DE836178C - Verfahren zur Durchfuehrung von Hilfsbewegungen an Textilmaschinen bei der Behebung von Stoerungen und Textilmaschine zur Ausfuehrung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Durchfuehrung von Hilfsbewegungen an Textilmaschinen bei der Behebung von Stoerungen und Textilmaschine zur Ausfuehrung des Verfahrens

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DE836178C
DE836178C DEP27732A DEP0027732A DE836178C DE 836178 C DE836178 C DE 836178C DE P27732 A DEP27732 A DE P27732A DE P0027732 A DEP0027732 A DE P0027732A DE 836178 C DE836178 C DE 836178C
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coupling
textile machine
machine according
shaft
auxiliary
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D51/00Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
    • D03D51/02General arrangements of driving mechanism
    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D51/00Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
    • D03D51/06Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions using particular methods of stopping
    • D03D51/08Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions using particular methods of stopping stopping at definite point in weaving cycle, or moving to such point after stopping

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Verfahren zur Durchführung von Hilfsbewegungen an Textilmaschinen bei der Behebung von Störungen und Textilmaschine zur Ausführung des Verfahrens Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Durchführung von Hilfsbewegungen an Textilmaschinen bei der Behebung von Störungen und eine Textilmaschine zur Ausführung des Verfahrens, wie z. B. bei Webmaschinen, wenn Hilfsbewegungen verwendet werden zur Behebung von Webfehlern. Gemäß der Erfindung besteht das Verfahren darin, daß der Arbeitsgang stillgelegt wird, alsdann Teile der Maschine, die bei der Behebung der Störung zu bewegen sind, entkuppelt und hernach bei vorübergehender Sperrung der Kupplung in entkuppelter Stellung mit einem Hilfsantrieb gekuppelt werden.
  • Die Textilmaschine zur Ausführung des Verfahrens kennzeichnet sich durch mindestens ein Paar Kupplungen aus, von denen eine während des Arbeitsganges und die andere zum Durchführen einer Hilfsbewegung wirksam ist und dabei ein Kupplungsteil der einen mit einem Kupplungsteil der anderen durch Schaltgestänge verbunden ist und daß ferner der erste Kupplungsteil in ent-
    kuppelter Stellung durch eine Sperrung so gehalten
    wird, (Maß er zum Abstützen leim Schalten des
    zweiten Kupplungsteils mit Hilfe des Gestänges
    dienert kann.
    Wenn beim Webbetrieb ein \\'ebfehler auftritt,
    wird bekanntermaßen die Webmaschine selbsttätig
    durch irgendeine bekannte Art angehalten und dann
    von (lern Bedienungspersonal in eine für die Be-
    liel)tillg voll \\'ebfelilerti geeignete Stellung ge-
    bracht. Danach wird nach der Behebung des
    l-Milers. z. l3. nach dem Wegnehmen eines zer-
    rissenen Schußfadens oder (lern Knüpfen eines zer-
    rissenen Bettfadens, die Webmaschine wieder in
    eine Stellung gebracht, aus welcher der Wehbetrieb
    stürtlllf:frei fortgesetzt werden kann. Bei größeren
    Webmaschinen kann. für solche Iiilfsl>ewegtingen
    zur liehebunr; von Störungen der Antrieb der
    \\-cl)maschine benutzt werden. Dies bedingt einer-
    seits, claß 1>ei auftretenden Webfehlern der \\@eb-
    stuhl von seinen. Antrieb losgekoppelt wird,
    @tli(k°rerseits, (Maß ein Hilfsantrieb eingekuppelt
    wird, der für die Durchführung der llilfsl)ewegun-
    gen an der Webmaschine dient und ztveckmäßig
    v()in Wehmaschinenantrieb angetriel>;n wird, und
    daß dann, sofern notwendig, die \\-ebinaschine
    wieder in eine für die 1#ortsetzuiig des Web-
    betriebes geeignete Ausgangslage gebracht wird.
    1)ie hierfür erforderlichen Kupplungen und Steuer-
    organe beanspruchen meist einen bedeutenden Platz
    Liiid weisen einen. äußerst verwickelten Aufhau auf,
    so) daß die Vbersicht Tiber die Maschine erschwert
    und ihre Pflege sowie die Bedienung umständlich
    ist, was oft zu St;irttligeti irn \\'el)1)etriel) Anlaß
    gibt.
    .Mittels der vorliegenden Erfindungen können
    diese Nachteile vermieden werden, indem die ver-
    schiedünen Schaltfunktionen selbsttätig in der rich-
    tigen Reihenfolge durchgeführt werden und hierfür
    si)gar eins und dasselbe Schaltorgan dient, wodurch
    sich ein einfacher und gedrängter Aufbau der
    ganzen Schaltvorrichtung erzielen läßt, die sogar
    in cintachster Weise nachträglich an \\'ebmaschineu
    ;tllgel)atlt werden kann.
    Ilei Störungen inn \\'el>l>etrieb, z. B. wie 1>eiin
    Bruch eines Schuß- oder Kettfadens, wird nicht
    nur die Webmaschine selbsttätig und innerhalb
    kürzester Zeit stilbesetzt, sondern die -Maschine
    liiGt sich dank der neuen Ausbildung und Anord-
    nung des Schaltorgans für die Hilfsbe%veguitg durch
    (las Bedienungspersonal neit einem einfachen Hand-
    (;l-iff oller sogar vollständig automatisch v0111 Wel)-
    maschinenantriel» n die für die Bethebung der
    Stiirung geeignete Stellung schalten. 1)al)ei genügt
    eine Betätigung des gleichen Schaltorgans, um z. 13.
    I>ei I`ettfa(lenfehlerii die \\@el)niascliine aus der für
    (nie Behebung der Fehler dienenden Stellung mit
    geschlossenem Fach in die für die Fortsetzung des
    Betriebes richtige Stellung mit geöffnetem Fach
    zti schalten. Daß in dieser Weise das Betriebs-
    weltgehend entlastet wird, Iletriebsttnter-
    1)rechungen abgekürzt werden und Störungen. zu-
    folge unrichtiger Handhabung sich auf ein Mindest-
    maß herabsetzen lassen. ist einleuchtend.
    I11 der Zeichnung sind 1>eispielstveise -Ausführungsformen. des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt, und zwar zeigt Fig. i eine Seitenansicht einer Web naschirre von ihrer Gestellwandseite mit den Schaltvorrichtungen her, Fig. 2 eine Ansicht der -Maschine von der Warenseite leer, Fig.3 eine nicht automatisch arlwiteti(les Kupplungspaar in der Stellung während des normalen Betriebes, Fig. 4 dasselbe Paar Kupplungen, nachdem das Schaltorgan in einer Richtung bewegt worden ist, bei stillstehender Webmaschine, wenn ein fehlerhaft eingetragener Schußfaden au,sgeNvechselt wird; Fig. 5 zeigt die Kupplungen nach einer zweiten. Bewegung des Schaltorgans in die entgegengesetzte Richtung bei stillstehender Web »aschine; l'ig. h stellt ein Paar Kupplungen wie irr ]`i-. 3 dar, jedoch für selbsttätige I3et:itigtlllg; Fig. 7 zeigt durch ein L`berwachungsorgan selbsttätig betätigte Kupplungen nach Verstellung der Kupplung in einer Richtung bei stillstehender Webinaschine; 1# ig. 8 zeigt die selbsttätig arlx itende Anordnung nach der zweiten Bewegung lies Schaltorgans in der entgegengesetzten Richtung und hei stillstehendem Webstuhl; Fig. 9 stellt ein Paar Kupplungen dar, die dazu dielten, die Schäfte selbsttätig in die Stellung für (las geschlossene Fach zu bringen und teilweise selbsttätig die Offenfachstelltllig dci- Schäfte zu erzielen.
  • Fig. io zeigt. die Anordnung nach 1# i-. 9 nach Erreichung der geschlossenen oder der offenen Fachstellung der Schäfte bei stillstehendem Webstuhl; 1, ig. i i veranschaulicht (nie Anordnun- nach Flg.9 nach einer zweiten Betätigung des Schaltorgans in die entgegengesetzte Richtung,. um die ()ttenfach- oder die Geschlosseilfachstellung der Schäfte bei stillstehender Wehmaschine zti erz ielen ; Fig. 12 zeigt einen Kupplungsteil, nämlich die Hälfte einer Kupplung in der Perspektive; 13 ist der zweite Kupplungsteil der Kupp-1, ig. 1.4 stellt die zwei 'feile im eingekuppelten Zustand dar; u und 16 sind verschiedene Zwischenstellungen der miteinander zti kuppelnden Teile; Fig. 17 ist eire. Ansicht eines "Teils einer Kupplung; Fig. 18 ist eine entsprechende Darstellung des anderen Teils der Kupplung; Fig. 19, 20, 21, 22 und 23 sind schematische Darstellungen, welche die verschiedenen relativen Stellungen der Ktipphingsteile während des Kup-I>e@ns und Entkuppelns veratischatllichell; Mg. 24 zeigt den Scliaftantric@l) und die zttgeh<irige Schalteinrichtung für eine \\cl)maschine i_n ein-r Stellung während des Betriebes;
    Vig. 25 ist (lassell)c wiv i11 Fig. 2-[ in einer Ruhe-
    stellung der Schäfte;
    Fig. 26 ist eine «eitere Vorrichtung zum :Antrieb
    der Scli:ifte# finit eitler Schalteinrichtung in Arbeits-
    stellung und
    27 (lic gleiche Vorrichtung aus Fig.26, bei
    t\-elclier (lie Schufte in (lcr lZtlltelage dargestellt
    sind;
    Vig. 2N ist eitle schematische Darstellung einer
    tnit einem zweiarteigen Hebel versehen(-ii Schalt-
    einrichtung für (lie ltrenise;
    29 ist ein Diagramm der versc.hie(kmn
    Stclltiiigcii (les z\\eiai-tnigeli I-lel)els, während der
    l@utittignllg.
    Getnüß Vig. t tttld 2 hat die Wehmaschine zwei
    St:in(ler 1 lind 2. .\it (lein Ständer t ist der An-
    tl-ie1) ; (k-i- Wehmaschine, z. 1). ein Ele.ktrotnotor.
    eilt Vorgelege 4 aus Keilriemen. Ketten od. dgl.
    zti (1<#l1 1)eiden IZC@I)scheil>en 3 der @ei@rangsku@p-
    hing, (lic gleichzeitig als Schwungriider dienen,
    atigeor(lnct. I )ie lx#i(Icn Reil)scheil)en 5 drehen sich
    frei auf der I latiptwelle 6. Zwischen den leiden
    IZcil)scheilx#il ist der f(#st mit der @attptwellc 6
    @er1)mi(lene IZCiI)l:ranz 7 angeordnet. Lerner ist die
    I latiptwelle () mit eileer Handbremse 8 versehen, die
    (lie \\M)inaschiiu iiacll .\uskul)peln der Reil)ttilgs-
    klll)I>lni@g @, 7 rasch zuni Stillstand bringt. 1)1e
    I lattptwelk# () ti-(#il)t (las Triebwerk des Schiitzens.
