CH268328A - Verfahren zur Herstellung reiner Folsäure. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung reiner Folsäure.Info
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Verfahren zur Herstellung reiner Polsäure. Die Gewinnung reiner Polsäure ist ein schwieriges Problem; so bietet die Trennung der Polsäure von den bei der Synthese (z. B. aus Pteridylaldehyd und p-Amino-benzoyl- glutaminsäure) vorhandenen oder entstehen den Begleitsubstanzen vor allem deswegen Schwierigkeiten, weil letztere in bezug auf Salzbildung und Löslichkeit sehr änhliche Eigenschaften besitzen wie die Polsäure (beide sind sehr schwer löslich), und weil die Be gleitsubstanzen eine ausgeprägte Fähigkeit zur Adsorption der Polsäure aufweisen.
Es wurde nun gefunden, dass die Gewin nung reiner Polsäure auf verhältnismässig ein fache Weise dadurch gelingt, dass man Formyl- folsäure einer Reinigung unterwirft und die reine Formylfolsäure zu Polsäure hydrolysiert. Die Reinigung der in verschiedenen Lösungs mitteln, wie z.
B. Ameisensäure, Äthylengly- kol, Glyzerin und Wasser, löslichen Formyl- folsäure kann beispielsweise durch Extraktion eines formylfolsäurehaltigen, Rohproduktes mit einem Gemisch aus Äther und Ameisensäure oder durch fraktionierte Fällung mit Äther aus einer Lösung des Rohproduktes in kon zentrierter Ameisensäure oder durch fraktio nierte Kristallisation, z. B. aus Wasser, be werkstelligt werden.
Die Verseifung der ge reinigten Formylfolsäure zu Polsäure muss unter schonenden Bedingungen vorgenommen werden, damit eine Spaltung der -CHi NH- Bindung vermieden wird; die Hydrolyse ge lingt z. B. durch Einwirkung wässeriger Alka- lien oder verdünnter Mineralsäuren bei Zim mertemperatur.
Die Formylsäure, welcher nach T. D. Spiess und Mitarbeiter, Blood Vol. III, Nr.1, Seite 121 (1948)
EMI0001.0037
zukommen dürfte, kann durch Formy lierung von Polsäure nach einer üblichen -Methode ge wonnen werden; sie ist. auch durch Konden sation von Pteridylaldehy d und p-Amino- benzoyl - glutaminsäure in Gegenwart von Ameisensäure erhältlich.
<I>Beispiel 1:</I> ?0 Gewichtsteile eines Gemisches, welches etwa 501/o Formylfolsäure enthält (wie es aus der Synthese anfällt), werden in 100 Raumteilen konzentrierter Ameisensäure kalt gerührt. Nach etwa 10 Minuten gibt man 90 Raumteile Äther zu, wodurch die schwerer löslichen Begleitsubstanzen ausgefällt werden. Man filtriert und wiederholt die gleiche Operation noch zweimal mit dem Füterrüek- stand mit, je 100 Raumteilen Ameisensäure und 90 Raumteilen Äther.
Die vereinigten Filtrate werden nun mit Äther versetzt, bis keine weitere Fällung mehr entsteht. Nach Filtrieren und gründlichem Auswaschen des Rückstandes mit Äther erhält man 8 Gewichts teile Formylfolsäure. Diese wird in 40 Raum teilen wässeriger 3 n-Natronlauge gelöst, wobei spontan Verseifung stattfindet. Die Lösung wird mit 100 Teilen Wasser verdünnt und mit 5 Gewichtsteilen aktiver Tierkohle ge schüttelt, filtriert und in 4000 Teile Wasser von 90 gegossen.
Nach Ansäuern mit Essigsäure auf etwa pg 3,8 fällt die Folsäure beim Er kalten in Form von Nadeln und Rosetten aus. Ausbeute etwa 6 Gewichtsteile. <I>Beispiel 2:</I> 20 Gewichtsteile eines Gemisches, welches 20 % Folsäure enthält, werden in 100 Raum- teilen Ameisensäure 5 Minuten gekocht und gerührt, wodurch die Folsäure formyliert wird.
Nach dem Abkühlen wird die Lösung mit 100 Raumteilen Äther versetzt; der dabei anfallende Niederschlag wird abfiltriert, mit 100 Raiunteilen konzentrierter Ameisensäure gerührt und durch Zusatz von 100 Raum teilen Äther wieder ausgefällt. Die vereinig ten Äther-Ameisensäurelösungen werden wie in Beispiel 1 weiterverarbeitet. Man erhält so 3 Gewichtsteile Formylfolsäure, welche wie in Beispiel 1 verseift werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung reiner Folsäure, dadurch gekennzeichnet, dass man rohe For- mylfolsäure reinigt und die reine Formyl- folsäure7 durch Verseifung in Folsäure über führt.UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man aus der rohen For- mylfolsä-Llre durch fraktionierte Fällung mit Äther aus ameisensaurer Lösung abgetrennte Formylfolsäure durch Einwirkung von wäs seriger Natronlauge bei Zimmertemperatur hydrolysiert.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH268328T | 1948-07-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH268328A true CH268328A (de) | 1950-05-15 |
Family
ID=4476831
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH268328D CH268328A (de) | 1948-07-08 | 1948-07-08 | Verfahren zur Herstellung reiner Folsäure. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH268328A (de) |
-
1948
- 1948-07-08 CH CH268328D patent/CH268328A/de unknown
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