CH264610A - Verfahren zur Herstellung eines festen geformten Produktes aus Kohle. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines festen geformten Produktes aus Kohle.

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CH264610A
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines festen geformten Produktes aus Kohle.    Die Erfindung bezieht sich auf die Her  stellung eines festen, geformten Produktes  aus Kohle.  



  Es ist bekannt, eine grosse Zahl nützlicher  Gegenstände durch Verformung von Kunst  harzen oder plastischen Stoffen herzustellen.  Solche Artikel können in einfachen     Pressfor-          men    oder in Einspritzformen hergestellt wer  den, und es ist bekannt, dass solche Produkte  haltbar, hart. und der Korrosion nicht unter  worfen sind. Das Ziel der Erfindung besteht  darin, ähnliche feste, geformte Produkte aus  Kohle herzustellen.  



  Wie bekannt, wird, wenn man bituminöse  Kohle, die 13 bis<B>35%</B> flüchtige Stoffe, be  rechnet auf die trockene,     asehefreie    Grund  lage enthält, von Raumtemperatur an auf  wärts,     gleichförmig    erhitzt., ein Temperatur  bereich erreicht, bei dem die Kohle weich  wird. Es ist, dies der sogenannte  kritische  Bereich , der für verschiedene     Kohlesorten     etwas variiert, aber stets im Bereich zwischen  300 bis 500  C liegt. Erhitzt man die Kohlen  auf noch höhere Temperaturen, so werden sie  wieder hart und bilden ein verhältnismässig  festes Material. In oder oberhalb dem Tem  peraturbereich, in welchem. die Kohle pla  stisch wird, erleidet sie unter     Entweiehung     flüchtiger Bestandteile eine thermische Zer  setzung.

   Bei der Mehrzahl solcher bituminöser  Kohlen kann die Entwicklung dieser flüch  tigen Stoffe derart rasch erfolgen, dass eine  Blähung des Produktes und demzufolge die    beim Koks bekannte Blasenstruktur eintritt.  Diese Blähung wird nachstehend als      Intumes-          zenz     bezeichnet.

   Bei den üblichen     Verkoh-          lungsprozessen,    wo die beiden Erscheinungen  des     Erweichens    und     Wiedererhärtens    und der  thermischen Zersetzung mit     Schwellung    und  Bildung von Rissen gleichzeitig auftreten, ist  das entstehende Material von geringem oder  gar keinem Wert für die Herstellung von  Formkörpern mit bestimmter Formgebung,  und es ist nur eine geringe Beeinflussung der  physikalischen Eigenschaften des Materials  möglich.  



  Kohlen, welche die festesten Kokse bilden,  sind solche mit einem Anteil von 20 bis 30  flüchtigen Stoffen, was einem Kohlenstoff  gehalt von etwa 80 bis<B>90%</B> entspricht. Diese  beiden Werte und die     Blähungszahl    werden,  wo sie in dieser Beschreibung erwähnt sind,  nach B. S.1016     bestimmt.    Solche Kohlen blä  hen sich in der Regel bei Temperaturen etwas  oberhalb ihres     Erweichungspunktes    stark auf,  was zu übermässigen Drücken in den Öfen,  Retorten und dergleichen führen kann, wobei  die Gefahr einer Beschädigung der Wände  auftritt.

   Um diese Gefahr zu beheben, ist es  allgemein üblich, solche Kohlen mit einem  Anteil an     inertem    Material, wie schwach oder  nicht. verkokende Kohle oder     Kokslösche,    zu  vermischen, oder die Kohle vor der     Karboni-          sierung    einer     Voroxydation,    bei verhältnis  mässig niedrigen Temperaturen, zu unterwer  fen. Diese Vorgehensweisen setzten den     Blä-          hungsdruck    herab, doch weist der entstehende           Koks        immer    noch eine typische blasige Struk  tur     und    unregelmässige     Rissbildungen    atü.  



  Mit andern Worten, der Koks hat, im Ge  gensatz zu den Produkten gemäss vorliegen  der     Erfindung,    eine von blossem Auge  gut sichtbare     Zellstruktür.     



  Es ist bei der Herstellung     gewisser    Arti  kel, wie z. B.     Briketts    und Kohleelektroden,  allgemein üblich, dem gepulverten, kohlen  stoffhaltigen Ausgangsmaterial ein Bindemit  tel zuzusetzen, das von     teeriger,    stärkeartiger  oder klebriger Beschaffenheit ist oder auch  Melasse sein kann.

   (Solche Stoffe werden all  gemein     als    Bindemittel bezeichnet.)  Das Verfahren gemäss vorliegender Er  findung zur Herstellung eines festen geform  ten Produktes aus bituminöser Kohle ohne  Anwendung eines Bindemittels ist dadurch       gekennzeichnet,    dass man eine Kohle mit guten       agglutinierenden    Eigenschaften und eine  kleine Menge eines festen, das Aufblähen der  Kohle beim Erhitzen verhindernden Mittels,  das bei der     Brenntemperatur    nicht schmilzt  und keine chemische     Einwirkung    ausübt, in  fein     zerteiltem    Zustand innig miteinander       vermischt,

      die Mischung in die Form des ge  wünschten Endproduktes überführt und den       Formling    unter nicht oxydierenden Bedingun  gen bei Temperaturen oberhalb 550  C     brennt.     



  Das das Aufblähen verhindernde Mittel  kann ein festes, pulverförmiges kohlenstoff  haltiges Material sein, das die Aufblähung der  Kohle beim Erhitzen verhindern hilft, jedoch  während des Brennens des Gegenstandes nicht       schmilzt.    Es kann z. B. Pechkohle oder  schwach oder nicht verkokende Kohle sein.  Das kohlenstoffhaltige Material kann ferner  aber auch Graphit sein. Das die Aufblähung  verhindernde Mittel kann jedoch auch ein  anorganisches pulveriges Material, das nicht       kohlenstoffhaltig    ist     und    bei der     Brenntem-          peratur    nicht     schmilzt,    sein. Solche Produkte  sind z. B.

   Kieselerde, Silikate, Tonerde, Ma  gnesia, Metalle oder deren     Oxde    oder. Salze.  



  Das die Aufblähung verhindernde Mittel  kann auch aus Silizium bestehen. Ferner kann  es Kugelton (ball     clay),        Bentonit    oder ein  ähnliches tonartiges Material sein.    Geformte, nach der     Erfindung    hergestellte       Artikel    können ausser den oben aufgezählten  Eigenschaften auch gegen kochendes     Toluol     und Anilin beständig sein und eine     Porosität,     bestimmt mittels Methylalkohol, von nicht  mehr als 15     %    aufweisen.  



  Die Bestimmung der     Porosität    mittels  Methylalkohol wird wie folgt     durchgeführt:     Aus dem zu prüfenden Material werden  drei Stücke von je 1     em@    ausgeschnitten und  mindestens 6 Stunden auf 110  C erhitzt, ab  kühlen gelassen und jedes Stück für sich ge  wogen. Man erhält so das Gewicht     G,        in     Gramm.  