    (las in (leni ( ieh:itise 9, oll auf der Innenseite der
    lx#i(len Stander t und 2 untergebracht ist. Von
    (lein im Geliütisc# o(( untergebrachten Schützentricl)-
    Werl< wird über (las \\'inl:elra(lgetriebe io die qile,-
    ztir I latil)ttvellc0 angeordnete Welle ii angetrieben.
    Das Stillegen (les .\rheitsganges wird mittel
    (ler llreinse 9 (1- 11,1. 2) bewirkt durch Ausschaltung
    (ler SI)(rrting 425-4.29 (Fig. 28) der die Bremse
    (F lg. 2,K)
    anziehenden Kraft. niinilich (ler I#e(lel-4io .
    I)ies(# Slwrrting q25 ist wirksam. wenn die ßreinsc
    4o8 in gelöster Stelltiiig stellt. Gleichzeitig mit der
    .Attsliisttng w ir(1 die Kttl)1)ltttig .@05, 406 (hig. 28)
    ()der die Kul)1)lttilg 5, 7 in Vig. 2 mit Hilfe dieser
    Kraft, (kt- l@e(lcl- .I10, (lurch einen zweiarinigen
    1lelxl 41 t entl:tll)1)ult, (lei- finit dem Schaltorgan 419
    (V11-. --g1 verbunden ist.
    I )tts .\usliisen (lei- Slwrrttllg 42-3-428-. kann sell)st-
    t:itig durch ein l`lrerwacinnigsorgan, Nvelches bei
    einer Störung wirksam ist, herbeigeführt werden.
    Vlit solches Organ ist z. I'. der Kettfadenwächter
    ;;, (ler @cllußfa(lcnwüchter 48, die zentrale Wächter-
    welle 5o (hig. i) lind andere.
    I)ie Tcilc der Maschine, die bei der Behebung
    einer Stiirung zu bewegen sind, sind z. ß. der
    Kettl)<ttilii 30 mit seinem Antriel) und denient-
    sl)recllen(1 die 111-cttf:i(len 31, die GeNvebebahll 37
    inid (fier \\-aretll)aum ;(). Andere Teile dieser Art
    siild (las IZi(#t 35, (lie Schäfte 34 und das Schaft-
    22, Die zeitweise Sperrang der Kupp-
    in ihrer ciitktippelten Stellung sind die
    Klillk(ll 1() und 70 (Fig. 1) oder 213 (Fig. i2).
    I)ic lilauetlmntic 12 1)11(ICt ein "feil der Klauen-
    l:til)I)ltillg und ist drehfest, aber axial verschiebbar
    atif (le#r \\'ellc t t 1)efestigt, sie wird mittels der
    1c )lcr t ( l ig. t ) nach rechts gedruckt. Der -zweite
    Kupplungsteil ist der Klauenring 13, der mit dem Kettenrad 14 verbunden ist, wobei beide auf der Welle i i frei drehbar. jedoch in axialer Richtung unverschieblich befestigt sind. Die Klauenkupplung 12, 13, die während des Arbeitsganges wirksam ist, ist mit einer Sperrung, der Klinke 16, ausgerüstet, welche in entkuppelter Stellung der Kupplung 12, 13 zwischen die Klauenmuffe 12 und den Klauenring 13 einschwenkt und während eines bestimmten Drehwinkels. beispielsweise 36o°, der treibenden \luffe 12 (las Einrücken derselben und somit die Mitnahme des getriebenen Kupplungsteils 13 mit dem Kettenrad 14 vorübergehend sperrt. Wenn die beiden Kupplungsteile 12 und 13 sich um diesen Winkel relativ zueinander verdreht haben, so wird die Sperrklinke 16 selbsttätig ausgerückt und die Kupplung i i, 13 unter dem Druck der Feder 15 wieder eingekuppelt.
  • Das Kettenrad 14 ist mittels der Kette i9 mit den Kettenrädern 17 und i S* verbunden. Das Kettenrad 17 ist auf der Hilfswelle 2o aufgekeilt, die in den an (fier :Außenseite des Ständers 2 angebrachten Lagern 21 gelagert ist. Das Kettenrad i8 treibt -das am Ständer 2 befestigte Schafttriebwerk 22 an, z. ß. einen Exzenter- oder einen anderen Schaftantrieb, der Tiber ein an sich bekanntes, nicht dargestelltes Schafttriebwerk die Bewegungen der Schäfte 34 bewirkt.
  • Vorn Kettl)aum 30 sind die Kettfäden 3i einzeln über den Spannbaum 32, durch die Kettfadenwächter 33 als ül).:rwachungsorgan, die beim Auftreten einer Störung in Tätigkeit treten, die Litzen der Schäfte 34 und das Riet 35 bis zum Ende des Faches geführt. Nach erfolgter Eintragung des Schußfadens und nachdem das Riet 35 den Schußfaden 36 angeschlagen hat, läuft die aus Kette und Schuß erzeugte Gewebehahn 37 über den Umlenkbauln 38 zum \Varenbautn 39, auf den sie aufgerollt wird.
  • Die Schaltung des Kettbaumes 30 erfolgt von der Hilfswelle 2o aus über das liegelradgetriebe 23, 24. Das Kegelrad 23 ist mit dem Reibrad 25 verbunden, das mit der auf der Welle 27 aufgekeilten axial verstellbaren Reibscheibe 26 zusammen arbeitet. Die Welle 27 treibt den Kettbaum 30 mittels der Schnecke 29 und dem Schneckenrad 28.
  • Der Spannbaum 32 ist beidseitig in Wippen 43 gelagert, die schwenkbar in an den Ständern i und 2 befestigten Supports 44 angeordnet sind. Das untere Ende der Wippen 43 ist durch einen Lenker 42 und (Ieli 1Vinkelliel-)el 41 mit der Muffe 4o der Reibscheibe 26 verbunden. Die Wippen 43 werden zum Spannen der Kettfäden mittels der Zugfedern 45 belastet. Die Stellung der den Antrieb des Kettbaumes 3o regelnden Reibscheibe 26 regelt sich selbsttätig in Abhängigkeit von der Stellung des Spannbaumes 32. Am rechten Ende der Hilfswelle 2o ist eine Schnecke 46 aufgekeilt, die über das Schneckenrad 47 und ein in der Zeichnung nicht dargestelltes Schaltgetriebe den Warenbaum 39 antreibt.
  • Der Schußfadenwächter 48, ein Überwachungsorgan, (las hei einer Störung in Wirkung tritt, lehnt sich während des Scbußfadeneintrages ins [,'ach federnd an den ,gespannten Schußfa,den 36 :in. Der Wächter 48 ist über die Auslösevorrichtung 58 mit der zentralen Wächterwelle 59 verbunden, die ebenfalls als Überwachungsorgan arbeitet. Wenn der Wächter 48 beim Fehlen eines Schußfa(lens 36 oder beim Bruch desselben nach rechts ausschwingt, bewirkt die Auslösevorrichtung 58, da(A) die zentrale Wächterwelle 59 gedreht wird.
  • 1)ie \Väcltterwelle 59 wirkt über ein an sich @be-1<anntes Übertragungsgestänge 6o, welches mechanischer, hydraulischer oder elektrischer Art sein kamt. auf die Kupplungsscheiben 5 in der Weise ein, (laß die Drehung der Welle 59 um einen bestimmten \Vinkel das Entkuppeln der Kupplung @, ; und das Anziehen der Bremse 8 und somit das Still(#geii des Arbeitsganges der Maschine zur I@>lge hat.
  • Das 1,Zegclra(1 49, welche: finit den Gegenkupplungsteilen 54. 55 verbunden ist und frei auf der Ifilfswelle 20 drehen kann, wird von der Welle .53 iil>er (las Kegelradgetriel>e 52 und die `Felle 5o mittels des Kegelrades 5i angetrieben. Die Welle 53 wird über (las Untersetzungsgetriebe 3° von, Motor 3 der \lascliiiie so angetrieben, daß das Kegelra(149 1111 Sinne des punktierten Pfeiles entgegengesetzt der Drehrichtung der Hilfswelle 2o während des Arbeitsganges umläuft. Die Klauenriilge 54 tind 55 des Kegelrades 49 bilden die (;egenktil)pltingsteile zu den verschiebbar angeordneten Klauenmuffen 56 und 57. Bei stillstehender Wehmaschine infolge ausgerückter Kupplung 5, 7 kann die Hilfswelle 20 zur Durchführungvon Hilfs-1>rwegungen bei der Behebung von Störungen durch den Hilfsantrieb 49-53 angetrieben werden.
  • 1)i@@ Klauenmuffe 56 kann auf der Keilhohlwelle hi bis zum Bund 62 verschoben werden. Diese Welle (ii ist, wie Fig. 9 bis i i zeigen, frei drehbar auf der Hilfstvelle 20 zwischen dem Kegelrad 49 und dem am Ständer 2 befestigtest Kiil)plungsteil (;o gelagert. Links von Bund f)2 ist die Hülse 65 finit (lern Kettenrad 64 auf der ITolilwelle 6i 1)etc#stigt. Wenn die Kupplung 54, 5() einsgerückt ist. treibt das Kettenrad 64 über die Kette. 66 das Kettenrad 67 an, wobei die Schäfte 34 mittels des Schafttriebwerkes 22 aus irgendeiner Betriebsstellung in die dem Geschlossenfach entsprechende Stellung 1>zw. aus letzterer in eine für die Fortsetzung des Betriebes erforderliche Offenfachlage verstellt werden.
  • Auf (lern linken Ende (Fig. i und 9) der Hohlwelle ()i ist die Klauenmuffe 68 axial verschiebbar angeordnet und dreht sich mit der Welle 61. Zwischen der Muffe 68 und der Hülse 65 ist eine Druckfeder 71 vorgesehen. Der Kupplungsteil 69 ist fest und nicht drehbar auf dem Ständer 2 angeordnet und mit einer Sperrung, Klinke 70, versehen, die zwischen dem Kupplungsring 69 und der ausgerückten Kupplungsmuffe 68 einfällt. Nach einer bestimmten relativen Drehung der beiden Teile gegeneinander wird die Klinke 7o selbsttätig ausgeschwenkt, so daß durch den Druck der Feder 71 die Kupplung 68, 69 selbsttätig einrückt. Die Kupplungshülsen 56 und 68 sind mit in Nuten eingelegten Schaltringen 72 bzw. 73 versehen, die unter sich durch ein Schaltgestänge verbunden sind, welches aus dem mittels eines Gelenkes 74 miteinander gekuppelten Schalthebeln 75, 76 besteht. An den Schalthebel 76 ist die Stange 77 angelenkt, die mit dem Schaltorgan 78, einer Pedale, verbunden ist. Das Schaltorgan 78 ist im Lager 79 gelagert und wird mittels der Zugfeder 8o nach oben gezogen.
  • Die Schaltgabel 81 greift in eine NutderKlauenmufie 12 ein und ist am zweiarmigen Schalthebel 82 angeordnet, der um den festen Drehpunkt 83 dreht und mittels des Gelenkes 84 mit dem Hebel 85 verbunden ist (Fig. i und 3). Die Wächterstange 86 ist zwischen dem Drehpunkt 83 und dem Gelenk 84 am Schalthebel 82 angelenkt und berührt den Winkelhebel 87 auf der Wächterwelle 59. Dadurch wird, solange die Kupplung 12. 13 nicht völlig eingerückt ist. die Wächterwelle 59 in ihrer Sperrstellung gehalten. so (laß die Kupplung 5, 7 nicht eingekuppelt und die Bremse 8 (Fi.g. 2) nicht gelöst werden kann. Indem daher der Antrieb 3 nur bei vollständig eingerückter Kupplung 12, 13 mit der Maschine gekuppelt werden kann, sind Fehlschaltungen des Bedienungspersonals durch diese selbsttätige überwachungsvorriclitung vermieden.
