CH265845A - Verfahren zur Herstellung eines neuen Azofarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen Azofarbstoffes.

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CH265845A
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E I Du Pont De Nemours Company
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Du Pont
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines neuen     Azofarbatoffes.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Herstellung eines neuen     Azo-          farbstoffes    der Gruppe der     Chrom-azofarb-          stoffe.     



       Gabriel    hat in den     Ber.    der     deutsch.        Chem.          Ges.    20, 1204 (1887) bereits die Verwendung  von     Isochinolin-diol-1,3    als Kupplungskompo  nente für die Herstellung von     Azofarbstoffen     vorgeschlagen. Er verwendete für seinen  Farbstoff     als        Diazoniumsalz    das Benzol  diazoniumchlorid.

   Im Jahre 1932 berichteten  Meyer und     Vittenet        (Ann.    de     Chim.    [101 17,  302) die Kupplung von verschiedenen aroma  tischen     Diazoniumsalzen    mit.     Isochinolin-          diol-1,3.    Der aus dianotierter     1-1'Imino-2-napli-          tol-4-sulfosäure    erhaltene Farbstoff lieferte  aber nach einer versuchten     Nachchromierung     nur eine wertlose braune Färbung.  



  Unseres     Wissens    sind alle bisherigen Ver  suche, brauchbare Farbstoffe mit     Isochinolin-          diol-1,3    als Kupplungskomponente     zu    gewin  nen, fehlgeschlagen.  



  Es wurde gefunden, dass man für die Fär  bung von Wolle, Nylon, Seide und ähnliche  Materialien nützliche, alkohollösliche Farb  stoffe erhalten kann, wenn man ein dianotier  tes     Ortho-hydroxy-sulfo-arylainin    mit einer  ein     6-Hydroxy-2    (1)     -pyridon-Radikal    enthal  tenden Verbindung kuppelt und den so er  haltenen Farbstoff durch Behandlung mit  einer Verbindung eines     11letalles    vom Atom  gewicht zwischen 50 und 64 in den betreffen  den     Farbstoff-Metall-Komplex    überführt.

      Das vorliegende Patent     betrifft    ein Ver  fahren zur Herstellung eines neuen     Azofarb-          stoffes,    das dadurch gekennzeichnet ist, dass  man     4-Chlor-2-aminophenol-6-sulfosäure        dia-          zotiert    und hierauf mit     Isochinolin-diol-1,3     kuppelt.

      Da. die für dieses Verfahren verwendete       4-Chlor-2-aminophenol-sulfosäure    in     ort.ho-          Stellung    zur     Aminogruppe    eine     Hydroxyl-          gruppe    trägt, ist der erhaltene Farbstoff be  fähigt, mit Metallsalzen zu reagieren und  einen Komplex mit dem betreffenden Metall  zu bilden.     Als          3Ietallisierung     wird gewöhn  lich eine     Cliromierung    durchgeführt;

   es ist  aber auch     niöglieh,    ein durch Chrom ersetz  bares Metall, wie     Cu,    Co, Ni, Fe, V in den  Farbstoff einzuführen, wobei der so metalli  sierte Farbstoff dann nach dem Färben auf  der     Faser        nachehromiert    werden kann.    Der erhaltene Farbstoff ist als freie Säure  gelb und     löslieli    in Alkohol, aber     sehw    er  löslieb in Wasser; sein     Natriumsalz    ist rot  und mässig     löslieh    in Wasser. Er ist unbe  ständig gegen kochende Alkalien und färbt.  Wolle in einem sauren Bad leuchtend gelb,  welche Farbe bei Behandlung mit.

   Kupfer  salzen     naeli    braunorange     umsehlä,-t.     



  Der Chromkomplex des Farbstoffes ist       wasserlöslich,        beständig    gegen Soda,     Ätz-          alkalien,    Ammoniak und Säuren, unempfind  lich gegen Kupfersalze und färbt tierische  Fasern in einem sauren Bad zu einem leuch-           tenden,    licht-,     walk-        und    waschechten Blau  rosa.  



  Der erhaltene Farbstoff kann     als    solcher  zum Färben von Seide, Wolle, Nylon und  ähnlichen Materialien verwendet werden, wo  bei er auf der Faser     nachchromiert    wird. Er  kann für denselben Zweck auch als fertiger  Metallkomplex, vorzugsweise als Chromkom  plex, verwendet werden.  



