CH269426A - Verfahren zur Darstellung von d-Lysergsäurediäthylamid. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von d-Lysergsäurediäthylamid.Info
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Verfahren zur Darstellung von d-Lysergsäurediäthylamid. Gegenstand des vorliegenden Patentes ist. ein Verfahren zur Darstellung von d-Lyserg- säurediäthylamid, welches dadurch gekenn zeichnet ist, dass man d-Lysergsäureazid mit Diäthylamin zur Reaktion bringt und das ge bildete d-Lysergsäurediäthylamid vom d-Iso- lysergsäitrediäthylamid abtrennt.
Die neue Verbindung kristallisiert aus Benzol in zugespitzten Prismen, die bei 80 bis 85 (korr.) unscharf unter Zersetzung schmel zen. Die neue Verbindung ist in Wasser schwer, in Methanol und Äthanol sehr leicht löslich. Sie besitzt ein spez. Drehvermögen [a]" = +3011 (e = 0,4 in Pyridin). Die Elementaranalyse lieferte folgende Werte: C 73,50; 1I 7,81; N 12,92 %. Für d-Lyserg- säurediäthyiamid, C,oH"ON3, berechnen sich C 74,25; 117,79; N 13,00%.
Beispiel: Eine aus 3,0 g d-LyserYsä.ttrehydrazid auf übliche Weise bereitete ätherische Lösung von d-Lysergsäureazid wird mit. 3 ein' Diäthyl- amin versetzt und das Ganze 24 Stunden lichtgeschützt bei Raumtemperatur und unter gelegentlichem Durchschütteln stehengelassen.
Die Trennung der gebildeten Isomeren kann z. B. durch chromato-raphische Adsorp- tion erfolgen. -Man löst. das Gemisch in wenig Chloroform, das 0,5 % Alkohol enthält, gibt die Lösung auf eine Säule aus Aluminium oxyd von 4 ein Durchmesser und 60 ein Länge und entwickelt das Chromatogramm mit dem gleichen Lösungsmittel. Dunkle Ver- unreinigungen wandern schnell ins Filtrat.
Dann folgt. eine breite, im ultravioletten Licht blau leuchtende Zone, welche das d-Lysergsäurediäthylamid enthält. Ausbeute 1,3-1,7 g.
Das ehromatographisch abgetrennte, zu nächst amorphe d-Lysergsäurediäthylamid kristallisiert nach dem Aufnehmen in wenig Aceton und Verdünnen mit Äther in zu Büscheln vereinigten Nadeln. Aus Benzol werden, wie bereits erwähnt, zugespitzte Prismen, die bei 80-85 (korr.) unscharf unter Zersetzung schmelzen, erhalten.
Beim Auflösen von 1 Äquivalent der Base mit 1 Äquivalent d-Weinsäure in wenig Methanol kristallisiert das neutrale Tartrat des d-Lysergsäure-diäthylamids in zu Bü scheln vereinigten Nadeln aus. Das Salz ist in Wasser spielend löslich und schmilzt un scharf und unter Zersetzung bei 200 (korr.).
Als viel langsamer wandernde Zone pas siert das d-Isoly sergsäurediäthylamiddie Säule. Der Rückstand der Chloroformlösung, 0,5 bis 0,8 g, kristallisiert beim Aufnehmen mit Ace ton in schönen Prismen vom Smp. 182 (korr. ) unter Zersetzung, welche reines d-Isolyserg- säurediäthyiamid darstellen. [a]= = +217 D (e = 0,4 in Pyridin). Die Elementaranalyse lieferte folgende Werte: C 74,41; H 7,48;
N 13,27%. Für d-Isolysergsäurediäthy lamid, C."H_;ON3, berechnen sich C 74,25; H 7,79; N 13,00 %.
Das d-Isolysergsäurediäthylamid kann nach bei Mutterkornalkaloiden üblichen Verfahren in d-Lysergsäurediäthylamid umgelagert wer den. Beim Stehenlassen der Isoverbindung mit verdünnter alkoholischer Kalilauge z. B. stellt sieh bald ein Gleichgewicht ein, das einem Gemisch von ungefähr gleichen Teilen der Lysergsäure- und der Isolysergsäurever- bindung entspricht. .
Wie oben beschrieben, kann daraus das d-Lysergsäurediäthylamid abgetrennt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: ' Verfahren zur Darstellung von d-Lyserg- säurediäthylamid, dadurch gekennzeichnet, dass man d-Lysergsäureazid mit Diäthylamin zur Reaktion bringt und das gebildete d-Ly- sergsäurediäthylamid vom d-Isolysergsäure- diäthylamid abtrennt. Die neue Verbindung kristallisiert aus Benzol in zugespitzten Prismen, die bei 80 bis 85 (korr.) unscharf unter Zersetzung schmelzen. Die Verbindung ist in Wasser schwer, in Methanol und Äthanol sehr leicht löslich.Sie besitzt ein spez. Drehvermögen [a]D = +30 (c = 0,4 in Pyridin). Die Elementaranalyse lieferte folgende Werte: C 73,50; H 7,81; N 12,92 %. Für d-Lysergsäurediäthylamid, CnoH"ON3, berech nen sich C 74,25; H 7,79; N 13,00 %. Die neue Verbindung besitzt wertvolle therapeutische Eigenschaften und kann als Heilmittel Verwendung finden.Das neutrale Tartrat des d-Lysergsäure- diäthylamids besteht aus zu Büscheln ver einigten Nadeln. Das Salz ist in Wasser spie lend löslich und schmilzt unscharf und unter Zersetzung bei 200 (korr.).
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH252921T | 1943-04-30 | ||
| CH269426T | 1943-04-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH269426A true CH269426A (de) | 1950-06-30 |
Family
ID=25729696
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH269426D CH269426A (de) | 1943-04-30 | 1943-04-30 | Verfahren zur Darstellung von d-Lysergsäurediäthylamid. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH269426A (de) |
-
1943
- 1943-04-30 CH CH269426D patent/CH269426A/de unknown
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