CH265486A - Vorrichtung zur Durchführung von Hilfsbewegungen an Webmaschinen. - Google Patents

Vorrichtung zur Durchführung von Hilfsbewegungen an Webmaschinen.

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CH265486A
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Inventor
Aktiengesellschaft Gebr Sulzer
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Sulzer Ag
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D51/00Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
    • D03D51/02General arrangements of driving mechanism

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description


  Vorrichtung zur Durchführung von Hilfsbewegungen an Webmaschinen.    Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung  zur Durchführung von Hilfsbewegungen an  Webmaschinen bei der Behebung von Störun  gen.  



  Wenn beim Weben ein Webfehler auftritt,  wird bekanntermassen der Webbetrieb selbst  tätig auf irgendeine bekannte Art unter  brochen, und dann werden die verschiedenen  Teile der Maschine von dem Bedienungs  personal in eine für die Behebung der Web  fehler geeignete Stellung gebracht. Nach der  Behebung des Fehlers, z. B. nach dem Weg  nehmen eines zerrissenen Schussfadens oder  dem Knüpfen eines zerrissenen Kettfadens,  werden die verschiedenen Teile der Web  maschine wieder in eine Stellung gebracht,  aus welcher der Webbetrieb störungsfrei fort  gesetzt werden kann. Bei grösseren     Web-          mnaschinen    kann für solche Hilfsbewegungen  zur Behebung von Störungen die Antriebs  vorrichtung der Webmaschine benutzt wer  den.

   Dies bedingt einerseits, dass bei auftre  tenden Webfehlern der normale Gang des  Webstuhls unterbrochen wird, anderseits, dass  ein Hilfsantrieb eingekuppelt wird, der für  die Durchführung der Hilfsbewegungen an  der Webmaschine dient und zweckmässig von  der gleichen Antriebsvorrichtung aus ange  trieben wird und dass dann, sofern notwen  dig, die verschiedenen Teile der Webmasehine  wieder in eine für die Fortsetzung des nor  malen Webbetriebes geeignete Ausgangslage  gebracht werden. Die hiefür erforderlichen  Kupplungen und Steuerorgane beanspruchen    meist einen bedeutenden Platz und weisen  einen äusserst verwickelten Aufbau auf, so  dass die Übersicht über die Maschine er  schwert und ihre Pflege sowie die Bedienung  umständlich ist, was oft zu Störungen im  Webbetrieb Anlass gibt.  



  Diese Nachteile sollen     dadurch        vermieden     werden, dass gemäss der Erfindung minde  stens ein Paar     Kupplungen    vorgesehen ist,  von denen eine dem     Webbetrieb    und eine  andere zum Durchführen einer Hilfsbewe  gung dient, wobei ein Kupplungsteil der  ersten Kupplung mit einem Kupplungsteil  der zweiten Kupplung durch ein Schalt  gestänge verbunden ist und ferner der erst  erwähnte Kupplungsteil in entkuppelter Stel  lung jeweils durch ein Sperrorgan in einer  Lage gehalten wird, in der er zum Abstüt  zen beim Einkuppeln des zweiten     Kupplung"-          teils    mit. Hilfe des Gestänges dient.  



  Bei Störungen im Webbetrieb, wie z. B.  beim Bruch eines Schuss- oder     Kettfadens,     wird zweckmässig auf bekannte Weise der  Webvorgang selbsttätig und innert kürzester  Zeit stillgesetzt.  



  Auf der     Zeichnung    ist eine     beispielsweise     Ausführungsform des Erfindungsgegenstan  des rein schematisch dargestellt, und     zwar     zeigt:       Fig.1    die Seitenansicht. einer     Webmasehine     von deren     Gestellwandseite    mit den Schalt  vorrichtungen her,       Fig.    2 die Ansicht der Maschine von der  Warenseite her in kleinerem Massstab,      Fig. 3 eine Schaltvorrichtung mit einem  nicht automatisch arbeitenden Kupplungs  paar in der     Stellung    während des normalen  Webbetriebes,  Fig.

   4 dieselbe Schaltvorrichtung, nach  dem     ein    Schaltorgan von Hand in einer Rich  tung bewegt worden ist, bei unterbrochenem  Webbetrieb, wenn ein fehlerhaft eingetra  gener Schussfaden ausgewechselt wird;  Fig. 5 zeigt die Schaltvorrichtung nach  einer zweiten Bewegung des Schaltorganes in  der entgegengesetzten Richtung bei unter  brochenem Webbetrieb;  Fig. 6 stellt als Ausführungsvariante eine  gleiche Schaltvorrichtung wie Fig. 3 dar,  jedoch für selbsttätige Betätigung;  Fig. 7 zeigt die durch ein     überwachungs-          organ    selbsttätig betätigte     Schaltvorrichtung     nach     Verstellung    eines Schaltorganes in einer  Richtung bei unterbrochenem Webbetrieb;

    Fig. 8 zeigt die gleiche Vorrichtung nach  der zweiten Bewegung des Schaltorganes in  der entgegengesetzten Richtung und bei unter  brochenem Webbetrieb;  Fig. 9 stellt eine Schaltvorrichtung mit  einem Paar     Kupplungen    dar, die     dazu    dient,  die Schäfte selbsttätig in die Stellung für  geschlossenes Fach zu bringen und nachher  teilweise selbsttätig die Offenfachstellung der  Schäfte zu erzielen;

    Fig. 10 zeigt die Vorrichtung nach Fig. 9  nach Erreichung der geschlossenen Fachstel  lung der Schäfte bei     unterbrochenem        Web-          betrieb;     Fig. 11 veranschaulicht die Vorrichtung  nach Fig. 9, nach einer zweiten Betätigung  eines Schaltorganes in der entgegengesetzten  Richtung, um die Offenfachstellung der  Schäfte bei     unterbrochenem    Webbetrieb zu  erzielen.  



