CH267525A - Verfahren zur Herstellung eines heterocyclischen Aminsalzes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines heterocyclischen Aminsalzes.

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CH267525A
CH267525A CH267525DA CH267525A CH 267525 A CH267525 A CH 267525A CH 267525D A CH267525D A CH 267525DA CH 267525 A CH267525 A CH 267525A
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tetrahydro
amine salt
heterocyclic amine
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F Hoffmann- Aktiengesellschaft
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Hoffmann La Roche
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  Verfahren zur Herstellung eines     heterocyclischen        Aminsalzes.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein       sclien    Aminen der allgemeinen Formel    Verfahren zur Herstellung von heterocycli-  
EMI0001.0004     
    in welcher     R1    eine niedere     Alkylgruppe,        R..          s    ein     Wasserstoffatom,    eine niedere     Alkyl-          gruppe    oder eine     Alkoxygruppe    bedeuten.

      Dieser neuen Gruppe von Verbindungen  liegt eine hypothetische Stammsubstanz zu  Grunde, welcher folgende Formel zukommt  
EMI0001.0013     
    Diese Stammsubstanz soll      1-Pyridinden     ge  nannt werden (dieser Name weist auf die  Vereinigung von     Pyridin    und     Inden    hin,  durch das  1  wird die Stellung der einzigen       Methylengruppe    festgelegt). Somit können  die erfindungsgemässen Verbindungen als   Derivate des     Phenyl-tetrahydro-l-pyridin-          den     bezeichnet werden.  



       Mannich     &      Heilner    (Berichte der Deut  schen Chemischen     Gesellschaft    55 [1922],    S. 356, 362) haben, zum ersten Male Form  aldehyd,     Methylaminhydrochlorid    und     Aceto-          phenon,    durch Kochen des     Gemisches    in Al  kohol, miteinander in Reaktion gebracht., wo  bei sie die Bildung von     N-Di-[ss-benzoyl-          äthyl]-methylamin    beobachteten.  



  Es wurde nun gefunden, dass eine neue  Gruppe von     heterocyclischen    Aminen der  Formel I dadurch hergestellt werden kann,  dass ein Amin der allgemeinen     Formel       
EMI0002.0001     
    oder ein Salz desselben oder gegebenenfalls  die     aus    der Verbindung     III    durch     Einwir-          o        kung    von wässerigem Alkali in der Kälte er  hältliche Verbindung der allgemeinen Formel  
EMI0002.0007     
    . oder in ein Salz derselben dehydratisiert und  die entstandene Verbindung der allgemeinen  Formel  
EMI0002.0008     
    oder ein Salz derselben mit 1     Mol    Wasser  stoff katalytisch hydriert wird.  



  Für die     Dehydratisierung    der Verbindung       III    oder IV wird     als        Dehydratisierungsmittel          zweckmässigBromwasserstoffsäur    e oder Schwe  felsäure in wässeriger Lösung verwendet. Die  Reaktion wird vorzugsweise bei Tempera  turen zwischen 0 und 150 C durchgeführt.  Beispielsweise kann da.,     Ausgangsmaterial       der     Einwirkung    von     50-10011/oiger    Schwefel  säure zwischen     O'   <B>C</B> und Siedetemperatur  ausgesetzt werden.

   Bei der     Verwendung    von       ssromwasserstoffsäure    ist es vorteilhaft, das  Ausgangsmaterial mit dieser Säure auf min  destens     100 C    zu     erwärmen;    noch     zweek-          mässiger    ist die Erhitzung bis zur     Siedetern-          peratur.    Enthält das Ausgangsmaterial Al  koxygruppen, so wird am besten Schwefel  säure als     Dehydratisierungsniittel    verwendet,  um eine     Verseifung    dieser     Alkoxygruppen    zu  vermeiden,

    Die entstandenen     Dihy        dro-l-pyridinderi-          verbindungen    V können in Form ihrer Salze  isoliert werden. Von diesen sind besonders  die     Hydrobromide    zur Isolierung geeignet, da.  sie in Wasser und verdünnter Bromwasser  stoffsäure relativ schwach löslich sind und  daher leicht kristallisiert erhalten werden.  Behandelt man die wässerige Lösung der  Salze mit Alkali, so fällt die freie Base aus.  



  Für die Hydrierung der     2-Alkyl-9-ph.eny        1-          2,3-dihydro-l-pyridindene    V oder deren Salze  werden diese Verbindungen zweckmässig in  Gegenwart von     Hydrierungskataly        satoren    mit  Wasserstoff geschüttelt.

