Schaltungsanordnung für eine selbsttätige Fernmeldeanlage zur Einstellung eines Wählers. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine 'Selialtungsanordnung für eine selbst tätige Fernmeldeanlage zur Einstellung eines Wählers mittels einer Spannungsvergleiehs- methode, wobei ein bestimmtes, die gewünschte Einstellung des W ählers charakterisierendes Potential einem Steuergitter einer ersten Va kuumröhre zu-eführt wird, und ein zweites, f(.;
rtwährend die jeweilige Lage des Wählers eliarakterisierendes Potential über einen Schaltarni des Wählers einem Steuergitter einer zweiten Vakuumröhre zugeführt wird, k' deren Kathode mit der Kathode der ersten Pöhre verbunden ist, wobei die Bewegung des Wählers von einer Relaissehaltung gesteuert <B>M</B> wird, für welche die Steuerspannuno, von el einem AusIgangskreis wenigstens einer der Röhren bezogen wird.
Bei Systemen dieser Art werden Ausgänge eines Schalters von einem für jeden Ausgang oder für eine Gruppe von Ausgängen eharak- teristisehen elektrischen Potential markiert. Während der Bewe-um, des Schalters werden <B>n"</B> en diese Markierungspotentiale durch eine Null- spannungsprüfungsvorriehtung mit einem im I <B>C</B> Register entsprechend der zu wählenden Num- nier eingestellten Vergleichspotential vergli- ehen. Sobald ein freier Ausgang erreicht wird,
dessen Markierungspotential gleich dem Ver- gleiebspotential im Register ist, spricht die <B>C</B> Prüfungsvorrichtung an, wobei ein Relais er- regt wird oder abfällt, wodurch der Schalter aDgehalten wird.
Es sind bereits Nullspannungsprüfungs- vorrieht-Lin,gen bekannt, die eine oder mehrere Entladungsröhren enthalten. Die bekannten Sehaltungen haben jedoch verschiedene Nach teile. Bei manchen Vorrichtungen muss jeder Nullsehalter mit einer eigenen Speisequelle versehen sein, die gut isoliert gegen Erde aus- -ebildet sein muss. Bei andern Systemen läuft der Speisestrom der Entladungsröhren über die Prüfbürste des Schalters und über die Wi derstände, über welche das Markierungspoten tial dem Markierungskontakt zugeführt wird,
##odureh die Markierpotentiale in mehr oder weniger starkem Masse geändert werden, was zu Störungen Veranlassung geben kann, insbe sondere bei gleichzeitiger Einstellung mehre- Z, t' rer Wähler, und bei gewissen Systemen sogar durchaus unzulässig ist.
Die Erfindung beseitigt diesen Nachteil und schafft eine Lösung, der verschiedene Nullsehalter aus einer gemeinsamen, mit Erde verbundenen Speisequelle gespeist werden können und ausserdem die Spannungsprüfung stromlos erfolgt.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der yelneinsehaftliehe Kathodenkreis der Röhren einenWiderstand enthält, dessen Wert so hoch ist, dass bei Variation der genannten Potentiale innerhalb eines Spannungsberei- ches, der wenigstens fÜnfmal grösser ist wie e5 der Cuitterspannuri,-sbereieli jeder Röhre, keine Röhre ins Gitterstrom--gebiet gesteuert wird und stets wenigstens eine Röhre leitend ist.
Es sei bemerkt, dass es an sieh bei G',egen- taktverstärkern bekannt ist, einen Widerstand in den genteinsamen Kathodenkreis der Ver- stärkerröhren aufzunehmen, -um die Anoden ströme der Röhren im -leiehen -Masse und in Gegenphase zu ändern und auf diese Weise die Ge-entaktwirkuno, zu verbessern und etwaige Verzerrungen herabzusetzen.
Der _NViderstand an den Eingangsklemnien der Sebaltung wird zweekmässigerweise be sonders hoeh gemaeht, so dass die Sehaltung keine Belastun- der mit der Sehaltung, gekop- #T, pelten Prüfkreise bildet, trotz der von der Relaisschaltang an der Ausgangsseite der Sehaltuno- --ebildeten Belastung.
Die Sehaltung ändert das Eingangskrite- rium, das heisst den Untersehied zwisehen den zu vergleiehenden Potentialen, in ein Aus gangskriterium in den Anodenkreisen der Ver- gleiehsröhren, das von der Relaissehaltung auf versehiedene Weise zur Erzielun-- der er- wünsehten Anzeige verarbeitet werden kann.
Das Ausgangskriteriuni soll nur von dem Un- tersehied der zu ver,-leiehenden Potentiale, aber nieht von den Potentialen selbst abhän <B>gig</B> sein.