  Gemäss Fig. 1 und 2 hat die Webmaschine  zwei Ständer l und 2. An dem Ständer 1 ist  ein Elektromotor 3 und ein Vorgelege mit den  Keilriemen 4 und den beiden Reibscheiben 5  einer Reibumgskupplung, die gleichzeitig als  Schwungräder dienen, angeordnet. Die beiden  Reibscheiben 5 drehen sich frei auf der  Hauptwelle 6. Zwischen den beiden Reib-    scheiben 5 ist der fest mit der Hauptwelle ver  bundene Reibkranz 7 angeordnet. Ferner  sitzt auf der Hauptwelle 6 die Bremsscheibe  einer Bandbremse 8, die die Hauptwelle 6  nach Auskuppeln der Reibungskupplung 5, 7  rasch zum Stillstand bringt. Die Hauptwelle  6 treibt das Triebwerk des Schützens, das in  den Gehäusen 9 und 9a auf der Innenseite  der beiden Ständer 1 und 2 untergebracht ist.

    Von dem im Gehäuse 9a untergebrachten  Schützentriebwerk wird über das Winkelrad  getriebe 10 die quer zur Hauptwelle 6 ange  ordnete Welle 11 angetrieben.  



  Teile der Maschine, die bei der Behebung  einer Störung zu bewegen sind, sind z. B. der  Kettbaum 30 mit den Kettfäden 31 und der  Gewebebahn 37, der Warenbaum 39, das Riet  35, die Schäfte 34 und das Schafttrieb  werk 22.  



  Die Klauenmuffe 12 bildet den einen Teil  einer Klauenkupplung und ist drehfest, aber  axial verschiebbar auf der Welle 11 befestigt;  sie wird mittels der Feder 15 (Fug. 1) nach  rechts gedrückt. Der zweite Kupplungsteil ist  der Klauen ring 13, der mit dem Kettenrad  14 verbunden ist, wobei Ring und Rad auf  der Welle 11 frei drehbar, jedoch in axialer  Richtung nicht verschiebbar sind. Die     Klauen-          k,tpplung    12, 13, die während des normalen  Webbetriebes wirksam ist, ist mit einem.

    Sperrorgan, der Klinke 16, ausgerüstet, welche  in entkuppelter Stellung der Kupplung 12,  <B>1.3</B>     zwischen    die     Klauenmuffe    12 und den       Klauenring    13 einschwenkt und während  eines     bestimmten    Drehwinkels, beispielsweise  360 , der treibenden Muffe 12 das     Einrük-          ken.    derselben und somit die Mitnahme des  getriebenen Kupplungsteils 13     mit    dem Ket  tenrad 14 vorübergehend sperrt.

   Wenn die  beiden entkuppelten Kupplungsteile 12 und  13 sich jeweils um diesen     Winkel    relativ zu  einander verdreht haben, so wird die Sperr  klinke 16 selbsttätig ausgerückt und die Kupp  lung 12, 13     unter    dem Druck der Feder 15       wieder    eingekuppelt.  



  Das Kettenrad 15 ist     iriittels    der Ketten  19 mit den Kettenrädern 17 und 18 verbun  den. Das Kettenrad 17 ist auf der Hilfswelle      20 aufgekeilt, die in den an der Aussenseite  des Ständers 2 angebrachten Lagern 21 ge  lagert ist. Das Kettenrad 18 treibt das am  Ständer 2 befestigte Sehafttriebwerk 22 an,  das in an sich bekannter, nicht dargestellter  Weise die Bewegungen der Schäfte 34 be  wirkt.  



  Vom Kettbaum 30 sind die Kettfäden 31  einzeln über den Spannbaum 32, durch die  Kettfadenwächter 33 die beim Auftreten  eines Kettfadenbruches in Tätigkeit treten,  die Litzen der Schäfte 34 und das Riet 35  bis zum Ende des Faches geführt. Nach er  folgter Eintragung des Schussfadens und  nachdem das Riet 35 den Schussfaden 36 an  geschlagen hat, läuft die aus Kette und Schuss  erzeugte Gewebebahn 37 über den Umlenk  baum 38 zum Warenbaum 39, auf den sie auf  gerollt wird.  



  Die Schaltung des Kettbaumes 30 erfolgt  von der Hilfswelle 20 aus über das Kegel  radgetriebe 23, 24. Das Kegelrad 23 ist mit  dem Reibrad 25 verbunden, das mit der auf  der Welle 27     aufgekeilten    axial verstellbaren  Reibscheibe 26 zusammenarbeitet. Die Welle  27 treibt den Kettbaum 30 mittels der  Schnecke 29 und dem Schneckenrad 28.  



  Der Spannbaum 32 ist beidseitig in Wip  pen 43 gelagert, die schwenkbar an an den  Ständern 1 und 2 befestigten Supports 44 an  geordnet sind. Das untere Ende der Wippen  43 ist durch einen gemeinsamen Lenker 42  und den Winkelhebel 41 mit der Muffe 40  der Reibscheibe 26 verbunden. Die Wippen 43  sind zum Spannen der Kettfäden mittels der  Zugfedern 45 belastet. Die Stellung der den  Antrieb des Kettbaunmes 30 regelnden Reib  scheibe 26 regelt sich selbsttätig in Abhängig  keit von der Stellung des Spannbaumes 32.  Am rechten Ende (Fug. 1.) der Hilfswelle 20  ist eine Schnecke 46 aufgekeilt, die über das  Schneckenrad 47 und ein in Fig. 1 und 2  angedeutetes Zahnradgetriebe den Waren  baum 39 antreibt.  