  • Am unteren Ende des Schalthebels 85 ist die Steuerstange 88 befestigt, die im Support 89 gelagert ist und deren Bewegung nach rechts durch den Anschlag 9o begrenzt ist. Die Stange 88 trägt eine Schaltgabel 9i, die in die hlauetimuffe 57 eingreift. Durch das Gelenk 133 am Schalthebel 85 ist ein Schaltorgan, die Scbaltstange 92, befestigt, die mittels der Gabel 93 und der @-Velle 94' vom Schaltorgan 95 betätigt «erden kann. Die an der Schaltstange 92 befestigte Zugfeder 115 wird beim Ausrücken der Kupplung 12, 13 gespannt.
  • Am Schaltring 73 auf der Klauenmuffe 68 ist die Wächterstange 97 angeordnet, die ebenfalls den Winkelhebel 87 der Wächterwelle 59 berührt und letztere so lange in einer Sperrstellung festhält, welche das Kuppeln des :@ntrielres 3 der Webmaschine verhindert, so lange als (lie Kupplung 68, 69 nicht vollständig eingerückt ist, um die Hohlwelle 61 und das Kettenrad 67 stillzusetzen.
  • Mit der Wächterstange 97 ist der Kontakt 98 fest verbunden, ,der mit dem festen Gegenkontakt 99 und den Kontakten der Kettfadenwächter 33 in den Stromkreis ioo zusammen mit (lern elektrischen Relais ioi eingeschaltet ist.. Der Kern 102 des Relais ioi ist über das Gestänge 103-io6 mit dem an dem Schaltorgan 77 gelenkig angeordneten Kippriegel 107 verbunden. Die an der Stange io4 befestigte Zugfeder io8 wirkt dem Zug des Relais ioi entgegen. Bei geschlossenen Kontakten im Stromkreis ioo wird der Kern 102 vom Relais ioi angezogen und der Kippriegel 107 nach rechts in seine Arbeitstellung bewegt, so daß er durch den Schwinghebel io9, (fier vom Exzentergetriebe i io in schwingender Bewegung gehalten ist, betätigt werden kann. Das Exzentergetriebe i io auf der Welle i i i wird von der Welle 53 angetrieben. Der Kern 102 ist finit eilicm Pilz I T2 versehen, unter den der zweiarmige Hebel 113 angreift, dessen linker Arm mittels der Stange 114 mit dem Winkelliebel 87 der Wächterwelle 59 verbunden ist.
  • Für das Rückschalten des Faches durch das Bedienungspersonal, z. B. zum Auswechseln eines fehlerhaft eingetragenen Schußfadens, sind die Schaltstellungen in Fig. 3 bis 5 erforderlich. Während des Arbeitsganges, d. h. während des Betriebes, ist die Hilfswelle 20 mittels der eingerückten Kupplung 12, 13 und der Welle i i mit dem Schützenantrieb der Webmaschine im Gehäuse grs gekuppelt. Die Kupplung 5, 7, die von der zentralen Wächterwelle 59 gesteuert wird, ist eingeschaltet, so <laß die Hauptwelle 6 vom Motor 3 angetrieben wird. Reißt nun der Schußfaden 36, so schwingt der Schußfadenwächter 48 in die in Fig. 4 gezeigte rechte Endlage aus und dreht über das Übertragungsgestänge 58 die Wächterwelle 59 um einen bestimmten Drehwinkel. Dadurch wird das Gestänige 6o zum Lösen der Kupplung 5 und 7 und zum Anziehen der Bremse 8 betätigt, so daß der \rbeitsgang stillgelegt wird. Die Hilfsbewegung für das Rückschalten der Schäfte 34 erfolgt in diesem Fall nicht selbsttätig, sondern durch das Be-(lienungspersonal.
  • Zu diesem Zweck wird der Handgriff 95 aus der Stellung in Fig. 3 in die Stellung in Fig. 4 gedreht. l)ie Schaltstange 92 verschiebt sich nach rechts, lind die Zugfeder 115 wird gespannt. Durch diese Verschiebung nehmen die Hebel 85 und 82 die geknickte Lage nach Fig.4 ein, und der Hebel 85 schwingt dabei um das Gelenk 135, weil der Anschlag 9o am Support 89 anliegt. Der Schalthebel 82 dreht sich um den festen Drehpunkt 83, wodurch die Klauenmuffe 12 entgegen dem Druck der Feder 15 nach links verschoben und vom Klauenring 13 ausgekuppelt wird. Dabei fällt die Sperrklinke 16 zwischen die beiden Kupplungsteile 12, 13 ein und verhindert deren Einrücken. Bei der Drehung des Schalthebels 82 verschiebt sich .gleichzeitig die Wächterstange 86 nach rechts, so daß der Hebel 87 die Wächterwelle 59 in ihre Sperrstellung dreht. Wird nun der Handhebel 95 losgelassen, so schwingt er unter der Wirkung der Feder i15 auf die Stange 92 in seine Ausgangsstellung nach Fig. 3 zurück, wobei die Stange 92 nach links verschoben wird. Der Schalthebel 85 dreht sich nun infolge der im entkuppelten Zustand verriegelten Kupplungsmuffe 12 um das Gelenk 84 in die in Fig.5 gezeigte Stellung. Infolgedessen verschiebt sich die am Hebel 85 angelenkte Steuerstange 88 nach links und rückt mittels der Gabel 9i die Klauenmuffe 57 in den am Kegelrad 49 befestigten Klauenring 55 ein, die sich nun im Sinne des punktierten Pfeiles, Fig. i, dreht. Die Hilfswelle 2o und das auf ihr befestigte Kettenrad 17 drehen sich nun infolgedessen im Sinne des punktierten Pfeiles entgegen der Drehrichtung währenddesArbeitsganges, die durch den ausgezogenen Pfeil dargestellt wird. Durch die Kette i9 und das Kettenrad 18 wird das Schafttriebwerk 22 ebenfalls im Sinne des punktierten Pfeiles zurückgedreht. Die Kette i9 dreht ebenfalls das auf der Welle i i frei drehbare Kettenrad 14 mit dem Klauenring 13. Wenn letzterer sich relativ zu der stillstehenden Muffe 12 um einen für die Rückschaltung eines Schusses erforderlichen Winkel, beispielsweise 36o°, zurückgedreht hat, wird die Sperrklinke 16 selbsttätig nach außen geschwenkt und die Kupplungsmuffe durch den Druck der Feder 15 nach rechts verschoben. Die Kupplung 12, 13, die während des Arbeitsganges wirksam ist, wird infolgedessen wieder eingekuppelt, wobei gleichzeitig die Kupplung 55, 57, die zum Durchführen der Hilfsbewegung wirksam war, ausgerückt wird, denn durch die Bewegung der Kupplungsmuffe 12 dreht sich mittels der Schaltgabel 81 der Hebel 82 um den Drehpunkt 83 in die Lage in Fig. 3 zurück. Gleichzeitig schwenkt der Schalthebel 85 um das Gelenk 133 an der Schaltstange 92, so daß die Stange 88 bis zum Anliegen des Anschlages 9o nach rechts verschoben wird und die Schaltgabel 9i die Klauen-Muffe 87 aus dem drehenden Klauenring 55 herauszieht. Dadurch sind die Teile der Maschine, die bei der Behebung der Störung zu bewegen sind, von dem Hilfsantrieb 49, 53 losgekuppelt und wieder mit der Welle i i der noch stillstehenden Webmaschine gekuppelt, die nun durch Betätigung des Handgriffes 63 (Fig. i und 2) wieder in Betrieb gesetzt werden kann. Bei der Betätigung des Handgriffes 63 wird die Kupplung 5, 7 eingerückt und die Bremse 8 gelöst, so daß die Hauptwelle 6 wieder vom Motor 3 angetrieben wird. Die Schaltvorrichtung zum Rückschalten des Faches in Fig. 6 bis 8 wird z. B. bei fehlerhaft eingetragenem oder gerissenem Schußfaden 36 selbsttätig, also ohne Hilfe des Bedienungspersonals, und zwar durch die Wirkung des Schußfadenwächters 48 betätigt. Daher muß der Handgriff 95 zur Durchführung der Hilfsbewegungen nicht bedient werden. Der Schußfadenwächter 48 ist deshalb nicht nur mechanisch über das Gestänge 58 mit der zentralen Wächterwelle 59 verbunden, sondern außerdem mit einem elektrischen Schalter 116 im Stromkreis 117 versehen. In diesem Stromkreis 117 ist ein zweiter elektrischer Schalter vorhanden mit einem ortsfesten Kontakt 118 und einem beweglichen Kontakt i i9, der unbeweglich auf der verschiebbaren Wächterstange 86 befestigt ist. Der Stromkreis 117 speist das elektromagnetische Relais 12o, dessen Kern 121 am zweiarmigen Hebel 122 angelenkt ist. Der Kern 121 trägt am Ende einen Pilzkopf 123, gegen den der zweiarmige Hebel 124 anliegt, welcher über die Stange 125 mit dem Winkelhebel 87 auf der zentralen Wächterwelle 59 verbunden ist. Der Hebel 122 ist mittels der Stange 126 mit dem Kippriegel 127 verbunden, der schwenkbar an der Schaltstange 92 befestigt ist und von der Zugfeder 128 in die Ruhestellung gezogen wird. In der Arbeitsstellung arbeitet der Kippriegel 127 mit dem Schwinghebel 129 zusammen, der sich um das ortsfeste Gelenk 13o dreht. Der Schwinghebel 129 wird vom Exzentergetriebe i io angetrieben, indem der Schenkel 131 des um -den festen Drehpunkt 134 sich drehenden Schwinghebels 1o9 unter Zwischenschaltung des Lenkers 132 die Schwinge 129 in Oszillierende Bewegungen versetzt.
  • Während des Arheitsganges ist der Schalter 116 ( Fig. f,1 geiiffnet und der Schalter 118, i i j geschlosseit. Somit ist der Stromkreis 117 unterbrociien und das elektromagnetische Relais i'--o stromlos. Durch den Zug der Feder 128 wird der Kippriegel 127 in der Ruhelage gehalten, in welcher er tiiclit mit der Schaltschwinge 129 zusammentrifft. lkr Kern 121 stellt in der oberen Endlage.
