CH258517A - Verfahren und Vorrichtung zum stetigen Giessen eines Metallstranges. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum stetigen Giessen eines Metallstranges.Info
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Description
Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. HUB. Verfahren und Vorrichtung zum stetigen Giessen eines Metallstranges. Die Erfindung betrifft eine weitere Ver- besserung .des im Hauptpatent beschriebenen Verfahrens. Jenes bestand darin, dass, beim stetigen Giessen eines Aletallstran.ges, unbe- schränkter Länge der gegossene Strang inner halb einer verhältnismässig kurzen, gekühlten Kokille, -deren Länge kleiner ist als der Stra.ngdur-ch,messer, nur in einer gegen den Durchbruch des.
flüssigen Stranginnern wi derstandsfähigen äussern Schale erstarrt und die weitere vollständige Erstarrung des M-e- tallatranges ausserhalb der Kokille in einem an die Kokille unmittelbar sich anschliessen den, gegen den Kühlmittelaus.tritt abgedich- teten Kühlkasten. erfolgt.
Der Küh'lkasten wird also von dem, gegossenen Strang durch wandert und ist beim dort beschriebenen Bei spiel deshalb an seinem Boden mit einer Dich tung versehen, die ,durch besondere Kammern unter .dem Boden des Kühlkastens erzielt wird, welche Druckluft enthalten. Wenn der Übertritt des Kühlkittels aus dem Kühl kasten in die Diehtungskammern vermieden werden soll,
dann muss die zugehörige Druck luft mit -der Flüssigkeitssäule im Kühlkasten im Gleichgewicht stehen. Erreicht nun die Flüssigkeitssäule im Kühlkasten eine ver- hältnismässig grosse Höhe, dann musst auch der Druck der zugeführten Luft auf diese abgestimmt werden, was einen erheblichen Verbrauch an Druckluft zur Folge hat.
Die vorliegende Erfindung vermeidet die sen Nachteil dadurch, dass die nach dem Aus- tritt des Stranges aus der Kokille vorzuneh mende weitere Erstarrung nicht mehr in dem sich unmittelbar an die Kokille anschliessen- den Kühlkasten, sondern ,durch ein an dem Strang herabfliessendes flüssiges Kühlmittel bewirkt und dieses in einem im Abstand von der Kokille angeordneten, von dem. Strang durchwanderten,
tassenförmigenBehälterauf- gefangen wird. Die HÖhe .der Flüssigkeits- säule in dem tassenförmigen Behälter kann wesentlich geringer gehalten werden als die Flüssigkeitssäule im Kühlkasten nach dem Hauptpatent.
D,adureh wird auch 8er Auf wand an Druckluft verringert, der zur Ab dichtung des Bodens des tassenförmigen Auf- fangbehälters erforderlich ist, sofern Druck luft zur Abdichtung verwendet werden soll. Wird eine andere Art der Dichtung ,gewählt, dann bietet die Dichtung jedenfalls auch ge ringere Schwierigkeiten.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass .die Trennung der Kokille von dem tassenförmigen Behälter eine einfache Rege lung der Stärke der Kühlung gestattet.
Führt man nämlich einen Metallstrang, nachdem seine äussere Sehale erstarrt ist, unmittelbar in einem Flüssigkeitsbehälter ein"dann lässt sich die Geschwindigkeit der weiteren Erstarrung kaum, noch regeln. Dass. kann bei Metallen oder Legierungen, die zu Spannungsrissen neigen, unerwünscht sein.
Bei der Erfindung hat man es jedoch in der Hand, duroh die Regelung der Menge .desjenigen Kühlmittels, das an dem aus der Kokille austretenden Strang herabläuft, auch die Erstarrungsgeschwindig- keit ,des Stranges zu regeln.
In der Zeichnung ist ein Aus,führungsbei- spiel -der zur Durchführung des erfindungs- gemässen. Verfahrens bestämmten Vorrichtung im Querschnitt .gezeigt.
Das flüssige Metall wird durch nicht,d.ar- gestellte Zuführungsmittel in die gekühlte Ko kille 1 eingeführt, wo der Strang 3' aussen er starrt. Das in die Kokille 1 durch das Zulei tungsrohr 4 eingeführte Mittel, vorzugsweise Wasser, kann aus den Schlitzen 2 austreten und läuft dann am Strang 3 .herab, bis es in der Tasse 6 aufgefangen wird. An Stelle der mit den Schlitzen 2 versehenen Kokille kann natürlich auch ein anderes Mittel für die Kühlung .des Stranges. hinter .der Kokille ver wendet werden.
Zum Beispiel kann die Ko kille aus einem feuerfesten Werkstoff beste hen und hinter sie ein Spritzring geschaltet sein, der den austretenden Strang als Rohr umschliesst und aus dem .das Kühlmittel auf den Strang gespritzt wird.
Die Kühltasse 6 ist mit .einem Sammel- kanal 7 und einer Ableitung 8 versehen. Das Kühlmittel fliesst über die obere Kante 6' der Tasse 6@ in den Sammelkanal 7. Durch Rege lung der Höheneinetellung der Kante 6' kann man die Flüssigkeitssäule in der Tasse .regeln und. dadurch weiterhin die Kühlbedingungen verändern.