  Der Schussfadenwächter 48 lehnt sich wäh  rend des Schussfadeneintrages ins Fach  federnd an den gespannten Sehussfaden 36 an.  Der Wächter 48 kann über die elektrisclhe    Leitung 58 auf die zentrale Wächterwelle 59  wirken. Wenn der Wächter 48 beim Fehlen  eines Schussfadens 36 oder beim Bruch des  selben nach rechts (Fug. 1) ausschwingt,  wird die zentrale Wächterwelle 59 gedreht.  



  Die Wächterwelle 59 wirkt über ein an  sich bekanntes, in Fig. 2 angedeutetes Über  tragungsgestänge 60, welches mechanischer,  hydraulischer oder elektrischer Art sein kann,  auf die Reibscheiben 5 in der Weise ein, dass  die Drehung der Welle 59 um einen bestimm  ten Winkel das Entkuppeln der Kupplung 5,  7 und das Anziehen der Bremase 8 und somit  das Stillegen der Hauptwelle 6 bzw. des Welt  betriebes zur Folge hat.    Das Kegelrad 49, welches mit den Kupp  lungsteilen 54, 55 verbunden ist und frei     aui'     der Hilfswelle 20 drehen kann, wird von der  Welle 53 über das     Kegelradgetriebe    52 und die  Welle 50 mittels des Kegelrades 51 angetrieben.

    Die Welle 53 wird über das     Untersetzungsge-          triebe    3a vom Motor 3 so angetrieben, dass das  Kegelrad 49 im Sinne des punktierten Pfeils  (Fug. 1) entgegengesetzt der     Drehriehtun,,     der Hilfswelle 20 während des Webbetriebes  umläuft. Die Kupplungsteile 54 und 55 des  Kegelrades 49 bilden die     Gegenkupplungsteile     zu den verschiebbar angeordneten Kla.uen  muffen 56 und 57. Bei stillgelegtem     Web-          betrieb    infolge ausgerückter Kupplung 5, 7  kann die Hilfswelle 20 zur Durchführung von  Hilfsbewegungen bei der Behebung von Stö  rungen durch den Hilfsantrieb 49 bis 53 an  getrieben werden.  



  Die     Klauenmuffe    56 kann auf der Keil  hohlwelle 61 bis zum Bund 62 verschoben  werden. Diese Welle 61 ist, wie     Fig.    9 bis       11.    zeigen, frei drehbar auf der Hilfswelle 20  zwischen dem Kegelrad 49 und dem am  Ständer 2 befestigten Kupplungsteil 69 ge  lagert. Links vom Bund 62 ist die Hülse 65  mit dem Kettenrad 64 auf der Hohlwelle 61  befestigt. Wenn die     Kupplung    54, 56 ein  gerückt ist, treibt das Kettenrad 64 über die  Kette 66 das Kettenrad 67 an, wobei die  Schäfte 34 mittels des Schafttriebwerkes 22       aus    irgendeiner Betriebsstellung in die dem      Geschlossenfach entsprechende Stellung bzw.  aus letzterer in eine für die Fortsetzung des  Betriebes erforderliche Offenfachlage verstellt  werden.

    



  Auf dem linken Ende (Fug. 1 und 9) der  Hohlwelle 61 ist die Klauenmuffe 68 axial  verschiebbar angeordnet und dreht sieh mit  der Welle 61. Zwischen der Muffe 68 und  der Hiülse 65 ist. eine Druckfeder 71 vorge  sehen. Der Kupplungsteil 69 ist fest, also  nicht drehbar am Ständer 2 angeordnet und  mit einer Sperrklinke 70 versehen, die jeweils  zwischen die Klauen des Kupplungsteils 69  und die ausgerückte Kupplungsmnuffe 68 ein  fällt. Nach einer bestimmten relativen Dre  hung der beiden Teile gegeneinander wird die  Klinke 70 selbsttätig ausgeschwenkt, so dass  durch den Druck der Feder 71 die Kupp  lung 68, 69 selbsttätig einrückt.

   Die Kupp  lungsteile 56 und 68 sind mit Nuten versehen,  in die Schaltringe 72 bzw. 73 eingreifen, die  unter sich durch ein Schaltgestänge verbun  den     sind,    welches aus den mittels eines Gelen  kes 74 miteinander     gekuppelten    Schalthebeln  75, 76 besteht. An den Schalthebel 76 ist die  Stange 77 angelenkt, die mit dem Schaltorgan  78, einer Pedale, verbunden ist. Das Schalt  organ 78 ist im Lager 79 gelagert, und sein  freies Ende wird mittels der Zugfeder 80  nach oben gezogen.  



  Die Schaltgabel 81 greift in eine Nute der  Klauenmuffe 12 ein und ist am zweiarmigen  Schalthebel 82 angeordnet, der im festen       Drehpunkt    83 gelagert und mittels des Ge  lenkes 84 mit dem Hebel 85 verbunden ist  (Fug. 1 und 3). Die Wächterstange 86 ist       zwischen    dem Drehpunkt 83 und dem Gelenk  84 am Schalthebel 82 angelenkt und berührt  den Winkelhebel 87 auf der Wächterwelle 59.  Dadurch wird, solange die Kupplung 12, 13  nicht völlig eingerückt ist, die NW äclhterwelle  59 in ihrer     Sperrstellung    gehalten, so dass die  Kupplung 5, 7 nicht eingekuppelt und die  Bremse 8 (Fug. 2) nicht gelöst werden kann.