  Die Stücke werden nun in einem Reagenz  rohr     evakuiert    und hernach unter Vakuum  Methylalkohol zufliessen gelassen. Die Proben  werden 6 Stunden im Alkohol gelassen     und     hernach der Alkohol bei gewöhnlichem Druck  zum Kochen gebracht und     abgekühlt.    Die  Probestücke werden nun aus dem Alkohol  herausgenommen, sorgfältig mit Watte ab  getupft, bis sie eine matte Oberfläche aufwei  sen, rasch in ein     Wägefläschchen    gebracht und  gewogen. Man erhält so das Gewicht     G,    in       Gramm.     



  Die     Porosität    X in Prozenten ergibt sich       aus    dem Mittel von drei Bestimmungen auf  Grund der Formel  
EMI0002.0046     
    wobei     p    das spezifische Gewicht des verwen  deten Methylalkohols bedeutet.  



       Mindestens    30     %    des fertigen Materials  können in Öl ein optisches Reflexionsver  mögen von mehr als 4,8     %    nach der     Seiler-          Skala    aufweisen     (Melchetti,        Lecture    to     the     Institute of     Fuel,    1942); es kann ferner in  nicht oxydierender Atmosphäre durch Hitze,  bis hinauf zu 2600  C nicht angegriffen wer  den und gute elektrische Leitfähigkeit auf  weisen.  



  Im folgenden wird angegeben, wie die ver  schiedenen beim Verfahren verwendeten  Stoffe beispielsweise beschaffen sind bzw. die  verschiedenen Massnahmen durchgeführt wer  den können.      <I>1. Bituminöse Kohle:</I> Die gewählte Kohle       sollte    eine solche mit der     Blähungszahl    2-10  und vorzugsweise 6-10 sein. (Die     Blähungs-          zahl    ist ein     zuverlässigeres    Mass für die     ag-          glutinierenden    Eigenschaften als der so  genannte Klebewert.) Eine derartige Kohle  wird hierin als Kohle mit guten Klebeeigen  schaften bezeichnet. In England sind solche  Kohlen z.

   B. aus den Minen in     Süd-Wales,          Durham    und     Kent    erhältlich. Die für das er  findungsgemässe Verfahren am besten geeig  neten Kohlen sind bitominöse Kohlen mit  einem Gehalt an flüchtigen Stoffen, der zwi  schen 13 und     30%,    vorzugsweise zwischen 22  und<B>287,</B> berechnet auf die trockene, aschen  freie Basis liegt. Ihr Kohlenstoffgehalt liegt  zwischen 80 und<B>907"</B> vorzugsweise     zwischen     85 und 89     /0,'.     



  Bei der Wahl einer Kohle mit guten Klebe  eigenschaften muss darauf geachtet werden,  zu was das Endprodukt verwendet werden  soll. Wenn z. B. eine hohe elektrische Leit  fähigkeit erwünscht ist, empfiehlt es sich, eine  Kohle zu wählen, die einen niedrigen Asche  gehalt aufweist, oder wo Zähigkeit oder  Bruchfestigkeit wesentlich ist, eine solche mit  hoher     Blähungszahl.     



  <I>z.</I>     Bllihungsverhinderndes    Mittel. Wie oben  gesagt, ist das     blähungsverhindernde    Mittel  ein festes, .fein zerkleinertes Material, das bei  der Brenntemperatur nicht schmilzt. Die  Menge des verwendeten     blähungsverhindern-          den    Mittels und die Art desselben variiert  je nach der     Art    der Kohle und der gewünsch  ten Eigenschaften des gebrannten Produk  tes. So kann der gewichtsmässige Anteil des  die Blähung verhindernden Mittels zwischen  5 und 30     %    betragen.

   Viele Kohlearten ent  halten jedoch einen beträchtlichen Anteil an  nicht: bituminösen Bestandteilen, und wenn sol  che Kohlen zur Anwendung gelangen, muss im  allgemeinen der Anteil des die Blähung ver  hindernden Mittels nicht so gross sein, wie dies  üblicherweise der Fall. wäre. Eine Voraus  schätzung der optimalen Menge des Mittels  kann durch einen einfachen Versuch und  durch Prüfung der Eigenschaften des in einer         Versuchsbrennung    erhaltenen Körpers erfol  gen. Bei sonst bleichbleibenden übrigen  Bedingungen wird die Tendenz zum Aufblä  hen für einen gegebenen Brenngrad um so  grösser sein, je kleiner die Menge des Zu  satzes ist, während beim Vorhandensein eines  Überschusses das Produkt schwach wird.  



  Bei der Wahl des     blähungsverhindernden     Mittels ist     auf    den Verwendungszweck des  Endproduktes zu achten. Wenn z. B. eine  hohe elektrische Leitfähigkeit erwünscht ist,  ist Graphit ein geeignetes Mittel zur Verhin  derung des     Aufblähens    und wenn das Pro  dukt besonders gegen hohe Temperaturen be  ständig sein soll, ist     Zirkonoxyd    das geeignete       blähungsverhindernde    Mittel.  



  <I>3. Zerkleinerungsgrad.</I> Die ausgewählte  bituminöse Kohle und der Zusatzstoff können  getrennt, oder zusammen in einer geeigneten  Vorrichtung vermahlen werden, derart, dass  über 95     Gew.         o    der Teilchen durch ein Sieb       mit        6240     hindurchgehen. In vie  len Fällen wird mit. Vorteil eine noch feinere  Zerkleinerung, entweder der Kohle oder des  Zusatzes oder beider, vorgenommen, so dass       mindestens    60     Gew.        %    der Teilchen kleiner  sind als 10     Mikron,    oder dass die spezifische  Oberfläche mindestens 15 000     cm2/g    über  steigt.

   Diese beiden Messungen können nach  der photoelektrischen     Sedimentationsmethode,     wie sie in      Proceedings    of     the        Conference     an     the    Determination of     Particle        Size     in     the        Sub-Sieve    Range  (eine     B.C.U.R.A.-          B.C.O.R.A.-Veröffentlichung    1944), beschrie  ben ist, erfolgen.

   Während es für die  Produkte mit grösster Festigkeit erforderlich  ist, dass die eine oder andere Komponente in  den feinsten     erwähnten    oder einen noch fei  neren Verteilungszustand gebracht wird,  hängt die Frage, welche der beiden Kompo  nenten, oder     gegebenenfalls    beide, derart zer  kleinert werden sollen, von den Ergebnissen  des nachstehend beschriebenen experimentel  len Vorgehens ab.  



  Die Abstufung der Teilchengrösse, durch  die oben beschriebene Zerkleinerung, wird      im allgemeinen schon derart sein, dass ein be  friedigender     Dichtigkeitsgrad    erreicht wird,  doch kann     gewünschtenfalls    noch eine weitere  Aussortierung der Kohle und/oder des Zusatz  stoffs in bezug auf die Teilchengrösse erfol  gen, um einen besondern     Dichtigkeitsgrad    zu  erreichen.

