Genutetes Brett. Die Erfindung bezieht sich auf ein ge nutetes Brett, das z. B. zum Belegen von Fuss böden. Decken und ähnlichen Flächen be stimmt sein kann und aus mindestens drei Schichten durch V erleimung zusammengesetzt ist, von denen die oberste Schicht aus im Muster aneinandergelegten Stäben, zweck mässig aus hartem und widerstandskräftigem Holz, besteht.
Erfindunbsgemäss besteht die Zwischen schicht mindestens zum grösseren Teil aus mit ihren längeren Seiten zur Läugsrichtung des Brettes quer verlaufenden Holzstücken, deren Faserrichtung einen Winkel zur Längs richtung des Brettes bildet, und ist die Nut des Brettes in der Zwischenschicht ausgebil det. Dadurch ist es möglich, bei entsprechen der Ausbildung ein starkes und billiges ge nutetes Brett zu erhalten.
In der Zeichnung sind einige Ausfüh- rungsbeispiele des genuteten Brettes nach der Erfindung veranschaulicht.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht. Fig. 2 eine Endansicht und Fig. 3 eine Draufsicht eines ersten Bret tes; Fig. d ist ein Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3 in grösserem Massstab; Fig. 5 zeigt die Ausführung der obern Schicht des Brettes; Fig. 6 und 7 sind Ausführungsvarianten dazu; .
Fig. 8 zeigt die Zwischenschicht des Bre t- tes; Fig. 9) zeit die Unterschicht des Brettes; Fig. 10 ist eine Draufsicht, Fig. 11 eine Seitenansicht von einem Teil eines zweiten Brettes; Fig. 12 ist ein Querschnitt nach der Linie XII-XII in Fig. 10 in grösserem Massstab; Fig. 13 zeigt im G rundriss, Fig. 14 in der Seitenansicht einen Teil eines dritten Brettes; Fig. 1 5 ist ein Querschnitt nach der Linie XV-XV in Fig. 13 in grösserem Massstab; Fig. 16 und 17 sind Grundrisse je eines Teils zweier weiterer Ausführungsformen, lund Fig. 18 ist eine Seitenansicht eines Teils einer weiteren Ausführungsform.
Bei sämtlichen Ausführungsformen weist das Brett eine oberste Schicht, eine Zwischen schicht und eine Unterschicht auf, die mit einander verleimt sind, wobei die oberste Schicht aus dicht aneinandergefügten Stäben besteht, die zweckmässig aus hartem und dauerhaftem Holz, wie Eiche oder dergleichen, bestehen.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1 bis .1 sind die Stäbe d der obern Schicht 1 parallel zur Lä.ngsriclitung des Brettes in zwei Reihen ilebeneinandergeleg,t, wobei die Stoss fugen zwischen den Stäben der einen Reihe zii den Stossfugen der benachbarten Reihe versetzt sind, wie dies in Fig. 3 und 5 bezeigt ist. Die Stäbe der obern Schicht könnten jedoch auch beispielsweise in einem sobenann- t en holländischen Muster, wie in Fig. 6 und 7 gezeigt, an ge ordnet sein.
Die Zwischenschicht 2 besteht aus Holz stücken 5, zweckmässig aus einer billigeren Holzsorte. Diese Holzstiicke 5 der ZR ischen- schicht 2 sind mit Abstand voneinander an- ,geordnet und mit ihren längeren Seiten quer zur Längsrichtung des Breites laufend ange ordnet, und die Richtung ihrer nicht gezeich neten Fasern bildet einen nicht rechten Win kel mit der Längsrichtung des Brettes (Fig. 3 und 8). Die quer verlaufenden Stäbe 5 könn ten jedoch auch mit ihren Längsseiten und ihrer Faserrichtung senkrecht zur Längsrich tung des Brettes liegen. Die Stäbe 5 können auch dicht aneinanderliegend angeordnet sein.