       Als    Kupplungskomponente wird im vorlie  genden Verfahren     Isochinolin-diol-1,3    ver  wendet, dessen Formel in zwei verschiedenen  Formen geschrieben werden kann:  
EMI0002.0008     
    Die Kupplung     kann    unter     verschiedenen          Bedingungen    durchgeführt werden. Entweder       beit    einer Temperatur von     ungefähr    0  C in       ätzalkalischer    Lösung, in der Kälte oder bei  Zimmertemperatur in     carbonatallialischer    Lö  sung oder bei Temperaturen von der Grössen  ordnung 50-60  C in essigsaurem Milieu.  



  Das vorliegende Verfahren zur Herstel  lung     eines        als        Chromat-    oder     Nachehromier-          Farbstoff    geeigneten     Azofarbstoffes    unter  scheidet sich von den bisher üblichen Ver  fahren zur     Herstellung    solcher Farbstoffe  und liefert unerwartete Resultate sowohl hin  sichtlich der Qualität des Farbstoffes selbst  als der damit erzielten Färbungen. Zur      Me-          ta.llisierung     kann der erhaltene Farbstoff  am     Rückflusskühler    mit der     wässerigen    Lö  sung eines     Metallsalzes,    z.

   B. von Kupfer,  Kobalt, Eisen, Nickel und     Vanadin,    die alle  durch Chrom ersetzbar sind, erhitzt werden.  Der erhaltene metallische Komplex wird auf  die Faser ziehen gelassen und nachträglich       chromiert.    Die Reaktionszeit zur Herstellung  der     Metallkomplexe    ist je nach Metall ver  schieden. In einigen Fällen muss nur wenige    Minuten, aber in andern mehrere Stunden  erhitzt werden.

   Im Färben von Wolle durch       Chromieren    oder     Nachchromieren    werden aus  gezeichnete Ergebnisse erzielt bei Verwen  dung des     Kobaltkomplexes,    welcher     auf    der  Faser durch     Chromierung    oder     Nachchromie-          ren    in den Chromkomplex übergeführt wird.  Der Austausch der Metalle verläuft sehr  rasch     vollständig.     



  Der nach dem vorliegenden Verfahren er  haltene Farbstoff kann in den Chromkomplex  übergeführt werden, welcher leicht löslich in  Alkohol und von erstaunlicher Widerstands  fähigkeit ist. Wird eine Alkohollöslichkeit  verlangt, so     wird    .der Farbstoff vorzugsweise  in der freien Säureform in den Handel     ge.     bracht und nicht in der sonst gebräuchlichen  Form von     Alkalimetallsalzen.    Wird der  Chromkomplex     als    solcher hergestellt, so wird  der isolierte Farbstoff in     ätzalkalische    Lösung  verbracht, die stark     alkalisch    ist gegenüber       Claytongelb-Reagenzpapier;

      nach einer Stunde  kann der Farbstoff dann aus der Lösung aus  gesalzen werden     und    wird dann während etwa.  20 Stunden zusammen mit einem dreiwerti  gen Chromsalz, z. B. dem Acetat,     Fluorid,          Formiat    oder Sulfat, am     R.ückflusskühler    er  hitzt. Die stark alkalische Lösung kann auch  einfach neutralisiert werden und das     Chro-          mieren    in Gegenwart des entstandenen Salzes       durchgeführt    werden. Die     Chromierlösungen     sollten während des     Erhitzens    nicht alkalisch  sein.

   Werden andere     l1etallkomplexe    als  solche des Chroms in reiner Form gewünscht,  so kann die Behandlung mit     Ätzalkali    unter  bleiben.  



  Im folgenden     Beispiel    wird das erfin  dungsgemässe Verfahren und die Bereitung  eines Chromkomplexes aus dem erhaltenen  Farbstoff näher erläutert.    <I>Beispiel:</I>    22,35 Teile von     4-Chlor=2-aminophenol-6-          sulfonsäurewerden    in der üblichen Weise bei       l0-15     C in 500 Teilen     Wasser        unter    Ver  wendung von 35,5 Teilen     10-normaler    Salz  säure und 6,9 Teilen     5-normaler    Natrium  nitritlösung dianotiert.

   Die erhaltene Diazo-           niumsalzlösung    wird     langsam    einer Lösung  von 16,9 Teilen     Isoehinolin-diol-1,3,    4,4 Teilen       Natriumhydroiyd    und 20 Teilen Soda in 500  Teilen kaltem Wasser zugesetzt. Die Kupp  lung ist in wenigen     Minuten    vollständig;  dann wird der Farbstoff in der     üblichen    Art  durch den Zusatz von     Koehsalz    und Ab  nutschen von der     Lösung    isoliert.

