CH268751A - Verfahren zur Herstellung eines heterocyclischen Amins. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines heterocyclischen Amins.

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CH268751A
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F Hoffmann- Aktiengesellschaft
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Hoffmann La Roche
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  Verfahren zur Herstellung eines     heteroeyelischen    Amins.    Die     vorlie(rende        Erfindunfr    betrifft ein Verfahren     zür    Herstellung von     heteroeyeli-          n    n     t'     sehen Aminen der     allceineinen    Formel  n  
EMI0001.0009     
    in welcher     Ri    eine niedere     Alkylgruppe,        R-,          zn     ein Wasserstoffatom, eine niedere     Alkvi-          Crnippe    oder eine     Alkoxvgruppe    bedeuten.

      Dieser neuen Gruppe von Verbindungen  n  liegt eine hypothetische     Stanimsubstanz    zu  Grunde, welcher folgende Formel zukommt  <B>kn</B>  
EMI0001.0018     
    Diese Stammsubstanz soll      l-Pyridinden     ge  nannt, werden (dieser Name weist auf die  Vereinigung von     P.vridin    und     Inden    hin, mit  <B> l </B> wird die     Stellun-    der einzigen     Methylen-          gruppe        bezeiehnet).    Somit können die erfin  dungsgemässen Verbindungen als  Derivate  des     Plienyl-tetrahydro-l-pyridinden         bezeieli-          net    werden.

           ,Hannieh   <B> & -</B>     Heilner    (Berichte der Deutschen  Chemischen Gesellschaft<B>55 [1922], S. 356,</B>  <B>362)</B> haben zum     erstenmal    Formaldehyd,       31ethylaminhydroehlorid    und     Aeetophenon,     durch     Koehen    des Gemisches in Alkohol, mit  einander in Reaktion gebracht, wobei sie die  Bildung von     N-Di-[fl-benzoyl-äthvl]-methyl-          amin    beobachteten.

        Es wurde     nun    gefunden,     dass    eine neue  Gruppe von     heteroeyelischen    Aminen der    Formel I dadurch -hergestellt werden kann,       dass    ein Amin der allgemeinen Formel  
EMI0002.0005     
    oder ein Salz desselben oder gegebenenfalls  die aus der Verbindung     III    durch Einwir  kung von in der Kälte erhältliche Verbindung  der allgemeinen Formel  
EMI0002.0007     
    oder in ein Salz derselben dehydratisiert, und  die entstandene Verbindung der allgemeinen  Formel  
EMI0002.0008     
    oder     ein.Salz    derselben mit<B>1</B>     Mol    Wasser  stoff katalytisch hydriert wird.

      Für die     Dehydratisierung    der Verbindung       III    oder IV wird als     Dehydratisierungsmittel     beispielsweise     Bromwasserstoffsäure    oder  Schwefelsäure in wässeriger Lösung verwen  det. Die Reaktion wird vorzugsweise bei Tem  peraturen zwischen<B>0</B> und<B>1500 C</B> durchge  führt. Beispielsweise kann das Ausgangs  material der Einwirkung von<B>50</B> bis     1001/oiger     Schwefelsäure zwischen<B>00</B>     und    Siedetempe-         ratur    ausgesetzt werden.

   Bei der Verwendung  von     Bromwasserstoffsäure    ist es vorteilhaft  das Ausgangsmaterial mit dieser Säure     auf     mindestens<B>1000 C</B> zu erwärmen; noch zweck  mässiger ist die     Erhitzung    bis zur Siedetem  peratur. Enthält das Ausgangsmaterial     Alk-          oxygruppen,    so wird am besten Schwefelsäure  als     Dehydratisier-Lmgsmittel    verwendet,     Lim     eine     Verseifung    dieser     Alkoxygruppen    zu ver  meiden.  



  Die entstandenen     Dihydro-l-pyridinden-          verbindungen    V können in Form ihrer Salze  isoliert werden. Von diesen sind besonders die       Hydrobromide        zür    Isolierung geeignet, da sie  in Wasser und verdünnter     Broinwasserstoff-          säure    relativ schwach löslich sind     -und    daher  leicht kristallisiert erhalten werden. Behan  delt man die wässerige Lösung der Salze mit  Alkali, so fällt die freie Base aus.  



  Für die Hydrierung der     2-Alkyl-9-plienyl-          2,3-dihydro-l-pyridindene    V oder deren Salze  werden diese Verbindungen zweckmässig in  Gegenwart von     Hydrierungskatalysatoren    mit  Wasserstoff geschüttelt. Als Katalysatoren  sind geeignet.     Raney-Nickel,        Palladi-Lunkohle     und     Platinoxydkatalysator    nach Adams. Die       Hydrierungstemperatur    sollte<B>80</B> bis<B>1000 C</B>  nicht übersteigen und es ist sogar von Vorteil,  wenn eine Temperatur zwischen 20 -und 400<B>C</B>  gewählt wird, weil dann eine Erwärmung von  aussen überflüssig ist.