  • I>reht sich nun z. B. infolge des Reißens eines Schuhfadens 36 der Schußfadenwächter .t<8 nach rechts, so wird über das Gestänge 58 nicht nur die Wächterwelle 59 in eine Sperrstellung gedreht und dadurch die Kupplung 5, 7 aasgerückt und die I ti-eitise ;t angezogen, sondern der Schalter 116 sclilivl.lt (leas Stromkreis 117, dadurch spricht das clektro>niagnetische Relais i2o an und der Kern 121 wird nach unten gezogen. Der Hebel 124 ist bereits iiifolt;e der Drehung der Wächterwelle 59 in seine 1?iicllage nach Fig. 7 geschwenkt worden. Der nach unten gehende Kern 121 dreht den Kippriegel 127 entgehen der «'irkung der Zugfeder 128, so daß sein linkes Ende in die Bewegungsbahn der Schalt-129 eingeschwenkt wird. Infolgedessen wird der Kippriegel 127 und mit ihm die Schaltstange 92 nach rechts verschoben. Dadurch wird (las Schaltgestänge 82, 85, 88 in die in Fig. 7 dargestellte Stellung gebracht, die mit der Stellung in V i'. 4 übereinstimmt. Die Wächterstange 86 hat sich bereits nach rechts verschoben und durch Mitnalinic des Kontaktes i i9 den Schalter 118, i i9 ge-(')ffnet und den Stromkreis 117 wieder unterbrochen. Die l@eder 128 zieht den Kippriegel 127 aus der Bahn der Schaltschwinge 129 heraus, so daß nunmehr die Schaltstange 92 durch die Feder i 15 nach links verschoben wird. Weil die Kupplung 12, 13 wegen der eingeschwenkten Sperrklinke nicht ein-,gerückt werden kann, dreht sich der Hebel 85 um (las Gelenk 84 und zieht die Steuerstange 88 nach links, wodurch die Klauenmuffe 57 in den Klauenrir>g 55 des sich drehenden Kegelrades 49 einrückt. Die Rückschaltung des Faches um einen Schuß, die erneute Kupplung der Hilfswelle 2o mit der Welle i i der Webmaschine und das Entkuppeln der Hilfswelle vom Hilfsantrieb 53 erfolgt in gleicher Weise wie im Ausführungsbeispiel nach .den Fi.g. 3 bis 5.
  • In den Fig. 9 bis i i sind verschiedene Schaltstellunpen einer Schaltvorrichtung gezeigt, mittels welcher die Schäfte 34 aus irgendeiner Betriebsstellung aus der Offenfach- in die Geschlossenfachlage und aus dieser wieder in die Offenfachlage gebracht werden können, wie dies beispielsweise beim l?iriziehen eines gebrochenen Kettfadens 31 notwendig ist. ' In der in Fig.9 gezeigten Betriebsstellung ist vier Stromkreis ioo unterbrochen, weil die in Fig. i gezeigten als Kontaktbrücke wirkenden Kettfadenwächter 33 sich auf die Kettfäden 31 abstützen und demzufolge von den elektrischen Kontaktstellen abgehoben sind. Reißt nun einer der Kettfäden 3i, so fällt der Kettfadenwächter 33 auf die elektrischen hontlktstelleri (Fig. i) und schließt den Stromkreis ioo, so daß das elektromagnetische Relais ioi anspricht und den Kern zog' anzieht. Da-durch wird der Hebel 113 und der Tiber die Verbin(lungsstange 11..t mit demselben verbundene Winkelhebel 87 in die Stellung gemäß Fig. io gebracht und setzt die zentrale Wächterwelle 39 in Bewegung, welche über (las Steuerbewegungsübertragun.gsgestänge 6o (Fig. i) die Kupplung 5, 7 ausrückt und die Bremse 8 betätigt, so daß die Hauptwelle 6, d. h. die Webmaschine, zum Stillstand gelangt. Der an den abwärts verschobenen Relaiskern 102 aasgelenkte zweiarmige Hebel 103 ist in die Stellung gemäß Fig. io geschwenkt worden und hat über das Gestänge io.t, io5, io6 den Kipphebel 107 in die Arbeitsstellung gerückt, wobei die an der Stange 104 angreifende Zugfeder io8 gespannt wird. Der Kipphebel 107 ist in die Bewegungsbahn des Schwinghebels iog gelangt, welcher mittels der I?xzenter@velle i i i über das Exzentergetriebe i io oszillierende Bewegungen ausfuhrt. Der Schwingliebel rog drückt in seinem Aufwärtsgang am Kipphebel 107 und das mit ihm verbundene Schaltorgan 77 nach aufwärts, so daß eine Knickung des Schaltgestänges 75, 76 in der Gelenkstelle 74 stattfindet. Der am Schaltring 72 aasgelenkte Hebel 76 stützt sich über die Klauenmuffe 56 am Wellenbund 62 ab, wodurch über den Hebel 75 der Schaltring 73 und damit die Klauenmuffe 68 nach rechts gezogen wird, so daß letztere aus dem festsitzenden Klauenring 69 ausrückt. Der Sperriegel 70 schwenkt zwischen die Klauetimuffe 68 und den Klauenring 69 ein und verhindert deren Kupplung. Durch die Ausrückung der Klauenmuffe 68 ist die Feder 71 zusammengedrückt worden. Die am Schaltring 73 befestigte Schaltgabel 96 hat die Wächterstange 97 nach rechts verschoben, so daß -dieselbe am Winkelhebel 87 anstößt. Der Schalter 98, 99 hat ' sich geöffnet, wodurch der Stromkreis ioo unterbrochen wird. Die Zugwirkung im Relais Toi hört damit auf, so daß der Kipphebel 107 zufolge .der Zugwirkung der Feder io8 aus der Bewegungsbahn des Schwinghebels iog ausrückt. Die Feder 8o am Bedienungsorgan 78 zieht dasselbe in die obere Endlage, wodurch die Schaltstange 77 die Hebel 75, 76 in die Strecklage nach abwärts zieht. Da die Klauenmuffe 68 infolge der Verriegelung durch den Sperriegel 70 nach links nicht ausweichen kann, wird über den Schaltring 72 die Klauenmufie 56 nach rechts in den Klauenring 54 des drehenden Kegelrades 49 eingerückt. Die Sehaltvorrichtung nimmt damit die in Fig. i i dargestellte Stellung ein. Die eingekuppelte Klauenmuffe 56 dreht sich im entgegengesetzten Drehsinn der Hilfswelle 2o und nimmt die Keilhohlwelle 61 mit. Die auf der Keilhohlwelle 61 aufgekeilte Hülse 65 mit dem Kettenrad 64 wird mitgedreht und treibt über .die Kette 66 das Kettenrad 67 an, welches den Schaftantrieb und die Schäfte 34 (Fig. i) der Schaftantriebsmaschine 22 in die Geschlossenfachjage bringt. Die drehende Keilholilwelle 61 nimmt gleichfalls die Klauenmuffe 68 mit. die sich gegenüber der festsitzenden Kupplungshälfte 69 so weit dreht, daß die Sperrklinke 70 ausgeschwenkt wird, wodurch :ich (lie Klatiernitiffe 68 infolge des Druckes der Feder ; I nach links verschiebt (Fig. 1 und 9J. Dadurch wird die Klauenmuffe 56 mittels der l lebel 7-3- ; 6 aus dem weiterdrehenden Klauen= ring; ;4 herausgezogen, und die Klauenmuffe 68 rückt in die festsitzende Kupplungshälfte 69 ein. Der .\»triel> der Keilhohlwelle 61 über die Antriehs«-elle 53 ist damit unterbrochen.
  • Die Übersetzung vorn Kettenrad 64 zum Kettenra(l fi7 ist derart gewählt. (laß der für die Ausschwenkung der Sperrklinke 70 erforderliche Drehwinkel der I@eilllohlwelle 61 der Bewegung des Schaftantriebs aus der Offenfach- in die Geschlossenfachlage entspricht.
  • I )atilit ist die Web naschine ohne Einwirkung seitens des l3edienungspersotials, nur mittels eines auf die Schaltvorrichtung einwirkenden Kettfadenwächters 33 vom .\ntriel>saggregat 3 abgekuppelt und in die Geschlossenfachlage geschaltet worden, in welcher bei der in Fig. 9 gezeigten Schaltstellung der l@ettfadenfehler beholfen werden kann.
  • I)ie @chaltllewegung zur I:rzicluiig der für die \\"ie(lerinl)etrielisetzting der Webmaschine erforderliclien Offeiifaclila.ge erfolgt durch Betätigung des beispielsweise als Pedale ausgebildeten Schaltorgalls 78, (las aus der in Fig. 9 gezeigten Ruhestellung entgegen der Zugwirkung der Feder 8o in die Lage gemäß Fig. io gedrückt wird. Dabei gelangen die Hebel 75, 76 in die geknickte Stellung gemäß io und ziehen dadurch die Klauenmtiffe 6,8 aus der festsitzenden Kupplungshälfte 69 heraus, welche durch den einschwenkenden Sperrriegel 70 an' Wie(lereinrücken gehindert wird. Das Schaltorgan 78 wird freigelassen, so daß die Zugfeder 8o die beiden I-lebel 75, 76 wieder in .die gestreckte Stellung gemäß Fig. 11 zieht, wodurch die Klatienmuffe -6 in den drehenden Klauenring 54 eingerückt wird. Die Keilhohlwelle 61 mit dem Ketteilrad 64 wird dadurch von der Antriebsittaschine 3 über die Welle 53 direkt angetrieben und bringt die Schäfte 34 über den Schaftantrieb der Schaftantriebsmaschine 22 in die Offenfachlage. Ist diese erreicht, so ist durch die gleichzeitige Drehung der Kupplungsmuffe 68 um einen entsprec'hernden Drehwinkel der Sperriegel 7o ausgeschwenkt worden. Zufolge des Druckes der Feder 71 rückt die Klauetimuffe 68 nach links und zieht Tiber die Hebel 75, 76 die Klauenmuffe 56 aus dem Klauenring 54 heraus, so daß der Antrieb des ltettenrades 64 unterbrochen wird. Die Schaltvorrichtung gelangt damit wieder in die Stellung gemäß Fig.9, in @@elcher die Webmaschine erneut betriebsbereit ist. Durch Betätigung des Handgriffes 63 (Fig. 1 und 2) kann die Wehmaschine in der bereits beschriebenen Weise wieder in Betrieb gesetzt werden.
  • Obwohl, wie erwähnt, die Schaltvorrichtung nach der Erfindung im besonderen geeignet ist für die Verwendung bei M'ebstühlen, kann sie ebensogut z. 13. für Vorbereitungsmaschinen, d. h. solche, welche die Kettfäden oder die Schußfäden vorbereiten, wie auch für Ausrüstungsmaschinen, d. h. solclit, die für eine weitere Verarbeitung des Ge- webes dienen, verwendet werden. Bei solchen Maschinen können Hilfsbewegungen, z. B. zum Rückschelten eines Teils in eine vorher eingenommene Stellung. in der Weise, um eine vorher verwendete Vorrichtung wieder wirksam werden zu lassen, in einfachster Weise ausgeführt werden.
  • Der Vorteil einer Hilfswelle 2o (Fig. 1), die wahlweise mit einer für den Arbeitsgang dienenden Welle 11 oder mit dem Hilfsantrieb 49-53 gekuppelt werden kann, besteht in einer wesentlichen Vereinfachung des Antriebes von verschiedenen Paaren von Kupplungen für zwei oder mehr Hilfsbewegungen zur Behebung von Störungen in verschiedenen Abschnitten des Arbeitsganges, wie z. B. der Ersatz eines zerrissenen Schußfadens oder das Knüpfest eitles zerrissenen Kettfadens. Aber nicht nur der :\iitrieb, sondern auch die Anordnung ist sehr einfach, indem das Paar Kupplungen 54, 56 und 68, 69 unmittelbar auf der Hilfswelle 20 gelagert ist. Sogar die Kupplungsteile 56 und 57 sind mit ihrem gemeinsamen Gegerrkupplungsteil 54, 55 des Hilfsabtriebes .I9-53 auf der Hilfswelle 20 angeordnet.
