CH266772A - Verfahren zur Gewinnung von praktisch reinem Vitamin B6 aus solches enthaltenden Produkten. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von praktisch reinem Vitamin B6 aus solches enthaltenden Produkten.

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CH266772A
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    • A61K31/00—Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/33—Heterocyclic compounds
    • A61K31/395—Heterocyclic compounds having nitrogen as a ring hetero atom, e.g. guanethidine or rifamycins
    • A61K31/435—Heterocyclic compounds having nitrogen as a ring hetero atom, e.g. guanethidine or rifamycins having six-membered rings with one nitrogen as the only ring hetero atom
    • A61K31/44—Non condensed pyridines; Hydrogenated derivatives thereof

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Description


  
 



  Verfahren zur Gewinnung von praktisch reinem Vitamin   B@    aus solches enthaltenden Produkten.



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von praktisch reinem Vitamin B6 aus solches enthaltenden Produkten, z. B. aus Lösungen, welche geringe Mengen des Vitamins enthalten, oder auch aus unreinen trokkenen Vitaminpräparaten. Im besonderen lässt sich das Verfahren auf die Herstellung von pharmazeutisch wertvollem hochwertigem Vitamin B6 aus Vitaminpräparaten mit geringem Vitamingehalt, welche nicht durch Umkristallisation aus Wasser, Äthanol oder andern Lösungsmitteln gereinigt werden können, anwenden.



   Es wurde gefunden, dass Vitamin B6 in praktisch reiner Form und angenähert quantitativer Ausbeute aus rohen Vitaminpräparawten ansgeschieden werden kann, welche nur 20% Vitamin B6 enthalten, und zwar da  durch,    dass   man    auf das rohe Vitamin in wässeriger Lösung Borsäure zur Einwirkung bringt, wodurch das relativ unlösliche komplexe Borat des Vitamins B6 erhalten wird, welches auskristallisiert und in praktisch reiner   Form    durch Filtrieren gewonnen und durch Umsetzen mit einem aliphatischen Alkohol in reines Vitamin B6 verwandelt werden kann.

   Diese Reaktionen   lassen    sich in folgender Weise darstellen:  
EMI2.1     


<tb>  <SEP> CM <SEP> ROH
<tb>  <SEP>   <SEP> HOCHa <SEP> + <SEP> + <SEP> H <SEP> BO3
<tb>  <SEP> -CH
<tb>  <SEP> (1)
<tb>  <SEP> - <SEP> CH2O <SEP> -- <SEP> | <SEP> ¯ <SEP> B <SEP> -00W
<tb> WO <SEP> H+ <SEP> HOCH-- <SEP> -0 <SEP> O
<tb>  <SEP> -01120
<tb>  <SEP> --CH:: <SEP> HsC <SEP> N
<tb>  <SEP> \N/ <SEP> hTi
<tb>  <SEP> ROH <SEP> ROH <SEP> + <SEP> 3 <SEP> leralsäul <SEP> e
<tb>  <SEP> Y
<tb>  <SEP> OWOH
<tb>  <SEP> 2110011- <SEP> OH <SEP> + <SEP> (RO) <SEP> sB
<tb>  <SEP> - <SEP> CII3
<tb>  wobei ROH einen aliphatischen Alkohol bedeutet.



   Obwohl das komplexe Borat des Vitamins Be schon früher hergestellt wurde, wurde nicht erkannt, dass das Vitamin B0 über diese Komplexverbindung in ausgezeichneter   NVeise    gereinigt werden kann, noch war eine   Me-    thode bekannt, um Vitamin B6 aus dieser   Verbindung    zurückzugewinnen. Es wäre zwar die Möglichkeit vorhanden, das komplexe Borat in einfacher   WNTeise    durch Kochen mit wässerigem Alkali zu zerlegen; doch fällt diese Möglichkeit ausser Betracht, weil die freie   Vftamhibase    in heisser wässeriger   Löslmg    wenig stabil ist.

   Es war im besonderen nicht zu erwarten, dass es möglich ist, das komplexe Borat des Vitamins B6 in praktisch reiner Form direkt aus einer wässerigen Lösung eines Vitaminpräparates auszukristallisieren, welches so unrein ist, dass Vitamin B6 selbst nicht auskristallisiert werden kann.



   Es ist im allgemeinen zweckmässig, bei dem neuen   Verfahren    rohe Vitaminpräparate mit einem Gehalt an Vitamin Be zwischen 59 und 94% zu verwenden, wenn auch Präparate mit einem   Gehalt    zwischen nur etwa 20% bis annähernd 100% verwendet werden können. Die das rohe   Vitamin    enthaltende wässerige Lösung wird zweckmässig durch Zugabe eines Alkalis, z. B. von Natrumkar- bonat, auf ein pH zwischen 6,7 and 7,5   einer    gestellt. Die Lösung wird nach Zugabe der Borsäure vorteilhaft bei Zimmertemperatur zwischen 24 und 48 Stunden stehen gelassen.   während    welcher Zeit das komplexe Borat des Vitamins B6 vollständig ausfällt.

   Abküh lung auf 0 C, Verwendung von Kristallkeimen und Schütteln   beschleunigen      den    Kri- stallisationsprozess. Drei Stunden nach Zugabe der Borsäure hat sieb das   komplexe    Borat des Vitamins B6 in quantitativer Ausbeute gebildet.   Im      allgemeinen    hängt die   Geschwindigkeit    des Ausfällens on der ursprünglichen Reinheit des Vitamins B6 ab, das heisst je höher der   Gehalt    des Rohmaterials an Vitamin ist, desto schneller erfolgt die Fällung. Die Verbindung bildet sich am besten zwischen 6,7 und   7,5;    es ist jedoch   zweckmässig,    bei einem pH   zwischen      6,-      und    7,0 zu arbeiten.