   Eine Erhöhung des     Zerkleinerungs-          grades    der Kohle kann jedoch zu einer erhöh  ten     Blähungsneigung    führen, und dieser Fak  tor sollte deshalb nicht ausser Acht gelassen  werden, wenn man die Menge des die Blä  hung verhindernden Mittels sowie die andern       Fabrikationsbedingungen    bestimmt.  



  <I>4.</I>     Mischung.    Die üblichen Mischverfahren,  wie sie z. B. für die Herstellung von     Kohle-          mischungen    für die     Verkohlimg    oder zur Her  stellung von Briketts genügen, eignen sich  nicht für das erfindungsgemässe Verfahren.  Die Festigkeit des gebrannten Produktes kann  auf die Hälfte oder noch weniger     absinken,     wenn eine ungeeignete oder unrichtige Mi  schung erfolgte. Es wird deshalb zweck  mässigerweise ein Mischverfahren verwendet,  bei dem man sich darauf verlassen kann,       da.ss    sämtliche etwa vorhandene Agglomerate  zerfallen und dass die Mischung so gleich  mässig als möglich ausfällt.  



  Es wurde gefunden, dass die Festigkeit  und andere Eigenschaften des     gebrannten.     Produktes verbessert oder erhöht werden kön  nen, wenn man die Mischung durch eine       Mischmühle    hindurchgehen lässt. Dieser     Mahl-          v        organg    kann in     gewissen    Fällen mit     Vorteil     wiederholt werden, und es wurde festgestellt,  dass bei gewissen     Mischungen    die Festigkeit  des gebrannten Produktes durch diese bessere       Vermischung,    die bis zu einem gewissen Grad  auch noch von einer weiteren     Zerkleinerung     begleitet ist, stark erhöht wird.  



  Die Zugabe kleinerer Anteile anderer Zu  sätze, die wenig oder gar keine schädliche  Wirkung auf das Produkt ausüben, ist nicht  ausgeschlossen.  



  <I>5. Verformung.</I> Ein Druck im Bereich von       315kg/em2    ist in vielen Fällen geeignet. Für  gewisse Mischungen jedoch, und wenn die    Verformung nach dein     Auspressverfahren    er  folgt, ergab sich die Möglichkeit,     Pressdrücke     bis hinab zu etwa 79     kg/em2    anzuwenden. Bei  komplizierten Formen kommen     Pressdrücke     von 945     kg/cm2    und höhere in Frage. Der  optimale     Formpressdruck    für eine gegebene  Mischung kann ebenfalls experimentell be  stimmt werden.

   Da während der Verformung  des Artikels kein     Härtungsvorgang    stattfin  det, kann die     Verformungsdauer    nur kurz  sein, und es ist in der Regel nicht notwendig,  den     Pressdruck    länger als 10     bis    15 Sekunden       aufrechtzuhalten.    Die Verformung erfolgt  in der Regel bei Zimmertemperatur, doch  kann es für gewisse Mischungen     erwünscht     sein, bei höheren     Temperaturen    zu arbeiten.  



  Der     Pressdruck    kann für verschiedene  Fälle beträchtlich wechseln, doch soll immer  genügend Druck angewendet werden, dass  der Formkörper ohne Beschädigung von der  Form in den Brennofen übergeführt werden  kann.  



  Die Verformung kann durch Auspressen,  durch     Spritzguss    oder auf andere Art,     wie     sie in der Industrie der plastischen und kera  mischen Massen ausgeführt wird, vorgenom  men werden.  



  Im allgemeinen eignen sich die üblichen  Methoden, wie sie zur Verformung von Kunst  harzen und trockenen Pulvern angewandt  werden, mit dem Unterschied, dass man nicht  höhere Temperaturen als Raumtemperatur an  zuwenden braucht. Man sollte dafür Sorge  tragen, dass die Druckeinwirkung vollkommen  gleichmässig und gleichförmig erfolgt. Der  Stempel der Form hat     vorteilhafterweise     etwas mehr Spiel, als dies beim     Verpressen     von Kunstharzen üblich ist.  



  <I>6.</I>     Brennatptosplaäre.    Das Brennen, das  heisst das Erhitzen des geformten Gegenstan  des, und die darauf folgende Abkühlung  müssen unter nicht oxydierenden Bedingun  gen vorgenommen werden. Dies wird zweck  mässigerweise dadurch erreicht, dass man den  Gegenstand in eine Schutzmasse aus körnigem  oder     pulverigem    Material einpackt, das wäh-           rend    des Brennvorganges nicht oxydierende  Gase oder Dämpfe entwickelt. Ein für diesen  Zweck geeignetes Material ist eine Kohle mit  hohem Gehalt an flüchtigen Stoffen, die nur  geringe oder keine Backfähigkeit besitzt, wie  z.

   B.     Warwickshire        Brights.    Man stellt aus  diesem pulverförmigen Material eine Unter  lage her, die leicht zusammengepresst wird.  Der geformte Gegenstand wird dann in eine       Vertiefung    dieser Unterlage gelegt, welche  z. B. durch Stempeln mit einem festen, der  Form des Gegenstandes entsprechenden For  mer erzeugt wird. Wenn der Formkörper hohl  ist, wird sein Inneres mit dem gleichen pul  verförmigen Material gefüllt. Die freiliegende  Oberfläche des Formkörpers wird mit dem  gleichen Pulver bedeckt, das fest, aber vor  sichtig     angepresst    wird.  



  Es ist auch möglich, den nötigen Schutz  durch     Hindurchleiten    eines Gasstromes durch  den Ofen zu erreichen.     Hiezu    eignen sich  z. B. Wasserstoff, Kohlenmonoxyd, gewöhn  liches Leuchtgas oder Kohlenwasserstoff  dämpfe. In diesem Fall sollte der Formkörper  auf eine ebene Unterlage, vorzugsweise aus  feinem, lockerem, körnigem Material, wie  Sand oder Holzkohle, gebracht und dafür  Sorge getragen werden, dass die Gaszusam  mensetzung um den ganzen Gegenstand herum  so gleichmässig wie möglich ist. Gleichgültig  welches Schutzverfahren man auch anwendet,  und man kann natürlich jede geeignete Me  thode oder Kombination solcher benutzen, ist  es wesentlich, dass das Brennen der Formkör  per derart erfolgt, dass keine Verbrennung  der Oberflächen derselben stattfindet.

   Dies  macht nicht notwendigerweise den vollstän  digen Ausschluss des Sauerstoffs oder an  derer Stoffe, die theoretisch befähigt sind,  Kohlenstoff zu oxydieren, erforderlich, da die  beim Brennen entwickelten Dämpfe einen ge  nügenden Schutz, gegen geringe Mengen die  ser Substanzen, bieten können. Falls ein An  brennen stattgefunden hat, kann das leicht,  z. B. durch die Anwesenheit einer dünnen       Aschesehicht    und/oder an der genarbten oder  gesprungenen     Oberfläche    des Formkörpers,  festgestellt werden.    Wie bereits vorher gesagt wurde, sind  Massnahmen zur Verhinderung der Oxydation  des Gegenstandes während der     Carbonisie-          rung    wesentlich.