Wenn der gemeinsame Kathodenwider stand der Vergleiehsröhren besonders hoeh ist, ist der Arbeitspunkt der Vergleiehsröhren praktiseh unabhängig vom Absolutwert der en Ein-, ngsspannungen. Der Widerstand kann zna <B>-- --</B> zum Beispiel von einer Sehirmgitterröhre, z. B. einer Pentode oder z. B. einem Eisen-Wasser- stoff#Widerstand gebildet werden.
In vielen Fällen ist es erwünseht, dass die Polarität der Steuerspannung der Relaissehal- tung gleiehbleibt, Linabhängig von, der Polarität des Untenehiedes der zu vergleiehenden Po tentiale.
Dies ist unter anderem wiehtig, um züi verhindern, dass ein Relais in entgegen gesetzter Riehtung magnetisiert werden würzle und kurze Zeit oder dauernd abfallen würde, wenn der r.ntersehied der zu vergleiehenden Spannungen plötzlieh in einen Untersehied mit entgegengesetzter Polarität übergeführt wird.
Züi diesem Zweek kann an der Eingangs- oder an der Ausgangsseite der Vergleichsehal- tung- eine Gleiehriehtsebaltung, z. B. eine Grätzsehaltung, aufgenommen werden.
Die ErfindLin wird naelistehend an Hand der beiliegenden Zeiehnungen, in denen sehe- matiseh und in vereinfaehter Form einige Ausführungsbeispiele von Vorrielitungen ge mäss der Erfindung dargestellt sind, näher erläutert.
In Fig. <B>1</B> ist mit Gk ein Wählsehalter, z. B. ein Motorwähler, bezeiehnet, der bei Erregung des Drehmagneten K betätigt wird. Jeder der Aus,gan-skontakte, die von der Schleifbürste <B>,</B> c# des Sehalters bestriehen werden, weist ein be stimmtes Potential auf, das den Spannungstei- lern R.--R-1 entnommen wird, derart, dass Potentiale zwisehen <B>0</B> und<B>-60V</B> in Stufen von 2 V abgenommen werden können.
Während der Bewegung der Sehleifbürste des Sehalters werden die aufeinanderfolgen- den Potentialwerte des Punktes 2 mittels eines Nuillsehalters mit der Spannung eines Punktes<B>1</B> eines Markiersehalters JIS vergli- ehen, der entspreehend der züi wählenden Naminer eingestellt ist.
Der Nuiliselialter enthält zwei Entladungs röhren B, und B., die beim dargestellten Bei spiel als Trioden ausgebildet sind.
Die Röhren werden aus Batterien<U>V.</U> und T espeist, von denen die letztgenannte eine <B>'3</B> o# derartige Spannung haben soll, dass verhütet uird, (lass bei den böelisten ne-ativen Werten der Eingangsspannungen die beiden Röhren #zesperrt werden. Die Speiseströnie anderer Nullsehalter können den 1-leiehen Batterien entnommen werden.
In den gemeinsamen U-athodenkreis der Röhren ist ein hoher Widerstand R. <B>"</B> aufge nommen, und in die Anodenkreise der Röh ren sind die Wiehlun-en eine-, Differential relais<B>T</B> eingesehaltet. Der Wert des Wider- 3tandes R5 ist so hoeb, (lass die Röhren B, und <U>B.</U> stets in einem geeigneten Bereieh ihrer Kennlinie arbeiten, wenn die Potentiale der Punkte<B>1.</B> Lind 2 zwisehen <B>0</B> und<B>-60</B> V ge ändert werden.
Der Widerstand soll dabei einen derartiYen Wert haben, dass die den C, höheren Strom führende Röhre auch beim maximalen Gritterpotential <B>(0</B> V) nicht in das Gitterstromgebiet gesteuert wird.
Wenn die Eingangsklemme<B>1</B> ein höheres Potential hat als der Punkt 2, ist der die Röhre B, durchTliessende Strom höher als der die Röhre B2 durehfliessende, und das Relais <B>7,</B> ist erregt., wodurch der Kontakt t geschlos sen ist. Das Relais T ist ebenfalls erregt, wenn der Punkt 2 positiv gegenüber dem Punkt<B>1</B> ist. Die Erregung des Relais T ist nur vom Unterschied der Anodenströme der Röhren und nicht von ihrem Absolutwert abhängig.
Sobald durch den Schleifkontakt des Schal ters<I>GK</I> ein Potential abgegriffen wird, wel- ehes gleieh dem im Register eingestellten Ver- gleiehspotential im Punkte<B>1</B> ist, werden die Ströme in den Wiekluncen des Relais T ein ander gleich, und das Relais fällt ab. Durch Öffnung des Kontaktes t wird der Erreger- I#reis des Drehmagneten K unterbrochen und der Schalter GK angehalten.