Die U nterschicht 3 ist aus zweckmässig ebenfalls aus einer billigeren Holzsorte her gestellten Holzstäben 6 ausgeführt, die in zwei Reihen mit der Faserrichtung in der Längsrichtung des Brettes angeordnet sind, wobei die Stossfugen der Stäbe in den beiden Reihen zueinander versetzt sind, wie dies in Für. 9 gezeigt ist; diese Stossfugen sind auch gegenüber den entsprechenden Stossfugen der Stabreihen der obern Schicht versetzt. Die U nterschicht könnte jedoch auch in Form einer entlang der gesamten Lage des Brettes sich erstreckenden zusammenhängenden Holsz- schicht ausgeführt sein.
Das Brett ist entlang seinen beiden Längs seiten und seinen beiden Stirnseiten mit Nut bzw. Feder versehen, um ein Zusammenfügen solcher Bretter zu dichten und ebenen Fuss bodenfläehen zu ermöglichen. Da sowohl die Feder wie die Nut ganz in der Zw ischen- schicht ausgebildet sind, läuft die Faserrieh- tung an der Nut und in der Feder an den Längskanten des Brettes in einem Winkel zu ihrer Längsrichtung, so dass sowohl die Feder wie die Kanten der mut besonders stark sein können.
Dadurch. dass das Brett aus melh- reren Schichten mit in bezug aufeinander ver schiedener Faserriehtung ausgeführt ist, ist die Tendenz des Brettes, sich zu werfen, ge ring; die quer verlaufenden Holzstücke der Zwischenschicht bilden eine Sperrschicht, die das Brett und insbesondere die obere Schicht daran hindert, sieh in der Querrichtung aus zudehnen und zusammenzuziehen, so dlass die Breite des Brettes praktisch unverändert bleibt.
Die Seitenkanten der U nterachicht 3 sind, wie in Fig. 4 gezeigt, derart abgeschrägt, dass die Breite dieser Schicht von der Zwi schenschicht 2 nach der Unterseite des Brettes hin abnimmt, so dass ein etwaiges Anschwei- len der Unterschicht infolge der Aufnahme von Feuchtigkeit, z. B. bei als Fussboden ver legten Brettern von der Unterlabe, nicht ein Werfen des Fussbodens bewirkt.
Bei der in Fig. 10 bis 12 gezeigten Aus führungsform sind die Stäbe der obern Schicht 11 in einem sogenannten holländi schen Muster gelebt, das heisst die Schicht 11 besteht aus abwechselnd verlegten längeren, in der Längsrichtung des Brettes nebenein andergelebten Stäben 14 und in Querrich tung des Brettes nebeneinandergelegten kür zeren Stäben 15.
Die Zwischenschicht 12 besteht aus Holz stücken 16, die wiederum mit ihren Längs seiten quer zur Längsrichtung des Brettes nebeneinander angeordnet sind und deren Fa serrichtung einen Winkel zur Längsrichtung des Brettes bildet. In der Zwischenschicht 12 ist auf der einen Längsseite des Brettes die Nut und an der andern die Feder ausgebildet. In den quer verlaufenden Holzstücken 16 können Schlitze vorgesehen sein, die sich in der Faserrichtung, somit quer zur Längs richtung des Brettes erstrecken, um ein An schwellen und Schrumpfen der Zwischen schicht im Brett zu neutralisieren.
Die U nterschic-ht 13 besteht aus zwei nebeneinander verlebten Brettern mit Faser richtung in Längsrichtung des Brettes, die, wie auch die Stäbe der Oberschicht, dünner sind als die Zwisehen.schieht.
Zwischen der obern Schicht 11 und (ler genuteten Zwischenschicht 12, (las heisst zwi schen den Stäben 1.1 und 15 und den Holz stiiel;en 16, ist eine dünne Holzschielit 17, z. B. ein Furnier, angebracht. und festgeleimt.