   Auch kann das erhaltene  Produkt durch die Art der angewandten  Atmosphäre in wesentlichem Masse beeinflusst  werden. In diesem Zusammenhang ist zu be  merken, dass der Druck, der während des       Brennens    in der Masse entsteht,     zum    Teil  durch Diffusion nach aussen entweicht, zum  Teil infolge     Zusetzung    der     Kohlenwasserstoffe     unter dem beträchtlichen Druck unter Ab  scheidung von Kohlenstoff in den Zwischen  räumen der Masse und gleichzeitiger Bildung  von Wasserstoff, dessen Diffusionsvermögen  höher ist, als das der     Kohlenwasserstoffe    aus  denen er entsteht, verschwindet.

   Durch diese       Kohlenstoffablagerung    wird die Festigkeit  des Produktes erhöht und letzteres verdichtet.  Man vermutet auch, dass der nach aussen dif  fundierende Wasserstoff sich zu einem ge  wissen Grad mit     flüssigen    oder festen Kohlen  wasserstoffen verbindet, wodurch flüchtigere       Kohlenwasserstoffe    entstehen, die leichter ent  weichen können, wodurch der innere Druck  noch mehr herabgesetzt wird.  



  Die Verwendung von Wasserstoff als  Schutzgas kann eine Reaktion mit ungesät  tigten Stoffen, sowohl der     Kohlesubstanz,    als  auch der umgebenden Atmosphäre zur Folge  haben, und die Menge des elementaren Koh  lenstoffs, der in den Poren des Formkörpers  abgeschieden wird, kann deshalb geringer  sein, als dies sonst der Fall wäre, was eine  erhöhte     Porosität    und verminderte Festigkeit  des Produktes zur Folge hat. Dieser Effekt  wird auf ein Minimum reduziert, wenn der       -\Vasserstoffstrom    so gering gehalten wird,  als es sich mit der     Aufrechthaltung    der nicht  oxydierenden Atmosphäre vereinbaren lässt.

    Das gleiche ist der Fall, wenn andere Schutz  gase oder Gasgemische verwendet werden, wel  che solche ungesättigte Verbindungen hydrie  ren, oder diese ohne     Kohlenstoffabscheidung     abführen können. Wenn das Stadtgas oder  dergleichen ein oxydierendes Gas enthält,  kann letzteres entfernt werden, indem man  das Gas     zuerst    durch ein Holzkohle oder an-           dere    leicht     oxydierbare    Substanzen enthalten  des, erhitztes Rohr leitet.  



  Die     Verwendung    von Wasserstoff zur Er  haltung     einer    nicht oxydierenden Atmosphäre  kann zur     Bildung    des schwarzen, als     3I    be  zeichneten Materials führen, das auch ent  steht, wenn das die Aufblähung verhindernde  Mittel im     überschuss    über die minimale  Menge, die zur     Verhinderung    der Blähung       für        eine    gewisse Temperatur erforderlich ist,  zugegen     ist.     



  Es scheint, dass für eine gute     Kohlenstoff-          ablagerung    und     Erreichung    eines festen Pro  duktes die nichtoxydierende Atmosphäre aus  einem =gesättigten Kohlenwasserstoffgas  oder Dampf, wie Äthylen oder ein anderes       Olefin,    oder andern, leicht spaltbaren gesät  tigten oder     =gesättigten        Kohlenwasserstof-          fen,        wie    Benzol, bestehen oder solche ent  halten sollte.     Wenn    solche Dämpfe gewisse  =gesättigte, aus der Kohle entwickelte Be  standteile wegführen, werden diese durch eine  andere     ungesättigte    Substanz, wie z.

   B. Äthy  len ersetzt, was nicht der Fall ist,     wenn    die  nicht oxydierende Atmosphäre aus Wasser  stoff oder Methan besteht.  



  Es wurde festgestellt, dass eine Äthylen  atmosphäre stets die     Bildung    des nachstehend  als     Alpha-Komponente,    die glänzend grau ist,  eine hohe Reissfestigkeit     und    muscheligen  Bruch     aufweist,    bezeichneten Produktes be  wirkt. Diese     Alpha-Komponente    entsteht,  wenn der     Formkörper        in    einer Atmosphäre  karbonisiert wird, welche die bei tieferen  Temperaturen entstehenden Zersetzungspro  dukte der Kohle enthält.  



       Wenn    eine Kohle mit verhältnismässig  niedrigem Gehalt an flüchtigen Stoffen und  schwachem Bindungsvermögen verwendet  wird, ist es besonders empfehlenswert, das  Brennen des Gegenstandes in einer Kohlen  wasserstoffatmosphäre, wie es oben beschrie  ben     wurde,    durchzuführen.  



  Bei diesem Verfahren für die Behandlung  von Kohle mit hohem oder niedrigem Gehalt  an     flüchtigen    Bestandteilen ist es zur Ver  meidung der Verdünnung eines verhältnis-    mässig kostspieligen Dampfes, wie Äthylen,  durch die aus der Kohle entwickelten flüch  tigen Stoffe oft vorteilhaft, zunächst in Ge  genwart eines billigeren, nicht oxydierenden  Gases, wie z. B.

   Leuchtgas, das     zweckmässig     vorher von Schwefel und Sauerstoff befreit  wurde, bei Temperaturen von etwa 450'C       vorzubrennen    und den     vorgebrannten        Gegen-          stand.        mit    oder ohne Zwischenabkühlung einem  weiteren     Brennprozess    in Gegenwart von       Äthylendampf,    bei beispielsweise bis etwa  850  C, zu unterwerfen. Wenn das nichtoxy  dierende Mittel in der ersten Stufe z.

   B. ein  Gas wie Wasserstoff oder Leuchtgas ist, kann  die Hydrierung und die Abführung ungesät  tigter Bestandteile     aus    der Kohle und der  umgebenden Atmosphäre zugelassen werden,  und die Strömungsgeschwindigkeit des Gases  kann deshalb genügend hoch gewählt werden,  um jede Gefahr der     Verbrennung    des Gegen  standes als Folge des Zutritts von Luftsauer  stoff, auszuschliessen. Weiter sind die in der  zweiten Stufe verwendeten Dämpfe des Äthy  lens oder anderer Gase dann verhältnismässig  frei von Verunreinigungen     und    können des  halb im Kreislauf verwendet werden, wodurch  sich die Verfahrenskosten vermindern.

   Es ist  natürlich selbstverständlich, dass das     Brenn-          gut    diesen Kohlenwasserstoffgasen oder  -dämpfen genügend lange ausgesetzt werden  muss, damit eine     Abscheidung    in genügendem  Grad erfolgen     kann,    wobei letztere bei hohen  Temperaturen beschleunigt wird. Bei     Brenn-          temperaturen    oberhalb etwa     7_000     C ist es je  doch wahrscheinlich, dass der Wirkungsgrad  des Verfahrens durch     Kohlenstoffablagerung     ausserhalb des Brenngutes, z. B. an der Ofen  wand, herabgesetzt wird.  



