der beilie genden Zeichnung näher erläutert, in der Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel einer er findungsgemässen Schaltung darstellt.
Fig. 2 ist eine graphische Darstellung der Spannungsstösse, die unter Zuhilfenahme einer Einrichtung nach Fig. 1 erzeugt werden kön nen.
Fig. 3 stellt die ideale Form des zu die sem Zweck erforderlichen Stromsprunges dar. In Fig. 1 bezeichnen 1 und 2 die Ein gangsklemmen des Netzwerkes, 3 und 4 die Ausgangsklemmen. Das Netzwerk besteht aus zwei Kreisen 5 und 6, die durch den Kondensator 9 kapazitiv gekoppelt sind. Der Kreis 5 besteht aus einer Spule 7 mit einer Selbstinduktion von 0,6 ,uH und 110 Ohm Widerstand und aus der Kapazität 10, die nicht konzentriert angebracht ist, sondern von den Bedrahtungskapazitäten und der Aus gangskapazität einer nicht dargestellten Ent ladungsröhre gebildet wird, welche die Strom sprünge liefert.
Die Kapazität 10 hat einen Wert von 15 pF. Der Kreis 6 besteht aus einer Drosselspule 8 mit einer Selbstinduktion von 1,2 ,u.H und einem Widerstand von 220 Ohm und aus der Kapazität 11, die von den Bedrahtungskapazitäten und der Ein gangskapazität einer Entladungsröhre gebil det wird, der die Spannungsstösse aufgedrückt werden, und einen Wert von 7,5 pF hat. Der Koppelkondensator 9 zwischen den beiden Kreisen hat einen Wert von 25 pF.
In Fig. 2 bezeichnet die Kurve III die Spannung V, die zwischen den Ausgangs klemmen 3 und 4 entsteht, wenn auf die Klemmen 1 und 2 ein Stromsprung von 200 mA gemäss Fig. 3 gegeben wird. Auf die Ordinate ist die Zeit t aufgetragen. Diese Kurve ist durch Anwendung der Theorie über passive, lineare Netzwerke, bei dem in diesem Ausführungsbeispiel betrachteten Fall entstanden.
Die Geschwindigkeit, mit welcher der Strom von 0 zu 200 mA schreitet, ist vorzugsweise klein im Verhältnis zu der Impulsdauer. Fig. 2 stellt weiter die Kurven I und II dar, welche je die Spannungen dar stellen, die von einer jeden der beiden Eigen schwingungen des Netzwerkes kommen und die gemeinsam die Kurve III ergeben. Die Schwingung nach I entspricht praktisch der Eigenschwingung des Kreises 5 für sich und hat also eine Frequenz von annähernd 50 MHz.
Mit dem Netzwerk entstehen auf die be schriebene Weise Spannungsstösse mit einer Scheitelspannung von über 20 V und einer Zeitdauer von 1,25.10-8 Sekunde.
Der theoretische Maximumwert für die Scheitelspannung eines Impulses ist von drei Grössen abhängig: der Grösse des Strom sprunges, der vorhandenen Kapazitäten und der erwünschten Impulsbreite.
Im Ausführungsbeispiel ist die Scheitel spannung<B>70%</B> dieses Höchstwertes. Obgleich das Ausführungsbeispiel sich auf ein aus zwei gekoppelten Kreisen bestehendes Netzwerk bezieht, lassen sich durch Anwen dung der Erfindung gleichfalls gute Ergeb nisse mit von mehr als zwei gekoppelten Kreisen gebildeten Netzwerken erzielen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schaltung zur Umwandlung von Strom sprüngen in Spannungsstösse, besonders in Spannungsstösse kurzer Zeitdauer und hohen Scheitelwertes, wobei .die Stromsprünge ein Netzwerk in Eigenschwingung versetzen, da durch gekennzeichnet, dass das Netzwerk wenigstens zwei Eigenfrequenzen hat und eine solche Dämpfung für diese Eigenfre quenzen aufweist und die Eigenschwingun gen beim Anstossen in einer solchen Phase entstehen, dass die von den Eigenschwingun gen hervorgerufenen Spannungen einander in der ersten Halbwelle der Eigenschwingungen mit der höchsten Frequenz verstärken, so dass die in dieser Halbwelle auftretende Scheitel spannung erhöht wird,und einander in der dritten Halbwelle der Eigenschwingung mit der höchsten Frequenz abschwächen, so dass die in dieser Halbwelle auftretende Scheitel spannung herabgesetzt wird. UNTERANSPRÜUCHE 1. Schaltung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das. Netzwerk aus wenigstens zwei kapazitiv gekoppelten Krei sen geringer Kreisgüte besteht, deren Eigen frequenzen wenigstens nahezu gleich sind. 2.Schaltung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei zwei der ge koppelten Kreisen der kapazitive Teil von der Eingangs- bezw. Ausgangskapazität einer Entladungsröhre gebildet wird, welche die Stromsprünge erzeugt bezw. der die Span nungsstösse aufgedrückt werden, Bedrah- tungskapazitäten mit inbegriffen.Schaltung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Impedanzen der gekoppelten Kreise sich wie die umgekehrten Werte der Kapazi täten in diesen Kreisen verhalten. 4. Schaltung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass der Koppelkondensator zwischen den gekoppelten Kreisen eine Kapa zität hat, die das Zwei- bis Dreifache der mittleren Kapazität der Kreise ist. 5. Schaltung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kreisgüte kleiner als 3 ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH252248D CH252248A (de) | 1945-12-06 | 1946-12-04 | Schaltung zur Umwandlung von Stromsprüngen in Spannungsstösse. |
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1946
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Also Published As
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