CH266510A - Verfahren zur Herstellung von Oestron. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Oestron.

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CH266510A
CH266510A CH266510DA CH266510A CH 266510 A CH266510 A CH 266510A CH 266510D A CH266510D A CH 266510DA CH 266510 A CH266510 A CH 266510A
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rac
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Aktiengesellschaft Ciba
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Ciba Geigy
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    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Oestron.       Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur Herstellung von     d-          Oestron.     



  Es wurde gefunden, dass man zu einem  mit dem natürlichen     d-Oestron    identischen  Produkt gelangen kann, wenn man     erfin-          dungsgemäss    den     1-Oxo-2-methyl-7-methoxy-          1,2,3,4,9,10,11,12-octahydrophenantliren        2-car-          bonsäuremethylester    vom F.

   133 bis 1350,  einen     Halogenessigsäuremethylester    und Zink  aufeinander einwirken lässt, das Umsetzungs  produkt     hydroly        siert,    aus dem so erhaltenen       Oxyester    Wasser abspaltet, die entstandene  Doppelbindung mit     Wasserstoff        absättigt,    im  gebildeten     rac.        7-1llethy        1-marrianolsäureme-          thylester    vom F.

   95 bis 960 die     Carbomethoxy-          gruppe    in der     lständigen    Seitenkette verseift,  den bei 171 bis 1730 schmelzenden Halbester    nach der Reaktion von     Arndt-Eistert,    gefolgt  von einer     Verseifung,    über das Säurechlorid  und das     Diazoketon    in die     7-Methyl-homomar-          rianolsäure    vom F. 225 bis 2270 umwandelt,  diese Verbindung mit einem     Cyclisierungsmit-          tel    behandelt, den erhaltenen     rac.        Oestron-          methZTläther    vom F.

   139 bis 1400 durch Hydro  lyse ins freie     rac.        Oxyketon    vom F. 248 bis       2501)        verwandelt,        letzteres    in das Gemisch der  beiden     diastereoisomeren        l-Menthoxyacetate     überführt und daraus das bei 132 bis 1340  schmelzende     1-11enthoxy        acetat    durch Kristal  lisation abtrennt und     zum        d-Oestron        hydroly-          siert.     



  Die     Synthese    kann zum Beispiel durch fol  gendes Reaktionsschema veranschaulicht wer  den:  
EMI0001.0048     
    
EMI0002.0001     
    Die bei dieser Synthese erhaltenen Zwi  schenprodukte sind neu.  



  Der als Ausgangsmaterial verwendete     1-          Oxo    - 2     -methyl    - 7 -     methoxy        -1,2,3,4,9,10,11,12-          octahydro-phenanthren    - 2 -     carbonsäuremethyl-          ester    vom F. 133 bis 1350 kann nach dem  Verfahren gemäss     sehweiz.    Patent     Nr.263974     oder Nr. 262273 erhalten werden.  



  Unter der Reaktion von     Arndt-Eistert    ist  das in B. 68, 200 (1935)     umschriebene    Ver  fahren zur Überführung einer     Carbonsäure    in  das nächsthöhere Homologe zu verstehen.  



  <I>Beispiel:</I>       Eine    Lösung von 6 Gewichtsteilen     1-Oxo-          2    -     methyl    - 7 -     methoxy    -1,2,3,4,9,10,11,12-octa-         hydro-phenanthren-        2-carbonsäuremethylester     vom F.

   133 bis 1350 und der Formel  
EMI0002.0022     
    in 90     Volumteilen    Benzol und 90     Voluinteileii     Äther wird nach Zugabe von 18 Gewichts  teilen aktiviertem Zink, 0,6 Gewichtsteile Jod       und    6     Volumteilen        Bromessigsäuremethyl-          ester    16 Stunden in Stickstoffatmosphäre un  ter Rühren gekocht. Nach dem Abkühlen gibt  man verdünnte eiskalte Essigsäure zu, trennt      die leicht gefärbte     Benzol-Äther-Lösung    ab  und schüttelt sie so lange mit verdünnter       wässeriäer        Ammoniaklösung,    bis letztere nicht  mehr gefärbt wird.

   Nach dem Waschen mit  Wasser und Trocknen wird das organische  Lösungsmittel verdampft und der Rückstand  aus Methanol umkristallisiert. Der so gewon  nene     1-Oxy-7-methyl-marrianolsäuredimethyl-          ester    der Formel  
EMI0003.0006     
    schmilzt nach weiterem     Umlösen    aus Metha  nol bei 95 bis 960.  



