DE580032C - Mittel zur Bekaempfung tierischer Schaedlinge - Google Patents

Mittel zur Bekaempfung tierischer Schaedlinge

Info

Publication number
DE580032C
DE580032C DED63162D DED0063162D DE580032C DE 580032 C DE580032 C DE 580032C DE D63162 D DED63162 D DE D63162D DE D0063162 D DED0063162 D DE D0063162D DE 580032 C DE580032 C DE 580032C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
animal pests
piperidine
combating animal
homologues
parts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED63162D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Hydrierwerke AG
Original Assignee
Deutsche Hydrierwerke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Hydrierwerke AG filed Critical Deutsche Hydrierwerke AG
Priority to DED63162D priority Critical patent/DE580032C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE580032C publication Critical patent/DE580032C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N43/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds
    • A01N43/34Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • A01N43/40Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom six-membered rings

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Hydrogenated Pyridines (AREA)

Description

  • Mittel zur Bekämpfung tierischer Schädlinge Man hat bereits vorgeschlagen, das Nikotin bei der Bekämpfung tierischer Schädlinge durch Piperidin oder seine Polymere bzw. ihre Salze oder Derivate, wie Alkylverbindungen, ferner durch N-Aldehydopiperidine oder durch organische heterocyclische Sticlestoffverbindungen, wie z. B. hydrierte und alkylierte Derivate des Pyridins, Chinolins oder Acridins, zu ersetzen. Alle diese Mittel haben jedoch das Nikotin nicht vollwertig ersetzen können, da sie dieses, besonders wegen der geringeren Lipoidlöslichkeit, an Wirksamkeit nicht erreichen können und bezüglich des Preises in den meisten Fällen nicht günstiger sind.
  • Es wurde nun gefunden, daß man zu ausgezeichneten, rasch wirkenden Schädlingsbekämpfungsmitteln gelangt, die dem Nikotin an Wirksamkeit nicht nachstehen und in einfacher und billiger Weise zu erhalten sind, wenn man Piperidin und/oder seine Homologen mit aliphatischen oder cycloaliphatischen Halogenalkylen mit mindestens 8 Kohlenstoffatomen am Stickstoff kondensiert. Diese N-Alkylpiperidine, deren Alkylrest mindestens 8 C-Atome, bei aliphatischen Resten zweckmäßigerweise sogar mindestens io C-Atoine enthalten soll, sind anscheinend deshalb besonders wirksam, weil durch den Eintritt der hochmolekularen, den seifenbildenden Carbonsäuren entsprechenden Alkylgruppen die Lipoidlöslichkeit der Piperidine und ihrer Homologen außerordentlich erhöht wird. Eine weitere Steigerung der Wirksamkeit dieser Produkte wird, wie gefunden wurde, dann erreicht, wenn die Alkylgruppen nicht unmittelbar, sondern über eine Alkoxygruppe am Stickstoff des Piperidins oder seine Homologen gebunden sind.
  • Die beschriebenen N-Alkylderivate und N-Alkyläther von Piperidin und/oder seinen Homologen werden zweckmäßigerweise in Verbindung mit Seifen oder seifenartig wirkenden Stoffen in Form verdünnter Spritzbrühen zur Anwendung gebracht, denen gleichzeitig noch andere insekticid oder mykocid wirkende Stoffe oder auch Haftmittel zugesetzt sein können.
  • Beispiel i Zur Darstellung von N-Dodecylpiperidin erhitzt .man gleiche Teile Dodecylchlorid und Piperidin, gegebenenfalls unter Anwendung eines geeigneten Verdünnungsmittels, einige Stunden am Rückflußkühler und filtriert dann nach beendeter Umsetzung von dem gebildeten Chlorhydrat des Piperidins. Aus dem Filtrat wird das N-Dodecylpiperidin durch Vakuumdestillation in ausgezeichneter Ausbeute vom Siedepunkt 145 bis 155° bei 15 mm Hg-Druck gewonnen. An Stelle von reinem Dodecylchlorid lassen sich in gleicher Weise auch die Halogenverbindungen .des bei der katalytischen Reduktion von Kokosfett erhältlichen Fettalkohol.gemisches verwenden. Das Gemisch dieses N-Alkylpiperidins siedet unter 15 mm Hg-Druck bei 115 bis 195°. Eine wässerige Spritzbrühe, welche neben o Oleinkaliseife 0,05 °/o des zuvor beschriebenen N-Dodecylpiperidins enthält, tötet z. B. Rosenblattläuse in wenigen Stunden völlig ab, ohne die behandelten Pflanzen irgendwie zu schädigen.
  • Beispiel 2 -Ersetzt man das Dodecylchlorid des Beispiels i durch die gleiche Menge eines technischen Gemisches von Naphthenylchloriden, wie sie in bekannter Weise z. B. durch Vereiterung von Naph.thenalkoholen (Siedepunkt 13o bis 14o° bei 7 mm HB-Druck) mit trockenem Salzsäuregas bei etwa 13o° erhalten werden können, so erhält man in gleichfalls guter Ausbeute .das N-Naphthenylpiperidin vom Siedepunkt 13o bis i7o° bei 13 mm Hg-Druck. Fügt man zu einer o,5°/oigen wässerigen Lösung eines Seifenersatzmittels z. B. das Natriumsalz des Schwefelsäureesters des Oleinalkohols, o,o5 °jo der zuvor beschriebenen Naphtlienylpiperidine, so lassen sich mit dieser Spritzbrühe z. B. Chrysanthemumblattläuse innerhalb weniger Stunden vollkommen abtöten.
  • Beispiel 3 3o Gewichtsteile der Chlormethyläther eines technischen Kokosfettalkoholgemisches, erhalten durch; Einleiten von trockenem Salzsäuregas in ein Gemisch von 186 Gewichtsteilen Kokosfettalkoholen und 3o Gewichtsteilen Trioxyinethylen bis zur völligen Umsetzung, werden zu einer Lösung von 4o Gewichtsteilen etwa 8o°/oigem Methylpiperidin in ioo Gewichtsteilen Benzin - zweckmäßig unter Kühlung - zugegeben. Nach beendeter Reaktion werden durch 9o Teile io°(oiger Natronlauge die Basen aus den entstandenen Chlorhydraten frei gemacht, nach Abtrennung der wässerigen Schicht mehrmals mit Wasser ausgewaschen und über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Das Benzin sowie nicht umgesetztes Methylpiperidin werden im Vakuum abde:stilliert. Der Rückstand besteht aus den flüssigen Piperidin-N-methylalkyläthern der Kokosfettalkohole.
  • An Stelle der Chlormethyl- oder auch der Chloräthyläther .der Kokosfettalkohole können in gleicher Weise auch die entsprechenden Äther der Naphthenalkohole zur Umsetzung mit Piperidin undloder seinen Homologen angewandt werden. Die erhältlichen Produkte zeichnen sich durch besonders gute insekticide Wirkung aus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: . Mittel zur Bekämpfung tierischer Schädlinge, bestehend aus solchen Piperidinderivaten, die durch Umsetzung von Piperidin undloder seinen Homologen mit aliphatischen oder cycloaliphatischen Halogenalky len mit mindestens 8 Kohlenstoffatomen oder mit aliphatischen oder cycloaliphatischen Halogenalkyläthern, von denen eine Alkylgruppe mindestens 8 KohlenGtoffatome enthält, in bekannter Weise erhalten werden.
DED63162D 1932-03-23 1932-03-23 Mittel zur Bekaempfung tierischer Schaedlinge Expired DE580032C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED63162D DE580032C (de) 1932-03-23 1932-03-23 Mittel zur Bekaempfung tierischer Schaedlinge