   Als Medium für die  Durchführung der Hydrierung kommen Ver  dünnungsmittel, in denen die Endprodukte  der     Hydrier-Luig    leicht löslich sind, in     Be-          Betracht.    Als solche können beispielsweise  Wasser oder Alkohole, wie Methanol oder  Äthanol, zur Anwendung gelangen. Die Hy  drierung kann unter     Atniosphärendruek    oder  unter höheren Drucken bis zu 120     Atm.     durchgeführt werden.

   Bei Anwendung von           l,',delmetallkatalysatoren,    wie     Palladiumkohle     oder Platinoxyd, ist die Hydrierung nach  Aufnahme von<B>1-</B>     Mol    Wasserstoff zu, unter  brechen,     anderfalls    werden     Hexahydroderi-          vate    gebildet.  



  Die     Eildprodukte    der Hydrierung, näm  lich die     2-Alkyl-9-plieiiyl-tetrahydro-l-pyrid-          indene    der allgemeinen Formel I, können in  Form von Salzen oder in Form der freien  Base isoliert werden.

   Behandelt     nian    beispiels  weise die     Hydrierungslösung    nach dem     Ab-          filtrieren    des Katalysators mit einem Alkali,  so     seheidet        -,ich    die freie Base als ein.     allinäh-          ]ich    kristallisierendes<B>öl</B> ab; diese Kristalle  können in     eineni    geeigneten Lösungsmittel,  wie     Aeeton    oder Alkohol, umkristallisiert wer  den, wobei     inan    ein reineres Produkt erhält.

    Ans der freien Base lassen sieh. mit Säuren  die entsprechenden Salze, wie das     Tartrat,    das       Maleat,    das     Hydroehlorid    und andere her  stellen. Behandelt     inan    hingegen die filtrierte       Hydrierringslösung    mit     Alkalimetallsalzen     von solchen Säuren, die mit den Basen     sehwer     lösliche Salze bilden, so scheiden sieh diese  Salze direkt aus.  



  Die     '-3'-Alkyl-9-plienyr-tetrahydro-l-pyridin-          dene    lassen sieh in Gegenwart von     Platinoxyd-          oder        Palladitiiiioxydkatalysatoren    weiter     züi          Ilexahydropyridiiidenen    hydrieren.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Herstellung eines     hetero-          eyelisehen    Amins, welches dadurch     gekenn-          zeiehnet        ist,dassN-Di-(ss-benzo.#-1-äfliyl)-äth.yl-          amin    durch     Cyclisierung    unter     Dehydratisie-          rung    in     2-,'#tliyl-9-phenyl-2,3-diliydro-l-pyrid-          inden        uin-ewandelt    und letzteres mit<B>1-</B>     Mol     Wasserstoff     katalytiseh    hydriert wird.  



  Das so erhaltene neue     2-Ätliyl-9-phenyl-          tetrahydro-1-pyridinden    der Formel  
EMI0003.0051     
    'bildet ein     Thioeyanat    vom Schmelzpunkt<B>160</B>  bis<B>1620 C</B> und     lässt    sich zum     2-Ätllyl-9-phenyl-          2,3,4,4a,9,9a-hexaliydro-l-pyridindeii,    dessen       Hydrobromid.    bei 248 bis     25111C    schmilzt,       weiterhydrieren.    Salze der neuen Verbindung  können     so-wohl,    aus der freien Base wie auch  aus andern Salzen gewonnen werden; die  Base kann aus den Salzen mittels Alkali frei  gesetzt werden.  



  Das     N-1)i-(i3tbel-lzoyl-ätliyl)-ätliylamin     wird mit Vorteil zuerst mittels Alkali in der  Kälte     eyelisiert    und das entstandene     1-Äthyl-          3-beiizoyl-4-oxy-4-plienyl-piperidin    mit Hilfe  von     Bromwasserstoffsäure    oder Schwefelsäure  zu     2-Äthyl-9-plienyl-2,3-diliydro-l-pyridinden     dehydratisiert.  



  Die neue Verbindung soll     als    Zwischen  produkt zur Herstellung     von    Arzneimitteln  verwendet werden.  



  <I>Beispiel:</I>  Eine Mischung von 41<B>g</B>     Äthylaminhydro-          ehlorid,   <B>120 g</B>     Acetophenon    und<B>30</B> g     Para-          formaldehyd    wird unter Rühren erwärmt.  Bei -ungefähr<B>800 C</B> erfolgt eine heftige Reak  tion, während der die Temperatur     auf   <I>11200<B>C</B></I>       stei,-t.    Sobald die heftige Reaktion beginnt,       %verden.    sowohl das Erwärmen sowie das  Rühren unterbrochen, und erst nach deren  Abklingen wird das Rühren fortgesetzt.

    ,Nachdem die Temperatur auf<B>650 C</B> gesunken  ist, werden<B>300</B>     em3        Essigsäureäthylester    zu  gesetzt,     und    die Lösung wird     zür    Kristallisa  tion stehen gelassen. Es werden 147<B>g</B>     N-Di-          (j#   <B>-</B>     benzo#I   <B>-</B>     äthyl)   <B>-</B>     äthylamin   <B>-</B>     hydro        -ehlorid,     welches nach Umkristallisation aus Alkohol  einen Schmelzpunkt von<B>138</B> bis<B>1390 C</B> zeigt,  gewonnen.  



