Sprechmaschine mit selbsttätiger Plattenweehseleinrichtung. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Sprechmaschine mit selbsttätiger Plat- tenwechseleinrichtung, mit einer von dem Zen trum des Plattentellers aufragenden Stütze für einen Stapel von zu spielenden Schall platten und mit einem Plattenhaltearm, wel cher eine wirksame Lage einnehmen kann, in welcher er den Schallplattenstapel auf der Stütze hält, und eine unwirksame Lage, in welcher er das Entfernen der Schallplatten und das Auflegen von neuen Schallplatten ermöglicht, dadurch gekennzeichnet,
dass der Plattenhaltearm bei seiner Verbringung in die unwirksame Lage die Plattenweehsel- vorrichtung ausschaltet und bei seiner Ver- bringung in die wirksame Lage den Platten- Wechselmechanismus wieder freigibt.
Ein Ausführungsbeispiel der Sprech maschine wird in dem folgenden an Hand der Zeichnung beschrieben. Es zeigen: Fig. 1. .die Draufsicht der Sprechmaschine, Fig. 2 eine Seitenansicht des Plattenhalte- armes und Fig. 3 eine Ansicht einer Einzelheit von unten.
<B>A</B>uf der Zeichnung bezeichnet 1 die Grund platte der Sprechmaschine und 2 den Platten teller, der auf einer Hohlwelle 75 angebracht ist. In der Hohlwelle 75 befindet sieh ein Zapfen 9, dessen oberer Teil oberhalb des Plattentellers 2 aufragt. Das obere Ende des Zapfens 9 ist mit einem Absatz 11 versehen, auf welchem ein Stapel von zu spielenden Schallplatten aufgestellt werden kann. Die Schallplatten im Stapel werden dabei mit ihren Zentrumlöchern auf einen Zapfen 10 aufgesteckt, welcher eine exzentrische Verlän gerung des Zapfens 9 nach oben bildet.
Durch in dem Zapfen 9 befindliche, nicht darge stellte Vorrichtungen kann der untersten Schallplatte indem auf dem Absatz 11 ruhen den Schallplattenstapel eine derartige seit liche Verschiebung beigebracht werden, dass sie von dem Absatz heruntergleitet und dem Zapfen 9 entlang auf den Plattenteller 2 herabfällt, wo sie in bekannter Weise abge spielt wird.
Wenn der Schallplattenstapel auf dem Absatz 11 ruht, wird er von oben durch zwei Arme 5 und 6 gehalten, die mit Rollen 33, 34 und 35 aus Gummi oder einem andern zweck mässigen Material versehen sind.
Die Arme 5 und 6 sind in einem Arm 4 bei 5', 6' drehbar gelagert und untereinander durch eine Stange 21 gekuppelt. Die Stange 21 wird derart von einer Schraubenfeder 36 betätigt, dass die Rollen 33, 34 und 35 unter Federdruck gegen den Schallplattenstapel an liegen und diesen in waagrechter Lage halten.
Der Arm 4 ist um eine senkrechte Schraube 23 gelagert, die in einer an der Grundplatte 1 angebrachten Säule 3 einge schraubt ist. Der Arm 4 kann einerseits eine wirksame Lage einnehmen, in welcher er sich über dem Plattenteller 2 befindet, wobei die Arme 5 und 6 gegen den Plattenstapel drifk- ken, und anderseits eine uniwirksame Lage, in der er ausserhalb des Plattentellers 2 hinaus- geschwenkt ist.
Auf der Achse 28, mittels welcher die Stange 21 an dem Arm 6 gekup pelt ist, ist ein- Blech 29 gelagert. Das Blech 29 dringt in der in Fig. 1 dargestellten, über dem Plattenteller eingeschwenkten Lage des Armes 4 durch einen Schlitz in der hohlen Säule 3 in diese hinein und verhindert dabei die Drehung des Armes 4.
Werden die Arme 5, 6 angehoben, so tritt das Blech aus dem Schlitz der Säule heraus, worauf der Arm 4 durch Drehung im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers in, eine unwirksame Lage ge bracht werden kann, in welcher er das Ent fernen der Schallplatten und das Auflegen von neuen Schallplatten ermöglicht. Nach Drehung des Armes liegt das Blech nicht mehr dem Schlitze gegenüber, sondern auf dem vollen Umfang der Säule auf und wird durch :die Feder 36 gegen den Säulenumfang gedrückt, wobei die Arme 5 und 6 in an gehobener Lage festgehalten werden.
Wird der Arm 4 aber in die wirksame Lage zu- rückgeführt, so schnappt das Blech in den Schlitz der Säule ein, wobei,die Arme 5 und 6 herabfallen und der Arm 4 gegen Drehung um die Zentrum-schraube 23 verriegelt wird.
Durch die Säule 3 erstreckt sich eine Spindel 187, welche in bezug auf die Schraube 23 exzentrisch gelagert ist. In Fig. 2 liegt diese Spindel vor der Schraube 23. An ihrem obern Ende ist diese Spindel<B>187</B> mit einem Mitnehmer 269 versehen, der mit einem im Arm 4 fest angeordneten Stift 270 zu sammenwirkt. Infolgedessen wird der Spindel 187 eine Drehbewegung erteilt, wenn der Arm 4 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird. An ihrem untern Ende ist die Spindel 187 mit einem Teller 272 versehen, auf dem ein Stift 274 befestigt ist.
