CH274914A - Verfahren zur Wiedergewinnung von hartem Metallkarbid. - Google Patents
Verfahren zur Wiedergewinnung von hartem Metallkarbid.Info
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Description
Verfahren zur Wiedergewinnung von hartem Metallkarbid. Die Erfindung bezieht sich auf die Wieder gewinnung von hartem Metallkarbid durch Behandlung von gesinterten Massen, die harte hl:etallkarbide, z. B. Wolframkarbid, und ein Bindemetall (in der Regel Kobalt) enthalten, wie sie an Metallbearbeitungswerkzeugen und als Geschosskerne Verwendung finden.
Infolge der hohen Kosten der für die Herstellung solcher Massen verwendeten Aus gangsmaterialien sind Versuche zur Entwick lung wirtschaftlicher Methoden zur Wieder gewinnung des Karbides und des Bindemetal- les aus Abfällen oder andern nicht verwend baren gesinterten Massen, insbesondere Ge- schosskernen, wo die zur Verfügung stehenden Mengen verhältnismässig gross sind, gemacht worden. Die Härte und grosse Druckfestigkeit dieser Materialien machen aber die Zerkleine rung solcher Sintermassen durch Zerdrücken oder durch andere mechanische Methoden un wirtschaftlich und undurchführbar.
Das Auf lösen des Bindemetalles ist ebenfalls mit Sehwierigkeiten verbunden, da die Lösemittel nur sehr beschränkt in das Material eindrin gen. Verfahren, welche die Massen zunächst in das Oxyd überführen, sind langwierig und teuer.
Nach dem vorliegenden Verfahren können die Karbide in einer Form gewonnen werden, in der sie sich leicht wieder für die Herstel lung neuer, gesinterter Hartmetalle verwen den lassen.
Das Verfahren ermöglicht es ferner, einen hohen Anteil an Metallkarbid und Binde metall zurückzugewinnen.
Erfindungsgemäss wird das Sinterprodukt, nachdem es in nichtoxydierender, vorzugs weise reduzierender Atmosphäre über den Schmelzpunkt des Bindemetalles erhitzt wurde, -um eine poröse Masse zu erhalten, mit Säure behandelt, um das Bindemetall zu entfernen, so dass eine Masse aus hartem Me tallkarbid ziu-üekbleibt, die durch Zerdrücken zerkleinert wird.
Beim Erhitzen kann ein Teil des Binde metalles aus dem Sinterprodukt austreten. Infolge der Porosität des erhitzten Produktes wird bei der Säurebehandlung eine sehr grosse Fläche des Biridemetalles dem Angriff aus gesetzt.
Durch die Entfernung des Bindemetalles verliert die Sintermasse ihre normalen Eigen schaften eines gebundenen Hartmetalles und kann leicht auf mechanischem Wege zerklei= nert werden.
Nimmt man als Beispiel Wolframkarbid, so muss für die Herstellung von Sintermassen zunächst Wolfram mit Kohlenstoff in der Kugelmühle gemahlen werden, um die Teil- chengrösse des Wolframmetalles soweit als möglich herabzusetzen und eine innige Mi schung mät dem Kohlenstoff zu erreichen. Die Mischung wird dann zur Bildung des Wolframkarbides erhitzt.
Das Karbid wird -iederum in der Kugelmühle zerkleinert, um seine Teilchengrösse herabzusetzen und eine innige Mischung mit dem Kobalt zu bewirken. Das nach dem vorliegenden Verfahren wieder gewonnene Wolframkarbid ist physikalisch kaum verändert und behält die ihm durch die ursprüngliche Vermahlung erteilten Eigen schaften bei, und es wurde festgestellt,
dass bei Verwendung zurückgewonnenen Wolfram- karbide s für die Herstellung neuer Sinter- rnassen die Dauer der Behandlung in der Kugelmühle zusammen mit dem Kobalt auf ein Drittel der mit neuem Wolframkarbid er forderlichen Zeit herabgesetzt werden kann.
