Einrichtung an Webstühlen mit selbsttätiger Schützenauswechselung zur Verhinderung der Auswechselung des Schützens, wenn derselbe sich nicht in der Endlage im Schützenkasten befindet. Vorliegende Erfindung hat zum Gegen stand eine Einrichtung an Webstühlen meit selbsttätiger Schützenauswechselung, durch welche die Auswechselung des Schützens, wenn derselbe sich nicht in der Endlage im Schützenkasten befindet, verhindert wird.
Bei den bekannten Konstruktionen dieser Art steht mit der quer zur Bewegungsrich tung des Schützens schwingbaren Brems zunge eine zu einem Gesperre des die Schüt zenkastenvorderwand anhebenden Gestänges zugehörige Sperrklinke in Wirkungsverbin dung, derart, dass durch die bei einlaufendem Schützen in den Schützenkasten in der Quer richtung zurückweichende Bremszunge die Sperrklinke ausklinkt, so dass das Gesperre gelöst und das Gestänge für das Anheben der Schützenkastenvorderwand bewegt werden kann.
Die Bremszunge und die Sperrklinke vollführen hier entsprechend dem Takt des in den Schützenkasten einlaufenden Schüt- zens eine periodische Schwingbeweg ng, wobei die Grösse des Winkelausschlages die ser Schwingbewegung verschieden ausfällt, je nachdem ob der Sehlitzen beim Einlauf in den Schützenkasten bis zum Ende seiner Be wegungsbahn gelangt, oder vorzeitig zum Stillstand gekommen ist. Daraus ergeben sich an der Eingriffsstelle der Sperrklinke mit dem zugehörigen Gesperreteil ungünstige Eingriffsverhältnisse, so dass es vorkommen kann, dass das Gestänge der Schützenkasten vorderwand bewegt und die letztere ange hoben wird, auch wenn der Schützen nicht ganz bis zum Ende seiner Bewegungsbahn gelangt ist. Als weitere Folge dieser Ein griffsverhältnisase ist ein, vorzeitiger Ver schleiss der Gesperretele festzustellen.
Die Einrichtung gemäss der Erfindung ist nundadurch charakterisiert, dass an der heb- und senkbaren Schützenkastenvorderwand ein Schützenfühlerhebed angelenkt ist, -der als Organ für die Verriegelung der Schützen kastenvorderwand ausgebildet ist, dass ferner Mittel vorgesehen sind, durch welche der Fühler des Schützenfühlerhebels während der Schliesslage der Schützenkastenvorder wand abseits der Bewegungsbahn des Schüt zens gehalten, jedoch während des ersten Teils der Hubbewegung der Schützenkastenvorder- wand in die des Schützens bewegt wird,
wenn der Schützen nicht in seine Endlage im Schützenkasten gelangt ist. wodurch die Schützenkastenvorderwand ver riegelt wird, während hei in der Endlage im Schützenkasten befindlichem Schützen der Fühler des Schützenfühlerhebels mit dem Schützen in Berührung kommt, wodurch eine weitere Schwingbewegung des Schützen fühlerhebels verhindert wird, so dass der letz tere die Schützenkastenvorderwand nicht ver riegelt und infolgedessen diese ihre Hubbe wegung fortsetzen kann.
Beiliegende Zeichnung veranschaulicht beispielsweise durch: Fig. 1 bis 10 eine erste Ausführungsform, Fig. 11 eine zweite Ausführungsform. Fig. 12 bis 19 eine dritte Ausführungs form des Erfindungsgegenstandes, und zwar zeigt hinsichtlich der ersten Ausführungsform Fig. 1 einen Schützenkasten in Front ansieht, mit geschlossener Schützenkasten vorderwand gezeichnet, Fig. 2 einen Querschnitt durch den Schüt zenkasten nach der Schnittlinie A-A in Fig. 1, wobei der Sehützenfühlerhebel zwecks Verdeutliehung der übrigen Teile nicht ein gezeichnet ist, Fig. 3 eine Draufsicht auf den Schützen- Fiel kasten entsprechend der aus Fig.
1 und ersichtlichen Stellung der verschiedenen Teile, wobei die für das Verständnis dieser Figur nicht erforderlichen Teile der Deutlichkeit halber nicht eingezeichnet sind.