Da der Widerstand R5 gross gewählt wird, wird sieh die Steilheit der Röhren B, und B2 nur wenig ändern, wenn die Eingangspoten tiale bei Spannungsgleiehheit Werte zwischen <B>0</B> und<B>-60</B> V haben. Das Relais T wird dann bei<B>0</B> und<B>-60</B> V bei etwa gleichem Wert des Spannungsuntersehiedes abfallen.
Ein Nachteil der Schaltung nach Fig. <B>1</B> ist der, dass das Relais T entgegengesetzt magne tisiert wird, wenn sich beim Übergang der Sehleifbürste von<I>GK</I> auf einen näehstiol- genden Kontakt die Polarität des Potential unterschiedes zwischen den Punkten<B>1</B> und 2 ändert, wodurch es beim Umpolarisieren, das heisst beim Übergang der Bürste auf den <B>C</B> folgenden Kontakt, abfällt, was unter ande rem zur Folge haben kann, dass durch An sprechen der weiteren Ste-Liervorrichtung im Register der Schalter auf einen falschen Aus gang eingestellt wird.
Dieser Nachteil ist bei der Schaltung nach Ficr. 2 behoben. Hier sind die Punkte<B>1</B> und 2 an die Eingangsklemmen einer aus vier Sperr- sehielitzellen SI-S4 bestehenden Grätzsehen Schaltung angeschlossen und die Steuerelek- troden der Röhren Bl, B2 mit den Ausgangs klemmen verbunden. Die Steuerelektrode von B, folgt dann stets dem höchsten der Poten tiale der Punkte<B>1.</B> und 2, während die Steuer elektrode von B2 stets das niedrigere der bei den Potentiale annimmt.
Dies hat zur Folge, dass bei Ungleichheit der Eingangsspannun gen die Röhre B, immer mehr Strom als die Röhre B2 führt, unabhängig von der Polarität des Spannungsunterschiedes.
Bei der Schaltung nach Fig. <B>3</B> ist eine Grätzschaltung in den Ausgangskreis der Ver- gleichssehaltung aufgenommen. Hier wird ein Relais T mit einer einzigen Wicklung verwen det, die zwischen den Ausgangsklemmen der GleichriehterbrIieke SI-S4 geschaltet ist. A-Lieh bei dieser Schaltung ist die Stromrich tung in der Relaiswicklung unabhängig von der Polarität des Spann-Lingsuntersehiedes.
Es ist erwünscht, dass der INT-Lillschalter an- spri eht, wenn der Unterschied zwischen den Eingangsspannungen kleiner als ein bestimm ter Schwellenwert ist, z. B. da die zu verglei- ehenden Spannungen beim Gleichgewicht einander nicht vollkommen gleich zu sein brauchen, infolge der Schwankung der Werte der in den Spannungsteilern verwendeten Wi derstände. Oberhalb dieses Sehwellenwertes darf der Nullsehalter nicht wirksam werden, da sonst die Wähler in eine falsche Stellung eingestellt werden könnten.
Die Schwelle soll weiter möglichst -wenig vom Absolutwert der zu vergleichen Spannungen abhängen, mit an dern Worten, der Spannungsunterschied zwi- sehen den Punkten<B>1</B> und 2, unterhalb dessen das Relais T zum Abfallen gebracht wird, muss bei einem Vergleiehspotential von<B>0</B> V an nähernd der gleiche sein wie bei einem von <B>- 60</B> V.
Bei den Schaltungen nach den Fig. <B>1</B> bis<B>3</B> wird die Sehwellenbreite, das heisst das Span nungsgebiet, in dem das Relais abgefallen ist, im wesentlichen von den Steilheiten der Röh ren und der Stromstärke, bei welcher das Re lais anzieht und abfällt, bedingt. Für die genaue Wirkung des Nullsehalters ist es<B>je-</B> doch günstiger, dass der Einfluss des Relais möglichst gering ist. Der SeInvellenwert ist um so sehärfer defi niert,<B>je</B> grösser die relative Stromänderting beim Überschreiten der Schwelle ist.
Der Ver lauf des dem Relais zugeführten Stromes I als Funktion des Spannungsunterschiedes AV kann züm Beispiel der Kurve a in Fig. 4 ent sprechen. Der Strom ist<B>0,</B> wenn der Span- nun-suntersehied innerhalb der Schwellen breite<B>D</B> liegt, und steigt ausserhalb derselben sehr schnell an.
Ein derartiger Verlauf des Relaisstronies ist mittels der Schaltung nach Fig. <B>5</B> erzielbar bei der der Grätzsehaltung Sl-S.1, an die das Relais T angeschlossen ist, Vorspannungen zugeführt werden, die über die Widerstände Rg und Rlo erzeugt werden.
