DE802877C - Verfahren zur Herstellung von Acetalen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Acetalen

Info

Publication number
DE802877C
DE802877C DEP12376A DEP0012376A DE802877C DE 802877 C DE802877 C DE 802877C DE P12376 A DEP12376 A DE P12376A DE P0012376 A DEP0012376 A DE P0012376A DE 802877 C DE802877 C DE 802877C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acetylene
acetal
methanol
catalyst
mercury
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP12376A
Other languages
English (en)
Inventor
Guenther Dr Hamprecht
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEP12376A priority Critical patent/DE802877C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE802877C publication Critical patent/DE802877C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C43/00Ethers; Compounds having groups, groups or groups
    • C07C43/30Compounds having groups
    • C07C43/303Compounds having groups having acetal carbon atoms bound to acyclic carbon atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C41/00Preparation of ethers; Preparation of compounds having groups, groups or groups
    • C07C41/01Preparation of ethers
    • C07C41/18Preparation of ethers by reactions not forming ether-oxygen bonds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C41/00Preparation of ethers; Preparation of compounds having groups, groups or groups
    • C07C41/48Preparation of compounds having groups
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C41/00Preparation of ethers; Preparation of compounds having groups, groups or groups
    • C07C41/48Preparation of compounds having groups
    • C07C41/50Preparation of compounds having groups by reactions producing groups
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C41/00Preparation of ethers; Preparation of compounds having groups, groups or groups
    • C07C41/48Preparation of compounds having groups
    • C07C41/50Preparation of compounds having groups by reactions producing groups
    • C07C41/56Preparation of compounds having groups by reactions producing groups by condensation of aldehydes, paraformaldehyde, or ketones
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C43/00Ethers; Compounds having groups, groups or groups
    • C07C43/30Compounds having groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Bei der bekannten Herstellung von Acetalen durch Einwirkung von Alkoholen auf Acetylen und seine Abkömmlinge in Gegenwart saurer Quecksilberkatalysatoren, insbesondere von Merkurisulfat, wird die Ausbeute durch die Bildung von Nebenprodukten hauptsächlich unter dem Einfluß der Säure beeinträchtigt. Man hat versucht, dieser Schwierigkeit und der damit meist verbundenen Inaktivierung des Katalysators dadurch zu begegnen, daß man in den mit dem Quecksilbersulfat versetzten Alkohol Acetylen unter solchen Bedingungen einleitete, daß das gebildete Acetal möglichst rasch in Form einer Mischung mit dem Alkohol abdestilliert. Ganz abgesehen davon, daß man auf diese Weise nur höchstens etwa 6oprozentiges Acetal erhält, erfordert eine solche Arbeitsweise das genaue Einhalten einer bestimmten Arbeitstemperatur, die Anwendung von Unterdruck, das Durchleiten eines inerten Gases oder eines erheblichen Acetylenüberschusses. Die bekannte diskontinuierliche Arbeitsweise, bei der man Einzelchargen nach erfolgter Umsetzung neutralisiert und dann durch Destillation aufarbeitet, ist gleichfalls angesichts des hohen Säure- und Wärmeverbrauchs unbefriedigend.
Es wurde nun gefunden, daß gerade im Gegensatz zu den bisherigen Anschauungen die Herstellung von Acetalen aus Acetylen und Alkoholen mit ausgezeichneter Ausbeute kontinuierlich durchgeführt werden kann, wenn man die Umsetzung
im Acetal als Umsetzungsmedium durchführt. Dies läßt sich auf verschiedene Weise bewerkstelligen.
Beispielsweise kann man das Umsetzungsgefäß, z. B. einen mit einem gewöhnlichen Schlangen-5 oder Röhrenkühler verbundenen Rührkessel, mit dem Acetal der gewünschten Konzentration, z. B. einer 6oprozentigen oder höherprozentigen Acetal-Alkohol-Mischung, füllen, den Katalysator zusetzen und dann beim Siedepunkt des Gemisches Alkohol
ίο und Acetylen einleiten. Die bei der Umsetzung gebildete Wärme genügt in der Regel, ein gleichmäßiges Abdestillieren des hochprozentigen Acetals zu gewährleisten. Statt durch einen einfachen absteigenden Kühler abzudestillieren, kann man auf das Destillationsgefäß auch eine Kolonne mit mehreren Böden setzen und an ihrem Kopf das Acetal abziehen. Eine andere Ausführungsform der Erfindung besteht darin, in das mit Alkohol und Katalysator gefüllte Reaktionsgefäß unter Rückflußkühlung und Rühren Acetylen einzuleiten, bis die Konzentration des Acetals den gewünschten Wert erreicht hat, und dann laufend das Acetal unter Zufuhr von Acetylen und Alkohol abzudestillieren.