  Die beiden     Brennstufen,    wie sie vorstehend  beschrieben wurden, eignen sich besonders  für die     Behandlung    von Kohlen mit hohem  Gehalt an flüchtigen Stoffen. Im Falle von  verhältnismässig schwach     bindenden    Kohlen  können die geformten Gebilde zu wenig fest  sein, um den Brennvorgang     auszuhalten,    wenn  man nicht Kohlenwasserstoffgas oder -dampf  von Anfang an zuführt.

   Da ferner     viele    die  ser verhältnismässig schwach bindenden Kohle-      arten auch einen geringen Gehalt an flüch  tigen Bestandteilen aufweisen, wird die     Koh-          lenstoffablagerung    an den Innenflächen des  Materials oder in den Zwischenräumen zwi  schen denselben dadurch nicht ernstlich be  einträchtigt, noch wird es erforderlich sein,  eine übermässige Gas- oder Dampfmenge an  zuwenden.  



  <I>7. Brennen.</I> Die Minimaltemperatur, auf  welche die Formkörper erhitzt werden müs  sen, liegt in der Nähe von 550  C, doch wer  den im allgemeinen bessere Ergebnisse erzielt,  bei     Brenntemperaturen    oberhalb 700  C. Es       ist        notwendig,    dafür Sorge zu tragen, dass die       Temperatur    um (las ganze     Brenngut    herum       rso        gleiühmässig    wie möglich ist.

   Die     Brenn-          vorschrift    kann sich je nach der Art der     Mi-          9chung,    dem     Feinheitsgrad,    dem     Formpress-          druck        und    der Dicke des     Gegenstandes    etwas  ändern.

   Im     allgemeinen        sollte    die     Aufheizung     bis auf etwa 500  C um so langsamer erfolgen,  je höher     (ler    Anteil an flüchtige Stoffe bil  denden     Substanzen,    je     feiner    die Teilchen  grösse, je höher der     Pressdrrtek    und je dicker  der     Formkörper        ist.     



  Für.     Gegenstände    gleichmässiger Dicke,       bis    zu etwa 12,5     nim    aus einer     Mischung    mit       etwa        20%    an     flüelitigen        Stoffen,        wird    in vie  len Fällen folgende     Vorschrift    geeignet sein:

    
EMI0007.0038     
  
    bis <SEP> 360  <SEP> C <SEP> 1-2  <SEP> C <SEP> Temperaturanstieg/min.
<tb>  360--450<B>0</B> <SEP> C <SEP> 0,5<B>0</B> <SEP> C <SEP>  
<tb>  450-550  <SEP> C <SEP> 1" <SEP> C <SEP>  
<tb>  550-850<B>0</B> <SEP> C <SEP> 3<B>11</B> <SEP> C <SEP>              Durch        Brennen    bei Temperaturen über  800  C     erhält    man erhöhte     Festigkeit    und  elektrische Leitfähigkeit, wobei     diese    Zunahme  im     allgemeinen    mit einer weiteren Schrump  fung des     Breinigutes    Hand in     Hand    geht.

    Eine     geeignete        Vorschrift    ist die folgende:  
EMI0007.0049     
  
    Zeit <SEP> Grade <SEP> G
<tb>  pro <SEP> Minute
<tb>  800-1000<B>11</B> <SEP> C <SEP> 4
<tb>  1000-1300  <SEP> C <SEP> mindestens <SEP> 1''
<tb>  1300-1500  <SEP> C <SEP> mindestens <SEP> 1/2 <SEP> ''       Die     Brenngesehwindigkeit    wird für eine       bestimmte        Miechung    am besten durch einen         Vorv        ersuch    ermittelt.

   In einigen     Fällen        wird     die optimale Festigkeit     dureh    Erhöhung der       Brenngeschwindigkeit,    soweit     als    dies ohne       (efahr    der Blähung     möglich    ist, erreicht.  Bei     1-ewi:ssen        Misehiingen    ist es sogar     mög-          ilich,    im Bereich     van    400     bis    450  C eine     'Tem-          peraturerhöhung    von einem Grad pro     Minute     anzuwenden.  



  Der Brennvorgang     kann    ganz oder teil  weise bei Über- oder     Unterdruck    durchgeführt  werden. Die     vorstehend    und in den Beispielen       angeführten    Brennvorschriften geben für die       1lehrzahl    der     bntiiminösen    Kohlen eine     befrie-          digen.de        Wegleitung-,    doch ist es     zu    betonen,       dass    die angenäherten und genauen Analysen  werte der verwendeten Kohlen     als    solche keine  v     erlässlichen    Angaben über das individuelle  Verhalten,

   und besonders nicht über den     Zer-          set.zungstemperaturbereich    einer bestimmten  Kohle machen.  



  Bei der     Herstellung    von     geformten    Pro  dukten, gemäss der     Erfindung,    wurde gefun  den,     da.ss    die     Festigkeit    der gebrannten Pro  dukte, bei     sonst,    Bleiehen     Arbeitsbedingungen,     in     beträehtliehein        Masse    von der Anwesenheit  einer Komponente     abhängt,    die im Verlaufe       cler        Untersuiehungen    identifiziert werden       konnte,        und    Al     lia-Komponente    genannt wird.

    Sie kann daran erkannt, werden,     da.ss    sie, in       p,oiliertem    Zustand, in Öl eine verhältnismässig  hohe optische     Reflexion    (mehr     als    4,8% der       Seyler-Skala)    aufweist.

   Sie besitzt ferner hohe  Druck-     und    Zugfestigkeit.,     ausgesprochene          eelektrisclie    Leitfähigkeit     und        EigentünilIch-          keiten    im.     Röntgen-Beugtmg-sspektruni.    Die       Bildung    dieser     Alpha-Komponente,    die, wie  man vermutet, ein     kohlenstoffhailtiges    Mate  rial.

   aus     hochkondensierten    aromatischen     Rin.-          ().en    darstellt, die in Form von Platten über  einandergesehichtet sind, mit Bündeln     zufäl-          #li-    orientierter solcher Platten, scheint     d-a-          dureh        begüiist-ig-t    zu werden, dass die     reak-          tionsfähigen    Stoffe     (die    durch     Polymerisation     und     anschliessende        Zersetzung    die Alpha:

    Komponente bilden),     nicht    durch zu langen  Aufenthalt im     -untern    Teil des kritischen     Tem-          perat:urbereiehes    zersetzt werden. Um also die       maximaue    Festigkeit zu     erlialten,    ist es, bei           sonst:    gleichbleibenden     Arbeitsbedingungen,          erwünscht,    dass die     Aufheizgeschwindigkeit     so gross     als    möglich ist.

   Die     Aufheizgeschwin-          digkeit        soll    jedoch, obschon     äusserst    rasch,  ,doch     nieht    so rasch sein, dass     Intumeszenz          bewirkt        wird.     



  Der     Aufbau    der     Alpha-Komponente    wäh  rend der     Erhitzung    scheint eine     Stufenp:oly-          merisation        zu    sein,

       indem        die    Bildung der       aromatischen        Ringe        und        aus        diesen    der     Plat-          ten        Lund        die    zufällige     Aggtlomeration        solcher          Plattenstufenweise    verläuft.