Es wird nur Strom das Relais T durchfliessen, wenn der Spannungsuntersehied zwischen den Punkten <B>1-</B> und 2 so gross ist, dass das Potential des Punktes<B>d</B> grösser ist als dasjenige des Punk tes a, oder das Potential des Punktes c das- jeni.ge des Punktes<B>b</B> übersteigt. Die Breite der so erzeugten Schwelle ist mittels der Wi derstände Rg und Pbl() einstellbar.
Als Prüfrelais wird im vorliegenden Fall ein besonders empfindliches Relais verwendet. Der Widerstand R.5 der Sehaltungen nach den Fig. <B>1</B> bis<B>3</B> ist weiter durch eine Schirm- ,vitterröhre B5 ersetzt, die zum Beispiel als Pentode aus-ebildet sein kann. Da der An odenstrom einer solchen Röhre praktisch un abhängig von der Anodenspannung ist, wird in allen Gleichgewiehtslagen der die Röhren <B>B,</B> und<U>B.</U> durchfliessenfle Gesamtstrom an nähern<B>d</B> o-leieh sein.
Diese W irkung kann noch vergrössert werden, wenn bei B5 durch Anord nung eines Widerstandes R,1 in der Katho denleitung von B5 eine Stromgegenkopplung imgewendet wird. Wenn der B <B>5</B> durellflie- I.'#ende Strom derart eingestellt wird, dass jede der Röhren B, und<U>B.</U> den ganzen Strom auf nehmen kann, ohne Critterstrom züi führen,
werden die Eingangswiderstände der Ver- ggleiehssehaltungl, an den Klemmen<B>1</B> und 2 gemessen, für alle Werte der zu vergleichen den Spannungen wenigstens annäherungsweise unendlich hoch sein. Bei Spannungs,- " gleiehheit sind die Röhren B, und <U>B.</U> praktisch immer auf gleichen Ar beitspunkt eingestellt, so dass auch die Steil heit der Röhren Lind somit der Schwellenwert des Nullsehalters bei Vergleiehsspannungen von<B>0</B> und<B>-60</B> V gleich sein wird.
Bei den in den Fig. <B>6</B> und <B>7</B> dargestellten Vergleielisse.haltungen sind auch die Röhren B, und<U>B.,</U> als Pentoden ausgebildet.
Die Verwendun- von Mehrgitterröhren in der Vergleiehssehaltun- hat den Vorteil, dass der die Röhren durehfliessende Strom weniger von den Anodenspannungen abhängig ist und ausserdem eine grössere Steilheit erhalten wer- Jen kann.
An die Punkte<I>a,<B>b, e,</B></I><B> d</B> ist eine Gleiehrich- tersehaltung ähnlich derjenigen nach Fig. <B>5</B> -esehlossen (in den Fig. <B>6</B> und<B>7</B> nicht dar gestellt).
Bei der Schaltung nach Fig. <B>6</B> werden die Sehirmgitter der Röhren B, und B2 über einen gemeinsamen Widerstand R20 gespeist. In der Praxis können die Potentiale der Punkte<B>1</B> und 2 über einen beträchtlichen Bereich, z. B. <B>60</B> V, geändert werden. Die Spannungen zwi- sehen den Sehirmgittern und den Kathoden werden sieh, gleichfalls ändern.
Bei Spaniiun---sgleiehheit zwischen den Punkten<B>1</B> und 2 wird der die Röhren B, und <U>B.</U> durehfliessende Gesamtstrom infolge der Wirkung der Röhre B5 für verschiedene Werte der zu vergleichenden Spannungen gleich sein, es werden sieh jedoch die Steuergitter- j und Sehirmgitterspannungen ändern.
Dies hat zur Folge, dass die Anodenströme von B, und B# bei Spannungsgleiebheit zwischen den Punkten<B>1</B> und 2 nicht über den ganzen Be reich der Eingangsspannungen einander gleich i zu sein brauchen, wenn die Röhrenkennlinien nicht gleich sind.
Obgleich die Abweichungen im allo#emeinen verhältnismässig gering sind, können in bestimmten Fällen die gestellten Toleranzen überschritten werden. i Es ist dann erwünscht, die Sehirmgitter- spannung konstant zu halten, so dass die Röh ren immer auf dem -leiehen Punkt der Kenn linie arbeiten.
Bei der Schaltung nach Fig. <B>6</B> ist dies da durch erzielbar, dass als Sehirmgitterwider- stand R90 ein Eisenwasserstoffwiderstand ver wendet wird, der den Gesamtsehirmgitterstroni konstant hält.
