CH268783A - Verfahren zur Herstellung eines Chlorbenzoesäureamides. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Chlorbenzoesäureamides.

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CH268783A
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    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N37/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids
    • A01N37/18Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids containing the group —CO—N<, e.g. carboxylic acid amides or imides; Thio analogues thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Chlorbenzoesäureamides.       In der Bekämpfung der Insektenplage  werden meist Mittel angewendet, welche die  Insekten vergiften und damit abtöten. Viel  fach werden aber auch Mittel angewendet,  welche die Insekten, namentlich die oft Krank  heitskeime     übertrabenden    Fliegen und     Mük-          kenart.en,    vertreiben, so dass es gar nicht zur       Belästigung    durch die     Insekten    und zum Kon  takt mit den Krankheitskeimen kommen kann.  So wurden beispielsweise     Dialkylphtalate    als  insektenabhaltende, Mittel vorgeschlagen,  welche aber nur eine     kurzdauernde    Wirkung  besitzen.  



  Es     wurde.    nun gefunden, dass     Chlorbenzoe-          säureamide    der Formel  
EMI0001.0012     
    worin Z ein. Wasserstoff- oder ein Chloratom  und R einen     Äthyl-    oder     Allylrest    bedeuten,  langdauernde insektenabhaltende Wirkung be  sitzen und daneben in der Anwendung für die  Warmblüter keine schädigende     Wirkung    zei  gen. Die Verbindungen obiger Formel sind  neu.  



  Die definierten     Chlorbenzoesäurea.mide     können nach an sich bekannten Methoden her  gestellt werden, insbesondere indem man eine       Chlorbenzoesäure    der Formel  
EMI0001.0018     
    oder ein Salz oder ein reaktionsfähiges funk  tionelles Derivat derselben mit einem Amin  der Formel     H-1\T(R.)"    einem Salz oder einem  reaktionsfähigen Derivat desselben nach der  Gleichung  
EMI0001.0020     
    umsetzt.

    Im einfachsten Fall wird die freie Säure  mit dem Amin erhitzt., wobei sich Wasser ab  spaltet (Y = OH, Y' = H).     Säurehalogenide     oder     Anhydride    können mit dem Amin,     ge-          wünschtenfalls    in Anwesenheit von säurebin  denden Mitteln, wozu auch das Amin selbst  benützt werden kann, umgesetzt werden (z. B.  Y = Cl, Y' = H oder Y =     0-Aeyl,    Y' = H).    Ferner können     Säurehalogenide    oder     Anhy-          dride    auch mit Metallverbindungen der Amine  (z. B. Y = Cl, Y' = Na) oder im speziellen  Falle     Säurehalogenide    mit Halogenhydraten  der Amine umgesetzt werden (z. B.

   Y = Cl,  Y' =     HCl    . H,     Y        Y'    = 2     HCl).    Ester reagieren  mit den Aminen beim Erhitzen unter Abspal  tung von Alkoholen     (z.B.    Y.=     ,OCHS,    Y' = H),  und schliesslich reagieren bestimmte     Amide              ebenfalls    mit den Aminen bzw. deren Salzen  (z. B.

   Y =     NH,,    Y' = H).     Eine    spezielle Va  riante, die     ebenfalls    nach dein obigen Reak  tionsschema verläuft, ist die Umsetzung von  Salzen der     Säure    mit     reaktionsfähigen        Carb-          aminsäurederivaten    der definierten Amine.

    Beispielsweise     lassen    sich     Carbaminsäurechlo-          ride,    die auch als     Chlorameisensäurederivate     der     sekundären        Amine        aiügefasst    werden kön  nen,     mit        Alkalisalzen    der Säuren     durch    Er  hitzen unter Abspaltung von     Kohlendioxyd       und     Alkalihalogenid    zu den     gewünschten        Ami-          den        -umsetzen    (z. B.

   Y =     ONa,    Y' =     Cl-CO-;          YY'    =     NaCl+CO_).    In ähnlicher Weise kann  man     Arylsulfonylderivate    des Amins mit       Chlorbenzoesäure    oder deren Salzen durch  Erhitzen umsetzen (z. B.

   Y =     ONa,    Y' _       SOZ-C,H$        CH3(p),YY'=        (p)CH@          S03Na).     Das bevorzugte     Verfahren    besteht in der       Umsetzung    des Säurechlorids mit dem Amin  nach der     Gleichung:     
EMI0002.0039     
    Die beschriebenen     Chlorbenzoesäureamide          wirken    insektenabhaltend.

   Es     wird    darunter  verstanden, dass sie     zur    Abhaltung einer  grossen Zahl von stechenden, beissenden, blut  saugenden oder Mensch und Tier     sonstwie     belästigenden, auch eventuell     krankheitsüber-          tragenden        Arthropoden    . geeignet sind. Bei  spielsweise sind die definierten     Chlorbenzae-          säureamide    gegen     Ädinen,        Culiciden,    Stech  fliegen,     Hausfliegen        und    Bettwanzen     wirksam.     



       Gegenstand        vorliegenden    Patentes ist     nun     ein Verfahren     ztü    Herstellung eines Chlor  benzoesäureamides. Das     Verfahren    ist da  durch gekennzeichnet, dass man eine Verbin  dung der     Formel     
EMI0002.0061     
    mit einer Verbindung     der    Formel  
EMI0002.0063     
    wobei Y     und    Y' sich bei der Reaktion abspal  tende Reste bedeuten,     umsetzt.     



  Die erhaltene neue Verbindung, das     2-          Chlor-benzoesäure-diäthylamid,    stellt ein farb  loses Öl vom     Siedepunkt    125-128  unter  0,4     mm    Druck dar und     kristallisiert    in Pris  men vom Schmelzpunkt     39-40 .    Sie soll als       insektenvergrämendes    Mittel dienen.

