CH266586A - Verfahren zur Herstellung eines porösen Materials. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines porösen Materials.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines porösen Materials. Es ist bekannt, kieselsäurehaltige Mate rialien zu brennen. So werden z. B. leicht schmelzbare, hoch kolloidale Arten von Ton oder Tonschiefer in Drehöfen gebrannt, zurr Zwecke, ein Produkt von geringem Gewicht und poröser Konstitution zu erhalten, dessen Korngrösse etwa derjenigen von Portland- zenientklinkern entspricht, die aus Drehöfen erhalten werden, und die für Bauzwecke ver wendet werden, namentlich um wärineisolie-. rende Steine zu erhalten.
Diese Tonarten wer den üblicherweise in einen homogen plasti schen Zustand verbracht, bevor sie dein Dreh ofen zugeführt werden.
Es ist jedoch gefunden worden, dass es, um genügend leichtes und starkes Material zu erhalten, nötig ist, das Brennen in Drehofen bei einer so holten Temperatur vorzunehmen, dass das Material weich zu werden und zu schmelzen beginnt.. IJnblüeklielierweise beginnt. das Material aber bleichzeitig fest an den Wänden des Ofens zu kleben, so dass es sich zusammen mit diesen Wänden dreht, und die der Flamme zugekehrten Teile kleben eben falls aneinander, so dass siel. eine grosse zu- sainmenhäng-ende Masse von in der Regel.
zylindrischer Form bildet, die eine Länge von etwa 5.n und einen Durchmesser von etwa 1@m besitzt.
Besonders grosse Schwierigkeiten treten beim Brennen einer körnigen Ware mit einem niederen spezifischen Gewicht und mit einem grossen Wärmeisolationsvermögen auf, da die obere Schicht der Ofenfüllung, die der Wir kung der Flamme am meisten ausgesetzt ist, sieh rasch zu einer zusammenhängenden Schicht umsetzt, die infolge ihres grossen Iso lationsvermögens das Vordringen der Hitze durch die Füllung- hindurch verhindert. Das Brennen kann. dabei nicht \;'ründlicli über die volle Tiefe erfolgen. Solche zusammenge schmolzene Massen gleiten über das darunter liegende Material in der Regel. nach unten, wo sie zumeist als zusammenhängende zylin drische Klumpen oder Säulen herausfallen.
Sie geben Anlass zu Arbeitsunterbrechungen und zu einem nicht verwendbaren Endpro dukt.
Es ist versucht worden, die Tendenz zum Zusammenkleben z. B. dadurch zu vermeiden, dass das Ofenfutter besser wärmeleitend ge macht wurde als das die Füllung bildende zu brennende Material. Teile des letzteren, welche in einem gegebenen Augenblick am Ofenfutter anliegen, werden abgekühlt und dadurch an einem Kleben an demselben ver hindert. Dieses Kühlen des Ofens kann auch durch Bespülen mit Wasser herbeigeführt werden. Diese Anordnung verhindert viel leicht das Bestreben des zu brennenden Mate rials, an der Ofenwand zu kleben, aber sie verhindert in keiner Weise die Tendenz, dass einzelne Stücke der Füllung zusammenkleben. Überdies bedeutet eine solche Kühlung einen Wärmeverlust.
Abgesehen hiervon wurde bis her kein wirksamer und durchführbarer Vor schlag gemacht, um das Zusammenkleben des 1Taterials bei der Herstellung eines leichten porösen Materials zu vermeiden. Die erwähn ten Schwierigkeiten verhindern in vielen Fäl len eine industrielle Ausnützung einer Lager stelle von Rohmaterial.
Es ist nun gefunden worden, dass das Zu sammenkleben und die damit verbundenen Nachteile vermieden werden können, wobei es möglich ist, das Brennen in einem gewöhn lichen Ofen, wie er zur Herstellung von Port landzement verwendet wird, vorzunehmen.
