Elektrischer Ofen. Die vorliegende Erfindung betrifft einen elektrischen Ofen mit plattenförmigen Elek troden. Der Ofen kann z. B. zum Schmelzen von Glas dienen und freihängende Elektroden besitzen.
Beim elektrischen Schmelzen von Glas werden für den Stromdurchgang durch die Schmelze vorzugsweise Graphitelektroden oder Elektroden aus kohlenstoffarmem Eisen an gewendet. Diese Elektroden werden üblicher weise in der Längsrichtung des Ofens und mit einem gewissen Zwischenraum zwischen den Elektroden angeordnet.
Bei dieser Anordnung der Elektroden hat es sich gezeigt, dass die Korrosion des Ofen mauerwerks an den durch die Elektroden nicht abgedeckten Wandteilen besonders gross ist. Die vorliegende Erfindung ermöglicht, diesen Nachteil weitgehend zu beheben.
Der Ofen nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, class die Elektroden längs der Ofenwand, zum Zwecke der Abschirmung und der Verringerung der Korrosion dersel ben, aneinandergereiht sind, wobei die zwi- schen zwei benachbarten Elektroden auftre tenden Fugen über ihre ganze Länge eine Breite von höchstens 25 mm aufweisen.
Auf der beigefügten Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen standes schematisch gezeigt, und zwar drei Schmelzöfen mit freihängenden Elektroden.
Fig.1 zeigt im Schnitt einen Ofen im Auf riss; Fig.2 zeigt den Ofen im Grundriss und teilweise im Schnitt, ferner eine Variante und Fig. 3 eine etwas modifizierte Ausfüh rungsform ebenfalls im Grundriss und teil weise im Schnitt; Fig. 4 zeigt einen Schnitt nach der Linie <B>A- A</B> der Fig.1.
Unter Bezugnahme auf Fig.l und 2 be zeichnet 1 den Herd des elektrischen Glas schmelzofens. Im Ofen sind auf jeder Herd längsseite fünf Elektroden 2 aneinanderge- reiht, und zwar derart, dass sie eine praktisch zusammenhängende Fläche vor der Ofenwand 3 bilden. Die je zwischen zwei Elektroden auftretenden Fugen weisen über die ganze Länge eine Breite d auf, welche höchstens 25 mm beträgt. Mit einer Fuge von 25 mm Breite wird die Korrosion der Ofenwand durch die Schmelzmasse praktisch bedeutungs los; jedoch ist es natürlich vorteilhaft, die Breite der Fuge möglichst. klein zu halten. Die Elektroden sind an einer Stange 7 durch Öffnungen 4 in dem Ofengewölbe 5 in die Schmelze eingehängt. 6 bezeichnet die Ni veaufläche der Schmelze.
Bei der Variante sind die Flügelelektro den 2a und 2b - wie es aus den gestrichel ten Linien in Fig. 2 hervorgeht - etwas nach innen, dem Herdraum zu gedreht. Die quer zur Ofenachse liegenden Schlitze 4 im Ofen gewölbe 5 für die Elektrodeneinführung ver meiden, dass das Ofengewölbe 5 nennenswert geschwächt wird, und gestatten, dass der Ab, stand zwischen den beiden Elektrodenreihen längs der Ofenwände 3 und 3' und dadurch der Stromdurchgang leicht reguliert werden kann.
In Fig. 3 ist eine etwas modifizierte Aus- führungsform der Elektrodenanordntmg ge zeigt, wobei die Bezugszeichen die gleiche Be deutung wie in Fig.1 und 2 haben. Hier über decken die Elektroden 2 einander jalousie- ähnlich, wodurch eine weitgehende Abschir mung der Ofenwand 3 in der ganzen Längs richtung des Ofens erreicht ist.
Die Fugen zwischen den einzelnen Elektroden sind vor zugsweise möglichst eng gemacht, dürfen aber wiederum über ihre ganze Länge eine Breite d von höchstens 25 mm aufweisen.
Die Aufhängevorrichtung für die Elek troden ist in Fig. 4 gezeigt. Die Elek troden sind an einer Stange 7 aufgehängt, welche Stange eine Führung in einem je zwei gegenüberliegenden Elektroden zugeordneten, elektrisch isolierenden Lagerbalken 8 besitzt, der auf einem Balken 10, der sich über die ganze Länge des Ofens erstreckt, ruht. Das Lager im Balken 8 ist schlitzförmig derart, dass die Stange 7 im Schlitz 4 des Ofen gewölbes 5 seitwärts verschoben werden kann.