Fig. 4 einen Querschnitt durch die obere Partie des Schützenkastens nach der Schnitt- Linie B-B in Fig. 3, wobei der Deutlichkeit halber nur der Picker, die heb- und senkbare Schützenkastenvorderwand mit dem an ihr angelenkten Sehützenfühlerhebel und die obere Partie des Pickerrückziehhebels darge stellt sind, Fig. 5 den Schützenkasten in Front ansicht, mit geöffneter Schützenkastenvorder wand gezeichnet, Fig. 6 einen Querschnitt durch den Schüt zenkasten nach der Schnittlinie C-C in Fig. 5, Fig. 7 eine Draufsicht auf das äussere Ende des Schützenkastens mit am Ende sei ner Bewegungsbahn sich befindlichen Schüt zen;
der Pickerrückziehhebel ist in derjeni gen Stellung gezeichnet, wo er sich in der Bewegungsbahn des Pickers befindet, welche Stellung derselbe bei Beginn der Hubbewe gung der Schützenkastenvorderwand. also bei Einleitung eines Schützenwechsels einnimmt.
Fig. 8 einen Querschnitt durch den Schüt zenkasten nach der Sehnittlinie D-D in Fig. 7, wobei der Deutlichkeit halber nur der Picker, die heb- und senkbare Schützen kastenvorderwand mit dem an ihr angelenk ten Sehützenfühlerhebel und die obere Partie des Pickerrückziehhebels dargestellt sind, Fig. 9 eine Draufsicht auf das äussere Ende des Schützenkastens mit vor dem Ende seiner Bewegungsbahn zum Stillstand ge kommenen Schützen;
der Pickerrückziehhebel ist in derjenigen Stellung gezeichnet, wo er sich in der Bewegungsbahn des Pickers be findet, welche Stellung derselbe bei Beginn der Hubbewegung der Schützenkastenvorder- wand einnimmt, Fig. 10 einen Querschnitt durch den Schützenkasten nach der Schnittlinie E-E in Fig. 9, wobei der Deutlichkeit halber nur der Picker,
die heb- und senkbare Schützen kastenvorderwand mit dem an ihr a.ngalenk- ten Sehützenfühlerhebel und die obere Partie des Pickerrückziehhebels dargestellt sind; Fig. 11 zeigt einen Querschnitt durch den Schützenkasten einer zweiten Ausführungs form.
Hinsichtlich der dritten Ausführungs form zeigt: Fig. 12 das äussere Ende des Schützen- kastens mit geschlossener Schützenkastenvor- derwand, in Frontansicht gezeichnet. Fig. 13 einen Querschnitt durch den Schützenkasten nach der Schnittlinie F-F in Fig. 12, Fig. 14 einen Horizontalschnitt durch das äussere Ende des Schützenkastens nach der Schnittlinie H-H in Fig. 12;
der Schützen ist in der Stellung gezeichnet, wo er sich am Ende seiner Bewegungsbahn befindet, Fig. 15 die rechtsliegende Partie des aus Fig. 14 ersichtlichen Horizontalschnittes in, grösserem Massstab gezeichnet, wobei der Pieker mit seiner Führung nicht eingezeich net wurde, Fig. 16 einen Querschnitt durch den Schützenkasten mit sich am Ende seiner Be wegungsbahn befindlichen Schützen;
die Schützenkastenvorderwand ist um ein ge ringes Massgehoben, Fig. 17 das äussere Ende des Schützen kastens mit geöffneter Schützenkastenvorder wand und am Ende seiner Bewegungsbahn sieh befindlichen Schützen, in Frontansicht gezeichnet, Fig. 18 einen Querschnitt durch den Schützenkasten nach der Schnittlinie K-K in Fig. 17, Fig. 19 einen Querschnitt durch den Schützenkasten, wobei die Schützenkasten vorderwand um ein geringes Mass gehoben ist und der Fühler des Schützenfühlerhebels da durch, dass der Schützen vor dem Ende seiner Bewegungsbahn zum Stillstand gekommen ist, sich nicht gegen den Schützen stützen kann, sondern in die Bewegungsbahn des Schützens hineinragt, wodurch der Schützen fühlerhebel mit der Schützenkastenplatte ver riegelt ist.