Gemäss vorliegender Erfindung ist dies dadurch möglich, dass die Umfangsgeschwin digkeit an der Innenfläche des Ofenfutters in der Brennzone mindestens 12 m pro Minute beträgt.
Demgegenüber wird beim Brennen von Portlandzement ein Ofen von 21/2 bis 31/2 m Durchmesser mit einer Geschwindigkeit von etwa einer Umdrehung pro Minute, d. h. mit einer Umfangsgeschwindigkeit der innern Oberfläche des Ofenfutters in der Brennzone von etwa 71/2 m pro Minute gedreht.
Bei Verwendung eines üblichen Dreh ofens zum Brennen von Portlandzement wird es auch möglich, die Ofentemperatur etwas höher zu treiben als beim Brennen von Port. Landzement. Eine solche Temperatursteige rung bedeutet indessen eine wesentliche Stei gerung der Qualität des Produktes. Es ist möglich, das Raumgewicht des Endproduktes s um 20-60 % herabzusetzen, wenn die Brenn- temperatur um etwa 25 gehoben wird.
Das Zusammenkleben kann weiterhin er schwert werden, wenn das Material in der Brennzone des Ofens durch innerhalb der o Innenwand des Futters liegende Vorsprünge umgerührt wird. Solche Vorsprünge können z. B. die Form von Zähnen oder einer oder mehrerer Rippen haben, die in Längsrichtung verlaufen, so dass das Material in der Brenn- 5 zone des Ofens durch die Vorsprünge so längs der Ofenwand hochgehoben wird, dass es beim Niederfallen einen Schlag erfährt. Gleichzeitig findet ein Umrühren statt. Das Material kann auch mittels Vorsprün gen gehoben werden, die durch das Ofenfut ter selbst gebildet werden.
Zu diesem Zwecke können zur Herstellung desselben feuerfeste Ziegelsteine verwendet werden, von welchen einzelne pfeilförmig ausgebildet sind und sieh weiter in den. Ofen hinein erstrecken als be nachbarte Steine. Die erwähnten vorsprin genden feuerfesten Steine können beispiels weise 6-150 mm über die Innenwand des Ofens vorstehen. Zweckmässig werden die Vor sprünge aber aus anderem feuerfestem 1-Iate- rial hergestellt als die umgebenden Ziegel steine, beispielsweise aus wärmebeständigem Stahl.
Das Zusammenkleben des Materials wird in so wirksamer Weise verhindert, da.ss die Brenntemperatur wesentlich erhöht wer den kann, so dass es möglich ist, in solchen Öfen poröses Material von ausserordentlich geringem spezifischem Gewicht zu erhalten, da sowohl die rasche Drehung wie auch die Vorsprünge die Dichte des Endproduktes herabsetzen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines porösen Materials zu Isolationszweeken durch Bren nen von Ton oder Tonschiefer in einem Dreh ofen, dadurch gekennzeichnet, dass die Um fangsgeschwindigkeit an der Innenfläche des Ofenfutters in der Brennzone mindestens 12 m pro Minute beträgt. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das zu brennende Material in der Brennzone dureh Vorsprünge auf der Innenseite des Futters umgerührt wird, wobei das zu brennende Material in der Brennzone mittels der Vorsprünge hoehgeho- ben wird und hierauf von denselben herunter fällt. 2. Verfahren nach Uuteranspi-ieh 1, da durch gekennzeichnet, dass Vorsprünge in Form von Zähnen verwendet werden. 3. Verfahren naeh Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, da.ss Vorsprünge in Form von Rippen verwendet werden. 4.Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass Vorsprünge ver wendet werden, die durch einzelne feuerfeste Steine gebildet erden, die pfeilförmig wei ter nach innen in den Ofen ragen als die andern Steine des Futters. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass Vorsprünge ver wendet werden, die 6-150 mm von der Innenwand des Futters abstehen.
Applications Claiming Priority (1)
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