  <B>E</B>ine Suspension von 147<B>g</B>     N-Di-        (fl-benzoyl-          äth#,1)-äthj71amin-hydroehlorid    in<B>1000</B>     em3          Wasser        und        200        em3        10%i-er        Natronla-tige     wird während<B>3</B> Stunden bei 20 bis<B>250 C</B> ge  rührt, dann für<B>18</B> Stunden stehen gelassen  und     hernaeh    für weitere<B>6</B> Stunden gerührt.  Der Niederschlag wird aus     -#i.thylalkohol    oder  verdünntem Methylalkohol umkristallisiert.

    Das erhaltene     1-Ätbyl-3-benzo#,1-4-ox-,y--4-phe-          nyl-piperidin    schmilzt bei<B>100</B> bis 1020<B>C.</B>      t     m*e-#lischl-mg    von 4A<B>g</B>     1-Äthyl-3-benzoyl-          4-oxy-4-phenyl-piperidin    und<B>185</B>     CM3        481/oige          Bromwasserstoffsäure    wird während<B>30</B> Minu  ten langsam destilliert, bis die Temperatur  1220<B>C</B> erreicht.

   Die Mischung wird dann in  Wasser gegossen     und    der Niederschlag aus  Alkohol umkristallisiert, wobei     2-Äthyl-9-phe-          nyl   <B>- 2,3 -</B>     dihydro   <B>- 1 -</B>     pyridinden   <B>-</B>     hydrobromid     vom Schmelzpunkt<B>203</B> bis 2040<B>C</B> entstellt.  



  Eine Mischung von 14<B>g</B>     2-Äthyl-9-phe-          nyl   <B>-</B>     2,#3   <B>-</B>     dihydro   <B>- 1 -</B>     pyridinden   <B>-</B>     hydrobromid,     <B>150</B>     cm3    Wasser und<B>10</B>     em3        Raney-Niekel     wird während etwa<B>3</B> Stunden unter einem  Druck von<B>3</B> bis 4 Atmosphären bei einer  Temperatur von 20 bis     250C    hydriert. Pro       Mol    der Verbindung wird etwa<B>1</B>     Mol'V#Tasser-          stoff    aufgenommen.

   Der Katalysator wird     ab-          filtriert    und das Filtrat mit<B>5 g</B>     Kaliumthio-          cyanat    in 20     em3    Wasser versetzt. Nach<B>30</B>  Minuten wird die überstehende Lösung     ab-          dekantiert.    Der Niederschlag wird aus<B>60</B>     cm3          Äthylalkohol    umkristallisiert.

   Das erhaltene  2<B>-</B> Äthyl<B>- 9 -</B>     phenyl   <B>-</B>     tetrahydro,-   <B>1 -</B>     pyridinden-          thioeyanat    schmilzt bei<B>160</B> bis     162()   <B>C.</B>  



  Die freie Base wird aus dem     Thioeyanat     durch     Behandl-ang    des letzteren mit wässeri  gem Ammoniak, erhalten.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines hetero- eyelischen Amins, dadurch gekennzeichnet, dass N-Di-(fl-benzoyl-äthyl)-äthylamin durch Cyclisierung unter DehydratisierLing in 2- Äthyl-9-phenyl-2,3-dihydro-l-pyridinden um gewandelt und letzteres mit<B>1</B> Mol Wasser stoff katalytisch hydriert wird.
    Das so erhaltene neue 2-Äthyl-9-phenyl- tetrahydro-l-piridinden der Formel EMI0004.0055 bildet ein Thioeyanat vom Schmelzpunkt<B>160</B> bis 162() <B>C</B> und lässt sich zum 2-Äthyl-9-phenyl- 2,3,4,4a,9,9a-hexahydro-l-pyridinden, dessen Hydrobromid bei 248 bis<B>2510C</B> schmilzt, weiterhydrieren. UNTERAN.SPRÜCHE:
    <B>1.</B> Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als CyclisierLings- und Dehydratisierungsmittel Bromwasser- stoffsäure verwendet wird. 2. Verfahren gemäss Patentansprach, da durch gekennzeichnet.. dass als Cyclisierungs- und Dehydratisierungsmittel verdünnte Schwefelsäure verwendet wird.
    <B>3.</B> Verfahren gemäss Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass der Ausgangsstoff zuerst mittels Alkali in der Kälte zum 1-Äthyl- 3-benzoyl-4-oxy-4-phenyl-piperidin cyclisiert und dieses hierauf dehydratisiert wird. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gehennzeiehnet, dass die Hydrierung in Gegenwart von Raney-Niekel als Kataly sator und bei einer Temperatur zwischen 20 bis 400<B>C</B> durchgeführt wird.
CH268751D 1947-12-31 1947-12-31 Verfahren zur Herstellung eines heterocyclischen Amins. CH268751A (de)

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