Auf der Weehselseite der Weblade (Fig. 1 bis 10) ist eine im Querschnitt winkelförmige Schützenkastenplatte 1 vorgesehen und an dem nach abwärts gerichteten Schenkel der selben ist eine Welle 2 in Lagern 3 drehbar gelagert. Auf der Welle 2 ist ein Hebel 4 be festigt, der mit einer nach abwärts gerichte ten Stange 5 in gelenkiger Verbindung steht. Auf der Welle 2 ist eine Torsionsfeder 6 vor gesehen. Das eine Ende der Feder ist an einem der Lager 3 und das andere Ende an der Nabe des Hebels 4 befestigt, derart, dass der Hebel 4 das Bestreben hat, sich im Uhr zeigersinn (Fig. 2) zu drehen.
Die Stange 5 kann von einer nicht dargestellten Kurven scheibenwelle aus unter Überwindung der Federkraft der Torsionsfeder 6 abwärts ge zogen werden. Auf der Welle 2 ist ausserdem ein Hebel e7 befestigt, mit dessen Ende im Gelenkpunkt 8 ein nach aufwärts gerichteter Arm 9 in gelenkiger Verbindung steht. Das obere Ende des Armes 9 steht mit dem äussern Ende der heb- und senkbaren Schützenkasten vorderwand 10 in starrer Verbindung. An den Endender Schützenkastenvorderwand 10 vorgesehene Rollen 11 sind in an der Schüt zenkastenplatte 1 vorgesehenen Kurvenplat ten 12 geführt. Auf der Welle 2 ist ausser dem ein Doppelhebel 13, 18 lose drehbar ge lagert.
Der eine Hebelarm 13 dieses Doppel hebels trägt einen Zapfen 14, dessen Achse sich mit der Welle 2 kreuzt. Auf dem Zapfen 14 ist der Hebel 15 für die Pickerrückziehung verschwenkbar angeordnet, und es steht der selbe unter dem Einfluss einer auf dem Zap fen 14 vorgesehenen Torsionsfeder 16, welche das Bestreben hat, den Hebel 15 in der Ruhestellung zu halten (Fig. 1). Eine auf der Wedle 2 vorgesehene Torsionsfeder 17 hat das Bestreben, den Doppelhebel 13, 18 entgegen dem Uhrzeigersinn (Fig. 2) zu verdrehen, bis der Arm 18 an dem vertikalen Schenkel der Schützenkastenplatte 1 anzuliegen kommt (Fig. 6). Bei dieser Stellung des Doppel hebels befindet sich das Ende des Picker- rückziehhebels 15 in der Bewegungsbahn des Pickers 19.
Am Hebel 7 ist ein Segment stück 20 vorgesehen, das an der einen Stirn seite eine schiefe Auflauffläche 21 aufweist, gegen welche sich eine am Pickerrückzieh- hebel 15 drehbar gelagerte Rolle 22 unter dem Einfluss Ader Torsionsfeder, .16 anlegt.
Wenn,der Hebel 7 beim Öffnen der Schützen- kastenvorderwand 10 eine Schwingbewegung entgegen .dem Uhrzeigersinn (Fig. 2) voll führt, .so wird dem Pickerrüükziehhebel eine Schwingbewegung im Uhrzeigersinn um die Achse 14 erteilt (Fig. 5) und .dadurch der Picker 19 zurückgezogen.
Am Hebelarm 13
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des <SEP> Doppelhibels <SEP> 13, <SEP> 18 <SEP> .fit <SEP> eine <SEP> seitlich <SEP> vor springende <SEP> Nase <SEP> 23 <SEP> vorg < #sehen. <SEP> Gegen <SEP> diese>
<tb> Nase <SEP> 23 <SEP> legt <SEP> sich <SEP> das <SEP> Ende <SEP> 24 <SEP> des <SEP> am <SEP> Hebel
<tb> 7 <SEP> vorgesehenen <SEP> Segmentstiickes <SEP> 20, <SEP> kurz <SEP> be vor <SEP> die <SEP> Sehützenkastenvorderwand <SEP> 10 <SEP> in <SEP> die
<tb> Schliessstellung <SEP> gelangt <SEP> und <SEP> erteilt <SEP> dadurch
<tb> dem <SEP> Doppelhebel <SEP> 13, <SEP> 18 <SEP> und <SEP> dem <SEP> Picke <SEP> rrück ziehhebel <SEP> unter <SEP> Überwindung <SEP> der <SEP> Feelerkr < rft
<tb> der <SEP> Torsionsfeder <SEP> 17 <SEP> eine <SEP> kleine <SEP> @ch@viug he <SEP> wegung <SEP> im <SEP> L'hrzeigersinn <SEP> (Fig. <SEP> 2).