Zweckmässig ist diese Holzschicht 17 mit ihrer Faserrichtung in der Längsrichtung des Bret tes angeordnet und besitzt eine solche Dicke und Stärke, dlass sie Streckbeanspruchungen an Stelle der obern Schicht des Brettes auf nehmen kann, so dass dadurch Brüche verhin dert werden können, die sonst an den Fugen zwischen den quer verlaufenden Stäben 15 und zwischen diesen und den anschliessenden Stäben 14 der obern Schicht bei dem in der Zeichnung Gezeigten Muster auftreten könn ten. Durch die Anordnung der Holzschicht 17 erhält man den Vorteil, dass man die Stäbe der obern Schicht in beliebigem Muster an ordnen kann ohne Rücksicht darauf, ob die Stäbe Streckbeanspruchungen in der obern Schicht übertragen können.
Auch bei der in Fig. 13 bis 15 gezeigten Ausführungsform sind die Stäbe in der obern Schicht 21 im sogenannten holländischen Mu ster verlegt, das heisst die frauliche Schicht 21 besteht aus abwechselnd verlegten längeren, in der Längsrichtung des Brettes nebenein andergelegten Stäben 24 und in der Querrich tung des Brettes nebeneinandergelegten kür zeren Stäben 25.
Die Zwischenschicht 22 besteht aus Holz stücken 26 und 28, die nebeneinander mit ihren Längsseiten quer zur Längsrichtung des Brettes angeordnet sind und deren Faser richtung einen Winkel mit der Längsrichtung des Brettes bildet. In der Zwischenschicht 22 ist an den Längsseiten des Brettes die Nut und die Feder ausgebildet.
In der Zwischenschicht 22 ist unter der obern Schicht an den Stellen, wo zwischen den querlaufenden Stäben 25 und diesen und den anschliessenden Längsstäben 24 der obern Schicht die quer über die Brettbreite laufen den Fugen gebildet sind, je eine Verstärkung 2 7 aus drei Holzstücken in die an diesen Stel len liegenden querlaufenden Holzstücke 28 eingefügt, deren Längsseiten und Faserrich tung in der Längsrichtung des Brettes ver laufen und somit einen Winkel sowohl zu den Stäben 25 als auch zu der Faserrichtung der quer verlaufenden Holzstücke 28 bilden. die sich unter der Verstärkung 27 befinden und daher geringere Höhe als die übrigen quer verlaufenden Holzstücke 26 der Zwischen schicht 22 besitzen.
Jede Verstärkung 2 7 er- streckt sich nach beiden Seiten in der Längs richtung des Brettes ein ausreichendes Stück über die quer verlaufenden Stäbe 25 hinaus. so dass die Holzstücke der Verstärkung 27 an den längs verlaufenden Stäben 24 der obern Schicht sicher festgeleimt werden und da durch die Streckbeanspruchungen übertraten können, die bei Biegung des Brettes in dem Teil des Brettes auftreten, der von den quer verlaufenden Stäben 25 bedeckt ist. Die längs verlaufenden Stäbe 24 der obern Schicht übertragen die Zugbeanspruchung in den von innen bedeckten Teilen des Brettes.
Wenn die quer verlaufenden Stäbe 25 mit den quer verlaufenden Holzstücken dieser Stellen der Zwischenschicht unmittelbar verleimt wären, so würde die Streckbeanspruchung sowohl die Stäbe 25 als auch die darunter liegenden Holzstücke der Zwischenschicht senkrecht zur Faserrichtung in ihnen beanspruchen, so dass das Brett hier brechen könnte.
Die Verstärkung 2 7 könnte auch aus einem einzigen Holzstück bestehen. Die Holzstücke der Verstärkungen sind natürlich auch an den unter ihnen befindlichen quer verlaufenden Holzstücken 28 festgeleimt.