   Wenn in irgend  einer     Stufe        dieser        Pollymerisation    der Tem  peraturanstieg     zu        gering        ist,        zersetzen    sich die       Polymerisate        LLntler        Billdmig    von     Wasserstoff,     Methan     usw.,    wobei     alls    fester     Rückstand    ein       schwarzes,        amorphes        Materiell        zurückbleibt,

       dessen     Reflexion    in Öl weniger als 2 % be  trägt     und    das     als        M-Komponente    bezeichnet  wird. Produkte, die einen grossen Anteil an       dieser    IM-Komponente     enthaken,    sind     schwach          und.    in der     Technik        nur    begrenzt     verwen-          dungsfähig.     



  Die Faktoren,     welche    die     Festigkeit    im,       fertigen        ProdLLkt        erhöhen,    müssen mit den       Hilfsmitteln    für die     Herabsetzung        der        Blä-          lhung    in     Übereinstimmung    gebracht     werden,          und    die Schwierigkeit     besteht        darin,    dass     die          meisten    Faktoren,

   wehe     die        Festigkeit    er  höhen,     auch        dazu    neigen, das Aufblähen zu       begünstigen.    Im     Mainblick    auf die     Erzielung     guter Festigkeit ist es,     unter    Ausserachtlas  sung     anderer        übe0l:

  egungen,        erwünscht,        eine     Kohle zu wählen, die von     Natur    ans ein hohes       Bindevermögen        besitzt,    diese äusserst     fein        zu          zerkleinern,        derart,        dass,die        Teilchen    so nahe       als    überhaupt     möglich        zusammengebracht          werden    können,

   die     Masse        LLnter    sehr hohem  Druck in die gewünschte Form     zu    bringen,  analog     wie    in der     Pulvermetallurgie,    den       Brennvorgang    mit einem so     raschen        Tempe-          raturanstieg    als möglich     dLirchzuführen    und  während     des        Brennens        dafür    Sorge zu tragen,  dass die     dass        Brenngut    umgebende Atmosphäre  reich an Kohlenwasserstoffei,

       insbesondere     ungesättigten     Kohlenwasserstoffen    ist.     Alle     diese die Festigkeit erhöhenden Faktoren, ent  weder allein oder     kombiniert,    können jedoch    eine Aufblähung bewirken, wenn man sie ohne       Einsehränking        zur    Anwendung     bringt.     



  Es wurde jedoch gefunden, dass     ein    festes,  nicht     aufgeblähtes    Produkt     hergestellt        werden     kann durch sorgfältige Lund abgewogene Aus  wahl dieser festigkeitserhöhenden Faktoren  und durch     Verwendung    eines     geeigneten    An  teils     eines        passenden,    die     Aufblähung        ver-          hindernden        Mitteils.    Genügende Festigkeit  kann erreicht werden durch Anwendung nur  eines Teils dieser     festigkeitsverbessernden          Faktoren,

          während    die Aufblähung     durch          Verwendung    der     b!lähungsverhindernden    Mit  tel und     durch        Regulierung    des     TemperatLtr-          anst!ieges    beim Brennvorgang verhindert wer  den kann.  



  Es wurde tatsächlich gefunden, dass nach  diesem Verfahren leicht     Produkte    erhalten  werden können, die eine     Reissfestigkeit    von  über     27.0        kg/em2    und einen Bruchmodul von  über 350     kg/cm2        aufweisen.     



  <I>B.</I>     Elektroplattierung.    Da die erhaltenen       Produkte        elektrisch    leitend sind, können sie       elektroplattiert    werden.  



  <I>1 9.</I>     Glasierung.    Die Produkte können     gla-          siert        werden,    was besonders     wertvoll    ist, wenn       sie        Steingut-        oder     ersetzen sol  len.

   In     gewissen    Fällen kann es     erwünscht          sein,    die Produkte     mit    einem     Netzmittel        zLi     behandeln, das der     speziellen    Glasur     angep.asst          isst.    Um den     Beremch        .dem    ,anwendbaren     Glasier-          mittel    zu     erweitern,        kann,

  das    die     Aufblähung          verhindernde        Mittel.    so gewählt werden,     d@ass     die     Oberfläche        des        Produktes    die     gewünschte     Glasur     erhält.     



       Nachstehend.        werden    einige     Beispiele    an  geführt, die zeigen,     wie,die    Erfindung unter       Verwendung    eines     kohlenstoffhaltigen,    die       AufblähLLng        verhindernden    Mittels in der       Praxis        durchgeführt    werden kann.  



  <I>Beispiel 1:</I>  80     Gewichtsteile        einer    stark verkokenden       Walliser    Kohle, mit einem Gehalt an flüch  tigen Stoffen     vion    24%     und    einer     Blähungs-          zahl    9, enthaltend 8% Asche (90,4% Kohlen-           stoff,    4,9     %        Wasserstoff,    1,9 %     Stickstoff    und  2,8     %        Sauerstoff        und        Analysenfehler,

      auf der       Basis    von     Paar),        wurden    so     zerkleinert,    dass       alles        durch    ein Sieb mit;

   9010     Maschen/em2          hindurchging.    20     Gewichtsteile    Graphit  (95 %     ig),    der getrennt zur gleichen Feinheit       zerkleinert    wurde, wurden als die Blähung  verhinderndes     Mittel        verwendet    und     Kohle     und Graphit in einer Kugelmühle während  zwei Stunden innig miteinander     vermischt.     



  Die     Mischung        wurde    dann kalt unter einem  Druck von 472     kg/cm2    zu kleinen Näpfen von  44,45 mm Tiefe und 139,7 mm     Aussendureh-          messer        verformt,    wobei der Druck langsam       einwirken        gelassen    (z.

   B. einem Weg von  25,4 mm in 10 Sekunden     entsprechend)    und       dann    unmittelbar aufgehoben     wurde.    Die  Näpfe wurden dann in einem Kupferkasten  in einen     elektrischen    Ofen gebracht, und       rundherum    mit einer hochflüchtigen, nicht  backenden Kohle mit einer Teilchengrösse,  die durch ein Sieb von 3,2 mm     Maschenbreite          hindurchging,        bedeckt.    Die Temperatur des  Ofens wurde mit einer     Geschwindigkeit    des       Temperaturanstiegs    von     l'   <B>C</B> pro Minute, auf  800  C erhöht.

   Dann     wurde    der Ofen abküh  len     gelassen    und die Näpfe herausgenommen,       wenn    die Temperatur 250  C erreicht hatte.  



  Die so erhaltenen Näpfe waren von guter       Festigkeit,    nicht gebläht und     einverzerrt.    Der  Totaleingang belief sich auf etwa 15 %. Es       ist    zu bemerken,     da.ss    die Temperatur in die  sem und einigen     andern    Beispielen, die nach  her gegeben werden, aus Gründen der Be  quemlichkeit deichmässig auf 800  C erhöht       wurde,        um    ein     neues    Einregulieren der Appa  ratur zu     vermeiden.    Es     wurde        festgestellt,

      dass  die     Temperaturzunahme        von    1  C pro Minute  im     plastischen        Temperaturbereich    und bis auf  550  C hinauf befriedigende Ergebnisse     zei-          tigte    und es folgte daraus, dass die     Gesehwin-          digkeit        des        Aufheizens    bis     znm    Beginn der       Plastizität        und.    unterhalb 550  C nicht zu  schnell sein dürfte.