Eine andere Lösung ist in Fig. <B>7</B> darge stellt. Die Sehirmuitter der Röhren B, und B2 shid einerseits über den Widerstand R,>, mit dem Pluspol der Speisequielle V2 verbunden, und anderseits ist zwisehen den Sehirmfrittern e und der Kathode der Röhre B6 eine Neon röhre IV, geschaltet. Das Steuergitter der Röhre B6 ist mit den Kathoden der Röhren B, und B2 verbunden.
In die Kathodenleitung von B6 ist ein hoher Widerstand R24 aufge nommen, wodurch diese Röhre als Kathoden verstärker wirkt und der Unterschied zwischen dem Kathodenpotential von B6 und dem Po tential der Kathoden von B, und<U>B,</U> prak- tiseh konstant ist. Mit dieser Schaltung ist erzielbar, dass die Anodenströme der Röhren Bl und B2 bei Brüeken"o.,leieh,-ewieht prak- tiseli unabhängig von der Grösse der zu ver gleichenden Spannungen sind.
n Dieses Ergebnis könnte nicht im gleiehen Masse erzielt werden, wenn die Neonröhre un mittelbar zwischen den Sehirmgittern und den Kathoden von B, Lind<U>B.</U> geschaltet wäre, da in diesem Fall der konstante Emissionsstrom von B5 über die Röhren B, und B", und die Neonröhre verteilt werden würde. Der die Neonröhre durehfliessende Strom ist jedoch nicht konstant, so dass auch die Röhrenströme von B, und<U>B.</U> sieh mit der Grösse der zu ver gleichenden Spannungen ändern würden. Ver suche haben ergeben, dass durch eine derart geschaltete Neonröhre keine Verbesserung der Wirkungsweise erzielt würde-.
Mittels des Spannungsteilers r nach den Fig. <B>6</B> und<B>7</B> kann. das Brüeken-leichgewicht derart naehgeregelt werden, dass bei Span- nungsgleiehheit an den Klemmen<B>1</B> Ltnd 2 die die Röhren B, und<U>B.</U> durehfliessenden Ströme gleich gross sind.
Die Schaltung naeh Fig. <B>8</B> zeigt eine Va riante des Ausgangskreises. Die Anoden der <B><I>b</I></B> Röhren B, und B2 sind über Sperrsehiehtzel- len S12 und<B>S,1</B> mit einem Anzapfungspunkt des Auisgangskreises der andern Röhre ver bunden.
Bei eineni kleinen Unterschied der Anodenströme der beiden Röhren sind sämt- liehe Sperrsehichtzellen gesperrt, da alle Zel len negativ vorgespannt sind, und das Relais wird nicht von Strom durehflossen. Lässt man nunmehr den SpannLingsuntersehied an den Eingangsklemmen zunehmen, z.
B. derart, dass das Potential der Anode von B, gegenüber demjenigen von B.2 ansteigt, so werden bei einem bestimmten Wert des Spannungsunter- sehiedes die Gleiehriehter S3 und 82 leitend. Der das Relais durehlliessende Strom nimmt dann züi, bis das Potential des Punktes c dem jenigen des Punktes<B>f</B> entspricht, wonach die Sperrsehiehtzelle <B>S12</B> leitend wird und der das Relais durehiliessende Strom nur langsam wei ter ansteigt.
Der Verlauf des die Relaiswieklung durch fliessenden Stromes hat etwa die Form der Kurve<B>b</B> nach Fig. 4. Ein Vorteil der Begren zungsmassnahme besteht darin, dass das Relais bei einem grossen Spannungsuntersehied nicht stark überniagnetisiert wird, so dass das Re lais bei der plötzlichen Herstellung des Gleich gewichtes des Nullschalters schnell abfallen kann.
Die vorstehenden Schaltungen weisen in mehr oder weniger grossem Masse den Nachteil auf, dass das Prüfrelais weniger als normal erregt wird. Normalerweise ist die Strom stärke einige Male grösser als der Minimal wert. Dies hat zur Folge, dass die Wirkungs zeiten des Relais stark veränderlich sein kön nen. Die Empfindlichkeit der Schaltungen ist verhältnismässig gering.
Ausserdem haben sie den Naehteil, dass die Schwelle der Nullsehal- ter nicht besonders scharf ist, da die Steilheit der Stromzunahme durch das Relais bei Ände rung der Eingangsspannung durch die Steil- lielt der Entladungsröhren bedingt wird.
Mittels der im folgenden erläuterten Schal- ttingen ist ein sehärferer Übergang erzielbar, und ausserdem kann die Sehwellenbreite einen kleineren Wert haben.
Bei der Vorrichtung nach Fil(y. <B>9</B> wird die #,nodenstromänderuna der Röhren B, und B2 in eine Änderung der Amplitude einerWech- selspannung umgewandelt, die nach Verstär kung und Gleiehriehtung zur Steuerung des Relais verwendbar ist.