  • Die eine Kupplungshälfte gemäß Fig. 13 weist einen Klauenring 201 auf, der mit einem Zahnrad 202, wie die Zahnräder 14 und 64 in Fig. 1, einer Wellenbohrung 203 und einer Klaue 216 versehen ist, die mit geneigten Flanken 215 an die Klauenlücke 111 angrenzt. Am Ring 201 ist ferner der achsenparallel aus der Grundfläche der Klauenlücke 211 vorragende Zapfen 212 'befestigt, auf welchem das als Sperrklinke 213 ausgebildete Sperrorgan gelagert ist. Das Sperrstück 2r3° der Sperrklinke 213 wird von der an der Klaue 216 befestigten Blattfeder 214 in seine Sperrstellung gedrückt. Die in axialer Richtung gemessene Höhe H .der Sperrfläche 213c an der Sperrklinke 213 ist größer als die Höhe H der Auflauffläche 216a an der Klaue 216.
  • Gemäß Fig. 12 ist die zweite Kupplungshälfte Zoo hülsenartig ausgebildet und mit einer Innenverzahnung 207 ausgerüstet. Die Kupplungshälfte 204 ist auf der mit Zähnen 2o6 und einem Bund 208 versehenen Welle 205 drehfest, aber in axialer Richtung verschiebbar gelagert. Zwecks Verschiebung der Kupplungshülse 204 auf der Welle 205 ist erstere mit einer Ringnut 210 für den Eingriff einer in der Zeichnung nicht dargestellten Schaltgabel od. dgl versehen. Die dem Kl'auenring 201 der ersten Kupplungshälfte (Fig. 13) zugewendete Stirnseite der zweiten Kupplungshälfte 204 ist mit der in axialer Richtung vorstehenden Klaue 217 ausgerüstet, welche mit den geneigten Mitnehmerflanken 22o an die Klauenlücke 218 angrenzt.
  • Die Bemessung der Klaue 217 und der Klauenlücke 218 ist derart, daß entsprechend Fig. 14 bei eingerückter Hülse 204die Klaue217 indieKlauenlücke 211 des Ringes 2o1 und die Klaue 216 desselben in die Klauenlücke 218 der Kupplungshälfte 204 eingerückt ist, wobei die geneigten Mitnehmerflanken 215 und 22o aufeinander zur Anlage kommen.
  • Die Klaue 217 (Fig. 12) ist mit einer Ausnehmutig 21() versehen. Die Tiefe der :@nschlagfläche 21911 an der Ausnehmung 219 in axialer Richtung entspricht mindestens der axialen Versetzungshöhe (H-h) der Auflauffläche 216° an der Klaue 216 gegenüber der Sperrfläche 213c am Sperrstuck 213°. Die Kante zwischen der einen der geneigten Flächen 220 und dem zylindrischen Mantel der Kupplungshälfte 204 ist durch die Auflauffläcche221 für das Sperrstück 213Q abgeschrägt. Die Auflauffläche 221 verhindert die A litiutzung der Arbeitskante 2136 am Sperrstück 213Q bei dessen Auflaufen auf den zylindrischen :Mantel der Kupplungshälfte 204.
  • Gemäß den Fi.g. 14 bis 16 und 19 bis 23 ist die Funktionsweise der Klauenkupplung folgende. Volt der Welle 205 soll eine Leistung auf das Zahnrad 202 übertragen werden, wobei die Kupplung zwischen der Welle 205 und dem Zahnrad 202 zeitweise unterbrochen werden soll. Mittels der in die ltillgllut 210 eingreifenden Schaltgabel wird die eingerückte Kupplungshülse 2o4 (Fig. 14 und 1g) bei stillstehender Welle 205 und stillstehendem Rad 202 uni die Ausrücklänge, d. h. so weit aus dem Kupplungsring 201 ausgerückt, daß eine RotationsheNvegungsübertragung zwischen den Teilen 201, 2o4 ausgeschlossen ist. Der zylindrische Mantel der Hülse 204 ist hierbei unter der Kante 2136 des Sperrstückes 213Q hervorgeglitten, so daß (las Sperrstück in die Ausnehmung 219 (Fig. 12, 16, 2o) einschwenken kann.Der Kupplungsring 201 ist mit seiner Bohrung 203 frei drehbar, aber in axialer Richtung nicht verschiebbar auf der Welle 20,5 gelagert. Die zwischen. .dem Bund 2o8 der Welle 20,5 und der Hülse 204 eingelegte Feder 209 wird dabei zusammengedrückt. Hört der über die Schaltgabel auf die Hülse 204 ausgeübte Schaltdruck in axialer Richtung auf, so wird unter der Wirkung der Feder 2o9 nur die zur Wellenachse senkrechte Anschlagfläche 2i9Q der Ausnehmung 219 gegen die Sperrfläche 213c am Sperrstück 213Q ,drückt und damit ein abermaliges Einrücken der Kupplung verhindert. In dieser ausgerückten Stellung können nur der Klauenring 201 und das Rad 202 in Richtung des Pfeiles 222 (Fig. 15) eine Drehbewegung ausführen, wobei der in axialer Richtung wirkende Druck der Feder 209 während eines kleinen Drehwinkels über die Stirnfläche der Ausnehmung 219 auf das Sperrstück 213Q abgestützt wird. Bei weiterer Drehung in der Pfeilrichtung 222 läuft die Klauenfläehe 216Q auf die Klaue 217 auf (Fig. 16 und 21), wodurch die Sperrfläche -213c vom Druck der Feder 209 entlastet wird. Bei weiterer Drehung der Kupplungshälfte 201 in der Richtung 222 läuft die Klaue 216 über die Klaue 217 hinweg, wobei die gegenseitige Berührung vorerst bis zur völligen Überdeckung zunimmt (Fig. 22). Die Sperrklinke 213 gelangt hierbei in den zwischen den Klauenlücken 211, 218 liegenden freien Raum, so daß das Sperrstück 213ä unter der Wirkung der Feder 214 nach einwärts schwenkt.
  • Gleitet die Klaue 216 in der Drehrichtung 222 weiter, so nimmt die Überdeckung der Klauen 216 und 217 wieder ab, während die _luflauffläclie 221 unter deren Sperrstück 21311 aufläuft. Beim Weiterdrehen der Kupplungshälfte tot läuft die Kante 2r36 auf den zylindrischen Mantel der Hülse 204 auf, so daß das Sperrstück 213Q entgegen der Wirkung der Feder 214 ausgeschwenkt bleibt. Wenn die Kupplungshälfte 201 beinahe eine volle Umdrehung ausgeführt hat, gleitet die Kante 217Q der Klaue 217 über die Fläche 216Q der Klaue 216 hinunter, so daß sich die Hülse 204 unter der Wirkung der Feder 2o9 Abis zur Anlage der schrägen Fläche 215 an der schrägen Fläche 220 verschiebt. Damit ist die Klauenhülse 204 wieder in die eingerückte Ausgangslage gelangt (Fig. 14 und 19).
  • Um das Einrücken der Klaueli,hülse 204 mit dem Klauenring 201 unter der Wirkung der Kraft der Feder 209 sicherzustellen, auch wenn die zwei Kupplungsteile 201 und 204 mit großer Geschwindigkeit umlaufen, kann an Stelle der Absohrägung 216° an der Klaue 216 die Klaue 2t7 eine Ausnehmung 2176 aufweisen, wo die Klauenoherfläche zurückgesetzt ist (Fig. 19 bis 23). Dadurch wird vor dem Wiedereinkuppeln der Kupplungsteile 201 und 204 eine geringe axiale Verschiebung der 204 hinsichtlich des Klauenringes 201 stattfinden, und zwar hei einer relativen Stellung der beiden Klauen 216, 217, in welcher das Sperrorgan 213 noch nicht in seine innere Sperrstellung einschwingen kann. Durch diese geringe axiale Verschiebung, wenn die beiden Kupplungshälften 201, 204 beinahe oder ganz ihre Wiedereitikupplungsstellung erreicht haben, wird das Sperrorgan 213Q verhindert, in die Ausnehmung 219 einzufallen und eine unerwünschte Sperrung zu verursachen, sofern die Höhe H des sperrenden Teils 213Q gleich oder auch nur ein wenig größer ist als die Höhe h der Klaue 216. Denn dadurch gleitet das Sperrorgan 213 auf der Klauenhülse 204, welche das erstere in seiner äußeren Stellung festhält.
  • Anstatt an jeder der Kupplungshälften 201, 20.1 nur eine Klaue 216, 217 vorzusehen und damit die ausgerückten Kupplungsteile um eine ganze Umdrehung bis zur selbsttätigen Wiedereinkupplung gegeneinander verdrehen zu müssen, wäre es möglich, zwei oder mehr Klauen vorzusehen, wodurch sich die relative Drehung zwischen zwei Kupplungsspielen auf einen entsprechenden Bruchteil der vollen Umdrehung vermindert.
  • Wenn die axiale Höhe H des Sperrorgans 213 größer als die Höhe le der Klauen und sofern keine Ausnehmung 219 vorhanden ist, wird die Kupplung beim Entkuppeln für jede Drehrichtung gesperrt, da, nachdem die Klaue 2t7 von der Sperrfläche 21311 abgleitet, die Kupplungsteile 201, 20.1 eine kleine axiale Verschiebung gegeneinander ausführen. Allerdings müssen beide linden der Klaue 217 mit einer Auflauffläche 221 (Fig. 12) versehen sein.
  • Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 24 weist der Schaftantrieb die beiden _\ntrielistiocken 301, 302 auf, welche hintereinander auf der mit dem Webmaschinenantrieb verbundenen, in Lagern 303Q gelagerten Welle 303 aufgekeilt sind. Der Nocken 3o1 arl@itct atif die kOlle 304 und der Nocken 302 auf (lie IZoille 30;- I )ie Rollütt 304. 305 sind in <lern mit eitler \"erl;ingerung 307 ausgerüsteten, z. B. als Schwinge ausgebildeten Zwischentrieborgatt 3o6 gelagert. Die Schwinge 3o6 ist in einem oder zwei hintereinanderlie,-enden Lagern 308 gehalten, welche @xweglicli am Gestänge 309 und an einem (@etrieheteil 310 der Schalteinrichtung, beispielsweise ;in einem Exzenterbügel, befestigt sind. Der 1lebel 3o9 ist am ortsfesten Zapfen 3 1 r angelenkt.
  • .\in I-Iel)el 309 ist dasL?berwacliungsgestänge336 angelenkt, welches in Wirkungsverbindung mit dem Schalter der Antriebsmaschine oder mit der Kupplung zwischen (fieser und der Welle 303 steht (in der Zeichnung nicht dargestellt). Die Stange 336 überwacht die Position des Lagers 308 und verhindert die Inbetriebsetzung der Webmaschine bei aus der I)etriellsstellutig atisgci-iicktem Exzenterbügel 310.