    Indem daher der Motor 3 nur bei vollständig  eingerückter Kupplung 12, 13 die Welle 20  und das Schafttriebwerk 22 für den     Web-          betrieb    antreiben kann, sind Fehlschaltungen    des     Bedienungspersonals    durch diese selbst  tätige Überwachungsvorrichtung vermieden.  



  Am untern Ende des Schalthebels 85 ist  die Steuerstange 88 befestigt, die im Sup  port 89 gelagert ist und deren Bewegung nach  rechts durch den Anschlag 90 begrenzt ist.  Die Stange 88 trägt eine Schaltgabel 91, die  in die Klauenmuffe 57 eingreift. Durch cdas  Gelenk 133 am Schalthebel 85 ist ein Schalt  organ, die Schaltstange 92, befestigt, die mit  tels der Gabel 93 und der Welle 94 vom  Schaltorgan 95 betätigt werden kann. Die  an der Schaltstange 92 befestigte Zugfeder  115 wird jeweils beim Ausrücken der Kupp  lung 12, 13 gespannt.  



  Am Schaltring 73 auf der Klauenmuffe 68  ist die Wächterstange 97 angeordnet, die  ebenfalls den Winkelhebel 8 7 der Wächter  welle 59 berührt und letztere so lange in  einer Sperrstellung festhält, in welcher das       Einkuppeln    der Kupplung 5, 7 unmöglich ist,  als die Kupplung 68, 69 nicht vollständig ein  gerückt ist, durch welches Einrücken jeweils  die Hohlwelle 61 und das Kettenrad 67 still  gesetzt werden.    Mit der Wächterstange 9 7 ist der Kontakt  98 fest verbunden, der mit demn festen Gegen  kontakt 99 und den Kontakten der Kettfaden  wächter 33 in den Stromkreis 100 mit. dem  elektrischen Relais 101 eingeschaltet ist. Der  Kern 102 des Relais 101 ist über das Ge  stänge 103 bis 106 mit dein an dem Schalt  organ 77 gelenkig angeordneten Kippriegel  107 verbunden.

   Die an der Stange     10-1    be  festigte Zugfeder 108 wirkt dem     Zug    des  Relais 101 entgegen. Bei geschlossenen     @Kon-          takten    uni Stromkreis 100 wird der Kern 302  des Relais<B>101</B> angezogen und der Kipp  riegel<B>1.07</B> nach rechts (Fug. 1 und 9 bis 11.  in seine Arbeitsstellung bewegt, so dass er  durch den Schwinghebel 109, der vom Ex  zentergetriebe 110 in     schwingender    Bewegung  gehalten ist,     betätigt    werden kann. Das Ex  zentergetriebe<B>110</B> auf der Welle<B>111</B> wird von  der Welle 53 angetrieben.

   Der Kern 102 ist  mit einem Pilz 112 versehen, unter den der       zweiarmige    Hebel 113 greift, dessen linker      Arm mittels der Stange 114 mit dem Winkel  hebel 87 der     Wächterwelle    59 verbunden ist.  



  Für das Rückschalten des Faches, z. B.       zum    Auswechseln eines fehlerhaft eingetra  genen Schussfadens, sind die Sehaltstellungen  nach den Fig. 3 bis 5 erforderlich. Während  des normalen Webbetriebes ist die Hilfswelle  20 mittels der eingerückten Kupplung 12, 13  und der Welle 11 mit demn Schützentriebwerk  im Gehäuse 9a gekuppelt. Die Kopplung 5,  7, die von der zentralen Wächterwelle 59 ge  steuert wird, ist eingeschaltet, so dass die  Hauptwelle 6 vom Motor 3 angetrieben wird.  Reisst nun der Schussfaden 36, so schwingt.  der Schussfadenwächter 48 aus der Lage nach  Fig. 3 in die in Fig. 4 gezeigte rechte     End-          lage    aus und dreht über den Stromkreis 58  und das Relais 150 die Wäehterwelle 59 um  einen bestimmten Drehwinkel.

   Dadurch wird  das Gestänge 60     zum    Lösen der Kupplung 5  und 7 und zum Anziehen der Bremse 8 be  tätigt, so dass der Webbetrieb unterbrochen  wird. Die Hilfsbewegung für das Rückschal  ten der Schäfte 34 erfolgt bei der Vorrich  tung nach Fig. 1 und 3 bis 5 nicht selbst  tätig, sondern wird durch das Bedienungs  personal eingeleitet.  



  Zu diesem Zweck wird der Handgriff 95  aus der Stellung in Fig. 3 in die Stellung in  Fig. 4 gedreht. Die Sehaltstange 92 verschiebt  sich dadurch nach rechts, und die Zugfeder  115 wird gespannt. Durch diese Verschiebung  nehmen die Hebel 8i und 82 die geknickte  Lage nach Fig. 4 ein, und der Hebel 85  schwingt dabei unm das Gelenk 135, weil der  Anschlag 90 am Support 89 anliegt. Der  Schalthebel 82 dreht sieh um den festen Dreh  punkt 83, wodurch die Klauenmuffe 12 ent  gegen dem Druck der Feder 7 5 nach links  verschoben und vom Klauenring 13 ausge  kuppelt wird. Dabei fällt die Sperrklinke 16  zwischen die beiden Kupplungsteile 12, 13 ein  und verhindert deren Wiedereinrücken.