   Als     Katalysatoren     sind geeignet:     Raney-Nickel,        Palladiumkohle     und     Platinoxydkatalysator    nach     Adanis.    Die       Hydrierungstemperatur    darf 80-100" C nicht  übersteigen, und es ist sogar von Vorteil,  wenn die Temperatur zwischen 20 und 10" C  gewählt wird, weil dann eine Erwärmung von  aussen überflüssig     ist.    Als     3Tedium    für die  Durchführung der     Hydrieiting    kommen ge  eignete organische Verdünnungsmittel, in die  die     Endprodukte    der Hydrierung leicht lös  lich sind, in Betracht.

   Als solche können     bei-          spielsweise    Wasser oder Alkohole, wie Me  thanol oder Äthanol, zur     Anwendung    gelan  gen. Die Hydrierung kann     unter    Atmo-      Sphärendruck oder unter höheren Drucken  bis zu 120     Atm.    durchgeführt werden. Bei  Anwendung von     Edelmetallkatalysatoren,    wie       Palladiumkohle    oder Platinoxyd, ist die     Ily-          drierunl;        naeli    Aufnahme von 1     31.o1    Wasser  stoff zu unterbrechen, andernfalls werden       Hesahydroderivate    gebildet.  



  Die Endprodukte der Hydrierung, näm  lich die     2-Alkyl-9-phenyl-tetrahydro-l-pyridin-.          dene    der allgemeinen Formel I, können in  Form von Salzen oder in Form der freien  Base isoliert werden. Behandelt man bei  spielsweise die     Hydrierungslösung,    nach dem       Abfiltrieren    des     Katalysators,        rnit    einem<B>Al-</B>  kali, so scheidet sieh die freie Base als ein  allmählich kristallisierendes Öl ab; diese     Kri-.     stalle können in einem geeigneten Lösungs  mittel, wie Aceton oder Alkohol, umkristalli  siert werden, wobei man ein reineres Produkt  erhält.

   Aus der freien Base lassen sieh mit    Säuren die     entsprechenden    Salze, wie das       Tartrat,    das     Maleat,    das Hydrochlorid u. a.,       herstellen.    Behandelt man hingegen die fil  trierte     Hydrierungslösung    mit     Alkalimetall-          sdlzen    von solchen Säuren, die mit den Basen  schwer     lösliche    Salze     bilden.,    so Seheiden sich  diese Salze direkt aus.  



  Die     2-Alkyl-9-phenyl-tetrahydro-l-pyridin-          dene    lassen sich in Gegenwart von Platin  oxyd- oder     Palladiumoxydkatalysatoren    wei  ter zu den     Hexahydropyridindenen    hydrieren.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Herstellung eines     hetero-          cyclisehen        Aminsalzes,    welches dadurch ge  kennzeichnet ist, dass ein Salz von     2-Methyl-          9-phenyl-2,3-dihydro-l-pyridinden    mit 1     Mol          Wasserstoff    katalytisch hydriert und das     Hy-@          drierungsprodukt    in das     2-Methyl-9-phenyl-          tetrahydro-l-py        ridinden-tartrat    der Formel  
EMI0003.0041     
    übergeführt wird.  



  Das 2 -     bIethyl    - 9 -     phenyl    -     tetrahydro    - I     -          py        ridinden-tartrat    ist eine neue Verbindung       v        om    Schmelzpunkt     160-.l64     C, welche als  Arzneimittel Verwendung finden soll.  



  <I>Beispiel 1:</I>  Eine Mischung von 400 g     2-Methy        1-9-          phenyl-2,3-dihydro-l-pyridinden-hydrobromid     (erhalten beispielsweise wie im Beispiel 1 der  Schweiz. Patentschrift Nr. 263280     besehrie-          ben),    800     ein:'    Äthylalkohol und 100     cm:@          Raney-Niekel    wird während 4 Stunden unter       eiem    Druck von 70 Atmosphären und bei  einer Temperatur von     20--2250    C hydriert.

    Der Katalysator wird     abfiltriert    und das Fil  trat während 18 Stunden mit 800     ein'       28     o/oigem    wässerigem Ammoniak gerührt. Die  Hauptmenge von     2-1lethyl-9-phenSTl-tetra-          hydro-l-py        ridinden    kristallisiert aus. Eine  zusätzliche Menge der Base kann durch Ver  dünnen des Filtrates mit 500     cm@    Wasser ge  wonnen werden. Die Base wird durch Um  kristallisation aus     70o/oigem    wässerigem  Aceton gereinigt.  