Besonders vorteilhaft ist es, das Acetylen selbst zur möglichst guten Verteilung des Katalysators in der Reaktionsflüssigkeit zu benutzen, indem man es am Boden des zweckmäßig konisch ausgebildeten Reaktionsgefäßes durch ein oder mehrere Rohre, gegebenenfalls auch eine Fritte oder ein Sieb einleitet, so daß es den Katalysator ständig aufwirbelt. Auf diese Weise wird das Acetylen sehr rasch und vollständig umgesetzt, so daß man keinen Überschuß davon anwenden muß und einen Acetylenkreislauf sparen kann. Dazu kommt eine Verbilligung des Verfahrens durch Fortfall des Rührwerkes und eine wesentlich bessere Ausnutzung des Katalysators.
Als Katalysator benutzt man zweckmäßig Queck- | silberoxyd und konzentrierte Schwefelsäure. Da ' sich eine teilweise Reduktion des Quecksilberoxyds | nie ganz vermeiden läßt, zieht man von Zeit zu j Zeit oder fortlaufend das reduzierte Quecksilberoxyd ab und fügt eine entsprechende Menge frisches Quecksilberoxyd zu. Die Menge der Schwefelsäure, die in Form von konzentrierter Schwefelsäure oder von Oleum zugesetzt werden kann, bemißt man zweckmäßig so, daß sie nicht über 50 g freie H2 S O4 für den Liter Reaktionsflüssigkeit liegt. Im allgemeinen genügen Konzentrationen von höchstens 10 g H2SO4 auf den Liter. Ein Verlust von Schwefelsäure tritt auch bei längerem Betrieb nur in untergeordnetem Umfang ein.
Beispiel 1
In einem mit intensivem Rührwerk versehenen gummierten Reaktionskessel gibt man 1500 1 Methanol und 10 1 Oleum (30% freies SO3), setzt stündlich 10 kg Quecksilber-II-oxyd zu und leitet unter kräftigem Rühren stündlich 100 cbm Acetylen ein. Die Flüssigkeit siedet sehr bald bei etwa 6o°. Die Dämpfe werden durch einen Rückflußkühler niedergeschlagen und so lange verflüssigt in den Reaktionsraum zurückgeführt, bis in der Lösung eine Konzentration von 75% Acetal erreicht ist. Jetzt leitet man zusätzlich zu dem Acetylen stündlich 4501 Methanol ein und zieht nun von den Dämpfen stündlich 460 kg eines Gemisches von 75 % Acetaldehyddimethylacetal und 25 % Methanol ab. Sobald sich in dem Reaktionskessel eine größere Menge verbrauchten Katalysators angesammelt hat, wird die Gas- und Methanolzufuhr unterbrochen, der erschöpfte Katalysator abgezogen und durch eine entsprechende Menge Quecksilber-II-oxyd ersetzt. Das Verfahren kann dann weitergeführt werden.
Beispiel 2
In einen nach unten konisch zulaufenden, mit keramischem Material ausgekleideten Behälter füllt man 600 1 Methanol und 6 1 90prozentige Schwefelsäure, gibt stündlich 3 kg Quecksilberoxyd durch eine Schleuse zu und leitet von unten durch ein Ventil stündlich 30 cbm Acetylen ein. Das Gas verteilt sich von selbst in gleichmäßig große Gasblasen, die den Katalysator ständig aufwirbeln. Die Flüssigkeit gerät nach 20 Minuten zum Sieden; die Dämpfe werden in einem Rückflußkühler niedergeschlagen und so lange verflüssigt in den Reaktionsraum zurückgegeben, bis in der Lösung eine Konzentration von 90% Acetal erreicht ist. Nun leitet man gleichzeitig mit dem Acetylen stündlich 106 1 Methanol, dem 0,1 °/o Schwefelsäure zugesetzt ist, ein und zieht gleichzeitig 115 kg eines Gemisches von 90% Acetaldehyddimethylacetal und 10% Methanol als Kondensat ab. Nach einigen Tagen hat sich in dem Reaktionsgefäß eine größere Menge inaktiven Katalysatorschlammes angesammelt, so daß man zweckmäßig die Methanolzufuhr und Gaseinleitung für kurze Zeit unterbricht und durch ein Bodenventil den Schlamm abzieht. Danach wird die Umsetzung durch Einleiten von Methanol und Acetylen sowie Zufuhr von Quecksilberoxyd wieder aufgenommen. Durch regelmäßige Kontrollen überzeugt man sich, daß der Säuregehalt nicht über log freie Schwefelsäure im Liter ansteigt.
Beispiel 3
In einen gummierten Behälter, der sich nach unten zu einem Rohr von 50 mm Durchmesser verjüngt, werden 10001 Methanol, 5I Oleum (30% S O2) und 50 kg Quecksilberoxyd gefüllt. Ohne umzupumpen oder zu rühren, leitet man von unten stündlich 80 cbm Acetylen ein. Das Methanol fängt nach 10 Minuten zu sieden an. Durch einen aufgesetzten Rückflußkühler werden die Dämpfe kondensiert. Bereits nach 4 Stunden kann ein 96prozentiges Acetaldehyddimethylacetal abgezogen werden. Die Weiterführung des Verfahrens geschieht in der im Beispiel 2 geschilderten Weise.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von Acetalen durch Umsetzen von Acetylenen und Alkoholen in Gegenwart von Quecksilbersulfat und fort-
    laufendes Abdestillieren des Acetals, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in einer im wesentlichen aus dem Acetal bestehenden Lösung durchführt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man das Acetylen am Boden des sich nach unten \*erjüngenden Reaktionsgefäßes einführt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Konzentration der freien Schwefelsäure nicht über 50 g H0SO4 für ι 1 Umsetzungsflüssigkeit hält.
    © 3590 2.
DEP12376A 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Herstellung von Acetalen Expired DE802877C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP12376A DE802877C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Herstellung von Acetalen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP12376A DE802877C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Herstellung von Acetalen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE802877C true DE802877C (de) 1951-02-26

