CH277301A - Verfahren zur Reduktion von durch Holzhydrolyse erhaltenen Zuckern zu mehrwertigen Alkoholen. - Google Patents

Verfahren zur Reduktion von durch Holzhydrolyse erhaltenen Zuckern zu mehrwertigen Alkoholen.

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CH277301A
CH277301A CH277301DA CH277301A CH 277301 A CH277301 A CH 277301A CH 277301D A CH277301D A CH 277301DA CH 277301 A CH277301 A CH 277301A
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Rudolf Hefti Hans
Werner Dr Kolb
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Rudolf Hefti Hans
Werner Dr Kolb
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C31/00Saturated compounds having hydroxy or O-metal groups bound to acyclic carbon atoms
    • C07C31/18Polyhydroxylic acyclic alcohols
    • C07C31/26Hexahydroxylic alcohols
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B3/00Electrolytic production of organic compounds
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Description


  Verfahren zur Reduktion von durch Holzhydrolyse erhaltenen Zuckern  zu mehrwertigen Alkoholen.    Die Schwierigkeiten, welche die Isolierung  der Zucker aus     Holzhydroly    raten bietet, sind  bekannt. Erst in     neuerster    Zeit ist. es gelun  gen, Glukose aus,     Holzzuckerwürze    in wirt  schaftlich tragbarer Weise zu gewinnen.  Dies kann dadurch erreicht werden, dass man  die bei der Hydrolyse     entstehenden,    dunkel  gefärbten     Nebenprodukte    elektrolytisch aus  fällt und die so gereinigte Lösung zur Kri  stallisation bringt (vgl.     schweiz.    Patent  Nr. 274509).  



  Die in der Würze enthaltenen andern  Zuckerarten     (Pentosen        usw.)    konnten     bis     heute überhaupt. nicht. gewonnen und ver  wertet. werden.  



  Ferner ist bekannt, dass sich :die Zucker  durch     Reduktion    in     höherwertige    Alkohole  überführen lassen. Diese Alkohole werden zur  Hauptsache in     Sirupform    in den Handel ge  bracht     und    dienen     als    vorzügliche     Befeuch-          tungs-    und     Konditionierungsmittel.    Am be  sten eignen sieh für diesen Zweck Gemische       höherwert.iger    Alkohole, welche einen relativ  hohen Prozentsatz an nicht     hexitartigen    Pro  dukten     enthalten,    da.

   dadurch die     Krista.lli-          sationstendenz    des Sirups stark herabgesetzt  wird     (United        States    patent 2289189; 1942;  Ralph A.     Hales).     



  Es wurde nun gefunden, dass die in den       Hydrolysaten    gelösten     Zucker    ohne     Isolie-          rung    direkt zu den entsprechenden Alko  hoJen reduziert werden können. Diese Re  duktion kann z. B.     katalytisch    oder auch.         elektrolytisch    erreicht werden. Während im  sauren oder neutralen Gebiet ausschliesslich  diejenigen Alkohole entstehen, welche den in  der Würze     ursprünglich    vorhandenen     Zuk-          kern    entsprechen, tritt im     alkalischen    Gebiet  zum Teil eine Umlagerung ein, so dass z. B.

    neben     Sorbit    auch     Mannit        entsteht.    Er  staunlicherweise werden nicht nur die     Zuk-          ker,    sondern auch die dunkelgefärbten,     aus     der Hydrolyse stammenden     Nebenprodukte          grösstenteils        mitreduziert,    wobei sie in eine  farblose Form übergehen. Es resultiert der  gestalt     aus    der schwarzbraunen     Holzwürze     ein gelblicher Sirup, welcher     durch    geringe  Mengen Aktivkohle     vollständig    entfärbt wer  den kann.

   Es     besteht    gewöhnlich hauptsäch  lich aus einem Gemisch von     Sorbit,        Mannit     und     Pentiten.     



       Beispiel   <I>1:</I>  1000 Liter nach dem     Seholler-Verfahren     hergestellte     Holzzuckerwürze    mit einem Ge  halt an reduzierbaren     Zuckern    von 4 % wer  den nach Neutralisation der     Schwefelsämre     auf 200 Liter eingedampft. Nach Zugabe von  3 kg     Raney-Nickel        als    Katalysator bringt  man sie in ein mit. Propellerrührwerk     @ausge-          rüstetes        geschlossenes    Gefäss.

   Dann     verdrängt     man :die im     Kessel    über der Flüssigkeit be  findliche     Luft,    indem man aus einem Gaso  meter Wasserstoff     durchströmen    lässt.     Isst    :der  ausströmende Wasserstoff rein, so schliesst  man :den Austrittshahn und setzt das Rühr  werk in Gang. Am Standmesser des Ga:so-           meters    oder an einer zwischengeschalteten  Gasuhr kann die     fortschreitende    Aufnahme  des     Wasserstoffs        und    damit das     Ausmass    der  Reduktion genau     mengenmässig    verfolgt wer  den.

   Durch Erhöhen der Temperatur von 15  auf<B>500</B> C wird die Reaktion     auf    das 20fache  beschleunigt. Nach     Beendigung    der Reduk  tion filtriert man vom     Katalysator    ab und  dampft die Lösung auf den gewünschten Ge  halt ein. Es     hinterbleibt    ein viskoser Sirup,       bestehend    aus     Sorbit    und     Pentiten.     