Zwischen der Sekundärwieklung des Trans- Formators TI und der Primärwicklung des Transformators l'2 ist eine Gleiehrichter-Ge- gentaktschaltung vorgesehen. Der Primärwiek- lung von TI wird eine Weeliselspannung mit eMer Frequenz, z. B. von<B>10</B> kHz, zugeführt, die von einer nicht dargestellten Spannungs quelle stammt.
Die Punkte a bis<B>d</B> entsprechen den Punkten a bis<B>d</B> der Schaltungen nach den Fig. <B>5</B> bis<B>8.</B> Die Punkte a und b sind mit den Mitten zweier zwischen den Sperr- sehiehtzellen eingeschalteter Spannungsteiler R95-R26 bzw. R27-R28 verbunden. Die An oden c und<B>d,</B> der Röhren BI Lind B# sind an AnzapfLingen der Transformatorwieklungen angeschlossen.
Die Kondensatoren<B>C</B> sind der art bemessen, dass sie Ströme einer Frequenz von<B>10</B> li:Hz unbehindert durchlassen.
Die Wirkunasweise der Schaltung ist fol gende: Sind die miteinander zu vergleichenden Spannungen an den Punkten<B>1</B> und 2 einan der gleich, so werden auch die Potentiale der Punkte a und<B>b</B> bzw. c und<B>d</B> einander gleich sein. Die Potentiale von a und<B>b</B> sind dabei höher als diejenigen von c und<B>d,</B> so dass die Gleiehriehter gesperrt sind und einen hohen Widerstand darstellen. An den Primärklem men von T2 entsteht somit keine Weehselspan- nung. Gegebenenfalls können die Kapazitäten der Gleiehrichter abgeglichen werden.
Bei einem kleinen Enterschied zwischen den zu vergleichenden Spannungen wird das Poten tial von a immer noch dasjenige von<B>d</B> über steigen, bzw. dasjenige von<B>b</B> wird höher als dasjeni-ge von<B>c</B> sein, so dass die Gleiehrieliter gesperrt bleiben. Wird der Unterschied jedoch immer grösser, z. B. dadurch, dass der Strom der Röhre B, ansteigt und derjenige von B.
absinkt, so wird in einem bestimmten Augen blick das Potential von<B>d</B> dasjenige von a über steigen, so dass die Gleiehrichter <B>S5</B> und Sr, leitend werden und eine Weeliselspannung an den Klemmen von T. auftritt. Diese Wechsel spannung kann durch die Einrichtung VCr verstärkt und gleichgerichtet werden, wodurch das Relais mit dem gleichgerieliteten Strom gesteuert werden kann.
Wird der Spannungsuntersehied zwischen den Klemmen<B>1</B> und 2 im entgegengesetzten Sinne geändert, so werden die Gleiehrichter <B>A!7</B> und S8 leitend, wodurch T2 gleichfalls über die Gleiehriehter eine Weehselspannung zu geführt wird.' Der Verlauf der Weehselspannungsampli- tude an den Klemmen von T2 als Funktion des Spannun,-suntersehiedes <B><I>A</I></B><I> V</I> zwischen den Klemmen<B>1</B> und 2 entspricht demjenigen der Kurve a in Fig. 4.
Die Sehwellenbreite kann mittels der Widerstände RI) und Rlo geändert werden.
Bei einer andern Ausführungsform (Fig. <B>10)</B> wird von einem der Vergleichssehal- tung genommenen Steuerstrom die Frequenz eines I-Ioehfrequenzgenerators geändert. Die Hoehfrequenzweehselspannung veränderlicher Frequenz wird durch eine Diskriminatorschal- tung hindurehgeführt und darauf gleichge richtet.
Die ersten drei Elektroden der Generator- röhre <B>B7</B> sind in eine Dreipunktgenerator- schaltung aufgenommen, deren Frequenz durch den von den Kondensatoren<B>C,</B> und der Selbstinduktion L, gebildeten Kreis bestimmt ist.
Die Frequenz des Generators kann zum Beispiel<B>500</B> klIz betragen; die Selbstinduk tion Li ist mit einem Hoehfrequenzeisenkern ff versehen, dessen Permeabilität veränderlich ist, indem ein Gleichstrom durch eine auf dem Kern angeordnete Vormagnetisierungswick- lung hindurehgeführt wird, die auf bekannte Weise hoehfrequenzmässig gegenüber der '-'elbstinduktion LI entkoppelt ist.
Die Erregerwieklung X kann statt des Re lais T in die Schaltung nach den Fig. <B>5</B> bis<B>7</B> aufgenommen sein.