   Bei  der Drehung des Schalthebels 82 verschiebt  sich gleichzeitig die Wächterstange 86 nach  rechts, so dass der Hebel 87 und die Wächter  welle 59 in der     Sperrstellung    gehalten wer  den. Wird nun der Handhebel 95 losgelassen,    so schwingt er unter der Wirkung der Feder  115 auf die Stange 92 in seine Ausgangs  stellung nach Fig. 3 zurück, wobei die Stange  92 nach links verschoben wird. Der     Schalt-          lhebel    85 dreht sich nun infolge der im     ent-          kuppelten    Zustand verriegelten Kupplungs  muffe 12 - auf welche sich der Hebel 82'  abstützt - um das Gelenk 84 in die in Fig. 5  gezeigte Stellung.

   Infolgedessen verschiebt  sich die am Hebel 85     angelenkte    Steuerstange  88 nach links und rückt mittels der Gabel 91  die Klauenmuffe 57 in den am Kegelrad 49  befestigten Kupplungsteil 55 ein, so dass die  Muffe 57 sich nun im Sinne des punktierten  Pfeils (Fig. 1) dreht.  



  Die Hilfswelle 20 und das auf ihr be  festigte Kettenrad 17 drehen sich nun in  folgedessen im Sinne des punktierten Pfeils  entgegen der Drehrichtung während des     Web-          betriebes,    die durch den ausgezogenen Pfeil  dargestellt ist. Durch die eine Kette 19 und  das Kettenrad 18 wird das Schafttriebwerk 22  ebenfalls     zurüekgedreht.    Die zweite Kette 19  dreht ebenfalls das auf der Welle 11 frei  drehbare Kettenrad     1.4    mit dem     Klauenring     13.

   Wenn letzterer sich relativ zu der still  stehenden Muffe 12 um einen für die Rück  schaltung eines Schusses erforderlichen Win  kel, beispielsweise 360 , zurückgedreht hat,  wird die Sperrklinke 16 selbsttätig nach aussen  geschwenkt. und die Kupplungsmuffe 12 durch  den Druck der Feder<B>17</B> nach rechts ver  schoben.

   Die Kupplung 12, 13, die während  des     Webbetriebes    wirksam ist, wird infolge  dessen wieder eingekuppelt, wobei gleichzeitig  die Kupplung 55, 57, die zum Durchführen  der Hilfsbewegung wirksam war, ausgerückt  wird; denn durch die Bewegung der Kupp  lungsmuffe 12 dreht sieh mittels der Schalt  gabel 81 der Hebel 82 um den     Drehpunkt    83  in die Lage in     Fig.    3     zurüek.        CTleichzeitig     schwenkt der     Schalthebel    85 um das Gelenk  133 an der     Schaltstange    92,

   so dass die Stange  88 bis zum Anliegen des Anschlages 90 nach  rechts verschoben wird und die Schaltgabel       91_    die     Klauenmuffe    57 aus dem sieh drehen  den Kupplungsteil 55- herauszieht. Dadurch  sind die Teile der Maschine, die bei der Be-      hebung der Störung in umgekehrter Richtung  als im Webbetrieb zu bewegen sind, von demn  Hilfsantrieb 49 bis 53     losgekuppelt        und    wie  der mit der noch stillstehenden Welle 11 ge  kuppelt, die nun durch Betätigung des Hand  griffes 63 (Fug. 1 und 2) wieder in Betrieb  gesetzt werden kann. Bei der Betätigung des  Handgriffes 63 wird die Kupplung 5, 7 ein  gerückt     und    die Bremse 8 gelöst, so dass die  Hauptwelle 6 wieder vom Motor 3 angetrie  ben wird.  



  Das Rückschalten des Faches bei fehler  haft eingetragenem oder gerissenem     Schuss-          faden    36 erfolgt bei der Vorrichtung nach  Fig. 6 bis 8 selbsttätig, also ohne Hilfe des  Bedienungspersonals. Der Handgriff 95 muss  also zur Durchführung der oben beschrie  benen Hilfsbewegungen nicht bedient werden.  Der Schussfadenwächter 48 ist zu diesem  Zwecke nicht nur mechanisch über das Ge  stänge     58a    mit der zentralen Wächterwelle  59 verbunden, sondern     ausserdem        über    einen  elektrischen Schalter 116 im Stromkreis 117.  



  In diesem Stromkreis 117 ist ein zweiter  elektrischer Schalter vorhanden mit einem  ortsfesten Kontakt 118 und einem beweglichen  Kontakt 119, der unbeweglich auf der ver  schiebbaren Wächterstange 86 befestigt ist.  Der Stromkreis 117 speist das elektromagne  tische Relais 120, dessen Kern 121 am zwei  armigen Hebel 122 angelenkt ist. Der Kern  121 trägt am obern Ende einen Pilzkopf 123,  gegen den der     zweiarmige    Hebel 124 anliegt,  welcher über die Stange 125 mit dem Win  kelhebel 87 auf der zentralen Wächterwelle 59  verbunden ist.  



  Der Hebel 122 ist mittels der Stange 126  mit dem Kippriegel 127 verbunden, der  schwenkbar an der Schaltstange 92 befestigt  ist und von der Zugfeder 128 in die Ruhe  stellung gezogen wird. In der Arbeitsstel  lung arbeitet der Kippriegel 127 mit dem  Schwinghebel 129 zusammen, der am das orts  feste Gelenk 130 drehbar ist. Der Schwing  hebel 129 wird vom Exzentergetriebe 110  ständig angetrieben, indem der Schenkel 131  des um den festen Drehpunkt 134 sich dre-    henden Schwinghebels 109 unter Zwischen  schaltung des Lenkers 132 die Schwinge 129  in oszillierende Bewegungen versetzt.  