       Beispiel   <I>2:</I>  Apparatur und Durchführung wie in Bei  spiel 1 beschrieben. Ansatz: 200 Liter neutra  lisierte und     eingedampfte        Holzzuel#:erwürze,          unter    Zufügen von 0,5 kg Ammoniak       (25        %ig)    .     Die        reduzierte        Lösung        wird        unter          Rückgewinnung    des Ammoniaks eingedampft.  Es     hinterbleibt    ein Gemisch von     Sorbit,    Man  nit und     Pentiten.     



  <I>Beispiel 3:</I>       1000        Liter        einer        4%        reduzierbaren        Zucker          enthaltendenHolzzuckerwürze    wird nach der  Neutralisation auf 200 Liter eingedampft. Zu  dieser Lösung gibt man 1     kg        Raney-Nickel     und behandelt sie darauf in einem     R.ühr-          autoklaven    mit Wasserstoff unter einem       Druck    von<B>70</B>     Atm    bei 1200 C. Die Reduk  tion ist. in 3 Stunden beendigt.

   Es resultiert  ein beinahe farbloser, viskoser Sirup,     weleher     die den Zuckern entsprechenden Alkohole  enthält.  



  <I>Beispiel</I>     f:     Eine     411/o    reduzierbaren Zucker enthal  tende     Holzzuckerwürze    wird mit     Soda    neu  tralisiert und auf einen     Tro:

  ekensubstanz-          gehalt        von        25        %        gebracht.        Dann        bringt        man     sie in den Kathodenraum einer     Diaphragmen-          zelle.    Das     Diaphragma    kann aus Aluminium  oxyd, Fiber, mikroporösem     Hartgaimmi    usw.

    bestehen.     Als        Katoly    t dient das bei .der Neu  tralisation der Sauerwürze entstandene Na  triumsulfat,     als        Anolyt    verdünnte Schwefel  säure. Gearbeitet wird bei einer Temperatur  von 18 bis 22o C, einer     Stromdichte    von       Amp/dm     und einer     Badspannung    von 4    bis 5 Volt.. Die Anode besteht aus Blei, die  Kathode aus einem amalgamierten Zinkblech.

    Das Fortschreiten der Reduktion wird an  Hand der Abnahme     des-    Gehaltes an reduzier  barem Zucker     verfol;-t.    Es resultiert ein  leicht     D elbstiehi-er    Sirup, welcher viel     Sor-          bit,        weni;-        Mannit    und je nach     Pentosen-          gehalt.    der     Würze        Pentite    enthält.

   Man  dampft auf die gewünschte Konzentration  ein, entfernt den     Elektrolvtendurch        Auskri-          stalilisieren    und Fällen mit Alkohol und rei  nigt das Endprodukt mit etwas Kohle.  



       Beispiel   <I>5:</I>  1000 Liter     Holzzuclierwürze    werden mit  Kreide     neutralisiert,    vom ausgeschiedenen  Gips     .abfilt.riert    und auf einen Gehalt an       reduzierbarem        Zucker        von        25        %        eingedickt.     Dazu gibt man     -10    kg     Natrium@sulfit    und     elek-          trolysiert    in einem     Einzellenapparat    unter,

         Verwendung    von     Bleianoden    und amalga  mierten Zinkkathoden. Die     Stromdichte    be  trägt<B><U>2,2</U></B>     Amp/dm22,    die     Badspannung    4 bis  5 Volt und .die Temperatur<B>250</B> C. Das     Na-          triumsulfit    wird zu Sulfat     oxydiert,    die     Holz-          zuelz:erwürze    zu den entsprechenden höheren  Alkoholen reduziert. Die Operation wird wie  in Beispiel 4 beschrieben zu Ende geführt.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Reduktion von durch Holz hydrolyse erhaltenen Zuckern zu mehrwerti gen Alkoholen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reduktion ohne Isolierung der Zuk- ker aus -der Holzzuekerwürze durchführt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet., dass man die Reduk tion katalytisch unter NOrmaildruck durch führt.
    ''. Verfahren gemäss Patent.ansprucli, da durch gekennzeichnet, da.ss man die Reduk tion kataly tiselr unter erhöhtem Druck durch- f ührt. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, da- ,durch gekennzeichnet, dass man katalytisch unter erhöhter Temperatur arbeitet. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man kat.aly-tisch im alkalischen Gebiet reduziert. 5.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man katalytisch im neutralen Gebiet reduziert. 6. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man katalytisch im sauren Gebiet reduziert. i. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man elektrolytisch in einer Diaphragmazelle reduziert. B. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man elektrolytisch in. einem Einzellenapparat unter Zugabe eines löslichen Sulfites reduziert.
CH277301D 1948-12-14 1948-12-14 Verfahren zur Reduktion von durch Holzhydrolyse erhaltenen Zuckern zu mehrwertigen Alkoholen. CH277301A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1034610B (de) * 1952-04-03 1958-07-24 Atlas Powder Co Verfahren zur Herstellung von Mischungen mehrwertiger Alkohole
DE1064489B (de) * 1956-06-07 1959-09-03 ? Verfahren zur Herstellung von mehrwertigen Alkoholen durch Aufarbeitung von Pentosenund Hexosen enthaltenden Gemischen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1034610B (de) * 1952-04-03 1958-07-24 Atlas Powder Co Verfahren zur Herstellung von Mischungen mehrwertiger Alkohole
DE1064489B (de) * 1956-06-07 1959-09-03 ? Verfahren zur Herstellung von mehrwertigen Alkoholen durch Aufarbeitung von Pentosenund Hexosen enthaltenden Gemischen

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