<SEP> so <SEP> dass
<tb> der <SEP> Hebel <SEP> <B>1.5</B> <SEP> aus <SEP> der <SEP> Bewe"7ingsbalin <SEP> des
<tb> Pickers <SEP> 19 <SEP> entfernt <SEP> wird. <SEP> Bei <SEP> der <SEP> Scliwing hewegung <SEP> des <SEP> 11elxls <SEP> 7 <SEP> im <SEP> I'hrzeigersinn
<tb> vollführt <SEP> der <SEP> Pickerriiekziehheliel <SEP> 15 <SEP> eine
<tb> Seliwenkbewegung <SEP> entgegen <SEP> lern
<tb> (Fig. <SEP> 5) <SEP> in <SEP> Richtung <SEP> der <SEP> Be\veg ungs bahn <SEP> des <SEP> Schützens. <SEP> so <SEP> dass <SEP> er <SEP> von <SEP> der <SEP> aus
<tb> Fig. <SEP> 5 <SEP> ersichtlichen <SEP> Stellung <SEP> unter <SEP> dein <SEP> Ein, fluss <SEP> der <SEP> Torsionsfeder <SEP> 16 <SEP> \vieler <SEP> in <SEP> die <SEP> aus
<tb> Fig.
<SEP> 1 <SEP> ersichtliche <SEP> Ruhestellung <SEP> gelangt <SEP> und
<tb> der <SEP> Pieker <SEP> 19 <SEP> mit <SEP> der <SEP> Spitze <SEP> eines <SEP> in <SEP> den
<tb> Schützenkasten <SEP> neu <SEP> eingeführten <SEP> Sehützcns
<tb> 25 <SEP> Fühlung <SEP> nimmt.
<tb> An <SEP> der <SEP> heb- <SEP> und <SEP> senkbaren <SEP> Schützen kastenvorderwand <SEP> 10 <SEP> ist <SEP> im <SEP> Gelenkpunkt <SEP> 26
<tb> ein <SEP> als <SEP> Doppelhebel <SEP> ausgebildeter <SEP> Schiitzen fiihlerhebel <SEP> schwingbar <SEP> gelagert. <SEP> Der <SEP> eine
<tb> Hebelarm <SEP> 27 <SEP> des <SEP> Schützenfühlerhehels <SEP> steht
<tb> unter <SEP> dein <SEP> Einfluss <SEP> einer <SEP> an <SEP> der <SEP> Sehützcn kastenvorderwand <SEP> - <SEP> abgestützter. <SEP> schwachen
<tb> Druckfeder <SEP> ?8.
<SEP> Das <SEP> Ende <SEP> des <SEP> andern <SEP> Ilebel armes <SEP> 29 <SEP> des <SEP> Schüt.zenfühlerhelx:l; <SEP> hat <SEP> unter
<tb> denn <SEP> Einfluss <SEP> der <SEP> auf <SEP> den <SEP> Helx>larni <SEP> 27 <SEP> ein wirkenden <SEP> Druckfeder <SEP> 28 <SEP> das <SEP> Bestreben, <SEP> sieh
<tb> gegen <SEP> die <SEP> Rückseite <SEP> des <SEP> Pickerriickzielihelrcls
<tb> 15 <SEP> anzulegen. <SEP> Am <SEP> Helyaarm <SEP> 29 <SEP> des <SEP> Sehützen fiihlerhebels <SEP> ist <SEP> ein <SEP> F'üh'ler <SEP> 30 <SEP> vorgesehen,
<tb> der <SEP> eine <SEP> in <SEP> der <SEP> heli- <SEP> und <SEP> senkbaren <SEP> Sclitit zenkastcüvorderwand <SEP> vorgesehene <SEP> Mfriung
<tb> clurchdririgt. <SEP> Ani <SEP> Ende <SEP> des <SEP> Hel@larrries <SEP> 29
<tb> ist. <SEP> ferner <SEP> eine <SEP> Zunge <SEP> 31 <SEP> vorgesehen,.