  Während des normalen Webbetriebes ist  der Schalter 116 (Fug. 6) geöffnet und der  Schalter 118, 119 geschlossen. Somit ist der  Stromkreis 117 unterbrochen und das elektro  magnetische Relais 120 stromlos. Durch den  Zug der Feder 128 wird der Kippriegel 127  in der Ruhelage gehalten, in welcher er ausser  Bereich der Schaltschwinge 129 liegt. Der  Kern 121 steht in der obern Endlage.  



  Dreht sich nun z. B. infolge des Reissens  eines Schussfadens 36 der Schussfadenwächter  48 nach rechts, so wird über das Gestänge  58a nicht nur die     -#Väehterwelle    59 in die  Sperrstellung gedreht und dadurch die Kupp  lung 5, 7 ausgerückt und die Bremse 8 an  gezogen, sondern der Schalter 116 schliesst  den Stromkreis 117; dadurch spricht das  elektromagnetische Relais 120 an, und der  Kern 121 wird nach unten gezogen. Der Hebel  1.24 ist bereits infolge der Drehung der Wäch  terwelle 59 in seine Endlage nach     Fig.    7  geschwenkt worden.  



  Der nach unten gehende Kern 121 dreht  den Kippriegel 127 entgegen der Wirkung  der Zugfeder 128, so dass sein linkes Ende in  die Bewegungsbahn der Schaltschwinge 129  eingeschwenkt wird. Infolgedessen wird der  Kippriegel 127 und mit ihm die Schaltstange  92 nach rechts verschoben. Dadurch wird das  Schaltgestänge 82, 85 in die in     Fig.    7 dar  gestellte     Stellung    gebracht, die mit der Stel  lung in     Fig.    4 übereinstimmt.  



  Die Wächterstange 86 hat sich dabei nach  rechts verschoben und durch Mitnahme des  Kontaktes<B>119</B> den Schalter 118,<B>119</B> geöffnet       und    den Stromkreis 117 wieder unterbrochen.  Die Feder 128 zieht den Kippriegel 1.27 aus  der Bahn der Schaltschwinge 129 heraus, so  dass nunmehr die Schaltstange 92 durch die  Feder 115 nach links verschoben wird. Weil  die Kupplung 12, 13 wegen der eingeschwenk  ten     Sperrklinke    16 nicht eingerückt werden  kann, dreht sich der Hebel 85 um das Ge  lenk 84 und zieht die Steuerstange 88 nach  links, wodurch die     Klauenmuffe    57 in den      Kupplungsteil 55 des sieh drehenden Kegel  rades 49 einrückt.  



  Die Rückschaltung des Faches um einen  Schuss, die erneute Kupplung der Hilfswelle  20 mit der Welle 11 und das Entkuppeln der  Hilfswelle     vom    Hilfsantrieb 53 erfolgt in  gleicher Weise wie an Hand der Fig. 3 bis 5  beschrieben.  



  In den Fig. 9 bis 11 sind verschiedene  Schaltstellungen der Schaltvorriehtung ge  zeigt, mittels welcher die Schäfte 3a bei unter  brochenem Webbetrieb ans der Offenfaeh- in  die Geschlossenfaehlage und ans dieser wieder  in die Offenfaehlage gebracht werden können,  wie dies beispielsweise beim Einziehen eine  gebrochenen Kettfadens 31 notwendig ist.  



  In der in Fig. 9 gezeigten Betriebsstel  lung ist der Stromkreis 100 unterbrochen, weil  die als Kontaktbrücken wirkenden     Kettfaden-          wäclhter    33 sieh auf die Kettfäden 31 abstüt  zen und demzufolge von den elektrischen  Kontaktstellen abgehoben sind. Reisst nun  einer der Kettfäden 31, so fällt der betref  fende Kettfadenwäehter 33 auf die zugeord  nete elektrische Kontaktstelle und schliesst  den Stromkreis 100, so dass das elektromagne  tische Relais 101 anspricht und den Kern 102  anzieht.  



  Dadurch wird der Hebel 113 und der über  die Verbindungsstange 114 mit demselben ver  bundene Winkelhebel 87 in die Stellung ge  mäss Fig. 10 gebracht und setzt die zentrale  W äehterwelle 59 in Bewegung, welche über  das Steuerbewegungsübertragungsgestänge 60  (Feg. 2) die Kupplung 5, 7 ausrückt und  die Bremse 8 betätigt, so dass die Hauptwelle  6, das heisst der Webbetrieb, zum Stillstand  gelangt. Der an den abwärtsversehobenen Re  laiskern 102 angelenkte zweiarmige Hebel 103  ist in die Stellung gemäss Fig. 10 geschwenkt  worden und hat über das Gestänge 104, 105,  106 den Kipphebel 707 in die Arbeitsstellung  gerückt, wobei die an der Stange 104 an  greifende Zugfeder 108 gespannt worden ist.  



  Der Kipphebel 107 ist in die Bewegungs  bahn des Schwinghebels 109 gelangt, welcher  mittels der Exzenterwelle 111 über das Ex  zentergetriebe 110 oszillierende Bewegungen    ausführt. Der Sellwinghebel 109 drückt in  seinem Aufwärtsgang den Kipphebel 107 und  das mit diesem verbundene Schaltorgan<B>77</B>  nach aufwärts, so dass eine Kniekung des  Sehaltge stänges 75, 76 in der Gelenkstelle 74  stattfindet. Der am Schaltring 72 angelenkte  Hebel 76 stützt sieh über die Klauenmuffe 56  am Wellenbund 62 ab, wodurch über den  Hebel 75 der Schaltring 73 und damit die  Klauenmnuffe 68 nach rechts gezogen wird, so  dass letztere aus dem festsitzenden Kupplungs  teil 69 ausrückt.  



