CH273547A - Verfahren zur Darstellung eines Aralkylthiosemicarbazids. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Aralkylthiosemicarbazids.

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CH273547A
CH273547A CH273547DA CH273547A CH 273547 A CH273547 A CH 273547A CH 273547D A CH273547D A CH 273547DA CH 273547 A CH273547 A CH 273547A
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thiosemicarbazide
aralkylthiosemicarbazide
acetylamino
ethanol
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Bayer Farbenfabriken
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Bayer Ag
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  Verfahren zur Darstellung eines     Aralkylthiosemicarbazids.       Es wurde die überraschende     Feststel-          lLin#    gemacht, dass Verbindungen der     allge-          üicinen    Formel:  
EMI0001.0006     
    worin     R,    einen gegebenenfalls substituierten       aroinatisehen    Rest,     R..    Wasserstoff oder einen       orI,-anisehen.    Rest bedeutet, gegen     pathogene     Bakterien,     insbesondere    Tuberkeln, wirksam  sind.

   Sie können durch     Reduktion    von Stoffen  der allgemeinen Formel:  
EMI0001.0014     
    worin     R1    und     R,    die oben angegebene Bedeu  tung haben, hergestellt werden.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  nun ein Verfahren zur Herstellung des     1-(p-          .i1eet.ylamino    -     benzyl)    -     thioseniiearbazids,    das  dadurch gekennzeichnet ist, dass man     p-Ace-          tylaniino-ben7a]dehy        d-tli:iosemicarbazon    einer       induzierenden        Behandlung    unterwirft.  



  Die Reduktion kann     beispielsweise    elektro  lytisch in alkalischem oder     neutralem        Medium     oder durch Einwirkung von Metallen, v     or-          zugsweise    solchen der ersten bis dritten  Gruppe des periodischen     #'3z>stems,    gegebenen  falls in Form ihrer Amalgame, erfolgen. Als  Metall ist Natrium in Form seines Amalgams  besonders geeignet.; es kann aber auch z. B.

    Natrium in     Äthanol    oder     Butanol,    Magne-         sium    in Methanol bei Gegenwart von konzen  trierter     Ammoniumchloridlösung,        Caleium    in       Äthanol,    amalgamiertes Zink in     Äthanol     und     wässerigem    Ammoniak und Aluminium  amalgam Verwendung finden.

   Da die     Acetyl-          gruppe        alkaliempfindlich    ist, hat es sich als  zweckmässig erwiesen, bei der Umsetzung die       ätza.lkalische    Reaktion zu vermeiden, was  durch Einleiten von Kohlensäure in das     Um-          setzungsgemiseh,        durch        Zugabe    von     Natrium-          biearbonat    oder von     Aluminiumsulfat    erreicht  wird.

   Die ausserordentliche glatte Umwand  lung des     Thiosemiearbazons    in das     Thiosemi-          carbazid    war nicht vorauszusehen, da     unter     den Versuchsbedingungen mit einer Abspal  tung des Schwefels gerechnet werden musste.  



  Das so erhaltene     1.-(p-Aeetylamino-benzyl        )-          thiosemicarbazid    bildet schneeweisse     Nä.del-          chen,    die sich in verdünnten Mineralsäuren  und in     alkoholisch-wässeriger    Natronlauge,  nicht aber in wässeriger Natronlauge allein,  lösen und aus den gebräuchlichen organischen  Lösemitteln wie Methanol,     Äthanol,        Butanol,     Benzol, Chlorbenzol, verdünnter Essigsäure  usw. umkristallisiert werden können. Es un  terscheidet sich von dem entsprechenden     Thio-          semica.rbazon    vorteilhaft durch seine Stabili  tät.

   Es besitzt im Gegensatz zum     Thiosemi-          carbazon    als Verbindung, die die     Benzylamin-          und    die     Thioharnstoffgruppe    als     Aufbau-          elemente    trägt, basische Eigenschaften und  ist in Form seiner Säuresalze wasserlöslich.  Es gibt mit     Acylierungsinitteln    leicht     1-Acyl-          derivate.         Die neue Verbindung soll als Heilmittel  Verwendung finden.  



       .Beispiel:     50 g     1-Acetylamino-benzaldehyd-thiosemi-          carbazon    hergestellt aus     4-Acetylaminobenz-          aldehyd    in mit Essigsäure versetzter alko  holischer Lösung durch Umsetzung mit     Thio-          semicarbazid)    werden mit 1200     cm'        Äthanol,          120.em@    Wasser,<B>1.00</B> g     Natriumbicarbonat    und  750 g     4o/oigem        Natriumamalgam    reduziert.

    Auf einen ständigen     liohlensäurestrom    muss  geachtet werden, da die     Acetylgruppe    bei auf  tretender     ätzalkalischer    Reaktion leicht ab  gespalten wird. Die Mischung wird zunächst  dünnflüssiger, später wieder     ,diekflüssiger.     Nach 6 Stunden wird erkalten gelassen und  abgesaugt.. Das entstandene     1-(p-Acetylamino-          benzyl)-thiosemicarbazid    befindet sich fast  vollständig im Niederschlag.

   Durch mehr-         faehes        Ausrühren    desselben mit Wasser von  40 bis 500 wird das gleichzeitig ausgeschiedene       Natriumearbonat    und     Natriumbiearbonat    auf  gelöst.

   Nach dem Absaugen wird der verblei  bende Niederschlag aus     30o/oiger    Essigsäure  unter Zugabe von Tierkohle umkristallisiert  und dadurch das reine     1.-(p-        Aeetylamino-ben-          zyl)-thiosemicarbazid    in schönen     sehneeweissen          Nädelchen    vom Schmelzpunkt     \?15o        (unter          Zersetzung)    erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Darstellung von 1-(p-Ace- tylamino-benzyl)-thiosemicarbazid, dadurch gekennzeichnet, dass man p-AeetyIamino-benz- aldeliyd-t.hiosemiearba.zon einer reduzieren den Behandlung unterwirft. Die neue Verbindung bildet feine, schnee- weisse Nädelchen vom Smp. 2150 (unter Zer- setzung).
CH273547D 1948-09-20 1948-09-20 Verfahren zur Darstellung eines Aralkylthiosemicarbazids. CH273547A (de)

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