<SEP> Bei <SEP> nor nialein <SEP> Gang <SEP> des <SEP> Weltstuhls <SEP> (Fig. <SEP> 1, <SEP> 2, <SEP> 3
<tb> und <SEP> 4) <SEP> liegt <SEP> der <SEP> Hebelarm <SEP> 29 <SEP> des <SEP> SchÜtzen fühlerhebels <SEP> an <SEP> der <SEP> Riiekseite <SEP> eles <SEP> Picker i-üeleziehhebels <SEP> 15 <SEP> an. <SEP> und <SEP> es <SEP> i <SEP> lx <SEP> rdeekt <SEP> der Hebel <SEP> 15 <SEP> die <SEP> Zunge <SEP> 31 <SEP> des <SEP> Hebelarmes <SEP> 29.
<tb> Dabei <SEP> wird <SEP> der <SEP> Hebelarm <SEP> 29 <SEP> durch <SEP> den <SEP> He bel <SEP> 15 <SEP> so <SEP> weit <SEP> zurückgehalten, <SEP> dass <SEP> der <SEP> Fühler 30 mnit dem Schützen 25 nicht in Berührung kommt.
Wird eine Schützenauswechselung von der Exzenterwelle aus eingeleitet, so vollführt der Pickerrückziehhebel 15 eine Schwingbewegung quer zur Bewegungsbahn des Schützens, bis der Hebelarm 18 des Dop pelhebels 13, 18 an der Sehützenkastenplatte 1 anzuliegen kommt (Fig. 6). Befindet sich nun der auszuwechselnde Schützen in der richtigen Laue im Schützenkasten, das heisst ist er bis an das Ende seiner Bewegungsbahn gelangt, so kann der Schützenfühlerhebel nur eine ganz kleine Schwingbewegung voll führen, da in diesem Falle sein Fühler 30 am Schützen 25 anzuliegen kommt, wodurch eine Fortsetzung der Schwingbewegung verun- möglicht wird (Fig. 7).
Die Überdeckung des Pickerrückziehhebels 15 gegenüber der Zunge 31 des Hebelarmes 29 wird dadurch aufge hoben (Fig. 7 und 8), so dass die Schützen kastenvorderwand 10 mit dem an ihr ange lenkten Schützenfühlerhebel 27, 29 seine Hubbewegung fortsetzen kann. Die oberste Stellung der Schützenkastenvorderwand 10 und des Sehützenfühlerhebels ist in Fig. 8 mit strichpunktierten Linien noch gesondert eingezeichnet. Wenn der Fühler 30 bei der Hubbewegung der Schützenkastenvorder wand 10 nicht mehr im Bereich des Schüt- zens 25 sich befindet, so vollführt der Schüt zenfühlerhebel 27, 29 unter dem Einfluss der Druckfeder 28 eine Schwingbewegung (siehe strichpunktierte Stellung des Hebelarmes 29 des Schützenfühlerhebels in Fig. 8).
Wird eine Schützenauswechselung von der Exzenterwelle aus eingeleitet, wobei der Pickerrückziehhebel 15 in allen Fällen eine Sehwingbewegung quer zur Schützenbahn vollführt, so dass er in die Bewegungsbahn des Pickens 19 gelangt, und ist aber der aus zuwechselnde Schützen 25 vorzeitig zum Stillstand gekommen bezw. nicht bis zum Ende seiner Bewegungsbahn gelangt (Fig. 9).
so wird der Fühler 30 des Schützenfühler- hebe.ls 27, 29 nicht durch den Schützen 25 zurückgehalten. Infolgedessen kann der Schützenfüh'lerhebel bei einer Schwingbewe gung des Hebels 15 in der Querschwenkebene ebenfalls eine entsprechend grosse Schwing bewegung vollführen, so dass die Berührung des Hebelarmes 29 mit der Rückseite des Hebels 15 und dadurch die Überdeckung des letzteren gegenüber der Zunge 31 nicht auf behoben wird.
Auf diese Weise bildet der Hebel 15 mit dem Schützenfühlerhebel 27, 29 zusammen eine Verriegelung für die Schüt zenkastenvorderwand 10, derart, dass letztere in diesem Falle verhindert wird, die begon nene Hubbewegung fortzusetzen.