Bei eingetauchter Elektrode stützt sich die Stange 7 gegen den Balken 8 mittels eines Kragens 9. Mit strichpunktierten Zeichen ist links diese Lage der Stange 7 gezeigt, nach dem sie seitwärts gegen die Ofenwand 3' ver schoben ist und die Elektrode 2 um annä hernd 90 gedreht wurde.
Die .Elektroden 2 für den Stromdureh- gang durch die Schmelze können in an sich bekannter Weise mit Anordnungen für den Zu- und Ablauf des Kühlmediums versehen sein.
Im vorstehenden sind Öfen mit freihän genden Elektroden veranschaulicht; die Elek- trodenbefestigung kann aber ebensogut in ir gendeiner andern bekannten Art gebaut sein, wie auch der Ofen mit Anordnungen für elektrische Oberwärme versehen sein kann.
Electric oven. The present invention relates to an electric furnace with plate-shaped electrodes. The furnace can e.g. B. serve to melt glass and have freely hanging electrodes.
When electrically melting glass, graphite electrodes or electrodes made of low-carbon iron are preferably used for the passage of current through the melt. These electrodes are usually arranged in the longitudinal direction of the furnace and with a certain gap between the electrodes.
With this arrangement of the electrodes, it has been shown that the corrosion of the furnace masonry is particularly great on the wall parts not covered by the electrodes. The present invention enables this disadvantage to be largely eliminated.
The furnace according to the invention is characterized in that the electrodes are strung together along the furnace wall for the purpose of shielding and reducing corrosion, the joints between two adjacent electrodes having a width of over their entire length have a maximum of 25 mm.
In the accompanying drawings, three embodiments of the subject invention are shown schematically, namely three melting furnaces with freely suspended electrodes.
Fig. 1 shows in section a furnace in the crack; 2 shows the furnace in plan and partially in section, also a variant and FIG. 3 shows a somewhat modified Ausfüh approximately form also in plan and partly in section; FIG. 4 shows a section along the line A- A in FIG.
Referring to Fig.l and 2 be 1 indicates the hearth of the electric glass melting furnace. In the furnace, five electrodes 2 are lined up along the length of each hearth in such a way that they form a practically coherent area in front of the furnace wall 3. The joints occurring between two electrodes each have a width d over the entire length which is at most 25 mm. With a joint 25 mm wide, the corrosion of the furnace wall by the molten mass is practically meaningless; however, it is of course advantageous to use the width of the joint as possible. to keep it small. The electrodes are suspended from a rod 7 through openings 4 in the furnace vault 5 in the melt. 6 denotes the surface area of the melt.
In the variant, the wing electrons 2a and 2b - as can be seen from the dashed lines in Fig. 2 - rotated slightly inward, towards the hearth. The slots 4 in the furnace vault 5 for the electrode insertion, which lie transversely to the furnace axis, avoid that the furnace vault 5 is noticeably weakened and allow the distance between the two rows of electrodes along the furnace walls 3 and 3 'to be easily regulated can be.
FIG. 3 shows a somewhat modified embodiment of the electrode arrangement, the reference symbols having the same meaning as in FIGS. Here over the electrodes 2 cover each other like a blind, whereby an extensive shielding of the furnace wall 3 is achieved in the entire longitudinal direction of the furnace.
The joints between the individual electrodes are preferably made as narrow as possible, but may again have a width d of at most 25 mm over their entire length.
The suspension device for the electrodes is shown in FIG. The electrodes are suspended from a rod 7, which rod has a guide in a respective two opposing electrodes associated, electrically insulating bearing bar 8, which rests on a bar 10 which extends over the entire length of the furnace. The bearing in the beam 8 is slot-shaped such that the rod 7 in the slot 4 of the furnace vault 5 can be moved sideways.
When the electrode is immersed, the rod 7 is supported against the bar 8 by means of a collar 9. This position of the rod 7 is shown on the left with dot-dash characters, after which it is pushed sideways against the furnace wall 3 'and the electrode 2 is rotated by approximately 90 has been.
The .Elektroden 2 for the current passage through the melt can be provided in a known manner with arrangements for the inlet and outlet of the cooling medium.
In the above ovens are illustrated with cantilever electrodes; however, the electrode attachment can just as well be constructed in any other known manner, just as the furnace can be provided with arrangements for electrical upper heat.