  Zwecks Wasserabspaltung kocht man 10  Gewichtsteile des obigen     Esters    vom F. 95 bis  960 in einer Mischung von 100     Volumteilen          Pyridin    und 10     Vollanteilen        Phosphoroxyclilo-          rid.    Nach etwa     .15        Minuten    kühlt man die Mi  schung ab, giesst sie auf Eis, gibt. überschüs  sige Salzsäure     zu    und     ninvnt    das ausgefallene  Reaktionsprodukt in Äther auf. Die mit.

   Salz  säure und Wasser gewaschene     Ätherlösung     wird hierauf getrocknet, verdampft, und der  sofort kristallisierende Rückstand aus einer  Mischung von Aceton und Methanol umkri  stallisiert. Man erhält zur Hauptsache den un  gesättigten     7-Methyl-marrianolsäuredimethyl-          ester    vom F. 112 bis     114e.    Der aus der Mutter  lauge gewonnene     isomere    Ester schmilzt bei  89 bis<B>910.</B>  



  Die bei der     Wasserabspaltung    gebildete  Doppelbindung kann zum Beispiel wie folgt  mit Wasserstoff     abgesättigt    werden: 1 Ge  wichtsteil des bei 112 bis     1140        ,schmelzenden          ungesättigten        7-Methyl-marrianolsäuredime-          thylesters    wird in Gegenwart von 0,1 Ge  wichtsteil     Palladium-Mohr    und 60     Volumtei-          len    Eisessig bei etwa 600 in     -N#@Tasserstoffatmo-          sphäre    geschüttelt.

   Nach Aufnahme der für  1     illol- < lquivalent    berechneten Menge     Wasser-          stoff        kommt.        die     zum Stillstand.  Die vom Katalysator filtrierte und ver  dampfte     Eisessiglösung    hinterlässt ein farb  loses öl, das beim Stehen mit Methanol teil-    weise kristallisiert und nach weiterem Um  lösen den bei 95 bis 960 schmelzenden reinen       rac.        7-llethyl-marrianolsäuredimethylester    lie  fert.

   Aus dem öligen     llutterlaugenprodukt     wird nach längerem Stehen in der Kälte ein       isomerer    Ester gewonnen, der nach mehrmali  gem     Umlösen    aus einer Mischung von Äther  und     Petroläther    bei 91 bis 930 schmilzt und  mit dem     Dimethylester    vom F. 95 bis 960 eine  deutliche     Schmelzpunktsdepression    ergibt.

   Die  beiden     isomeren        Dimethy        lester    lassen sich zum  Beispiel durch alkalische Hydrolyse bei etwa  <B>1600</B> in die     entsprechenden        isomeren        7-Methyl-          marrianolsäuren    überführen, woraus     diuch     weitere Hydrolyse, z. B. mit     Pyridinhydro-          chlorid,    bei etwa     18011    die freien     Marrianol-          säuren    gewonnen werden können.  



  Der bei 95 bis 960 schmelzende     rac.        7-Me-          thyl-marrianolsäuremethy        lester    lässt sich wie  folgt zum natürlichen     Oestron    aufbauen:

   6     Ge-          wiehtsteile    desselben kocht. man     zwecks        Ver-          seifung    der     Carbomethoxy-gruppe    in der       lständigen        Seitenkette    17 Stunden in einer  Mischung von 500     Volumteilen    Methanol     und     250 V     olumteilen        0,1-n-wässeriger        Kalium-          hy        droxydlösung.    Die     Misehung    wird hierauf  mit.

   viel Nasser verdünnt,     ausgeäthert,    wobei  Spuren Ausgangsmaterial zurückgewonnen  werden, und die alkalische Lösung angesäuert.  Der kristallinisch ausfallende     rac.        7-lvlethyl-          marrianolsäurehalbester    schmilzt nach Um  lösen aus     Aceton-llethanol    bei 171 bis     173 .          1-Gewichtsteil    davon wird zur Überführung  ins Säurechlorid in 10     Volumteilen    Benzol       aufgesehlänmlt    und nach Zugabe von 1     Vo-          lumteil        Oxalylchlorid    über Nacht bei Raum  temperatur 

  stehengelassen. Durch Verdamp  fen des Lösungsmittels erhält man das     Säure-          ehlorid,    das ohne weitere Reinigung in Benzol  gelöst und mit eiskalter ätherischer     Diazo-          methanlösung    versetzt wird. Das nach Ver  dampfen des Lösungsmittels gewonnene, gelb       -,efärbte        Diazoketon    wird in 50     Volumteilen     Methanol     aufgenommen    und die Lösung nach  Zugabe von 2 Gewichtsteilen frisch gefälltem  und getrocknetem     Silberhydroxy    d bis     ziem     Aufhören der Stickstoffabspaltung gekocht.