   Der nasse  Filterkuchen wird dann bei Zimmertempera  tur während einer Stunde in 1000     Teilen     Wasser verteilt. unter Zusatz von Natronlauge  in gerade ausreichender Menge, um der Lö  sung eine starke alkalische Reaktion zu ertei  len gegenüber     Claytongelb-Papier.    Nach  einer Stunde wird die     Alkalinität    der     Lösung-          in    solchem Ausmasse vermindert,

   dass sie ge  rade nicht mehr alkalisch ist gegenüber     Bril-          lantgelb-Papier.    Der in     Lösung    befindliche  Farbstoff entspricht der Formel  
EMI0003.0017     
    Zu der neutralisierten Lösung werden 20  Teile     Chromfluorid    zugefügt und das Ganze  während mehreren Stunden am     Rüekfluss-          kühler    erhitzt. Sobald die Bildung des Chrom  komplexes vollständig ist, hat die     Lösung     eine tiefviolette Färbung angenommen und  ist frei von rotbraunen Teilchen. Der Chrom  komplex wird mit Kochsalz     ausgesalzen    und       abfiltriert.     



  Wird dieser Farbstoff in üblicher Art  zum Färben von Wolle in einem 4-6     7"     Schwefelsäure enthaltenden Bade verwendet  (berechnet auf das Gewicht der zu behan  delnden Wolle), so wird eine gleichmässige  Färbung in einem glänzenden     Blaurosaton     erreicht, welche lichtecht, wasch- und walk  fest ist.  



  Die freie Säureform dieses     Farbstoffes    hat  eine ausgezeichnete Löslichkeit in Alkohol. Er  ist sehr leuchtend und bedeutend stärker als  die bisher im Handel befindlichen alkohollös  lichen Blaurote, und sehr lichtecht.    Chromverbindungen des Farbstoffes mit  ähnlichen Eigenschaften werden erhalten,  wenn das     Chromieren    mit einem andern     Chro-          miermittel,    z. B.     Chromformiat,    Chromsulfat  oder Chromacetat, erfolgt.  



  Der     Farbstoff    kann auch in einen Kobalt  komplex     umgewandelt        werden    durch Erhitzen  in Wasser mit einem mässigen     Cberscliuss    an  einem     Kobaltsalz,    z.

   B.     Kobaltacetat    oder     No-          baltehlorid.    Der gebildete rotbraune Kobalt  komplex kann auf Wolle     gebraeht    werden  und die     Färbungen    können in der üblichen  Weise     nachchromiert    werden     zri    dein     leueli-          tenden    Blaurosa des     Chromkomplexes.    Auf  solche Art erhaltene Färbungen sind sehr  lichtecht und besitzen gute Wusch- und     Walk-          f        estigkeit.     



  Wenn die     Kupplung    des     Farbstoffes     nicht in einer Mischung von Natronlauge und  Soda erfolgt, sondern nur in einem     ä.tzalka-          lisehen    Medium, oder     wenn    die Kupplung in  einem essigsauren Medium bei erhöhter Tem  peratur erfolgt, so wird ein Farbstoff von  ähnlichen     Eigenschaften    erhalten.

   Es ist aber  vorteilhaft, gleichgültig unter     welchen    Bedin  gungen gekuppelt wird, den     gekuppelten     Farbstoff in     ätzalkaliselie        Lösun-'zri    verteilen  und vor     dein        Chromieren        auszuwasehen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines neuen Azofarbstoffes, dadurch gekennzeiehnet, dass man 4-Clilor-2-aminophenol-sulfonsäure di- azotiert und hierauf mit Isoebinolin-diol-1,3 kuppelt. Der erhaltene Farbstoff ist gelb, und lös lich im Alkohol; sein Natriumsalz ist rot, mässig löslich in Wasser; er ist. unbeständig gegenüber kochender N atronlaugelösung. Der Farbstoff bildet mit.
    Chromsalzen einen wasserlösliehen, ge;-en Alkalien und Säuren beständigen, gegen Kupfersalze un empfindlichen Chromkomplex, welcher tieri- sehe Fasern aus einem sauren Bad leuchtend blaurosa färbt; die Färbung ist licht-, walk- ,ind waschecht.
CH265845D 1943-07-02 1947-07-10 Verfahren zur Herstellung eines neuen Azofarbstoffes. CH265845A (de)

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