Der die W ieklung X durebfliessende Strom kann nach Fig. <B>8</B> begrenzt werden. Bei Ände rung des Spannungsuntersehiedes <B>A</B> V zwi- sehen den Klemmen<B>1</B> und 2 verläuft dann der die Erregerwicklung X durchsetzende Strom gemäss der Kurve<B>b</B> nach Fig. 4.
Die Frequenz des Generators verläuft dem entsprechend. Ähnlich wie bei den Schaltun- gen nach den Fig. <B>5</B> bis<B>7</B> kann die Schwellen breite mittels der Widerstände Rg und Rlo geändert werden. In den Anodenkreis der Generatorröhre <B>B7</B> nach Fig. <B>10</B> ist eine Dis- kriminatorsehaltung aufgenommen, die aus einem von den Kreisen L2C2C9, L3C3C3 ge bildeten Bandfilter besteht. Die Kreise sind kapazitiv durch den Kondensator C4 gekop pelt.
Die Selbstinduktion<B>L3</B> bildet die Pri- märwieklung des lIochfrequenztransformators <B>7'3,</B> in dessen Sekundärwicklung eine nicht dargestellte Gleichrichtersehaltung aufgenom- inen ist. Mittels der Gleiehriehterspannung kann ein Relais erregt oder eine Verstärker- röhre gesteuert werden.
Das Bandfilter ist auf <B>500</B> kIlz abgestimmt und die Bandbreite soll grösser als der Frequenzbereieh gewählt wer den, in dem die Eigenfrequienz des Genera- tors sehwanken kann, infolge -unerwünschter Schwankungen der Speisespannung oder der gleichen.
Die Wirkungsweise der Sehaltung ist fol gende: Wenn der Untersellied zwisehen den züi ,ergleichenden Spannungen kleiner als der Sehwellenwert der Vergleiehssehaltung ist, fliesst kein Strom durch die Erregerwieklung X und die Frequenz des Crenerators ist gleich <B>500</B> krIz. Übersteigt der Spannungsuntersehied den Schwellenwert,
so wird sieh infolge der Vormagnetisierung des<B>E</B> isenkernes <B>J1</B> die Fre quenz des Grenerators rasch ändern. Es hat sich in der Praxis als möglieh erwiesen, eine Frequenzänderung von<B>100</B> kl-Iz <B>je</B> Volt Span nungsänderung 7wisehen den Klemmen<B>1</B> -und 2 zu erzielen. Die Frequenz fällt dabei ausser halb des Durehlassbandes des Bandfilters, so dass die Ausgangsspanung bis auf einen sehr geringen Wert herabgesetzt wird. Die Flan kenbreite der Schwelle beträgt dabei nur einige mV.
Eine besonders scharfe Sehwellenwirkung des Nullschalters entstellt, wenn das Priii- relais l' wie in Fig. <B>1.1</B> in eine Kippschaltung aufgenommen wird, die von der Vergleichs- sellaltung gesteuert wird.
Die Kippsehaltung enthält zwei Röhren B3 und B,1. In den gemeinsamen Kathodenkreis ist ein hoher Widerstand R17 aufgenommen. Die Anode von B3 wird über den Widerstand R16 gespeist, und das Prüfrelais T ist in den An odenkreis von B4 eingeschaltet. Das Steuer gitter von B,1 ist mit einem Punkt des zwisehen der Anode von B3 und der Minusklemme der Batterie V3 gesehalteten Spannangsteilers r#18-.Pi,19 verbunden. Die Steuerspannung wird dem Steuergitter der Röhre B3 zuge führt.
W, enn das Steuergitter voll B3 ein verhält- rtismässig niedriges Potential aufweist, ist die Röhre B3 gesperrt und die Röhre B4 geöff net, so dass das Relais T erregt ist. Wird nun- inehr das Potential des Steuergitters erhöht, so wird bei einem bestimmten Wert Bs leitend, eias Steuergitterpotential von B4 sinkt stark und die Röhre B4 wird plötzlieh vollkommen 0.esperrt. Dieser Übergang ist sehr scharf.
Die Schaltungen nach den Fig. <B>11</B> bis 14 unterscheiden sieh voneinander nur durch die Art und Weise, in der die Steuerspannung für die Kippschaltung dem Ausgang der Ver- 22 gleiehssehaltung entnommen wird. Bei jeder Schaltung wird die Steuerspannung durch das Anodenpotential derjenigen der Röhren B, und<U>B.</U> bestimmt., die den grösseren Strom führt.
Bei der Schaltung nach Fig. <B>11</B> ist das Steuergitter von B3 über den Widerstand R15, der eine Begrenzung etwaiger Gitterströme be zweckt, mit der Anode der Röhre B, verbun den. Die St#iiergitter der Vergleichsröhren sind, ähnlich wie<B>-</B>bei der Sehaltung nach Fig. 2, über Sperrschielitzellen Sl-S4 Mit Punkten<B>1</B> und 2 verbunden, denen die zu ver gleichenden Spannungen zugeführt werden.