  100 g 2 -     Methyl    - 9 -     phenyl    -     tetrahydro-l-          pyridinden    in 1000     cm3    Benzol werden mit  einer Lösung von - 57,5 g Weinsäure in  290     cm'    Äthylalkohol behandelt. Beim Stehen  fällt. das     Tartrat    vom Schmelzpunkt 160 bis       '164     C     aus.    Anstatt Benzol zu verwenden,  können auch     Toluol,    Äther oder     Methylen-          ehlorid    als Lösungsmittel benutzt     werden.         <I>.

   Beispiel 2:</I>  Eine Mischung von 680 g     2-Methyl-9-          phenyl    -<B>2,3</B> -     dihydro    -1-     pyridinden    -     hydro        -          bromid,    6000 cm' Wasser und 200     cm3        feLrch-          tem        Raney-Nickel    wird unter einem Druck  von 35 Atmosphären während 3     Stunden.    bei       :10-30     C hydriert. Gegen Ende der Reak  tion     ist    das     Hydrobromid    in     Lösung    gegan  gen.

   Der Katalysator wird     abfiltriert    und das  Filtrat bei     20-30     C mit einer Lösung von  2 0 g     Kalilunthiocy        ariat    in 400     cm3    Wasser  behandelt     und    das Ganze, unter gelegent  lichem     Rühren,    für etwa 30 Minuten stehen  gelassen. Die überstehende Lösung wird vom  Niederschlag     iabfiltriert.    Letzterer wird in  10 Liter siedenden     Alkohol,        unter    Stickstoff,  aufgenommen.

   Nach dem Abkühlen auf 20  bis 30  C, stets unter Stickstoff, und Steher  lassen während etwa 18 Stunden, wird das       2-Methyl-    9 -     phenyl        -tetrahy        dro-l-pyridinden-          thioeyanat    vom Schmelzpunkt 188-189  C  gewonnen. Wird die Mutterlauge auf 1,4 ihres  ursprünglichen     Volumens    konzentriert, so  wird eine zusätzliche Menge des     Thiocyanats     erhalten.  



  Eine Mischung von 360 g     2-Methy        1-9-          phenyl    -     tetrahy        dro        -1-:        pyritlinden    -     th        iocyanat,     3000     em     Wasser, 3500     cm3    Äther und 900     em3          10%ige        Natronlauge        wird        bis        zur        Auflösung     des     Thiocyanats    geschüttelt.

   Nach dem     Wa-          scheri        mit    Wasser wird die ätherische Lösung  mit einer Lösung von 174 g     Weinsäure    in  900     cm3    Äthylalkohol behandelt.. Das     2-3le-          thy        l-9-pheny        1-tetrahydro-l-py        ridinden-tartrat,          welches    sich abscheidet, schmilzt bei 160 bis  164  C. In diesem Beispiel kann der Äther  entweder durch Benzol oder durch     Toluol    er-    setzt werden, und die Weinsäure kann in  Pulverform oder in geeigneter Lösung, z. B.

    in Aceton oder Methanol, zur Anwendung ge  langen. Anstatt     Natriumhy        droxyd    kann     alelr     verdünntes Ammoniak zur     Freisetzung    der  Base benützt werden.    <B>PATENTANSPRUCH:

  </B>    Verfahren zur     Herstellung    eines     lretero-          cyclischen        Aminsalzes,    dadurch gekennzeich  net, dass ein Salz von     2-i#lethy        l-9-pheny        1-2,3-          ciihydro-l-pyridinden    mit 1     Mol    Wasserstoff       katalytisch    hydriert und das     Hy        drierungs-          produkt    in     2-Methy1-9-phenyl-tetrahydro-l-          pyridinden-tartrat    der Formel  
EMI0004.0084     
    übergeführt wird.  



  Das 2     -Hethy    1- 9 -     phenyl.    -     tetrahydro        -1-          py        ridinden-tartr        at    schmilzt. bei 160-164  C.

Claims (1)

  1. UNTERA_VSPRUCH: Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die 13y drierung in Gegenwart von Raney-Nickel als Katalysator und bei einer Temperatur von 20-40 C durchgeführt wird.
CH267525D 1947-12-31 1947-12-31 Verfahren zur Herstellung eines heterocyclischen Aminsalzes. CH267525A (de)

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