Die Sintermassen weisen oft einen gewis sen Gehalt an freiem Kohlenstoff auf. Wäh rend der die erste Stufe des vorliegenden Pro zesses bildenden Behandlung bei hohen Tem peraturen reagiert dieser freie Kohlenstoff mit etwa vorhandenem Wolfram unter Kar bidbildung, so dass das wiedergewonnene Kar bid einen hohen Gehalt an gebundenem Koh lenstoff aufweist. Die Behandlung bei hoher Temperatur -bewirkt auch, dass sich gewisse in den Sintermassen etwa vorhandene Ver unreinigungen verflüchtigen.
Andere Ver unreinigungen können bei der anschliessenden Säurebehandlung in Lösung gehen, so dass das zurückgewonnene Wolframkarbid ein fei nes Pulver von hohem Reinheitsgrad darstellt und qualitativ besser sein kann als das für die Herstellung der ursprünglichen Sinter masse verwendete.
Die experimentelle Durchführung des Ver- fahrens hat gezeigt, dass mindestens 95 % des ursprünglichen Gehaltes an Wolframkarbid und Kobalt zurückgewonnen werden können.
Nachstehend wird ein Beispiel angeführt, das zeigt, wie die Erfindung zweckmässig durchgeführt werden kann, wobei als Aus gangsmaterial Geschosskerne aus Wolfram- karbid, das mit etwa 12 % Kobalt gebunden ist, verwendet werden.
Die Geschosskerne werden in einem Ofen unter Einhaltung einer reduzierenden Atmo sphäre auf 18000 C erhitzt. Die Kerne blähen sich nach kurzer Zeit auf und springen, und ein Teil des Bindemetalles wird ausgeschieden. Man lässt sie abkühlen und kocht in Salzsäure, bis die Reaktion aufhört. Nach dem Aus waschen der Chloride werden die Kerne in eine für das Mahlen geeignete Korngrösse ge brochen. Durch Weiterbehandlung in der Kugelmühle erhält man ein feinpulveriges Wolframkarbid, das sich zur Herstellung ge eigneter Hartmetallmassen eignet.
Das Pro dukt wies einen verhältnismässig hohen Rein heitsgrad und einen Gehalt an gebundenem Kohlenstoff von 6,04 % auf. Reines Wolf- ramkarbid WC hat einen theoretischen Koh lenstoffgehalt von 6,10/0.
Aus der Salzsäurelösung und den ersten Waschwässern konnte das Kobalt als Chlorid gewonnen werden.
Obschon die Erfindung im vorstehenden unter besonderer Bezugnahme auf Sintermas- sen aus Wolframkarbid und Kobalt beschrie ben wurde, lässt sich das Verfahren auch auf andere Hartmetallkarbide oder Mischungen solcher Karbide und andere Bindemetalle als Kobalt anwenden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Wiedergewinnung von har tem Metallkarbid aus einem diesen Stoff und Bindemetall enthaltenden Sinterprodukt, da durch gekennzeichnet, dass man das Sinter- Produkt, nachdem es in einer nichtoxydieren den Atmosphäre auf eine Temperatur über dem Schmelzpunkt des Bindemetalles erhitzt wurde, um eine poröse Masse zu erhalten, mit Säure behandelt, um das Bindemetall zu ent fernen, so dass eine Masse aus hartem Metall karbid zurückbleibt, die durch Zerdrücken zerkleinert wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Sinterprodukt in einer reduzierenden Atmosphäre erhitzt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die auf die poröse Masse wirkende Säure erhitzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH274914T | 1948-10-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH274914A true CH274914A (de) | 1951-04-30 |
Family
ID=4479977
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH274914D CH274914A (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Verfahren zur Wiedergewinnung von hartem Metallkarbid. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH274914A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0233162A3 (en) * | 1986-02-05 | 1989-07-19 | Santrade Ltd. | Method of treating cemented carbide bodies regarding their compositions and structures |
-
1948
- 1948-10-02 CH CH274914D patent/CH274914A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0233162A3 (en) * | 1986-02-05 | 1989-07-19 | Santrade Ltd. | Method of treating cemented carbide bodies regarding their compositions and structures |
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