   Die     Brenngeschwindigkeit     hätte     bis    auf 300 C hinauf auf etwa<B>2'C</B> pro  Minute und von 550 bis 800  C auf etwa 3  C  pro Minute erhöht     werden    können, wobei ein    gleich     gutes    Produkt     und.    Zeitersparnis er  zielt worden wäre.  



  <I>Beispiel 2:</I>  80 Teile der gleichen Kohle wie im Bei  spiel 1     werden    gleich wie dort zerkleinert.       Als    die Blähung     verhinderndes    Mittel     wurden     20 Teile     Pechkoks    und 10 Teile gepulvertes       Cupren    verwendet. Der     Pechkoks    hatte einen       Zerkleinerungsgrad,    dass 100 % durch ein Sieb  mit 6240     Maschen/cm'    und<B>90%</B> durch ein  Sieb mit. 9010     Maschen/cm2    hindurchgingen.

    Das     Cuprenpu'lver        wurde    hergestellt durch  Ablagerung von Acetylen an     metallischem     Kupfer bei erhöhter     Temperatur.    Die Kohle,  der Pechkoks und das     Cupren    wurden wäh  rend 3 Stunden in einer     Kugelmühle        innig          vermischt.    Der     Rest    des     Verfahrens        wurde     gleich     durchgeführt    wie im Beispiel 1, mit  der     Ausnahme,        @dass    kleine Stäbe von etwa  12,

  5 mm Dicke hergestellt     wurden,    und     dass     eine     andere    nichtoxydierende     Atmosphäre          verwendet        wurde.    Was letztere anbelangt,       wurden    die geformten Stäbe auf einem Träger  aus Schamotte in einen elektrischen Ofen ge  bracht und ein     Wasserstoffgasstrom    mit ge  rade genügender     Geschwindigkeit,    um eine  nichtoxydierende Atmosphäre zu sichern, über  die Stäbe geleitet.  



  <I>Beispiel 3:</I>  Als     Beispiel    für die Verwendung     einer          schwach    backenden Kohle, als Mittel zur V     er-          hinderting    des     Aufblähens    wurden 70 Teile  der stark     verkokenden    Walliser Kohle gemäss  Beispiel 1, wie dort beschrieben,     zerkleinert     und mit 30 Teilen     Yorkshire        weakly-king-          Kohle,    die einen Gehalt von 34% an flüch  tigen Stoffen aufwies und so zerkleinert war,  dass<B>90%</B> durch ein Sieb mit 6240 Maschen;

         cm2    hindurchgingen,     vermischt.    Die Mischung  wurde zu flachen Platten, von 9,52 mm     (3/$")     Dicke, mit einem     Pressdruck    von 630     kg;cm"     verformt, wobei gleich vorgegangen wurde wie  im Beispiel 1 und zur Erzeugung der nicht  oxydierenden Atmosphäre die gleiche Anord  nung getroffen wurde. Die     Brenngeschwindig-          keit    war jedoch verschieden, indem bis 300  C  mit einer Geschwindigkeit von 2  C pro lIi-      nute, dann     bis    500  C mit 0,5  C pro Minute  und nachher     bis    700  C mit 1  C pro Minute       Temperaturanstieg    erhitzt wurde.

   Das Pro  dukt war     etwa    das gleiche, wie dasjenige des       Beispiels    1.  



  Nachstehen folgen zwei Beispiele für die       Verwendung    von     nichtkohlenstoffhaltigem     Material als die Aufblähung verhinderndes  Mittel.    <I>Beispiel 4:</I>    66 Gewichtsteile einer stark verkokenden  Walliser Kohle, die von der im     Beisspiel    1 ver  wendeten, verschieden war,     wurde    so     zerkkilei-          nert,    dass<B>90%</B> durch ein Sieb mit 6240     Ma-          schen/cm@        hindurchgingen.    Die Daten     dieser          Kohle    waren die folgenden:

   flüchtige Anteile  20%,     Blähungszahl    9, Asche<B>1,1%</B> (90,9       Kohlenstoff,    4,6%     Wasserstoff,   <B>1,6%</B> Stick  stoff;<B>2,9%</B>     Sauerstoff    und     Analysenfehler,          auf    der     Basis    von     Parr).     



  34     Gewichtsteile        handelsüblicher    Kiesel  erde, von :etwa gleicher Feinheit wie die     Kohle,          wurden        ags        blähungsverhinderndes    Mittel ver  wendet und     die    beiden Pulver während 8  Stunden     in        einer        Kugelmühle    innig     vermischt.     Die     Mischung    wurde gleich wie im Beispiel 2  zu     Stäben    gleicher Grösse verformt     und,    diese  in     nichtoxydierender    Atmosphäre,

   in einem  elektrischen Ofen,     wie    im     Beispiel    1 gebrannt.  Der Ofen     wurde    mit einer     Temperatur-          zunahme    von 2  C pro     Minute        auf        850     C er  hitzt     und        die    Stäbe     herausgenommen,    wenn       die    Temperatur auf 200  C abgefallen war.

    Das Produkt war     .ausserordentlich        hart,    nicht  gebläht, fest     und        unverzerrt.       <I>Beispiel 5:</I>    Dieses     Beisspiel        ist    gleich wie Beispiel 4,       mit    dem Unterschied, dass 60 Teile Kohle und  40 Teile elementares     Silizium    von etwa der  gleichen     Feinheit    wie die Kohle genommen       wurde    und dass der Temperaturanstieg beim  Brennen 3  C pro Minute betrug.

   Das Produkt  war ein festes,     hartes        Material,    in     dessen          Masse        kleine,    stark reflektierende Flächen       verteilt    waren.

   Seine Härte war grösser     alls    5  der     Mohssehen        Skala..       In     allen    diesen Beispielen wurde fest  gestellt, dass die Anwesenheit der     spezifischen     Menge des spezifischen     blähungsverhindern-          den        Mittels    die Verhinderung der     intumeszenz     bei der     spezifischen        Brenngeschwindigkeit        be^     wirkte.  



  <I>Beispiel 6:</I>  90 Gewichtsteile Walliser Kohle wurden so       zerkleinert,        #dass    90     %    durch ein Sieb mit 6240       Maschen/eng    hindurchgingen.  



  Die     Daten    der Kohle waren     folgende:     Flüchtige     Anteile        15,5%,        Blähungszahl    3,  Asche<B>2,6%</B> (auf     Parr-Baois    Kohlenstoff  91,7%,     Wasserstoff        4,4%,        Stickstoff    1,7%,  Sauerstoff und     Analysenfehler    2,2%).  



  10     Gewichtsteile    Graphit von etwa glei  chem     Feinheitsgrad    wie die Kohle     wurden    als       blähungsverhindernde        Mittel    verwendet und  die beiden Pulver in einer Kugelmühle 8  Stunden innig vermischt.

