CH266097A - Verfahren zur Herstellung von B-Mercapto-valin. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von B-Mercapto-valin.

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CH266097A
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  Verfahren zur Herstellung von     ss-b1ereapto-valiu.       Gegenstand der Erfindung ist. ein Ver  fahren zur Herstellung von     ss-Mercapto-v        alin,     welches eine neue Verbindung ist.  



  Erfindungsgemäss wird     ss-Mereapto-v        aliu     dadurch erhalten, dass     ss-Benzylmercapto-          valin    in Gegenwart eines wasserfreien Lö  sungsmittels zwecks     Entfernens    der     Benzyl-          gruppe    durch reduktive Spaltung mit einem         Alkalimetall    behandelt und das erzielte     Al-          kalimetallsalz    des     ss-llercapto-valins    mit einer  sauren Substanz behandelt wird, um die Al  kalimetallionen durch Wasserstoff zu ersetzen.  



  Die erste Stufe, nämlich die     Reduktion     unter Bildung eines     Alkalimetallsalzes    des       ss-Mercapto-valins,    lässt sich durch folgende  Gleichung wiedergeben:  
EMI0001.0018     
    Als Lösungsmittel     kommt.    in erster Linie       flüssiges    Ammoniak in Betracht. Man kann  aber auch z. B.     Butanol    verwenden.  



  Wenn als Lösungsmittel bei der Reduk  tion Ammoniak verwendet wird, so wird zur  Erzeugung des freien     ss-Mercapto-valins    das       Alkalisalz    zweckmässig in seiner     ammoniakali-          schen    Mutterlauge mit     Ammoniumchlorid    be  handelt, wodurch die     Natriumionen    unter  Bildung von     Natriumehlorid    ersetzt werden  und sich die freie Säure bildet. Überschüssi  ges Ammoniak lässt sieh dann durch Ver  dampfen oder in anderer Weise entfernen,    wobei rohes     ss-llereapto-valin    mit     Beimengung     von Natrium- und     Ammonittmchlorid    ent  steht.  



  Das     ss-1lereapto-valin    bildet sowohl mit  Säuren als auch mit Basen Salze.  



  Es reagiert ferner mit     Sehwermetallionen,     wie     Kupferionen,    unter Bildung von kom  plexen Salzen selbst. bei niedrigen Metallionen  konzentrationen. Diese Eigenschaft macht die  Verbindung als     metallentaktivierendes    Mittel  verwendbar.  



  Die erfindungsgemäss hergestellte Verbin  dung     ist    auch in der experimentellen Me-           dizin    und     als        Zwischenprodukte    für die Her  stellung von chemotherapeutischen     lind    phar  mazeutischen Substanzen anwendbar. Sie soll  ferner zum     Ermitteln    der Struktur von kom  plexeren organischen     Verbindungen    verwen  det werden.  



  Der Ausgangsstoff des erfindungsgemässen  Verfahrens, das     ss-Benzylmercapto-valin,    ist  ebenfalls neu; eine Methode zu seiner Her  stellung ist in der     schweiz.    Patentschrift  Nr. 260304 beschrieben.    <I>Beispiel:</I>  Ein Gemisch von 192 g     Äthyl-a-nitro-di-          methylacrylat    mit 1-2 g     Piperidin    wird  langsam unter Rühren mit 138 g     Benzyl-          mercaptan    versetzt.

   Die Reaktion verläuft       exotherm.    Die Zugabe des     Benzylmercaptans          wird    derart bemessen, dass die Temperatur  des Reaktionsgemisches auf     annähernd    50  C  bleibt. Das Produkt wird hierauf über Nacht  bei Zimmertemperatur stehengelassen.  



  Das rohe Produkt,     Äthyl-a-nitro-ss-benzyl-          mercapto-isovalerat,    wird hierauf mit Zinn  und trockenem     HCl    in Methanol reduziert.  Zu diesem Zwecke     gibt    man dem gemäss  obigem Absatz erhaltenen, rohen     Produkt     400 g metallisches Zinn und 1100     cm3     Methanol     ztt.     



  Man leitet hierauf     HCl    in das Reaktions  gemisch, und zwar so, dass die Temperatur  50  C nicht übersteigt. Nachdem sich das  Zinn aufgelöst hat und die     Lösung    klar ge  worden     ist,    lässt man die Reaktionsmasse im  Kühlschrank über Nacht stehen. Das     Zinn-          Doppelsalz    kristallisiert aus und wird     abfil-          triert.    Das Filtrat wird im Vakuum bei 60  bis 70  C auf weniger     als    die Hälfte seines       ursprünglichen        Volumens    eingedampft.