Bei der durch Fig. 11 im Querschnitt dar gestellten Ausführungsform der Erfindung sind die verschiedenen Teile in der Stellung gezeichnet, wenn sich der Webstuhl in nor malem Gang befindet. Es bezeichnet 32 die Schützenkastenplatte und 33 eine an deren Unterseite drehbar gelagerte Welle. Der in einer Querschwenkebene und in einer Längs schwenkebene in bezug auf die Schützenbahn verschwenkbare Pickerrückziehhebel ist mit 34, die heb- und senkbare Schützenkasten vorderwand mit 35 und der an der letzteren angelenkte Schützenfühlerhebel mit 36 be zeichnet. Auf der Welle 33 ist ein Hebel 37 befestigt, der einen Schlitz 38 aufweist. In den Schlitz 38 greift ein an einer Zugstange 39 vorgesehener Bolzen 40.
Das obere Ende der Zugstange 39 steht mit einer durch gehenden Stange 41 in gelenkiger Verbin dung, welche die einen Hebelarme 42 von zwei Doppelhebeln starr miteinander verbin det. Diese Doppelhebel sind mit Drehzapfen 43 an Ständern 44 der Schützenkastenplatte 32 drehbar gelagert. Die andern Hebelarme 45 der Doppelhebel stehen mit der Schützen kastenvorderwand 35 in starrer Verbindung. Mit 46 ist der Schützen und mit 47 der Pik- ker bezeichnet. Die Wirkungsweise dieser Einrichtung stimmt hinsichtlich der Verrie gelung der heb- und senkbaren Schützen kastenvorderwand überein mit der aus den Fig. 1 bis 10 ersichtlichen Ausführung.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 12 bis 19 bezeichnet 48 die Schützenkasten platte, an deren Vertikalschenkel in Lagern 49 eine Welle 50 drehbar gelagert ist. Auf der Welle 50 ist ein Hebelarm 51 befestigt, der an seinem Ende mit einem Schlitz 52 ver sehen ist. In den Schlitz 52 greift ein Bolzen 53, der an einer nach aufwärts gerichteten Stange 54 befestigt ist. Die Stange 54 gleitet in einer an der Schützenkastenplatte 48 vor gesehenen Führung 55. Mit dem über die Führung 55 nach oben hinausragenden Ende der Stange 54 steht die heb- und senkbare Schützenkastenvorderwand 56 in starrer Ver bindung. Die Stange 54 schliesst mit der Ver tikalen einen kleinen Winkel ein derart, dass die Schützenkastenvorderwand 56 bei ihrer Hubbewegung sich vom Schützen 57 auch in seitlicher Richtung etwas entfernt. Mit 58 ist der Picker bezeichnet.
Auf der Welle 50 ist ein Hebel 59 befestigt, dessen freies Ende im Gelenkpunkt 60 mit einer nach abwärts gerichteten Zugstange 61 in gelenkiger Ver bindung steht. Der Hebel 59 mit der Welse 50 stehen, unter dem Einfluss einer von der letzteren getragenen Torsionsfeder 62, welche bestrebt ist, die genannten Teile im Uhr zeigersinn (Fig. 13) zu verdrehen derart, dass die Stange 54 nach abwärts gezogen und die Schützenkastenvorderwand 56 in gesenkter Stellung gehalten wird. Die Zugstange 61 kann von der nicht gezeichneten Exzenter welle des Webstuhls aus zwecks Hochhebens der Schützenkastenvorderwand unter Über windung der Federkraft der Feder 62 nach abwärts gezogen werden.
An der heb- und senkbaren Schützenkastenvorderwand 56 ist im Gelenkpunkt 63 ein als Doppelhebel aus gebildeter Sthützenfühlerhebel an-gelenkt. Der eine Hebelarm 64 des Schützenfühler hebels steht unter dem Einfluss einer an der Sehützenkastenvorderwaad 56 abgestützten Druckfeder 65.
An andern, .dem äussern Ende des Schützenkastens zugekehrten Hebelarm 66 des Schützenfühlerhebels ist ein Fühler 6 7 vorgesehen, der in eine in der Schützen- kastenvorderwand vorgesehene Öffnung hin einragt.