   Die Mischung     wurde     wie im Beispiel 2 zu Stäben von gleicher  Grösse verformt und     diese    gleich wie im Bei  spiel 1     in    einem     elektrischen    Ofen in     einer          nichtoxydierenden    Atmosphäre behandelt, mit  dem Unterschied, dass     Äthylengas        als        nicht-          oxydierende    Atmosphäre verwendet wurde.

    Die     Durchflussgeschwindigkeit        wurde    so be  messen, dass     Idas    ganze Ofenvolumen in der  Stunde     zweimal        erneuert    wurde (dieser     Fak-          bor        kann.        natürlich        entsprechend    der Form  und Dichtigkeit des     Ofens    variieren).

   Die       Geschwindigkeit    des     Temperaturanstiegs        war     wie folgt:  
EMI0010.0123     
  
    0-350  <SEP> C <SEP> mittlere <SEP> Zunahme <SEP> 7  <SEP> C <SEP> pro <SEP> Minute
<tb>  350-550  <SEP> C <SEP> Zunahme <SEP> 5  <SEP> C <SEP>   <SEP>  
<tb>  550-850  <SEP> C <SEP> etwa <SEP> 3  <SEP> C <SEP> pro <SEP> Minute <SEP> (Maximum
<tb>  des <SEP> mit <SEP> dein. <SEP> Ofen <SEP> Erreichbaren,
<tb>  da <SEP> die <SEP> Geschwindigkeit <SEP> nicht
<tb>  mehr <SEP> kritisch <SEP> war).       Das erhaltene     Produkt    war hart, fest     und     von beträchtlichem     Reflexionsvermögen.     



  Im vorstehenden war hauptsächlich von  harten     Produkten    die Rede, doch kann die       Erfindung    auch für die Erzeugung von Ma  terialien     verwendet    werden, die nicht beson  ders hart     sind,    wie z. B.     solche,    die sich für           Kommutrator-    und ähnliche Bürsten (Strom  abnehmer) eignen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung eines festen geformten Produktes aus bituminöser Kohle ohne Anwendung von Bindemitteln, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Kohle mit guten agglutinierenden Eigenschaften und eine kleine Menge eines festen, das Aufblähen der Kohle beim Erhitzen verhindernden Mittels, das bei der Brenntemperatur nicht schmilzt und keine chemische Einwirkung ausübt,
    in fein zerkleinertem Zustand innig miteinander vermischt, die Mischung in die Form des ge wünschten Endproduktes überführt und den Formling unter nichtbxydierenden Bedingun gen bei Temperaturen oberhalb 550 C brennt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanzpruch I, da durch gekennzeichnet, dass man bei einer Tem peratur über 700 C brennt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil des Brennvorganges unter solchen Be- dingungen erfolgt, dass die sich aus der bitu minösen Kohle entwickelnden gasförmigen Kohlenwasserstoffs in den Zwischenräumen zwischen den festen Teilchen zersetzt werden, so dass sieh dort mikroskopische Kohleteilchen ablagern. 3.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass das Brennen in einer nichtoxydierenden Atmosphäre erfolgt, welche in den Formling hineindiffundiert und sich dort zersetzt. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die nichtoxydie rende Atmosphäre einen ungesättigten Koh lenwasserstoff enthält. 5.
    Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass der ungesättigte Kohlenwasserstoff Äthylen ist. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als das Auf blähen der bituminösen Kohle beim Erhitzen verhinderndes Mittel ein höchstens schwach kokendes kohlenstoffhaltiges Material ver wendet. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das das Aufblähen der bituminösen Kohle verhindernde Material Pechkolns ist. B. Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass -das nicht kokende kohlenstoffhaltige Material nicht kokende Kohle ist. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als das Auf blähen der bituminäsen Kohle beim Erhitzen verhinderndes Mittel ein anorganisches, koh- lenstofffreies, pulveriges Material verwendet. 10. Verfahren nach Unteranspruch 9, da- durch gekennzeichnet, dass man Kieselerde verwendet. 11. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch ;gekennzeichnet, dass man Silikate ver wendet. 12.
    Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, da.ss man Magnesia ver wendet. 13. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet,, dass man Tonerde ver wendet. 14. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass man Metalle ver wendet. 15. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass man Metallsalze verwendet. 16. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass man Metalloxyde verwendet.
    17. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass man Silizium ver wendet. 18. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass man Ton verwen det. 19. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass man Bentonit ver-, wendet. 20. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, -dass man Kugelton ver wenden.
    21: Verfahren nach Patentanspruch I, da- durch gekennzeichnet, dass die bituminöse Kohle so fein vermahlen ist, dass mindestens 95 Gew. % durch ein Sieb mit 6240 Maschen/ cm@ hindurchgehen. 22. Verfahren nach Unteranspruch 21, da durch gekennzeichnet, dass die bituminöse Kohle so fein vermahlen ist, dass mindestens <B>60%</B> der Teilchen kleiner sind als 10 Mikron. 23.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Vermischen der bituminösen Kohle mit dem das Aufblähen verhindernden Mittel in einer Mischmühle derart erfolgt, dass Agglomerate zerrissen werden und ein gleichmässiger Kontakt der Pulverpartikel gesichert ist. 24. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Verformung in einer Farmpresse bei Drücken zwischen 78 kg/cm@ und 1574 kg/cm@ erfolgt. 25.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Verformung durch Strangpressen erfolgt. 26. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Verformung durch Einpressen der Mischung in eine Form erfoggt. 27.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man unter solchen Bedingungen arbeitet, dass das fertige Pro dukt mindestens 30 % einer Komponente ent- hält, die sich durch glänzend graues Aussehen und muscheligen Bruch auszeichnet. 28. Verfahren nach Unteranspruch 27, da durch gekennzeichnet, dass man unter solchen Bedingungen arbeitet, dass das fertige Pro dukt 40 bis <B>60%</B> der glänzend grauen Kom ponente mit muscheligem Bruch enthält.
    29. Verfahren nach Unteranspruch 27, da durch gekennzeichnet, dass vor dem Erhitzen auf Temperaturen über 550 C ein Brennen des Formlings zwischen 300 und 400 C vor genommen wird und hierbei die Temperatur zunahme so rasch erfolgt, als bei gleichzeitiger Vermeidung des Aufblähens möglich ist.
    30. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man den gebrann ten Formkörper elektroplattiert. 31. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man den gebrann ten Formkörper mit einer keramischen Glasur versieht.
    PATENTANSPRUCH II: Nach dem Verfahren gemäss Patent- anspruch I hergestelltes geformtes Produkt, dadurch gekennzeichnet, dass es gegen kochen des Toluol und Anilin beständig ist, eine Reissfestigkeit von über 210 kg/cm2 und ein Bruchmodil7. von über 350 kg/cm2, eine Porosi- tät, bestimmt mittels Methylalkohol,
    von nicht über 15 % aufweist und in nichtoxydierender Atmosphäre von Temperaturen bis zu<B>2600'C</B> nicht angegriffen wird und gute elektrische Leitfähigkeit aufweist.
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