Die Verstärkung, 2 7 kann natürlich mit einer grösseren oder geringeren verhältnis mässigen Dicke ausgeführt werden, als in den Fig. 14 und 15 tezeiät ist. In Fit. 18 ist die Verstärkung 31 mit gleicher Dicke wie die Zwischenschicht ausgeführt, so dass sie unter den quer verlaufenden Stäben 25 und den benachbarten Enden der anschliessenden längs verlaufenden Stäbe 24 der obern Schicht die quer verlaufenden Holzstücke 26 der ZR-ischenschicht vollständig ersetzt.
Sie kann aus einem oder mehreren mit den Läncsseiten und der Faserrichtung in der Längsrichtung des Brettes liegenden Holz stücken bestehen, wobei der betreffende Teil der in der Zwischenschicht vorgesehenen Fe der und Nut des Brettes in diesem Holzstück bzw. in den aussen liegenden Holzstücken aus- geführt ist. Die Verstärkung 31 ist natür- hMi sowohl an den darüber befindlichen Stä- 1:en 24 und 25 der obern Schicht wie an der Unterschicht 23 festgeleimt.
Anl den L nlterselten der aller Verlaufenden Holzstücke 26 und 28 des in den Fig. 13 bis 151 gezeigten Brettes können Ausnehmungen vorgesehen sein, die sich in der Faserriclhtung in diesen Holzstücken 26 und 28, das heisst in Querrichtung des Brettes, erstrecken, uni ein Schwellen und Schrumpfen der Zwischen schicht im Brett zu neutralisieren; zu diesem Zweck könnten die Holzstücke 26 und 28 auch im Abstand voneinander angeordnet sein. Der artige Ausnehmungenkönnen auch in der Unterseite der Holzstücke der Verstärkung 2 7 in deren Faserrichtung vorgesehen sein und insbesondere auch bei der Verstärkung 31 beim Brett gemäss Fig. 18, wo das bzw. die Holzstücke von greicher Stärke sind wie die quer verhaufenden Holzstüicke 26.
Eine Verstärkung 27 bzw. 31 ist natürlich niclht mir erforderlich, wenn die Stäbe der obern Sehielht im sogenannten holländischen Muster gelegt sind, wodurch in dieser Schicht Fugen sich quer über das Brett von Kante zul Kante erstrecken, sondern auch bei den Brettern gemäss Fig. 16 und 17 sind unter den Querfugen 29i der obern Schicht Verstär kungen 27 g vorgesehen, die nach einer der für die Bretter gemäss Fig. 13 bis 15 und 18 be schriebenen Ausführungsformen ausgebildet sein können.
Beien Brett gemäss Fig. 16 sind die Stäbe 24 der obern Schiebt derart ange ordnet, dlass die quer verlaufende Fuge eil zwisclhenl den zwei in Brettlängsriclhtung auf- einanderfolgenilen liings verlaufenden Stäben 24 in den beiden lnebeneinanderliegenden Stabreihen aus zwei in der Brettlängsriclhtung gegeneinander versetzten Teilen besteht.
Beim Brett gemäss Fig. 17 sind die Stäbe 24 der obern Schicht in drei Reellen nebeneinan dergelegt und zwisclen den Stäben der mitt leren Reibe je ein Stabstiiek 30 mit quer ver laufenden Fasern eingefügt, so dlass an den Stiruenden der sich folgenden Läingsstiile der drei Stabreilhen querlaufende Furien 29) ge bildet sind, die ebenfalls aus zueinander in der L ängsrlchtung des Brettes etwas versetz ten Teilen besteben. ha hei beiden Ausfüh rungen diese versetzten Fugenteile so nahe beieinanderliegen, dlass dlie obere Schicht allein keine ausreichende Streckfestigkeit in diesen Bretteilen geben kann, silid an diesen Stellen in der Zwischenschicht die Verstär kungen 2 7 angebracht.
Bei sämtlichen Ausführungsformen kön nen die Stäbe der obern Schicht an den an einanderliegenden Seiten miteinander ver leimt sein, jedoch muss dies nicht unbedingt der Fall sein. Ebenso können die Holzstiicke der Zwischenschicht an ihren Längsseiten miteinander verleimt sein.