   Der sich bildende Niederschlag kann durch Filtrieren oder   Zentrifugieren    abgetrennt    und    gewaschen werden. Für die Zerlegung   des    Komplexes wird vorteilhaft ein niedriger aliphatischer Alkohol verwendet, zweckmässig in Gegenwart einer Säure, Beispielsweise kann man eine Lösung von Chlorwasserstoff in Methanol, eine Lösung von Bromwasserstoff in Äthanol, eine Lösung von Schwefel  säule      ill Propanol    und dergleichen   anwenden.   



  Aus dem komplexen Borat wird dadurch ein Salz des Vitamins B6 neben einem Trialkylester der Borsäure gebildet. Der Trialkylester der Borsäure wird aus dem Gemisch zweckmässig durch Destillation abgetrennt.



  Das angenäbert reine Salz des Vitamins B6 kann als solches isoliert oder gegebenenfalls nach bekannten Methoden in die freie Base umgewandelt werden. Falls gewünscht, kann die Verbindung auch mit einem niedrigen aliphatischen Alkohol allein zersetzt werden; jedoch erfolgt die Reaktion unter diesen Bedingungen langsamer. Vorteilhaft wird die Zerlegung durch Behandeln mit einer alkoholischen Lösung einer Mineralsäure ausgeführt. Jeder niedrige aliphatische Alkohol ist für die Zerlegung des komplexen Borats geeignet; im allgemeinen ist es jedoch zweckmässig, Methanol zu verwenden, da Methanol den am niedrigsten siedenden Borsäureester bildet, welcher deshalb vom Vitamin B6 am leichtesten abgetrennt werden kann. Nach Abtrennung des Esters wird der Rückstand zweckmässig mit Äthanol angerührt und filtriert.



   Gegenstand des Patentes ist ein Verfahren zur Gewinnung von praktisch reinem Vitamin B6 aus solches enthaltenden Produkten,   welches    dadurch gekennzeichnet ist, dass man auf eine wässerige Lösung von rohem Vitamin B6 Borsäure einwirken lässt, das abgeschiedene, schwerlösliche komplexe Borat des Vitamins B6 mit einem niedrigen alipatischen Alkohol behandelt und aus dem dabei entstandenen Gemisch das Vitamin B6 isoliert.



      Rcispirl:   
51,5 g Vitamin-B6-Chlorhydrat mit einem Vitamingehalt von 76% werden in einer Lösung von   13,2    g Natriumkarbonat in 50   enr    Wasser gelöst.   Die    gelbe Lösung wird filtriert und der Niederschlag mit 10 cm3 Wasser gewaschen. Dem reinen Filtrat werden 6 g Borsäure zugefügt, wodurch die Lösung milchig wird. Nach Zufügen von viermal   .1 ein"'    Wasser wird die Lösung klar. Diese Lösung wird bei Zimmertemperatur zwei Tage stehen gelassen,   während    welcher Zeit das komplexe Borat ausfällt.   Der    rein   weisse    feste Niederschlag wird abfiltriert und mit 10 cm3 Wasser gewaschen. Das Gewicht des getrockneten Niederschlages beträgt 33,64 g.



   Die trockene Substanz wird mit 225 cm3 Methanol und 30 cm2 7n-alkoholischer Salzsäure behandelt. Die Mischung wird destilliert. Beinl Erhitzen scheidet sich im Destillationsgefäss eine weisse Substanz aus. Die Destillation wird fortgesetzt, bis der grössere Teil des Lösungsmittels abdestilliert ist. Diese Operationen werden dann noch zweimal wiederholt, wobei jedesmal 225 cm3 frisches Methanol verwendet wird. Das Destillat wurde als (CH3O)3B identifiziert. Das zurückbleiende Vitamin-B6-Chlorhydrat wird mit kaltem äthanol verrührt, abfiltriert, das kristal- linische   Produkt    mit kaltem Äthanol gewasehen und dann getrocknet.

   Das Gewicht des so erhlatenen, reinen Vitamin-B6-Chlorhydrates betrug   37,25      (,    entsprechend einer Ausbeute von   26,1      u.   Das Produkt kann gege  benenfalls    umkristallisiert werden, um etwa noch vorhandene Spuren von Verunreinigungen zu entfernen. Das so erhaltene reine Vitamin-B6-Chlorhydrat kann nach bekannten Methoden in Vitamin Bs umgewandelt   wer-    den.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnjung von praktisch reinem Vitamin B6 aus solches enthaltenden Produkten, dadurch gekennzeichnet, dass man ouf eine wässerige Lösung von rohem Vitamin B6 Borsäure einwirken lässt, das abgeschiedene, schwerlösliche I;omplese Borat des Vita liiins B mit einem niedrigen aliphatisehen Alkohol behandelt und aus dem dabei entstandenen Gemisch das Vitamin B6 isoliert.
    UNTERANSPRUCHE : 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das komplexe Borat des Vitamins B, in Gegenwart einer Säure mit dem Alkohol behandelt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Alkohol Methylalkohol verwendet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man das komplexe Borat des Vitamins B6 mit methylalkoholischer Salzsäure behandelt.
    4. Verfahren nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass man den bei der Behandlung mit dem. Alkohol sieh bildenden Trialkylester der Borsäure durch Destillation aus dem Gemisch entfernt.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, da - durch gekennzeichnet, dass man die Borsäure bei einem pH zwischen 6,7 und 7,5 einwirken lässt.
CH266772D 1947-02-11 1948-02-03 Verfahren zur Gewinnung von praktisch reinem Vitamin B6 aus solches enthaltenden Produkten. CH266772A (de)

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