      <I>Beispiel 1:</I>  17,5 Teile     o-Chlor-benzoylchlorid,    herge  stellt. aus     o-Chlor-benzoesäure    und     Thionyl-          chlorid,    werden unter Kühlung langsam zu  einer Lösung von 150 Teilen     abs.    Benzol     und     1.4 Teilen     Diäthylamin    gegeben. Nach 1 Stunde  Rühren bei Raumtemperatur wird vom aus  geschiedenen     Diäthylaminchlorhydrat    abge  saugt, mit wenig     Benzol    nachgewaschen und  das     Benzol    abgedampft.

   Der Rückstand     liefert     bei der Destillation ein farbloses, leicht vis  koses Öl vom     Kp        o,4        125-1281,    das bald er  starrt.     Durch        Umkristallisieren        aus        Petrol-          äther    kann das     2-Chlor-benzoesäure-diäthyl-          amid    in farblosen     Prismen    vom Schmelzpunkt       39-40         gewonnen    werden.

      <I>Beispiel 2:</I>  17,5 Teile     o-Chlor-benzoylehlorid,    herge  stellt durch Chlorieren von     o-Chlor-benzaldea-          hyd,    werden bei Raumtemperatur zu einer  Aufschlämmung von 6 Teilen Soda     cale.    in  einer Lösung von 7 Teilen     Diäthylamin    in  <B>150</B> Teilen trockenem Benzol getropft.

   Nach  drei     Stunden    Kochen am     Rückfluss    wird die       benzolisehe    Lösung mit     verdünnter    Salzsäure  und anschliessend mit verdünnter Natronlauge  und Wasser gewaschen, über     Natriumsulfat     getrocknet und der Rückstand nach dem Ver  dampfen des Benzols im     Vakuum    destilliert.

    In guter Ausbeute erhält man     2-Chlor-benzoe-          säurediäthylamid    vom Schmelzpunkt     30-40 .              Beispiel   <I>3:</I>  85 Teile     o-Chlor-benzoesäure-niethylester,          37        Teile        Diäthylamin        1.00%        und        200        Teile     trockenes Benzol werden zusammen in einem       Stahlautoklaven    während 6 Stunden auf 100  bis 110  erhitzt.

   Das flüssige Reaktionsprodukt  wird nacheinander mit 2n Salzsäure, 2n Na  tronlauge und     Wasser    gewaschen, das Benzol  abgedampft und der Rückstand im     Vakuum     destilliert. Nach dem Abtrennen von wenig  unverändertem Ester wird bei     Kp1L        164-165      das     2-Clilor-benzoesäure-cliäthylamid    erhalten.    <I>Beispiel 4:</I>  In einem 500     cm3    Rundkolben mit Schliff  kühler werden 89 Teile     2-ehlor-benzoesa.ures     Natrium mit 73 Teilen     Diäthvlcarbaminsäure-          chlorid    vermischt und in einem Ölbad lang  sam erhitzt.

   Bei etwa 150  findet Reaktion  statt unter     Entweichen    von     Kohlendioxyd.     Nachdem die Temperatur noch weitere 3 Stun  den bei 150-160  gehalten wurde, wird die  Masse mit Wasser verdünnt und das Reak  tionsprodukt durch     Ausäthern    gewonnen.  Nach der üblichen Reinigung der     ätherisehen     Lösung mit verdünnter Salzsäure     und    ver  dünnter Natronlauge wird die ätherische Lö  sung getrocknet und der Äther abgedampft.  Die Destillation des Rückstandes ergibt bei       Kp""    125-127  das     2-Chlor-benzoesäure-di-          äthy        lamid.     



       Beispiel   <I>5:</I>  16 Teile     o-Chlor-benzoesäure    werden in  einem offenen Rundkolben mit 25 Teilen p  Toluol-N-diäthyl-sulfamid vermischt und auf  etwa<B>21500</B> geheizt.. Bei leicht     exothermer     Reaktion erfolgt der Austausch der     Diäthyl-          zmidogruppe.    Nach dem Erkalten lässt sich       die        Toluolsulfonsäure    mit Wasser ausziehen    und aus dem festen Rückstand durch     Umkri-          stallisieren    aus     Benzol-Petroläther    das     2-Chlor-          benzoesäure-diäthylaniid    vom 

  Schmelzpunkt       39--40     gewinnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines Chlor- benzoesäureamides, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI0003.0045 mit einer Verbindung der Formel EMI0003.0046 wobei Y und Y' sieh bei der Reaktion abspal tende Reste bedeuten, umsetzt. Die erhaltene neue Verbindung, das 2- Chlor-benzoesäure-diäthylamid, stellt ein farb loses Öl vom Siedepunkt 125-128 unter 0,4 mm Druck dar und kristallisiert in Pris men vom Schmelzpunkt 39-40 . UNTERANSPRÜ?CHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man o-Chlor-ben- zoylchlorid mit Diäthylamin umsetzt. 2. Verfahren nach Patentanspriieh, da durch gekennzeichnet, da.ss man ein Salz der 2- Chlor-benzoesäure mit Diäthyl-carbamin- säurechlorid umsetzt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man einen o-Chlor- benzoesäureester mit Diäthylamin umsetzt.
CH268783D 1948-04-09 1948-04-09 Verfahren zur Herstellung eines Chlorbenzoesäureamides. CH268783A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1055283B (de) * 1957-09-07 1959-04-16 Merck Ag E Insektenabwehrmittel
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US4840969A (en) * 1986-04-04 1989-06-20 Bayer Aktiengesellschaft N-substituted benzamides

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