  • Der Exzenterbi.igcl3ro sitzt auf der Exzenter-Scheibe 3r 2, die atn Wellenzapfen 313 befestigt ist. Der \Vellenzapfen 313 ist am Lager 314 angeordnet und über die Kette 66 und eine ein- und ausrückharc I-Zulpilung 64 an einen Antrieb. z. B. an den \\'eliniascliinenaiitrieb, angeschlossen.
  • Die Triebstange 3t7 ist mit dem Stangenkopf 3t8 ausgerüstet, :in "welchem mehrere Anlenkstellen 319 vorgesehen sind. _\n eine dieser Anlenkstellen 319 ist die Schwinge 3o6 angelenkt. Das andere Eride der Triebstange 317 ist mittels des Zapfens 320 gelenkig an denWinkelhebel 321 angeschlossen, w-clclier aiii ortsfesten Zapfen 322 gelagert ist. Der \Viirkelliel}el 32r ist mit dem am ortsfesten Zapfen 323 gelagerten Winkelhebel 324 mittels der Triebstange 325 verbunden. Über je einen Zwischenhehcl326 sind die Wirkelhebe132r, 324 an eine Stange 327 angelenkt, welche durch die Führungen 327a hindurchgeführt und am Schaft 34 befestigt sind. Der Schaft 34 weist einen oberen und einen unteren Litzenträger 329 auf, an welchen die mit einer Öse 331 versehenen Litzen 33o angeordnet sind. Durch die Ösen 331 sind die Kettfäden 31 hindurchgeführt.
  • 1m Webbetrieb dreht sich die vom Wel>-niaschinenantrieb angetriebene Welle 303 mit den beiden Nocken 301. 302 aus der in Fig. 24 gezeigten Lage im Sinne des Pfeiles 333, wobei der Nocken 3o2 auf die Rolle 305 drückt und die Schwinge 3o6 in ihre Endstellung 306a bewegt. Das Ilclrelgetrielx 317, 321, 325. 324. 326- 327 verschiebt den Schaft 34 in seihe untere Umkehrstellung. Wenn sich die Schwinge in der Endstellung Sofia befindet, so drückt der Nocken 301 auf die lZolle 304, wodurch die Schwinge 3o6 im Gegenuhrzeigersinn bewegt wird und den Schaft 34 wieder in seifte obere Endstellung verschiebt. Die fortgesetzte der Nocken 30r, 302 bewirkt somit (-Hie dauernde oszillierende Bewegung des Schaftes 34. :\uf der Welle 303 sind die für den \ntriel> einer gewünschten Anzahl Schäfte 34 erforderlicheii Nocken aufgekeilt.
  • Wenn eine Störung im Webbetrieb auftritt, wenn lxislüelsweise ein Kettfaden 31 bricht, so wird bekatintlich durch .\tisprechen eines Kontrollorgans, beispielsweise de; hettfadenwächters, die Webmaschine stillgesetzt. Die Nocken 301, 3o2 und die zwangsläufig mit diesen verbundenen Schäfte 34 kommen dann in irgendeiner nicht vorbestimmten Stellung zum Stillstand. Zur Behebung des Weltfehlers, beispielsweise zum Einziehen eines treuen Kettfadens 31 ist es zweckmäßig, wenn (las \Vel)-facli geschlossen wird, was durch Verschieben sämtlicher Schäfte 34 in ihrer zwischen der oberen und der unteren Endstellung liegenden Mittellage erreicht wird.
  • Gemäß Fig.25 werden die für die Fachbildung erforderlichen Schäfte 34 aus irgendeiner Betriebsstellung dadurch in die z,%-eckinäßig dem (eschlossenfach entsprechende Ruhelage, die beispielsweise die Mittellage der Schäfte sein kann, verlagert, daß die Kupplung 64 eingeschaltet wird, wodurch die Exzenterscheibe 312 auf die von der Stillsetzung der Schäfte 34 nicht betroffene Antriebsmaschine geschaltet wird. Die Kette 66 dreht die Exzenterscheibe 312 um i80°, so daß dieselbe in die Stellung 312a gebracht wird und hierbei den Exzenterbügel3ro um die der doppelten Exzentrizität entsprechende Strecke in die Lage 31o,1 verschiebt. Sobald diese neue Stellung erreicht ist, unterbricht die Kupplung 64 automatisch die Drehverbindung zwischen Antrieb und Kette 66. Der Zapfen 308 ist durch die Bewegung des Exzenters 310 in die Stellung 308a und das Gestänge 309 in die Stellung 309a gebracht worden. Dabei ist das Gestänge 336 in die Stellung 336a gerückt und verhindert die Inbetriebsetzung der Webmaschine bzw. der Welle 303. Die Schw=inge 3-o6 ist dabei an die Anschläge 334, 335 gezogen worden, welches ihrer Mittelstellung 3o6,1 entspricht und in welcher die Schäfte 34 das geschlossene Fach bilden. Die Rollen 304, 305 sind dabei von den Nocken 301, 302 in die Lage 304a, 305a weggerückt worden. Wenn der Webfehler behoben ist, wird durch Einschalten der Kupplung 64 die Exzenterscheibe 312a wieder in die in Fi,g. 24 .gezeigte Betriebsstellung 312 gebracht, wodurch die Rollen 304, 3o5 an den Nocken 301, 302 erneut zur Anlage gelangen und die Schäfte 34 in jene Stellung bringen, welche sie nach erfolgter Stillsetzung der Webmaschine einnahmen. Dadurch ist auch die Kontrollstange 336 wieder in ihre Betriebsstellung gerückt, so daß der Webbetrieb durch erneute Schaltung der Welle 303 auf den Antrieb der Webmaschine wieder aufgenommen werden kann.
  • Statt jeden Schaft 34 einer Webmaschine mittels zwei Nocken 301, 302 und den mit diesen zusammenwirkenden beiden Rollen 304, 3o5 anzutreiben, könnte auch nur ein einziger Nocken mit zwei Druckrollen vorgesehen sein. Es wäre auch möglich, für jeden Nocken nur eine einzige Rolle vorzusehen, welche zwecks Gewährleistung der Zwangsläufigkeit beispielsweise in einer im Nocken als Nut ausgebildeten Nockenbahn geführt ist.
  • Beim Schaftantrieb gemäß Fig. 26 und 27 ist die Triebstange 355 mittels des Gelenkes 359 an die Schwinge 356 abgelenkt, wobei die Stange 355 von cineni Exzenter oder von einer Schaftmaschicie 357 angetrieben wird. Die Schwinge 356 ist mit einem Drehzapfen 337 ausgerüstet, der zwischen (1eii beiden Lagerschiebern 358 schwenkbar gehalten ist. Die beiden Lagerschieber 358 sind zwischen den Führungsplatten 338 geführt und je an ein liebelsysteni angeschlossen, das Spiegelsvmmetriscli zueinander angeordnet ist. jeder Schielfer 358 ist gelenkig an einer Schieberstange 33<9 befestigt, die an einen Gelenkzapfen 34o angeschlossen ist. Llher das Gelenk 34o ist jede Schieberstange 339 mit einer Stange 342 und mit dem kürzeren Arin eines Winkelhebels 341 verbunden, der am ortsfesten Zapfen 344 gelagert ist. Der längere Arm des Winkelhebels 341 ist über eine "frielfstange 343 an die Kurbel 345 bzw. 34511 aasgelenkt. Die Kurbeln 345, 345a, welche gegeneinander einen Winkel von 18o" einschließen, sind auf der Welle 346 befestigt. auf welcher drehfest ein Zahnrad 347 angeordnet ist. Das Zahnrad 347 ist Tiber die Kette 66 und eine wie in Fig. 24 gezeigte Schaltkupplung 64 an einen Antrieb, beispielsweise (leas \\"el)mascliinenatitriel) oder einen Handantrielf, angeschlossen.
  • Die Stange 342 ist über ein Gelenk 348 mit den Stangen 349, 350 verbunden. Die Stange 349 ist schwenkbar im ortsfesten Lager 351 gehalten, w ährend 1 jede Stange 35o an einen Gleitschuh 1 352 aasgelenkt ist, der zwischen den beiden Führungsschienen 353 gelagert ist. Die Schwinge 356 läuft bis zwischen die beiden Gleitschuhe 352 und ist mittels des in ihrer Bewegungsachse angeordneten Gelenkzapfens 36o an die Triebstange 354 aasgelenkt. Die Triebstange 354 entspricht der in Fig. 24 dargestellten Stange 317 und' kann in der im vorigen Beispiel beschriebenen Weise mit den Schäften 34 wirkungsverbunden sein.
  • 1)a bekanntlich die Wehmaschinen meistenteils finit mehreren Schäften ausgerüstet sind, so können alle um die gleiche Betriebsachse drehenden, als Schwiiil;e 356 ausgebildeten Zwischentrieborgane von zwei über eine entsprechende Länge (senkrecht zum Zeichnungsblatt) sich erstreckenden Lagerschieben' 358 und zwei Gleitschiebern 352 betätigt werden.
  • Im Betrieb nimmt das Hebelsystem des Schaftantriebes die in Fig. 26 gezeigte Lage ein. Dabei halten die beiden Lagerschieber358 den Zapfen 337 derart ortsfest, daß er drehbar ist. Die Gleitschuhe 352 :find so weit auseinandergerückt, daß die Schwinge 35(i ihre oszillierenden SchwenkbeNveg1ingen ausführen kann. .
  • Sollen nun die Schäfte 34 (Fig. 24) in die dem Ge.schlossenfach entsprechende Mittelstellung geschaltet werden, wie dies zur Behebung von Welffehlerii, beispielsweise von Kettfadenbriichen notwendig ist, so wird die Maschine durch hier nicht iiiilic°r zti erläuternde, vornehmlich von Kontroll-(Mg1,inen betätigte Mittel zum Stillstand gebracht, tvo<Itirch die Schäfte vorerst irgendeine zufällige Stellung innerhalb ihres Weges einnehmen. Zur Bildung des Gesch.lossenfaches wird nun zweck-Über eine Schaltkupplung die Kette 66 angetrieben, so daß die Kurbeln 345, 345a um 18o° in die Stellung 345b bzw. 345c gedreht werden. Diese Drehung bewirkt eine Verlagerung des Hebelsystems in die Stellung 339a 341a. 342a 343a, 349a 35o". Die beiden Lagerschieber 358 werden dadurch nach auswärts in die Stellung 358' und die beiden Gleitschuhe 352 nach einwärts in die Stellung 352" gebracht, wobei die Treibstange 354 in die der Stellung des geschlossenen Faches entsprechende Mittelstellung 354a gebracht wird. Hierbei ist es gleichgültig, «-elche Stellung die Stange 355 mit dem Exzenter bzw. der Schaftmaschine 357 einnimmt, weil die Schwinge 356a innerhalb der geöffneten Lagerschieber 358' sich derart verlagern kann, daß ihre Mittelstellung zwischen den geschlossenen Gleitschuhen 352a auf alle Fälle gesichert ist.