  Der Sperriegel 70 schwenkt zwischen die  Klauenmuffe 68 und die Klauen des Teils 69  ein und verhindert deren Kupplung. Durch  die Ausrückung der Klauenmuffe 68 ist die  Feder 71 zusammengedrückt worden. Die am  Schaltring 73 befestigte Schaltgabel 96 hat  die Wächterstange 97 nach rechts verschoben,  so dass dieselbe am Winkelhebel 87 anstösst.  Der Sehalter 98, 99 hat sieh geöffnet, wo  durch der Stromkreis 100 unterbrochen wird.  



  Die Zugwirkung im Relais 101 hört damit  auf, so dass der Kipphebel 107 zufolge der  Zugwirkung der Feder l08 aus der Bewe  gungsbahn des Schwinghebels 109 ausrückt.  Die Feder 80 am Bedienungsorgan 78 zieht  dasselbe in die obere Endlage, wodurch die  Schaltstange 77 die Hebel 75, 76 in die  Strecklage naclh abwärts zieht. Da die     Klauen-          mnuffe    68 infolge der Verriegelung durch den  Sperriegel 70 nach links nicht ausweichen kann,  wird über den Schaltring 72 die Klauenmuffe  56 nach rechts in die Klauen des Teils 54 des  sieh drehenden Kegelrades 49 eingerückt.  



  Die     Sehaltvorriehtung    nimmt damit die in       Fig.        1.7.    dargestellte Stellung ein. Die ein  gekuppelte     Klauenniuffe    56 dreht     siele    im  entgegengesetzten Drehsinn der Hilfswelle 20  beim     Webbetrieb    und nimmt die Keilhohl  welle 61 mit. Die auf der     Keilhohlwelle    61       auNekeilte    Hülse 65 mit dein Kettenrad     6-l     wird     mitgedreht    und treibt über die Kette  66 das Kettenrad 67 an, welches über das  Schafttriebwerk ?? die Schäfte     3-1    in die       Geschlossenfaehlage    bringt.  



  Die sieh     drehende        Keilhohlwelle    67. nimmt  gleichfalls die     Klauenmuffe    68 mit, die sich      dabei gegenüber der festsitzenden Kupplungs  hälfte 69 so weit dreht, dass die     Sperrklinke     70 ausgeschwenkt wird, wodurch sich die  Klauenmuffe 68 infolge des Druckes der  Feder 71 nach links verschiebt (Fig.1 und 9).  Dadurch wird die Klauenmuffe 56 mittels der  Hebel 75, 76 aus dem sich weiterdrehenden  Kupplungsteil 54 herausgezogen und die  Klauenmuffe 68 rückt in die festsitzende       Kupplungshälfte    69 ein. Der Antrieb der  Keilhohlwelle 61 über die Antriebswelle 53  ist damit unterbrochen.  



  Die Übersetzung vom Kettenrad 64 zum  Kettenrad 67 ist derart gewählt, dass der  für die Ausschwenkung der Sperrklinke 70  erforderliche Drehwinkel der Keilhohlwelle 61  der     Bewegung    des Schaftantriebes aus der  Offenfach- in die Geschlossenfachlage ent  spricht.  



  Damit ist der Webbetrieb ohne     Einwir-          kung    seitens des Bedienungspersonals, nur  mittels eines auf die Schaltvorrichtung ein  wirkenden     Kettfadenwächters    33 unterbro  chen und die Geschlossenfachlage hergestellt  worden, in welcher bei der in Fig. 9 gezeig  ten Stellung der Teile der Kettfadenfehler  behoben werden kann.    Die Schaltbewegung zur Erzielung der für  die Wiederinbetriebsetzung der Webmaschine  erforderlichen Offenfachlage wird durch Be  tätigung des als Pedal ausgebildeten     Schalt-          organes    78 eingeleitet, das aus der in Fig. 9  gezeigten     Ruhestellung    entgegen der Zugwir  kung der Feder 80 in die Lage gemäss Fig. 10  gedrückt wird.

   Dabei gelangen die Hebel 75,  76 in die geknickte Stellung gemäss Fig. 10  und ziehen dadurch die Klauenmuffe 68 aus  der festsitzenden     Kupplungshälfte    69     heraus,     welche durch den     einschwenkenden        Sperr-          riegel    70 am Wiedereinrücken verhindert  wird. Das Schaltorgan 78 wird nun frei  gelassen, so dass die Zugfeder 80 die beiden  Hebel 76, 75 wieder in die gestreckte Stel  lung gemäss Fig. 11 zieht, wodurch die  Klauenmuffe 56 in den sich drehenden Kupp  lungsteil 54 eingerückt wird.

   Die Keilhohl  welle 61 mit dem Kettenrad 64 wird dadurch    vom Motor 3 über die Welle 53 direkt an  getrieben und bringt die Schäfte 34 über die  Schaftantriebsmaschine 22 in die     Offenfach-          lage.    Ist diese erreicht, so ist durch die  gleichzeitige Drehung der Kupplungsmuffe 68  um einen entsprechenden     Drehwinkel.    der  Sperriegel 70 ausgeschwenkt worden. Zufolge  des Druckes der Feder 71 rückt die Klauen  muffe 68 nach links und zieht über die Hebel  75, 76 die     Klauenmuffe    56 aus dem Kupp  lungsteil 54 heraus, so     class    der Antrieb des  Kettenrades 64 unterbrochen wird.