Die Höheneinstellung der Kaute 6' kann z. B,. durch den verschiebbaren Man- tel 6a erfolgen.
Den Absehluss, der Tasse 6 nach unten bildet -der Boden 11, hinter dem .sich der mit dem Boden 12 versehene Ringraum 9 befin- .det. Anschliessend an diesen Ringraum 9 ist ein Ringraum 10 angeordnet, in den durch das Rohr 14 Druckluft eingeführt wird. Der Baden 13 des Ringraumes 10 ist wie der Boden 12 des Ringraumes 9 kegelig ausge bildet.
Ein Teil der im Raum 10 befindlichen Druckluft bläst durch den Ringspalt 15 in die Kammer 9 und reisst dabei das aus dem Ringspalt 17 austretende Kühlmittel vom Metallstrang los, so dass es über den kegeligen Boden 12 durch das Ruhr 16 abfliessen kann. Der im Ringraum 9 herrschende Druck ver hindert aber auch den Abfl,uss grosser Kühl- mittelmengen durch den Ringspalt 17.
Das im Ringraum 10 sich ansammelnde Kühl mittel, das durch den Spalt<B>15</B> in diesen Raum eingetreten ist, kann durch :das Rohr 119 in d=as Rohr 210 gelangen.
Insgesamt gleiohen die Dichtungsanord nungen den im Hauptpatent beschriebenen, doch kann,der gemäss der Erfindung zu ver wendende tassenförmige Behälter 6 auch in anderer Weise abgedichtet werden.
Dadurch, dass der tassenförmige Behälter & in einem Abstand zur Kokille angeordnet ist, ergibt. sich, wie oben ausgeführt, die Mög lichkeit, .die Kühlbedingungen zu regeln. Dies kann einerseits durch eine Veränderung der Giessgesehwindigkeit, anderseits durch eine Verstellung des Mantelringes-6a gesche hen.
Die Erfindung bietet aber noch eine wei tere Möglichkeit: Verschiebt man nämlich den ganzen tassenförmigen Behälter 6 in :seiner Lage zur Kokille 1, rückt man ihm also näher an diese Kokille oder entfernter von ihr, als es in ,der Zeiehnung .dargestellt ist, so ändert man die Zeit, die der Strang braucht, um aus der Kokille 1 in den Behälter 6 zu :ge langen.
Damit ändern sich aber auch die Ab- schreckbe,dnngungen, die man nunmehr der jeweils zu vergiessenden Legierung anpassen kann.
Die Einstellbarkeit d.,es Behälters G ist da- dureh ohne weiteres ermöglicht, 4a3 die Dich tung seines Bodens 11 gegenüber dem Strang sogar eine Verschiebung des Behälters- wäh rend des Giessens gestattet.
Die Vorrichtun gen, die die Verserhiebbarkeit des Behälters ermöglichen, sind einfachster Art und. des halb nicht besonders dargestellt; selbstver ständlich müssen die an dien Behälter ange schlossenen Rohrleitungen 8, 14 und 2:Q mit biegsamen Verbindungsstücken versehen ,sein.
Claims (1)
- PATEl\TTANSPRüCHE I. Verfahren zum stetigen Giessen eines Metallstranges unbeschränkter Länge, insbe sondere aus seigerungsempfindliehen Legie- rungen, bei dem der .gegossene Strang inner- 'halb einer gekühlten Kokille, deren Länge kleiner ist als der Straugdurchmesser,nur in einer gegen den Durchbruch Ze-s flüsGi- gen Strangznnern widerstandsfähigen äussern Sehale erstarrt, dadurch gekennzeichnet, dass die nach dem Austritt des Stranges aus der Kokille vorzunehmende weitere Erstarrung durch ein an dem Strang herabfliessendes flüssiges Kühlmittel bewirkt und dieses in einem im Abstand von der Kokille angeordne ten, von dem Strang durchwanderten, tassen förmigen Behälter aufgefangen wird.II. Vorrkhtung zur Ausführung -des Ver- f ahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge- kenn.zekhnet, dass-,die Überlaufkante (6') des iassenförmigen Behälters (6)zur Regelung der in der Tasse befindlichen Flüssigkeits- säule auf verschiedene Höhen einstellbar ist. UNTERANSPRUCH Vorrichtung nach Patentanspruch II, da- dureh gekennzeichnet. dass der tassenförmige Behälter (6) in seiner Lage zur Kokille (1) verstellbar ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE258517X | 1942-02-24 | ||
| CH233610T | 1942-12-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH258517A true CH258517A (de) | 1948-11-30 |
Family
ID=25727809
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH258517D CH258517A (de) | 1942-02-24 | 1942-12-21 | Verfahren und Vorrichtung zum stetigen Giessen eines Metallstranges. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH258517A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2708297A (en) * | 1953-09-03 | 1955-05-17 | Kaiser Aluminium Chem Corp | Continuous casting apparatus |
-
1942
- 1942-12-21 CH CH258517D patent/CH258517A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US2708297A (en) * | 1953-09-03 | 1955-05-17 | Kaiser Aluminium Chem Corp | Continuous casting apparatus |
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