  • \ach Behebung des \\'ebfe.lilers wird das Hebelsystem der Schafteinrichtung durch Drehen der Kurbeln 3456, 345` um 18o° wieder in die in Fig. 26 gezeigte Stellung 345, 345" geschaltet. Durch die Drehung der Kurbeln 345, 3-1-5" werden die Gleitschuhe 352" in ihre Endlagen 352 gebracht, während die sich schließenden Lagerschieber 35811 den Zapfen 357 in seine Mittellage drücken und umschließen. Dabei führt die Schwinge 356 eine Schwenkung am Gelenkzapfen 359 der Triebstange 355 aus, wodurch über die Treibstange 354 die Schäfte 34 wieder in die der Stellung des Exzenters 357 entsprechende Lage gebracht werden, aus welcher heraus der Webbetrieb aufgenommen werden kann.
  • Die Zeit zur Behebung von Störungen wie Webfehler ist verlorene Zeit für das Weben, und es ist vorteilhaft, diese Zeit soviel als möglich zu verkürzen. Besonders für Gewebe mit einem komplizierten Muster bedeutet ein Webfehler den Verlust von einer bestimmten Gewebelänge, wenn noch ein Fehler nicht behoben wird, so daß bisweilen eine größere Anzahl Schußfäden entfernt werden müssen, wenn die Webmaschine nicht sofort stillsteht.
  • Der Vorteil von der Verwendung von Paaren von Kupplungen ist, den Wechsel vorn :'\rbeitsgang zur Schaltung beim Behelfen von Störungen zu vereinfachen, was nur ein einziges Schaltorgan für Webstühle von dem eingangs genannten Typ erfordert und wodurch das# Schließen des Faches in jedem Moment des Arbeitsganges möglich ist.
  • Nun sind in besonderen Fällen während des Arheitsganges niemals alle Schäfte zu gleicher Zeit in der Mittelstellung. Weil nun aber diese Mittel-Stellung unbedingt notwendig ist, um gebrochene t:ettfäden zu knüpfen, so ikann diese Mittelstellung nur dadurch erreicht werden, wenn die oben beschriehene zwangsläufige Verbindung des Schaftantriebes und der Schäfte unterbrochen wird, wie dies in Fig. 24 bis 27 gezeigt ist. Auch wenn verschiedene Schüsse zu entfernen sind und Kette und Gewebe für eine gewisse Länge zurückgeschaltet werden müssen, so kann kein Fehler auftreten, und für jede Riickwärtsschaltung ist nur ein Schaltorgan 9,5 zti betätigen. Ein anderer Punkt ist der, (laß, wenn die Schäfte voii ihrem Antrieb getrennt sind, ein sofortiges Stillsetzen der Weltmaschine notwendig ist. Das Stillegen des :\rl)eitsgatiges, das im folgenden bescliriehen ist. hat den Vorteil, daß keine Zeit N-erlorengeht zwischen Auskuppeln und Bremsen und (laß finit einem einzigen Schaltorgan die Stellung für (las \\'iederinlletriebsetzen des Webstuhles .,()fort erreicht wird.
  • Voin Elektromotor -toi (Fig. 28) wird die Bewegung durch die Transmission 402 auf die Welle 403 geleitet. 1)ie Welle 403 ist mit der Webstuhlwelle 404 durch die Kupplungssclitiben 4o5 und 4o6 verbunden. I )ie Scheibe 4o3 ist verschiebbar auf der Welle 403 und die Scheibe 406 fest auf der \\'elle 4o4 aufgekeilt. Auf die Welle 4o4 ist noch eine Bremstrommel 407 aufgesetzt, welche nornialei-weise mit der Scheibe 4o6 verbunden, aber anschaulicherwei#e getrennt gezeichnet ist.
  • I )ie Welle 404 ist dieselbe wie die Welle 6 in 2. die 1-Zttlllllung 4o5, .3o6 wie die Kupplung 5. 7 und die Bremse 407, 402 wie die Bremse 8 in F i<'. 2.
  • I)er Bremsklotz 4o8 wird durch die Bremsfeder 410 mittels des lireinsliel>els 4o9 auf .die BreinstroinnIel407 gepreßt. ])er Bremshebel 409 ist mit einem zweiarmigen Ilebel 4i i im Gelenk- 412 verbunden. 1)er zweiarmige Hebe1411 steht durch (las Gelenk 413 über die Stange 416 und das Gelenk 417 mit dem in der festen Achse 418 gelagerten l-:insclialthellel4ig in Verbindung. Der Hebel 411 ist noch mit einem Abschlag :314, -der mit dem festen _\ti:clilag 4i5 zusammenspielt, sowie mit einer .\npreßschraube 420 versehen. Die Anpreßschraulk 420 drückt mit der Stoßstange 421, dem II(#l)e1422, der Welle 423 und dem Gabelhebel 424 auf die verschiebbare Kupplungsscheibe 405 und kuppelt dadurch die Welle 403 mit der Welle 404.
  • Ferner steht das Gelenk 412 des zweiarmigen Ilellels 4i i noch mit einer Sperrvorrichtung in Verbindung. Ein Kniehebel 425, 426, .327 ist einerseits finit dein Gelenk 412 und andererseits mit .inem ortsfesten Gelenk 428 verbunden. Ist der Kniehelle) gestreckt, so wird der Bremsbacken 4o8 an der Bremsscheibe 4o7 geliiftet. Eine durch Wächter verstellbare Welle 429 drückt mittels des 1 lebels 430 und der Stoßstange :331 auf den Knieliebel. wobei das Gelenk 412 unter dem Einfluß der lireinsfeder 410 bewegt wird. Auf dem Kniehelle) 42ä, 426. 427 ist ein elektrischer Kontakt 432 angebracht, so (laß der Antriebsmotor .301 erst, wenn der I<niellebel gestreckt ist, betrieben wird.
  • 1)i- .\rlleitswei;e der Vorrichtung ist in Fig. 29 (#rliititei-t. 1)ie Maschine sei durch irgendwelche Störung allgestellt worden. Der Kniehebel 42,3, 42(i, 427 wurde dabei durch die Stange 431 ausgesclIwenkt und (las Gelenk 412 unter dem Ein-Huß (fier Bremsfeder 41o aus der Lage 412" in die Lagre 412' gebracht, in der die Bremse 4o7, 408 angezogen ist. 1)as Gelenk 413 ist in 413 geblieben, weil der Hebel 4ig in seiner voll ausgezeichneten Stellung verblieben ist. Die Verstellschrauhe 420 ist von der Stellung 420" in die Stellung 420' gekommen, wodurch die Kupplung gelüftet wurde.
  • Durch Aufziehen der Stange 416 mittels des Steuerhebels 4i9 wird nun der zweiarmige Hebel 411 zuerst so schräg gestellt, bis sein Anschlag 414 mit dem festen Anschlag 4i3 zusammenkommt, wobei das Gelenk 4i2 in 412' verbleibt. Durch weiteres Ziehen des Gelenkes 413 bis 413" wird das Gelenk 412 wieder nach 412" gebracht, so daß die Sperrvorrichtung wieder gestredkt ist (strichpunktierte Lage). In dieser Lage ist die Bremse gelüftet und derWebstuhl vom Antriebsmotor noch ausgekuppelt. Die Maschine kann dann mittels eines auf der Welle 404 befestigten Handrades von Hand gedreht werden. Der Antriebsmotor ist bereits durch den Kontakt 432 in Betrieb gesetzt worden.
  • Soll die Maschine mit dem Motor 401 angetrieben werden, so wird der Schalthebe1419 aus der strichpunktierten Lage in die voll ausgezeichnete Lage gebracht, bis sich das Gelenk 413 von der Lage 413" in der Lage 413' befindet. Da das Gelenk .112 in seiner Lage 412" durch den gestreckten Kniehebel 425, .126, 427 gesperrt bleibt, wird der Hebel 41i die gestrichelt gezeichnete Lage einnehmen, die Stellschraube 420 in die Lage 420" kommen und das damit verbundene Kupplungsgestänge 421, .322, 423, .324 bewegen. In dieser Stellung bleibt die Bremse gelüftet, und die Webstuhlwelle 404 wird mit der durch den Motor angetriebenen Welle 403 gekuppelt.
  • Damit das Gelernk :113 in 413' bleibt und die Rückwirkung der zum Kuppeln nötigen Kräfte sowie die Kräfte der im Festpunkt 434 angehängten Auslösungsfeder 433 aufnehmen kann, ist die Stange .116 und der Schalthebel 419 so angeordnet, daß sich in dieser Stellung das Gelenk 417 in der Totpunktlage oder sogar jenseits der Totpunktlage befindet.
  • Sollte heim Lauf der Maschine irgendeine Störung eintreten, wird der Kniehebel 425, 426, 427 durch die Stange 431 ausgeschwenkt, wobei unter dem Einftuß der I3remsfeder 41o ,der Hebel 411 von der gestrichelt gezeichneten Lage (Fig. 29) wieder in seine .vollgezeichnete Lage geschnellt wird. Dadurch wird die Kupplung gelöst, indem die Stellschraube 420 in die Lage :12ö kommt, und die Bremse festgeklemmt. Durch Einstellung der Stellschraube :12o kann erreicht werden, daß zuerst die Kupplung .105, 4o6 gelöst und dann die Bremse :1o7, 408 festgeklemmt wird, was zur Schonung der Bremsbeläge und zum schnellen Abstellen des Stuhles sehr günstig ist, wenn beispielsweise die Ausgleichschwungmasse nicht mit der Hauptwelle des Stuhles. sondern mit der Welle 403 verbunden ist.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Durchführung von Hilfsbe-,vegungen an Textilmaschinen bei der leliebun.g von Störungen, dadurch gekennzeichnet, <laß der Arbeitsgang stillgelegt wird, alsdann Teile der Maschine, die bei der Behebung der Störung zu bewegen sind, entkuppelt und hernach bei vorübergehender Sperrung der Kupplung in entkuppelter Stellung mit einem Hilfsantrieb gekuppelt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i bei Verwendung einer lösbaren Kupplung (4o5) zwischen Antrieb und Maschine sowie einer Bremse (4o8) zum Stillegen des Arbeitsganges beim enthuppelten Zustand, dadurch gekennzeichnet, daß durch Ausschalten der in gelöster Stellung der Bremse (4o8) wirksamen Sperrung (425-428) der die Bremse anziehenden Kraft die Kupplung (4o5) über einen mit einem Schaltorgan (4o9) verbundenen zweiarmigen Hebel (411) mit Hilfe dieser Kraft entkuppelt wird.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim Wiederinbetriebsetzen der Maschine das Lösen der Bremse (4o8) durch Bewegen des Schaltorgans (4i9) in einer Richtung und hernach das Einschalten der Kupplung (4o5) durch Bewegen des gleichen Organs (419) in einer anderen Richtung bewirkt wird.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2 hei elektrischem Antrieb der Maschine, dadurch gekennzeichnet, daß während des Lösens der Sperrung (425-428) eine Unterbrechung (432) des Stromkreises des elektrischen Antriebsmotors (4o1) erfolgt.
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrung (425-428) der die Bremse anziehenden Kraft durch ein bei einer Störung betätigtes Überwachungsorgan (48) ausgeschaltet wird.
  6. 6. Textilmaschine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch mindestens ein Paar Kupplungen yon denen eine (12, 13; 68, 69) während des Arbeitsganges und die andere (55, 57; 54, 56) zum Durchführen einer Hilfsbewegung wirksam ist und dabei ein Kupplungsteil (12, 68) der einen Kupplung mit einem Kupplungsteil (57, 56) der anderen Kupplung durch Schaltgestänge (75, 76; 84, 88) verbunden ist und daß ferner der erste Kupplungsteil (12, 68) in entkuppelter Stellung durch eine Sperrung (16, 70) so gehalten wird, daß er zum Abstützen beim Schalten des zweiten Kupplungsteiles (57, 56) mit Hilfe des Gestänges dienen kann.