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED63162D DE580032C (de) 1932-03-23 1932-03-23 Mittel zur Bekaempfung tierischer Schaedlinge

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE580032C true DE580032C (de) 1933-07-05

Family

ID=7058637

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED63162D Expired DE580032C (de) 1932-03-23 1932-03-23 Mittel zur Bekaempfung tierischer Schaedlinge

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE580032C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE749752C (de) * 1939-03-04 1944-12-05 Mittel zur Bekaempfung von tierischen Schaedlingen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE749752C (de) * 1939-03-04 1944-12-05 Mittel zur Bekaempfung von tierischen Schaedlingen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2406475C2 (de) 5-Acetamido-2,4-dimethyltrifluormethansulfonanilid und dessen landwirtschaftlich geeignete Salze, Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen und diese Verbindungen enthaltende Mittel
DE2609280A1 (de) Schaedlingsbekaempfungsmittel
DE2510525C3 (de) Quartäre 2-Alkylimidazoliumsalze
DE2009960C3 (de) Jodierte Formalverbindungen, Verfahren zu ihrer Herstellung und Verwendung derselben
DE680599C (de) Verfahren zur Desinfektion und Konservierung
AT334134B (de) Bekampfung von pilzschadlingen
DE1543457B1 (de) Cyclopropancarbonsaeureester
US1954517A (en) Contact insecticide
EP0053756B1 (de) 2,6-Diethyl-3,5-dimethyl-2,3-dihydro-4H-pyran, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung zur Früherkennung, Lokalisierung und Bekämpfung von Lasioderma serricorne F
DE828104C (de) Verfahren zur Herstellung N,N -substituierter Piperazine
DE3148047C2 (de)
DE2534481A1 (de) Waessrige keimtoetende seifenzusammensetzung
DE2005489C3 (de) cis-3,3-Dimethyl-2S-(2'-R↓1↓-2'-R↓2↓-vinyl)-cyclopropan-1R-carbonsäure-5"-benzyl-3"-furylmethylester, Verfahren zu deren Herstellung und diese Verbindungen enthaltende insektizide Mittel
DE1107239B (de) Verfahren zur Herstellung von als Pflanzenwachstumsbekaempfungsmittel geeigneten Estern der ª‡, ª‡-Dichlorbuttersaeure
AT229883B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Thiophosphorsäureestern
DE2508420A1 (de) Quaternaere imidazoliumverbindungen
DE692927C (de) Verfahren zur Herstellung kapillaraktiver quartaerer Basen
DE838140C (de) Verfahren zur Herstellung von Amiino-aryl-pyridlyl-alkanolen und ihren Estern
DE702583C (de) Verfahren zum Desinfizieren und Konservieren
AT221504B (de) Verfahren zur Herstellung neuer basischer Phenoläther und ihrer Salze
CH268784A (de) Verfahren zur Herstellung eines Chlorbenzoesäureamides.
DE2153832C3 (de) Dialkylaminoalkylterpenylessigsäuren und Verfahren zu deren Herstellung
AT353984B (de) Mikrobizide zubereitung
DE2823685A1 (de) Verwendung von aminohydroxystearinsaeureamiden als antimikrobielle wirkstoffe
DE1567198C (de) Schwefligsaurephenyl phenoxyalkyl ester und ihre Verwendung A,5\m Uuwoyal Uic , New Yolk, N Y (V St A)