Family

ID=7364037

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP12376A Expired DE802877C (de) 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Herstellung von Acetalen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE802877C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH398564A (de) Verfahren zur Herstellung von Cyclohexanon
DE919463C (de) Verfahren zur Herstellung von ª‰-Phenylaethylalkohol
DE802877C (de) Verfahren zur Herstellung von Acetalen
DE1277834B (de) Verfahren zur Herstellung von Formaldehyd
DE1271115B (de) Verfahren zum destillativen Reinigen von reduzierbaren, cyclischen, organischen Verbindungen
CH406189A (de) Verfahren zur Gewinnung von reinen, ungesättigten, aliphatischen Nitrilen
DE759365C (de) Herstellung konzentrierter Salpetersaeure aus Stickoxyden, Sauerstoff bzw. solchen enthaltenden Gasen und Wasser
AT141030B (de) Verfahren zur Herstellung von Äthylalkohol.
EP0000509B1 (de) Verfahren zur Herstellung von sekundären aliphatischen Aminen
CH412871A (de) Verfahren zur Herstellung von Cyclohexancarbonsäure
DE840844C (de) Verfahren zur Herstellung eines Gemisches isomerer cyclischer AEther
DE849103C (de) Verfahren zur Herstellung sauerstoffhaltiger Verbindungen
DE863941C (de) Verfahren zur Herstellung von Buten-(1)-on-(3)
DE717951C (de) Verfahren zur Gewinnung von Acetaldehyd aus acetylenhaltigen Gasen
DE2835848A1 (de) Verfahren zur reinigung von aldehydhaltigen ketonen
DE840695C (de) Verfahren zur Herstellung von 1, 1, 3-Trimethylcyclohexanon-5
DE950634C (de) Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten tertiaeren Alkoholen
AT93603B (de) Verfahren zur katalytischen Darstellung von Butyraldehyd und Butylalkohol durch Hydrierung von Crotonaldehyd.
DE372717C (de) Verfahren zur Herstellung von Essigsaeureaethylester
DE899501C (de) Verfahren zur Herstellung von Isopropylbenzolhydroperoxyd
DE871005C (de) Verfahren zur Herstellung von Butin-2-diol-1, 4
DE544778C (de) Herstellung von Ketonen aus Estern
DE903815C (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeuren
AT121997B (de) Verfahren zur Darstellung von Acetalen.
DE513796C (de) Verfahren zur Herstellung von Acetalen