  7. 7. Textilmaschine nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch ein Schaltorgan (77, 78, 92, 95) für die Hilfsbewegung, welches, in einer Bewegungsrichtung bewegt, die während des Arbeitsganges wirksame Kupplung (68, 69; 12, 13) auskuppelt und hernach, in der entgegengesetzten Bewegungsrichtung bewegt, die bei der Durchführung einer Hilfsbewegung wirksame Kupplung (54, 56; 55, 57) einkuppelt. B. Textilmaschine nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltorgan (77, 78, 92, 95) für die Hilfsbewegung das die Kupplungsteile (68, 56; 12, 57) verbindende Schaltgestänge (75, 76; 84, 85 und 88) betätigt. 9. Textilmaschine nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltorgan (77, 78, 92, 95) für die Hilfsbewegung beim Einkuppeln einer bei der Durchführung einer Hilfsbewegung wirksamen Kupplung (54, 56; 55, 57) selbsttätig, z. B. mittels Federkraft (8o, i 15), bewegt wird. io. Textilmaschine nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch zwei Paar Kupplungen (12, 13; 55, 57/68, 69; 54, 56), wobei die am Verbindungsgestänge (75, 76; 82, 85, 88) angeschlossenen Kupplungsteile (57, 56) der bei der Durchführung . von Hilfsbewegungen wirksamen Kupplungen der beiden Paare mit einem gemeinsamen Gegenkupplungsteil (54, 55) des Hilfsantriebes (49-53) kuppelbar sind. i i. Textilmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, ,daß als Schaltorgan für die Hilfsbewegung eine mit dem Verbindungsschaltgestänge (82, 85, 88) des ersten (12) mit dem zweiten (57) Kupplungsteil gelenkig verbundene Schaltstange (92) vorgesehen ist und vorübergehend als Drehpunkt (133) eines Gliedes (85) dieses Gestänges dient. 12. Textilmaschine nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein bei einer Störung betätigtes Überwachungsorgan (33, 48, 59, 98) mindestens eine Bewegung des Schaltorgans (77, 92) für die Hilfsbewegungen steuert. 13. Textilmaschine nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltorgan (77, 92) einen Kippriegel (1o7, 127) aufweist, der in seiner Arbeitsstellung die Bewewegung einer Antriebsschwinge (ioo, 110, 129) auf das Schaltorgan (77, 92) überträgt. 14. Textilmaschine nach den Ansprüchen 6, 7 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Kippriegel (1o7, 127) entgegen der Wirkung z. B. einer Feder (io8, 128) durch Betätigung eines elektromagnetischen Relais (ioi, 102, 120, 121) in seine Arbeitsstellung gebracht werden kann, wobei ein bei einer Störung ansprechendes Überwachungsorgan (33,48) die Betätigung des Relais (ioi, 102) herbeiführen kann, während in Abhängigkeit der Wiedereinschaltlage einer während des Arbeitsganges wirksamen Kupplung (12, 13) die Betätigung des Relais unterbrochen werden kann. 15. Textilmaschine nach Anspruch6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kupplungsteil (69) einer während des Arbeitsganges wirksamen Kupplung (68, 69) mit dem Nfaschinengestell drehfest verbunden ist. 16. Textilmaschine nach den Ansprüchen Ei und 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein bei einem Bruch eines Kettfadens betätigtes Überwachungsorgan (33) die Bewegung des Schaltorgans (77, 78) zum Schließen des Faches auslöst. 17. T@xtilmaschiiie# stach .\nspruch6, gekenn- zeiciiitet durch citi lrberwachungsorgan (98), ic-clches ist :\1(lt:iugigkeit einer Stellung einer t@-:ihren(1 des \rlx#itst-0rganges wirksamen Ktll>l>ltlllg ((,8, (ich) das 1111)1)e111 der Kupplung (7) z\\-iscl"eil .\titrieb und -Maschine nur frei- gibt, trenn die erstgenannte Kupl)lung (68, 69) @in"(»riickt ist. i`. Textihnaschiiie nach _\tispruch6, dadurch gekennzeichnet. (1a13 (las die Kul)plungsteile (12 111i(1 ,s7; 56 lind (>8) verbindende Schaltgestänge niiii(1<-stens atis zwei @@eletikig miteinander ver- llull(lenell l lelwln (75 # ulld 7(); 82 und 85) be- steht. to. Textilmaschine nach .\nsl)rucli 6, dadurch gekenlizeichnet, daß als Sperrung eines Kupl)- lt111gSteils (12, 68. 201) einer während des Ar- lte@tsi-(@r@@att<@cs tvirksamen Klauenkupplung (12. 13; ()`. (l(); tot. 204) ein Slxrrorgati (16, 70. -r31 t(n-geseh<#n ist. t\-elclles beim Auskuppeln mit seitwin sperrenden Teil (2r3°) derart zwischen l)ci(le I@ul)plutigsteile einfallen kann, daß diese "feile während eines bestimmten i-elati\-en I?reht@-inkels am Wiedereinkttppeln verhindert ii-er(len k('i1111etl. 20. Textilmaschine nach den Ansprüchen 6 sind 19, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale 11ö11(, (II) des sperrenden Teils (213a) des Sllerr(>rgans (21 3) mindestens gleich ist der axialen 1liilie (h) der Kupplungsklaue (216). 21. Textilmaschine nach den Ansprüchen 6 und r9, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperr- organ 06. 70. 213) an einem Kupplungsteil (201 ) drehbar gelagert ist. 22. "Textilmaschine nach den Ansl)rüchen 6 und i g, dadurch gekennzeichnet, daß der rela- tive f )reli« ilil;el, währenddessen der sperrende "feil (213") des Sperrorgans (213) auf einer Klane (217) des einen Kupplungsteils (2o4) gleitet. niiti(lestetis so groß ist, daß die nach- folgende 11a11,- (216) des anderen Kupplungs- teil: (2o1) (Ire erstgenannte (217) um eine be- stimmte L:iiige iil>er(leckt, wenn der sperrende "feil (2f3") von der erstgenannten (217) ab- gleitet. 23. "1_c#xtiltnascliiiie stach den Ansprüchen 6 und r9, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperr- 017,11a11 (231) leim Auskuppeln selbsttätig z. B. mittels eitler Feder (2r4) in die Sperrstellung einfällt. 24. Textilinaschitie nach den Ansprüchen f) und t9. dadurch gekennzeichnet. daß der sper- rende T"-11 (213") auf einer Ausnehmung (219) ist eitler l@l<tue (217) des einen Kupplungsteils (2o4) gleitet und die axiale Höhe (H) dieses Teils gi-(*il.ler ist als die axiale Ausrücklänge, uni (las Sperrorgan selbsttätig mittels einer unter (lern Sperrorgan vorbeidrehenden Klaue (fieses Teils in die .\usrückstellung bringen ztt l;ün1lell. 25. Textihnaschilie nach den Ansprüchen 6> und 19, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Höhe (11) mindestens einer Klaue (217) minde-
    stens au ihrem eine andere Klaue (216) vor dem Wiedereinkuppeln berührenden lai(lt (2i76) von einer Stellung an, in welcher (las Sperrorgan (2r3) noch nicht in (Ire Sperrstellung einfallen kann, um so viel verringert ist, daß infolge der axialen Verschiebung die Klaue (2r7) das Sperrorgan (z13) bis in die Wiedereinkttppelstellung (2r7) in ausgerückter Lage hält. 26. Textilmaschine nach den Ansprüchen und 19, dadurch gekennzeichnet, daß jede Kupplungshälfte zwei oder mehr durch Lücken getrennte Klauen gleicher Länge aufweist, uni mehrere Stellungen für das Wiedereinrücken zu erhalten. 27. Textilmaschine nach Anspruch 6, für die Herstellung von Geweben, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung, mittels welcher die Schäfte (34) während des Webbetriebes zwangsläufig bewegt werden, und ferner durch eine Schalteinrichtung (310-31d; 338-358), mittels welcher zur Erreichung einer für die Behebung von Störungen dienenden Schaftstellung außerhalb desWehbetriebes die zwangsläufige P)ewegungsverbindung zwischen Antriebsvorrichtung und Schäften unterbrochen wird. 28. Textilmaschine nach den Ansprüchen 6 und 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaftantriebsvorrichtung wenigstens ein Zwischentriebsorgan (3o6, 356) aufweist, «-elches um ein von der Schalteinrichtung (310-31d) festgehaltenes Gelenk (3o8, 337) schwingt, «-elches für die Einstellung der zur Behebung von Störungen dienenden Fachstellung verlagert wird. 29. Textilmaschine nach den Ansprüchen 6, 27 und 28, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verlagerung der Drehachse (3087, 337) des bzw. der Zwischentriebsorgane aus der Stellung während des Arbeitsganges das Zwischentriebsorgan (3o6, 356) sich an wenigstens einen Anschlag (334, 335, 352) so anlegt, daß die für die Behebung von Störungen dienende Fachstellung eingestellt wird. -30. Textilmaschine nach den Ansprüchen 6 und 27, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Zwischentriebsorgan (356) mit einem Drehgelenk (337). für den Arbeitsgang und einem _-,£nschlußgelenk (36o) an einen Schaft bzw. an dessen Gestänge vorgesehen ist, wobei die Schalteinrichtung (338-358) einerseits während des Arbeitsganges -den Drehpunkt (337) z. B. mit verstellbaren Anschlägen (358), andererseits beim Beheben von Störungen das Anschlaggelenk (36o) festhält und jeweils das andere durch Verschieben .der Anschläge freigibt. 31. Textilmaschine nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch eine Hilfswelle (20). die wahlweise mit einer für den Arbeitsgang dienenden Welle (lt) oder mit einem Hilfsantrieb (d.9-53) gekuppelt werden kann und von welcher mehrere Bewegungen zur Behebung von Störungen gemeinsam abgeleitet werden können. 32. Textilmaschine nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß ein Paar Kupplunget@ (54, 56; 68, 69) auf der Hilfswelle (2o) gelagert ist. 33. Textilmaschine nach den Ansprüchen 31 und 32, dadurch gekennzeichnet, daß am Verbindungsschaltgestänge (75, 7(1; 82, 85, 88) angeschlossene Kupplungsteile (56, 57) von zwei Paar Kupplungen (12, 13; 55, 57/68, 69; 54, 56) mit dem gemeinsamen Kupplungsteil (54, 55) des Hilfsantriebs (49-53) auf der Hilfswelle (2o) gelagert sind.
DEP27732A 1945-03-05 1948-12-29 Verfahren zur Durchfuehrung von Hilfsbewegungen an Textilmaschinen bei der Behebung von Stoerungen und Textilmaschine zur Ausfuehrung des Verfahrens Expired DE836178C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2157910A1 (en) * 1971-10-26 1973-06-08 Gusken Jean Fast shuttleless weaving machine - for mfr of nap textiles, esp of rayon velvet, etc

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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