CH268050A - Verfahren zur Herstellung einer neuen Phenanthridiniumverbindung, nämlich des Methochlorids des 2,7-Diamino-9-phenyl-phenanthridins. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer neuen Phenanthridiniumverbindung, nämlich des Methochlorids des 2,7-Diamino-9-phenyl-phenanthridins.

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CH268050A
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  Verfahren zur Herstellung einer neuen     Phenanthridiniumverbindung,     <B>nämlich des</B>     Methochlorids   <B>des</B>     2,7-Diamino-9-phenyl-phenanthridins.       Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf ein Verfahren zur Herstellung eines  neuen     Phenanthridinium-Salzes,    nämlich des       Methochlorids    des 2,7 -     Diamino    - 9 -     phenyl-          phenanthridins,    welches eine überraschend  hohe therapeutische Wirksamkeit bei der Be  handlung von     Trypanosoma-congolense-Infek-          tionen    des Viehs aufweist.

   Diese Verbindung  ist, insofern von besonderem Wert, als sie, wie  sich zeigte, im allgemeinen bei einmaliger Ver  abreichung auf dem üblichen subkutanen Weg  heilend wirkt.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur Her  stellung des     Methoehlorids    des     2,7-Diamino-9-          plienyl-phenanthridins    ist dadurch gekenn  zeichnet, dass man, ausgehend von     9-Phenyl-          phenanthridin,    welches in der 2- und der 7  Stellung durch Reduktion in     Aminogruppen          überführbare    Reste enthält,

   einerseits die     Sub-          stituenten    in 2- und     7-Stellung        zti        Amino-          gruppen    reduziert und anderseits durch Ein  wirkung von     Diniethylsulfat    das     quaternäre          -L%Iethosulfat    bildet und das letztere in das       Methochlorid    umwandelt.

           Beispiel:            '?-.Iniino--1,4'-dinitro-diplienyl    wird nach  der Methode von     Finzi        und        Bellavita        (Ga-          zetta,    1938, 68,<B>77)</B> aus     o-Aminodiphenyl    oder  mit     besserem    Ergebnis aus     2-Amino-4'-nitro-          diphenyl    hergestellt. 10 Gewichtsteile dieser    Substanz werden in 70     Volumteilen    siedendem  Chlorbenzol gelöst und mit 4     Volumteilen          Benzoylchlorid    behandelt.

   Man hält das Ge  misch auf dem Siedepunkt, bis die Entwick  lung von     Chlorwasserstoff    aufgehört hat, wor  auf nach dem Abkühlen der Lösung kristal  lines     2-Benzamido-4,4'-dinitro-diphenyl    in  guter Ausbeute sich ausscheidet. Dieses     Aeyl-          derivat    bildet, aus Eisessig oder aus     Nitro-          benzol    umkristallisiert, kleine, weisse Nadeln  vom Schmelzpunkt 234  C.  



  Das     Acylderivat    (12 Gewichtsteile),     Phos-          phoroxychlorid    (15     Volumteile)    und     Nitro-          benzol    (30     Volumteile)        werdenwährend    20     lii-          nuten    auf 170 bis 190  C erhitzt.

   Nach dem  Versetzen mit Wasser scheidet sich aus  dem Reaktionsgemisch 2,7 -     Dinitro    -     9-phenyl-          phena.nthridin    aus, welches aus     Pyridin    oder  Nitrobenzol umkristallisiert.,     bla.ssgelbe    Nadeln  ergibt, welche bei 268  C schmelzen. Die     Aus-          beute        beträgt        45        bis        55%        des        theoretischen     Wertes.

   Aus der     Nitrobenzol-Mutterlauge     wird unverändertes     Acylderivat    zurückgewon  nen, welches durch eine weitere Behandlung  mit Nitrobenzol und     Phosphoroxychlorid          zyklisiert    werden kann.  



  Das     2,7-Diniti-o-9-phenyl-phenanthridin    (10       Gewiehtsteile)    wird hierauf in Nitrobenzol (80       Volumteile)    mit     Dimethylsulfat    (6     Volum-          teile)        quaternärisiert.    Nach dem Entfernen  des Nitrobenzols durch Wasserdampfdestilla-           tion        hinterbleibt    eine     wässrige    Lösung, aus  welcher das     quaternäre        Methosulfat    auskri  stallisiert.

   Diese Lösung wird alkalisch ge  stellt, wobei eine Pseudobase in Form eines  roten, flockigen Pulvers ausfällt, welches aus  Aceton in Form von kleinen, roten Prismen,  die sich bei 186 bis 188 C zersetzen, aus  kristallisiert. Die Pseudobase wird in heisser,  verdünnter Salzsäure gelöst und aus der ge  kühlten Lösung das     quaternäre    Chlorid aus  kristallisiert. Das     Methochlorid    kann ebenso  gut auch durch     Aussalzen    der     wässrigen    Lö  sung des     Methosulfates    erhalten werden.  



  Eine     wässrige    Lösung des     quaternären     Chlorids wird so lange zusammen mit Eisen  pulver zum Sieden erhitzt, bis vollständige       Reduktion    der     Nitrogruppen    erfolgt ist. Die  so erhaltene     permanganatfarbene,        wässrige     Flüssigkeit wird von den Eisenverbindungen  abgetrennt und zur Trockne eingedampft. Es  bleibt eine     purpurrot-schwarz    gefärbte, gummi  artige Masse als Rückstand zurück.

   Durch  Aufkochen mit Alkohol wird dieser Rückstand  in eine -lasse von glänzenden     purpurrot-          schwarz    gefärbten Platten von     2,7-Diamino-9-          phenyl    -10     -methyl        -phenanthridinium-chlorid,     das sich bei 250  C zersetzt, verwandelt. Die  ses Salz ist in Wasser ausserordentlich leicht  löslich und kann durch     Umkristallisieren    aus       Alkohol    gereinigt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung einer neuen Phenanthridinverbindung, nämlich des Metho- chlorids des 2,7-Diamino-9-phen7vl-phenantlrri- dins, dadurch gekennzeichnet, dass man, aus gehend von 9-Phenyl-phenanthridin, welches in der 2- und der 7-Stellung dureb Reduktion in Aminogruppen überführbare Reste enthält,
    einerseits die Substituenten in 2- und 7-Stel- lung zu Aminogruppen reduziert und ander seits durch Einwirkung von Dimethylsulfat das quaternäre Methosulfat bildet und das letztere in das Methochlorid umwandelt. das 2,7 - Diamino - 9 - pheny 1-10 - methyl- phenanthridiniumclrlorid bildet glitzernde, purpurrot-schwarze Platten, die sich bei<B>250'C</B> zersetzen.
    Diese Verbindung besitzt eine hohe trypanozide Wirksamkeit und ist als Heil mittel bei der Behandlung von Trypanosoma- congolense-Infektionen des Viehs verwendbar. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadureh gekennzeichnet, dass man als Ausgangsstoff 2,7-Dinitro-9-plrenyl-phenanthridin verwendet, diese Verbindung zur Bildung des Metho- sulfates mit Dimethylsulfat behandelt,
    das er haltene Methosulfat in das entsprechende Methochlorid umwandelt und die Nitrogrup- pen zu Aminogruppen reduziert.
CH268050D 1944-01-03 1945-02-15 Verfahren zur Herstellung einer neuen Phenanthridiniumverbindung, nämlich des Methochlorids des 2,7-Diamino-9-phenyl-phenanthridins. CH268050A (de)

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