Die Unterseite des freien Endes des Hebelarmnes, 66 stützt sich gegen einen an,der Schützenkastenvorderwand 56 vorgesehenen Ansatz 68. In der Nähe des freien Endes des Hebelarmes 66 ist an dessen Unterseite eine Nase 69 vorgesehen., .die eine schiefe Auflauf- fläche 70 aufweist. An der Unterseite der Schützenkastenplatte 48 ist eine drehbare Rolle 71 vorgesehen.
Wenn sich die heb- und senkbare Schüt zenkastenvorderwand 56 nach abwärts, das heisst in ihre Schliesslage bewegt, so stösst die schiefe Auflauffläche 70 der Nase 69 gegen die Rolle 71, wodurch dem Schützenfühler hebel eine horizontale Schwingbewegung im Uhrzeigersinn, von oben gesehen, erteilt wird, derart, dass das Stirnende 72 des Fühlers 67 um ein geringes Mass von der Innenfläche 73 der Schützenkastenvorderwand 56 zurück steht (Fig. 13, 14 und 15). Diese Stellung des Schützenfühlerhebels 64, 66 ist vorhanden bei normalem Lauf des Webstuhls.
Wird eine Schützenauswechselung von der Exzenterwelle aus eingeleitet, wenn der auszuwechselnde Schützen 57 nicht bis zum Ende seiner Bewegungsbahn gelangt, bezw. vorzeitig zum Stillstand gekommen ist, so gleitet zu Beginn der Hubbewegung der Schützenkastenvorderwand 56 die schiefe Auflauffläche 70 der Nase 69 an der Rolle 71 entlang, wobei der Schützenfühlerhebel 64, 66 unter dem Einfluss der Druckfeder 65 eine solche Schwingbewegung vollführt, dass der Fühler 67, in diesem Falle unbehindert durch den Schützen, in die Bewegungsbahn des Schützens 57 vordringen kann (Fig. 19). Die Nase 69 des Sehützenfühlerhebels greift.
dadurch unter einer an der Schützenkasten platte 48 vorgesehene Nase 74 und verhindert dadurch eine Fortsetzung der Hubbewegung der Schützenkastenvorderwand 56, so dass eine Auswechselung des Schützens nicht er folgen kann.
Wird eine Schiitzenauswechselung von der Exzenterwelle aus eingeleitet, wenn der auszuwechselnde Schützen 57 bis zum Ende seiner Bewegungsbahn gelangt ist, so voll führt der Schützenfühlerhebel 64, 66 unter dem Einfluss der Druckfeder 65 nur eine kleine Schwingbewegung, bis das Stirnende 72 des Fühlers 67 am Schützen 57 anzulie gen kommt. Dadurch wird eine Fortsetzung der Schwingbewegung des Schützenfühler hebels 64, 66 verhindert, so dass seine Nage 69 abseits der Nase 74 der Schützenkasten platte 48 gehalten (Fig. 16) und die Schüt zenkastenvorderwand 56 an der Fortsetzung ihrer Hubbewegung nicht behindert wird (Fig. 18).
Wenn der Fühler 67 beider Hub bewegung der Schützenkastenvorderwand 56 den Schützen 57 passiert hat, so vollführt der Schützenfühlerhebel 64, 66 unter dem Ein fluss der Druckfeder 65 eine Schwingbewe gung, so dass der Fühler 67 über die Innen fläche 73 der Schützenkastenvorderwand 56 hinausragt. Am Fühler 67 ist eine schiefe Auflauffläche 75 vorgesehen, welche bei der Senkbewegung der Schützenkastenvorder wand 56 über eine Kante des in den Schüt zenkasten neu eingesetzten Schützen 57 glei tet, bis das Stirnende 72 des Fühlers 67 mit dem Schützen 57 Fühlung nimmt.
Kurz vor Beendigung der Senkbewegung der Schützen kastenvorderwand 56 kommt die schiefe Auf lauffläche 70 der Nase 69 mit der Rolle 71 in Berührung, wodurch dem Schützenfühler hebel 64, 66 eine kleine Schwingbewegung erteilt wird, so dass das Stirnende 72 des Fühlers 67 am Ende der Senkbewegung der Schützenkastenvorderwand 56 um ein gerin ges Mass von der Innenfläche 73 der Schüt zenkastenvorderwand zurücksteht (Fig. 13).