   Her  nach versetzt man mit Wasser     lind    sammelt  eine weitere Kruste von     krist.        Zinnsalz.    Die  Gesamtmenge des Zinnsalzes, 520 g, wird in  90     %        igem    Methanol gelöst und mit Natrium  bicarbonat     bis    zu einem     pH-Wert    von 6-7  versetzt.. Die     Lösung    wird     alsdann    mit Schwe  felwasserstoff behandelt, um das Zinn auszu  fällen.

   Das Zinnsulfid wird     abfiltriert,    der       PH-Wert    erneut auf 6-7 eingestellt und die         Lösung        abermals    mit.     Schwefelwasserstoff    be  handelt.. Dies wird so lange vorgenommen, bis  alles Zinn entfernt ist.  



  Das Filtrat wird hierauf im Vakuum zur  T     roclme    eingedampft, der     Rüel-#stand    in  300     cm3    Methanol gelöst und die erzielte Lö  sung     erwärmt.    und     zur    Entfernung des Na  triumchlorids filtriert. Nach dem Eindampfen       des    Filtrats zur Trockne erhält. Iran 200  eines viskosen Sirups, was einer Ausbeute von       63,6ö        ss-Benzylmereapto-valin ithylester-h@--          drochlorid,    bezogen auf     Äthy-l-a-iiitro-di-          methylacrylat,    gleichkommt.  



  Annähernd 45 g des wie beschrieben er  hältlichen     ss-Benzyimereapto-valinester-hydro-          chlorids    werden während 3 Stunden mit  200 cm?     6n-Salzsäure    unter     Rückfluss        gekocht.     Das freie     ss-Benzylmereapto-v        alin    wird durch  Behandeln der Lösung mit     Natriunihydroxy < l          bis    zu     einem        pH-Wert    6 ausgefällt. Das Ge  miseh wird gekühlt, filtriert und der Nieder  schlag mit. wenig kaltem Wasser, Alkohol und  Äther gewaschen.

   Dabei erhält man 39       (71%)        ss-Benz@7lmercapto-valin    vom Schmelz  punkt     208--209"    C.  



  Eine Lösung von 20     g        ss-Benzylniereapto-          valin    in 300     em@    flüssigem     Ammoniak        wird    in  einen mit einem     Rührer    versehenen Kolben  eingetragen. Hierauf wird mit 4,3 g metalli  schem Natrium in kleinen Mengen versetzt,  bis eine mindestens während 20     Minuten    be  ständige blaue Farbe erzeugt wird. Nun     wird     in kleinen Portionen eine äquivalente Menge       Ammoniumchlorid    zugesetzt.

   Das überschüs  sige Ammoniak wird zuerst durch     Erwärmen     des     Reaktionsgemisches    auf dem Wasserbade  und hierauf während einigen Stunden     ii.i          Vakuum    verdampft. Der     Rückstand        wird    in  150     cm-    Methanol     anuesehlämmt.    Hernach  wird     HCl    eingeleitet, bis das Reaktions  gemisch     congosauer        reagiert,        lind    das     Gemisch     gerührt, bis alle rosafarbenen Partikel gelöst  oder weiss geworden sind.

   Das Reaktions  gemisch wird hierauf filtriert, um     Natrium-          und        Ammoniumchlorid    zu     entfernen.        Nach     dem Eindampfen des Filtrates im     Vakuni     erhält man 17 g rohes     ss-Mercapto-valinhy        dro-          ehlorid.    Dieses Produkt wird durch     erneutes         Lösen in einer minimalen Menge Methanol  gereinigt und hierauf filtriert und im  Vakuum     7111-    Trockne eingedampft.

   Dabei er  hält man 15 g     ss-lIercapto-valin-hy        drochlorid,     eine weisse feste Substanz, welche bei 170 bis  175  C unter Zersetzung schmilzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von ss-'-Her- eapto-valin, dadurch gekennzeichnet, dass ss-Benzylmereapto-valin in Gegenwart eines wasserfreien Lösungsmittels zwecks Ent- fernens der ss-Benzylgruppe durch reduktive Spaltung mit einem Alkalimetall behandelt und das erzielte Alkalimetallsalz des ss-Mer- capto-valins mit einer sauren Substanz be handelt wird,
    um die Alkalimetallionen durch Wasserstoff zu ersetzen. Das ss-1VTercapto-valin bildet sowohl mit Säuren als auch mit Basen Salze, reagiert mit Schwermetallionen unter Bildung von kom plexen Salzen, besitzt. daher metallentaktivie- rende Eigensehaften und soll auch als Zwi schenprodukt für die Herstellung von chemo therapeutischen und pharmazeutischen Sub stanzen Anwendung finden; sein Hydro- ehlorid schmilzt bei 170-175 C. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Lösungsmittel flüssiges Ammoniak verwendet -wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeiehnet, dass als Lösungsmittel ein Alkohol verwendet wird.
CH266097D 1944-07-17 1945-08-28 Verfahren zur Herstellung von B-Mercapto-valin. CH266097A (de)

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