    Das aus der filtrierten     Methanollösung    erhal-           tene        Umsetzungsprodukt    wird hierauf zwecks       Verseifung    der beiden     Carbomethoxygruppen          üi    einer     Mischung    von 10     Vollunteilen        Allw-          hol,    1     Volumteil    Wasser und 3 Gewichtsteilen       Kaliumhydroxyd    im offenen Gefäss auf 160  bis 1700 erhitzt.

   Das nach Verdampfen der       Lösungsmittel    fest ausgefallene     Kaliumsalz     nimmt man in Wasser auf     und    säuert die alka  lische     Lösung    nach     Ausschütteln    mit Äther an.

    Die nach     Umlösen    aus Methanol bei 225 bis  2270     schmelzende    Säure stellt die     rac.        7-Me-          thyl-homomarrianolsäure    der Formel  
EMI0004.0022     
    dar. 0,5     Gewichtsteile    dieser     Dicarbonsäure     werden mit 0,5     Gewichtsteilen        Bleicarbonat     vermischt, bis zum Eintreten der Reaktion er  hitzt und dann im Hochvakuum destilliert.

    Das bald erstarrende Destillat löst     man    in  Methanol, entfärbt mit Tierkohle und erhält  nach dem Einengen den     rae.        Oestron-methyl-          äther    vom F. 139 bis 1400. 0,5 Gewichtsteile  davon werden mit 5 Gewichtsteilen     Pyridin-          hydrochlorid    vermischt und 4 Stunden     auf     etwa 1800 erhitzt.

   Durch Behandlung der er  kalteten Schmelze mit     Salzsäure        lind    Äther,  Schütteln der Ätherschicht mit wässeriger       Kaliumhydroxydlösung    und Ansäuern der  alkalischen Auszüge, erhält man das     rac.          Oestron,    das nach     Umlösen    aus Methanol bei  248 bis 2500     schmilzt.    Zur     Spaltung    des     Race-          mates    in die optischen Antipoden führt man  0,2     Gewichtsteile        rac.        Oestrom    vom F.

   248 bis  2500     mittels    0,5     Volumteile    l-Menthoxyacetyl-         chlorid    in einer Mischung von     Dioxan    und       Pyridin    in das     l-Menthoxyacetat    über. Das  nach fraktionierter Kristallisation aus Metha  nol erhaltene, bei 132 bis 1340     schmelzende          b-lIenthoxyacetat.von    der spezifischen Drehung       ja]D    =     -f-    450 ist mit dem aus     natürliehem          Oestron    gewonnenen identisch.

   Hydrolyse des  selben in einer siedenden     llisehung    von Eis  essig und Brom- oder     Jodwasserstoffsäure    lie  fert     d-Oestron.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstelhing von d-Oestron, dadurch gekennzeichnet, dass man den 1-Oxo- 2 --methyl,- 7#. methoxy -1,2,3,4,9,10,11,12-octa- hydrophenanthren - 2 - car bonsäur einethy lester vom F.
    133 bis 1350 einen Halogenessigsäure- methylester und Zink aufeinander einwirken lässt, das Umsetzungsprodukt hydrolysiert, aus dem so erhaltenen Oxyester Wasser ab spaltet, die entstandene Doppelbindung mit Wasserstoff absättigt, im gebildeten rac. 7- Methyl-marrianolsäuremethylester vom F.
    95 bis<B>960</B> die Carbomethoxygruppe in der 1stän- digen Seitenkette verseift, den bei 171 bis 1731) schmelzenden Halbester nach der Reaktion von Arndt-Eistert, gefolgt von einer Versei fung, über das Säurechlorid und das Diazo- keton in die rac. 7-Methyl-homomarrianolsäure vom F. 225 bis 2270 umwandelt, diese Verbin dung mit einem Cyclisierungsmittel behandelt, den erhaltenen rac. Oestron-methyläther vom F.
    139 bis 1400 durch Hydrolyse ins freie rac. Oxyketon vom F. 248 bis 2500 verwandelt, letzteres in das Gemisch der beiden diastereo- isomeren l-lblenthoxyacetate überführt und daraus das bei 132 bis 1340 schipelzende l-Men- thoxyacetat durch Kristallisation abtrennt und zum d-Oestron hydrolysiert.
CH266510D 1949-10-03 1947-12-23 Verfahren zur Herstellung von Oestron. CH266510A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2775603A (en) * 1953-10-02 1956-12-25 John C Sheehan Cyclization process

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US2775603A (en) * 1953-10-02 1956-12-25 John C Sheehan Cyclization process

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