Wenn sieh der Arm 4 in wirksamer Lage befindet, nimmt der Stift 274 die in Fig. 3 gezeigte Lage ein. Wenn :der Arm 4 in seine unwirksame Lage gedreht wird, wobei die Spindel 187 gemäss Fig. 3 im Uhrzeigersinn gedreht wird, kommt der Stift 274 mit einer Fläche 275 eines Armes 276 in Berührung. Die Fläche 275 ist mit der Spindel 187 kon zentrisGh angeordnet, liegt aber in geringerem radialen- Abstand davon als der Stift 274. Durch Einwirkung .des Stiftes 274 auf die Fläche 275 wird der Arm 276 um seine Achse 100 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht.
An dem Arm 276 ist ein Glied 99 befestigt und an diesem ein Arm 94 angebracht, der sich also entgegen dem Uhrzeigersinn um die Achse 100 wie der Arm 276 drehen wird. Eine Achse 93 ist in dem Arm 94 angeordnet, und um diese Achse 93 ist ein Arm 92 ge lagert. Eine Schraubenfeder 95 hält den Arm. 92 mit einem auf dem Arm 94 ange brachten, einstellbaren Stoppglied 96 im Ein griff. Der Arm 92 ist an seinem von dem Lagerungspunkt abgewandten Ende mit einer aufwärts gebogenen Schneide 101 versehen, die mit einem Zahnrad 85 in und ausser Ein griff gebracht werden kann.
Zwei Wellen 81 und 82, von denen die Welle 81 mit dem Motor der Sprechmaschine und die Welle 82 mit dem Schallplatten wechselmechanismus in Verbindung steht und diesen steuert, können miteinander gekuppelt bzw. voneinander entkuppelt werden durch eine Kupplungsvorrichtung, z. B. gemäss Pa tent Nr. 247516, von welcher das Zahnrad 85 einen Teil bildet. Diese Kupplungsvorrich tung ist derart beschaffen, dass die Wellen 81 und 82 miteinander gekuppelt sind, wenn das Zahnrad 85 nicht gegen Drehung gesperrt ist, dagegen aber voneinander entkuppelt, wenn das Zahnrad 85 gesperrt ist.
Das Hebelsystem 276, 99, 94, 92 steht unter der Wirkung einer nicht dargestellten Feder, welche es im Uhrzeigersinn gemäss Fig. 3 zu drehen und dabei mit .der Schneide 101 ausser Eingriff mit dem Zahnrad 85 zu bringen sucht, so da.ss normalerweise das Zahnrad 85 nicht gesperrt ist und die Wellen 82, 81 zusammengekuppelt sind, wodurch der Plattenweehselmechanismus arbeiten kann.
'Wenn ein Plattenwechselvorgang zu Ende geht, dreht ein nicht dargestellter, zum Plat- tenwechselmechanismus gehörender Arm das Glied<B>99</B> und den Arm 94 entgegen der Wir kung der genannten Feder, das heisst gegen den Uhrzeigersinn, wobei die Schneide 101 des Armes 92 mit dem Zahnrad 85 in Ein griff kommt und die Wellen 81 und 82 von einander entkuppelt werden.
Sobald eine Platte zu Ende gespielt ist, wird durch die veränderte Winkelgeschwindigkeit des Ton armes der nicht gezeigte Arm betätigt, so dass dieser mit dem Glied 99 und dem Arm 94 ausser Eingriff gebracht wird, so dass diese: von der Feder wieder im Uhrzeigersinn ge dreht werden und die Schneide<B>101</B> mit den Zähnen des Zahnrades 85 ausser Eingriff kommt, wobei eine Zusammenkupplung der Wellen stattfindet.
Wird der Arm 4 in seine unwirksame Lage gedreht, so wird damit auch die Spindel 1.87 mit der Scheibe 272 um einen so grossen Winkel im Uhrzeigersinn gegenüber der in Fig. Ö gezeigten Lage gedreht, dass der Stift 374 mit der Fläche 275 des Armes 276 in Berührung tritt. Daraufhin kann der Arm <B>276</B> keine Drehung im Uhrzeigersinn ausfüh ren, und dadurch ist auch das Glied 99 mit dem Arm 94 verhindert, eine Drehung im L hrzeigersinn aus der in der Figur gezeigten Lage auszuführen.
Die Schneide 1.01 des Armes 92 wird in Eingriff mit dem Zahnrad 85 gehalten und die Wellen 81 und 82 sind entkuppelt, so dass die Plattenwechselbewegung ausbleibt.
Wenn sich der Arm 4 in seiner unwirk samen Labe befindet, ist der Plattenwechsel- mechanismus ausgeschaltet, und die Sprech maschine arbeitet wie eine gewöhnliche Sprechmaschine ohne Plattenwechsel. Beim Einwärtssehwingen des Armes 4 wird der Plattenwechselmechanismus wieder einge schaltet.
Es ist möglich, den beweglichen Arm 4 derart auszubilden, da,ss er unmittelbar an die Oberseite des Plattenstapels anliegt, wobei die gezeigten Arme 5 und 6 wegfallen würden.