   Die Schalt  vorrichtung gelangt damit wieder in die Stel  lung gemäss     Fig.    9, in       eleher    die     _N\Teb-          masehine    erneut betriebsbereit ist. Durch       Betätigung    des Handgriffes 63 (Fug. 1 und 2  kann     die    Webmaschine in der bereits be  schriebenen     -'i7eise    wieder in Betrieb gesetzt  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Durchführung voii Hilfsbewegungen an Webmaschinen bei der Behebung von Störungen, gekennzeichnet durch mindestens ein Paar Kupplungen, von denen eine dem Webbetrieb und eine andere zum Durchführen einer Hilfsbewegung dient, wobei ein Kupplungsteil der ersten- Kupplung mit einem Kupplungsteil der zweiten Kupp lung durch ein Schaltgestänge verbunden ist.
    und ferner der ersterwähnte Kupplungsteil in entkuppelter Stellung jeweils durch ein Sperrorgan in einer Lage gehalten wird, in der er zum Abstützen beim Einkuppeln des zweiten Kupplungsteils mit Hilfe des Gestän ges dient. UNTERANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung an Webmaschinen nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch ein Schaltorgan (77, 78; 92, 95), welches, in einer Bewegungsrichtung bewegt, eine dem Web betrieb dienende Kupplung (68, 69; 12, 13) auskuppelt und hernach, in der entgegen gesetzten Bewegungsrichtung bewegt, eine zur Durchführung einer Hilfsbewegung dienende Kupplung (54, 56; 55, 57) einkuppelt. 2.
    Vorrichtung an Webmaschinen nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass das genannte Schaltorgan (77, 78; 92', 95) auf das die erwähnten K upplungsteile (68, 56; 12, 57) verbindende Sehaltgestänge (75, 76; 82, 85, 88) einwirkt. 3. Vorrichtunoan Webmaschinen nach Patentanspruch und U nteranspruch 1, da- dlureh gekennzeichnet, dass dlas genannte Sclhaltorgan (77, 78; 92, 95) beim Eintreten einer bestimmten Störung zum Einkuppeln einer zur Durchführung einer Hlilfsbewegung dienenden Kupplung (54, 56; 55, 57) selbst tätig bewegt wird. 4.
    Vorriclhtung Webmasehinen nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch zwei Paar Kupplungen (12, 13; 55, 57/68, 69; 54, 56), wobei die nietet am Verbindungsschalt gestänge (75, 76; 82, 85, 88) angeschlossenen Kupplungsteile (54, 55) der beiden zur Durchführung von Hilfsbewegungen dienen den Kupplungen einen gemeinsamen Gegen kupplungsteil des Hilfsantriebes (49 bis 53) bilden. 5. Vorrichtung an Webmaschinen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Schaltorgan füir eine Hilfsbewegung eine fmnit dem Verbindungschaltgestänge (82, 85, 88) gelenkig verbundene Sclhaltstange (92) vorgesehen ist, wobei das Verbindungsgelenk (133) jeweils vorübergehend als Drehpunkt eines Gliedes (85) dieses Gestänges dient. 6.
    Vorrichtung an Webmaschinen nach Patentanspruclh und U nteranspruclh 1, da durch gekennzeichnet, dass ein beim Eintreten einer bestimmten Störung betätigtes Über- Wachungsorgan (33, 48') jeweils mindestens eine Bewegung eineschalturganes 92i für die Ililfsbewegungen steuert. 7. Vorrichtung an Webmaschinen nach Patentanspruclh und Unteransprucih 1, da- dnrclh gokennzeiclnet, dass ein Sclhaltorgan (77; 92) cinen Kilppriegel ( 107; 127) auf weist, der in schner Arbeitsstellung die Be wegung, einer Antriebssclhwinge (109; 110; 129) auf dlas Schaltorgan ( 77, 92) überträgt. 8.
    Vorriclhtung an Webnmaschinen nach Patentanspruch und Gien Unteransprüchen 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass') der Kippriegel (107: 127 ) jeweils entgegen der Wirkursg einer Feder (108; 128) durch Be- eines elektromagnetischen Relais (101, 102; 120, 121) in seine Arbeitsstellung gebracht wird, wobei ein bei einer bestimmten Störung ansprechendes Überwachungsorgan (33; 48) die Betätigung des Relais herbei führt. 9. Vorrichtung an Webmaschinen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kupplungsteil (69) einer demn Webbetrieb dienenden Kupplung (68, 69) mit dem Ma schinengestell drehfest verbunden ist. 10.
    Vorrichtung an Webmaschinen nach Patentanspruelh und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass jeweils durch ein bei einem Bruch eines Kettfadens betätigtes Überwachungsorgan (33) die Bewegung eines Schaltorganes (77, 78) zum Schliessen des Faches ausgelöst wird. 11. Vorrichtung an Webmaschinen nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch ein Überwaehungsorgan (97), welches jeweils das Einkuppeln der Kupplung (5, 7) zwischen Antriebsmotor und Hauptwelle (6) der Ma- selhine nur gestattet, wenn eine dem Web- betrieb dienende Kupplung (68, 69) ein- geriiekt ist. 12.
    Vorrichtung an Webmaschinen nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass das die erwähnten Kupplungsteile (12 und 57; 68 und 56) verbindende Schaltgestänge min destens aus zweielenki miteinander ver bundenen Hebeln (75 und 76; 82 und 85) besteht. 13.
    Vorriclhtung an Webmaschinen nach Patentanspruclh dadurclh gekennzeichnet, da ss das Sperrorgan r 16, 703 für den ersterwähn ten Kupplungsteil (12, 68) einer während des Webvorganges wirksamen Klauenkupplung (l2, 13: (68 69) lbeim Auskuppeln dieser Kupplung miit seinem sperrenden Teil derart zwvischen beide 1@llppluli-#teile einfallen kann, date diese Teile rührend eines bestimmten relativen Drehwinkels anl Wiedereinluppeln verhindert werden.
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