Die Sperrsehiehtzellen sind derart gepolti dass das Steuergitter von B, stets das höhere und das Steuergitter von B2 stets das niedrigere Potential besitzt.
Die in die Kathodenleitung von B, und B2 eingesehaltete Pentode B5 hält den Gesamt- emissionsstrom der Röhren B, und B2 weit gehend konstant. In jedem Zustand von Span- itungsgleichheit zwischen Null und<B>-60</B> V werden also die die Widerstände<B>B7</B> und Rs durchfliessenden<B>-</B> Ströme den gleichen Wert haben, und es wird also auch das Potential der -Anode von B, das gleiche sein, unabhängig vom Absolutwert der Eingangspotentiale der Punkte<B>1</B> und 2.
Die Widerstände der Kippsehaltung sind derart bemessen, dass beim. Gleichgewicht die Röhre B3 leitend und die Röhre B., gesperrt ist, so dass in diesem Zustand das Prülrelais abgefallen ist.
Steigt nunmehr der Potentialuntersehied zwischen<B>1</B> und 2 an, so fällt das Anodenpoten tial von Bl. Bei einem bestimmten Wert des Potentialuntersehiedes sperrt B3 plötzlich und B., wird stromführend, und das Prüfrelais spricht an.
Da die Steilheit der Röhren B, und<U>B.</U> beim Spannan--gsgleiellgewiellt nicht vom Ab- solutwert der zu vergleieliendbn Spannungen abhängig ist, ist auch die Schwellenbreite des -i\'ullsehalters konstant.
Bei der Schaltung nach Fig. 12 sind die Steuergitter von BI und B2 unmittelbar an die Punkte<B>1</B> und 2 angeschlossen, und es ist das Steuergitter der Röhre B3 der Kippsehal- tung über Sperrsehiehtzellen <B>S,</B> und<B> & </B> mit clen Anoden von B, und <U>B.</U> verbunden. Zwi- sehen dem gemeinsamen Punkt a und der Quelle hohen Potentials ist ein Widerstand RI2 geschaltet.
Die Sperrsehiehtzellen sind derart polarisiert, dass das Steuergitter von B3 dem höheren der Anodenpotentiale von B, Lind<U>B.,</U> folgt.
Die Sehaltun-en nach den Fi-. <B>13</B> und 14 <B>C in</B> entspreehen ini wesentlichen den Schaltungen ZD nach den Fi-. <B>1.1</B> und 12. Die Pentode Br. ist jedoch durch einen Widerstand 1?5 ersetzt.
Der Gesamtemissionsstrom von B, und<U>B.,</U> ist nunmehr gewissermassen von den Absolutwer- ten der Ein,gangsspannungen abhängig. Lässt man die Potentiale der Punkte<B>1</B> und 2 gleich zeitig zunehmen, so sinken die Anodenpoten tiale von B, und B.,., und es steigt das Poten tial der Kathoden an.
An einem zwischen einer ,Anode und der Kathode geschalteten Span- nun -steiler wird also ein Punkt vorhanden sein, dessen Potential sieh nicht ändert.
Bei der Schaltung nach Fig. <B>13</B> ist das Steuer.-Itter von B.# an, den Punkt a des Span- nungsteilers I#13--Pil,1 zwischen der Anode von B, und den Kathoden von B, und B# an geschlossen, während bei der Schaltung nach Fig. 14 der Spaiinungsteiler R13-R1,
1 ZW'- sehen dein gemeinsamen Punkt der Sperr- sellielitzellen <B><U>S.</U></B> und den K-athoden ge schaltet ist. Durch passende Wahl des An- zapfungspunktes a ist erzielbar, dass die Sehwellenbreite der Nullsehalter konstant ist. Die Lage des Punktes a entspricht nicht genau dem Punkte<B>k,</B> da auch die Steilheit der Röh ren gewissermassen vom Absolutwert der Ein gangsspannungen abhängig ist.
Wenn bei den Selialtungen nach den Fig. <B>11</B> bis 14 die Polarität der Sperrschicht- zellen uinoel,-elirt wird, nimmt das Steuergit ter von B?, das niedrigere der Anodenpoten tiale von BI und B., an.
Werden die Wider stände der Sehaltungen nunmehr derart be messen, dass beim G'leiehgewieht die Röhre B3 gesperrt und B., leitend ist, so wird beim An steigen des Absolutwertes des Spannungs unterschiedes zwischen lund 2 oberhalb eines bestimmten Sehwellenwertes das Prüfrelais T plötzlich abfallen. Die WirkLingsweise der Sehaltung ist also derjenigen der vorher be- sehriebenen Fälle -egenüber reziprok.